Reform der Besteuerung von Investmentfonds

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1.618 Beiträge in diesem Thema

Geschrieben

Hat hierzu mal wieder jemand etwas gehört? Dank schon mal vorab.

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Geschrieben · bearbeitet von Torian

Kernaussage ist mMn nach: Bisher thesaurieren zu viele Fonds ihre Erfolge und lösen damit (vorerst) keine Steuerpflicht aus. Das Finanzministerium braucht aber konstante Einkünfte, also erfindet es eine Vorabsteuer auf noch nicht realisierte Anlageerfolge. Im Prinzip greift man das ab, was bisher einen kleinen Zinseszins-Effekt erzeugt hat.

 

Und da wundert man sich, dass die Wohlhabenden ihr Kapital außer Landes schaffen...

 

Da man aber noch nichts genaues weiß, kann ich mein Depot wie gehabt aufbauen. In Zukunft könnten aber deutsche Ausschütter beliebter werden, da man dann wenigstens keinen negativen Cashflow hat!

 

Danke übrigens für den informativen CC-Newsletter.

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Geschrieben

Hat hierzu mal wieder jemand etwas gehört? Dank schon mal vorab.

 

Derzeit läuft noch das Gutachten welches vom BMF ausgeschrieben wurde.

 

Aktuell sieht es aber eher danach aus das eine Umsetzung wohl noch einige Zeit auf sich warten lässt.

Das BMF hat unter anderem ein neues Muster für Steuerbescheinigungen rausgegeben. Dieses würde aber bei der bisherigen Fassung der Neukonzeption nicht notwendig sein.

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Geschrieben

Kernaussage ist mMn nach: Bisher thesaurieren zu viele Fonds ihre Erfolge und lösen damit (vorerst) keine Steuerpflicht aus.

 

Auch Thesaurierungen lösen (grundsätzlich i.d.R. die gleiche) Steuerpflicht aus, allerdings wegen der Selbsterklärung ein Jahr verzögert...

 

Gruß

Taxadvisor

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@taxadvisor: Ich meinte eigentlich vor allem die mit 0,00€ thesaurierenden Fonds, zB von db x-trackers. Hier schaut der Staat bis zum Verkauf in die Röhre.

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Gab es zwischenzeitlich zum Thema "Besteuerung des Wertzuwachses" neue Informationen? Mir sind keine bekannt geworden, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass die Sache vom Tisch ist.

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Geschrieben · bearbeitet von Bärenbulle

Gibt es News / Einschätzungen wie sich dieses Thema weiter entwickelt? Vielleicht von jemanden der seine Zeit mit dem Lesen von Koalitionsverträgen verplempert?:-

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Anbei ein aktueller Artikel zu diesem Thema aus der Börsen-Zeitung ...

 

Anlegern drohen höhere Abgaben

 

BVI warnt vor Investmentsteuerreform und zerfetzt das im Auftrag des Bundesfinanzministers erstellte Gutachten

Bei der Besteuerung von Investmentfonds zeichnet sich ein Paradigmenwechsel ab: Die Erhebung soll teilweise vom Anleger auf die Produkte verlagert werden. Die vom Bundesfinanzministerium in Auftrag gegebene Auswirkungsstudie zum Reformkonzept wird vom Fondsverband BVI in Grund und Boden gestampft. Anlegern drohen höhere Belastungen, warnt die Branche.

[...]

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Liest sich wie Schwachsinn im Quadrat. Die ganze Studie von Copenhagen Economics gibt es hier.

 

Ich habe den Eindruck, dass da die Länderfinanzminister (Walter-Borjans und Konsorten) glauben, so dem Wertpapiersparer mehr Geld abpressen zu können. Wenn ich die Übersicht anschaue

 

post-15902-0-10952900-1420189591_thumb.png

 

und lese, dass das nur für Fonds mit Domizil in Deutschland gelten soll, fallen mir spontan folgende Punkte ein:

 

  1. Wer jetzt auf replizierende Fonds mit Domizil Deutschland setzt, hätte dann die A-Karte.
  2. Was ist, wenn ich einen Aktienindex über ein Rentenportfolio und Swap-Vereinbarung abbilde?
  3. Ich würde dann in Fonds mit ausländischem Domizil switchen, denn Wechselaufwand/-kosten sind bei ETFs vernachlässigbar

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Anbei ein aktueller Artikel zu diesem Thema aus der Börsen-Zeitung ...

 

Anlegern drohen höhere Abgaben

 

BVI warnt vor Investmentsteuerreform und zerfetzt das im Auftrag des Bundesfinanzministers erstellte Gutachten

Bei der Besteuerung von Investmentfonds zeichnet sich ein Paradigmenwechsel ab: Die Erhebung soll teilweise vom Anleger auf die Produkte verlagert werden. Die vom Bundesfinanzministerium in Auftrag gegebene Auswirkungsstudie zum Reformkonzept wird vom Fondsverband BVI in Grund und Boden gestampft. Anlegern drohen höhere Belastungen, warnt die Branche.

[...]

 

Das betrifft ja "nur" inländische Fonds. Selbst wenn man blind und taub wäre, würde man fühlen oder riechen, dass das europarechtswidrig ist....

 

Gruß

Taxadvisor

 

 

 

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Das betrifft ja "nur" inländische Fonds. Selbst wenn man blind und taub wäre, würde man fühlen oder riechen, dass das europarechtswidrig ist....

Erstens hat das Politiker noch nie von Dummheiten abgehalten (PKW-Maut) und zweitens ist es doch "nur" eine Frage, wie die Steuer erhoben wird. Z.B. erhebt Frankreich die Finanztransaktionssteuer auch nur bei Aktiengesellschaften mit Sitz in Frankreich. Da würde ich das kleinere Problem sehen.

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Geschrieben · bearbeitet von MonacoFranzl

Das Thema ist mal wieder in der BÖZ...

 

 

Steuerpläne gefährden deutschen Fondsstandort

 

es wird immer verworrener...

[...]

Dazu soll die derzeit gültige Befreiung der Publikumsfonds von der Körperschaftssteuer abgeschafft werden. Damit würde künftig auf der Fondsebene eine Steuer von 15,825 % (15 % Körperschaftsteuer plus 0,825 % Solidaritätszuschlag) auf Dividenden aus deutschen Quellen und Einkünften aus deutschen Immobilien fällig.

Zugleich sollen die Steuerbefreiungen bei körperschaftsteuerpflichtigen betrieblichen Anlegern und bei Personenunternehmen gestrichen werden. Allerdings soll es auf Anlegerebene Steuererleichterungen für Privatkunden geben, wenn bestimmte Schwellenwerte für Aktien- und Immobilienbesitz erreicht werden. Letzteres hat zum Ziel, die Belastungen der Anleger durch eine Fondsbesteuerung zu neutralisieren oder wenigstens zu reduzieren, um die Steuerbelastungen weitestgehend auf dem heutigen Zustand einzufrieren.

[...]

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Das Thema ist mal wieder in der BÖZ...

 

 

Steuerpläne gefährden deutschen Fondsstandort

 

es wird immer verworrener...

[...]

Dazu soll die derzeit gültige Befreiung der Publikumsfonds von der Körperschaftssteuer abgeschafft werden. Damit würde künftig auf der Fondsebene eine Steuer von 15,825 % (15 % Körperschaftsteuer plus 0,825 % Solidaritätszuschlag) auf Dividenden aus deutschen Quellen und Einkünften aus deutschen Immobilien fällig.

Zugleich sollen die Steuerbefreiungen bei körperschaftsteuerpflichtigen betrieblichen Anlegern und bei Personenunternehmen gestrichen werden. Allerdings soll es auf Anlegerebene Steuererleichterungen für Privatkunden geben, wenn bestimmte Schwellenwerte für Aktien- und Immobilienbesitz erreicht werden. Letzteres hat zum Ziel, die Belastungen der Anleger durch eine Fondsbesteuerung zu neutralisieren oder wenigstens zu reduzieren, um die Steuerbelastungen weitestgehend auf dem heutigen Zustand einzufrieren.

[...]

 

Muss ich das verstehen?

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MIch würde mal eher interessieren, was dann mit den Altbeständen im "Ewigkeitsdepot" passiert? Ich vermute mal, der Vorteil geht dann flöten, da die Fonds ja einfach jährlich intern besteuern. Leider habe ich noch nicht ganz verstanden, wie die Besteuerung auf Fondsebene funktioniert. Bei Dividenden etc. klar aber was ist mit Kursgewinnen? Werden die dann jährlich einfach besteuert? Oder nur wenn der Fonds intern die Wertpapiere verkauft?

 

Ich glaube in den USA ist das schon so ähnlich.

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Quelle: http://www.bundesfinanzministerium.de/Content/DE/Standardartikel/Themen/Steuern/Steuerarten/Investmentsteuer/2015-07-22-Diskussionsentwurf-Investmentsteuerreformgesetz%E2%80%93InvStRefG.html

 

In den Medien: http://www.faz.net/-gvf-8648v

Ider vergangenen Woche hat das Bundesfinanzministerium einen Diskussionsentwurf zur Reform des Investmentsteuergesetzes vorgelegt. Bislang wurden Investmentfonds in Deutschland nicht besteuert, sondern lediglich die Anleger, die Fondsanteile hielten. Das hatte vor allem zur Folge, dass in Deutschland beheimatete Publikumsfonds die im Gesetz vorgesehene Kapitalertragssteuer in Höhe von 15,825 Prozent (einschließlich Solidaritätszuschlag) auf Dividenden deutscher Unternehmen und Einkünfte aus deutschen Immobilien zurückerstattet erhielten.

 

Nach dem neuen Entwurf sollen die Fonds künftig diese Steuer von 15,825 Prozent auf Dividenden und Immobilieneinkünfte zahlen, berichtet das Branchenmagazin „Fonds professionell“. Dafür sollen Anleger wiederum Steuererleichterungen erhalten. So könnten bei Aktienfonds 20 und bei Immobilienfonds 40 bis 60 Prozent der Erträge steuerfrei bleiben, sofern die betreffenden Fonds mehrheitlich in Aktien bzw. Immobilien investiert sind.

 

Ausgenommen sollen Fonds im Rahmen von Riester- und Rürup-Altersvorsorgeverträgen werden.

 

Was haltet ihr davon?

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Was haltet ihr davon?

Das hier.

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Was haltet ihr davon?

Das hier.

Mich würde ja z. B. deine Meinung interessieren, neben der von Ramstein.

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Geschrieben · bearbeitet von MonacoFranzl

Ergänzende Informationen aus dem "die bank - Newsletter" vom 28.07.2015

 

http://www.die-bank.de/newsletter/newsletter-archiv/

 

Investmentsteuergesetz

InvStRefG-Novelle in der Kritik

 

Das Bundesministerium der Finanzen (BMF) hat einen Gesetzesentwurf zur Reform der Investmentbesteuerung (Investmentsteuerreformgesetz – InvStRefG) zur Konsultation gestellt. Kernelemente des Diskussionsentwurfs sind u.a. die Einführung eines neuen Besteuerungssystems für Investmentfonds, das wie bei anderen Körperschaften auf der getrennten Besteuerung von Investmentfonds und Anleger basiert, die Fortführung des derzeitigen Besteuerungsverfahrens für Spezial-Investmentfonds unter Beibehaltung des derzeitigen Anforderungskatalogs, die Einführung einer Steuerpflicht für Veräußerungsgewinne aus Streubesitzbeteiligungen an Kapitalgesellschaften sowie eine Steuerermäßigung für Veräußerungsgewinne im Bereich des Wagniskapitals. Die im Entwurf vorgeschlagenen Änderungen würden nach Ansicht des Bundesverbands Alternative Investments e.V. (BAI) erhebliche Auswirkungen auf die deutsche Fondsbranche und deutsche Fondsanleger nach sich ziehen. Es gehe um nicht weniger als die Einführung eines „intransparenten“ Besteuerungssystems für (Publikums-) Investmentfonds, so BAI-Geschäftsführer Frank Dornseifer. Im Ergebnis solle ein etabliertes System aufgegeben werden, in dem auch Umgehungs- und Gestaltungsmöglichkeiten in weiten Bereichen bereits identifiziert und ausgeräumt wurden. Mit der Einführung einer vollständig neuen Systematik der Investmentbesteuerung würde das Risiko neuer Gestaltungs- und Umgehungsmöglichkeiten geschaffen. Ob mit dem neuen Gesetz etwaige EU-rechtliche Risiken tatsächlich eliminiert werden, bedarf noch einer weiteren Prüfung. Insbesondere mit Blick auf die Fondsbesteuerung in den europäischen Nachbarländern ist der BAI bereits in der Vergangenheit für eine Gleichbehandlung aller Investmentvermögen eingetreten. Die Unterscheidung zwischen Investmentvermögen und Spezial-Investmentvermögen sei sachlich nur schwer zu rechtfertigen, so Dornseifer. Gleiches gelte für den Anforderungskatalog an Spezialfonds, damit für diese eine transparente Besteuerung greift; die Anlagemöglichkeiten dieser Fonds seien sehr beschränkt und würden den Bedürfnissen institutioneller Investoren nicht mehr gerecht. Sehr kritisch sieht der BAI zudem die – wieder einmal – geplante Einführung einer Steuerpflicht für Veräußerungsgewinne aus Streubesitzbeteiligungen an Kapitalgesellschaften.

 

++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++

 

Diskussionsentwurf des Bundesministeriums der Finanzen - veröffentlicht 22.07.2015

 

http://www.bundesfinanzministerium.de/Content/DE/Standardartikel/Themen/Steuern/Steuerarten/Investmentsteuer/2015-07-22-Diskussionsentwurf-Investmentsteuerreformgesetz%E2%80%93InvStRefG.html

 

Entwurf eines Gesetzes zur Reform der Investmentbesteuerung (Investmentsteuerreformgesetz – InvStRefG)

Diskussionsentwurf des Bundesministeriums der Finanzen

 

Das Bundesministerium der Finanzen stellt den Diskussionsentwurf eines Gesetzes zur Reform der Investmentbesteuerung vor. Mit dem Gesetzentwurf soll eine Vereinbarung des Koalitionsvertrages umgesetzt werden, nach der eine grundlegende Reform der Investmentbesteuerung durchzuführen ist. Darüber hinaus wurde gemäß den Vorgaben des Koalitionsvertrags die steuerliche Behandlung von Veräußerungsgewinnen aus Streubesitzbeteiligungen und Lösungsmöglichkeiten für besondere Belastungseffekte im Bereich der Business Angels und Startups geprüft. Im Ergebnis wird im Diskussionsentwurf die Einführung einer Steuerpflicht für Veräußerungsgewinne aus Streubesitzbeteiligungen an Kapitalgesellschaften sowie eine Steuerermäßigung für Veräußerungsgewinne im Bereich des Wagniskapitals vorgeschlagen. Der Diskussionsentwurf enthält noch keine Angaben zu den finanziellen Auswirkungen und zu dem Erfüllungsaufwand. Diese werden erst im Rahmen des Referentenentwurfs eingefügt, der nach der gegenwärtigen Zeitplanung im September 2015 erstellt wird.

2015-07-22-Diskussionsentwurf-Investmentsteuerreformgesetz–InvStRefG.pdf

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Artikel dazu aus dem aktuellen EXtra-Magazin

EXtra_Magazin_JuliAugust_2015.pdf

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Zitat aus obigem Artikel zum Verlust der Steuerbefreiung für Altanlagen, sofern es denn so umgesetzt werden wird wie angedacht.

 

Gegenstand der geplanten Reform ist auch die Besteuerung der Ergebnisse aus der Veräußerung von Investmentanteilen, die vor dem 1. Januar 2009 angeschafft wurden und daher nach aktuellem Recht bestandsgeschützt sind. Es ist geplant, die Steuerfreiheit von Veräußerungsergebnissen bei einer Veräußerung ab dem 1. Januar 2020 entfallen zu lassen. Ein ab dem 1. Januar 2018 entstandener Gewinn oder Verlust wäre dann voll steuerpflichtig.

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Was haltet ihr davon?

Der eigentliche Knackpunkt dürfte sich in § 39 (6) befinden:

Bei Alt-Anteilen, die vor dem 1. Januar 2009 erworben wurden und seit der Anschaffung nicht im Betriebsvermögen gehalten wurden, sind die zwischen dem Anschaffungszeitpunkt und dem 31. Dezember 2017 eingetretenen Wertveränderungen steuerfrei. Die ab dem 1. Januar 2018 eingetretenen Wertveränderungen sind steuerpflichtig, soweit der Gewinn aus der Veräußerung von Anteilen im Sinne des Satzes 1 100.000 Euro übersteigt.

 

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Ich tendiere zu der Meinung, dass hier wieder einmal "gut gemeint" wird, aber die Umsetzung wieder einmal zu einem bürokratischen Monster werden. Man muss sich nur die vielen Sonderregelungen anschauen. Auch der Altfreibetrag von 100.000 führt natürlich wieder dazu, dass beim Finanzamt für jeden Anleger ein Sondertopf geführt werden muss, dessen Ausschöpfung entsprechende Bankbescheinigungen erfordert. (Kunden ausländischer Broker wie IB dürfen sich besonders freuen.)

 

Auch die Abgeltungssteuer sollte vereinfachen; jetzt haben wir den Käse mit den ausschüttungsgleichen Erträgen bei nicht-deutschem Domizil. Wird sich das wirklich durch die Neuregelung erledigen? Oder gibt es dann neue Sonderfälle?

 

Sicher aber ist der Extra-Magazin Artikel leicht abwegig, wenn er sagt:

 

Fazit

 

Noch ist nicht entschieden, ob die von der Finanzverwaltung vehement verfolgten Reformpläne tatsächlich Realität werden. Ihre Umsetzung in geltendes Recht würde eine Zäsur der Investmentbesteuerung bedeuten, die sich in ihrer jetzigen Form über Jahre hinweg bewährt hat und eine zutreffende Besteuerung der Anleger gewährleistet. Gleichzeitig hätte die neue Besteuerungssystematik weitreichende Konsequenzen für sämtliche Anleger und würde den Investmentfonds als Kapitalanlageprodukt durchaus infrage stellen.

Denn "bewährt" hat sich die Regelung nicht unbedingt, wie man an den vielen Fragen dazu sehen kann; aus Sicht der Finanzverwaltung natürlich schon, denn viele Private versteuern ihre Erträge doppelt; aus Sicht der Steuerberater auch, denn die haben so Arbeit und Einnahmen.

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Im Übrigen wäre der Investmentfonds von der Körperschaftsteuer befreit. Eine vollständige Steuerbefreiung wäre lediglich in dem Umfang möglich, in dem gemeinnützige, mildtätige oder kirchliche Anleger an dem Investmentfonds beteiligt sind. Gleiches wäre möglich bei Anlegern, die sich unmittelbar oder mittelbar im Rahmen von zertifizierten Altersvorsorge- oder Basisrentenverträgen an einem Investmentfonds beteiligen (Rürup- bzw. Riester-Rente). In beiden Konstellationen wäre allerdings ein kompliziertes und bürokratisches Nachweisverfahren zu durchlaufen.

D.h. doch, für alle Carmignacs, Templetons, Blackrocks, M&Gs, etc. da draußen müsste es noch eine Extratranche für solche Verträge geben - wie sollen denn sonst die Fonds auseinanderhalten, für welche Anteile sie steuern abführen müssen und für welche nicht (bzw. im Nachgang die Steuer wieder zurückfließt).

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Der eigentliche Knackpunkt dürfte sich in § 39 (6) befinden:

Bei Alt-Anteilen, die vor dem 1. Januar 2009 erworben wurden und seit der Anschaffung nicht im Betriebsvermögen gehalten wurden, sind die zwischen dem Anschaffungszeitpunkt und dem 31. Dezember 2017 eingetretenen Wertveränderungen steuerfrei. Die ab dem 1. Januar 2018 eingetretenen Wertveränderungen sind steuerpflichtig, soweit der Gewinn aus der Veräußerung von Anteilen im Sinne des Satzes 1 100.000 Euro übersteigt.

Hast Du irgendwo rausgelesen, ob dies nur für Investmentanteile gelten soll oder auch für Aktien? Und sollen die 100k pro Jahr gelten oder insgesamt?

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