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Grubenolm

"Trick" mit Banksparplan (Riester) für lange Laufzeit

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Grubenolm

Hallo,

 

nachdem im anderen Thema schon rege zu Riester-Baksparplan diskutiert wurde und ein neues Thema gewünscht wurde, folgt hier das neue Thema ;)

Vorrangig soll hier nicht diskutiert werden, ob riester sich für mich generell lohnt, das wird noch abgeklärt.

 

Folgende Situation:

 

In vollem Übereifer habe ich bei der der Volksbank Gronau-Ahaus einen Riester-Banksparplan eröffnet.

geplante Laufzeit 37 Jahre

Kosten: 0 außer: siehe folgenden Punkt.

Verzinsung: an Umalufrendite gekoppelt abzüglich 0,5%

aber: Mindestverzinsung von 1,5% p.a.

nicht für Immobilie gedacht, sondenr für Vermögensaufbau / Altersrente

 

 

Jetzt liest man und es wird fast überall gesagt, dass ein Banksparplan nur für Laufzeiten bis 10 Jahre rentabel ist und nicht für über 30 Jahre.

 

Wie wäre es denn mit folgenden Idden:

 

Reister-Banksparplan vorerst laufen lassen, und zwar für zunächst 10 Jahre, und mit voller Förderung (Zulagen), danach Beitragsfreistellung.

 

Idee dahinter: erstmal Kapital ansparen, das dann in ein paar Jahren mit hoffentlich steigenden Zinsen verzinst wird. Solten die Zinsen wieder auf akzeptablen Niveau sein, könnte man diesenja weiter besparen, ansonsten ruhen lassen.

 

Oder andere Idee:

 

Wenn die Zinsen ähnlich mies wie heute sind, den Banksparplan nur soweit besparen (inkls. Zulagen), dass er noch unter die Geringfügikeitsgrenze fällt. Dann wäre eine Komplett-Auszahlung möglich.

Sollten die Zinsen doch steigen, könnte man ja immernoch weiter sparen.

 

Was haltet ihr davon?

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Granini

Hmm 10 Jahre besparen und dann noch unter der Geringfügigkeitsgrenze liegen? Das geht aber nur bei SEHR geringem Einkommen...

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Grubenolm

Naja, ich dachte da auch an die 30% Kapitalentnahme, und damit dann knapp unter die Geringügigkitdgrenze zu kommen.

Wenn alle Stricke reißen, spare ich auch nur 5 Jahre, und sollten Zinsen wieder super sein wird weiter gespart...

 

Wegen Geringfügigkeitsgrenze: die ist gegeben, wenn monatlich eine Rente von 25 raus kommt. Muss ixh mir mal überschlagen, was dann an Kapital in etwa vorhanden sein darf, ohne die Grenze zu überschreiten.

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Matthew Pryor

Nach meinem Verständnis darf man sich auch die Kleinstrente frühestens zum 62. Lebensjahr förderunschädlich auszahlen lassen.

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Grubenolm

Das war ohnehin der Plan.

Soll aber nur die Notlösung sein falls Zinsen so niedrig bleiben. Sobald sie über festgeld-Niveau steigen könnte man ja weiter sparen bzw. Die höchst mögliche summe einzahlen.

 

unterwegs mit Samsung Galaxy S2 und tapatalk. Rechtschreibfehler? Das Handy ist Schuld :-P

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polydeikes
· bearbeitet von polydeikes

Die Zinsen für Riester Banksparpläne lagen noch nie über denen von langjährigem Festgeld (5-10 Jahre) oder Sparbriefen der besseren Anbieter, können sie auch gar nicht. Der Anbieter will doch auch etwas verdienen, geschenkt ist nicht ein mal der Tod.

 

Grundsätzlich kann man sich den Riester Sparvorgang in viele kleine Sparpläne aufteilen. Es werden aber alle Verträge bei einem Anbieter zusammen gerechnet. Das gilt ggf. auch für den Verrentungsträger (bisher nur Theorie, keine Praxis bekannt). Man kann beliebig viele Riester Verträge laufen lassen. Man kann allerdings nur für 2 gleichzeitig Zulagen bekommen. Grds würde ich bei einem Banksparplan mit etwa 6-7000 tsd Euro Vertragssumme rechnen, damit es derzeit zu einer Kleinstbetragsrente kommt.

 

Die Variante 30 % entnehmen und dann Kleinstbetragsrente funktioniert so nicht.

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Grubenolm

Die Zinsen für Riester Banksparpläne lagen noch nie über denen von langjährigem Festgeld (5-10 Jahre) oder Sparbriefen der besseren Anbieter, können sie auch gar nicht. Der Anbieter will doch auch etwas verdienen, geschenkt ist nicht ein mal der Tod.

 

Grundsätzlich kann man sich den Riester Sparvorgang in viele kleine Sparpläne aufteilen. Es werden aber alle Verträge bei einem Anbieter zusammen gerechnet. Das gilt ggf. auch für den Verrentungsträger (bisher nur Theorie, keine Praxis bekannt). Man kann beliebig viele Riester Verträge laufen lassen. Man kann allerdings nur für 2 gleichzeitig Zulagen bekommen. Grds würde ich bei einem Banksparplan mit etwa 6-7000 tsd Euro Vertragssumme rechnen, damit es derzeit zu einer Kleinstbetragsrente kommt.

 

Die Variante 30 % entnehmen und dann Kleinstbetragsrente funktioniert so nicht.

 

Danke dir, genau diese ungefähre Summe fehlte mir noch, bis wann man diese Geringfügigkeitsgrenze erreicht hat.

Alle Verträge bei einem Anbieter zusammen - soweit klar. Was ist, wenn ich für die Sparpläne jeweils einen anderen Anbieter wähle? Was ist mit gleichen Produkten, die von verschiedenen Banken angeboten werden? Ich denke da z. bsp. an die VR Rente Plus, ein Produkt der Volksbanken, aber jede Volksbank bewirbt es anders und hat andere KOnditionen (mindestzins etc.).

 

Dass man sich die Zulagen entsprechend aufteilen kann, war mir bewusst. Also könnte man 2 Sparpläne gefördert parallel besapren bis max. etwa 6-7.000 und dann die nächsten 2, die alten jeweils Beitragsfrei stellen und im Rentenalter dann komplett auszhalen lassen.

 

Wenn ich dann mit Renteneintritt 10 Riester-geförderte Sparpläne (jeweils nacheinander, max. 2 parallel) mit etwa 7.000 bespart habe, könnte ich mir 10 x 7.000 auszahlen lassen?

 

Wegen der 30%: Ich meinte mal gelesen zu haben, dass wenn man mit den 30% Entnahme dann unter die Geringfügikeitsgrenze fällt, dann entsprechend die restliche Summe ausbezahlt bekommt. Kann den Beitrag aber grad leider nicht finden :(

Aber im Netz steht ja auch viel Unsinn leider....

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herr_welker
Wenn ich dann mit Renteneintritt 10 Riester-geförderte Sparpläne (jeweils nacheinander, max. 2 parallel) mit etwa 7.000 bespart habe, könnte ich mir 10 x 7.000 auszahlen lassen?

Nein.

Weil sich durch den Zins- und Zinseszins das Guthaben erhöht.

Bei 7.000 Euro Anfangskapital mit 20 Jahren Laufzeit und 2% Zinsen kommen am Ende 10.401 Euro zusammen. Dementsprechend höher wird die monatliche Rente ausfallen.

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Grubenolm
Wenn ich dann mit Renteneintritt 10 Riester-geförderte Sparpläne (jeweils nacheinander, max. 2 parallel) mit etwa 7.000 bespart habe, könnte ich mir 10 x 7.000 auszahlen lassen?

Nein.

Weil sich durch den Zins- und Zinseszins das Guthaben erhöht.

Bei 7.000 Euro Anfangskapital mit 20 Jahren Laufzeit und 2% Zinsen kommen am Ende 10.401 Euro zusammen. Dementsprechend höher wird die monatliche Rente ausfallen.

 

Da hast du mich missverstanden.

 

Es geht darum, den Vertrag von 0 anzusparen, bis max. ca. 7000 (nicht mit 7.000 Anfangskapital), dann ruhen lassen und den nächsten Vertrag bis etwa 7.000 besapren, jeweils so, dass die Sparsumme pro Vertrag unter der Geringfügigkeitsgrenze bleibt, um die 100% Auszahlung zu bekommen.

 

Idee dahinter soll sein, die reale Redite zu erhöhen durch kürzere Lufzeit unter Ausnutzung der Zulagen und Steuerförderung.

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Granini

Was für eine "reale Rendite"?

Überleg doch mal, das Geld was bei (von mir aus verschiedenen) Banken liegt, ist dasselbe, auch die Zulagen werden nicht mehr bei mehreren Verträgen. Für die Rendite ändert sich absolut nichts.

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herr_welker
Es geht darum, den Vertrag von 0 anzusparen, bis max. ca. 7000 (nicht mit 7.000 Anfangskapital), dann ruhen lassen und den nächsten Vertrag bis etwa 7.000 besapren, jeweils so, dass die Sparsumme pro Vertrag unter der Geringfügigkeitsgrenze bleibt, um die 100% Auszahlung zu bekommen.

Das war nur zur Verdeutlichung.

 

Du hast noch 37 Jahre bis zur Rente. (nehm ich mal an)

Wielange brauchst du um den Vertrag mit 7.000 Euro anzusparen? Sagen wir mal 4 Jahre.

Dann bist du in 4 Jahren fertig, lässt den Vertrag ruhen und nimmst einen neuen Vertrag. Die restliche Vertragslaufzeit des Vertrages beträgt noch 33 Jahre.

In diesen 33 Jahren wird sich durch den Zins das Guthaben so stark erhöhen, das du über der Geringfügigkeitsgrenze sein wirst.

 

Gut hierbei ist, das die Steuer erst am Ende fällig wird. So kannst du den Zinseszinseffekt voll ausnutzen. (was unter Umständen auch zu besseren Rendite als auf einem Tages- oder Festgeld führen kann)

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boll

Ich glaube, bei der Vorgehensweise stecken ein paar Risiken und Nachteile drin, welche die (vermeintlichen) Vorteile imo übertreffen.

 

Polydeikes hat wichtige Punkte ja schon angesprochen.

 

Eine Festgeld-/Sparbriefleiter rentiert besser als ein Riester-BSP, aktuell mind. 1,5%-pt. Zinsunterschied pro Jahr. Selbst bei einer hohen Förderquote (die ja nur einmalig für die gesamte Laufzeit gilt) eines kinderlosen Gutverdieners rechnet sich diese Vorgehensweise (auch nach Abzug der AbgSt) kaum bis gar nicht.

btw: Ich halte es für zweckmäßiger, Riester-BSP mit der Rendite von Sparbriefen als mit der Umlaufrendite zu vergleichen (immerhin sollte die Solvenz eines Staats höher als die einer Bank bzw. einer Bankengruppe sein, demnach sollte die Umlaufrendite stets geringer als die Verzinsung von Sparbriefen sein).

 

Dazu kommt das Risiko, dass für die Bemessung einer Kleinbetragsrente evtl. alle Verträge, die ein Verrrentungsträger abwickeln darf, zusammengerechnet werden. Eine Gesetzes-Änderung hierzu ist schnell verfasst (falls sie überhaupt nötig ist). Bsp.: Du besparst mehrere Riester-BSP bei verschiedenen Spk (bundesweit). Hier kann ich mir vorstellen, dass alle Verträge zusammen bei der Provinzial für die Rente abgewickelt werden. Dann wäre es mit der Kleinbetragsrente (förderunschädliche Auszahlung am Stück) vorbei.

 

Angenommen, es klappt dennoch: Wenn alle oder mehrere Verträge verteilt auf mehrere Jahre ab einem Alter von 62 per Kleinbetragsrente ausgezahlt werden, erhöht sich das steuerpflichtige Einkommen in dem jeweiligen Jahr. Je nach individueller Konstellation sollte die Steuerlast den AbgSt-Wert (nach heutigem Ermessen) übersteigen. Denn selbst bei nur 2 auszuzahlenden Verträgen sind schon etwa 15-20k steuerpflichtig, unterstellt man noch andere st.pfl. Einkünfte sind als Grenzbetrachtung höhere Abgaben als die AbgSt zu erwarten. Das schmälert die Vorteilhaftigkeit dieser Vorgehensweise ggü. der Sparbriefleiter.

 

Die Kleinbetragsrente wird im Sozial­gesetzbuch bestimmt: Es sind demnach Renten, die maximal 1 Prozent der ­monatlichen Bezugsgröße erreichen. Die Bezugsgröße wird jährlich von der Deutschen Rentenversicherung festgelegt (Bezugsgröße West 2012: 2.625 , 1% hiervon = 26,25 ). Was ist, wenn sich an der Bezugsgröße etwas nachteilig bzgl. der Kleinbetragsrente ändert? Ob es eine Kleinbetragsrente in 30 Jahren überhaupt noch geben wird, steht überdies in den Sternen.

 

Im Gegensatz zum "Selbermachen" scheint mir die Vorgehensweise auch noch recht unflexibel.

 

Fazit: Ich habe für mich selbst auch schon derartige Überlegungen gemacht; bin dabei zu dem Ergebnis gekommen, dass es sich kaum, gar nicht, wenn nicht sogar negativ rechnet.

 

Vielleicht gibt es im Laufe der Diskussion (für mich) neue Erkenntnisse, welche vermehrt PRO Kleinbetragsrente sind...

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Grubenolm

Danke für deinen Beitrag. Da sind einige Punkte dabei, die ich dabei nicht beachtet habe und durchaus einleuchten.

Auch das "liegen lassen" des Vertrages birgt ja schon ein Risiko bei dieser Strategie.

Man kann ja auch nicht voraussagen, wie sich die Zinsen die nächsten 37 Jahre entwickeln werden. Steigen sie plötzlich auf 5% p.a. und ich in vorher von 3% p.a. ausgegangen, ist die Geringfügigkeitsgrenze schnell überschritten.

Aber auch deine Argumente bezüglich Steuer und Zusammenrechnung leuchten ein. Auf die Idee sind bestimmt schon mehr gekommen und diese kommen vor mir in die Auszahlphase, und wenn Vater Staat da bemerkt, dass ihm da ein entgehen könnte ist schnell was beschlossen...

 

Tja, schwierige Frage was man nun macht? Eine Sparbriefleiter habe ich auch gesucht, aber, aber lohnt sich in Anbetracht der Zinsen nicht mehr als mein derzeitiger Banksparplan mit 1,5% Grundzins p.a. und ansonsten Ulaufrendite - 0,5%...

 

Derzeit such ich noch nen brauchbaren Rechner, in dem man Bonus- und Zinsstafeln und Schlussbonus ordentlich eingeben kann, bei monatlicher Sparrate und jährliche Grundverzinsung. Aber so wie es aussieht werd ich den Sontag malk nutzen für en Excel-Tabelle ;)

 

Nochmal generell zur Sicherheit: bei Riester heißt es ja: 4% vom Vorjahresbrutto abzüglich Grundzulage, um letztere auch zu erhalten. Maßgeblich ist das zu versteuernde Einkommen. Werbungskosten mindern das, auch in Bezug auf die Riester-Zulage?

 

Bsp: Einkommen 35.000 p.a.

Werbungskosten 6.500 p.a.

 

zu versteuern: 28.500 * 0,04% - 154 = 986 p.a. Eigenbetrag.

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Granini

*seufz* es geht um dein BRUTTO, nix netto oder zu versteuerndes Einkommen!

Bei so vielen Fragen, vielleicht wäre eine seriöse(!) Beratung doch mal zu überlegen?

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boll
· bearbeitet von boll

Derzeit such ich noch nen brauchbaren Rechner, in dem man Bonus- und Zinsstafeln und Schlussbonus ordentlich eingeben kann, bei monatlicher Sparrate und jährliche Grundverzinsung.

Vlt wirst du bei zinsen-berechnen.de fündig.

 

Nochmal generell zur Sicherheit: bei Riester heißt es ja: 4% vom Vorjahresbrutto abzüglich Grundzulage, um letztere auch zu erhalten.

Um die volle (!) Zulage (ohne Kind: 154€) zu erhalten, müssen die genannten 4% des Vorjahresbruttos eingezahlt werden. Bei einem durchschnittlichen Arbeitnehmer wird eine über die Zulage hinausgehende Steuerermäßigung per Steuererklärung erreicht. Die Steuerermäßigung wird in Abhängigkeit vom zu versteuernden Einkommen berechnet (grob: zvE = Brutto minus Werbungskosten und minus Sonderausgaben).

 

Die Förderquote (ein %-Wert) ist aber unabhängig der tatsächlichen Einzahlung in erster Näherung konstant.

 

Anschaulicher im Link (und dem darauf folgenden Beitrag #4) erklärt: http://www.wertpapie...post__p__676012

Tipp: Dort auch dem Link zum AWD-Rechner folgen!

 

Excel-Berechnung: http://www.wertpapie...post__p__784958

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polydeikes

Der ganze Kleinstbetragsrentenkram macht im Prinzip nur für ältere Sparer Sinn. Die können die Förderung easy mit 1-2 Verträgen für ein paar Jahre mitnehmen. Riester Banksparpläne gibt es zudem auch noch in den späten 50ern. Ab 57 wird die Luft in Bezug auf RIester Verträge dünn.

 

Wer jetzt auf diese Lücke in 20-30-40 Jahren spekuliert, kann schnell von der Gesetzgebung eingeholt werden. Gibt es die Alternative später noch, kann man immer noch einen weiteren Vertrag machen, um die 30 % Kapitalwahlrecht effektiv zu erhöhen ... so man das denn will (siehe steuerliche Relevanz).

 

Das sind aber alles theoretische Überlegungen, bei denen ich nicht mal ein Jahrzehnt planen würde.

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Grubenolm
· bearbeitet von Grubenolm

*seufz* es geht um dein BRUTTO, nix netto oder zu versteuerndes Einkommen!

Bei so vielen Fragen, vielleicht wäre eine seriöse(!) Beratung doch mal zu überlegen?

 

NIcht seufzen, natürlich geht es immer ums Brutto, besteht gar kein Zweifel daran. Von Netto habe ich nix gesagt.

 

Ging mir lediglich um den Fall:

 

Person A hat im Jahr X ein Einkommen von 35.000€ brutto.

 

Riesrer-Berechnung Eignbetrag: 35.000€ * 0,04 - 154€ Grundzulage = 1.246€ Eigenbetrag p.a.

 

Gleiche Person A hat im folgenden Jahr Y ein Einkommen von 35.000 brutto, dieses JAhr allerdings Werbungskosten von 6.500€ durch langes Pendeln zur Arbeitsstätte.

 

Riester-Berechnung Eigenbetrag: 35.000€ - 6.500€ Werungskosten = 28.500€ --> 28.500€ * 0,04 -154€ Grundzulage = 986€ Eigenbetrag p.a.

 

Das wollte ich im Prinzip nur noch mal bestätigt haben, dass die Riester-Rechnung NACH Abzug der Werbungskosten stattfindet.

Das nur noch zur Aufklärung, Boll hats ja in seiner Antwort netterweise schon formuliert :)

 

 

@Polydeikes:

Ja auch du hast Recht damit, dass es zum jetzige Zeitpunkt wohl Unsinn ist, darauf zu spekuliere. Ich habe mich von dieser "Idee" auch schon wieder verabschiedet, birgt momentan zu viele Risiken. Dann leiber en Sparbrief mit garantierter Zinsleiter und Bonus, wo man dan 100% Kapitalwahlrecht hat...

 

 

 

@Boll, laut dem verlinkten Thread von Polydeikes und meinen Berechnungen komme ich auf ne Förderquote on 33,5% und bei Laufzeit von 37 JAhren auf ne Renite von 0,9% Oo

 

Kan das stimmen? :(

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boll
· bearbeitet von boll

Riester-Berechnung Eigenbetrag: 35.000€ - 6.500€ Werungskosten = 28.500€ --> 28.500€ * 0,04 -154€ Grundzulage = 986€ Eigenbetrag p.a.

 

Das wollte ich im Prinzip nur noch mal bestätigt haben, dass die Riester-Rechnung NACH Abzug der Werbungskosten stattfindet.

Ich glaub, du wirfst da vlt. etwas durcheinander. Daher zur Klarstellung: Die Zulage wird auf Basis des Vorjahresbruttos gewährt. Die über die Zulage hinausgehende Steuerermäßigung wird auf Basis des zvE berechnet.

 

D.h. Werbungskosten, Sonderausgaben und Co haben keine Relevanz für die Zulage.

 

@Boll, laut dem verlinkten Thread von Polydeikes und meinen Berechnungen komme ich auf ne Förderquote on 33,5% und bei Laufzeit von 37 JAhren auf ne Renite von 0,9%

Die Höhe der Förderquote scheint plausibel. Wenn du magst, kannst du sie mithilfe der verlinkten Excel-Tabelle genauer bestimmen (beachte, dass hier nur mit Gewährung der vollen Zulage kalkuliert wird; es ist keine Funktion hinterlegt, welche eine anteilige Zulage bestimmt). Bei 35k brutto, keinen besonderen Werbungskosten und Sonderausgaben, maximaler förderungsfähiger Einzahlung (1946+154) und ohne KiSt-Berücksichtigung berechne ich eine FQ von 32,0% (mit 9% KiSt 34,1%).

 

Die FQ wirkt sich nur einmalig, wie schon angesprochen, auf den Einzahlungsbetrag in dem entsprechenden Jahr aus. D.h. das Kapital, welches bereits im Topf ist, wird nicht mehr in dem Sinne gefördert.

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polydeikes

Man kann es auch anders formulieren: Die Förderquote erhöht schlichtweg die Einzahlungen von Beginn an. Damit die Förderung, welche ja nur eine Art Verschiebung vom Erwerbsleben ins Rentenalter darstellt, efffekt ist ... muss die Rendite des Produkts entsprechend ausfallen.

 

Relevant bei Riester ist eigentlich nur die Rendite auf den Nettobeitrag. Sprich das, was tatsächlich an Eigenanteil eingezahlt wird. Zum Beispiel Eigenbeitrag abzgl. Steuererstattung. Je höher die Produktrendite auf den Bruttobeitrag ausfällt, desto höher fällt gehebelt die reale Rendite auf den tatsächlichen Eigenbeitrag aus.

 

Erst im zweiten Schritt stellt sich die Frage, was kommt eigentlich tatsächlich an Leistungen aus der Ablaufsumme zu Stande.

 

Beides führt schlichtweg dazu, dass sich Riester Banksparpläne als dauerhafte Lösung oder eben als langfristiger Sparplan schlichtweg nicht rentieren.

 

Der vermeintliche Kostenvorteil der Riester Banksparpläne verpufft bei langer Laufzeit als p.a. Belastung genau so, wie kleine Förderungen verpuffen.

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Grubenolm

Man kann es auch anders formulieren: Die Förderquote erhöht schlichtweg die Einzahlungen von Beginn an. Damit die Förderung, welche ja nur eine Art Verschiebung vom Erwerbsleben ins Rentenalter darstellt, efffekt ist ... muss die Rendite des Produkts entsprechend ausfallen.

 

Relevant bei Riester ist eigentlich nur die Rendite auf den Nettobeitrag. Sprich das, was tatsächlich an Eigenanteil eingezahlt wird. Zum Beispiel Eigenbeitrag abzgl. Steuererstattung. Je höher die Produktrendite auf den Bruttobeitrag ausfällt, desto höher fällt gehebelt die reale Rendite auf den tatsächlichen Eigenbeitrag aus.

 

Erst im zweiten Schritt stellt sich die Frage, was kommt eigentlich tatsächlich an Leistungen aus der Ablaufsumme zu Stande.

 

Beides führt schlichtweg dazu, dass sich Riester Banksparpläne als dauerhafte Lösung oder eben als langfristiger Sparplan schlichtweg nicht rentieren.

 

Der vermeintliche Kostenvorteil der Riester Banksparpläne verpufft bei langer Laufzeit als p.a. Belastung genau so, wie kleine Förderungen verpuffen.

 

 

Soweit einleuchtend, meine tatsächliche Rendite habe ich ja ausgerechnet mit 0,9% auf die Laufzeit. Allerdings ist diese Rendite ja "nur" in Bezug auf die staatl. Förderung. Unbeachtet blieben noch der Grundzions von 1,5% p.a.

Rechnet man den jetzt dazu, ergibt sich eine Rendite von 1,5% + 0,9% = 2,4% Rendite mit Grundzins + Zulagen. Natürlich unter dem Gesichtspunkt, dass der Grundzins nicht steigt.

Da sich das unter diesen Umständen nur etwa 5 JAhre "lohnt"; war jetzt meine neuste Überlegung:

 

5 Jahre einzahlen mit Förderung, nach 5 Jahren Beitragsfrei stellen und ruhe lassen, WENN die Zinsen nicht steigen. Sollte allerdings in 7 oder 8 Jahren die Zinsen wieder steigenm könnte man in den Sparplan wieder voll einzahlen und Zulagen mitnehmen, weil mit steigenden Zins auch die Rendite steigt.

 

Wäre angesichts der Null-Kosten des Sparplanes eigentlich eine gute Verfahrensweise. Was meint ihr als Experten?

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moonraker

Soweit einleuchtend, meine tatsächliche Rendite habe ich ja ausgerechnet mit 0,9% auf die Laufzeit. Allerdings ist diese Rendite ja "nur" in Bezug auf die staatl. Förderung. Unbeachtet blieben noch der Grundzions von 1,5% p.a.

Rechnet man den jetzt dazu, ergibt sich eine Rendite von 1,5% + 0,9% = 2,4% Rendite mit Grundzins + Zulagen. Natürlich unter dem Gesichtspunkt, dass der Grundzins nicht steigt.

Da sich das unter diesen Umständen nur etwa 5 JAhre "lohnt"; war jetzt meine neuste Überlegung:

 

5 Jahre einzahlen mit Förderung, nach 5 Jahren Beitragsfrei stellen und ruhe lassen, WENN die Zinsen nicht steigen. Sollte allerdings in 7 oder 8 Jahren die Zinsen wieder steigenm könnte man in den Sparplan wieder voll einzahlen und Zulagen mitnehmen, weil mit steigenden Zins auch die Rendite steigt.

 

Wäre angesichts der Null-Kosten des Sparplanes eigentlich eine gute Verfahrensweise. Was meint ihr als Experten?

Und was ist nach den 5 Jahren? Der Banksparplan wird ja nicht rentabler, wenn er beitragsfrei gestellt ist und das Geld nur rumliegt. Und worin willst Du Riester dann einzahlen - bringt ja nichts nach 5 Jahren aufzuhören?

Du müßtest also alles auf einen "besseren" Riestervertrag übertragen - aber warum diesen nicht gleich von Anfang an nehmen?

Die Vorgehensweise ist m.M.n. nur sinnvoll, wenn man noch nicht genau weiß, welches Produkt was nehmen soll, aber die Förderung sofort nutzen will. Man "erkauft" sich so ein paar Jahre Bedenkzeit - immerhin besser als vorschnell etwas schlechtes abzuschließen.

Ansonsten sehe ich in dieser Verfahrensweise keinen Sinn.

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Grubenolm
· bearbeitet von Grubenolm

Soweit einleuchtend, meine tatsächliche Rendite habe ich ja ausgerechnet mit 0,9% auf die Laufzeit. Allerdings ist diese Rendite ja "nur" in Bezug auf die staatl. Förderung. Unbeachtet blieben noch der Grundzions von 1,5% p.a.

Rechnet man den jetzt dazu, ergibt sich eine Rendite von 1,5% + 0,9% = 2,4% Rendite mit Grundzins + Zulagen. Natürlich unter dem Gesichtspunkt, dass der Grundzins nicht steigt.

Da sich das unter diesen Umständen nur etwa 5 JAhre "lohnt"; war jetzt meine neuste Überlegung:

 

5 Jahre einzahlen mit Förderung, nach 5 Jahren Beitragsfrei stellen und ruhe lassen, WENN die Zinsen nicht steigen. Sollte allerdings in 7 oder 8 Jahren die Zinsen wieder steigenm könnte man in den Sparplan wieder voll einzahlen und Zulagen mitnehmen, weil mit steigenden Zins auch die Rendite steigt.

 

Wäre angesichts der Null-Kosten des Sparplanes eigentlich eine gute Verfahrensweise. Was meint ihr als Experten?

Und was ist nach den 5 Jahren? Der Banksparplan wird ja nicht rentabler, wenn er beitragsfrei gestellt ist und das Geld nur rumliegt. Und worin willst Du Riester dann einzahlen - bringt ja nichts nach 5 Jahren aufzuhören?

Du müßtest also alles auf einen "besseren" Riestervertrag übertragen - aber warum diesen nicht gleich von Anfang an nehmen?

Die Vorgehensweise ist m.M.n. nur sinnvoll, wenn man noch nicht genau weiß, welches Produkt was nehmen soll, aber die Förderung sofort nutzen will. Man "erkauft" sich so ein paar Jahre Bedenkzeit - immerhin besser als vorschnell etwas schlechtes abzuschließen.

Ansonsten sehe ich in dieser Verfahrensweise keinen Sinn.

 

Nach den 5 Jahren wird natürlich weiter gespart aber in ein anderes Produkt (entweder meinen Festverzinsten Sparbrief, oder meine Fonds-Besparung (ohne Förderung)).

 

Vorteil der Vorgehensweise ist, dass WENN die Zinsen in 5-10 Jahren wieder steigen, im Banksparplan schon ein gewisses Grundkapital vorhanden ist, was dann (hoffentlich) gut verzinst wird, und ich dann eben weiter einzahle (mit Förderung). Sollten Zinsen über die nächsten 20-30 Jahre ähnlich niedrig bleiben, dann bleibt der Vertrag beitragsfrei gestellt und wird dann zur Rente als Geringfügigkeitsbetrag komplett ausgezahlt. So habe ich 2 für mich akzeptable Möglichkeiten, das Guthaben zu nutzen. Und bei erwarteten ca. 5.000€ die nach 5 Jahren im Riester-Banksparplan liegen, machen 1-2% Zinsen mehr oder weniger auch nicht wirklich die Gans fett, um damit komplett in einaderes Produkt zu wechselm.

 

Klar wird das ganze nicht rentabler, wenn der Sparplan ruht, aber jedenfalls ist mit dann 2,4% p.a. fast die Inflation ausgeglichen, alles weitere ist eine Spekulation auf steigende Zinsen (wie zur Zeit überall), womit das ganze dann schnell renatbler wird, da dann sofort ein höheres Guthaben verzinst wird.

 

Parallel überlege ich als evt. 2. Riester-Option zusätzlich einen Fondssparplan, aber da bin ich noch unschlüssig. Damit warte ich meinen Termin ab, den ich ende November bei nem Honorar-Berater habe.

 

Der Riester-Banksparplan ist ja nur als Zusatz, habe bisher noch weitere Sparprodukte, in denen ich dann respektive mehr einzahlen kann/würde, WENN der Banksparplan vorerst ruhen sollte.

 

Ich habe noch nen eigenen verwalteten Fonds-Sparplan im Versicheunrgsmantel, wo ich derzeit 2 Fonds mit je 50€/Monat bespare.

Dann eine Art Festgeld mit Zinsleiter für 3 JAhre, danach mit Überschussbeteiligung (mit hoffentich steigenen Zinsen).

UNd demnächst soll ein normaler Sparpllan bei der SParkase folgen mit fester Zinstreppe und div. Bonus-Zahlungen nach 6, 14 und 21 Jahren plus Schlussbonus (vorausichtlich 10%).

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Schinzilord

Über welche Absolutbeträge reden wir hier eigentlich?

Lohnt sich der ganze Aufwand wegen ein paar ? Die Opportunitätskosten für die "Mehrrendite" dürfte jetzt ein erheblicher Rechercheaufwand und dauerhaftes Monitoring sein.

Mir wäre das zu blöd.

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Sombat
· bearbeitet von Sombat

Wie ist denn das ausgegangen?

 

Ups: Ist ja schon sehr lange her....

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