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Agrarrohstoffe (Soft Commodities)

145 posts in this topic

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ich habe gestern oder vorgestern irgendwo gesehen, daß den amis diesen winter aus bisher unerfindlichen gründen mehr als 25% ihrer bienenpopulationen abhanden gekommen sind, obwohl dieser ja eigentlich eher mild ausfiel.

das erstaunliche ist, daß die bienen nicht einfach sterben und die stöcke voller kadaver wären, sondern sie sind schlichtweg weg!

 

nun stellt sich mir natürlich die berechtigte frage, wie sich das wohl mangels bestäubung von obst, gemüse und getreide auf die preisentwicklung von soft commodities in der nächsten zeit auswirken wird.

 

wie seht ihr das?

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Also ich verstehe jetzt nicht viel von Bienen und Bestäubung. Aber ich glaube kaum, das Weizen und Gemüse bestäubt werden.

Allgemein glaube ich nicht, das hier irgendwelche Auswirkungen auf kontrollierten Anbau gegeben sind. Dafür wird ja einfach nur Saatgut gekauft. Und die Saatguthersteller sind für die Produktion auch nicht auf Bienen angewiesen, soweit ich weis.

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getreide befruchtet sich wohl in der tat überwiegend selbst, jedoch sieht das bei zitrusfrüchten oder äpfeln und birnen beispielsweise schon wieder ganz anders aus. ich kann mir durchaus vorstellen, daß sich ein rückgang der population um über 25% in manchen landwirtschaftlichen anbaubereichen deutlich auswirken kann.

 

Die Menschen brauchen die Bienen dringend, denn etwa ein Drittel der menschlichen Nahrung ist direkt oder indirekt von ihnen abhängig: Äpfel, Birnen, Pflaumen, ein Großteil des Obstes werden zwischen 80 und 90 Prozent von Zuchtbienen bestäubt, ebenso Mandelbäume, Melonen, Paprika, Kürbisse, Himbeeren und etwa 90 andere Obst- und Gemüsearten - aber auch Viehfutter wie Klee oder das in den USA verbreitete Alfalfa.

das kann sich sogar auf die fleischpreise auswirken, wenn man nach diesem auszug aus dem sueddeutsche-artikel geht, den toni da verlinkt hat.

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Ja aber wenn ich Abfelbauer bin, dann pflanze ich doch einfach 500 Apfelbäume und ernte die jedes Jahr ab. Da sind mir doch die Bienen egal und wo die in freier Wildbahn vielleicht noch was fallen lassen.

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Weizen bzw. Getreide ist/sind Gräser - die werden nicht nennenswert von Bienen bestäubt.

 

Bei dem Obst/Gemüse sieht das schon anders aus. Wie in dem verlinkten Artikel geschrieben fallen dann ganze Ernten wie z.B. die Mandelernte aus. Das kann sicherlich Auswirkungen haben. Dennoch: Viele Nutzpflanzen wie Tomaten oder Kiwii´s z.B. sind selbstbestäubend - da sehe ich jetzt auch keine Nahrungsmittelknappheit auf uns zukommen.

 

Gruss vom Gallo

 

Äh Elvis, wer denkst Du denn, bestäubt die Apfelbäume ??? Von alleine wachsen da keine Äpfel drauf. Wie gesagt, EINGE Ernten können da durchaus ins Wasser fallen.

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Ja aber wenn ich Abfelbauer bin, dann pflanze ich doch einfach 500 Apfelbäume und ernte die jedes Jahr ab. Da sind mir doch die Bienen egal und wo die in freier Wildbahn vielleicht noch was fallen lassen.

 

wenn die blüte des apfelbaums nicht befruchtet wird gibt es keinen apfel den du abernten könntest.

 

es bleibt zu hoffen das du dich in anderen belangen der biologie besser auskennst :D:thumbsup:

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Ja aber wenn ich Abfelbauer bin, dann pflanze ich doch einfach 500 Apfelbäume und ernte die jedes Jahr ab. Da sind mir doch die Bienen egal und wo die in freier Wildbahn vielleicht noch was fallen lassen.

elvis, ich schätze ja dein knowhow insbesondere in den bereichen nachhaltigkeit, PE und so weite rhier sehr, aber ich hoffe doch wirklich, daß du dich mit der menschlichen anatomie deutlich besser auskennst als mit dieser wissenslücke im bereich "biologie der dritten schulklasse" über die fruchtentwicklung von pflanzen :)

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Ich bekenne mich schuldig. Ich dachte ernsthaft, das die Äpfel halt einfach so an den Bäumen wachsen, wenns Zeit ist.

Ich glaube ich lese wohl lieber mal endlich das Buch mit den Bienchen und den Blümchen, was mir meine Mami vor 20 Jahren gekauft hatte.

Peinlich, peinlich.

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Also... so Ernst ja der Inhalt dieses Threads ist, zum lachen haben mich die letzten Beiträge schon gebracht...

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Posted · Edited by paul

Also erstmal Elvis hast den thread super aufgelockert war echt lustig (;

naja aber was ihr vergesst es gibt weniger Honig! Und ich liebe Honig....

Paul

 

PS ich find das auch echt erstaunlich wie die Bienen einfach so verschwinden können. Manchmal sind ganze Völker einfach weg. Hab da auch mehrer artikel schon drüber gelesen..Sehr mysteriös!

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Posted · Edited by desesperado

ja, schon der Titel Auswirkungen des Bienensterbens auf Softies?, Den Amis sterben die Bienen weg :lol:

 

locker geflaxt und schön pauschal hat Frau da ein paar Antworten parat -

aber ab und zu macht sich die gute Erziehung bemerkbar ;) (und dann lache ich nur mit meinem Monitor)

 

müssen die Softies zukünftig ihren Fencheltee ohne Honig genießen :-"

 

 

dank an Toni für die Links :thumbsup:

hatte zuletzt in "Schweizweit" bei 3sat einen Bericht darüber gesehen

 

ja paul, ausser Tequilla müssen wir nun noch Honig bunkern - daran hatte ich auch zuerst gedacht,

der wird wohl teuer werden ;)

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Posted · Edited by Elvis77

Auch wenn ich mich noch schamesrot in der Ecke herum drücke...

 

Sind den auch/nur Honigbienenstöcke betroffen oder nur Wildbienen?

 

Vielleicht ist das wie mit den Delphinen bei Douglas Adams "Per Anhalter durch die Galaxis" und die Bienen sind einfach nur auf ihren Heimatplaneten zurück gekehrt. Frei nach dem Motto "Machts gut und Danke für die Blumen".

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Au ja - ELVIS wieder das mit den Bienchen und Blümchen erläutern... :w00t:

 

 

Na, die Wildbienen lassen sich ja schlecht zählen, oder? Hier wird es mehr von den von Imkern "betreuten" Honigbienenstöcken gehen. Allerdings haben wilde Bienen ebenfalls ihre Honigstöcke (Bauten) nur meistens in/unter Baumwurzeln oder sowas.

 

Gruss vom Gallo

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Posted · Edited by Elvis77

Vielleicht kann man ja mal die Bienen verdrahten oder nen Sender auf den Rücken schnallen oder sowas, damit man mal schauen kann wo die sich hin verdünnisieren. Vielleicht gibts da was in Bienengerechter Größe. Muss ja nicht gleich die 5KG Antenne sein.

Vielleicht haben die auch eine Art Elefantenfriedhof für Bienen, wohin sie sich zurück ziehen. :D

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ich habe die von toni verlinknten artikel auch gelesen, da ist teilweise in einigen regionen von populationsschwund von mehr als 70% die rede.

ja, es sind in erster linie imker-bienen gemeint und solche von leuten, die sich auf die bestäubungsdienstleistung im obstplantagenbereich spezialisiert haben.

 

daß das thema inzwischen doch ein bißchen mehr die runde macht, sieht man auch an dem umstand, daß auf n-tv da gestern auch ein artikel war, der in bezug auf deutschland zu beruhigen versuchte, daß es bei uns bei weitem nicht so schlimm wäre und die bienen deutlich robuster sind.

 

ich seh aber bei rund 280mio amis, denen reihenweise die obsternten ausfallen, da durchaus probleme aufsteigen, die sich wahrscheinlich in deutlich steigenden preisen etwa für o-saft und dergleichen ausdrücken werden.

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Wikipedia - "Orangenbäume" fördert folgendes zu Tage:

 

"Orangenbäume entwickeln - wie viele andere Zitrusfrüchte - auch ohne Fremdbefruchtung (für Elvis: Das draufsetzen von Bienchen auf die Zitrusblüte und das anschliessende rüsseln nach Nektar der Bienen in der Blüte...) :D Früchte."

 

Immer schön relaxt bleiben...

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dann bleibt nur "und dergleichen", wo die preise steigen, egal :)

 

man sollte auch nicht vergessen, daß ein massensterben bei bienen das ökologische gleichgewicht auch in vielen anderen bereichen durcheinanderbringt. das kann sich auf nem zeitlichen horizont von einigen jahren schon noch zu einer größeren katastrophe auswirken.

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Also ich verstehe jetzt nicht viel von Bienen und Bestäubung

 

 

und dabei wird man schon in der grundschule aufgeklärt :P;)

 

Die Amis sind nicht die Einzigen denen die Bienen wegsterben. In Europa haben wir ja das gleiche Problem. Letztes Jahr habe ich kaum Bienen gesehen. Nun stellt sich die Frage, ob man nicht einfach Hummeln oder Wespen benutzen könnten, die die gleiche Arbeit machen.

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Posted · Edited by Elvis77

und dabei wird man schon in der grundschule aufgeklärt :P;)

´

Das ging tatsächlich völlig an mir vorbei. Wegen Umzügen war ich allerdings nie länger als 2 Jahre an ein und derselben Schule. Mag sein, das dies deswegen schlicht untergegangen ist, wenn das nicht in allen Bundesländern in demselben Jahrgang gelehrt wird. Dafür hatte ich etliches doppelt. :P

Aber lustig, das sich diese Lücke so viel später in einem Wertpapierforum schließt.

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Posted · Edited by steinbooock

und dabei wird man schon in der grundschule aufgeklärt :P;)

 

Die Amis sind nicht die Einzigen denen die Bienen wegsterben. In Europa haben wir ja das gleiche Problem. Letztes Jahr habe ich kaum Bienen gesehen. Nun stellt sich die Frage, ob man nicht einfach Hummeln oder Wespen benutzen könnten, die die gleiche Arbeit machen.

 

 

Ich kenne einen Imker sehr gut und der klagt über keine grössere Probleme in Deutschland (allerdings importiert Deutschland 70-80% des Honig) im Gegenteil:

 

1. Er konnte gar nicht alle zu verkaufende Bienenvölker an den Mann bringen.

2. Gibt es durch das bisherige Kilma heuer bisher einen extrem hohen Honigertrag.

 

gruß steinbooock

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dann bleibt nur "und dergleichen", wo die preise steigen, egal :)

 

man sollte auch nicht vergessen, daß ein massensterben bei bienen das ökologische gleichgewicht auch in vielen anderen bereichen durcheinanderbringt. das kann sich auf nem zeitlichen horizont von einigen jahren schon noch zu einer größeren katastrophe auswirken.

 

Mit Sicherheit! Man kann nicht einfach behaupten, ohne die paar Botanikarten, die von der Bienenbestäubung leben, werden wir schon auskommen... wozu hätte dann Mutter Natur die Bienen überhaupt hervorgebracht? Nur weges des Honigs???

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Albert Einstein sagte schon:

 

"Wenn die Biene von der Erde verschwindet, dann hat der Mensch nur noch 4 Jahre zu leben; keine Bienen mehr, keine Bestäubung mehr, keine Pflanzen mehr, keine Tiere mehr, keine Menschen mehr..."

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Posted · Edited by myggel

@carlos: also, es ist doch so, dass die natur nicht diese bienen hervorgebracht hat. wildbienen sind kleiner.

--------

 

die bienen in D unterscheiden sich von den bienen in den USA. was bedeuten kann, dass wir keine probleme mit den bienen bekommen.

 

Tomaten werden durch hummeln bestäubt, weswegen profesionelle tomatenhersteller auch hummelvölker kaufen.

 

kiwi sind nicht selbstbestäubend. es gibt i.A. männliche und weiblich pflanzen. und da die nicht aufeinanderzurennen und "poppen" können brauchen sie insekten.

 

wespen bestäuben gar nix. ausser zufällig, wenn sie grad ne biene fangen und damit in die blüte purzeln.

 

hummeln haben einen zu kleinen aktionsradius im vergleich zu bienen.

 

@elvis: das meist gemüse bestäuben aber doch bienen. seh ich bei mir im garten immer wieder.

und: saatguthersteller rennen nicht mit nem pinsel durch die gegend und bestäuben von hand. das machen ebenfalls insekten. - meistens bienen weil die am einfachsten zu kontrollieren sind. keine bienen, kein rosenkohl, kein salat, keine erbsen, keine bohnen, kein soja! und folglich auch kein saatgut.

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