Bärenbulle

Sentimentanalysen - Links und Verwendung

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Klaus Kaldemorgen sagte einmal den sehr weisen Satz "Börsen-Haussen, sterben nie in der Normalität, sondern in der Euphorie". Sentimentanalysen sind daher ein wichtiger Indikator, bei der Analyse von Wendepunkten im Börsenzyklus. Ähnliches gilt am Tiefpunkt. Quelle: http://www.faz.net/s/Rub645F7F43865344D198...n~Scontent.html

 

Ein weiterer weiser Satz postuliert für eine Erholung nach einer Krise "die Kurse steigen immer an einer Mauer der Angst".

 

Daher anbei mal ein paar nützliche Links mit Sentimentbetrachtungen. Wer weitere gute Links kennt, bitte posten!

 

Börse Frankfurt (DAX und TecDAX): http://www.boerse-frankfurt.de/DE/index.aspx?pageID=185

Technical Take: http://thetechnicaltakedotcom.blogspot.com...ish-fodder.html

Bloomberg Sentiment: http://www.bloomberg.com/apps/quote?ticker=BPGCGI%3AIND

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Die EUWAX hat ihren eigenen Sentiment-Index:

 

EUWAX - Privatanleger-Sentiment

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Posted · Edited by 35sebastian

Danke Bärenbulle für die Links!

 

Die geben treffend die Gemütslage der Anleger im Jahr 2007 und jetzt wieder.

 

Auch ich sehe die jetzige Situation wie beschrieben. Es ist noch reichlich Pessimismus im Markt.

 

d.h. viele sind noch nicht investiert.

 

Von der Euphorie in den Jahren 2000 und 2007 sind wir noch weit entfernt.

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Posted · Edited by Antonia

...

Von der Euphorie in den Jahren 2000 und 2007 sind wir noch weit entfernt.[/b]

 

Spielen die realen Zustände keine Rolle mehr? Anfang 2007 boomte die Wirtschaft in Deutschland, die Firmen konnten sich vor Aufträgen nicht retten. Ganz Europa boomte, die Immobilien in Spanien, die Banken in England... Und in USA sowieso, der Immobilienboom war in seiner Höchstphase, es wurde konsumiert wie verrückt. Heute sieht es etwas anders aus, massenhaft Kurzarbeit hier, Verschuldung und Arbeitslosigkeit dort.

 

Woher sollte Euphorie kommen? Euphorisch können nur die Investmentbanken sein, die billiges Geld noch und nöcher bekommen.

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Spielen die realen Zustände keine Rolle mehr? Anfang 2007 boomte die Wirtschaft in Deutschland, die Firmen konnten sich vor Aufträgen nicht retten. Ganz Europa boomte, die Immobilien in Spanien, die Banken in England... Und in USA sowieso, der Immobilienboom war in seiner Höchstphase, es wurde konsumiert wie verrückt. Heute sieht es etwas anders aus, massenhaft Kurzarbeit hier, Verschuldung und Arbeitslosigkeit dort.

 

Woher sollte Euphorie kommen? Euphorisch können nur die Investmentbanken sein, die billiges Geld noch und nöcher bekommen.

 

Antonia,

danke für die Bestätigung der o.g. Indikatoren =)

Werde wohl hingehen und noch ein klitze kleines bisschen Stockpicking betreiben.

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Posted · Edited by odenter

Auch ich sehe die jetzige Situation wie beschrieben. Es ist noch reichlich Pessimismus im Markt.

d.h. viele sind noch nicht investiert.

Diese Formulierung wird öfter als Argument für "zwingend" steigende Kurse genannt. Markt beschreibt aber doch nicht alle potenziellen Anleger (weil das wären 6 Mrd.) sondern diejenigen die sich aktiv beteiligen, nicht jedoch diejenigen die nur zugucken, jedenfalls nach meinem Verständnis.

 

Und da es steigende Kurse gibt kann nicht der Pessimismus überwiegen, denn sonst würden die Kurse fallen, wenn die Mehrheit der Akteure der Meinung wäre es geht Bergab.

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Posted · Edited by Bärenbulle

Und da es steigende Kurse gibt kann nicht der Pessimismus überwiegen, denn sonst würden die Kurse fallen, wenn die Mehrheit der Akteure der Meinung wäre es geht Bergab.

 

Das ist ein bisschen vereinfacht dargestellt.

 

Kurse steigen nicht wenn die Anleger eine pessimistische oder optimistische Einstellung haben, sondern nur wenn Sie diese ändern. Das ist wichtig zu verstehen.

 

Wenn alle eine negative Einstellung haben, dann bedeutet das für den Kurs erstmal gar nichts. Es kann aber dann nur eine Richtung geben, denn es kommt zu einem Kauf, wenn der Erste seine negative in eine positive Meinung ändert, resultierend in einem steigenden Kurs. Wenn alle ein positive Meinung haben, heißt das genauso, dass die Kurse dann nur Fallen können, nämlich genau dann wenn die Stimmung eines Ersten Anlegers von einer positiven in eine negative Einstellung umkippt. Sentimente geben somit Auskunft über ein mögliches Veränderungspotenzial. Nicht mehr, aber auch nicht weniger.

 

Da nur in den beiden von mir beschriebenen Extrempositionen die "Kipp"-Richtung eindeutig ist, ist das ganze aber natürlich keine exakte Wissenschaft. Trotzdem insbesondere in den Extremen ist eine Sentimentanalyse hilfreich. Sie ist es auch bei steigenden Kursen, insbesondere wenn das Geschrei der Bären und die warnenden Stimmen zahlreich sind.

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Posted · Edited by 35sebastian

Also, ich habe nur die Artikel kommentiert.

Über das irrationale Verhalten der Anleger ist ja reichlich geschrieben worden.

Nach dem panischen Selloff bis zum März 2009 haben Anleger wieder Mut gefasst und Aktien gekauft.

Wenn mehr gekauft als verkauft wird, steigen logischerweise die Aktien.

Da aber noch viele nicht investiert sind, ist die Chance auf weiter steigende Kurse groß.

 

Folgende Zitate und Beispiele beschreiben eine Gefährdung der Börse treffend:

 

"Die Hausse stirbt in der Euphorie."

 

"The sky is the limit."

 

Kosto: " Wenn das Geld in die zittrigen Hände gewandert ist" und "der Hund sich zu weit vom Herrchen entfernt hat"

 

Angst und Gier bestimmen weiter das Verhalten der Menschen und verführen sie zu absolut irrationalem Verhalten.

 

"Kaufe teuer und verkaufe billig!" :D

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Hier noch eine Sentimentanalyse

 

http://tickersense.typepad.com/

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Ganz interessant ist auch die Differenzierung in Coms, Large Specs und Small Specs:

 

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Quelle: http://timingcharts.com/index.php

 

Die Small Specs gelten als Kontraindikatoren, die COMs als Smart Money.

 

Allerdings sind die Charts oben oft stark widersprüchlich zu den Wellenreiter-Daten hier: http://www.wellenreiter-invest.de/CoT/cot.blick.indizes.html

 

Kennt einer den Grund?

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Das sieht man auch hier

 

http://www.insiderdaten.de/

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ja schon, aber wenn schon eine verschwörungsseite davon berichtet, wie die insider verkaufen, hat es auch etwas zu bedeuten...

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ja schon, aber wenn schon eine verschwörungsseite davon berichtet, wie die insider verkaufen, hat es auch etwas zu bedeuten...

 

Bedeutet dass die "Insider" Angst vor den schlechten Zahlen der Unternehmen im laufenden Jahr haben, die Börse aber eine Erholung hingelegt hat mit der sie wohl so nicht gerechnet haben. Oder weil sie den "double-dip" erwarten, und die Börse diese Meinung anscheinend nicht vertritt.

 

Wer Recht hat? Können wir uns Ende 2010 wiedersprechen?

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hab nochmal drüber nachgedacht, eigentlich ist klar, dass eine weltuntergangsseite darüber berichtet, wie massiv aktien abgestossen werden. wer recht hat, keine ahnung. die zukunft wird es zeigen...

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