Galenica AG

33 Beiträge in diesem Thema

Geschrieben · bearbeitet von jschoeck

Galenica AG WKN: 252066 ISIN: CH0015536466

Kurzanalyse/Vorstellung

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Galenica ist eine diversifizierte schweizer Unternehmensgruppe im Gesundheitsmarkt, die unter anderem Pharmazeutika entwickelt, produziert und vertreibt, Apotheken führt, Logistikdienstleistungen anbietet sowie Datenbanken offeriert und Netzwerke etabliert. In allen ihren Geschäftsbereichen - Pharma, Logistics, HealthCare Information und Retail - hat die Galenica Gruppe eine führende Position inne. Sie realisiert einen grossen Teil ihres Ertrags im internationalen Umfeld.

 

 

 

Gesundheitsmarkt in der Schweiz

 

 

 

Schweizer Gesundheitswesen

 

 

 

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Zahlen 2008:

 

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Umsatz nach Regionen:

 

 

Wohl für jeden ersichtlich erwirtschaftet Galenica den Bärenanteil ihres Umsatzes im Inland.

Das macht Sie stark abhängig gegenüber dem Wohlergehen der Schweizer Wirtschaft und dem CHF, aus Diversifikations- und Chancengründen würde ich eine weitere Expansion in den asiatischen Raum begrüßen.

 

 

 

Umsatz nach Geschäftsbereich:



 

 

 

Logistics:

 

Dieser Geschäftsbereich ist, wie der Name schon sagt für die Logistik der pharmazeutischen

Lieferungen zuständig. Eins der vorrangigsten Ziele ist es die Versorgungssicherheit

zu jedem Zeitpunkt zu gewährleisten. Mit den vorhandenen Logistikzentren garantiert

Galenica die flächendeckende Medikamentenversorgung der Schweiz.

 

In Niederbipp entstand durch die Investition von 85 Mio. CHF eins der modernsten

Gesundheitslogistikzentren Europas, rund 2300 Lieferungen gehen hier täglich an Ärzte,

Apotheken und Drogerien raus. Innerhalb von durchschnittlich 3 Stunden ist jedes Medikament überall in der Schweiz verfügbar, auch nachts.

 

Ich meine das sich diese Neuinvestition positiv auf die eher moderaten Margen

der Hauptgeschäftssparte durchschlagen wird.

 

Umsatz 5 Jahre: durchschnittliches Wachstum: 6,05% (in Mio. CHF)

 

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Vifor Pharma:

 

Vifor Pharma ist ein Unternehmenszweig, der darauf spezialisiert ist, auf der ganzen Welt Pharmaprodukte zu erforschen, entwickeln, produzieren und zu vermarkten.

 

Grundstein war der Kauf von Aspreva:

 

http://www.viforpharma.com/ViforPharma/de/media/news/2009_07_10_63398563_meldung.php

 

Die stärke des Geschäftszweig spiegelt sich in der Marktstellung im Bereich Eisenprodukte wieder (einem Kernbereich der Vifor Pharma):

 

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Umsatz Pharmasparte: durchschnittliches Wachstum: 10,39% (in Mio. CHF):

 

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Retail:

 

 

Die Retailsparte sprich die Apothekenkette der Galenica, wird durch Akquisition und

Neueröffnung vergrößert, die operierende Tochtergesellschaft Galeni Care erreicht auch in einem wirtschaftlich schwierigem 2008 eine Standortzahlvergrößerung auf 259 (+31).

 

Der Großteil des Umsatzwachstums in 2008 basiert auf Akquisitionen, nur ca. 1/6

organisches Wachstum, die Zahlen also mit Vorsicht genießen.

 

Durchschnittliches Umsatzwachstum: 17,8% (in Mio. CHF):

 

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Health Care Info:

 

Die kleinste Sparte Galenicas beschäftigt sich mit Softwarelösungen, die den sicheren Datenaustausch untereinander im schweizerischen Gesundheitswesen ermöglichen sollen.

 

Ein Produkt dieses Geschäftsfeldes wäre die auf Internet basierende Infoplattform

Pharmavista. 2008 wurden täglich ca. 10.000 Besucher verzeichnet. Rund 90% der

Apotheker und ca. 60% der aller Drogerien nehmen ihre Dienste in Anspruch.

 

Durchschnittliches Umsatzwachstum: 14,11% (in Mio. CHF):

 

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Gewinn und Kennzahlen

 

 

 

Jahresgewinn der letzten 5 Jahre: 31,28% (in Mio. CHF):

 

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Earnings per Share (in CHF):

 

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Wichtigsten Kennzahlen im Überblick:

 

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Besonderheiten/Analyse Kennzahlen:

 


  •  
  • EKQ: Wird bei Galenica traditionell sehr niedrig gehalten, das gefällt mir überhaupt nicht. In 2008 wurde mit 28,6% die bisher niedrigste EKQ bilanziert.
  • EKR: Die Eigenkapitalrendite ist begünstigt durch die niedrige EKQ sehr hoch, bei einer vernünftigeren EKQ von ca. 50% wäre sie aber immer noch überdurchschnittlich.
  • GKR: konnte in den letzten 5 Jahren konstant gesteigert werden und unterstreicht die Rentabilität des Unternehmens
  • UR: fällt mit zuletzt 6,1% eher bescheiden aus, wobei auch hier man sich die letzten Jahre kontinuierlich gesteigert hat.
  • SI Quote: hält sich im Zeitraum 2004-2006 auf einem sehr guten Level.
    Der überproportionale Anstieg in 2007 und vor allem 2008, ist auf die Akquisition der 1 Milliarde CHF teuren Apreva (kanadische Pharmazie) Vifor Pharma zurückzuführen.
  • Gearing: Die finanzielle Verschuldung ist tendenziell zu hoch, aber auch hier muss man die Beeinflussung durch den Aprevazukauf mit einbeziehen…
  • Working Capital: Das Working Capital nimmt konstant die letzten Jahre ab und erreicht einen gesunden Tiefstand von 92,1% in 2008, für meine Geschmack war in den Jahren dafür zuviel Kapital gebunden (erzielte keinen Mehrwert für das Unternehmen).
     



 

 

 

Freecashflow:

 

2008: -658.024.000 CHF (Kauf der Aspreva für ca. 1 Mia. CHF)

 

2007: -76.888.000 CHF (Aufgrund von Beteiligungszukauf in

Höhe von ca. 100 Mio. CHF)

 

2006: 90.012.000 CHF

 

2005: 70.490.000 CHF

 

 

2004: 44.419.000 CHF

 

 

 

 

Aktienbewertung:

 

Aktionärsstruktur:

 

Einziger nennenswerter Aktionär ist die Alliance UniChem Group Limited

mit einem Stimmrecht von 20%, der Rest schein wohl Freefloat zu sein…

 

Dividendenausschüttung in CHF:

 

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Aktienkennzahlen:

 

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Fazit:

 

Galenica ist ein durchaus interessantes Unternehmen, mit einem in letzter Zeit nur noch moderat wachsenden Hauptgeschäftsfeld (Health Logistics), verfügt aber mit der Pharma- und Retailsparte über sehr umsatzwachstumsstarke Ergänzungen.

Auch die noch kleine Health Care Info Sparte erzielt hohe Margen.

 

Unschön ist die niedrige Eigenkapitalquote uns die durch Akquisitionen hochgetrieben

Verschuldungs- und Sachinvestitionsquote. Die wiederrum aber auch nötig und wichtig sind, Marktanteile konnten hinzugewonnen werden.

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Geschrieben

Das ist ja schön übersichtlich ausgearbeitet!

 

Ich habe mir die Aktie auch einmal angeschaut, weil ich ein Schweiz-Investment suche. Obwohl die AG soviel Umsatz im Inland macht, kommt der Großteil des Gewinns aus dem Auslandsgeschäft. Denn die (logischerweise) exportorientierte Vifor Pharma bringt 133 der 147 Mio CHF EBIT. Bei einem starken CHF besteht die Gefahr, dass Wechselkursverluste das Ergebnis eintrüben.

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Geschrieben

ja, schön,. aber teilweise sind die Beschriftungen kaum lesbar. JPEG ist kein geeignetes Format für schematische Grafiken. Dafür nimmt man GIF oder PNG. JPEG wurde für Fotos entwickelt!

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Geschrieben · bearbeitet von BondWurzel

Vielen Dank JSchoek, ist ja einer meiner Lieblingsaktien und hat sich gerade während der Finanzkrise als stabiler Depotfaktor erwiesen; auch die Dividendenpolitik ist gut. Man beachte auch die positive Progression im Jahresgewinn. Die Bilanzstruktur sehe ich positiver als du; eine hohe Überdeckung im Working Capital nützt nicht viel; insofern sind die letzten Zahlen positiv ausgeglichener. Wieso du die EKQ als niedrig erachtest, verstehe ich nicht - sie ist in meinem Augen sogar optimal. Vor dem Hintergrund schweizer Präzision und einem ansteigenden Anteil von älteren Menschen sicherlich eine stabile Angelegenheit.

 

http://moneycab.presscab.com/de/templates/?a=74657

 

http://moneycab.presscab.com/de/templates/?a=73961

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Geschrieben

@Bondwurzel: Danke für die Rückmeldung, könntest du mir noch erklären warum die bei Galenica eine EKQ von ca. 30% als optimal erachtest?

 

ja, schön,. aber teilweise sind die Beschriftungen kaum lesbar. JPEG ist kein geeignetes Format für schematische Grafiken. Dafür nimmt man GIF oder PNG. JPEG wurde für Fotos entwickelt!

 

Danke für die Grafiktips, werdes sie mir beim nächsten mal zu Herzen nehmen... :-

(Kaum lesbar ist jetzt aber doch übertrieben oder?zeitung2.gif..)

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@Bondwurzel: Danke für die Rückmeldung, könntest du mir noch erklären warum die bei Galenica eine EKQ von ca. 30% als optimal erachtest?

 

ja, schön,. aber teilweise sind die Beschriftungen kaum lesbar. JPEG ist kein geeignetes Format für schematische Grafiken. Dafür nimmt man GIF oder PNG. JPEG wurde für Fotos entwickelt!

 

Danke für die Grafiktips, werdes sie mir beim nächsten mal zu Herzen nehmen... :-

(Kaum lesbar ist jetzt aber doch übertrieben oder?zeitung2.gif..)

Eine EKQ von 25% oder mehr ist objektiv und vergleichsweise betrachtet immer gut, auch macht sie von der grundsätzlichen Bilanzstruktur her eine vernünftige Relation.

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Höre ich so jetzt zum ersten mal, viele hier im Forum wollen doch immer nach Möglichkeit eine EKQ von >50%, finanzielle Stabilität, keinen Druck bei mangelnder Motivation der Banken zur Kreditvergabe, bzw. keinen so hohen Finanzierungskosten...

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Geschrieben · bearbeitet von BondWurzel

Höre ich so jetzt zum ersten mal, viele hier im Forum wollen doch immer nach Möglichkeit eine EKQ von >50%, finanzielle Stabilität, keinen Druck bei mangelnder Motivation der Banken zur Kreditvergabe, bzw. keinen so hohen Finanzierungskosten...

 

Ich rede von den gängigen Quoten in der Wirtschaft und nicht was im Forum an Illusionen kontstruiert wird. Ich gehe davon aus, dass man die unternehmerische Sicht sehen kann, jeder möchte mit so wenig Kapital wie möglich eine hohe Rentabilität erreichen, so würde ich investieren und auch das Management ausrichten und du?

 

http://www.bfinance.de/content/view/11807/

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Geschrieben · bearbeitet von jschoeck

Danke für die kleinen Exkursion, aus unternehmerischer Sicht stimm ich dir natürlich zu, als Investor will natürlich jeder einer EKQ von >50%, EKR >25%...und negatives Gearing und die Aktienbewertungszahlen auch schön günstig... ;)

 

Entsprechend der Rentabilität und des defensiven Geschäftsfeldes, kann man die EKQ also vertreten?...

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Geschrieben

Kennzahlenupdate: Halbjahresbericht 2009:

 

EKQ: 30,56%

EKR: 17,09%

GKR: 6,380%

UR: 7,36%

 

SI Quote: 25,16% (um Sondereffekte bereinigt)

Gearing: 119,3%

 

Working Capital: 107,62%

 

Nachtrag: Fortsetzung folgt...

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Geschrieben

Kennzahlenupdate: Halbjahresbericht 2009:

 

EKQ: 30,56%

EKR: 17,09%

GKR: 6,380%

UR: 7,36%

 

SI Quote: 25,16% (um Sondereffekte bereinigt)

Gearing: 119,3%

 

Working Capital: 107,62%

 

Nachtrag: Fortsetzung folgt...

 

Da musst du die Renditen aber schon annualisieren, sonst hat das recht wenig Aussagekraft.

 

Entsprechend der Rentabilität und des defensiven Geschäftsfeldes, kann man die EKQ also vertreten?...

 

Kellogg hat eine EKQ von weniger als 20 % - dennoch ist das Unternehmen mega solide. Du musst die EKQ in Kontext mit den Cashflowzahlen sehen. Auch ist zu prüfen ob die Aktiva ggf. unterbewertet ist.

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Geschrieben · bearbeitet von jschoeck

....Da musst du die Renditen aber schon annualisieren, sonst hat das recht wenig Aussagekraft...

... Auch ist zu prüfen ob die Aktiva ggf. unterbewertet ist.

 

Update folgt die Tage. Wie prüfe ich die ggf. bestehende Unterbewertung der Aktiva?

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....Da musst du die Renditen aber schon annualisieren, sonst hat das recht wenig Aussagekraft...

... Auch ist zu prüfen ob die Aktiva ggf. unterbewertet ist.

 

Update folgt die Tage. Wie prüfe ich die ggf. bestehende Unterbewertung der Aktiva?

 

Hmm, das kann ich dir nun in einem Satz oder 20 Büchern sagen....

 

"Das also war des Pudels Kern!"

 

Soll heißen: Schau' dir die Bilanz an und zerleg' die einzelnen Positionen so weit als möglich und bewerte die Assets zu ihrem fairen Wert: Ist die Aktiva danach größer als zuvor, so war das Eigenkapital unterbewertet und vice versa.

 

D.h.: Das Umlaufvermögen kannst du direkt so übernehmen wie es drin steht. Beim Anlagevermögen wird es dann interessant: Sind hier ggf. Assets welche bereits komplett abgeschrieben sind aber noch Cashflows produzieren, wurden schwer zu bewertende Assets (z.B. Software, Homepage, Lizenzen, Patente) zu konservativ angesetzt, sind langfristige finanzielle Vermögenswerte noch zu Anschaffungskosten bewertet ? Als nächstes kann man sich die Beteiligungsstruktur ansehen, je nach Bilanzierungsvorschrift bilanzierst du bei Anteilen unter 25 % z.B. nur die Dividenden, aber 51 % aber den anteiligen oder gesamten Gewinn etc., das verzerrt alles das reale Bild. Mit einem Wort: Such' nach stillen Reserven.

 

Das ist gerade bei sehr großen Unternehmen eine fast unmögliche Aufgabe, bei kleinen Unternehmen lässt sich die Bilanz aber oft einfach auf die zu Grund liegenden Assets zurückführen.

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Geschrieben

Danke für die kleinen Exkursion, aus unternehmerischer Sicht stimm ich dir natürlich zu, als Investor will natürlich jeder einer EKQ von >50%, EKR >25%...und negatives Gearing und die Aktienbewertungszahlen auch schön günstig... ;)

 

Entsprechend der Rentabilität und des defensiven Geschäftsfeldes, kann man die EKQ also vertreten?...

 

Exakt. Nach Konsolidierung sind auch oft die meisten schönen EKQ wieder weg. :huh:

 

....Da musst du die Renditen aber schon annualisieren, sonst hat das recht wenig Aussagekraft...

... Auch ist zu prüfen ob die Aktiva ggf. unterbewertet ist.

 

Update folgt die Tage. Wie prüfe ich die ggf. bestehende Unterbewertung der Aktiva?

 

Unterbwertung ist gut, die meisten sind überbewertet.

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Geschrieben · bearbeitet von jschoeck

Geschäftsbericht 2009 Galenica AG

 

Der Nettoumsatz konnte im GJ 2009 um 7,6% auf 2,9 Mia. CHF gesteigert werden. Jahresüberschuss stieg im Vergleich um 11% auf 210,4 Mio.CHF.

Alle Geschäftsfelder verzeicheten konstanten Umsatzwachstum, Die Retailgschäft stieg um satte ~ 40%, dies ist aber wohl eher auf die Akquistitionen zurückzuführen, operative Gründe, sprich Leistungssteigerungen sind es also nicht.

 

Auffällig ist, das sich die immateriellen Vermögenswerte nahezu verdoppelt wurden, und mittlerweile ungesunde 45% der Aktiva ausmachen... :( (wahrscheinlich auch wieder auf die Akquisitionen zurückzuführen...)

 

Aus Laiensicht finde ich das es das Unternehmen mit den Akquisitionen aktuell übertreibt...(im GB wird das natürlich als zukunftsnotwendig erachtetet usw.) Kenne mich halt auch nicht sonderlich im Pharmasektor aus, frage mich nur wie die ihre Schulden überhaupt refinanzieren wollen, sofern ein akquiririertes Unternehmen mal nicht die gewünschten Erträge reinspült? Positiv ist das die Geschäftsfelder alle erwartungsgemäß konstant ihr moderates Wachstum abliefern, trotz Krise.

 

 

Kennzahlen 2009:

 

EKQ: 26%

EKR:27,86%

GKR: 8,7%

UR: 6,4%

 

Die Rentabilitätszahlen entwickeln sich alle leicht rückläufig, dies ist hauptsächlich mit große Investitionen in die Forschung & Entwicklung in 2009 zu erklären.

 

Gearing und Sachinvestitionsquote sind auf Grund von Aquisitionen auf sehr hohem Niveau und somit verzerrt. Erworben wurde die Apothekenkette Sun Store (die mit 39% zum UMsatz beitrug) für 441 Mio.CHF & OM Pharma (336 Mio. CHF) ...

 

Zweistelliges Wachstum trotz hohen Investitionen und schwierigem Marktumfeld: Gewinnsteigerung um 11%

 

2009 erwirtschaftete Galenica zum vierzehnten Mal in Folge ein zweistelliges Gewinnwachstum: Der konsolidierte Reingewinn der Galenica Gruppe beläuft sich auf CHF 210,4 Mio. (+11,2%). Galenica ist das einzige an der Schweizer Börse kotierte Unternehmen mit einem derartigen Leistungsausweis. Das Ergebnis ist beeinflusst durch die stark erhöhten Investitionen in die klinische Entwicklung (R&D: +34,7%) und die Vermarktung von Ferinject®. Für 2010 ist eine weitere markante Erhöhung der Investitionen in Forschung und Entwicklung vorgesehen. Anlässlich der nächsten Generalversammlung werden Professor Michel Burnier (international anerkannter Facharzt im Bereich Nephrologie, CHUV) und Hans Peter Frick (Group General Counsel, Leiter Rechtsabteilung, Nestlé) zur Wahl in den Verwaltungsrat vorgeschlagen. Weiter wird der Verwaltungsrat der Generalversammlung eine Dividendenausschüttung von CHF 7.50 (+7,1%) beantragen.

 

Hier die aktuelle Aktienbewertung: Kurs: 375 CHF

 

KGV: 11,5

 

KBV: 3,2

 

KUV: 0,7

 

KCV: 6,6

 

PEG: 1,2 (Bei einem erwarteten Gewinnwachstum von ca. 10%)

 

Kann hier im historischem Vergleich keine Unterbewertung interpretieren.

Das KGV verbessert sich kontinuierlich Jahr um Jahr, das Kurs-Buchwert-Verhältnis ist wie immer hoch, sprich teuer.

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Geschrieben · bearbeitet von jschoeck

Aus Laiensicht finde ich das es das Unternehmen mit den Akquisitionen aktuell übertreibt...(im GB wird das natürlich als zukunftsnotwendig erachtetet usw.) Kenne mich halt auch nicht sonderlich im Pharmasektor aus, frage mich nur wie die ihre Schulden überhaupt refinanzieren wollen, sofern ein akquiririertes Unternehmen mal nicht die gewünschten Erträge reinspült?

Wie bewertet ihr so auf Akquistionen (zumindest im Retail- & Pharmabereich) zurückzuführends Umsatzwachstum?

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Geschrieben

Wie bewertet ihr so auf Akquistionen (zumindest im Retail- & Pharmabereich) zurückzuführends Umsatzwachstum?

 

Ohne speziell etwas zu Galencia zu sagen: Grundsätzlich ist so etwas bis aus wenige Ausnahmen negativ zu bewerten.

 

  • Es zeigt an, dass dem organischen Wachstum offenbar Grenzen gesetzt sind.
  • Häufig werden nur Marktanteile oder Marktzugang eingekauft, und dieser teuer bezahlt.
  • Man begibt sich auf Märkte, die man nicht versteht
  • Die Bilanzen werden mit allen möglichen und unmöglichen Dingen aufgebläht (Google mal nach Purchase-GAAP), und sind nicht mehr zuverlässig zu interpretieren.
  • Auf Grund des Principal Agent Problems musst Du davon ausgehen, dass ein zu hoher Kaufpreis bezahlt wird.
  • Das Management ist auf längere Zeit mit internen Integrationsaufgaben beschäftigt, statt sich dem Geschäft zu widmen.
  • Verschiedene Firmenkulturen sind in aller Regel nicht integrierbar.
  • Produkte, Produktphilosophien, Berichts-, IT-, und Kostenrechnungssysteme, Logistikstrategieen, Qualitätsmanagementsysteme; Preffered Supplier Listen, Image am Markt usw passen nicht zueinander und müssen mühsam zusammengebracht werden.
  • Es gibt Kannibalisierung von Produkten untereinander.
  • Das Management der übernommenen Firmen verliert mehrheitlich Unabhängigkeit und berufliche Perspektiven, und es gibt Widerstände, die Effizienz kosten.
  • etc etc etc.

Man liest immer wieder von Studien die belegen, das bei weitem der kleinste Teil von Übernahmen (10%) sich im nachhinein als gutes Geschäft erweisen.

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Geschrieben · bearbeitet von BondWurzel

Wie bewertet ihr so auf Akquistionen (zumindest im Retail- & Pharmabereich) zurückzuführends Umsatzwachstum?

 

Ohne speziell etwas zu Galencia zu sagen: Grundsätzlich ist so etwas bis aus wenige Ausnahmen negativ zu bewerten.

 

  • Es zeigt an, dass dem organischen Wachstum offenbar Grenzen gesetzt sind.
  • Häufig werden nur Marktanteile oder Marktzugang eingekauft, und dieser teuer bezahlt.
  • Man begibt sich auf Märkte, die man nicht versteht
  • Die Bilanzen werden mit allen möglichen und unmöglichen Dingen aufgebläht (Google mal nach Purchase-GAAP), und sind nicht mehr zuverlässig zu interpretieren.
  • Auf Grund des Principal Agent Problems musst Du davon ausgehen, dass ein zu hoher Kaufpreis bezahlt wird.
  • Das Management ist auf längere Zeit mit internen Integrationsaufgaben beschäftigt, statt sich dem Geschäft zu widmen.
  • Verschiedene Firmenkulturen sind in aller Regel nicht integrierbar.
  • Produkte, Produktphilosophien, Berichts-, IT-, und Kostenrechnungssysteme, Logistikstrategieen, Qualitätsmanagementsysteme; Preffered Supplier Listen, Image am Markt usw passen nicht zueinander und müssen mühsam zusammengebracht werden.
  • Es gibt Kannibalisierung von Produkten untereinander.
  • Das Management der übernommenen Firmen verliert mehrheitlich Unabhängigkeit und berufliche Perspektiven, und es gibt Widerstände, die Effizienz kosten.
  • etc etc etc.

Man liest immer wieder von Studien die belegen, das bei weitem der kleinste Teil von Übernahmen (10%) sich im nachhinein als gutes Geschäft erweisen.

Es gibt mindestens genausoviel positive Gegengründe, ein Großteil sind Vermutungen ohne exakte Begründung....was nützt das aber, wenn es speziell nicht zu Galenica aussagt?

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Geschrieben · bearbeitet von Nixda

Die Frage war ja allgemein gestellt, und ebenso allgemein beantwortet.

 

Ich habe in meinem Berufsleben zweimal so etwas wie einen Merger mitgemacht, und noch häufiger interne "Harmonisierungsprojekte", bei denen man nur versucht hat, innerhalb einer Firma Bereiche zusammenzuführen. Die Liste der Probleme dieser Projekte ließe sich beliebig fortsetzen, während auf der positiven Seite meistens nicht genauer definierte "Synergieeffekte" stehen

 

Es mag Ausnahmefälle geben, wo Akquisitionen Sinn machen: Bestimmte Vorwärts- oder Rückwärtsintegrationen, Einkauf von Technologien, Sicherung von marktengen Zuliefergütern, Übernahme von Vertriebsgesellschaften in Ländern, in denen man nicht repräsentiert ist. Aber häufig genug wird blind Umsatz zugekauft, aber die Qualität des Umsatzes und die mit dem Zukauf verbundenen Steigerung der Komplexität der internen Prozesse häufig übersehen.

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Geschrieben

Einer meiner Lieblingsaktien kratzt an der 290 Marke....man darf zufrieden sind. :)

 

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Einer meiner Lieblingsaktien kratzt an der 290 Marke....man darf zufrieden sind. :)

 

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auch das ich find

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Geschrieben

@wayne: Schluss mit lustig... :P...ein Statement zu Seite 2, Post: #16 würde mich mehr begeistern... :)

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Geschrieben

@wayne: Schluss mit lustig... :P...ein Statement zu Seite 2, Post: #16 würde mich mehr begeistern... :)

erinner mich morgen spätestens Ostern nochmal daran dann kann ich dir a bisserl was schreiben. Fahren jetzt gleich spazieren und wart eigentlich nur noch dass es losgeht. Nur soviel: Die leichteste Branche zum analysieren hast du dir da nicht rausgesucht. aber über die reinen U-Zahlen werde ich dir Feedback geben. Man könnte also weitaus mehr schreiben.

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Geschrieben · bearbeitet von BondWurzel

@JSchoeck,

 

eine meiner weiteren Perlen - neben Galenica -

 

ISIN CH0024638196

Bezeichnung Schindler Holding AG Inhaber-Part.sch. SF -,10

 

Auf 5-Jahresbasis jetzt Kursverdoppelung. Man mag an Ausstieg denken. Deine Meinung?

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