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Agrarrohstoffe (Soft Commodities)

145 posts in this topic

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So langsam scheint es sich rumzusprechen, was da auf die Verbraucher weltweit zurollt... :'(

 

Jahrhundertdürre in den USA

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Der Palmöl-Preis testet neue Tiefs: http://www.rea.co.uk/rea/en/markets/cpoprices

 

Die Aktienkurse der Palmölanbauer haben daher auch die aktuelle aufwärtsbewegung der Märkte nur gebremst mitgemacht.

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So langsam scheint es sich rumzusprechen, was da auf die Verbraucher weltweit zurollt... crying.gif

 

Jahrhundertdürre in den USA

 

Hast du etwas bemerkt. ich nicht.

Man sollte sich nicht von jeder Meldung bange machen lassen.

Ich finds viel schlimmer, dass Millionen Tonnen Agrargüter vernichtet werden, verspritet werden, um Marktpreise zu halten oder höhere Preise zu erzielen.

Ich finds auch viel schlimmer, dass Verbraucher achtlos Lebensmittel wegwerfen oder verderben lassen.

Wir leben immer noch in einer Überfluss- Wegwerfgesellschaft.

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So langsam scheint es sich rumzusprechen, was da auf die Verbraucher weltweit zurollt... crying.gif

 

Jahrhundertdürre in den USA

 

Hast du etwas bemerkt. ich nicht.

Man sollte sich nicht von jeder Meldung bange machen lassen.

Ich finds viel schlimmer, dass Millionen Tonnen Agrargüter vernichtet werden, verspritet werden, um Marktpreise zu halten oder höhere Preise zu erzielen.

Ich finds auch viel schlimmer, dass Verbraucher achtlos Lebensmittel wegwerfen oder verderben lassen.

Wir leben immer noch in einer Überfluss- Wegwerfgesellschaft.

 

Wir merken so etwas nicht, weil bei uns die Weizenpreise eher hinter Verarbeitungs- und Vertriebskosten rangieren und der beinharte Wettbewerb im Einzelhandel den Preisauftrieb bremst. Da gehen gestiegene Weizenpreise eher zu Lasten der Margen der Nahrungsmittelindustrie und dess Handels, als das es gelingt, das an den Verbraucher weiter zu geben.

 

Aber dort wo noch Weizen unverarbeitet gekauft wird, d. h. in großen Teilen Afrikas, da schlägt eine Preiserhöhung richtig durch. Der Weizenpreis sollte allerdings auch deutlich zurück kommen, denn der Winter in Europa und den USA ist bisher sehr milde gewesen. Da dürfte eine gute Winterweizenernte bzw. niedriger Winterkill zu erwarten sein.

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Warum ist denn die Jahrhundertdürre für uns eine Zeile oder einen Aufsatz wert?

Warum vergeuden wir Resourcen, vernichten wir Getreide?

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Stimmt schon,@seb. Was du oben aufgezählt hast, ist alles ziemlich be*********. Aber das sind eben die Auswirkungen des Verhaltens einer im Agrarüberfluss lebenden

Gesellschaft. checker hat das ja zutreffend beschrieben, wieso uns sogar eine Jahrhundertdürre - was sie fraglos war - wenig bis kaum juckt, Menschen in der Dritten Welt

hingegen sehr.

Zurück zu den Preisen der Agrarrohstoffe:

Ich gehe derzeit auch davon aus, dass in 2013 eher gute Ernten in Nordamerika zu erwarten sind.

D.h. dann freilich: eher seitwärts bis leicht abwärts beim Weizen-, Mais- und Sojapreis. :thumbsup:

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Stimmt schon,@seb. Was du oben aufgezählt hast, ist alles ziemlich be*********. Aber das sind eben die Auswirkungen des Verhaltens einer im Agrarüberfluss lebenden

Gesellschaft. checker hat das ja zutreffend beschrieben, wieso uns sogar eine Jahrhundertdürre - was sie fraglos war - wenig bis kaum juckt, Menschen in der Dritten Welt

hingegen sehr.

Zurück zu den Preisen der Agrarrohstoffe:

Ich gehe derzeit auch davon aus, dass in 2013 eher gute Ernten in Nordamerika zu erwarten sind.

D.h. dann freilich: eher seitwärts bis leicht abwärts beim Weizen-, Mais- und Sojapreis. :thumbsup:

 

 

Um das Bild vielleicht noch um einen Aspekt zu ergänzen: Verluste von Nahrungsmitteln sind bei einer Trennung von Produzenten und Konsumenten als Merkmal einer arbeitsteiligen Gesellschaft unumgänglich und nicht auf die Industrienationen beschränkt. Bspw. ist Indien ein Entwicklungs-/Schwellenland, in dem es extrem hohe Verluste durch Verderb gibt, weil das verkrustete System einer Vielzahl von Zwischenhändlern die Existenz sichert. Das sind dann in der Regel Klein- und Mittelunternehmen, die nicht über das Kapital und das Know How verfügen, um eine effiziente Logistik zu betreiben. In Verbindung mit dem indischen Klima treibt das die Verderb-Rate.

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Zurück zu den Preisen der Agrarrohstoffe:

Ich gehe derzeit auch davon aus, dass in 2013 eher gute Ernten in Nordamerika zu erwarten sind.

D.h. dann freilich: eher seitwärts bis leicht abwärts beim Weizen-, Mais- und Sojapreis. :thumbsup:

 

Tja nun, für Nordamerika sollten die Ernten wegen des warmen Winter tatsächlich besser ausfallen. Aber Nordamerika ist eben nur ein Teil der Gleichung. Über das Wetter in Australien wissen deutsche Zuschauer des Dschungel Camps möglicherweise mehr als ich. Soweit ich bisher gelesen habe, ist es down under derzeit etwas trocken. Über Russland/Ukraine kann man derzeit wenig sagen. Möglicherweise hilft die Schneedecke um ein tieferes Durchfrieren der Böden zu verhindern und den Feuchtigkeitsgrad zu steigern. Aber entscheidend für die dortigen Ernten ist vor allem der REgen in April/Mai. Für Südamerika könnte es schlecht aussehen: http://www.agrimoney.com/news/argentine-ag-risks-underestimated---morgan-stanley--5422.html

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Zwar schon ein paar Wochen alt, aber dennoch nicht uninteressant: http://www.reuters.com/article/2012/11/28/brazil-farmland-prices-idUSL1E8MS1UB20121128

 

Wenn die Landpreise steigen, dann rechnen langfristig orientierte Branchenkenner offenbar mit steigenden Produktpreisen. Profitieren könnte insbes. George Soros' Adecoagro (AGRO) oder CRESY.

 

Dieser link zu Dreyfus, dem D unter den vier Majors ABCD, ist auch interessant: http://www.reuters.com/article/2012/11/13/dreyfus-results-first-idUSL5E8MD5PY20121113

 

Zum einen wurden ja die großen Aufkäufer verdächtigt, besonders von der Weizenspekulation zu profitieren. Davon hat man bei ADM nichts gesehen und bei Dreyfus ist es offenbar auch nicht der Fall. Zum anderen geht Dreyfus offenbar auch den Weg neben dem Handel auch upstream betreiben zu wollen, d.h. Beteiligungen an Produzenten aufzubauen. Das machen Olam und Bunge auch. Wenn Dreyfus nun auch mitmacht, wird daraus ja fast schon ein Branchentrend.

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Zurück zu den Preisen der Agrarrohstoffe:

Ich gehe derzeit auch davon aus, dass in 2013 eher gute Ernten in Nordamerika zu erwarten sind.

D.h. dann freilich: eher seitwärts bis leicht abwärts beim Weizen-, Mais- und Sojapreis. :thumbsup:

 

Tja nun, für Nordamerika sollten die Ernten wegen des warmen Winter tatsächlich besser ausfallen.

 

Die Schätzung revidiere ich: http://www.agrimoney.com/news/drought-increases-toll-on-us-winter-wheat--5452.html In den USA herrscht schon wieder Dürre, so dass die Winterweizenernte signifikant betroffen sein dürfte.

 

In Australien wechseln sich Dürre und Rekordhitze mit Starkregen ab: http://www.agrimoney.com/news/australia-turns-from-record-heat-to-inundations--5447.html Auch nicht optimal für den Anbau.

 

Europa, Ukraine und Rußland sieht aber m. E. nicht schlecht aus. Die frühe und dicke Schneedecke schützt vor Tiefenfrost und durchfeuchtet die Böden langsam und kontinuierlich.

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Die Preise für Weizen, Mais, Soja und Co. sprechen ja derzeit eine relativ eindeutige Sprache...meinst du nicht?

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Die Preise für Weizen, Mais, Soja und Co. sprechen ja derzeit eine relativ eindeutige Sprache...meinst du nicht?

 

 

So eindeutig etwa?

 

.News bei comdirect Do, 14.02.1313:12

Maispreis mit längster Verluststrecke seit fünfeinhalb Jahren

Frankfurt (www.aktiencheck.de) - Die Vorhersage von Niederschlägen in den von Trockenheit geplagten Anbaugebieten im Mittleren Westen der USA und in Argentinien übt weiterhin Druck auf die Preise von Getreide und Sojabohnen aus, so die Analysten von Commerzbank Corporates & Markets.

 

Der Maispreis sei gestern den neunten Tag in Folge gefallen, was der längsten Verluststrecke seit fünfeinhalb Jahren entspreche. Zwischenzeitlich habe der Preis mit 6,85 USD je Scheffel nur knapp über dem Anfang Januar verzeichneten Sechs-Monatstief notiert. Der Weizenpreis habe mit 7,22 USD je Scheffel den niedrigsten Stand seit siebeneinhalb Monaten markiert. Der Sojabohnenpreis sei erstmals seit Mitte Januar wieder unter 14 USD je Scheffel gefallen. Nach Erachten der Analysten sei vor allem der Preisrückgang bei Weizen übertrieben. Denn an der Angebotslage habe sich in den letzten Wochen wenig geändert. Solange aber die Preise für Mais und Sojabohnen in Erwartung sehr guter Ernten in Südamerika und einer Angebotsausweitung in den USA unter Druck bleiben würden, dürfte sich auch der Weizenpreis mit einer Erholung schwer tun.

 

Der Großteil an preisbelastenden Nachrichten bei Mais, Weizen und Sojabohnen sollte auf dem gegenwärtigen Preisniveau bereits eingepreist sein. Aufschluss hierüber könnten die CFTC-Daten zur Marktpositionierung geben, welche am Freitag veröffentlicht würden und die Woche bis einschließlich Dienstag abdecken würden. Sollten die heutigen Exportzahlen des USDA zeigen, dass das gesunkene Preisniveau Nachfrager anlocke, könnte dies unterstützend auf die Preise wirken. (14.02.2013/ac/a/m)

 

Quelle: AKTIENCHECK.DE

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Ja, exakt. Alles fällt seit dem Hitzesommer 2012. Wohl dem Farmer, der sich hohe Verkaufspreise gesichert hat. ^_^

Mir fehlt allerdings die Fantasie, um abzuschätzen, wie tief es maximal gehen kann.

Nächstes Jahr kann das Wetter schonwieder ganz anders aussehen.

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Wie investiert ihr in Agrarrohstoffe, vor allem wenn es um einzelne Rohstoffe wie z. B. Baumwolle geht und nicht um einen Korb, den man mit einem ETC bedienen kann?

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Wie investiert ihr in Agrarrohstoffe, vor allem wenn es um einzelne Rohstoffe wie z. B. Baumwolle geht und nicht um einen Korb, den man mit einem ETC bedienen kann?

Da ich heute noch nicht auf die wunderbare Welt des Googelns verwiesen habe, mache ich es jetzt. Statt zu fragen, hätte "google Baumwolle ETC" dir diese Seite geliefert.

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Posted · Edited by H.B.

Ja, exakt. Alles fällt seit dem Hitzesommer 2012. Wohl dem Farmer, der sich hohe Verkaufspreise gesichert hat. ^_^

Mir fehlt allerdings die Fantasie, um abzuschätzen, wie tief es maximal gehen kann.

Nächstes Jahr kann das Wetter schonwieder ganz anders aussehen.

 

 

Aktueller Preistreiber ist zu einem gewissen Teil auch Russland.

Das stammt aus der FT von gestern

 

post-10422-0-12324200-1360925057_thumb.gif

 

Neben dem Effekt, dass die Farmer in Nord- und Südamerika ihre Ernten bereits größtenteils am Terminmarkt platziert haben und nun ganz entspannt zu den geringeren Marktpreisen liefern, ist die Entspannung in Russland ein Treiber einer nachhaltigen Preissenkung.

Ich bin mir nicht sicher, ob nicht langsam auch die Einflüsse der Demographie in den Industriestaaten zumindest bei Weizen auf den Preis drücken.

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Ja, exakt. Alles fällt seit dem Hitzesommer 2012. Wohl dem Farmer, der sich hohe Verkaufspreise gesichert hat. ^_^

Mir fehlt allerdings die Fantasie, um abzuschätzen, wie tief es maximal gehen kann.

Nächstes Jahr kann das Wetter schonwieder ganz anders aussehen.

 

 

Aktueller Preistreiber ist zu einem gewissen Teil auch Russland.

Das stammt aus der FT von gestern

 

post-10422-0-12324200-1360925057_thumb.gif

 

Neben dem Effekt, dass die Farmer in Nord- und Südamerika ihre Ernten bereits größtenteils am Terminmarkt platziert haben und nun ganz entspannt zu den geringeren Marktpreisen liefern, ist die Entspannung in Russland ein Treiber einer nachhaltigen Preissenkung.

Ich bin mir nicht sicher, ob nicht langsam auch die Einflüsse der Demographie in den Industriestaaten zumindest bei Weizen auf den Preis drücken.

 

Dazu würde passen, dass z. B. eine Black Earth Farming derzeit steigt, obwohl der Weizenpreis auf dem Weltmarkt sinkt.

 

Die Demographie in den Industriestaaten darf man nicht isoliert sehen. Die Anzahl an Menschen sinkt zwar, gleichzeitig steigt aber die Zahl der Menschen in den Emerging Markets und deren Ernährungsgewohnheiten passen sich dem Industriestaaten an, d. h. es wird sehr viel Wert auf tierische Erzeugnisse gelegt und die setzen ein Vielfaches an pflanzlichen Futter von dem Voraus, was man an pflanzlichen Erzeugnissen bräuchte, um diegleich Zahl Menschen zu verköstigen. Stichwort conversion rate.

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Man sollte die Entwicklung heuer genau beobachten. Könnte mir vorstellen, dass es zum Sommer hin (Erntezeit in Russland und Nordamerika)

interessante Einstiegspreise mit Blick auf die kommenden Jahren geben wird.

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Die Lage ist noch etwas unübersichtlich. Die wichtige Phase für den auf der Nordhalbkugel ausgesäaten Sommerweizen beginnt jetzt:

http://m.barrons.com/articles/BL-231B-2038

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@checker: Ich hab ein Problem mit dem Maispreis...die eine Quelle (RBS) zeigt Mitte Juni nen deutlich Knick und meldet jetzt ca. 570 USc,

die andere (finviz.com) meldet 665 ohne jeden Knick nach unten im Juni. Wasn da los?

 

Und das sagt übrigens die Nasdaq: Mein Link

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