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Powerboat3000

Reverse Bonus-Strategie - Schadensbegrenzung

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Powerboat3000

Hallo ins Forum,

 

seit einigen Jahren arbeite ich fast ausschließlich mit Derivaten, bisher sehr erfolgreich. Allerdings habe ich mich zum Jahreswechsel in eine Situation herein manövriert, deren Erfolgsaussichten mich aus heutiger Sicht sehr skeptisch stimmen und die hohes Verlustpotenzial beinhalten.

 

Zum Wechsel des Aktienjahres 2011/2012 bin ich mit der Marktmeinung an den Start gegangen, dass wir wieder fallende Notierungen im Dax sehen werden - bestenfalls stagnierende oder leicht steigende Notierungen. Meine klare Einschätzung war, dass wir bis ca. Jahresmitte nochmal ordentlich fallen. Zu gesunkenen Preisen wollte ich dann eine stark diversifizierte Long Strategie mit Fonds / ETFs fahren und dem Derivatehandel mehr oder weniger den Rücken kehren. Da ich es für fast ausgeschlossen hielt, dass es schon Anfang 2012 so stark hoch ging, bin ich zu verschiedenen Terminen in verschiedene Put Strategien auf den Dax eingestiegen, um auch vor Etablierung meiner Long Strategie Erträge zu erwirtschaften - mit Reverse Bonuszertifikate, Discount Put oder Knock Out Put.

 

Gerade als der Dax dann doch etwas hoch ging, festigte sich meine Überzeugung, dass nun eine größere Korrektur komme, so dass ich nochmal "nachgelegt" habe. Nachdem nun aber sämtliche Widerstände im Dax bis 7000 Punkte aus dem Weg geräumt wurden und überall von aller Voraussicht nach weiter steigenden Notierungen gesprochen wird, stimmt mich meine einseitige Depotausrichtung sehr unzufrieden und bereitet mir schlaflose Nächte. Es war falsch, einseitig auf sein Bauchgefühl zu hören und umfangreich in eine einzige Richtung zu investieren.

 

Meine Überlegunge ist folgende. Aktuell habe ich mein Depot mit ca. 16% im Minus. Mir ist bewusst, dass meine Papiere, sofern der Dax wirklich wie im Schweinsgalopp weiterläuft, ohne kurzfristig mal 400-500 Punkte durchzuschnaufen (das würde locker reichen, um mindestens mit plus minus null wieder aus allem auszusteigen!!), am Ende des Jahres schnell ein Verlust von 50-70% erreicht werden kann, wenn Schwellenwerte erreicht werden (die genauen Verluste müsste ich ausrechnen). Auf der anderen Seite ist mir durchaus bewusst, dass nach wie vor alle Schwellen halten können und sich daraus eine nette Rendite ergeben würde....... ausgehend von diesen beiden möglichen Szenarien der weiteren Entwicklung, die niemand vorhersehen kann (Market Timing funktioniert einfach nicht; ich sehe es ein), möchte ich gerne Maßnahmen ergreifen, mich abzusichern bzw. den möglichen Super GAU zu verhindern. Ich hoffe, auf den ein oder anderen Tip, wie ich hier herangehen könnte.....

 

Im Groben sehe ich drei Optionen:

1) Papiere verkaufen, Verluste realisieren und das Börsenjahr abhaken. Abhaken deswegen, weil meine persönliche Marktmeinung nach wie vor pessimistisch ist. Ich werde auf keinen Fall nur aufgrund der gestiegenen Notierungen jetzt in eine long Strategie investieren wie o. a. (dafür sehe ich aktuell noch zu große Gefahren großer Rückschlüge; dann lieber nicht dabei sein, sofern wir tatsächlich ohne vorherige Rücksetzer auf neue Hochs zuschreiten). Sollen andere dem Markt hinterherlaufen (genau dort sehe ich auch mittlerweile das Risiko, dass meine Schwellen möglicherweise bald schon brechen). Dennoch möchte ich mich nicht auf meine nach wie vor pessimistische Marktmeinung verlassen und sehe ein, dass ich Risiken eingegangen bin, die unverhältnismäßig sind.

 

2) Volles Risiko gehen und immer erst kurz vor Schwellenbruch die gehaltenen Papiere verkaufen, dafür bleibt die theoretische Möglichkeit, immer noch anstatt Verluste am Ende der Laufzeit die ursprünglich angestrebte Bonusrendite einzufahren. Diese Option sehe ich eigentlich im Moment nicht. Meine "Gier" ist verebbt, ich möchte einfach Schadensbegrenzung betreiben und möglichst gut aus der Sache raus. Kleine Variante wäre, alle Papiere mit Schwelle 7000, 7200 und 7400 in Papiere mit Schwelle 8000 und 8200 zu tauschen.

 

3) Dies sind meine favorisierten Gedanken, zu denen mir jedoch die Herangehensweise und der Ansatz fehlen. Meine Gedanken gehen in Richtung, meine vorhandenen Papiere (zumindest teilweise) zu halten und sie durch Papiere mit negativer Korellation abzusichern. Theoretisch kann ich es mir vorstellen, die Rendite, die sich aus fallenden Notierungen für mich ergeben würde, vorab vollständig in eine Absicherungsstrategie zu stecken, die auf steigende Notierungen im Dax setzt (müsste ich mal genau rechnen). Das gewünschte Endergebnis soll sein, dass ich bei fallenden oder stagnierenden Kursen im Dax ohne Schwellenbrüche mit etwa plus minus null Rendite aus dem Börsenjahr 2012 aussteige ("best case Szenario", mit dem ich dann auch gut leben könnte). Steigen dagegen die Kurse des Dax, möchte ich durch die Absicherung erreichen, dass sich meine Verluste in Grenzen halten und diese möglichst auf aktuellem Niveau verharren bzw. leicht darüber....

Ich will mir sozusagen durch das in meinem Depot immer noch vorhandene sehr hohe Renditepotenzial eine Absicherung für eine positive DAX-Entwicklung erkaufen.....

Für diesen Gedanken fehlt mir noch ein Ansatz.....; mit gegensätzlichen Discount calls bei Schwelle 6000-6200 z. B. oder vergleichbaren Bonuszertifikaten bringt das ganze nicht mehr als weitere Verlustpotenziale in einem volatilen Markt. Könnte aber vielleicht ein klassischer Call-Optionsschein für meinen Fall zielführend sein? Mit klassischen Optionsscheinen kenne ich mich nicht so gut aus.... (OS Rechner kenne ich natürlich).

 

 

Hier mal das Portfolio, was ich derzeit in meinem Depot habe:

 

WERTPAPIER WKN Schwelle Anteile Kaufkurs inv. Betrag aktueller Wert aktueller Verlust

Reverse Bonus Dax GS6RRL 7000 251 39,75 10.007 5.948 4.059

Reverse Bonus Dax GS6RPW 7200 357 48,75 17.405 6.627 10.788

Reverse Bonus Dax BP12X8 7200 563 33,81 19.039 15.049 3.990

Reverse Bonus Dax BP1YY6 7400 1.288 38,85 50.043 39.438 10.605

Reverse Bonus Dax BN6H1R 8000 154 56,12 8.643 8.033 610

Reverse Bonus Dax BP12XW 7000 547 31,18 17.054 13.210 3.844

Discount Put auf Dax BN90R 7000 2.808 3,56 10.001 8.536 1.456

Reverse Bonus Dax BP1YZC 8000 923 43,36 40.025 38.489 1.536

Turbo Bear auf Dax GS5753 7357 1.852 7,59 14.060 13.001 1.059

 

SUMME 186.277 158.331 27.946

 

 

Wie könnte ich angesichts der Ausgangssituation an die Sache herangehen, mit dem Ziel den breit gespreizten Korridor möglicher hoher Renditen aber auch möglicher sehr hohe Verluste auf ein Minimum zu begrenzen?

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Maikel
· bearbeitet von Maikel
seit einigen Jahren arbeite ich fast ausschließlich mit Derivaten, bisher sehr erfolgreich. Allerdings habe ich mich zum Jahreswechsel in eine Situation herein manövriert, deren Erfolgsaussichten mich aus heutiger Sicht sehr skeptisch stimmen und die hohes Verlustpotenzial beinhalten.

 

Hier mal das Portfolio, was ich derzeit in meinem Depot habe:

 

WERTPAPIER WKN Schwelle Anteile Kaufkurs inv. Betrag aktueller Wert aktueller Verlust

Reverse Bonus Dax GS6RRL 7000 251 39,75 10.007 5.948 4.059

Reverse Bonus Dax GS6RPW 7200 357 48,75 17.405 6.627 10.788

Reverse Bonus Dax BP12X8 7200 563 33,81 19.039 15.049 3.990

Reverse Bonus Dax BP1YY6 7400 1.288 38,85 50.043 39.438 10.605

Reverse Bonus Dax BN6H1R 8000 154 56,12 8.643 8.033 610

Reverse Bonus Dax BP12XW 7000 547 31,18 17.054 13.210 3.844

Discount Put auf Dax BN90R 7000 2.808 3,56 10.001 8.536 1.456

Reverse Bonus Dax BP1YZC 8000 923 43,36 40.025 38.489 1.536

Turbo Bear auf Dax GS5753 7357 1.852 7,59 14.060 13.001 1.059

Hast du tatsächlich "alles auf eine Karte gesetzt"?

 

Wie groß ist denn der Anteil der Reverser an deinem gesamten (Anlage-) Vermögen?

D.H.: Wäre ein Brechen aller oder fast aller Schwellen dein Ruin, oder "nur" höchst ärgerlich?

 

Du schreibst, daß du in den vergangenen Jahren sehr erfolgreich mit Derivaten gearbeit hast. Ist das jetzt vielleicht nur der "übliche" Rücksetzer, wie er bei vielen Strategien passiert; sozusagen "dein 2008"? Wie sieht deine Bilanz über mehrere Jahre aus?

 

Bei deinen Papieren schreibst du leider nicht bei, wie lange sie noch laufen (und ich habe jetzt keine Lust, alle WKNs abzuklappern). Das wäre für die Einschätzung der "Sicherheit" der Schwellen aber notwendig zu wissen.

 

Mein Depot ist hauptsächlich long aufgestellt, zur Absicherung habe ich aber auch einige Reverse-Bonusse.

Teilweise letztes Jahr zu guten Kursen verkauft und mit dem Geld günstig long gekauft.

Meine dieses Jahr gekauften Reverser sind natürlich auch schon tief im Minus, aber mein Gesamtdepot satt im Plus.

 

Gruß, Michael

 

P.S.: Ich las gerade in einem anderen Forum eine zu deiner Situation sehr passende Bemerkung:

"Das Problem ist und bleibt Griechenland.

Wenn heute oder morgen die Einigung mit den Privaten endgültig steht, dann geht der DAX am Montag durch die Decke.

Wenn sie endgültig scheitert - dann können alle Rev.-Bon.-Fans jubeln."

 

Ergänzung von mir: Dritte Möglichkeit ist das Weiterwurschteln in diversen Ausprägungen.

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Powerboat3000
· bearbeitet von Powerboat3000

Hast du tatsächlich "alles auf eine Karte gesetzt"?

 

Wie groß ist denn der Anteil der Reverser an deinem gesamten (Anlage-) Vermögen?

D.H.: Wäre ein Brechen aller oder fast aller Schwellen dein Ruin, oder "nur" höchst ärgerlich?

 

Nein, also von einem Ruin könnte man absolut nicht sprechen. Jedoch handelt es sich in der Tat um sämtliche meiner Wertpapieranlagen, abgesehen vom Riester Fondssparen in einer bisher nicht nennenswerten Summe.... die in Rede stehende Summe, die in den Puts investiert ist, beinhaltet ca. 25% meines Gesamtvermögens. Der Rest ist absolut sicher in Tagesgeld (10%) und Immobilien (90%) angelegt.

 

 

 

Du schreibst, daß du in den vergangenen Jahren sehr erfolgreich mit Derivaten gearbeit hast. Ist das jetzt vielleicht nur der "übliche" Rücksetzer, wie er bei vielen Strategien passiert; sozusagen "dein 2008"? Wie sieht deine Bilanz über mehrere Jahre aus?

 

 

Die letzten Jahre waren eigentlich ok. Ohne mir jetzt die Mühe zu machen, die p. a. Renditen zu errechnen mal grob in Euro Werten:

2008: 3995 Euro minus

2009: 879 Euro plus

2010: 12456 Euro plus

2011: 14688 Euro plus

2012: bereits realisierte Verluste durch verschiedene Schwellenbrüche auf Einzelwerte 1500 Euro minus (p. a. Rendite auf das durchschnittlich eingesetzte Kapital hier bisher minus 5,0%)

 

Die Jahre 2008 und 2010 waren dadurch geprägt, dass ich mit unter 100k im Markt war. 2011 ca. im Schnitt 150k. Und jetzt sozusagen all in bis auf eine Tagesgeldreserve, die ich als "trockenes Pulver" für eine Absicherungsstrategie oder Ähnliches verfügbar habe.

Hin und wieder sind neben Derivatengeschäften in diesen Zahlen auch Aktiengeschäfte enthalten, wobei letztere kumliert negativ ausfallen. Ich war mit Derivaten einfach erfolgreicher. Aber so einseitig hatte ich mich noch nie ausgerichtet. Nach dem erfolgreichen Jahr 2011 habe ich glaube ich zu stark meiner eigenen Marktmeinung vertraut.....

 

 

Bei deinen Papieren schreibst du leider nicht bei, wie lange sie noch laufen (und ich habe jetzt keine Lust, alle WKNs abzuklappern). Das wäre für die Einschätzung der "Sicherheit" der Schwellen aber notwendig zu wissen.

 

Anbei die fehlende Info. Ich persönlich halte die Frage nach den Laufzeiten eigentlich eher für zweitrangig (lasse mich hier aber gerne korrigieren). Es geht mir ja nicht darum, die volle Rendite einzufahren und das Ganze bis zum Schluss auszusitzen. Angenommen der Dax fällt zwischen 300 und 500 Punkten bin ich schon überglücklich und würde die ganze Chose wahrscheinlich verkaufen, wenn nicht ganz schlimme Ereignisse den Markt noch weiter fallen lassen würden. Ob jetzt ein Papier bis Juni, September oder Oktober läuft, bist du der Meinung, das wird für mein Problem relevant sein? Wenn dem so ist, nehme ich den Gedanken gerne auf; ich denke aber viel eher dass sich die Zukunft meines Kapitals eher innerhalb der nächsten vier Wochen entscheiden wird.....

 

Laufzeit am Ende der jeweiligen Zeile hinzugefügt:

Reverse Bonus Dax GS6RRL 7000 251 39,75 10.007 5.948 4.059 21.12.2012

Reverse Bonus Dax GS6RPW 7200 357 48,75 17.405 6.627 10.788 20.12.2012

Reverse Bonus Dax BP12X8 7200 563 33,81 19.039 15.049 3.990 15.6.2012

Reverse Bonus Dax BP1YY6 7400 1.288 38,85 50.043 39.438 10.605 21.09.2012

Reverse Bonus Dax BN6H1R 8000 154 56,12 8.643 8.033 610 21.12.2012

Reverse Bonus Dax BP12XW 7000 547 31,18 17.054 13.210 3.844 18.5.2012

Discount Put auf Dax BN90R 7000 2.808 3,56 10.001 8.536 1.456 18.5.2012

Reverse Bonus Dax BP1YZC 8000 923 43,36 40.025 38.489 1.536 21.9.2012

Turbo Bear auf Dax GS5753 7357 1.852 7,59 14.060 13.001 1.059 open end knock out Produkt gekauft zum Zwecke der Ausnutzung einer überfälligen (wenn auch möglicherweise nur kleineren) Konsolidierung

 

Der Discount Put macht mir hierbei die wenigsten Sorgen, selbst wenn der Dax jetzt nochmal weiter steigt und wir dann erst im Sommerloch wieder nahe der heutigen Notierungen kommen..... das Schöne an diesem Produkt ist das Nichtvorhandensein von Bonus- und K.O.-Schwellen.

 

 

Zum Thema Griechenland:

http://www.onvista.de/news/alle-news/artikel/04.02.2012-21:00:18-juncker-schliesst-griechische-staatspleite-nicht-aus?newshash=461dcb8b3a4b494ffca80aa8e2d58ec1

 

Ich glaube, es wird erstmal weiter gewurschtelt. Kann natürlich sein, dass sich noch bis Montag so viel tut, dass der Markt entweder um 9 Uhr sofort stark fällt oder steigt und möglicherweise die ganzen Überlegeungen hier bereits Makulatur sind aber ich glaub´s eigentlich nicht.... wenn nicht morgen das weiße Kaninchen aus dem Hut gezaubert wird, müsste doch nun wirklich nach sieben Wochen von Dax Gewinnen in Folge mangels großartiger Wirtschaftsnachrichten in der neuen Woche der Dax mal ein wenig konsolidieren oder zumindest mal nicht weiter steigen. Aber wissen tu ich´s natürlich nicht..... habe einmal geglaubt, den Markt einschätzen zu können und lag daneben von daher lieber vorsichtig sein....

 

 

Im Endeffekt habe ich auch keine Lust, am Newsticker zu hängen. Möchte meine Entscheidung einfach möglichst kostengünstig korrigieren. Meine Meinung und Einschätzung ist, dass es nicht der wirtschaftlichste Weg ist, nun zu verkaufen. Stand ist doch, dass mein vorhandenes Portfolio sowohl sehr gute Renditechancen bei fallenden oder stagnierenden Kursen als auch hohe weitere Verluste bei weiter steigenden Kursen beinhaltet. Nehme ich nun einen in etwa äquivalenten Betrag einer möglichen Renditeerreichung für den Fall des ersten Szenarios, um diesen in einen gegenläufigen Call zu investieren, müsste doch eigentlich folgender Vorteil für mich entstehen:

1) Bei fallenden Märkten werden die Renditen der Puts gezahlt, die dann den Kauf des Calls, der verfällt, neutralisieren. Also ein Nullsummenspiel.

2) Bei stagnierenden Märkten könnte ich sogar der große Gewinner sein. Einfahren der Bonusrenditen. Aufgrund stagnierender Indexstände plus minus null Verkauf des Calls (darauf spekuliere ich nicht, das Szenario erwähne ich nur der Vollständigkeit halber).

3) Bei steigenden Märkten verlieren meine Puts weiter an Wert aber der Call sollte geeignet sein, die sich ausweitenden Wertverluste durch steigende Kurse auszugleichen oder zumindest zu 80-90% abzumildern.....

 

Ich glaube, es kann nur ein klassischer Call Optionsschein in Frage kommen, um diese Überlegung zu realisieren. Ich habe mich mit dieser Thematik nur leider noch nicht befasst. Wie finde ich den richtigen Schein? Im OS Rechner einen Schein durchrechnen, ist für mich kein Problem aber da ein wenig das Verständnis dieser Produkte fehlt, ist es erstmal für mich schwierig, überhaupt das geeignet Produkt zu finden....

 

Ist meine Überlegung plausibel oder habe ich einen Denkfehler?

 

 

Für mich die schlechteste Variante ist, nun einfach zu verkaufen und sich dann wieder zu fragen, wohin mit dem Geld. Ich glaube einfach nicht an eine long Strategie im Moment und short setze ich natürlich auch nicht (nächstes Mal bleibe ich bei von mir vermuteten Crash Szenarien lieber an der Seitenlinie und gehe erst dann in den Markt, wenn ich von steigenden Notierungen ausgehe und dann mit klassischen Produkten wie Fonds oder ETFs).

 

 

Wenn so etwas passiert, wie hier beschrieben, wäre ich alle Probleme los:

http://www.onvista.de/analysen/empfehlungen/artikel/03.02.2012-16:33:03-dax-kurzfristige-konsolidierung-mit-einem-support-von-6-338-erwartet?ID_NEWS=220732453

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otto03
· bearbeitet von otto03

 

Discount Put auf Dax BN90R 7000 2.808 3,56 10.001 8.536 1.456 18.5.2012

 

Der Discount Put macht mir hierbei die wenigsten Sorgen, selbst wenn der Dax jetzt nochmal weiter steigt und wir dann erst im Sommerloch wieder nahe der heutigen Notierungen kommen..... das Schöne an diesem Produkt ist das Nichtvorhandensein von Bonus- und K.O.-Schwellen.

 

 

 

 

Falls dieses Papier gemeint sein sollte BN90N3 (würde von den Daten her passen)

 

http://www.derivate.bnpparibas.com/DE/index.aspx?pageID=50∈=DE000BN90N32

 

stellt sich die Frage des Sommerlochs nicht mehr, wenn am Bewertungstag 18.05.2012 der DAX größer/gleich 7000 steht, ist das Papier nichts mehr wert; Discount Puts haben zwar unterwegs keine dafür eben leider am Bewertungstag ebenfalls sehr unangenehme Schwellen.

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Powerboat3000
· bearbeitet von Powerboat3000

 

Falls dieses Papier gemeint sein sollte BN90N3 (würde von den Daten her passen)

 

http://www.derivate.bnpparibas.com/DE/index.aspx?pageID=50∈=DE000BN90N32

 

stellt sich die Frage des Sommerlochs nicht mehr, wenn am Bewertungstag 18.05.2012 der DAX größer/gleich 7000 steht, ist das Papier nichts mehr wert; Discount Puts haben zwar unterwegs keine dafür eben leider am Bewertungstag ebenfalls sehr unangenehme Schwellen.

 

Du hast Recht; das ist gemeint.... ich hatte gar nicht bedacht, dass die Laufzeit so kurz ist. Dennoch sehe ich dieses Papier recht entspannt, da innerhalb von dreieinhalb Monaten sicherlich nochmal heutige Kurse gesehen werden. Aber falls nicht, dann müsste natürlich auch dieses vorher verkauft werden, sobald die Lage aussichtslos erscheint. Meine o. a. Idee würde ich aber sowieso incl. dieses Papiers umsetzen, d. h. auch die potenzielle Rendite dieses Papiers in einen gegenläufigen Call einsetzen.

 

Mit etwas Glück kann ich ja bis Mitte der Woche schon aus allem raus, wenn das mit Griechenland so weiter geht. Die Verhandlungsversuche der Griechen stellen sich so dar, als ob die Bewohner eines brennenden Hauses mit der Feuerwehr verhandeln, mit ihnen über Regressansprüche für den nass gespritzten Teppich verhandeln..... aber vielleicht zaubern sie ja auch noch das weiße Kaninchen aus dem Hut. Ich kann es nicht einschätzen.... wünsche mir nur, dass vielleicht schon in kurzer Zeit die Sorge über die Anlage passé ist, da der Markt mal ein paar hundert Punkte konsolidiert und ich entspannt rausgehen kann....

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Maikel
Anbei die fehlende Info. Ich persönlich halte die Frage nach den Laufzeiten eigentlich eher für zweitrangig (lasse mich hier aber gerne korrigieren). [...] Ob jetzt ein Papier bis Juni, September oder Oktober läuft, bist du der Meinung, das wird für mein Problem relevant sein?

Es geht um die Wahrscheinlichkeit, ob die Barriere bis zum Laufzeitende fällt oder nicht.

Und damit auch um die mögliche Kursentwicklung der Reverser bis dahin.

 

müsste doch nun wirklich nach sieben Wochen von Dax Gewinnen in Folge mangels großartiger Wirtschaftsnachrichten in der neuen Woche der Dax mal ein wenig konsolidieren oder zumindest mal nicht weiter steigen.

Es gab sicherlich in der Börsengeschichte schon längere Phasen stetigen Anstiegs. Meiner Meinung nach hat die Börse Nachholbedarf, aber ich gebe zu, mit dieser Haltung habe ich letztes Jahr Verluste einegfahren.

 

Nehme ich nun einen in etwa äquivalenten Betrag einer möglichen Renditeerreichung für den Fall des ersten Szenarios, um diesen in einen gegenläufigen Call zu investieren, müsste doch eigentlich folgender Vorteil für mich entstehen:

[...]

Ich glaube, es kann nur ein klassischer Call Optionsschein in Frage kommen, um diese Überlegung zu realisieren. Ich habe mich mit dieser Thematik nur leider noch nicht befasst.

Ich habe mich mit Optionsscheinen auch noch nicht konkret befaßt. Da kann ich also nicht helfen.

 

Ist meine Überlegung plausibel oder habe ich einen Denkfehler?

Im Prinzip wohl richtig. Ich würde wohl die gefährdetsten Reverser (7000 und 7200 bis Dez.) verkaufen, und dieses Geld als Absicherung für den Rest long investieren.

 

nächstes Mal

solltest du vor allem nicht alles auf eine Karte setzen. Es gibt auch Zertis, z.B. Discounter, mit denen man in einem fallenden Markt Geld verdienen kann, und trotzdem keine Verluste hat, wenn es hoch geht. So etwas habe ich zumindest als Basis in meinem Depot.

 

Gruß, Michael

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Powerboat3000
Ist meine Überlegung plausibel oder habe ich einen Denkfehler?

Im Prinzip wohl richtig. Ich würde wohl die gefährdetsten Reverser (7000 und 7200 bis Dez.) verkaufen, und dieses Geld als Absicherung für den Rest long investieren.

 

Die Idee ist ganz gut. Was hältst du von einem leicht gehebelten Long Investment? Ich denke an einen Leveraged ETF auf den DAX mit Hebel 2. Oder eher dieses Geld bereits in eine breit diversifizierte ETF / Fondsstrategie stecken, die dann langfristig angestrebt wird und gehalten werden soll, bis die Börsen bei neuen Hochs stehen? Letzteres wäre natürlich alles ungehebelt.

 

 

nächstes Mal

solltest du vor allem nicht alles auf eine Karte setzen. Es gibt auch Zertis, z.B. Discounter, mit denen man in einem fallenden Markt Geld verdienen kann, und trotzdem keine Verluste hat, wenn es hoch geht. So etwas habe ich zumindest als Basis in meinem Depot.

 

Gruß, Michael

 

Da hast du wohl Recht. So einseitig habe ich bisher auch noch nicht investiert. Ich muss lernen und einsehen, dass der Markt keineswegs vorhersehbar ist. Sonst hätten wir ja auch tausende Millionäre. Hinsichtlich der Zertifikate für fallende Märkte meinst du Reverse Discount Zertifikate?

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Akaman
· bearbeitet von Akaman

Hi Powerboat,

 

zu deiner aktuellen Problemlage kann und will ich mich nicht äussern.

 

Was mich stutzig macht, ist die Tatsache, dass du bereits seit mehr als 5 Jahren im Forum angemeldet und trotzdem eine derartig verwegene Strategie gefahren bist. Ich selbst zocke auch ab&zu - aber ich würde im Traum nicht darauf kommen, 100% meines Wertpapiervermögens auf Reverse-Bonus-Strategien zu setzen.

 

Dein Beispiel relativiert (und unterstreicht gleichzeitig) auch Ramsteins pädagogischen Ansatz, den er kürzlich in einem Nachbarthread so beschrieben hat:

 

Ich bin unbelehrbar mal der Meinung, Menschen sollen zum selber Denken motiviert und erzogen werden. Und das erfordert eben ab und an eine "Kopfnuss". Wenn man sie wie im Kindergarten immer an der Hand nimmt und aufs Tröpfchen setzt, wird es irgendwann doch mal gewaltig in die Hose gehen. Besser schnell unter "Schmerzen" lernen! tongue.gif

, denn Du hast dir die Kopfnuss ja schliesslich selbst geben müssen, was sicherlich noch schmerzlicher ist. Wäre es eher dazu gekommen, hätte es wohl weniger schmerzlich ausfallen können.

 

Sorry, wie gesagt, dafür, dass ich dir damit nicht mehr helfen kann. Meine Hoffnung ist, dass der eine oder die andere dies liest, bevor er solche Entscheidungen trifft. (Frauen sind ja im Durchschnitt weniger zockermässig unterwegs - oder haben sie nur im Durchschnitt weniger zum Verzocken?)

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Antonia

.... zur Absicherung habe ich aber auch einige Reverse-Bonusse.

Nur kurz eine Frage am Rande an Maikel. Nimmst du auch hierfür langlaufende mit sehr weiten Schwellen?

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Maikel

Nur kurz eine Frage am Rande an Maikel. Nimmst du auch hierfür langlaufende mit sehr weiten Schwellen?

Normalerweise ja, diesmal habe ich die Schwelle aber etwas enger gezogen, bei 7500 und 7700 bis Ende dieses Jahres.

Damit verbinde ich zwei Hoffnungen:

1. Mit den Reversen noch Geld zu verdienen, wenn der DAX mal wieder kräftig runtergeht, oder nicht so stark steigt.

2. Daß die Schwellen überschritten werden. Dann sind die Verluste aus den Reversern vernachlässigbar gegenüber den Gewinnen bei den "restlichen" 90% meines Depots.

 

Idealfall wäre natürlich, wenn erst Fall 1 eintritt, und dann noch Fall 2. :)

 

Gruß, Michael

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Antonia

Idealfall wäre natürlich, wenn erst Fall 1 eintritt, und dann noch Fall 2. :)

 

Gruß, Michael

 

Danke. Dein Idealfall könnte mir auch gefallen.

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