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Onassis

Massenpsychologie an der Börse

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Onassis
Posted · Edited by Onassis

Warum fallen die Kurse immer schneller...

Warum fällt der DAX, wenn der Nikkei fällt?

Warum steigen jetzt die Kurse, obwohl alle Unternehmen Verluste machen?

Warum...

 

Ein Hauptphänomen an der Börse ist das Massenverhalten der Anleger.

- The trend is your friend

- Greife nie in ein fallendes Messer

- Wer gegen den Strom schwimmt geht unter

- etc., etc.

Es gibt ein Buch mit dem Namen "Psychologie der Massen" von Gustave LeBon

 

Diese Buch ist bereits seit Jahrzehnten in alle Weltsprachen übersetzt worden.

Eine Grundlektüre für jeden Börsianer, besonders deshalb weil sich die Massenpsychologie nicht nur auf die Börsianer bezieht, sondern auf alle Menschen!

 

Es ist eine sehr schwere Kost, nicht zum Einschlafen geeignet - aber eins der interessantesten Bücher über Massenpsychologie

die ich je in meinem Leben gelesen habe!!

 

Hier eine Rezension aus "das Buch der 1.000 Bücher" - ein Werk in dem die wichtigsten Bücher von allen Nationen, aus diversen Zeitaltern und allen Denkströmungen aufgezählt sind.

 

Die Psychologie der Massen

OT Psychologie des foules OA 1895 Form Sachbuch Bereich Soziale Psychologie

 

In seiner Psychologie der Massen stellt Gustave Le Bon die Grundbegriffe des Massenverhaltens dar und gilt somit als Begründer der Massenpsychologie.

Entstehung: Unter dem Eindruck eines grundlegenden Wertewandels der westlichen Gesellschaft sowie der wachsenden politischen Macht der Masse, der »jüngsten Herrscherin der Gegenwart«, entschloss sich Le Bon zu einer Untersuchung dieses Phänomens. Er verstand sein Werk als die erste systematische Auseinandersetzung mit der Masse als psychologisch erfassbarem Gegenstand.

 

Inhalt: Die radikale Grundthese von Le Bon lautet, dass die Masse eine Abart der rationalen menschlichen Existenz sei. So seien die negativen Erscheinungen des Massenverhaltens neben strukturellen (der Hoffnung auf Straffreiheit) vor allem psychologischen (dem Vorherrschen des Unbewussten) Elementen zuzuschreiben.

Als mitentscheidender Faktor für Massenverhalten spielt für Le Bon immer auch seine Rassentheorie eine bedeutende Rolle, in denen er darwinistische Bestandteile mit seinen Vorstellungen von »Nationalcharakter« kombiniert. So meint er feststellen zu können, dass z. B. bei den »lateinischen Massen« in besonderem Maße Intoleranz vorherrsche. Schwieriger einzuordnen sind Le Bons gelegentliche Hinweise auf die positive Wirkung der Masse. Teils äußert der Autor ausdrückliches Lob (»Frönen also die Massen oft niedrigen Instinkten, so bieten sie oft wieder ein Beispiel hochsittlichen Verhaltens«), teils sieht er in der Masse eine nützliche Funktion (»Ist das Gebäude einer Zivilisation wurmstichig geworden, so sind es stets die Massen, welche dessen Zusammensturz herbeiführen«). Le Bons Argumentation bleibt insgesamt dem zyklischen Geschichtsverständnis verhaftet. Davon zeugt seine Vorstellung von der notwendigen Ablösung der Demokratie durch die Tyrannei.

 

Aufbau: Im Aufmarsch der Massen sieht Le Bon eine allgemeinmenschliche Erscheinung und nimmt im ersten Buch seines dreiteiligen Werks eine Darstellung charakteristischer Merkmale der Massenseele vor. Als Erklärung für das Massenverhalten stellt der Soziologe zunächst das »psychologische Gesetz der seelischen Einheit« auf, indem er erklärt: »In der Kollektivseele verwischen sich die intellektuellen Fähigkeiten und damit die Individualität der Individuen«. Da also die Intelligenz der Einzelnen nivelliert werde, ist es »die Dummheit, nicht der geist, was sich in den Massen akkumuliert«. Aus diesem Grund benähmen sich Einzelne bisweilen in der Masse, wie sie es als Individuen nie tun würden.

Im Anschluss versucht Le Bon »Gefühl und Moral der Massen«, ihre Impulsivität und Intoleranz, ihren Autoritarismus und Konservativismus zu erklären - Eigenschaften, welche die Masse zum geeigneten Spielball von Demagogen machen. Nach Le Bon besitzt die Masse eine eigene Sittlichkeit, die dazu führe, dass die Interessen Einzelner den Interessen der Gemeinschaft untergeordnet werden, was das oft heroische Verhalten der Masse erkläre.

Im zweiten Buch geht Le Bon auf die spezifischen Einflussfaktoren, auf die Anschauungen der Masse sowie auf die Eigenschaften der »Führer der Massen« ein. Die aufgezeigten Methoden der Kontrolle und die Rolle des Prestige wirken angesichts der totalitären Geschichte des 20. Jahrhunderts geradezu prophetisch. Im dritten Buch unternimmt Le Bon schließlich eine Klassifizierung und Beschreibung der verschiedenen Formen der Massen.

Wirkung: Die Psychologie der Massen war lange Zeit das Standardwerk zum Massenverhalten. So bezog sich Sigmund R Freud in seinen Arbeiten zur Massenpsychologie explizit auf Le Bon. Ernüchternd ist allerdings die Annahme, dass sich Adolf H***** die von Le Bon aufgeführten pragmatischen Methoden der Massenzähmung zu Eigen gemacht hat. Das Werk bietet eine nach wie vor faszinierende soziologische Studie sowohl der »Masse« wie auch der Gedankenwelt ihres Kritikers. B. A.

 

Kurzbeschreibung:

Das in alle Weltsprachen übersetzte Buch des französischen Arztes und Soziologen erschließt die Gesetzmäßigkeiten des Ablaufs von Massenbewegungen und die Möglichkeiten, darauf Einfluß zu nehmen.

Ich kann jedem nur stark empfehlen dieses Buch zu lesen !!

Ihr werdet die Börse in einem Licht sehen, wie wenn ihr von einem anderen STern kommen würdet!

 

Onassis

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DerFugger
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- The trend is your friend

- Greife nie in ein fallendes Messer

- Wer gegen den Strom schwimmt geht unter

- etc., etc.

 

Ich kenne da auch noch ein paar wichtige sozialpsychologische Theoreme, ohne deren Beherzigung man an der Börse ( und im wirklichen Leben ) keinen großen Erfolg haben wird :

 

-Der Ball ist rund, und ein Spiel dauert 90 Minuten

-Nach dem Spiel ist vor dem Spiel

-Der nächste Gegner ist immer der schwerste

-Entscheidend ist auf'm Platz

 

Entwickelt wurden diese kulturphilosophischen Einsichten von Sepp Herberger, einem der wichtigsten Denker des 20. Jhds. ;)

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Toni
Posted

Hallo Onassis,

 

ich denke, Du hast da ein wichtiges Buch in der Hand. Es ist soweit ich

weiss ein Klassiker und IMO sollte jeder Börsianer es gelesen haben.

 

Die Psychologie ist IMO z.B. ein weitaus wichtigeres Thema als z.B. die

Mathematik. Für Leute, die an der Börse Erfolg haben wollen.

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bond
Posted

Klingt super das Buch, aber auch sehr schwer. Werde mir das Buch mal genauer anschauen. :thumbsup:

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Hubert
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An der Börse handelt es sich um eine Anpassung der eigenen Strategie an jene, welche durch den Kapitalfluß auch tatsächliche Erfolge bringt ("Anpassung an Trends"). Als Beispiel: wer in Japan mit dem eingebürgerten Argument, langfristig sei mit Aktien nur zu gewinnen, von 1990 bis 1998 Aktien kaufte, hat kein angemessenes Gleichgewicht zwischen Individualität und Konformität gefunden. Eine solche Person hat damit zum eigenen Nachteil die eigenen Handlungen dem vorherrschenden Trend nicht angepasst. Bis eine solche Person der statistischen Aussage, langfristig sei mit Aktien nur zu gewinnen, aus eigenem Erlebnis zustimmen kann, werden Jahre, wenn nicht Jahrzehnte vergehen.

 

Der Anpassungsprozess vollzieht sich über die Identifikation mit Gruppenführern. Man identifiziert sich mit Konzepten, wie z.B. Value Investing, Growth Investing, Momentum Investing, passives Investieren usw.

Anleger neigen dazu, sich jene Figuren zum Vorbild zu nehmen, die als attraktive Bannerträger eines internalisierten Anlagekonzeptes bekannt sind, wie z.B. Abbey Cohen, Warren Buffet, Ralph Acampora, u.a.m..

Oder sie folgen Journalisten...

 

Gruppen koalieren zu Parteien, wenn sie über verschiedene methodische Zugänge zu einer weitgehend übereinstimmenden Hypothese der Zukunft gelangen.

Je homogener die aus verschiedenen Gruppen gebildete Koalition, um so stärker und nachrichtenunabhängiger ist ein Trend. (Cortés)

 

Wenn nun diese Partei beginnt zu zerfallen, wenn die ersten nervös werden und zur Gegenseite wechseln, ist der jeweilige Markt "reif". Dann wird von Berichterstattern jedes noch so eigenartige Argument benutzt, die Änderung im Massenverhalten zu begründen.

Doch es ist ganz simpel: Wenn die Masse des Geldes meint, der Markt sei "reif" und bereit ist, die Seite zu wechseln, wird jeder, der beim Seitenwechsel beobachtet wird, eine Massenbewegung auslösen, indem er andere zum Seitenwechsel animiert. Irgendwann rennt die ganze Herde zur anderen Seite.

Da hilft nur: "If you panic, panic first!"

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cubanpete
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Da hilft nur: "If you panic, panic first!"

 

Einer der wichtigeren Sprüche, die ich auf die harte Tour begreifen musste: der erste verdiente Dollar ist immer der teuerste.

 

Das heisst, er kann auch schon mal zwei Dollar kosten :(

 

Weitere Sprüche der selben Art: es gibt immer frühe Bären in einem Bärenmarkt und frühe Bullen in einem Bullenmarkt. Aber die wenigsten davon verdienen Geld, weil sie nicht die Geduld oder das Kapital haben, stillzusitzen.

 

Massenpsychologie alleine erklärt noch nicht das Boom/Bust Geschehen an den Börsen. Die einzige bis jetzt plausible Erklärung die ich für solche Phänomene gefunden habe, liefert der Jahrhundertspekulant und Möchteger-Philosoph George Soros in seinem Buch "the alchemy of finance": Reflektion .

 

Das heisst, extreme Preise entstehen auf Grund von Subjekten, die gleichzeitig Objekt der Veränderung durch Preise sind. Da der Grund für die Preise von den Preisen beeinflusst wird (und umgekehrt), ist ein Gleichgewicht kaum mehr erreichbar. Tönt kompliziert, ist es auch.

 

Einfaches Beispiel: die Bonität eines Schuldners nimmt zu, je mehr Geld er geliehen bekommt. Je höher die Bonität ist, desdo mehr Geld bekommt er geliehen. Allein diese relativ einfache Tatsache hat Spiralen ausgelöst. Dies hat schon in Argentinien und in Brasilien zu extremen boom-bust Szenarien geführt.

 

Auch einzelne Industrien und Währungen kennen ähnliche Szenarien. Soros hat sein Geld verdient, indem er gezielt solche möglichen Szenarien aufspürte, bevor sie stattfanden. Dann hat er beim Anstieg und anschliessend beim Preisverfall gründlich abgesahnt (das hat er angeblich nur getan, um seine Theorien zu beweisen, die vorher kaum Beachtung fanden).

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Maharishi
Posted · Edited by Maharishi
Einfaches Beispiel: die Bonität eines Schuldners nimmt zu, je mehr Geld er geliehen bekommt. Je höher die Bonität ist, desdo mehr Geld bekommt er geliehen. Allein diese relativ einfache Tatsache hat Spiralen ausgelöst.

Das halte ich für falsch. Gerade bei Staaten oder großen Institutionen ist das umgekehrt. Steigt die Verschuldung, gibt es Ärger mit S&P und Moodys. Z. B. hat Deutschland wegen der hemmungslosen Schuldenpolitik von Rot-Grün von dort den deutlichen Hinweis erhalten, daß eine Abstufung droht, wenn es so weitergeht. Abstufung = höhere Schuldzinsen für neue Anleihen = weiter steigende Defizite. Das ist m . E. der wesentliche Grund für die neue Linie der neuen Regierung.

 

Den Soros halte ich übrigens für einen Ar****. Da krieg ich nen Hals. Erst schießt er aus Profitgier beliebig Währungen ab, löst dadurch wirtschaftliche Verwerfungen (z. B. in Asien) mit allen Nöten für die Menschen aus und später spendet er ein paar Millionen, um auf Philosoph und Humanist zu machen. Der gehört in den Ar**** getreten, so eine Heuchelei.

 

Übrigens war es damals leichter, mit solchen Währungsspekulationen Geld zu amchen, wenn man Milliarden einsetzen konnte, ein großes Netzwerk hatte und Verbindungen in die Politik. Damals gabs ja noch viele Währungen, die feste Wechselkurse hatten. Da konnte man z. B. gegen das Pfund ohne großes Risiko spekulieren. Wenn der Soros mit seinen Kumpes irgendwo eingefallen ist, haben die soviel Geld auf den Tisch legen können, da hat keine Notenbank gegenhalten können. Das war easy money, z. B. beim britischen Pfund. Wenn der Typ so tough ist, warum spekuliert er heute nicht gegen die chinesische Notenbank? Die würden dem nämlich die Eier abreißen! Heute geht sowas nicht mehr so leicht.

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Maharishi
Posted

@

 

Hey, ihr habt ja eine Schimpfwortkontrolle! Jetzt kann man nicht mal mehr Ar**** schreiben. :buy:

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cubanpete
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1. Natürlich sind die Banken heute schlauer geworden. In den Boom Zeiten war es für die erwähnten Länder einfacher, sich Geld bei privaten Banken zu borgen als beim IWF. Ein solches Muster funktioniert meistens (wenigstens innerhalb einer gewissen Zeitspanne) nur einmal.

 

2. Na so ein A... wie Soros wäre ich auch gerne :) Ein kleiner Jude aus Ungarn, der die Britische Währung in die Knie zwingt... Lies erst mal seine Bücher bevor Du Dich wieder der Fäkaliensprache bedienst. Bei Währungen ist übrigens die Reflektion etwas komplizierter, weil noch mehr Tatsachen aufeinander einwirken.

 

Soros ist definitiv ein guter Trader, 19 Jahre einen milliardenschweren Fond geführt mit über 40% Jahresrendite, Hut ab.

 

Ein guter Trader muss nicht unbedingt ein guter oder sympatischer Mensch sein. Ich denke, was Soros mit seinem Geld macht ist seine Sache, wenn er halt unbedingt dem armen Ostblock helfen will, was solls. Wenn Du das als scheinheilig ansiehst bist Du wahrscheinlich nicht ganz allein. Aber eben, schaff erst mal diese Performance als Trader, dann kannst Du wieder solche Worte brauche, bekommst dann auch eine Sondergenehmigung Klasse "A..." :)

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Toni
Posted · Edited by Toni
Na so ein A... wie Soros wäre ich auch gerne :)

 

....19 Jahre einen milliardenschweren Fond geführt mit über 40% Jahresrendite...

@Cubanpete,

 

jetzt kommt's raus.... :D:D:D

 

Hast Du eine Quelle für die Performance? Ich weiss nur, dass er mit seinem

Quantum-Fund damals in 12 aufeinanderfolgenden Jahren eine durchschnittliche

Jahresrendite von ca. 30% gemacht hat, was auch schon Wahnsinn ist.

 

Aber 40% über 19 Jahre....kann ich mir nicht vorstellen.

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DerFugger
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Aber 40% über 19 Jahre....kann ich mir nicht vorstellen.

 

In einer solchen Hausse-Phase wie von 1982 bis 2000 ist das gar nicht so ein besonderes Kunstück gewesen.Schau dir den Dow-Chart für diesen Zeitraum an.

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Onassis
Posted · Edited by Onassis
Aber 40% über 19 Jahre....kann ich mir nicht vorstellen.

 

In einer solchen Hausse-Phase wie von 1982 bis 2000 ist das gar nicht so ein besonderes Kunstück gewesen.Schau dir den Dow-Chart für diesen Zeitraum an.

hallo fugger,

 

ehrlich, wenn du auch 40% p.a. schaffst, dann gehe ich vor dir auf die Knie!

Und wenn nicht, dann bist du zukünftig weniger zynisch und befolgst folgende Regel: "Erst denken, dann schreiben"

 

Onassis

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Maharishi
Posted

30% über 12 Jahre hat Peter Lynch auch geschafft und der hatte mit dem Magellan einen regulierten Fonds mit typischen Anlagerichtlinien, was auf den Quantum nicht zutraf.

 

Wieviel machst du denn so, Pete?

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cubanpete
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Der Quantum Hedge-Fund hat den Kunden ca. 30% pro Jahr gebracht. Bei einem Hedge-Fund sind allerdings die Spesen sowie Ein- und Austrittsgebühren riesig. Ich gehe also davon aus dass Soros für sich selber mindestens 40% geschafft hat.

 

Aber eben, der Mann spricht nicht, also werden wir das wohl nie erfahren. Er hat noch nicht einmal mit dem Autor seiner eigenen Biographie gesprochen.

 

Natürlich gab es im angesprochenen Zeitraum extrem gute Chancen, die gibt es auch heute noch. Aber so viel Geld mit einer solchen Rendite anzulegen ist ein Kunststück, dass nur wenige schaffen.

 

Ich selber mache natürlich nur Verluste, also nicht neidisch werden :)

 

Aber um zum Thema zurückzukehren: Massenpsychologie alleine kann nicht für die oftmals extremen boom-bust Situationen verantwortlich sein. Soros Theorie der Reflektion hingegen liefert schon eher Erklärungen.

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DerFugger
Posted · Edited by DerFugger
Natürlich gab es im angesprochenen Zeitraum extrem gute Chancen, die gibt es auch heute noch

 

Das sehe ich nicht so; der Zeitraum von 1982-2000 war eine außergewöhnliche Jahrhundert-Hausse, die wir aller Wahrscheinlichkeit nach zu unseren Lebzeiten selbst nicht mehr erleben werden.

 

Die Chance in einer solchen Phase mit der Auswahl der richtigen Branchen und Hebeln den Erfolg von Soros zu haben, war gar nicht so gering. Man mußte eben nur dabei geblieben sein; auch nach einem Ereignis wie dem 87er-Crash.

 

Aber das ist natürlich die übliche ex-eventum-Perspektive :Hier der Dow-Chart :

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cubanpete
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Trends findest Du auch heute noch in beliebiger Zeitspanne und in beliebigen Instrumenten. Schau Dir mal den Goldpreis dieses Jahr oder den Nasdaq 30-minuten Chart der letzten 20 Tage an. Kaffee, Zucker, Oel etc., alles Instrumente mit sauberen, relativ einfach zu handelnden Trends.

 

Soros hat nur auf spezielle Situationen spekuliert, Boom-Bust Szenarien durch Reflektion eben. Er hat dabei meist mehr Geld beim Zerfall als beim Anstieg gemacht, durch pyramidisieren jeweils über 100%.

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Onassis
Posted · Edited by Onassis

Massenpsychologie

 

Einleitung:

 

Jeder von Euch kennt einen Würfel und einen Kreis - stellt ihn euch bildlich vor...

 

......... fertig?

 

Nun die Überraschung:

Durch die jeweilige Perspektive kann der Würfel auch eine Pyramide oder Quadrat sein.

Der Kreis kann ein Oval, eine Ellipse oder auch ein grader Strich sein!

 

Wer wäre darauf gekommen. Es ist alles nur eine Frage der Perspektive.

 

Die angenommenen Formen (Pyramide, Quadrat, Oval, Ellipse,...) sind von viel größerer Bedeutung als die wirkliche Form die wir sehen können.

Das Unwirkliche ist in gewissen Fällen wahrer als das Wirkliche!

 

Auch scheinen sich hinter sichtbaren Tatsachen tausende von unsichtbaren Ursachen zu verstecken.

Die sichtbaren Tatsachen scheinen die Folge einer riesigen, unbewußten Wirkungskraft zu sein.

 

Und nun überlegt einfach mal, wie man das auf die Börse übertragen kann.

 

Warum fällt der DAX, wenn der Nikkei fällt?

5 Zeilen weiter oben steht die Antwort.

 

 

Das war eine sehr kurze Einführung in Massenpsychologie - Fortsetzung folgt!

 

Onassis

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Maharishi
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Das sehe ich nicht so; der Zeitraum von 1982-2000 war eine außergewöhnliche Jahrhundert-Hausse, die wir aller Wahrscheinlichkeit nach zu unseren Lebzeiten selbst nicht mehr erleben werden.

Auch meine Meinung.

 

Außerdem hat der Soros eine Menge Geld damit gemacht, daß er die Kurse von fixierten Währungen abgeschossen hat. Das ging nur, wenn du sehr viel Geld auf den Tisch legst und ein Haufen andere Leute mitmachen, dann ist es nicht mal so schwer gewesen. Wenn du nämlich so viel Geld einsetzt, dann bist DU der Trend.

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cubanpete
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n memorandum a Aristoteles Sokrates Homer Onassis (Αριστοτέλης Ωνάσης)

 

Dann kannst Du auch Platons berühmtes Höhlengleichnis nehmen: (aus der Erinnerung) "Wir sind in einer Höhle, gefesselt, Gesicht zur Wand. Das einzige was wir sehen sind die Schatten dessen, was draussen wirklich passiert."

 

Die Theorie dass man mit sehr viel Geld einen Trend in Währungen verursachen kann, ist Unsinn. Hast Du eine Ahnung, wie gross die Sterling Geldmenge damals war? Einen Trend voraussehen und ihn dann mit der eigenen Handlungsweise verstärken, so etwas ist möglich. Je mehr Geld eingesetzt wird, desdo schwieriger ist es, es zu vermehren.

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Maharishi
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Die Theorie dass man mit sehr viel Geld einen Trend in Währungen verursachen kann, ist Unsinn.

Das ist kein Unsinn. Fixierte Währungen werden durch Stützungskäufe der Notenbanken in ihren Bandbreiten gehalten. Wenn die Flut zu groß wird, werfen die Notenbanken das Handtuch und lassen die Währung von der Leine. So geschehen damals beim Dollar, als 1973 das Bretton-Woods-System in sich zusammenfiel, so auch beim Pfund, als es 1992 aus dem EWS geschossen wurde und so ebenfalls bei den asiatischen Währungen (z. B. dem thailändischen Bath in den 90er-Jahren), die an den Dollar gekoppelt waren. Entscheidend für den Erfolg der Spekulanten ist, daß genug Geld gegen die jeweilige Währung gesetzt wird. Ist das der Fall, sind das easy pickings.

 

So gesehen ist der Soros kein Genie, sondern ein rücksichtsloser Spekulant, der vor allem seine Marktmacht ausnutzt. Lies mal hier. Ich bleib dabei: Der Mann ist ein korrupter Heuchler.

 

1988 erzielt Soros durch Insider-Informationen mit dem Kauf und Verkauf von Aktienpaketen der französischen Großbank Société Générale rund 2,8 Millionen US-Dollar Spekulationsgewinn. Die Transaktion erregt zunächst kein Aufsehen. 2005 wurde er von einem französischen Gericht zu einer Geldstrafe in Höhe seines vermuteten Spekulationsgewinns verurteilt.

 

Schlagartig bekannt wurde Soros am 16. September 1992, dem Black Wednesday, als er in der Überzeugung, das Pfund Sterling wäre überbewertet, massiv gegen die Währung wettete. Dazu tauschte er geliehene Pfund in andere europäische Währungen, hauptsächlich deutsche Mark und französischen Franc.

 

In den Medien wurde ein Interview veröffentlicht, bei dem er seine Meinung über die weitere Entwicklung des Pfund kundtat. Die Märkte reagierten wie von ihm erwartet mit Kursrückgängen beim Pfund Sterling und die europäischen Zentralbanken mussten durch Käufe das Pfund stützen.

 

Trotz der Interventionen gewann Soros Position weiter an Wert. Im Herbst sah sich die Bank von England (Zentralbank) dazu gezwungen, das Pfund Sterling aus dem Europäischen Währungssystems (EWS) zu nehmen und das Pfund abzuwerten. Soros verdiente geschätzte 1 Milliarde Dollar an dem Handel und bekam daraufhin den Spitznamen the man who broke the Bank of England.

 

Im Juni 1993 spekulierte Soros gegen die Deutsche Mark. Soros verkündete seine Absicht, in großen Mengen Wertpapiere der Bundesrepublik Deutschland zugunsten französischer Wertpapiere abzustoßen. In einem Interview forderte er: Down with the D-Mark!.

 

Im März 1993 behauptete Soros öffentlich, der Weltmarkt-Goldpreis werde anziehen. Tatsächlich löste seine Behauptung umfangreiche spekulative Aufkäufe aus, der Goldpreis stieg nach vier Monaten um über 20 Prozent. Soros soll durch das rechtzeitige Abstoßen seines eigenen Goldbesitzes erhebliche Spekulationsgewinne erzielt haben.

 

Unter ähnlichen Umständen beschuldigte ihn 1997 der malaysische Ministerpräsident Mahathir bin Mohamad, das malaysische Ringgit zu Fall gebracht zu haben. Laut einer Studie ist seine Mitschuld an der Finanzkrise in Asien allerdings nur ein Gerücht.

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DerFugger
Posted · Edited by DerFugger

Mal dazu eine technische Frage :

 

Wenn ich solche Carry-Trades machen will, mir - wie in den letzten Jahren häufig geschehen - mich z.B. in Yen verschulde, und dann das Geld in einer anderen höher verzinsten Währung anlege, um an der Zinsdifferenz zu verdienen, oder ala Soros an der Spekulation auf Währungern Geld verdienen möchte : Wie kann ich mich als Privatanleger in Yen, Ringgit o.ä. zu einem Marktzinssatz verschulden ?

 

Wie funktioniert das praktisch ?

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Toni
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Das wüsste ich auch mal gerne. Cubanpete weiss das bestimmt.

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cubanpete
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Es gibt grundsätzlich zwei Möglichkeiten: Futures oder Währungspaare. Der Handel mit Futures findet an einer regulierten Börse statt, während der Handel mit Währungspaaren OTC stattfindet.

 

Währungen sind mit Abstand das am meisten gehandelte Gut auf der Welt, es gibt nichts liquideres als Geld. Die Zinsdifferenz bei Währungspaaren wird normalerweise täglich oder wöchentlich gutgeschrieben oder belastet. Bei Futures ist die Zinsdifferenz im Preis des Future enthalten.

 

Da der Handel mit Währungspaaren praktisch nicht reguliert ist, kann meist mit einem enormen Hebel gearbeitet werden. Die Einlagen sind kaum abgesichert, viele Firmen haben ihren Sitz in einem exotischen Land, da der Handel weltweit 24 Stunden läuft spielt die geografische Lokation eigentlich keine Rolle.

 

Mit Währungspaaren spielen kann man z.B. bei www.oanda.com, dort kann man gratis ein Testkonto einrichten.

 

Ich persönlich würde Währungsabsicherungen oder Spekulationen eher über Futures anpacken, dort hat man immerhin eine gewisse Garantie. Der Handel mit Währungspaaren wird anscheinend unter Kleinanlegern immer beliebter. Aber weder ist die Preisstellung optimal (geworben wird mit wenigen Pips spread aber das lässt sich nur schwer überprüfen), noch sind die Einlagen gesichert.

 

Gemäss Soros Theorie der Reflektion wirken folgende Elemente (Unterschiede der Wirtschaftsgebiete der jeweiligen Währung) bei der Bewertung von Währungspaaren: Zinsen, Preislevel und Geschwindigket der Veränderung, ökonomische Aktivität, nichspekulativer Kapitalfluss, spekulativer Kapitalfluss, Handelsbilanz, Regierungsbudget.

 

Wie gross das Budget der Regierung zur Stützung ihrer Währung ist, war sicher ein wichtiger Faktor bei der Spekulation gegen das Pfund. Aber das alleine hätte niemals genügt.

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DerFugger
Posted

Ja, aber was mache ich, wenn ich z.B. eine Kredit in Yen aufnehmen möchte ?

 

Das funktioniert doch nicht über Futures - oder irre ich mich da.

 

Nochmal ganz konkret gefragt :

 

Stellen wir uns vor, ich habe zunächst die Absicht mich in einem Umfang von 100000 Euro in Yen zu verschulden.Was muss ich da tun ?

 

 

Muss ich da nicht zunächst eine Bank an der Hand haben, die mir einen solchen Kredit auf Yen-Basis zum Markzinssatz gewährt ?

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cubanpete
Posted

Bei Währungspaaren kaufst Du das EUR/JPY Währungspaar, Du bekommst also Euro gutgeschrieben und verschuldest Dich in JPY. Am dem Moment in dem das Paar offen ist werden die Wechselkursdifferenzen und normalerweise wöchentlich die Zinsdifferenzen dem Konto verrechnet.

 

Wie gesagt, bei oanda gibts ein FX Game wo Du das ganze ohne Geld testen kannst.

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