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Gerald1502

Frühzeitige Aufklärung über das Thema "Geldanlage" in der Schule

Empfohlene Beiträge

poppi

 

Mh, also mit einer "Unterrichtseinheit" hat das ja mal nicht viel zu tun - außer den Titel...

Eigentlich ist es eine reine Materialsammlung mit ein paar Aufgaben geschmückt - aber dafür eine, die nicht eine Unterrichtseinheit, sondern eher ein ganzes Halbjahr füllen würde. Eine nette, teilweise etwas ausufernde, Materialgrundlage vielleicht, aber wo soll die Zeit dafür herkommen?

 

So sieht das aus. Viel Material, aber gerichtet auf Sek II und verbunden mit einem massiven Zeitbedarf. Viel schlimmer jedoch: Spätestens ab Komplex 5 schlackern mir die Ohren, vor allem wenn ich die Materialien M48-M50 so lese. DVAG-Werbeveranstaltung oder habe ich was übersehen? Wobei ich zugebenermaßen die Materialsammlung insgesamt nur überflogen habe. Solche Danaergeschenke gehen mir erheblich auf den Senkel.

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Gerald1502

Mh, also mit einer "Unterrichtseinheit" hat das ja mal nicht viel zu tun - außer den Titel...

Eigentlich ist es eine reine Materialsammlung mit ein paar Aufgaben geschmückt - aber dafür eine, die nicht eine Unterrichtseinheit, sondern eher ein ganzes Halbjahr füllen würde. Eine nette, teilweise etwas ausufernde, Materialgrundlage vielleicht, aber wo soll die Zeit dafür herkommen?

So sieht das aus. Viel Material, aber gerichtet auf Sek II und verbunden mit einem massiven Zeitbedarf. Viel schlimmer jedoch: Spätestens ab Komplex 5 schlackern mir die Ohren, vor allem wenn ich die Materialien M48-M50 so lese. DVAG-Werbeveranstaltung oder habe ich was übersehen? Wobei ich zugebenermaßen die Materialsammlung insgesamt nur überflogen habe. Solche Danaergeschenke gehen mir erheblich auf den Senkel.

Nun, die Anfangsinformationen sind ja ok, aber wie schon im Anfangsbeitrag von mir erwähnt, ist die DVAG der größte Sponsor und da kommt einem schon der Gedanke der Eigeninteresse. Ich bin mir aber sicher, dass Matthew sich nur auf das Material bezogen hat und die DVAG darin einmal ausgeblendet hat, obwohl er es bestimmt auch nicht gutheißt, wenn ein großer Finanzdienstleister da groß dabei ist. Es könnte aber auch sein, dass sich einige dadurch kritisch im Internetzeitalter damit auseinander setzen und die Vor- und Nachteile herausfinden wollen.

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35sebastian

@Gerald

wer die UE in Beitrag 24 bis zum Ende liest, weiß, was diese eigentlich bezwecken.

Früher durfte immer die heimische Stadtsparkasse kostenlos in der Schule werben, obwohl bekanntlich Werbung in der Schule verboten ist..

Aber beim Thema Geld gilt das wohl nicht.

Erwachsene sind deshalb heutzutage noch Kunden der Sparkassen und Volksbanken, weil sie schon als Kinder durch die gute Aufklärung in der Schule zum Sparen angeregt wurden.

Wenns um Geld geht, Sparkasse.

Zur Geburt gab es schon ein kostenloses Sparbuch mit 5 Mark Einlage. (Die Kündigung war aber nicht kostenlos!!)

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Matthew Pryor
· bearbeitet von Matthew Pryor

Absolut wertfrei.Das Hochladen dient rein informativen Zwecken und die Dateien sind über die Homepage vom Handelsblatt frei verfügbar.Das ein Finanzdienstleister wie die DVAG nicht der Finanzdienstlehrmeister unseres Nachwuchses sein kann,sollte jedem halbwegs informierten User hier klar sein.Gerald hat gesagt,was gesagt werden muss(te):

Ich bin mir aber sicher, dass Matthew sich nur auf das Material bezogen hat und die DVAG darin einmal ausgeblendet hat, obwohl er es bestimmt auch nicht gutheißt, wenn ein großer Finanzdienstleister da groß dabei ist. Es könnte aber auch sein, dass sich einige dadurch kritisch im Internetzeitalter damit auseinander setzen und die Vor- und Nachteile herausfinden wollen.

Was andere darin sehen möchten/müssen,bleibt Ihnen überlassen.

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HanniVector

Die Hoffnung, dass ein solcher Unterricht prinzipiell ohne Lobbyismus auskommen würde halte ich gelinde gesagt für Naiv. Mal ganz Ehrlich: ein Großteil der Erwachsenen ist beim Thema Geld massiv überfordert - wieso sollten da gerade die Lehrer die das beibringen sollen mehr Wissen in diesem Bereich haben als andere Erwachsene? Zumindest ein Großteil der Lehrer würde sich somit mangels Erfahrung dann eben genau auf solche Unterrichtsmaterialen verlassen und damit Tür und Tor für Lobbyismus-Verbände in die Schulen öffnen.

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Ramstein

Heute Morgen habe ich im Radio eine Sendung über den Esoterik-Markt in Deutschland gehört: 25-30 Milliarden pro Jahr. Braucht man dazu nicht auch eine Unterrichtseinheit? Wenn nein, wieso nicht?

 

Ernsthaft: ich halte es für völlig illusorisch zu glauben, der breiten Masse der Schüler könnte "Finanzwissen" eingetrichtert werden. Wer es doch glaubt, sollte mal in seinem Bekanntenkreis den Pädagogen aller Art folgende einfache Frage stellen: "Was ist bei 3.000 Euro angelegten Geld besser: erst 20% Gewinn und dann 20% Verlust oder erst 20% Verlust und dann 20% Gewinn?" Thema durch. Leider. Aber wahr.

 

Was man in der Schule lernen sollte, ist einfachstes Grundwissen:

Wenn du etwas nicht verstehst, brauchst du unabhängigen(!) Rat. Unabhängige Ratgeber verfolgen nicht eigene Interessen, sondern werden von dir(!) für ihren Rat bezahlt. Gegenbeispiel: Bankberater, Versicherungsvertreter, Gebrauchtwagenverkäufer, "gute Freunde" im Strukturvertrieb, etc. Relativ gute Anlaufstellen: Verbraucherzentralen, Versicherungsmakler, echte Honorarberater.

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Ramstein

Berlins teure Analphabeten

 

In der vierten Klasse kann in Berlin jeder vierte Schüler so gut wie gar nicht lesen oder rechnen. Einer der Gründe: Das Wort Leistung gilt mancherorts geradezu als Verstoß gegen die Menschenrechte.

 

Wenn man andere Großstädte testet, deren Sozialstruktur ähnlich ist wie die von Berlin, sind die Ergebnisse besser. Die Schulen müssen nur in einem anderen Bundesland liegen, schon geht es. Und in Berlin können sogar die Akademikerkinder schlechter lesen als Akademikerkinder anderswo. Es liegt an der Berliner Schulpolitik, dies darf als erwiesen gelten, Entschuldigungen und Ausreden funktionieren nicht.

 

In der Zeit" haben die Tester sich zu möglichen Ursachen des Desasters geäußert. Insgesamt gebe es dort, wo die Schule ins Desaster führt, vor allem zu wenig Leistungsorientierung. Das Wort Leistung" gilt ja mancherorts geradezu als Verstoß gegen die Menschenrechte. Lehrer sollen keine Fehler korrigieren, Lehrer sollen keine Noten geben, weil sie damit womöglich Kinderseelen verletzen.

 

Die Tester sagen, dass es immer schwieriger wird, Testaufgaben zu finden. Es gibt einfach keine Fragen mehr, die so einfach sind, dass man sie allen Berliner Grundschülern vorlegen könnte. Vielleicht, das ist meine Idee, könnte man den Berliner Kindern eine 1" zeigen und sie dann angstfrei und autonom darüber diskutieren lassen, ob es sich bei diesem Symbol um eine Zahl oder einen Buchstaben handelt.

Wenn ich das so lese, sollte man eine Strukkibude in Berlin gründen. tongue.gif

Ach nee: die leben dann alle von HartzIV und haben keine Kohle.sad.gif

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postguru

dann vakoofste eben nur Riester und schickste zum Shopcenter und sagst die zahlen dad schon (muss ja nicht stimmen)

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Akaman

Wer meint, Lehrer und Lehrpläne könnten das Verhalten von Menschen entscheidend beeinflussen, hat sich noch nicht ausreichend mit der Materie beschäftigt.

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ImperatoM

Wer meint, Lehrer und Lehrpläne könnten das Verhalten von Menschen entscheidend beeinflussen, hat sich noch nicht ausreichend mit der Materie beschäftigt.

 

Lehrpläne vielleicht nicht, aber Lehrer tun das jeden Tag!

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poppi

Falls da Missverständnisse aufgekommen sein sollten: Ich habe oben nicht Matthew kritisiert, sondern ausschließlich das Material und vielmehr eigentlich noch seine Herausgeber - dass sich Wissenschaftler einer Uni für so was hergeben, ist schon bitter.

 

Ich klinke mich dann auch mal aus, da die Diskussion sowieso so langsam wieder ins billige Lehrerbashing abgleitet. Schade, schade.

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35sebastian

Wer meint, Lehrer und Lehrpläne könnten das Verhalten von Menschen entscheidend beeinflussen, hat sich noch nicht ausreichend mit der Materie beschäftigt.

 

Lehrpläne vielleicht nicht, aber Lehrer tun das jeden Tag!

 

Ich stimme mehr der Meinung von Akaman zu.

Lehrer versuchen zwar jeden Tag, das Verhalten der Schüler zu beeinflussen, einige haben damit auch großen Erfolg, den meisten gelingt es aber nicht.

Problemschulen gibt es nicht nur in Berlin, sondern überall.

 

Wer die Misere den faulen und unfähigen Lehrern anlasten will, hat das Problem in seiner Komplexität nicht verstanden. An anderer Stelle wurden schon vertiefendere Analysen geliefert.

Diese möchte ich nicht weiter aufgreifen und weiter erörtern, da sie vom Thema wegführen.

 

Nur eins: Schule kann nur dann seinen Auftrag erfüllen, wenn Eltern ihre Kinder auf Schule vorbereiten und sie auf diesem Weg begleiten.

Probleme mit Kindern sind "hausgemacht" . Wissensvermittlung in Sachen "Geldanlage" ist vergeudete Zeit, wenn der vernünftige Umgang mit Geld nicht gelebt bzw. vorgelebt wird.

Schule kann dieses Verhalten nicht entwickeln, nur begleitend unterstützen. Erziehung ist eindeutig Sache der Eltern.

Und wenn sie das nicht leisten können oder wollen, dann werden die Kinder gleiche oder ähnliche Probleme mit Geld haben.

Das zeigen Erfahrungen und Untersuchungen.

Man kann darüber jammern soviel man will, das ist so , bleibt so und wird wahrscheinlich immer schlimmer.

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Akaman

da die Diskussion sowieso so langsam wieder ins billige Lehrerbashing abgleitet.

Das kann ich nicht erkennen. Wie kommst du darauf?

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hugolee

Im Thread wurde es schon angesprochen.

Vieles wird mittlerweile vom Elternhaus auf Kita oder Schule übertragen.

 

Konkret werden immer jüngere Kinder in Kitas geschickt. Die Erzieherinnen sollen dann den Kindern beibringen wie man sauber wird.

Früher wurden gar keine Kinder in den Kitas angenommen, die nicht sauber waren...

Heute müssen alle Frauen ganz schnell wieder arbeiten, ob das gut ist für die Kinder.

Die fehlende Nestwärme der Eltern für die Kinder wird sich eventuell ein ganzes Leben lang bemerkbar machen, da einfach die enge Bindung zu den Eltern fehlt.

Wenn die Eltern dann im Rentenalter sind, könnte es durchaus so kommen, dass die Kinder dann Ihre Eltern auch abschieben.

 

Das ganze ist vielleicht etwas überspitzt, aber durchaus mal was zum Nachdenken.

 

 

Zum Thema:

Als Eltern tut man sich auch bei so einem Thema schwer, wenn man es nicht vorleben kann.

Um den richtigen Geldumgang vorzuleben muss meiner Meinung nach gewährleistet sein, dass die Eltern ein entsprechendes Einkommen haben.

Denn ich kann den Kindern nur dann beibringen zu sparen, wenn ich das nicht unter zwanghaftem sparen machen MUSS.

 

Natürlich muss man sich und den Kindern auch mal was gönnen.

Zum Beispiel wenn man ein Eis essen geht. Aber hier ist es auch wichtig, dass die Kinder erfahren, dass so etwas nicht selbstverständlich und tagtäglich der fall ist.

Es genügt schon, dass man mit den Kindern an deren Spardose geht und denen zeigt wie viel deren Eis bzw. das Eis für die ganze Familie gekostet hat.

 

Unsere beiden Jungs 7 und 4Jahre alt.

Vor 2Jahren haben wir einen neuen Trettraktor angeschafft, der von uns bezahlt wurde.

Die beiden wollten natürlich noch einen Anhänger haben. 100Euro kostet der Anhänger.

Wir haben gesagt, dass sie das Geld selbst sparen müssen um sich einen Anhänger zu kaufen.

Als das Geld gespart war, haben wir den Hänger gekauft.

Da waren beide mächtig stolz.

 

Dieses Sparen hat unseren Kleinen anscheinend verinnerlicht.

Dein Geld für die Kirmes spart er und gibt es nicht für Süssigkeiten aus oder sonstiges.

NEIN, er will sich ein BMX-Rad kaufen. Er ist wie schon erwähnt 4Jahre alt.

Das finde ich echt erstaunlich.

 

Der große möchte sich demnächst ein Gesellschaftsspiel kaufen und spart dafür.

 

 

Ich hoffe, dass wir den Geldumgang unseren Kindern richtig beibringen.

Dass sie nicht Ihr Taschengeld beim Bäcker für Heftchen, Süsses und Aufkleber ausgeben.

Natürlich sollen sie sich sows auch mal holen.

Aber sie sollen auch immer ein Ziel haben und es nicht aus den Augen verlieren.

 

Ich wünsche allen Eltern viel Erfolg bei der Durchführung!!

 

hugolee :thumbsup:

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Maikel
Früher wurden gar keine Kinder in den Kitas angenommen, die nicht sauber waren...

Heute müssen alle Frauen ganz schnell wieder arbeiten, ob das gut ist für die Kinder.

"Müssen" oder "wollen"?

Es wird sicherlich beides geben, und auch diverse Zwischenstufen.

 

Ich werde allerdings den Eindruck nicht los, daß viele Eltern gerne wesentliche Teile der lästigen Erziehungsarbeit auf Kitas etc. abschieben, und lieber im "sauberen" Büro ihre Karriere pflegen.

 

Vor 2Jahren haben wir einen neuen Trettraktor angeschafft, der von uns bezahlt wurde.

Die beiden wollten natürlich noch einen Anhänger haben. 100Euro kostet der Anhänger.

Wir haben gesagt, dass sie das Geld selbst sparen müssen um sich einen Anhänger zu kaufen.

Als das Geld gespart war, haben wir den Hänger gekauft.

Da waren beide mächtig stolz.

Inwieweit unterstützt ihr denn dieses Sparen? Ich hatte es in diesem Thread schon erwähnt, wir haben früher von meinem Vater 1% Zinsen pro Monat bekommen, für das Geld, das wir bei ihm sparten.

 

Gruß, Michael

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35sebastian

hugolee,

Glückwunsch. Weiter so!

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hugolee

...

Inwieweit unterstützt ihr denn dieses Sparen? Ich hatte es in diesem Thread schon erwähnt, wir haben früher von meinem Vater 1% Zinsen pro Monat bekommen, für das Geld, das wir bei ihm sparten.

 

Gruß, Michael

 

Das ist keine schlechte Idee, vielleicht kann man sowas auch einführen.

Werd ich mir mal überlegen. Danke für den Tipp

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