Anfängerthread - Allgemeines Börsenwissen

2.289 Beiträge in diesem Thema

Geschrieben · bearbeitet von Trauerschwan

Am 17.11.2017 um 11:00 schrieb stefi009:

Hallo zusammen,

 

ich habe mal eine absolute Anfänger-Frage zur Kursanzeige. Beispielhaft anhand der Anzeige bei der Diba, aber das gibt es ja fast überall so.

 

Was ich bisher verstanden habe (bitte korrigieren, falls nicht zutreffend): Wenn ich kaufe, zahle ich immer den höheren Briefkurs. Wenn ich verkaufe, bekomme ich den niedrigeren Geldkurs.

Frage: Jetzt gibt es ja die "normale Kursanzeige", im Bild z.B. 37,859 EUR. Manchmal auch als "letzter Kurs" bezeichnet. Auf was bezieht sich das? Oder anders: auf was beziehen sich die Kurse der Charts, auf den Geld- oder auf den Briefkurs, bzw. wie ordnet sich dieser Kurs dazu ein?

 

Sorry wenn das für manche zu trivial klingt, aber er erschließt sich mir (noch) nicht

 

Moin,

 

der im Bild zu sehende Geld- und Briefkurs ist mit Uhrzeit angegeben. Der im Bild fett / groß geschriebene Kurs kann unter Umständen nicht ganz aktuell sein. Das sehe ich häufiger (gucke selber oft bei der DiBa), wenn Aktien aufgrund guter oder schlechter Nachrichten innerhalb weniger Minuten stärker steigen oder fallen. Ob es der letzte gehandelte Wert ist, weiß ich aber auch nicht. Ich gucke prinzipiell unter "Börsen" und dort bei "Direkthandel", "Frankfurt" und "Stuttgart", wenn ich aktuelle Kurse sehen will. Trotzdem stelle ich alle meine Order sicherheitshalber mit einem Limit (=angezeigter Kurs) ein.

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Geschrieben

Vielen Dank @Walter White und @Trauerschwan für den Link und die Infos! Ich würde es noch mal kurz zusammenfassen und bitte um Berichtigung, falls es nicht stimmt:

 

Der angezeigte Kurs ist - je nach Brokeransicht - der letzte Kurs, zu dem ein Handel stattgefunden hat. Wenn man Pech hat, kann es auch ein älterer Kurs sein, aber dies blende ich jetzt mal aus.

 

Der Spread ist nun die Differenz zwischen dem höchsten Kurs, den ein einzelner Käufer zu zahlen bereit ist (bid), und dem niedrigsten Kurs, zu dem ein einzelner Verkäufer zu verkaufen bereit ist (ask). Diese Kurse stellen somit nur ein Angebot dar, da ja noch kein Handel zustande gekommen ist. In dem Moment des Handels ist der Spread kurzzeitig 0. Ein hoher Spread deutet darauf hin, dass wenig Handel erfolgt.

 

Kann man dies, vielleicht auch stark vereinfacht, so sagen?

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vor 3 Minuten schrieb stefi009:

Kann man dies, vielleicht auch stark vereinfacht, so sagen?

 

Aus meiner Sicht alles richtig.

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Vielleicht sollte man noch hinzufügen, daß man als Anfänger von Aktien mit allzu großem Spread vielleicht eher Abstand nehmen oder wenigstens genau prüfen sollte, ob man die wirklich kauft.

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Geschrieben

Hallo zusammen,

 

hab da mal ne dumme Frage. Angenommen, ich habe eine Aktie im Depot mit der ich mehrere 1.000€ im Plus bin und somit Abgeltungssteuer zahlen muss.

 

Gewinn: 5.000€

Freibetrag: 0€ (bereits voll ausgeschöpft)

Abgeltungssteuer und Soli: 30%

—> 1.500€ gehen an den Staat

 

Jetzt suche ich mir eine kurzfristige ggf. etwas riskantere Anlage und lege dort 5.000€ an. Im Falle eines Totalverlustes kann ich ja dann die 5.000€ Verlust gegen die 5.000€ Gewinn rechnen und ich muss die oben genannte Abgeltungssteuer in Höhe von 1.500€ nicht zahlen. Heißt dann doch auch, dass ich im Endeffekt nur ein 70% Risiko eingehe und keine 100% (Totalverlust)!?

 

Stehe ich da irgendwo auf dem Schlauch und ihr weint gerade vor lachen oder passt das?

 

VG,

Timo

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Geschrieben · bearbeitet von eugenkss

Mit Totalverlust (?) wäre ich vorsichtig. Falls du den Titel noch verkaufst, kannst du den Verlust steuerlich geltend machen.

Wenn aber überhaupt niemand mehr deinen Titel kaufen will und stattdessen wertlos aus deinem Depot ausgebucht wird, bin ich nicht sicher wie das gehandhabt wird.

Bei Anleihen ist es jedenfalls so, dass eine Insolvenz und ausbleibende Rückzahlung nicht steuerlich geltend ist. (Entscheidung kann ggf. vorläufig sein).

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War jetzt etwas überspitzt gesagt. Würde den Wert natürlich nicht bis zum bitteren Ende halten...

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Diese Frage stelle ich mir schon länger:

 

Macht es technisch einen Unterschied ob ich eine US-Aktie, nehmen wir z.B. Apple, an der XETRA bzw. x-beliebigen anderen deutschen Börse kaufe oder an einer amerikanischen Börse, z.B. NYSE?

 

1. "bleibt" die US-Aktie bei einem Kauf über XETRA in den Staaten oder ist das virtuelle Papier dann in Deutschland?

2. Gibt es steuerlich/technisch oder beim Broker einen Unterschied / eine Unterscheidung ob das Wertpapier in Deutschland oder im Ausland gekauft wurde?

 

Die Frage richtet sich nach den gängigen großen Aktiennamen (Coca Cola, McDonalds etc.). Ich stelle mir die Frage ob es nicht sinnvoll ist die Aktien immer nur im Ursprungsland zu kaufen oder ob dies generell mit Vor oder Nachteilen verbunden ist. (Lassen wir mal die Kaufgebühren des Brokers weg). 

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Geschrieben · bearbeitet von eugenkss

Die (wie du schreibst) "gängigen großen Aktiennamen" werden dann wohl auch an deutschen Börsen liquide gehandelt.

Wenn du sie in USA (Heimatbörse) kaufst, ist meist der Spread noch etwas geringer (wegen der höheren Liquidität) also der Kurs ggf. leicht besser.

Allerdings kostet der Kauf an ausländischen Börsen bei vielen deutschen Broker höhere Gebühren als bei deutschen Börsen.

Du kannst dir dann selber ausrechnen, bei welchem Ordervolumen es wo günstiger ist.

 

Technisch gesehen könnte es sich dann in der resultierenden Lagerart unterscheiden.

Also Girosammelverwahrung vs. Wertpapierrechnung USA.

Unter Umständen verlangt dein Broker Gebühren für einen Lagerstellenwechsel, falls du irgendwann mal dann an den entsprechend anderen Handelsplätzen verkaufen willst.

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Geschrieben

Zitat von hier, was aber vom Inhalt inzwischen wohl besser hierhin passt

 

[..]

Bei thesaurierenden Fonds bekommst Du keine neuen Anteile, sondern das Geld fließt in das Fondsvermögen und die Anteile sind mehr wert.

 

Ich bin gerade etwas verwirrt über die Aussage zu thesaurierenden Fonds und dass ich im Rahmen der Thesaurierung keine neuen Anteile bekomme. Ich dachte das wäre der Sinn der Thesaurierung?

 

Also sind Aussagen wie "Wird diese Ausschüttung direkt wieder in Fondsanteile des gleichen Fonds investiert, so spricht man von einem thesaurierenden Fonds." (Quelle) falsch oder bieten zu viel Raum für Interpretationen (oder liegt es doch einfach nur an mir, dass ich darunter verstehe, dass ich in meinem Depot danach mehr Anteile an diesem Fonds habe?)

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Geschrieben · bearbeitet von otto03

vor 38 Minuten schrieb Boneman:

Zitat von hier, was aber vom Inhalt inzwischen wohl besser hierhin passt

 

 

Ich bin gerade etwas verwirrt über die Aussage zu thesaurierenden Fonds und dass ich im Rahmen der Thesaurierung keine neuen Anteile bekomme. Ich dachte das wäre der Sinn der Thesaurierung?

 

Also sind Aussagen wie "Wird diese Ausschüttung direkt wieder in Fondsanteile des gleichen Fonds investiert, so spricht man von einem thesaurierenden Fonds." (Quelle) falsch oder bieten zu viel Raum für Interpretationen (oder liegt es doch einfach nur an mir, dass ich darunter verstehe, dass ich in meinem Depot danach mehr Anteile an diesem Fonds habe?)

Diese Aussage deiner "obskuren" Quelle hinsichtlich Thesaurierung ist falsch:

 

dummy.PNG

 

 

 

Bei einem thesaurienden Fonds gibt es keine Ausschüttung sondern eine Thesaurierung, es gibt keine zusätzlichen Anteile.

Die Thesaurierung selbst ist ein lediglich technischer Vorgang zum Geschäftsjahresende bei dem sich bei deutschen Thesaurieren der Anteilwert durch die abgeführten Steuern sogar reduziert (bei ausländischen bleibt er unverändert).

 

Dei Erhöhung des Anteilwertes erfolgt kontinuierlich während des Geschäftsjahres durch zufließende Erträge.

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Geschrieben

Danke für die Klarstellung - wieder was gelernt (auch wenn es recht peinlich ist...) ;).

 

Diese Fehlinformation scheint aber noch weiter im Netz verbreitet zu sein. Hier noch ein Beispiel, auch wenn es mit Sicherheit ebenfalls keine besonders qualifizierte Quelle ist:

http://www.1x1-boerse.de/Thesaurierende-Ausschuettende-Fonds-Unterschied.html

 

Hier ist aber auch noch ein gutes Beispiel, was mit dem thes. deutschem Fonds eventuell auch ein Beispiel liefert, woher die Verwirrung kommen könnte.

https://www.union-investment.de/startseite/unsere-services/haeufige-fragen/haeufige-fragen-steuern/Ausschuettung-Thesaurierung-UnionDepot

Hier findet ja eine Wiederanlage statt, was aber darauf zurückzuführen ist, dass die Kapitalertragssteuer einbehalten wurde und in Form von neuen Fondsanteilen wieder gutgeschrieben wird (sofern man noch etwas Luft im Freistellungsauftrag hat)

 

 

 

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Geschrieben

vor 4 Stunden schrieb Boneman:

Hier ist aber auch noch ein gutes Beispiel, was mit dem thes. deutschem Fonds eventuell auch ein Beispiel liefert, woher die Verwirrung kommen könnte.

https://www.union-investment.de/startseite/unsere-services/haeufige-fragen/haeufige-fragen-steuern/Ausschuettung-Thesaurierung-UnionDepot

Hier findet ja eine Wiederanlage statt, was aber darauf zurückzuführen ist, dass die Kapitalertragssteuer einbehalten wurde und in Form von neuen Fondsanteilen wieder gutgeschrieben wird (sofern man noch etwas Luft im Freistellungsauftrag hat)

keine Verwirrung.

Das ist der Vorteil eines deutschen thesaurierenden Fonds oder auch ETF gewesen, das die Versteuerung der Thesaurierung automatisch passiert ist. Bei jeden ausländischen thesaurierenden Fonds, warst Du als Anteilseigner verpflichtet, jährlich selber die anfallenden Thesaurierungen in deiner Steuererklärung anzugeben und zu versteuern.

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