Langfristiger (einfacher) ETF-Sparplan

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Hallo zusammen! Nach wochenlanger Recherche mit Kommer und dem wertpapier-Forum habe ich festgestellt, dass ich gewisse Fragen im Zusammenhang mit einer passiven Stragie einfach nicht alleine beantworten kann. Auch wenn ich hier schon viele ähnliche Fragen gelesen habe, ist doch jeder Fall anders, sodass ich hoffe, dass Ihr es mir nicht übel nehmt, wenn ich mich noch einmal mit spezifischen Fragen an die community wende. Vorab schon mal vielen Dank für die vielen hilfreichen Informationen, die ich hier bereits gefunden habe!

 

1. Erfahrungen mit Geldanlagen

Als Jugendlicher von den Eltern einen Deka-Fonds aufgedrückt bekommen mit desaströsem Verlust (2000er Blase). Sonst nur konservative Anlagen wie Tages- und Festgeld bei Direktbanken, Bausparvertrag (BHW), Lebens- und Riesterversicherung (beides Debeka).

 

2. Darstellung von bereits vorhandenen Fondspositionen (ISIN angeben)

-

 

3. Zeitliche Aufwandsbereitschaft für eure Fondsanlage

Habe mich jetzt intensiv eingelesen und für eine passive Strategie entschieden. Zeit für jährliches Rebalancing und regelmäßigen Blick ins Depot würde ich mir nehmen.

4. Risikotyp/Risikobereitschaft/Umgang mit Verlusten

Tja, ist immer schwer zu sagen. 50% Verlust seinerzeit mit Deka hat mir schon zu schaffen gemacht. Allgemein schätze ich mich aber als so besonnen ein, dass ich mit Blick auf eine langfristige Anlagestrategie auch Durststrecken verkraften sollte. Humankapital ist ja noch reichlich vorhanden (s.u.). Würde daher eine 70/30 Verteilung Aktien/Anleihen wählen.

Optionale Angaben:

1. Alter

27 Jahre.

 

2. Berufliche Situation

Das ist einer der springenden Punkte. Bin zurzeit noch Doktorand mit Teilzeitstelle (ÖD), muss aber ab nächstem Jahr noch für 2 Jahre ins Referendariat mit magerem Gehalt. Anschließend aber dank guter Ausbildung Aussicht auf entweder gutes Einkommen in der Wirtschaft oder sichere Stelle beim Staat.

3. Sparerfreibetrag ausgeschöpft?

Dieses und nächstes Jahr schon (Bausparvertrag und Festgeld werden fällig).

Über meine Fondsanlage

1. Anlagehorizont

Langfristig.

2. Zweck der Anlage

Altersvorsorge/Vermögensaufbau. Aufgrund meines Alters kann allerdings nicht ausgeschlossen werden, dass ich doch vorzeitig mal Geld brauche... Deshalb will ich aber eigentlich nur Geld beiseite legen, das ich aktuell und auch mit Blick auf bereits absehbare Investitionen nicht brauche.

3. Einmalanlage und/oder Sparplan?

Wollte erst mal klein anfangen und ohne Einmalanlage per Sparplan Vermögen aufbauen. Verfüge sonst noch über 9k Tagesgeld und 10k Festgeld (2014 fällig), auf die ich zum Nachschießen (Rebalancing) oder Überbrücken absehbarer Niedrigerwerbsphasen (Referendariat) zurückgreifen könnte. Komplett abschmelzen möchte ich diese Positionen aber natürlich nicht. Allerdings kommen hin und wieder auch einmalige Einnahmen rein, die ich für gewöhnlich als Tagesgeld anlege.

4. Anlagekapital

150/Monat per Sparplan.

 

Nachdem ich hier die klassischen Diskussionen Swap vs. Replizierend, BIP vs. Marktkap., Übergewichtung des Euroraumes usw. gelesen habe, habe ich mich für folgende Aufteilung entschieden. Erwähnenswert ist vielleicht auch noch, dass ich ein Depot bei der comdirect eröffnet habe, weil mir dies für kleine Sparraten als günstigste Variante erscheint (keine AA für bestimmte ETFs).

 

Aktien: 105

Hier tendiere ich zu der hier im Forum üblichen Gewichtung für einfache Strategien: 70% MSCI World (ETF110) und 30% MSCI Emerging Markets (DBX1EM).

 

Anleihen: 45

100% db-xtrackers II iBoxx Global Inflation-linked TR Index Hedged (DBX0AL)

 

Die schwierigste Frage erscheint mir (wie hier auch schon mehrfach erwähnt) die Auswahl des "sichereren" Anleiheanteils zu sein. Habe mich wegen der kostenlosen Verfügbarkeit bei der comdirect für den o.g. DBX0AL entschieden, der auch von Kommer empfohlen wird. Allerdings bin ich mir nicht sicher, ob er die Vorschläge einzeln oder gesammelt meint. Wenn jemand einen besseren Tipp hat, wäre ich notfalls aber auch bereit, ein weiteres Depot bei einer andere Bank einzurichten. Bei der comdirect gibt es nicht viele Renten-ETF ohne AA.

 

Primär interessiert mich:

 

1) Haltet Ihr meine Strategie im Hinblick auf meinen persönlichen Hintegrund für passend? Wie sieht es mit der Flexibilität der Strategie aus, insbesondere für den Fall, dass ich in einigen Jahren deutlich mehr verdiene und mehr Geld zurücklegen kann?

2) Was ist mit dem sichereren Anteil im Portfolio? Ist es angesichts derzeitiger Entwicklungen (insbes. bez. Staatsanleihen) besser, auf RK 2 gänzlich zu verzichten und stattdessen nur auf RK 1 zu setzen?

3) Oder sollte man sich das Selberbauen etc. sparen und einfach in den ARERO (auch ohne AA im Sparplan bei der comdirect verfügbar) investieren?

 

Für Einschätzungen, Tipps und Kritik wäre ich sehr dankbar!

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Grundsätzlich finde ich deinen Ansatz vor deinem persönlichen Hintergrund richtig und passend. Bin selbst ähnlich aufgestellt. Ich habe anfangs den Fehler gemacht, bei niedriger Sparrate (<150 EUR/Monat) zu viele verschiedene ETFs zu besparen und dann erst Kommer gelesen. Die 3 ETF mit MSCI World, EM und dem globalen Anleihen-ETF sind auch bei mir verteten, allerdings die Aktien-ETFs bei anderen Anbietern (MSCI World und EM bei ishares). Den Anleihen ETF ist für mich eine gute Lösung für einen einfachen Sparplan. Alternativen gibt es m.E. nur wenige um die Anleihen abzudecken.

 

Wenn man später mehr verdient und mehr sparen möchte, kann man ja leicht die Sparrate erhöhen und ggf. weiteren ETF's hinzunehmen (z.B. Aktien bzw. Anleihen-Klasse weiter diverzifizieren).

 

Bei den von dir gewählten Fonds ist mir aufgefallen, dass alle Swapper sind. Finde ich persönlich nicht so gut, deswegen bin ich mit den Aktien-ETFs bei ishares, da replizierend. Wenn du kein Problem mit Swappern hast, wäre es für dich in der Tat vielleicht wirklich eine Alternative, den ARERO zu besparen. Mit den ARERO hättest auch keine Probleme mit dem Rebalancing. Zudem sollt du beachten, dass die von dir gewählten ETFs vermutlich nur vorrübergehend und nicht unbegrenzt bei comdirect ohne Ausgabegebühren zu haben sind.

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Posted · Edited by Sebas

Danke für das positive Feedback. Das mit den Swappern ist mir bewusst, allerdings bin ich bereit, dieses Risiko einzugehen, wenn ich dafür den AA spare. Eine weitere Diversiifizierung habe ich auch im Auge, wenn entsprechende Einnahmen die Verteilung auf mehr ETFs sinnvoll machen. Ich frage mich nur, inwiefern eine Umschichtung mich später Transaktiongebühren kostet. Vielleicht sollte ich erst mal über den ARERO ansparen und dann umschichten, wenn ich finanziell in der Lage bin, mehrere ETFs zu besparen?

 

Comdirect verspricht die Konditionen aktuell bis 1.1.2014, Änderungen allerdings jederzeit vorbehalten. Gibt es derzeit bessere Anbieter (vor allem mit entsprechendem Angebot replizierender ETFs)? Bei den geringen Sparraten, die ich derzeit leisten kann, würde ich ungern laufend AA zahlen... Oder wäre das zu verschmerzen, wenn man quartalsweise oder halbjährlich kauft statt jeden Monat?

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Hallo, herzlich willkommen im Forum!

 

Ob es sinvoll ist, dass Du schon in ein Aktienportfolio investiert, hängt von den genaueren Umständen Deiner beruflichen Situation ab. Wenn Du jetzt schon eine Übernahmegarantie hast, könnte eine Aktien-Beimischung in Frage kommen. Ansonsten hängt das von der Höhe der verfügbaren Rücklagen ab. U.U. wäre es besser, damit zu warten, bis die Probezeit vorüber ist.

 

Bei der Umsetzung machst Du es Dir m.M.n. zu schwer. Am einfachsten wäre in der ersten Phase vermutlich ein Sparplan auf das ETF-Portfolio Global (steuerlich unproblematisch).

 

Die genannten Fonds sind dagegen ausl. Thesaurierer, die Schwierigkeiten machen können (jährl. Nachsehen im E-Bundesanzeiger nötig, das Wegswappen der lfd Erträge könnte wegfallen, ein Verkauf ist nicht immer problemlos möglich).

 

Der Sinn des Tip-ETFs hat sich mir auch noch nicht erschlossen.

 

Gutes Gelingen!

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Die Comdirect berechnet die Gebühren prozentual vom Sparbetrag (1,5%, max 4,90 EUR). Es ist also von den Kosten her egal ob man nun monatlich, halbjährlich oder jährlich anspart. Meines Wissens bietet die Comdirect derzeit das größte sparplanfähige ETF-Angebot zu akzeptablen Kosten an.

 

Ich glaube der ARERO ist für dich wahrscheinlich die bessere, weil einfachere Lösung. Ich habe halt ein Problem mit Swappern sonst hätte ich wohl auch den ARERO genommen.

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Posted · Edited by Sebas

Hallo, herzlich willkommen im Forum!

 

Ob es sinvoll ist, dass Du schon in ein Aktienportfolio investiert, hängt von den genaueren Umständen Deiner beruflichen Situation ab. Wenn Du jetzt schon eine Übernahmegarantie hast, könnte eine Aktien-Beimischung in Frage kommen. Ansonsten hängt das von der Höhe der verfügbaren Rücklagen ab. U.U. wäre es besser, damit zu warten, bis die Probezeit vorüber ist.

 

Bei der Umsetzung machst Du es Dir m.M.n. zu schwer. Am einfachsten wäre in der ersten Phase vermutlich ein Sparplan auf das ETF-Portfolio Global (steuerlich unproblematisch).

 

Die genannten Fonds sind dagegen ausl. Thesaurierer, die Schwierigkeiten machen können (jährl. Nachsehen im E-Bundesanzeiger nötig, das Wegswappen der lfd Erträge könnte wegfallen, ein Verkauf ist nicht immer problemlos möglich).

 

Der Sinn des Tip-ETFs hat sich mir auch noch nicht erschlossen.

 

Gutes Gelingen!

 

Danke. Beruflich ist es bei mir so, dass ich aufgrund meiner Qualifikation jetzt schon ziemlich sicher sagen kann, dass ich später zumindest die Möglichkeit haben werde, ziemlich gut zu verdienen. Ob ich das aber einer sicheren Beschäftigung mit genügend Raum für das Private vorziehen werde, weiß ich noch nicht. In jedem Fall werde ich deutlich mehr zurücklegen können als jetzt. Warum ich jetzt in Aktien einsteigen möchte, ist leicht erklärt: meine liquiden Mittel sind aktuell ausreichend und ich habe schon ein paar konservative Anlagen. Da ich sowieso auf lange Sicht plane, schadet es meiner Meinung nach nicht, jetzt schon mit Diversifizierung, d.h. zusätzlich riskantere Anlagen, zu beginnen. Hinzu kommt natürlich auch die aktuelle Zinslage und die hohe Inflation, bei denen es schwer fällt, weiterhin aufs TG einzuzahlen.

 

Warum ich es mir so schwer mache, ist der Umstand, dass ich mich später nicht ärgern will, beim Einstieg dumme Fehler gemacht zu haben (z.B. zu viele ETFs bei kleiner Sparrate etc.). Daher vielen Dank für den Hinweis, anfangs eine noch einfachere Strategie zu wählen. Das erscheint mir nun auch schlüssig.

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Hallo zusammen,

 

entschuldigt, dass ich meinen alten Thread noch einmal hervorhole, aber ich möchte jetzt, da einige Jahre vergangen sind, noch einmal daran anknüpfen. Bisher ist es mir subjektiv betrachtet ganz gut ergangen, auch wenn ich den Plan von damals dann doch nicht 1:1 umgesetzt habe (etwas später angefangen und keinen Anleihen-ETF).

Meine derzeitige Lage sieht wie folgt aus:

 

1. Erfahrungen mit Geldanlagen

Inzwischen seit einigen Jahren ETFs.

 

2. Darstellung von bereits vorhandenen Fondspositionen (ISIN angeben)

  1. COMS.-MSCI EM - ETF127 ca. 8.800,- (derzeit mit 350,-/Monat per SP bespart)
  2. COMS.-MSCI WORLD - ETF110 ca. 20.600,- (derzeit mit 150,-/Monat per SP bespart)

 

dazu sonstiges Vermögen/Versicherungen:

  • 25k TG à 0,5%
  • 50k FG à 0,8-1,2% (max. zwei Jahre)
  • 5k Guthaben Bausparvertrag à 1% (zuteilungsreif)
  • 6k Guthaben Lebensversicherung (Versicherungssumme 40k im Jahr 2050, debeka) - 60,-/Monat
  • 10k Guthaben Riesterrentenversicherung (klassisch, keine Aktien, Debeka) - 130,-/Monat
  • (Berufsunfähigkeitsversicherung privat und berufsständisch vorhanden)

3. Zeitliche Aufwandsbereitschaft für eure Fondsanlage

1h/Monat.

 

4. Risikotyp/Risikobereitschaft/Umgang mit Verlusten

Die bisherigen Einbrüche/Schwankungen habe ich gut verkraftet und meist sogar für Nachkäufe/Rebalancing genutzt. Gewisse Risikobreitschaft also vorhanden, aber bin sicherlich kein Zocker (s.o.). Mein Depot besteht z.Zt. aus 100% Aktien...

 

Optionale Angaben:

Alter: 34 Jahre.

 

Berufliche Situation

Akademiker mit befristeter Postdoc-Stelle an Uni (Beamter auf Zeit). Gehalt ca. 3k/Monat plus Nebentätigkeit (1-1,5k Monat, aber abhängig von Auftragslage). Gehalt wird auch nach Ablauf meines Vertrages sicher nicht unter 3k/Monat sinken.

 

Sparerfreibetrag ausgeschöpft

Fast.

 

Über meine Fondsanlage:

1. Anlagehorizont

Mittelfristig (3-5 Jahre).

 

2. Zweck der Anlage

Zur langfristigen Altersvorsorge habe ich aktuell die o.g. Versicherungen und zahle 500,- pro Monat in World- und EM-ETFs (70/30). Das Geld möchte ich nicht vorzeitig anfassen.

Daher bin ich auf der Suche nach einer mittelfristigen Anlagealternative insbesondere für einen Teil meines Festgelds bzw. TG, das z. Zt. nur 0,5-1% Zinsen bringt. Konkrete Pläne habe ich nicht, aber je nach Lebenssituation kann sich in ein paar Jahren die Immobilienfrage stellen. Deshalb will ich nicht alles in die beiden ETFs stecken.

 

3. Einmalanlage und/oder Sparplan?

Erst einmal will ich einen Teil des frei werdenden FG und den Bausparvertrag (wenn Kasse ihn kündigt) investieren und danach immer etwas Geld nachschießen, das übrig ist (Nebentätigkeit).

 

4. Anlagekapital

ca. 25k

 

Nach Lektüre einiger einschlägiger Threads würde ich aktuell dazu tendieren, mittelfristig zusätzlich in den ARERO oder ein ähnliches Produkt zu investieren, auch wenn das nicht ideal ist. Staatsanleihen erscheinen mir derzeit nicht attraktiv bzw. bei Unternehmen kenne ich mich zu wenig aus.

Zur Sicherheit wollte ich meine Situation aber noch mal der Forengemeinde schildern, nicht dass ich etwas übersehen habe und erst einmal etwas anderes angehen sollte. Ich würde mich über Tipps freuen!

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vor 13 Minuten von Sebas:

Mein Depot besteht z.Zt. aus 100% Aktien...

Habe ich einen Rechenfehler oder wie kommst du mit diesen Positionen auf eine 100% Aktienquote:

 

vor 14 Minuten von Sebas:

2. Darstellung von bereits vorhandenen Fondspositionen (ISIN angeben)

 

  1. COMS.-MSCI EM - ETF127 ca. 8.800,- (derzeit mit 350,-/Monat per SP bespart)
  2. COMS.-MSCI WORLD - ETF110 ca. 20.600,- (derzeit mit 150,-/Monat per SP bespart)

 

dazu sonstiges Vermögen/Versicherungen:

  • 25k TG à 0,5%
  • 50k FG à 0,8-1,2% (max. zwei Jahre)
  • 5k Guthaben Bausparvertrag à 1% (zuteilungsreif)
  • 6k Guthaben Lebensversicherung (Versicherungssumme 40k im Jahr 2050, debeka) - 60,-/Monat
  • 10k Guthaben Riesterrentenversicherung (klassisch, keine Aktien, Debeka) - 130,-/Monat
  • (Berufsunfähigkeitsversicherung privat und berufsständisch vorhanden)

? Ich komme auf eine Aktienquote von ~23%.

 

vor 15 Minuten von Sebas:

Nach Lektüre einiger einschlägiger Threads würde ich aktuell dazu tendieren, mittelfristig zusätzlich in den ARERO oder ein ähnliches Produkt zu investieren, auch wenn das nicht ideal ist. Staatsanleihen erscheinen mir derzeit nicht attraktiv bzw. bei Unternehmen kenne ich mich zu wenig aus.

Meiner Meinung nach macht der Arero in deinem Fall überhaupt keinen Sinn. Dieser würde sich mit den vorhandenen ETF127/ETF110 überschneiden und ist zudem noch viel teurer. Wieso nicht einfach in diese beiden Positionen Einmalanlagen vornehmen oder die monatliche Sparrate in diesen ETFs deutlich erhöhen? Was ist denn deine gwünschte Ziel-Aktienquote?

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vor 6 Minuten von whister:

Habe ich einen Rechenfehler oder wie kommst du mit diesen Positionen auf eine 100% Aktienquote:

 

? Ich komme auf eine Aktienquote von ~23%.

Ich habe mich nur aufs Depot bezogen, nicht das gesamte Portfolio. Gerade habe ich durch Nebeneinkünfte etwas zusätzliches Geld angehäuft, das ich als FG geparkt habe.

Insgesamt hast Du natürlich Recht, weshalb ich es ja auch anders verteilen möchte. 60-70% Aktien wären ok für mich, weil ich noch vergleichsweise jung bin und Hauptzweck das langfristige Sparen ist.

 

vor 9 Minuten von whister:

Meiner Meinung nach macht der Arero in deinem Fall überhaupt keinen Sinn. Dieser würde sich mit den vorhandenen ETF127/ETF110 überschneiden und ist zudem noch viel teurer. Wieso nicht einfach in diese beiden Positionen Einmalanlagen vornehmen oder die monatliche Sparrate in diesen ETFs deutlich erhöhen? Was ist denn deine gwünschte Ziel-Aktienquote?

Ich wollte lang- und mittelfristige Anlagen nicht vermischen, zumal ich davon ausgegangen bin, dass meine aktuelle Aktienstrategie min. auf 10, eher sogar auf 30 Jahre angelegt ist. Wenn ich jetzt alles übrige Geld in World/EM-ETFs stecke und in 5 Jahren Geld für eine Immobilie (etwa Kaufnebenkosten) brauche, müsste ich an meine Altersvorsorge gehen und das will ich nicht. Zudem kann das Depot zu diesem Zeitpunkt auch stark im Minus sein.

Der ARERO hat zwar eine gewisse Überschneidung, aber sollte weniger volatil sein und hat "nur" 60% Aktienquote.

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vor 22 Minuten von Sebas:

Ich wollte lang- und mittelfristige Anlagen nicht vermischen, zumal ich davon ausgegangen bin, dass meine aktuelle Aktienstrategie min. auf 10, eher sogar auf 30 Jahre angelegt ist. Wenn ich jetzt alles übrige Geld in World/EM-ETFs stecke und in 5 Jahren Geld für eine Immobilie (etwa Kaufnebenkosten) brauche, müsste ich an meine Altersvorsorge gehen und das will ich nicht. Zudem kann das Depot zu diesem Zeitpunkt auch stark im Minus sein.

Der ARERO hat zwar eine gewisse Überschneidung, aber sollte weniger volatil sein und hat "nur" 60% Aktienquote.

Du solltest dich von dem Denken in verschiedenen Töpfen verabschieden. Letztendlich ist das alles dein Vermögen & falls du denkst dass die Schwankungen zu hoch sind musst du eben deine Aktienquote senken. Die 60% Aktien im Arero schwanken dort genauso als wenn diese in den beiden ETFs investiert wären.

 

Und noch etwas zur Immobilie: Wenn du zum Kauf der Immobilie nur ein Teil deines Vermögens einsetzt (also die beiden ETF für die Altervorsorge nicht dafür verkaufst) dann ist das spekulieren auf Kredit - kann man machen - man sollte sich dem nur bewusst sein.

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Ich hatte mittelfristig meine Festgelder in Einzelanleihen umgeschichtet, das ist aber nicht gerade dein Beutechema bei einer Stunde Zeitaufwand monatlich und je nach dem für den ein oder anderen auch zu risikoreich.

 

Was du tun könntest ist den Anleihe und Rohstoffanteil des ARERO nachzubauen mit entsprechenden ETFs oder eben nur einen Anleihe ETF dazu nehem, da musst du mal schauen was dich da so anspricht.

 

https://www.justetf.com/de/market-overview/die-besten-anleihen-etfs.html

 

Ansonsten besseres Festgeld suchen oder für den Hauskauf über einen zusätzlichen Bausparer einen günstigen Zins sichern.

 

Generell solltest du aber auch die Aktie quote von gut 23 erhöhen, also da hättest du die letzten 5 Jahre aber schon eingehend drüber nachdenken sollen. Aber wir wissen ja nun das es dir nicht bewusst war eben nicht 100% Aktien quote zu haben. Das gesamte Vermögen ist ein Topf, und nicht viele kleine.

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Posted · Edited by Sebas

vor 2 Stunden von whister:

Du solltest dich von dem Denken in verschiedenen Töpfen verabschieden. Letztendlich ist das alles dein Vermögen & falls du denkst dass die Schwankungen zu hoch sind musst du eben deine Aktienquote senken. Die 60% Aktien im Arero schwanken dort genauso als wenn diese in den beiden ETFs investiert wären.

 

Und noch etwas zur Immobilie: Wenn du zum Kauf der Immobilie nur ein Teil deines Vermögens einsetzt (also die beiden ETF für die Altervorsorge nicht dafür verkaufst) dann ist das spekulieren auf Kredit - kann man machen - man sollte sich dem nur bewusst sein.

 

Danke für Dein Feedback. So hatte ich es tatsächlich bisher nicht betrachtet. Dann werde ich doch mal den Aktienanteil insgesamt erhöhen. Über Immobilien und deren Finanzierung habe ich noch nicht näher nachgedacht, wie man merkt. Aber es kann ja auch einmal andere Anlässe geben, zu denen man einen mittleren fünfstelligen Betrag benötigt. Da wäre es für mich schon ein Sprung über meinen Schatten, wenn ich auf das Aktiendepot zugreifen müsste. Insofern sind es für mich schon verschiedene Töpfe, was den zeitlichen Horizont bzw. die Zugriffsmöglichkeit angeht.

 

Angenommen, ich packe jetzt 25k in Aktien gemäß der o.g. ETF-Strategie (max. 2 ETFs). Meint Ihr, es wäre eine gute Gelegenheit, die Pferde zu wechseln bzw. damit schon mal anzufangen? Die swappenden Comstages habe ich seinerzeit wie so viele wegen der kostenlosen SP-Angebote der Diba ausgesucht. Mittlerweile hätte ich lieber physische Replizierer (Vanguard).

 

vor 1 Stunde von Walter White:

Ich hatte mittelfristig meine Festgelder in Einzelanleihen umgeschichtet, das ist aber nicht gerade dein Beutechema bei einer Stunde Zeitaufwand monatlich und je nach dem für den ein oder anderen auch zu risikoreich.

 

Was du tun könntest ist den Anleihe und Rohstoffanteil des ARERO nachzubauen mit entsprechenden ETFs oder eben nur einen Anleihe ETF dazu nehem, da musst du mal schauen was dich da so anspricht.

 

https://www.justetf.com/de/market-overview/die-besten-anleihen-etfs.html

 

Ansonsten besseres Festgeld suchen oder für den Hauskauf über einen zusätzlichen Bausparer einen günstigen Zins sichern.

 

Generell solltest du aber auch die Aktie quote von gut 23 erhöhen, also da hättest du die letzten 5 Jahre aber schon eingehend drüber nachdenken sollen. Aber wir wissen ja nun das es dir nicht bewusst war eben nicht 100% Aktien quote zu haben. Das gesamte Vermögen ist ein Topf, und nicht viele kleine.

Ja, den Aufwand scheue ich tatsächlich. Über Anleihen und Rohstoffe habe ich auch schon nachgedacht, aber bisher nicht die für mich passenden ETFs gefunden. Die Meinungen im Forum gehen diesbezüglich ja sehr auseinander.

FG werde ich in gewissem Umfang weiter anlegen. Ich vergleiche noch mal die Angebote und hoppe dann ggf. mal zu einer anderen Bank. Wollte aber nur ungern nach Osteuropa o.ä., nachdem ich früher bei Kaupthing um ein Haar in den Schlamassel geraten wäre.

Ja, das mit der Quote ist richtig, aber das hat auch mit meiner Gehaltsentwicklung zu tun. Vor fünf Jahren habe ich nur 1.5k/Monat verdient, letztes Jahr dann erstmals fast 90k/Jahr...

 

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vor 17 Minuten von Sebas:

 

Danke für Dein Feedback. So hatte ich es tatsächlich bisher nicht betrachtet. Dann werde ich doch mal den Aktienanteil insgesamt erhöhen. Über Immobilien und deren Finanzierung habe ich noch nicht näher nachgedacht, wie man merkt. Aber es kann ja auch einmal andere Anlässe geben, zu denen man einen mittleren fünfstelligen Betrag benötigt. Da wäre es für mich schon ein Sprung über meinen Schatten, wenn ich auf das Aktiendepot zugreifen müsste. Insofern sind es für mich schon verschiedene Töpfe, was den zeitlichen Horizont bzw. die Zugriffsmöglichkeit angeht.

Das ist aber falsch, weil sich dadurch einfach nichts ändert. Wieso musst Du über Deinen eigene Schatten springen, wenn Du Anteile Deiner ETFs veräußerst, jedoch nicht, wenn Du Anteile am ARERO veräußerst?

Wenn man eine Immobilie finanzieren möchte, bringt man am besten soviel Eigenkapital wie möglich mit. Wenn ein solcher Kauf in einigen Jahren ansteht, dann hast Du nun einmal nur einen Anlagehorizont von einigen Jahren. Daher solltest Du Dir generell überlegen, wie hoch Du den riskanten Anteil Deines Vermögens ansetzt. Natürlich kann man das auch anders sehen. Aber einerseits Schuldzinsen zu zahlen und anderseits zu sparen ist eben mit höheren Risiken verbunden. Kann klappen, muss nicht.

Solange das mit der Immobilie nicht eindeutig geklärt ist, würde ich daher empfehlen, eine Aktienquote zu fahren, die deutlich unter "dem Durst" liegt.

 

Und zu den verschiedenen Töpfen: Nein, es macht keinen Sinn, solche Töpfe zu bilden. Du bist ja kein Staatshaushalt. Voneinander abhängige Dinge bedürfen der ganzheitlichen Betrachtung. 

 

vor 29 Minuten von Sebas:

Angenommen, ich packe jetzt 25k in Aktien gemäß der o.g. ETF-Strategie (max. 2 ETFs). Meint Ihr, es wäre eine gute Gelegenheit, die Pferde zu wechseln bzw. damit schon mal anzufangen?

Nein! Es sei denn, Du lieferst eine Begründung, die über "finde ich toll" hinaus geht.

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Posted · Edited by Dvnty

Begründung könnte z.B. die etwas  breitere Marktabdeckung der Vanguard FTSE ETFs, die ggeringen Kosten (Evtl. bessere TD? Hab das nicht im Kopf) und die Replikationsmethode falls man sich bei Swappern unwohl fühlt. Bei der ING wäre der Dev world zudem ab 500 Euro kostenfrei im Direkthandel. Man könnte auch die Comstage behalten und Vanguards mit der Einmalanlage kaufen. Mit 7500 € wäre die FTSE EM Position ja auch nicht zu klein. 

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vor 4 Minuten von Dvnty:

Begründung könnte z.B. die etwas  breitere Marktabdeckung der Vanguard FTSE ETFs, die ggeringen Kosten (Evtl. bessere TD? Hab das nicht im Kopf) und die Replikationsmethode falls man sich bei Swappern unwohl fühlt. Bei der ING wäre der Dev world zudem ab 500 Euro kostenfrei im Direkthandel. Man könnte auch die Comstage behalten und Vanguards mit der Einmalanlage kaufen.

Genau das sind meine Gründe und ich bin bei der Diba.

 

vor 13 Minuten von Schwachzocker:

Das ist aber falsch, weil sich dadurch einfach nichts ändert. Wieso musst Du über Deinen eigene Schatten springen, wenn Du Anteile Deiner ETFs veräußerst, jedoch nicht, wenn Du Anteile am ARERO veräußerst?

Wenn man eine Immobilie finanzieren möchte, bringt man am besten soviel Eigenkapital wie möglich mit. Wenn ein solcher Kauf in einigen Jahren ansteht, dann hast Du nun einmal nur einen Anlagehorizont von einigen Jahren. Daher solltest Du Dir generell überlegen, wie hoch Du den riskanten Anteil Deines Vermögens ansetzt. Natürlich kann man das auch anders sehen. Aber einerseits Schuldzinsen zu zahlen und anderseits zu sparen ist eben mit höheren Risiken verbunden. Kann klappen, muss nicht.

Solange das mit der Immobilie nicht eindeutig geklärt ist, würde ich daher empfehlen, eine Aktienquote zu fahren, die deutlich unter "dem Durst" liegt.

 

Danke für den Ratschlag, konkrete Immobilien-Pläne habe ich nicht, aber man weiß eben nie, wie das Leben weitergeht und altersmäßig bin ich einer Phase, wo man das nicht mehr so kategorisch ausschließen kann wie vor 10 Jahren. Mit dem Aktienanteil etwas unter dem Durst zu bleiben, ist wahrscheinlich keine schlechte Idee. Allerdings rechne ich damit, dass ich in den kommenden Jahren weiterhin gut verdienen werde.

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Posted · Edited by Walter White

vor 1 Stunde von Sebas:

aber bisher nicht die für mich passenden ETFs gefunden. Die Meinungen im Forum gehen diesbezüglich ja sehr auseinander.

 

Ist doch gut so, das hilft dir Deine Meinung zu finden bzw. zu ändern, auf der Stelle treten, andere Meinungen nicht zulassen ist genau so ein Fehler wie unbeirrt an der eigenen Meinung fest zuhalten.

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Posted · Edited by Nachdenklich

Die Meinung im Forum gehen zu verschieden Punkten auseinander.

 

vor 3 Stunden von Sebas:

.... konkrete Immobilien-Pläne habe ich nicht, aber man weiß eben nie, wie das Leben weitergeht ....

Ich zum Beispiel würde, wenn ich keine klaren Vorstellungen darüber hätte, zu einem bestimmten Termin ein Haus erwerben zu wollen, meine Aktienquote eher hoch fahren. 

Mir erscheint es sinnvoller, mit einer höheren Aktienquote mehr Rendite zu erwirtschaften, um zu dem noch unbestimmten Zeitpunkt dann eher mit einem höheren Eigenkapitalanteil in die Immobilienfinanzierung einzusteigen. Wenn ich ziemlich sicher weiß, daß ich zum Beispiel in spätestens drei Jahren ein Haus kaufen will, dann würde ich die Aktienquote absenken, um nicht in einer Baisse verkaufen zu müssen. Wenn die Gedanken an eine Immobilie aber noch so vage sind, wie ich es aus Deinen Beiträgen entnehme, dann würde ich mit einem möglichst hohen Teil meines Vermögens Rendite machen wollen. Mit "sicheren Anlagen" kann man gegen die Preissteigerungen im Immobilienmarkt nicht ansparen.

 

Und den Termin eines Immobilienerwerbs kann man dann immer noch um ein paar Jahre variieren - falls das Aktiendepot irgendwann im Keller sein sollte.

 

Die Meinungen gehen halt zu verschiedenen Punkten auseinander.

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