BondWurzel

4,375% HSH Nordbank AG NACHR.FLR-IHS. 07(12/17)DIP238

206 Beiträge in diesem Thema

Geschrieben · bearbeitet von BondWurzel

Da die 2010er ja ausläuft, hier zumm Thema HSH Nordbank der Nachrang.DE000HSH2H15

 

Bezeichnung 4,375% HSH Nordbank AG NACHR.FLR-IHS. 07(12/17)DIP238

WKN HSH2H1

ISIN DE000HSH2H15

Kürzel/RIC DEHSH2H1=F

Reuters-Kategorie Anleihe (börsengehandelt)

Wertpapiergruppe Inh.-Schv./Renten Schv.

Wertpapierart Medium-Term Nts

Segment Freiverkehr

Emittent HSH NORDBANK AG/-

Sitz des Emittenten Deutschland

Emissionsdatum 14.02.2007

Laufzeitende 14.02.2017

Emissionskurs 99,443

Rückzahlungskurs 100,00

Emissionsvolumen 750.000.000 EUR

Kupon 4,375%

Kuponart variabler Kupon

Zinstermin -

Zinsperiode Ganzjährig

Kl. handelb. Einheit 50.000

Depotwährung Euro (EUR)

Abrechnungswährung Euro (EUR)

Letztes Rating A-

Rating Agentur Fitch

Rating Datum 14.09.2009

 

Moody's Rating Anleihe-Rating A3

Chart

 

HSH Nordbank

 

Ab 2012 vierteljährlich 3M-Euribor+ 0,84% p.a.; Kündbar zu 100 zu jedem Zinstermin 14 February 2012 (also auch vierteljährlich).

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Geschrieben

und dafür ist BondWurzel bekannt: :rolleyes:

 

Kl. handelb. Einheit 50.000

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Geschrieben

und dafür ist BondWurzel bekannt: :rolleyes:

 

Kl. handelb. Einheit 50.000

 

Bonds sind nichts für Kleinanleger...für die gibt es ETFs :P

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Geschrieben

Da die 2010er ja ausläuft, hier zumm Thema HSH Nordbank der Nachrang.DE000HSH2H15

 

Bezeichnung 4,375% HSH Nordbank AG NACHR.FLR-IHS. 07(12/17)DIP238

WKN HSH2H1

ISIN DE000HSH2H15

(...)

 

Vielen Dank! Zur Vollständigkeit bitte Floating-Regeln nach 2012 ergänzen und ggf. noch auf ein Kündigungsrecht des Emittenten hinweisen.

 

Meine Einschätzung: Ich denke bei einer allgemeinen Markt-Korrektur kann man in diesem Wert ganz gut überwintern!

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Geschrieben · bearbeitet von jschoeck

Hab hier mal ein schönes "Reiseprospekt": D090_DE000HSH2H15.pdf

 


  •  
  • Wie DanteAllemis schon geschrieben hat, bis (einschließlich 14.Febr. 2011 werden die 4,375% gezahlt, da nach wirds dann bis 2017 floaternd...(wenn ich das richtig sehe, dann der 3 Monats EURIBOR + 0,84%)
     
  • Zinsen werden immer am 14.Febr., Mai, August und Nov. gezahlt
     
  • so wie ich das sehe können die jedes Jahr (ab 2012) am 14. Feb. + Mai + August + Nov. kündigen

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Geschrieben

Hi BondWurzel,

 

Bonds sind nichts für Kleinanleger...für die gibt es ETFs :P

 

ja, ich weiß :(

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Geschrieben

Hi BondWurzel,

 

Bonds sind nichts für Kleinanleger...für die gibt es ETFs :P

 

ja, ich weiß :(

 

Für dich gibt es ja jetzt den Goldman Sachs Bond....

 

Danke JSchoek, als Grobmotoriker braucht man immer einen Prospektständer ... :thumbsup:

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Geschrieben · bearbeitet von jschoeck

Danke JSchoek, als Grobmotoriker braucht man immer einen Prospektständer ... :thumbsup:

Für unsere Prospektliebhaber habe ich mal hier nen schicken Link der Börse Luxembourg

 

Da gibts ne Basisprospekt für die HSH Investoren (Standardschuldverschreiben, Derivate Schuldverschreiben, GS) , mit geschmeidigen 900 (!) Seiten...

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Geschrieben

Hab hier mal ein schönes "Reiseprospekt": D090_DE000HSH2H15.pdf

 


  •  
  • Wie DanteAllemis schon geschrieben hat, bis (einschließlich 14.Febr. 2011 werden die 4,375% gezahlt, da nach wirds dann bis 2017 floaternd...(wenn ich das richtig sehe, dann der 3 Monats EURIBOR)
     
  • Zinsen werden immer am 14.Febr., Mai, August und Nov. gezahlt ?
     
  • so wie ich das sehe können die jedes Jahr (ab 2012) am 14. Feb. kündigen

 

Ab 2012 vierteljährlich 3M-Euribor+ 0,84% p.a.; Kündbar zu 100 zu jedem Zinstermin 14 February 2012 (also auch vierteljährlich).

 

Bitte in Eingangspost ergänzen.

 

Angesichts des totalen Wegfalls der EK(in welcher Form auch immer)-Anrechenbarkeit von LT2 rechne ich allerdings mit Kündigung, falls normales FK der HSH dann günstiger zu platzieren ist. Dies sollte der Fall sein, wenn keine Katastrophe passiert.

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Geschrieben · bearbeitet von BondWurzel

HSH Nordbank reduziert Verlust um drei Viertel auf 700 Millionen

Dienstag, 16. März 2010, 07:33 Uhr

 

Hamburg (Reuters) - Die krisengeschüttelte HSH Nordbank hat ihren Verlust im vergangenen Jahr um drei Viertel gesenkt.

 

Der Jahresfehlbetrag ging auf weniger als 700 Millionen (Vorjahr: minus 2,8 Milliarden) Euro zurück, wie HSH-Chef Dirk Jens Nonnenmacher am Montagabend in Hamburg sagte. Darin seien 600 Millionen Euro schwere Belastungen für den Konzernumbau enthalten sowie für Gebühren, die Hamburg und Schleswig-Holstein für ihre Milliarden-Garantien kassieren. "Vier Quartale hintereinander sind wir jetzt im Plan", bilanzierte Nonnenmacher. Die Kernkapitalquote stieg 2009 um gut drei Punkte auf 10,5 Prozent. Die Bilanzsumme schrumpfte im Zuge der Trennung von nicht mehr zum Kerngeschäft gezählten Aktivitäten um 33 Milliarden auf 175 Milliarden Euro.

 

Für 2011 erwartet die durch Fehlspekulationen und eine risikofreudige Zeichnungspolitik an den Rande des Abgrunds geratene Landesbank wieder schwarze Zahlen. "2012 wollen wir voll dividendenfähig sein", sagte Nonnenmacher. Die Hintergründe der Verluste der HSH werden von Untersuchungsausschüssen in den Landtagen in Hamburg und Kiel beleuchtet. Die Landesbank musste infolge ihrer riskanten Kredit- und Wertpapiergeschäfte von den Ländern mit einer drei Milliarden Euro schweren Kapitalerhöhung sowie Garantien über zehn Milliarden Euro gestützt werden. Ein darüber hinaus vom Bankenrettungsfonds Soffin eingeräumter Garantierahmen wurde nun auf 17 (30) Milliarden Euro reduziert.

"Kapital und Liquidität sind nicht mehr das Problem der Bank", sagte Nonnenmacher und ergänzte: "Wir wollen, dass die Länder jeden Cent wieder bekommen, den sie in die Bank gesteckt haben." Es sei damit zu rechnen, dass Hamburg und Schleswig-Holstein auf Druck der EU ihren Anteil an der HSH von derzeit 85 Prozent bis 2013/14 auf unter 50 Prozent reduzieren werden. Die Bank hofft, die Gespräche mit Brüssel dazu bis zur Jahresmitte abzuschließen. "Ein Börsengang ist eine Option. Aber auch strategische Partnerschaften sind möglich", sagte Nonnenmacher. Wichtig sei es, Investoren zu gewinnen, die - anders als Großaktionär JC Flowers - bei Bedarf Kapital nachschießen können. Er verwies darauf, dass etwa das im Werftensektor an die Weltspitze strebende China Interesse daran haben könne, sich an dem weltgrößten Schiffsfinanzierer HSH zu beteiligen. "Die Wahrscheinlichkeit der Fusion mit einer anderen Landesbank ist gering", sagte Nonnenmacher.

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HSH Nordbank reduziert Verlust um drei Viertel auf 700 Millionen

[/Quote]

 

Das sind gute Nachrichten, besonders für die HSH-Tiere.

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Ab 2012 vierteljährlich 3M-Euribor+ 0,84% p.a.; Kündbar zu 100 zu jedem Zinstermin 14 February 2012 (also auch vierteljährlich).

Das bedeutet nach jetzigem Stand rund 1,5 %. kaum ein Anreiz zum Call. Und der kurs steigt und steigt.

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Geschrieben

HSH Nordbank reduziert Verlust um drei Viertel auf 700 Millionen

[/Quote]

 

Das sind gute Nachrichten, besonders für die HSH-Tiere.

 

 

Bei aller Euphorie über SPARC+RESPARC (die ich auch halte) dürfen wir nicht vergessen, das zunächst (abhängig vom HGB-Jahresfehlbetrag 2009 und 2010) eine Herabschreibung dieser stillen Einlagen auf etwa 75% erfolgt.

 

Vor einer Zinszahlung müssen erst sämtliche Genüsse und dann das T1 voll wieder aufgefüllt werden!

 

Aus diesem Grund bedarf es erst einmal kumulierter Bilanzgewinne von 1 Mrd. (!) Euro in den Jahren ab 2012, bevor wieder Zinsen gezahlt werden.

 

Nicht unmöglich; aber Zinsen für 2011 fallen definitiv aus (AUCH bei einer schwarzen Null). :(

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Geschrieben

Und trotzdem werden sie wohl noch eine weile weiter steigen, ich schätze mal min. auf 45% eher mehr, schau doch einfach mal vergleichbare Anleihen an.

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Geschrieben

Und trotzdem werden sie wohl noch eine weile weiter steigen, ich schätze mal min. auf 45% eher mehr, schau doch einfach mal vergleichbare Anleihen an.

Mit 45 wäre sie erstmal fair gepreist, denke ich. Man sollte neben den Vorteilen (hoher Kupon) auch nicht die Nachteile dieser Anleihe vergessen. Das ist eine der wenigen Stillen Einlagen, die auch zu weniger als dem Nennwert gekündigt werden können. Je nachdem wer der neue Besitzer der HSH wird und wie erfolgreich das Geschäftsmodell in Zukunft sein wird, könnte dies noch von erheblicher Bedeutung sein. In jedem Fall dürfte die Anleihe auf absehbare Zeit nicht zu 100 gekündigt werden, da sie wohl auch in Zukunft als Kernkapital zählt. Mehr Verlustbeteiligungsmöglichkeiten als hier, sind kaum denkbar.

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Geschrieben · bearbeitet von John Silver

Und trotzdem werden sie wohl noch eine weile weiter steigen, ich schätze mal min. auf 45% eher mehr, schau doch einfach mal vergleichbare Anleihen an.

Ähh, nur für die rein wissenschaftlich interessierten mitlesenden WÜNSCHE-Aktionäre ;) - über welche Anleihe redet ihr mit 45%? Bin einwenig verwirrt, weil HSH2H1steht bei 70,1:

 

http://isht.comdirect.de/html/detail/main.html?sSym=DE000HSH2H15.FSE&reason=alphaWkn&more=HSH2H1&ad=&koop=&bRedirected=1&sTerm=HSH2H1

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Geschrieben

Kein Kommentar, man muss ja aufpassen was man sagt, Steuerfahndungsmäßig :D

 

Nein ich bzw. wir reden über die Sparc bzw. über die Resparc HSH Anleihe.

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Geschrieben · bearbeitet von BondWurzel

Und trotzdem werden sie wohl noch eine weile weiter steigen, ich schätze mal min. auf 45% eher mehr, schau doch einfach mal vergleichbare Anleihen an.

Ähh, nur für die rein wissenschaftlich interessierten mitlesenden WÜNSCHE-Aktionäre ;) - über welche Anleihe redet ihr mit 45%? Bin einwenig verwirrt, weil HSH2H1steht bei 70,1:

 

http://isht.comdirect.de/html/detail/main.html?sSym=DE000HSH2H15.FSE&reason=alphaWkn&more=HSH2H1&ad=&koop=&bRedirected=1&sTerm=HSH2H1

 

John,

 

einige wissen noch nicht, dass es einen Tier 1 Fred gibt....aber, man will ja nicht so kleinlich sein...WÜNSCHE dir einen schönen Tag. :thumbsup:

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Geschrieben

...

einige wissen noch nicht, dass es einen Tier 1 Fred gibt....aber, man will ja nicht so kleinlich sein...WÜNSCHE dir einen schönen Tag. :thumbsup:

Danke für die Infos. Einer :) wußte das jedenfalls mit Sicherheit noch nicht. Aber wie gesagt, bin hier nur Mitleser.

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Geschrieben

HSH Nordbank reduziert Verlust um drei Viertel auf 700 Millionen

[/Quote]

 

Das sind gute Nachrichten, besonders für die HSH-Tiere.

 

 

Bei aller Euphorie über SPARC+RESPARC (die ich auch halte) dürfen wir nicht vergessen, das zunächst (abhängig vom HGB-Jahresfehlbetrag 2009 und 2010) eine Herabschreibung dieser stillen Einlagen auf etwa 75% erfolgt.

 

Vor einer Zinszahlung müssen erst sämtliche Genüsse und dann das T1 voll wieder aufgefüllt werden!

 

Aus diesem Grund bedarf es erst einmal kumulierter Bilanzgewinne von 1 Mrd. (!) Euro in den Jahren ab 2012, bevor wieder Zinsen gezahlt werden.

 

Nicht unmöglich; aber Zinsen für 2011 fallen definitiv aus (AUCH bei einer schwarzen Null). :(

 

 

So, kaum ist man mal ein paar Tage weg, dann rennen die Tiere wie verrückt.

 

Nach diesen Aussagen müssten die (RE-)SPARC-Scheinchen jetzt adäquat bepreist sein.

 

 

 

Und trotzdem werden sie wohl noch eine weile weiter steigen, ich schätze mal min. auf 45% eher mehr, schau doch einfach mal vergleichbare Anleihen an.

Mit 45 wäre sie erstmal fair gepreist, denke ich. Man sollte neben den Vorteilen (hoher Kupon) auch nicht die Nachteile dieser Anleihe vergessen. Das ist eine der wenigen Stillen Einlagen, die auch zu weniger als dem Nennwert gekündigt werden können. Je nachdem wer der neue Besitzer der HSH wird und wie erfolgreich das Geschäftsmodell in Zukunft sein wird, könnte dies noch von erheblicher Bedeutung sein. In jedem Fall dürfte die Anleihe auf absehbare Zeit nicht zu 100 gekündigt werden, da sie wohl auch in Zukunft als Kernkapital zählt. Mehr Verlustbeteiligungsmöglichkeiten als hier, sind kaum denkbar.

 

 

Gibt es Gründe, die Teile weiter zu halten, oder sind sie dem allgemeinen Verkaufsprozess einzugliedern?

Ist was passiert, was ich nicht mitbekommen habe?

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Geschrieben

Nö, aber es kann ja nicht auf 100+X hochgehen.

 

In der derzeitigen Situation finde ich sie im Verhältnis zu anderen Tieren einfach fair bewertet (über fair könnte man natürlich streiten)

Die nächste große Welle sollte es bei 1-2 guten Q Abschlüssen die nicht rot sind geben, aber Verkauft wird erst bei 100%. Hab doch Zeit.

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Geschrieben · bearbeitet von BondWurzel

Nö, aber es kann ja nicht auf 100+X hochgehen.

 

In der derzeitigen Situation finde ich sie im Verhältnis zu anderen Tieren einfach fair bewertet (über fair könnte man natürlich streiten)

Die nächste große Welle sollte es bei 1-2 guten Q Abschlüssen die nicht rot sind geben, aber Verkauft wird erst bei 100%. Hab doch Zeit.

Seh ich auch so..fairer Preis jetzt...bis 2012 gibt's noch gute Zinsen und der Kursgewinn ist noch ausreichend.

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du schon wieder :lol:, sorry James aber wir reden über Sparc und Resparc auch wenn das hier der falsche Faden ist.

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Geschrieben

HSH Nordbank trotz Milliardenverlust im Luftfahrtsektor profitabel

Hamburg (ddp\.djn). Die HSH Nordbank hat ungeachtet ihrer Milliardenverluste durch die Finanzkrise im Luftfahrtgeschäft gutes Geld verdient. «Die Flugzeugfinanzierung war 2009 profitabel», sagte die Chefin des Bereichs Transportfinanzierung, Angela Behrend-Görnemann, am Freitag in Hamburg. Zwar habe es eine Abflachung zum Vorjahr gegeben, doch habe sich das strenge, sehr konservative Risikomanagement der Bank ausgezahlt. So würden aus dem Luftfahrt-Portfolio auch keinerlei Bestandteile in die Restructuring Unit, die sogenannte Bad Bank, ausgelagert. Andere Segmente wie Shipping oder Real Estate hätten im Vergleich dazu ganz andere Krisendimensionen zu bewältigen.

 

Behrend-Görnemann verwies darauf, dass die Fluggesellschaften 2009 zwar auch erhebliche Verluste produziert hätten. «Insgesamt ist die Luftfahrtbranche aber erstaunlich gut durch die Krise gekommen», sagte die Finanzierungsexpertin. Je nach Flugzeugtyp habe krisenbedingt höchstens ein Anteil von zwei bis drei Prozent der weltweiten Flugzeugflotte geparkt werden müssen. Aktuell sei spürbar, dass die Nachfrage in der Branche wieder anziehe. So sei das Geschäft im Februar 2010 bei den Passagieren um 9 Prozent und im Frachtbereich um 26 Prozent gesteigen, im März sogar um 10 beziehungsweise 28 Prozent.

 

Der Kollaps des europäischen Luftverkehrs durch den Vulkanausbruch auf Island habe den Airlines im April zwar weltweit Verluste im Umfang von 1,7 Milliarden Dollar beschert, darunter allein 1,3 Milliarden Dollar in Europa. Behrend-Görnemann geht jedoch davon aus, dass dies keine langfristigen Auswirkungen auf die Branche haben werde. Seit 1977 sei ein kontinuierliches jährliches Durchschnittswachstum der Branche von etwa fünf Prozent zu verzeichnen, und dieser Trend sei ungebrochen.

 

Ende 2009 umfasste das Luftfahrtportfolio der HSH laut der Finanzierungsexpertin ein Volumen von 6,6 Milliarden Euro, das sich auf 750 Flugzeuge für Airlines und Leasinggesellschaften verteilte. Damit gehöre das Haus zu den international führenden in dem Segment, 2008 habe die Bank sogar weltweit die meisten Flugzeuge finanziert.

 

Zudem handle es sich um ein äußerst junges Portfolio: Etwa 60 Prozent der Assets seien fünf Jahre alt und jünger, darunter vor allem Airbus-Maschinen der A-320 Familie mit den in Hamburg produzierten Typen A 318, A 319 und A 321, aber auch der gemeinsam mit Partnern finanzierte Riesen-Airbus A 380. Etwa 40 Prozent des Portfolios entfielen auf europäische Kunden. Insgesamt zähle die HSH etwa 150 Airlinekunden weltweit.

 

Finanzierungslaufzeiten lägen aktuell aus Gründen der verstärkten Absicherung bei etwa sieben Jahren und weniger, früher seien es zehn bis zwölf Jahre gewesen. Auch der Finanzierungsanteil durch die Bank sei von 80 auf derzeit maximal 70 Prozent zurückgefahren worden. Den Rest müssten Airlines durch Eigenkapital oder andere Partner aufbringen. «Jede Finanzierung ist gut besichert, deshalb ist das Asset Flugzeug auch so wichtig», sagte Behrend-Görnemann.

 

Die HSH sei in ihrer Risikopolitik konservativer geworden, die Kunden müssten mehr Sicherheiten bieten. Dies habe sich 2009 jedoch ausgezahlt: Der Bank seien im vorigen Jahr nur wenige Kunden ausgefallen. Notfalls nehme man dann die Maschinen über eine eigene Gesellschaft auch selbst in Besitz. Nach Prognosen der Bank werden in diesem Jahr weltweit in der Branche Flugzeugneubauten in einem Umfang von etwa 62 Milliarden Dollar finanziert (2009: 68), darunter allein 900 Maschinen von Airbus und Boeing. 16 Milliarden davon entfielen auf Banken (2009: 18), 20 Milliarden Dollar würden durch Exportkreditversicherer abgedeckt (2009: 21). Derzeit seien Flugzeughersteller auf die nächsten vier bis fünf Jahre mit Aufträgen ausgebucht.

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