underwood Montag um 07:46 Es wird ernst mit der Übernahme: Zitat Die italienische Großbank Unicredit will die Commerzbank kaufen. Sie legt den Aktionären der zweitgrößten deutschen Privatbank ein offizielles Übernahmeangebot zum Erwerb aller Aktien der Commerzbank vor, wie die Unicredit in Mailand mitteilte. Unicredit ist schon heute der größte Anteilseigner der Commerzbank. https://www.faz.net/aktuell/finanzen/unicredit-legt-offizielles-uebernahmeangebot-fuer-die-commerzbank-vor-accg-200636640.html Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
fgk Montag um 08:18 Zitat UniCredit legt Übernahmeangebot für Commerzbank vor UniCredit will die Commerzbank kaufen. Jetzt hat die italienische Großbank ein offizielles Übernahmeangebot für den Konzern vorgelegt. https://www.tagesschau.de/wirtschaft/unternehmen/unicredit-commerzbank-uebernahmeangebot-100.html Zitat UniCredit hat am Montag ein offizielles, freiwilliges Übernahmeangebot für das zweitgrößte börsennotierte deutsche Bankhaus vorgelegt. Die Eigner des Frankfurter Geldhauses erhielten 0,485 neue UniCredit-Papiere für jede Commerzbank-Aktie, wie die italienische Großbank mitteilte. Über die hierfür notwendige Kapitalerhöhung solle bis zum 4. Mai 2026 in einer außerordentlichen Hauptversammlung entschieden werden. "Das Angebot zielt darauf ab, die im deutschen Übernahmerecht vorgesehene 30-Prozent-Hürde zu überwinden und in den kommenden Wochen einen konstruktiven Dialog mit der Commerzbank und ihren Stakeholdern zu fördern", teilte die UniCredit weiter mit. Sie kontrolliert nach eigenen Angaben direkt oder über Termingeschäfte bislang 29,9 Prozent der Commerzbank-Anteile. Ab der Schwelle von 30 Prozent wäre UniCredit zu einem Übernahmeangebot verpflichtet gewesen. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Malvolio Montag um 09:34 Das ist immer noch Salami-Taktik. Die Offerte ist nicht besonders großzügig. Sie streben mit dem Angebot auch ausdrücklich keine kontrollierende Mehrheit an. Sie wollen nur die 30% mit dem Pflichtangebot abräumen und bei günstigen Gelegenheiten weitere Anteile einsammeln können. Die ganze Transaktion soll dann auch erst 2027 abgeschlossen werden. Aber die Commerzbank HV am 20.05.2026 wird sicher interessant. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
stagflation Montag um 13:46 Eine gute Analyse gibt es bei der NZZ: https://www.nzz.ch/wirtschaft/unicredit-legt-uebernahmeangebot-fuer-commerzbank-vor-ld.1929411 Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Jeremy Siegel Montag um 16:12 In der Tat dürfte der Sinn dieses Angebotes nur darin liegen, die 30%-Marke für ihre Gesamtbeteiligung an der Commerzbank abzuräumen. Und ohne diesen Deckel weiter zukaufen zu können. Attraktiv ist das Angebot auch nicht: Liegt das Angebot doch etwa beim aktuellen Börsenkurs. Der Höchstwert im Jahr 2025 lag bei gut 38 Euro. Als ich sehe nicht, warum ich als Aktionär dieses Angebot annehmen sollte. Zumal auch die Politik einen Verkauf einer deutschen Großbank an eine italienische Bank kaum positiv aufnehmen wird. Es ist daher mit einem stärker werdenden politischen Widerstand zu rechnen. Was die Wahrscheinlichkeit für eine erfolgreiche Übernahme insgesamt eher unsicher macht. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Megatron Montag um 18:36 Auf die Politik würde ich mich eher nicht verlassen. Merz will auch mal wieder dass Meloni in der EU für ihn stimmt (siehe Mercosur). Ansonsten sehe ich es ähnlich, man will über die 30% kommen, dann gibt es ein Pflichtangebot, und danach kann man in Ruhe Aktien einsammeln ohne gestört zu werden, Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Malvolio Dienstag um 09:09 · bearbeitet Dienstag um 09:13 von Malvolio Die Politik hat hier formal auch kaum eine Möglichkeit, eine Übernahme zu untersagen. Auf welcher Rechtsgrundlage sollte das erfolgen? Sie könnten höchstens "hinter den Kulissen" die Daumenschrauben anlegen bzw. Druck auszuüben. Aber das sähe natürlich im europäischen Kontext auch nicht gut aus. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Holgerli Dienstag um 12:14 vor 2 Stunden von Malvolio: Die Politik hat hier formal auch kaum eine Möglichkeit, eine Übernahme zu untersagen. Die Frage ist auch: Warum sollten sie? Das einzige Argument was objektiv(?) wirklich zählen könnte, wäre eine Angst um deutsche Arbeitsplätze. Aber rein rechtlich wird das kein Grund sein. vor 19 Stunden von Jeremy Siegel: Zumal auch die Politik einen Verkauf einer deutschen Großbank an eine italienische Bank kaum positiv aufnehmen wird. Es ist daher mit einem stärker werdenden politischen Widerstand zu rechnen. Warum? Weil ein italienisches Unternehmen einfach keine deutsches Unternehmen zu übernehmen hat? vor 19 Stunden von Jeremy Siegel: ...einer deutschen Großbank an eine italienische Bank... Finde ich eine interessante Formulierung. "Deutsche Großbank" vs. "italienische Bank", die scheinbar nicht groß ist. Wenn die KI recht hat die ich befragt habe, dann ist die UniCredit bei den Kunden 1,5 bis 2x so groß. Beim Umsatz 4x so groß. Beim Gewinn 2x so groß, Bilanzsumme: 1,5 - 1,8x so groß: Mitarbeiter: 2x so viele. Um auf die Arbeitsplätze zurückzukommen: Die UniCredit hat ein Cost/Income-Ratio von 38% (was wohl verdammt gut ist. Die CoBa von 57% (was am unteren Ende von Durchschnittlich ist; wobei man sich um 2% verbessert hat in 2025). Aber vermutlich würde dort direkt angesetzt werden... Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Ramstein Dienstag um 12:36 vor 21 Minuten von Holgerli: Warum? Weil ein italienisches Unternehmen einfach keine deutsches Unternehmen zu übernehmen hat? Und als nächstes übernimmt Ferrari Porsche. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Schwachzocker Dienstag um 12:39 vor 20 Stunden von Jeremy Siegel: Zumal auch die Politik einen Verkauf einer deutschen Großbank an eine italienische Bank kaum positiv aufnehmen wird. Wir sollten schön froh sein, wenn wir die los sind. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Holgerli Dienstag um 12:52 vor 10 Minuten von Ramstein: Und als nächstes übernimmt Ferrari Porsche. Sozusagen ausgleichende Gerechtigkeit, weil Lambo seit 1998 via Audi zum VAG-Konzern gehört? Wir machen da jetzt gerade Witzchen drüber, aber sollte man sich nicht wirklich fragen was genau hinter der dieser Diskussion "italienische Bank übernimmt eine deutsche Bank" steckt. Wo waren die Diskussionen als die ING die DiBa übernommen hat. Oder BNP Paribas die Consorsbank? Ja, ich weiss, keine Großbanken aber gerade ING hat ja aus der DiBa erst das gemacht, was die deutsche ING heute ist... Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
KLEARCHOS Dienstag um 16:30 Politik hin oder her. Per se stört mich an der Übernahme nichts, aber Bankenmonopolbildungen machen es Kunden schwer, z.B. bei Gebührenerhöhungen mit einem Ausweichen zu reagieren, wenn eine andere auch zum selben Mutterkonzern gehört. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
PrivateBanker Dienstag um 16:38 vor 5 Minuten von KLEARCHOS: Politik hin oder her. Per se stört mich an der Übernahme nichts, aber Bankenmonopolbildungen machen es Kunden schwer, z.B. bei Gebührenerhöhungen mit einem Ausweichen zu reagieren, wenn eine andere auch zum selben Mutterkonzern gehört. Da kann ich dich beruhigen. Wenn die Übernahme klappt, dann wird im nächsten Schritt 2-3 Jahre später) das Deutschlandgeschäft der COBA und HVB zusammen gelegt, ebenso die Zentralen darauf angepasst. Nur so wird Mehrwert für den UCI Aktionär generiert. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Holgerli Dienstag um 16:39 Aber ist das Problem wirklich gegeben bei - hunderten Sparkassen und Volkswagen - mehreren großen Direktbanken (z.B. DKB & ING) - der DeuBa als direktem Konkurrenten - diversen Neos als Alternative? Und vor allem: Hat die HypoVereinsbank, als IMO einzig 100%ige, UniCredit Tochter schon jetzt so eine Stellung mit max. 1,5 Mio Kunden, dass jetzt zusammen mit der CoDi der Einfluss deutlich stärker steigen würde, als wenn die UniCredit nur die Codi aber nicht die HypoVereinsbank hätte? Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Jeremy Siegel Mittwoch um 09:56 In der Tat hege ich wenig Vertrauen in das italienische Bankensystem. Und noch weniger in die Unicredit und ihren CEO. Denn der Erwerb der CoBa scheint wohl vor allem dazu zu dienen, sich als CEO ein Imperium aufzubauen. Und weniger darum wirtschaftliche Potentiale zu heben. Grundlage für einen staatlichen Eingriff findet sich in §55 Abs.2 AWV (Außenwirtschaftsverordnung). Grund ist die Bedeutung der CoBa als Finanzierer des Mittelstandes. Und auch wenn das hier ein Aktienforum ist: Man kann und darf politische Aspekte bei diesen Fragen nicht ignorieren. Denn der Verkauf der nach Bilanzsumme zweitgrößten deutschen Privatbank an ein ausländisches Unternehmen, wird in einem Teil der Bevölkerung nun einmal als ein weiterer Ausverkauf von deutschem Tafelsilber an das Ausland gedeutet. Da mag der eine oder andere die Nase rümpfen und das für kleinkariert halten. Das mag sein, Aber es ist nun einmal Realität, dass ein Teil der Wahlbevölkerung dies so sieht. Und das eben auch die Regierung von dieser politische Realität nicht unbeeindruckt bleiben wird. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
PrivateBanker Mittwoch um 10:22 vor 19 Minuten von Jeremy Siegel: In der Tat hege ich wenig Vertrauen in das italienische Bankensystem. Und noch weniger in die Unicredit und ihren CEO. Denn der Erwerb der CoBa scheint wohl vor allem dazu zu dienen, sich als CEO ein Imperium aufzubauen. Und weniger darum wirtschaftliche Potentiale zu heben. Grundlage für einen staatlichen Eingriff findet sich in §55 Abs.2 AWV (Außenwirtschaftsverordnung). Grund ist die Bedeutung der CoBa als Finanzierer des Mittelstandes. Und auch wenn das hier ein Aktienforum ist: Man kann und darf politische Aspekte bei diesen Fragen nicht ignorieren. Denn der Verkauf der nach Bilanzsumme zweitgrößten deutschen Privatbank an ein ausländisches Unternehmen, wird in einem Teil der Bevölkerung nun einmal als ein weiterer Ausverkauf von deutschem Tafelsilber an das Ausland gedeutet. Da mag der eine oder andere die Nase rümpfen und das für kleinkariert halten. Das mag sein, Aber es ist nun einmal Realität, dass ein Teil der Wahlbevölkerung dies so sieht. Und das eben auch die Regierung von dieser politische Realität nicht unbeeindruckt bleiben wird. Stichwort Vertrauen: UCI ist nur der einzige Aktionär der COBA, wenn die Übernahme klappt. Wie bei der HVB unterliegt die COBA dann weiterhin der Aufsicht der BaFin. Und schaut dort seit Jahren auf die Finanzierungsstruktur. Zudem systemrelevante Bank Stichwort wirtschaftliche Potentiale: Da hat die UCI die letzten Jahre bewiesen (Cost-Income-ratio), dass sie es besser macht, als die dt. Banken. Die Übernahme würde durch Zusammenlegung der Zentralen in Dtschld. massiv Kosten sparen, auch in den Produktfabriken. Stichwort Finanzierer Mittelstand. Auch die HVB finanziert den Mittelstand. Mit der COBA zusammen hätten Sie mehr Marktmacht und eine bessere Konkurrenzsituation ggü, anderen europ. / US Banken am Markt in Dtschld. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
SlowHand7 Mittwoch um 10:37 vor 13 Minuten von PrivateBanker: Stichwort wirtschaftliche Potentiale: Da hat die UCI die letzten Jahre bewiesen (Cost-Income-ratio), dass sie es besser macht, als die dt. Banken. Die Übernahme würde durch Zusammenlegung der Zentralen in Dtschld. massiv Kosten sparen, auch in den Produktfabriken. Ja, endlich mal diesen Wasserkopf in Frankfurt abschlagen. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Someone Mittwoch um 10:46 vor 6 Minuten von SlowHand7: Ja, endlich mal diesen Wasserkopf in Frankfurt abschlagen. Ein einfaches politisches Zugeständnis der Unicredit wäre, stattdessen den "Wasserkopf" in München zu schließen und die Deutschland-Zentrale nach Frankfurt zu legen, das würde den Personalabbau in der Commerzbank zunächst einmal geringer halten (dafür würde bei der HVB entsprechend mehr reduziert)... Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
PrivateBanker Mittwoch um 11:09 · bearbeitet Mittwoch um 11:13 von PrivateBanker vor 27 Minuten von Someone: Ein einfaches politisches Zugeständnis der Unicredit wäre, stattdessen den "Wasserkopf" in München zu schließen und die Deutschland-Zentrale nach Frankfurt zu legen, das würde den Personalabbau in der Commerzbank zunächst einmal geringer halten (dafür würde bei der HVB entsprechend mehr reduziert)... oder : Kapitalmarktgeschäft und Corporate nach Frankfurt, Privatkunden/Small Business nach München - Die Köpfe folgen dem Organigramm, nicht umgekehrt - Qualifikation vor Status - Vermischung w/ gemeinsame Kultur/Verständnis und entwicklung von Dynamiken Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Malvolio Mittwoch um 13:52 · bearbeitet Mittwoch um 14:03 von Malvolio Große Fusionen sind eine schwierige Angelegenheit, die oft dann doch nicht die erhofften Synergieeffekte bringen. Oft ist das fusionierte Unternehmen hinterher weniger Wert als die beiden Ursprungsunternehmen. Mitunter will sich hier ein Manager ein Denkmal setzten. Große Banken sind zudem extrem komplexe Organisationen, allein was die IT-Systeme angeht. Eine Fusion kostet erstmal viele Milliarden Euro und die beteiligten Organisationen sind für mindestens zwei bis drei Jahre in erster Linie mit sich selbst beschäftigt .... eher länger. Die Fusion von Commerzbank und Dresdner Bank hat Jahre gedauert hat viel Geld gekostet. Fragt mal bei der Deutschen Bank nach, wie es mit der Integration der Postbank gelaufen ist. Die Rechtsstreitigkeiten nach der Postbank Übernahme haben über 16 Jahre gedauert. Auf jeden Fall sind Kosten und Risken hoch. Ob all dieser Aufwand dann am Ende wirklich "Mehrwert" schafft, muss sich dann erst noch herausstellen. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
stagflation Mittwoch um 14:45 Wir wollen doch alle Europa! Aber nur, wenn die Deutschen die Chefs sind! Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag