Rubberduck November 19, 2025 · bearbeitet November 19, 2025 von Rubberduck vor 16 Minuten von stagflation: Ja, die Aktie hat es mit -50% erwischt, die nachrangige IHS mit -40%. Dann bin ja mit dem Dead Cat Bounce raus. Ist jetzt nix was schlaflose Nächte verursacht. Aber sah eigentlich ganz gut aus. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
stagflation November 19, 2025 · bearbeitet November 19, 2025 von stagflation Ich habe gerade etwas im Internet und in anderen Foren recherchiert. Es gibt einzelne Posts, in den spekuliert wird, ob es sich um einen Bluff handeln könnte, um den Verkauf der Anteile der Gründerfamilien zu unterstützen. Dass hinter den Kulissen größere Änderungen geplant werden, kann man folgendem Artikel bei MarketScreener von vorgestern entnehmen: Enkraft fordert faires M&A-Verfahren bei ABO Energy - Brief zeigt Bedenken für Minderheitsaktionäre Zitat Der aktivistische Fonds Enkraft hat das deutsche Unternehmen ABO Energy dazu aufgefordert, sicherzustellen, dass alle Aktionäre von einem eingeleiteten Verkaufsprozess profitieren können. Dies geht aus einem Schreiben an das Management hervor, in dem die Sorge geäußert wird, dass kleinere Investoren bei einem Kontrollwechsel benachteiligt werden könnten. ... Ende September hatte ABO Energy bekanntgegeben, die Privatbank Metzler mit der Beratung zu einer möglichen Transaktion beauftragt zu haben. Im Rahmen dieses Geschäfts könnten die Gründerfamilien, die gemeinsam 52 % der Anteile halten, die Kontrolle an einen externen Investor abgeben. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Geldhaber November 19, 2025 vor 3 Minuten von stagflation: Ich habe gerade etwas im Internet recherchiert. Es gibt Vermutungen, dass es sich um einen Bluff handeln könnte, um den Verkauf der Anteile der Gründerfamilien zu unterstützen. Aber macht man das nicht üblicherweise andersherum? Man lässt etwas werthaltiger erscheinen als es ist, um einen höheren Preis zu erzielen. Warum sollte man etwas (hier ABO Energy) als weniger werthaltig erscheinen lassen als es ist, wenn man Verkaufsabsichten hat? Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Rubberduck November 19, 2025 vor 22 Minuten von Geldhaber: Aber macht man das nicht üblicherweise andersherum? Man lässt etwas werthaltiger erscheinen als es ist, um einen höheren Preis zu erzielen. Warum sollte man etwas (hier ABO Energy) als weniger werthaltig erscheinen lassen als es ist, wenn man Verkaufsabsichten hat? Es geht doch um das Konzernergebnis wieviel blödsinn wider besseres Wissen darf man da veröffentlichen? Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
stagflation November 19, 2025 · bearbeitet November 21, 2025 von stagflation Am 19.11.2025 um 20:57 von Geldhaber: Aber macht man das nicht üblicherweise andersherum? Man lässt etwas werthaltiger erscheinen als es ist, um einen höheren Preis zu erzielen. Warum sollte man etwas (hier ABO Energy) als weniger werthaltig erscheinen lassen als es ist, wenn man Verkaufsabsichten hat? Wenn man ein Aktienpaket an die Börse bringen will, hübscht man das Unternehmen vorher auf. Damit man möglichst viele Käufer findet, die bereit sind, einen möglichst hohen Preis zu bezahlen. Wenn ich es richtig verstehe, soll hier aber ein großes Aktienpaket von den Gründerfamilien an einen anderen Investor verkauft werden. Solche Transaktionen werden häufig ohne Börse abgewickelt. Käufer und Verkäufer setzen sich zusammen - und verhandeln einen Preis. Nicht aufgrund des Aktienkurses, sondern aufgrund des Firmenwertes und möglicher zukünftiger Wachstumschancen. Im Rahmen der Verkaufsverhandlungen kann es durchaus sein, dass der Käufer noch Anpassungen an der Bilanz und/oder an der Firmenstruktur vor der Übernahme haben möchte. Möglicherweise will auch der Verkäufer noch Änderungen vor dem Verkauf. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
stagflation November 21, 2025 · bearbeitet November 21, 2025 von stagflation Wenn die Gründerfamilien die Stimmenmehrheit haben und Aufsichtsrat und Geschäftsführung kontrollieren, können sie recht viel machen - und zwar ganz legal. Dank neuerer rechtlicher Entwicklungen wie StaRUG, Squeeze-out und Insolvenzrecht in Eigenregie, sind Umstrukturierungen möglich, die früher illegal waren. Im Anleihenboard wird gerade diskutiert, welche Möglichkeiten es gibt, die Anleihegläubiger zu einem Forderungsverzicht zu drängen. Nach dem Motto: entweder Ihr verzichtet auf x% Eurer Anleihe - oder wir gehen in die Insolvenz. Dann bekommt Ihr noch weniger. Das sehe ich zwar noch nicht, aber der Anleihenkurs ging heute runter auf 40%. Das kann zwar eine Überreaktion sein, weil einige Anleihebesitzer möglicherweise zurzeit verkaufen müssen - aber es kann auch bedeuten, dass die Märkte einen Ausfall nicht nur für möglich, sondern auch für wahrscheinlich halten. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
stagflation November 22, 2025 Am 19.11.2025 um 18:40 von stagflation: Ja, die Aktie hat es mit -50% erwischt, die nachrangige IHS mit -40%. Die Aktie ist mittlerweile bei -60%, die nachrangige IHS bei -47%. Tagsüber wurden noch schlechtere Kurse erreicht.. Am Montag soll es Neuigkeiten vom Sprecher der Geschäftsführung geben (Quelle): Zitat Am Montag, 24. November, um 16 Uhr stellt Dr. Schlageter die jüngste Entwicklung bei einer digitalen Gesprächsrunde persönlich vor und beantwortet Fragen. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
stagflation November 24, 2025 Die heutigen Kursbewegungen sind interessant. Kurz vor der "Gesprächsrunde" suchen die Märkte die richtigen Preise. Der Aktienkurs ist um 12% gefallen, während der Anleihekurs um 10% gestiegen ist. Mal schauen, was nach 16:00 passiert. Ich vermute weitere starke Kursänderungen. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
checker-finance 2. Januar Am 19.11.2025 um 21:26 von stagflation: Wenn man ein Aktienpaket an die Börse bringen will, hübscht man das Unternehmen vorher auf. Damit man möglichst viele Käufer findet, die bereit sind, einen möglichst hohen Preis zu bezahlen. Wenn ich es richtig verstehe, soll hier aber ein großes Aktienpaket von den Gründerfamilien an einen anderen Investor verkauft werden. Solche Transaktionen werden häufig ohne Börse abgewickelt. Käufer und Verkäufer setzen sich zusammen - und verhandeln einen Preis. Nicht aufgrund des Aktienkurses, sondern aufgrund des Firmenwertes und möglicher zukünftiger Wachstumschancen. Im Rahmen der Verkaufsverhandlungen kann es durchaus sein, dass der Käufer noch Anpassungen an der Bilanz und/oder an der Firmenstruktur vor der Übernahme haben möchte. Möglicherweise will auch der Verkäufer noch Änderungen vor dem Verkauf. Da geht jetzt Vieles durcheinander. Die Ausgangsfrage war, ob die Gründer, die zugleich die Komplementäre sind, dazu gedrängt werden können/sollen, die Kontrolle abzugeben. Dass die Gründer die ursprüngliche AG in eine KGaA umgewandelt haben und sich damit die volle Kontrolle verschafft haben, ist ohnehin schon am Markt schlecht angekommen. ABO Energy ist im Prinzip ein Ingenieurbüro, d. h. sie haben nur wenig Windparks im Bestand. Die bilanzielle Bewertung beruht auf aktivierten Aufwendungen. Dass es da Bewertungsspielräume gibt, ist naheliegend. Die Änderungen im regulatorischen Umfeld führen lassen auch vermuten, dass der Wert der vorfinanzierten Projekte sinkt. Möglicherweise haben die Gründer mit ihrem Einfluss auf den Vorstand eine Anpassung zu lange hinaus gezögert. Dann wäre es eine erwartbare Strategie z. B. für Enkraft erst eine Neubewertung bzw. Abwertung der der Assets zu bewirken, um dann den Gründern/Komplementären die Pistole auf die Brust zu setzen, damit die die Kontrolle und/oder Teile ihres Aktienpakets an Enkraft abgeben. Das spielt sich aber alles erstmal auf der Ebene der Anteilseigner ab. Bevor die Gläubiger der nachrangigen Anleihe rasiert werden, wäre erstmal die Aktionärsseite. Die Gründer mit ihren Aktienpaket (über 50%) und andere größere Aktionäre, z. B. die Mainova mit 10% oder eben auch Enkraft haben erstmal kein Interesse daran, dass ihre Aktienpakete wertlos werden. Die andere Frage ist natürlich, ob und wieviel werthaltige Substanz nach den regulatorischen Änderungen da ist. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag