Gerald1502

Frühzeitige Aufklärung über das Thema "Geldanlage" in der Schule

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Hallo zusammen,

 

in einigen Themen wird oftmals angesprochen, dass eine frühzeitige schulische Aufklärung zum Thema "Geldanlage" sehr wichtig ist, damit später keine Fehler bei Vertragsabschlüssen passieren und man besser vorbereitet ist. Bisher habe ich nur von "Handelsblatt macht Schule" gehört, aber da gibt es leider einen, meiner Meinung nach großen Nachteil, da als Hauptsponsor des Ganzen, die DVAG auftritt. Also ein großer Finanzdienstleister, wo man stark den Gedanken hat, dass da eher Eigeninteressen im Vordergrund stehen.

 

Aber mal ab von diesem Nachteil, wie steht ihr allgemein zu den Vorschlägen der frühzeitigen Aufklärung über das Thema "Geldanlage" in Schulen?

Wie sollte Eurer Meinung nach der Unterrichtsstoff genau aussehen, was behandelt werden soll, wenn ihr entscheiden könnt und gibt es bereits andere außer dem Handelsblatt, die so etwas machen?

 

Ich denke, dass wenn sich die Eltern für dieses Thema bereits interessieren und auseinandersetzen, dieses Wissen auch an ihre Kinder weiter vermitteln.

 

Alles weitere wird die Diskussion darüber zeigen und in welche Richtung diese geht.

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Und was sagt "Geldanlage" zu Kindern, deren Eltern kein Geld zum Anlegen haben?

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Ich glaube ja das frühzeitige Aufklärung über Geldanlage in den Schulen nicht passiert und passieren wird. Das ist aus wirtschaftlichen Interesse nicht gewollt.

Also sollten die Eltern es tun, aber viele können es nicht, weil sie es nicht wissen, selber nicht mit Geld umgehen können, kein Geld haben um es anzulegen usw.

Man sollte zumindest erstmal versuchen den Kindern beizubringen nicht mehr auszugeben als sie zur Verfügung haben. Um so regelmäßiges sparen zu fördern und wenn es nur 1 ist.

Wenn man das erreicht hat, ist es schon viel wert denke ich.

Dann kann man sich damit beschäftigen, was man mit dem gesparten Geld macht. Wo man es Anlegen könnte.

Und vor Versicherungen, Banken usw. warnen das es eben nicht immer so ist was sie sagen und versprechen. Das oft hohe Gebühren verlangt werden.

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Ich glaube, dass die meisten Lehrer keine Ahnung haben von Geldanlage.

Es sollte ja nicht nur um Geldanlage gehen, sondern auch um Versicherungen, Kauf-, Kreditverträge usw., nicht vergessen: Riesterrente!

 

Das Problem ist nur, dass Kinder mit dem Thema nichts anfangen können. Ich hatte einmal eine engagierte Lehrerin, die das in einem Projekt (10. Klasse ?) versucht hat. Das war konkret und gut gemacht. Wir mussten z.B. ausrechnen, wie viel man sich mit einem realistischen Gehalt leisten kann, wie lange man braucht, um etwas abzubezahlen. Das hat Spaß gemacht, aber die Intention ging völlig an mir vorbei. Diese Zukunft, ein Auto kaufen, Wohnung einrichten o.ä. war mir jenseitig fern.

 

Wenn ein derartiger Unterricht, dann in der Berufsschule, kurz vorm Abi, wenn es konkreter mit der Zukunft wird.

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Schule will man immer mehr - und schafft das auch - Dinge aufbürden, die eigentlich Elternsache sind.

Sie hat immer weniger Zeit , allen Schülern die elementaren Lernziele zu vermitteln.

Pisa grüßt.

Dass viele Kinder und deren Eltern nicht mit Geld umgehen können, ist meine Erfahrung.

Was nutzt es, Kindern den richtigen Umgang mit Geld zu lehren, wenn dieser Umgang nicht zu Hause vor- und gelebt wird?

Viele Schulen sind ja schon mit der erzieherischen Aufgabe überfordert, Mobbing wegen falscher oder fehlender Markenklamotten zu unterbinden.

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Solange die Mehrzahl der Schulabgänger weder Dreisatz noch Bruch- oder Prozentrechnung beherrscht, ist das Vermitteln von Finanzkompetenz nichts außer heißer Luft und sinnfreiem Wunschdenken.

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Man sollte zumindest erstmal versuchen den Kindern beizubringen nicht mehr auszugeben als sie zur Verfügung haben.

Das ist das A und O, bevor das Geldanlegen beginnen kann. Es gibt sicher Eltern, die das nicht können; sie können es also auch nicht ihren Kindern beibringen.

 

Es sollte ja nicht nur um Geldanlage gehen, sondern auch um Versicherungen, Kauf-, Kreditverträge usw., nicht vergessen: Riesterrente!

Wenn ein derartiger Unterricht, dann in der Berufsschule, kurz vorm Abi, wenn es konkreter mit der Zukunft wird.

Gekoppelt mit: Wie funktioniert die Wirtschaft? Welche Rolle spielen Banken? Was sind Gesellschaften (von GbR bis AG)?

 

Schule will man immer mehr - und schafft das auch - Dinge aufbürden, die eigentlich Elternsache sind.

Sie hat immer weniger Zeit , allen Schülern die elementaren Lernziele zu vermitteln.

"Elternsache" ist leicht gesagt. Aufgabe der Schule ist es, auf das Leben vorzubereiten.

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Bevor man sich gegen Ende der Schulzeit bzw. in der weiterführenden Ausbildung an solch konkrete Themen wie Geldanlage, Versicherungen, Vertragsabschluss usw. heranwagen kann,

braucht es erstmal die nötigen mathematischen Grundlagen, sowie ein gewisses Grundlagenwissen über Geld, Wirtschaft, den Markt, Vertragsrecht.

Solange die Kinder bzw. jungen Leute zu diesen Dingen keinen oder kaum persönlichen Bezug und somit Interesse haben, ist es wenig sinnvoll, ins Detail zu gehen.

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Solange die Mehrzahl der Schulabgänger weder Dreisatz noch Bruch- oder Prozentrechnung beherrscht, ist das Vermitteln von Finanzkompetenz nichts außer heißer Luft und sinnfreiem Wunschdenken.

 

Jepp, in den meisten Kulturen lernt man erst so ca. zwischen 16 und 30, wie man Geld verdient / einen Büffel umlegt / Fische fängt etc. Früher sind die Kinder geistig und körperlich nicht reif dafür, selbst wenn manche sich für Geld als Element des Erwachsenenlebens durchaus interessieren. Und ohne dass sie dafür reif sind, sind diese Informationen für sie nur ein Spielzeug. Das muss mit der Fähigkeit zusammentreffen, Geld zu verdienen.

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Es gibt durchaus viele erfolgreiche sponsorengestütze Initiativen, zum Beispiel "Jugend und Wirtschaft" (FAZ) oder "Finanztest macht Schule" (Stiftung Warentest). Soclhe PRogramme bilden Lehrer fort, stellen Unterrichtsmaterial und didaktische Begleitung bereit.

 

Aber es gibt einen Haufen Probleme:

 

1. Existierende Programme sind nur begrenzt verfügbar

 

2. Lobbyisten-Interessen bewegen sich eher in Richtung BWL in der Schule

 

3. Vor allem: Verbraucherwirtschaftlichen Aspekten dient kein eigenes Schulfach. In den meisten Bundesländern muss ein mehr oder weniger "Politik" genanntes Fach die Bereiche Politik, Gesellschaft, Volkswirtschaftslehre, private Finanzen, Recht, Ethik, Internationale Beziehungen,betriebswirtschaftliches Denken (z.B. Schülerunternehmen) und ökologische Probleme (Klimawandel und Antworten darauf etc.) abdecken. Dafür stehen dann 2 Wochenstunden zur Verfügung, die in den Oberstufen einiger Bundesländer nicht einmal für alle Schüler verpfichtend sind. Hauptsache, fürs Abi ist man gut in deutscher Literatur, Sport, einer beliebigen Naturwissenschaft (meistens Bio, weil es in der Schule am leichtesten ist), Religion, Kunst und Englisch. Das einzige Pflichtfach, in dem ein echter Anspruch verlangt wird, ist Mathematik. Da hat man dann zwar keine Ahnung von - und von der Welt oder Finanzen ohnehin nicht, aber wegen der ganzen Orchideenfächer trotzdem noch ein Abi von 1.0 - und ist damit idealer Kunde der Strukturvertriebe....

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Ich bin da grundsätzlich etwas zwiegespalten:

 

Einerseits denke ich, dass es Aufgabe der Eltern ist, die Kinder auf ein Leben in einer Gemeinschaft, Wirtschaft usw mit allem was dazugehört vorzubereiten. Dazu gehört eben auch der Umgang mit Geld, Krediten, Prioritätensetzung bei den Ausgaben.

 

Andererseits sehe ich viele Eltern, die dazu einfach nicht in der Lage sind, weil sie es selbst nicht besser können. Wenn man den Kinder dieser Eltern diese Fertigkeiten nicht in der Schule beibringt, haben sie kaum eine Chance - von wem sollten sie es sonst lernen?

 

Rückblickend auf meine eigene Schulzeit muss ich allerdings auch sagen, dass (schüler-)lebensfremde Dinge wie das Erstellen einer Steuererklärung mir nichts gebracht hätten, genausowenig, wie das Errechnen des Abbezahlens eines Kredites. Von daher wäre meine Idealvorstellung immer noch, dass Eltern den Kindern die Grundregeln des häuslichen Wirtschaftens beibringen (gibs nicht mehr aus als Du einnimmst, spar für große Anschaffungen langfristig an, führe Haushaltsbuch, setze Prioritäten, usw.), die Schule Ihnen gesellschaftlich relevante Zusammenhänge beibringt (also eher VWL als BWL), außerdem die Grundzüge des Rechtssystems sowie vielleicht ein wenig Gesellschaftsrecht, und ordentlich Mathematik lehrt. Dann kann man später bei Bedarf und Interesse auf dieser Basis aufbauen.

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Vielen Dank für die ganzen Antworten. :thumbsup:

 

Die Meinungen gehen ja schon etwas auseinander und so ganz einig ist man sich doch nicht, ob es wirklich etwas bringt und vor allem wie die richtige Umsetzung der frühzeitigen Aufklärung über das Thema Geldanlage in Schulen von statten geht.

 

Ich denke schon, dass es in der Schule ein eigenes Fach über das Thema Geldanlage geben sollte.

Es gibt durchaus viele erfolgreiche sponsorengestütze Initiativen, zum Beispiel "Jugend und Wirtschaft" (FAZ) oder "Finanztest macht Schule" (Stiftung Warentest). Solche Programme bilden Lehrer fort, stellen Unterrichtsmaterial und didaktische Begleitung bereit.

Danke ImperatoM. Deine vorgeschlagenen Initiativen sehen so auf den ersten Blick recht interessant aus.

 

Solange die Mehrzahl der Schulabgänger weder Dreisatz noch Bruch- oder Prozentrechnung beherrscht, ist das Vermitteln von Finanzkompetenz nichts außer heißer Luft und sinnfreiem Wunschdenken.

Jepp, in den meisten Kulturen lernt man erst so ca. zwischen 16 und 30, wie man Geld verdient / einen Büffel umlegt / Fische fängt etc. Früher sind die Kinder geistig und körperlich nicht reif dafür, selbst wenn manche sich für Geld als Element des Erwachsenenlebens durchaus interessieren. Und ohne dass sie dafür reif sind, sind diese Informationen für sie nur ein Spielzeug. Das muss mit der Fähigkeit zusammentreffen, Geld zu verdienen.

Das stimmt beides, nur sollte es doch eher so sein, dass in der Schule ein gewisses Grundwissen vermittelt werden sollte. Alles bis in das kleinste Detail zu behandeln wird schier unmöglich sein.

Ich denke eher daran, dass 1-2 mal die Woche einer in die Schule eingeladen wird, der dann eine Rede über dieses Thema Geldanlage, zusammen mit den Unterthemen Versicherungen, Aktien, Anleihen etc. hält.

Dieser sollte aber unabhängig sein und keine eigenen Interessen oder Lobbyismus vertreten. Nach dem erfolgten Unterrichtsende kann sich jeder eine Broschüre zu dem behandelnden Thema nehmen und in der nächsten oder übernächsten Unterrichtsstunde könnte man eine Klassenarbeit darüber schreiben, wenn dies überhaupt möglich ist. Projektarbeiten könnten auch ganz sinnvoll sein, oder man besucht einmal im Monat ab Klasse 8 ein Seminar zu dem Thema, was einen ganzen Tag lang geht.

 

Somit könnte man den Schülern den Weg in das Berufsleben deutlich erleichtern, da vor allem bei Berufseintritt, so kannte ich es aus eigener Erfahrung, einige ihre Policen etc. verkaufen wollen, obwohl man damit eher überfordert ist.

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Ich denke mal Unterricht in Geldanlagen ginge vielleicht etwas weit. Aber die Vermittlung von grundlegenden Kenntnissen was das Thema "Geld und Finanzen" angeht, gehört meiner Meinung nach auf jeden Fall in die Schule. Die meisten Deutschen sind Finanz-Analphabeten. Grundlagen zum Thema Geldanlage gehören da sicher auch dazu. Aber für Junge Menschen sind wahrscheinlich meist erst mal andere Themen wichtiger. Kostenfallen durch Handy-Abos, Ratenzahlungen, Kredite, etc. sind wahrscheinlich noch wichtiger. Wie mache ich eine grobe Finanzplanung, was für Versicherungen sind wichtig, wie trete ich Banken, Versicherungen, Finanzvermittlern, etc. gegenüber .... es geht nicht darum, hier jemanden zum Finanzexperten zu machen. Es geht um Grundwissen. Und die Jugendlichen sollten lernen, grobe Fehler zu vermeiden und nicht völlig ahnungslos ins Leben zu starten.

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. Und die Jugendlichen sollten lernen, grobe Fehler zu vermeiden und nicht völlig ahnungslos ins Leben zu starten.

 

 

Wenn sie zuhören und anwesend sind.

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Habe ich gerade zugeschickt bekommen und passt glaube ich gut hier her:

 

Jeder 5.zwischen 14 und 24 Jahren hat ein Tagesgeld- oder Festgeldkonto

 

(Bundesverband deutscher Banken)

 

 

42% der Deutschen legen Geld für die Altersvorsorge zurück

 

(Verbraucheranalyse 2012)

 

 

72% verlassen sich bei Finanzentscheidungen nur auf sich selbst

 

(TNS)

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Rückblickend auf meine eigene Schulzeit

Mein Neffe hat letztens von seiner "normalen" Realschule aus an einem Börsenspiel teilgenommen, also virtuell Aktien gehandelt usw. Soweit ich weiß, hat die ganze Klasse da mitgemacht.

 

Von daher wäre meine Idealvorstellung immer noch, dass Eltern den Kindern die Grundregeln des häuslichen Wirtschaftens beibringen (gibs nicht mehr aus als Du einnimmst, spar für große Anschaffungen langfristig an,

Bei meinem Vater konnten wir Kinder früher unser Taschengeld, bzw. Teile davon, zu 1% Zinsen pro Monat anlegen. Und haben die Zinsen dafür jeweils selbst ausgerechnet.

Sein Enkel bekommt jetzt "nur noch" 0,85% pro Monat von ihm, damit es schwieriger zu rechnen ist.:D (natürlich ohne Taschenrechner!)

 

Um nur mal zwei Beispiele zu nennen.

Gruß, Michael

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In einigen Bundesländern ist das Thema durchaus in entsprechenden Fächern verankert. Beispielsweise im Fach Wirtschaft an Hauptschulen, Realschulen und Oberschulen in Niedersachsen:

 

Ausschnitthaft und unvollständig am Beispiel Realschule:

 

Klasse 8:

 

Fachwissen: Die Schülerinnen und Schüler beschreiben die Bedeutung des Geldes. [...] beschreiben Möglichkeiten der Verwendung von Einkommen.

 

Erkenntnisgewinnung: Die Schülerinnen und Schüler analysieren die verschiedenen Funktionen des Geldes im Wirtschaftsprozess. [...] untersuchen das Spannungsfeld zwischen verfügbaren Mitteln und Konsumwünschen. [...] erklären den Zusammenhang zwischen Einkommensentstehung und verwaltung. [...] untersuchen Formen des Konsums und Sparens und erklären die Bedeutung des Taschengeldparagraphen für Kinder.

 

Beurteilung / Bewertung: Die Schülerinnen und Schüler diskutieren die Funktionen des Geldes am Beispiel des Naturaltausches. [...] entwickeln einen Haushaltsplan bei begrenzten Mitteln und begründen ihn.

 

Klasse 10:

 

Fachwissen: Die Schülerinnen und Schüler beschreiben wesentliche Schadensrisiken und deren Absicherung durch Individualversicherungen.

 

Erkenntnisgewinnung: Die Schülerinnen und Schüler untersuchen Möglichkeiten der Absicherung von Schadensrisiken.

 

Beurteilung / Bewertung: Die Schülerinnen und Schüler untersuchen diskutieren Vor- und Nachteile privater Absicherung. [...] untersuchen entwickeln ein persönliches Vorsorgekonzept und begründen es.

 

Das Thema Geld spielt dabei durchaus eine Rolle, auch wenn die Formulierung hier erstmal in Richtung Versicherungen deutet. Themen wie Abofallen, Umgang mit Handys usw. werden auch behandelt, z.T. aber nicht im Fach Wirtschaft, sondern bspw. auch in Politik. Eigenartigerweise kommt es hierbei in Niedersachsen zu thematischen Überschneidungen, z.B. im Bereich Sozialversicherungen. Aber das gehört hier ja nicht unbedingt her.

 

Problematisch bleibt die Behandlung des Themas natürlich immer, weil in der Schule beinahe zwangsläufig nicht mit realen Budgets und Lebenssituationen gearbeitet werden kann und dieses Thema an der konkreten Lebenswirklichkeit der Schüler zum gegebenen Zeitpunkt vorbeigeht. Sprich: Es ist zu diesem Zeitpunkt nicht relevant für die Schüler und sie interessieren sich i.d.R. nicht dafür. Mal ehrlich: Wer hat sich mit 14/15/16 für Geldanlage und Versicherungen interessiert? Ehrlich? Ich eher für Mädchen, Musik und Mopeds.

 

Entgegengesteuert durch eine gewisse Praxisorientierung wird bei uns z.B. mit zweierlei Methoden: Schülerfirmen, die reale Produkte erstellen und reale Budgets verwalten und verplanen müssen, sowie durch die Teilnahme an Börsenspielen, die diverse Banken anbieten. Dort wird zwar mit "Spielgeld" gearbeitet, aber man lernt manchmal auf die harte Tour, wie schnell 50T Euro flöten gehen können, die man eben schön in Facebook-Aktien versenkt hat. Davon kann durchaus etwas für's spätere Leben hängenbleiben.

 

Die Grundfrage, welche Aufgaben Schule alle stemmen soll und welche Rolle hierbei Lobbyverbände spielen dürfen sollten, lasse ich hier mal bewusst im Raum stehen.

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Jeder 5.zwischen 14 und 24 Jahren hat ein Tagesgeld- oder Festgeldkonto

Die Altersspanne ist viel zu groß, um daraus vernünftige Rückschlüsse auf Schüler ziehen zu können.

 

Des weiteren stellt sich die Frage, ob die Jugendlichen das aus eigenem Antrieb eingerichtet und bestückt haben, oder ob das z.B. Patentante oder -onkel waren.

 

Gar nicht so einfach, solche Statistiken richtig zu interpretieren.

Gruß, Michael

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Posted · Edited by RichyRich

Die Altersspanne ist viel zu groß, um daraus vernünftige Rückschlüsse auf Schüler ziehen zu können.

 

Des weiteren stellt sich die Frage, ob die Jugendlichen das aus eigenem Antrieb eingerichtet und bestückt haben, oder ob das z.B. Patentante oder -onkel waren.

 

Gar nicht so einfach, solche Statistiken richtig zu interpretieren.

 

Selbstverständlich ist Dein Einwand richtig. Allein die Tatsache, dass diese junge Zielgruppe von diesen beiden alternativien (für uns WPFler wahrscheinlich pprimären)

Sparformen gehört haben, finde ich aber durchaus interessant.

 

Die anderen beiden Ergebnisse fand ich dagegen noch interessanter. Wie hoch wird die Zahl der Deutschen, die privat für´s Alter vorsorgen sein, wenn die heutigen

Grundschulkinder ins Berufsleben eintreten? Wieviel % der Deutschen wird dann ihre Finanzentscheidungen alleine treffen?

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72% verlassen sich bei Finanzentscheidungen nur auf sich selbst

 

(TNS)

 

Man kann sich auch auf sich selbst verlassen, indem man dem Ganzen - mehr oder minder - ganz fern bleibt.

 

Gruß

-man

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Jeder 5.zwischen 14 und 24 Jahren hat ein Tagesgeld- oder Festgeldkonto

Die Altersspanne ist viel zu groß, um daraus vernünftige Rückschlüsse auf Schüler ziehen zu können.

 

Des weiteren stellt sich die Frage, ob die Jugendlichen das aus eigenem Antrieb eingerichtet und bestückt haben, oder ob das z.B. Patentante oder -onkel waren.

 

Gar nicht so einfach, solche Statistiken richtig zu interpretieren.

Gruß, Michael

 

Ich glaube, die Antwort kennt jeder.

Wichtig ist, dass Kinder dazu angeleitet werden, zu sparen , zu verzichten, um nach einiger Zeit selbst Dinge zu finanzieren.

Dass sie später selbst Interesse und Spaß daran haben, kleine Geschäfte zu machen, preiswert einzukaufen und bei teuren Dingen darauf verzichten.

Auch bei kleinem Geld bleibt dann immer etwas übrig.

Im Normalfall bleibt nie etwas übrig. Da ist Kiddy schon nach kurzer Zeit blank. Wenn dann Eltern oder die Großeltern immer wieder aushelfen, dann ist jeder Unterricht in der Schule für die "Katz".

 

Meine Geschwister und ich haben Geldanlage im armen Elternhaus gelernt.

 

Am besten lernt man immer durch Vorbilder. Die werden in unserer Wegwerfgesellschaft aber immer weniger.

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Man kann sich auch auf sich selbst verlassen, indem man dem Ganzen - mehr oder minder - ganz fern bleibt.

Ja, denke ich auch.

 

Zu Eltern und ihre Aufgabe, die Kinder entsprechend zu erziehen. Ab einem gewissen Alter war ich über die finanzielle Situation meiner Eltern informiert, musste Banksachen für sie erledigen, usw. Ich war später immer überrascht, wenn ich mitbekam, dass Leute nicht wussten, wie viel ihre Eltern verdienen, und erst recht nicht, wie viel sie irgendwie, irgendwo haben. Geld ist scheinbar tabu in Familien. Wie sollen Kinder dann von den Eltern lernen?

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Zu Eltern und ihre Aufgabe, die Kinder entsprechend zu erziehen. Ab einem gewissen Alter war ich über die finanzielle Situation meiner Eltern informiert, musste Banksachen für sie erledigen, usw. Ich war später immer überrascht, wenn ich mitbekam, dass Leute nicht wussten, wie viel ihre Eltern verdienen, und erst recht nicht, wie viel sie irgendwie, irgendwo haben. Geld ist scheinbar tabu in Familien. Wie sollen Kinder dann von den Eltern lernen?

 

Tabu

 

Gruß

-man

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Anbei mal eine "Unterrichtseinheit" zum Thema finanzielle Allgemeinbildung.Kann man sich selbst mal ein Bild machen,ich persönlich finde es nicht schlecht für den Anfang.

UE_Finanz-Allgemein_2011_final-online.pdf

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Posted · Edited by ImperatoM

Anbei mal eine "Unterrichtseinheit" zum Thema finanzielle Allgemeinbildung.Kann man sich selbst mal ein Bild machen,ich persönlich finde es nicht schlecht für den Anfang.

 

Mh, also mit einer "Unterrichtseinheit" hat das ja mal nicht viel zu tun - außer den Titel...

Eigentlich ist es eine reine Materialsammlung mit ein paar Aufgaben geschmückt - aber dafür eine, die nicht eine Unterrichtseinheit, sondern eher ein ganzes Halbjahr füllen würde. Eine nette, teilweise etwas ausufernde, Materialgrundlage vielleicht, aber wo soll die Zeit dafür herkommen?

 

.

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