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TerracottaPie

Timber REITs - empfehlenswerte Holzinvestments

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elcapitano
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Also Conus hat ja recht gut beschrieben, wie hoch der Druck durch das Ausland ist. Auf Preissetzungsmacht würde ich daher nicht setzen.

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Conus
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Nur ein Teil der Stämme aus dem Nord-Westen geht in den China-Export und konkurriert dort mit Stämmen aus den genannten Staaten. Die "Douglas Fir" konkurriert dort mit den schneller wachsenden Arten aus Südamerika (und Neuseeland). Alle anderen Anbaugebiete bedienen primär den internen Bedarf. Insbesondere die Stämme werden vorwiegend für den lokalen Hausbau verwandt. Kurze Wege vom Abbau zum Sägewerk und zur Baustelle sind wegen der hohen Transportkosten üblich. Ich meine mich an einen Umkreis von 50 Meilen zu erinnern. Hier wird es im Süd-Osten lokal zu einer kleinen Vormachtstellung = Preissetzungsmacht kommen. Weiterhin können die Unternehmen dort bei angrenzenden Flächen von der gemeinsamen Infrastruktur besser partizipieren und Synergien heben (Abstimmungen bspw. bei Auslastung Sägewerk).

Auf Seite 10 der Präsentation von PlumCreek wird die USA dargestellt mit den kombinierten Waldflächen. Das sieht schon impoant aus.

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Schildkröte
Posted · Edited by Schildkröte

@ Conus:

Danke für Deine Antwort! In den USA wird ja viel mit Holz gebaut. Heißt das, dass sich nach regelmäßig heftigen Wirbelstürmen die hier diskutierten Unternehmen über eine entsprechend höhere Nachfrage "freuen" dürfen? Für Japan könnten man sich ähnliche Gedanken machen, da es dort recht häufig Erdbeben gibt.

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Conus
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Bei den alljährlichen Wirbelstürmen im Süd-Osten der USA steigt die Nachfrage nach Spanplatten und kleineren Kanthölzern. Die Größenordnung ist jedoch gering. Gegenläufig dürfte sich hier auswirken, dass große Waldflächen in den Einflugsschneisen liegen. Sturmschäden sind somit jährlich vorprogrammiert.

Maßgeblich ist die Anzahl der Neubauten. Bei derzeit ~1,2 Mio. Neubauten pro Jahr wird eine Menge Holz verwendet. Wenn ich Weyerhaeuser und Plum Creek reduzieren wollte auf zwei maßgebliche Einflußfaktoren, dann wären dies Anzahl der Neubauten USA und Exportpreis/-volumen Asien. Upsides ergeben sich aus alternativer Nutzung der Assets: Vergabe von Schürfrechten, Fischerei- & Jagdrechte, Umwidmung in Siedlungsgebiete oder Erholungsgebiete, höherwertige Nutzung der Abfälle (Pellets).

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Actionic
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Ich war über einen Artikel zum norwegischen Staatsfonds auf Smurfit Kappa gestoßen.

Der hält demnach einen Anteil von 9,4% an SK, was eine der größen Positionen ist.

 

Ich habe mal die typischen Website-Kennzahlen aus 2016/17 mit Mary Melnhof Karton und Mondi verglichen.

Beide finde ich auf den ersten Blick attraktiver.

(Beide nur leicht teurer bewertet als Sk, Mondi deutlich rentabler, MM dafür moderat wachsend.)

Angehangen ein paar Zahlen, die ich rauskopiert habe.

 

Weiß jemand, wieso ausgerechnet in Smurfit Kappa investiert wird?

Bzw. ist jemand selbst investiert?

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Schildkröte
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Zitat

Handelsstreit

Amerika verhängt Strafzölle auf kanadisches Bauholz

Die heimische Holzwirtschaft beklagt Nachteile gegenüber der kanadischen Konkurrenz. Trumps Handelsminister reagiert umgehend. Doch Kanada will das nicht auf sich sitzen lassen.

Hier der vollständige FAZ-Artikel.

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Schildkröte
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Zitat

20 Prozent Strafzoll verhängte ... [der US-amerikanische; Anm. des Gepanzerten] Handelsminister Wilbur Ross Ende April auf Importe von kanadischem Weichholz. ... Die Strafabgabe auf kanadisches Holz ist Folge eines seit Jahrzehnten schwelenden Handelsstreits - und war bereits seit Längerem absehbar, nachdem 2015 ein Handelsabkommen der US-Holzbranche mit den Kanadiern ausgelaufen war. 

In einer zweiten Runde im Juni werden die USA auf den Strafzoll noch eine Anti-Dumping-Abga­be draufschlagen, sodass der Zoll auf kanadische Nadelholz­importe letztendlich bei 25 bis 30 Prozent liegt. Sobald das passiert ist, legen die Kanadier Einspruch bei der Welthandels­organisation WTO ein.

Das Verfahren dürfte sich dann einige Jahre hinziehen, bis die WTO den amerikanischen Zoll ganz oder teilweise kippt - oder sich die Konkurrenten auf ein neues Abkommen einigen können.

 

Für US-Holzkonzerne, die über 40 Prozent im Branchen­index S & P Global Timber and ­Forestry ausmachen, ergibt sich daraus eine komfortable Ausgangssituation: Im Windschatten des künstlich verteuerten kanadischen Bauholzes können auch sie die Preise erhöhen. Denn die Nachfrage ist hoch, bei guter Konjunktur und niedrigen Zinsen erfüllen sich viele Amerikaner den Traum vom Eigenheim. Das besteht in weiten Teilen der USA standardmäßig aus Holz.

...

Momentan entstehen in den Vereinigten Staaten 1,1 Millionen Häuser pro Jahr. Die Zahl liegt immer noch unter dem langjährigen Mittel von 1,5 Millionen Häusern

...

Zusätzlich rechnen Marktbeobachter damit, dass der Anteil des kanadischen Holzes in den USA auch unabhängig vom Zollstreit sinkt. Denn eine langjährige Borkenkäferplage hat Waldbestände in British Columbia zerstört.

...

Kommen noch die von der Trump-Regierung angekündigten Steuererleichterungen, in welcher Form sie letzten Endes auch immer realisiert werden, stehen Holz verarbeitenden US-Konzernen wie Weyerhaeuser und Potlatch fette Jahre ­bevor.

 

Darüber hinaus gibt es Phantasien in den Bereichen Verpackungen und Papier. Hier der vollständige Artikel aus €uro am Sonntag.

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Schildkröte
Posted · Edited by Schildkröte
Zitat

Verluste bei der Forstwirtschaft lassen sich gut mit Gewinnen in anderen Bereichen verrechnen, während der Wald ja an Wert gewinnt. ... In Deutschland liegt die Renditeerwartung bei landwirtschaftlichen Flächen im Mittel bei einem bis zwei Prozent, bei Forsten zwischen 0,5 und einem Prozent, heißt es. Bei Windkraft- oder Solaranlagen auf dem Grundstück ist die Rendite allerdings spürbar höher. ... Neben dem deutschen Heimatmarkt, der im Umbruch ist, konzentriert sich Latifundium vor allem auf Skandinavien, auf die Vereinigten Staaten, auf Neuseeland, Ozeanien und auf Uruguay. Das südamerikanische Land sei dünn besiedelt und habe große Flächen im Angebot, berichtet von Maldeghem. In Uruguay gibt es die drei modernsten Zellstofffabriken, die den gesamten Weltmarkt mit Zellstoff versorgen.

Hier der vollständige FAZ-Artikel. Bei den scheinbar geringen Renditen ist zu berücksichtigen, dass Unternehmen diese oft mit Fremdkapital hebeln. Den Verweis auf Uruguay finde ich mit Blick auf die schwedische SCA bemerkenswert, welche ebenfalls Wald besitzt und Zellstoffprodukte herstellt.

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