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Matzoch

Seriöser Berater für DWS Vermögenssparplan Premium?

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Matzoch

Hallo,

 

ich bin im Jahr 2009 trotz jahrelanger Beziehung zu meinem Finanzberater ihm doch auf den Leim gegangen. Er schloss das für mich damals interessante Produkt DWS Vermögenssparplan Premium ab. Es sollte eine Zahlung von 15.000 erfolgen, was mir in dem Beratungsgespräch verschwiegen wurde, war, dass er über die Ansparphase (38 Jahre lang) 5,5% auf die ersten 5 Jahre verteilt erhält.

 

Jeder der nun rechnen kann, errechnet 570.000 Ansparsumme (!!!), davon 5,5% auf 5 Jahre macht jährliche Provision von 6.270,- (gesamt 31.350,- Provision).

 

Festgestellt habe ich dies natürlich erst nach der ersten Zahlung, dass das Kreuz nicht auf Einmalzahlung, sondern auf jährlich steht (sonst hätte er "nur" 5,5% aus 15.000 jährlicher Sonderzahlung erhalten).

 

Somit sind von den 15.000 6.270,- Provision geflossen (41,8 %!!!) und stehen dem Produkt nicht mehr zur Verfügung. Ob das ein Beratungsfehler ist, oder er mich auf das unterschrieben Kreuz abstempelt, muss ich nochmal prüfen lassen und ist eine andere Baustelle.

 

Die DWS hüllt sich in Schweigen, schiebt es auf den Berater und hat das Produkt Beitragsfrei gestellt. Beitragsfreistellung verlängert aber nur die 5 Provisionsjahre und es ist nicht mehr nutzbar.

 

Jetzt die Frage, ob es jemand Fähiges gibt, der in einer derartigen Größenordnung wirtschaftet, seriöse Beratung bietet und eine Lösung parat hat. Ich habe gesehen, dass einige Anbieter auch Rückerstattungen von Provisionen bieten.

 

Kennt jemand diesbezüglich einen Geschäftskundenberater, der nicht auf das einmalige Geschäft mit einem Kunden orientiert ist um diesen um 6000 zu prellen, sondern stattdessen auch eine Produktempfehlung ausspricht, auch wenn man weniger Provision kassiert? Oder ist das ein Wunsch, den man in der Finanzwelt nicht erfüllt bekommt?

 

Bin für Hinweise und Hilfe dankbar.

 

Grüße

 

 

Matze

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ghost_69
· bearbeitet von ghost_69

Hallo und Willkommen hier im Forum Matzoch

 

Es gibt keine Berater, das sind nur Verkäufer !

 

Schaue doch mal hier rein:

 

http://www.avl-investmentfonds.de/angebot/Riester-Rente+%28Zulagen-Rente%29/DWS+Investment+GmbH/

 

Dort sind einige hier aus dem Forum,

Du müßtest nur Deine Riester Geschichte

hierhin übertragen und schon biste weg

von Deinem "Verkäufer"

 

Ghost_69 :-

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Konfuzius
· bearbeitet von Konfuzius

Uff, solch einen ähnlichen Fall hatten wir hier doch vor kurzem schon einmal bei einem DVAG-Kunden....

 

Aber ich frage mich ein wenig was du von uns jetzt genau für einen Rat haben willst, gibt da ja verschiedene Möglichkeiten:

 

1) Wie solltest du weiter bezüglich der "Falschberatung" vorgehen?

Hier tendiere ich fast am ehesten zu einem Versicherungsberater oder Fachanwalt für Versicherungsrecht. Der Versicherungsombudsmann wird wahrscheinlich nicht helfen dürfen. Was wurde denn hierzu in einem evtl vorhandenen Beratungsprotokoll festgehalten? Wer war der Verkäufer? (DVAG?sonstiger Vertrieb?)

 

2) Wo findest du seriöse, nicht profitgesteuerte, Fachleute?

Leider nicht wirklich in Verbraucherzentralen. Für Anlagen ab einer gewissen Höhe könnte die Honorarberatung ein guter Weg sein. Diese sollte man über einen Versicherungsberater oder Makler machen.

 

3) Wie sollst du dein Geld überhaupt anlegen?Kannst du es evtl sogar selber?

Hierzu würden wir noch deutlich mehr Informationen benötigen. Zum Beispiel:

-Wie lange ist dein Anlagehorizont?

-Was erwartest du von deiner Anlage?

-Welche kurz/mittelfristigen Rücklagen hast du gebildet?

-Welches Risiko bist du gewillt einzugehen?

-Wie sind deine Kenntnisse in Finanzthemen?

 

und so weiter und so fort....

 

Vielleicht kannst du dich hierbei ein wenig an die "Richtlinien zur Themeneröffnung" halten, um deine Situation ganzheitlich zu beleuchten.

Zu geplanten Anlagen/Sparvorhaben sollte man nämlich immer die Risikoabsicherung in Relation setzen.

 

Schönen Gruß aus Mittelhessen und viel Erfolg beim Zurückholen deiner gezahlten Abschlussprovisionen.

 

PS: Du hast gesagt, dass du 2009 die 15.000€ anlegen wolltest. Wann hast du denn gemerkt, dass bei der Anlage etwas nicht stimmt?

 

 

ANMERKUNG ZU GHOST:

 

Hm irgendwie bin ich gegen direkte "Werbung" hier im Forum.

 

AVL ist ein Vermittler unter vielen, man sollte daher eher auf den Verband der Versicherungs/Honorarberater verweisen, oder nicht?

 

Hm irgendwie bin ich gegen direkte "Werbung" hier im Forum.

 

AVL ist ein Vermittler unter vielen, man sollte daher eher auf den Verband der Versicherungs/Honorarberater verweisen, oder nicht?

 

Schaue doch mal hier rein:

 

LINK ENTFERNT

 

Dort sind einige hier aus dem Forum,

Du müßtest nur Deine Riester Geschichte

hierhin übertragen und schon biste weg

von Deinem "Verkäufer"

 

Hm irgendwie bin ich gegen direkte "Werbung" hier im Forum.

 

AVL ist ein Vermittler unter vielen, man sollte daher eher auf den Verband der Versicherungs/Honorarberater verweisen, oder nicht?

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ImperatoM

Hm irgendwie bin ich gegen direkte "Werbung" hier im Forum.

 

Ich bin da immer hin- und hergerissen. Einerseits stimme ich Dir zu, andererseits ist es ja auch vorteilhaft, gute Erfahrungen weiterzugeben. Und AVL mit ihrem Kundenlogin und dem kostenlosen Online-Handelsblatt sind wohl wirklich schwer zu toppen. Allerdings spricht auch manches dafür, kleinere Anbieter zu supporten, um gesunde Konkurrenz zu erhalten.

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jm2c
Es sollte eine Zahlung von 15.000 erfolgen, was mir in dem Beratungsgespräch verschwiegen wurde, war, dass er über die Ansparphase (38 Jahre lang) 5,5% auf die ersten 5 Jahre verteilt erhält.

 

Jeder der nun rechnen kann, errechnet 570.000 Ansparsumme (!!!), ...

Wie Matze, du willst jedes Jahr 15000 Euro da investieren? Respekt! Ich wusste mit der Kohle Besseres anzufangen B).

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Matzoch

Hi ImperatoM,

 

 

also zu Deinen Fragen:

 

 

1. Berater war die Postbank Geschäftskundenbetreuung. Beratungsprotokoll gabs keins, nur eine Zusammenfassung nach dem Gespräch per Mail glaube. Bezüglich irgendwelcher Provisionen oder eben den 42% Abzug durch die jährliche Ansparung wurde nie etwas erwähnt. Wenn die Beratung seriös gewesen wäre, hätte der Berater einen Vertrag mit beispielsweise 200 monatlich geschlossen und die restliche Summe als Einmalzahlung 1x im Jahr gemacht. Dann hätte er dennoch ordentlich Provision, nur eben nicht 42%.

 

3. Ich bin in den unterschiedlichsten Bereichen investiert und breit gestreut. Der DWS Vermögenssparplan Premium sollte eigentlich dazu dienen den Steuervorteil etwas zu nutzen (Selbständig) um den maximalen Freibetrag steuerlich absetzen zu können.

 

 

Ich hatte gehofft, dass hier evtl. jemand in ähnlicher Größenordnung fungiert und einen "seriöseren" Berater hat, der z.B. das Problem mit der DWS gelöst bekommt, z.B. durch den bisherigen Berater rauszulösen und die nächsten 4 Jahre durch die minimaleste Jahresrate zu drücken, bis die ersten 5 um sind.

 

 

Die 15.000 hatte ich 2009 angelegt. Als 2010 dann eine Abbuchung kam, habe ich mir das angeschaut, weil ich davon ausging, dass wir eine jährliche Sonderzahlung machen (die man ja auch auf Ende des Jahres schieben kann). Dann hab ich mal das Depot angeschaut etc. (die per Papier zur Verfügung gestellten Informationen sind ja mehr als spärlich, bzw. kommen nur 1x im Jahr) und hab dort die 6270,- Provision gesehen. Mal das Ganze Kleingedruckte gelesen und auf dem Einzahlungsformular 2009 das Kreuz bei "jährlich" gefunden. Dass es eine derartige Auswirkung hat, ob man es als Sonderzahlung oder als jährliche Zahlung beantragt, war mir ja als Endkunde nicht bewusst und genau da sehe ich den Fehler des Beraters, dessen Ziel es hätte eigentlich sein müssen, das Geld in die Fonds zu legen, statt auf sein Konto.

 

Prinzipiell waren die 15.000 in dem DWS als Ablöse für das derzeitige Fondssparen gesehen um eine Kapitalgarantie zu geben und als Sonderausgabe anrechnen zu können.

 

Grüße

 

Matze

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ghost_69
Hm irgendwie bin ich gegen direkte "Werbung" hier im Forum.

 

AVL ist ein Vermittler unter vielen, man sollte daher eher auf den Verband der Versicherungs/Honorarberater verweisen, oder nicht?

 

Hm irgendwie bin ich gegen direkte "Werbung" hier im Forum.

 

AVL ist ein Vermittler unter vielen, man sollte daher eher auf den Verband der Versicherungs/Honorarberater verweisen, oder nicht?

 

Hallo Konfuzius

 

Werbung mag ich auch nicht, dass ist mal klaro,

 

aber Versicherungen und Honorarberater sind in meinen Augen nichts anderes,

 

als man schon vorher hatte.

 

Es ist mir noch keine Versicherung untergekommen, die eine Beratung hatte in Bezug auf solche Anlagen,

 

und Honorarberater schonmal gar nicht, vorallem Glänzen diese mit ihrem Halbwissen.

 

Daher der Hinweis auf den Vermittler im Netz,

 

etwas selber einlesen und man hat was gutes.

 

 

Ghost_69 :-

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polydeikes

Der Hinweis ist trotzdem mehr als berechtigt. Denn Beratung findet bei AVL schon mal nicht statt, das hast auch du als Kunde dort definitiv unterschrieben. Von daher schon eher grenzwertig, in dem Zusammenhang.

 

---

 

@Matze:

 

Du brauchst einen Berater, keinen Vermittler. Oder liest selbst noch ein mal ausführlich zu den Gegebenheiten nach (insbesondere §10 EStG). Beziehe mich dabei vor allem auf:

 

Prinzipiell waren die 15.000 in dem DWS als Ablöse für das derzeitige Fondssparen gesehen um eine Kapitalgarantie zu geben und als Sonderausgabe anrechnen zu können.

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edwin

Die Postbank-Verkäufer sind ja schon ein eigenartiges Völkchen, der eine zahlt die versprochenen Rabatte und Boni nicht aus, der andere optimiert mit einem Kreuz sein eigenes Vorsorgekonto, und andere feiern auf Kosten der BHW-Kunden Budapest-Parties ala HMI. :o

 

Auf eine Kapitalgarantie kann man idR getrost verzichten.

 

Der Vermögenssparplan Premium ist ja nichts anderes als die RiesterRente Premium, ein teurer Dachfonds im Riester-Mantel mit Premium-Kosten/Provisionen.

 

Ob man Steuern sparen kann hängt von vielen Faktoren ab.

 

Damit man die Beiträge als Sonderausgaben absetzen kann, muss man förderberechtigt für die RiesterRente sein. Jedoch ist der maximale Betrag für den Sonderausgabenabzug auf 2100Euro begrenzt, und das Finanzamt zieht zudem die Riesterzulage von der Steuerersparnis ab, da es grundsätzlich davon ausgeht, dass die Zulage beantragt wurde. Spätere Rentenauszahlung müssen vollständig der Besteuerung unterworfen werden.

 

Erfüllt man nicht die Riester-Förderberechtigung, oder liegt eine Überzahlung vor, dann kann man in der Ansparphase zunächst abgeltungsteuerfrei ansparen, einen steuerlich wirksamen Sonderausgabenabzug gibt es jedoch nicht. Auszahlungen ab dem 60.Lebensjahr werden dann zur Hälfte besteuert (wie bei Lebensversicherungen) bzw. mit dem Ertragsanteil bei Auszahlung in Rentenform.

Auszahlungen vor dem 60. Lebensjahr werden vollständig steuerpflichtig, können also durchaus 42% Steuern kosten, wohingegen das normale Fondssparen nur mit der Abgeltungsteuer von max. 25% belastet wird, wer noch über einen freien Freistellungsbetrag verfügt der kann zudem jährlich bis zu 801Euro Eträge steuerfrei kassieren.

Wer also absehen kann, dass er vor dem 60. Lebensjahr das Geld braucht, für den ist ein normaler Fondssparplan besser geeignet als ein ungeförderter Riester-Sparplan ala Vermögenssparplan Premium.

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polydeikes

62, wir haben 2012 ...

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