Tradeidee: Naked Put VoxelJet

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Nach ewiger Abstinenz melde ich mich mal zurück in diesem Forum. ^_^

 

Da hier im Optionenforum extrem wenig los ist, bringe ich direkt mal eine Tradingidee mit, denn ich finde, man sollte das Thema hier mal etwas beleben. Optionen bieten tolle Möglichkeiten. Insbesondere das Stillhalten kann sehr lukrativ sein.

 

Momentan sind ja bekanntlich die 3D-Drucker-Hersteller in aller Munde und so ziemlich der heißeste Trend am Aktienmarkt. Das Blutbad der letzten 2 Tage bei diesen Aktien nach dem verhaltenen Ausblick von Stratasys konnte man daher ausgesprochen gut für Optionstrades nutzen. Bereits seit längerem liebäugle ich mit dem kleinen, deutschen (made in Bayern) Vertreter dieser Gruppe namens VoxelJet. Da ich den deutschen Maschinenbau und das deutsche Ingenieur-Know-How nach wie vor für überragend und qualitativ extrem konkurrenzfähig halte, bot sich gestern, als VoxelJet zwischenzeitlich um gut 5% abgestürzt war, folgender Trade:

 

Sell to Open: VJET 2014 22-FEB 30.00 PUT, 1.05$

 

Man konnte also zwischenzeitlich den 30er Februar-Put für 1.05$ (also 105$ pro Kontrakt) verkaufen. VoxelJet notierte zu dem Zeitpunkt bei ca. 40,26$. Wie ich finde ein geniales Chance-Risiko-Verhältnis.

 

Der Trade hat folgende Daten:

 

Rendite: 3,5% (in 38 Tagen bei wertlosem Verfall)

annualisierte Rendite: 33,62%

Downside-Protection: 28,00%

Break Even: 28,99$

 

Somit kann VoxelJet innerhalb der nächsten Tage 28% (auf 28,99$) abstürzen, bevor ein Verlust eintritt. Bleibt die Aktie über 30$, wird der satte Gewinn eingefahren.

 

Hier eine Grafik zum aktuellen Zustand der Position:

 

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Wenn VoxelJet tatsächlich unter 30$ stürzt, bekommt man die Aktien zum Discount-Preis.

 

Wenn Interesse an solchen Trade-Ideen besteht, kann ich auch noch mehr posten.

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Na da hat es ja gewaltig gekracht die letzten drei Handelstage. Das komfortable 28%-Polster macht sich bezahlt. Der aktuelle Zustand des Trades:

 

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Schauen wir mal, wie es weitergeht.

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Die Position bleibt spannend. Nach den aktuellen Einbrüchen der Märkte und den massiv negativen News aus der 3D-Drucker-Branche treibt es die Kurse mit Gewalt nach unten. Die Abwärtsdynamik ist beeindruckend. Momentan sind wir noch ca. 10% vom Break Even entfernt. Gestern im Tagesverlauf ist die Aktie sogar einmal kurz unter den Strike gerutscht.

 

Nicht auszudenken, wenn man sich zum Zeitpunkt der Eröffnung dieser Put-Position stattdessen für einen Direkteinstieg in die Aktie entschieden hätte. Dann stünden jetzt bereits knapp 22% Verlust zu Buche.

 

Noch 16 Tage wollen mit dieser Position überstanden werden. Bleibt die Abwärtsspirale so, wie sie momentan ist, dann muss mit einer Ausübung und der Einbuchung der Aktie ins Depot für 30$ gerechnet werden. Es kann passieren, dass schon bis Mitte kommender Woche der Strike bzw. möglicherweise auch der Break Even nach unten durchschlagen werden. Es bestehen dann zwei Möglichkeiten: Entweder, man schließt die Position mit Verlust und katalogisiert den Trade unter "fehlgeschlagene Spekulationen". Angesichts der nicht mehr allzu langen Laufzeit der Option, würde ich aber vermutlich eher dazu tendieren, die Ausübung zu akzeptieren und die Aktien entgegenzunehmen - wohlgemerkt ohne den dann über 25%igen Verlust, den ein Direktkauf mit sich gebracht hätte.

 

Mit der Aktie im Depot könnte man dann z. B. einen bis März laufenden Covered Call verkaufen, denn da gibt es momentan auch recht ordentliche Prämien drauf. Man kann sich so möglicherweise zu einem sehr billigen Einstiegskurs für die Aktie herunterhangeln.

 

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Ich warte weiterhin gespannt ab, was passiert.

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Schon über 400 Aufrufe dieses Threads - dennoch führe ich hier einen Monolog... ;)

 

Kurzes Wochenend-Update: Der Abwärtsstrudel wurde unterbrochen. Die Position befindet sich 6 Tage vor Verfall wieder in etwas ruhigerem Fahrwasser. Die Chancen für einen wertlosen Verfall der Option stehen nicht schlecht. Am 26.02.14 steht wohl übrigens der nächste Geschäftsbericht für VoxelJet an.

 

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Hehe, ich denke, die meisten machen in dem Beitrag hier das gleiche wie ich: Lesen und Lernen :D

 

Optionen sind für mich ziemliches Neuland und als Anlage derzeit ein NoGo. Aber es ist sehr interessant, diesen Beitrag zu verfolgen. Ist sozusagen ein schönes Anschauungsbeispiel.

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Hehe, ich denke, die meisten machen in dem Beitrag hier das gleiche wie ich: Lesen und Lernen :D

 

Optionen sind für mich ziemliches Neuland und als Anlage derzeit ein NoGo. Aber es ist sehr interessant, diesen Beitrag zu verfolgen. Ist sozusagen ein schönes Anschauungsbeispiel.

 

Das kann natürlich sein. :thumbsup:

 

Der Trade ist zwischenzeitlich ausgelaufen und das Ergebnis steht fest: Die Option ist wertlos verfallen und ich konnte die gesamte Prämie einbehalten und als Gewinn verbuchen. Rechnerisch ergibt sich damit folgende Gewinnsituation:

 

Der Einsatz waren 3.000$, also die Summe, die ich für die Aktien hätte bezahlen müssen, wenn sie wertlos geworden wären. Der Gewinn ist die Prämie von 105$, abzüglich Transaktionsgebühr bleiben 101,50$. Riskiert habe ich somit 3.000$ minus 101,50$, also 2898,50$, denn die Prämie hätte ich auch bei einer Insolvenz von VoxelJet und wertlosem Verfall der Aktien behalten dürfen. Der Trade ging über 38 Tage und brachte bezogen auf das riskierte Kapital folglich einen Gewinn von 3,5%. Annualisiert (also durch 38 Tage geteilt und mit 365 Tagen auf das Jahr hochmultipliziert) bedeutet dies eine Jahresrendite von 33,6% - nicht übel. ;)

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Hey, Dude,

 

Interessante Beiträge. Interessanter Thread.

 

Allerdings halte ich nicht viel von "anualisierten Renditen".

Das macht imho. nur Sinn, wenn man mind. ca. 50% des Jahres so investieren kann. Lieber halte ich ne Aktie 10 Jahre mit 10% p.a., statt das Kapital 3x p.a. Kurzfristig für 3% anzulegen.

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Allerdings halte ich nicht viel von "anualisierten Renditen".

Das macht imho. nur Sinn, wenn man mind. ca. 50% des Jahres so investieren kann. Lieber halte ich ne Aktie 10 Jahre mit 10% p.a., statt das Kapital 3x p.a. Kurzfristig für 3% anzulegen.

 

Ja, das ist natürlich erstmal nur eine imaginäre Zahl. Allerdings eignet sich dieses Maß bei Optionsgeschäften dazu, verschiedene Tradealternativen miteinander vergleichbar zu machen. Da man ja in der Regel nur für Zeiträume anlegt, die Bruchteile von Jahren sind, ist nicht immer gleich deutlich, welche Möglichkeit (z. B. welcher Strike, welches Fälligkeitsdatum) die beste Wahl ist.

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Posted · Edited by Thomas

Nett zu sehen, dass der Optionen-Thread mal wieder Leben bekommt -- wer's nicht weiss: ich habe dieses Unterforum aufgemacht und in dem Thread "Echte Trades", na ja, meine echten Trades dargestellt, mitsamt Risiken, meinen Dummheiten, Gewinnen und Verlusten. Dass dort wenig Resonanz kam, lag wohl im Wesentlichen daran, dass der Handel mit Optionen in Deutschland nicht leicht, sprich teuer, war. Hat sich das geändert?

 

Zur Information: Ich lebe in den USA und trade mit InteractiveBrokers (IB), da kostet der Handel mit US-Options (auch wenn man in D lebt und seinen IB-Account in UK hat) 0,70 USD pro Kontrakt (mindestens 1.00 USD, beim Verkauf kommen noch ein paar Cents Börsenspesen dazu). Ein Kontrakt steht nahezu immer für 100 Aktien Ausnahmen sind die teuren Aktien wie Apple AAPL, Google GOOG und ähnliche. Sind bei finance.yahoo.com mit einer "7" nach dem Ticker gekennzeichnet, als z.B. AAPL7; dabei entspricht ein Kontrakt 10 Aktien. Danach folgt das Expiration Date, z.B. 140322, demrTyp "C" oder "P" und der Strikepreis. Deutsche Optionen, sofern es solche gibt, kosten pro Kontrakt 1,10 EUR https://www.interact...#38;p=options1.

 

Speziell zu Short Puts: Dem leicht verdienten Geld steht wie immer ein Risiko gegenüber. Denn was passiert wohl, wenn gerade kurz vor dem Verfallsdatum das Underlying von schlechten Nachrichten geplagt wird? Dann kauft man (zwangsweise) nicht nur zu einem höheren Preis als dem Marktpreis ("Schnäppchen"? von wegen) sondern ein Unternehmen, das schlechter dasteht, als man beim Verkauf der Puts angenommen hatte. Oder man kauft die Puts zu einem höheren Preis zurück und akzeptiert so den Verlust. (Rückkauf natürlich erst am Verfallstag, weil dann der Zeitwert null ist. Kostet aber immer noch Geld; billiger kann es sein, das Underlying zu shorten bzw. nach dem Assignment zu verkaufen.)

 

Ich will das Risiko nicht überbetonen, aber es ist da. Risikoloses Einsacken von Prämien gibt es nicht. Zur Information: Ich gehe gern mit Puts short und mache nettes Geld damit. Ich bin aber auch schon einmal, wie gerade beschrieben, satt auf die Schnauze gefallen. Falls du in die Theorie einsteigen möchtest, lies http://de.wikipedia....-Scholes-Modell

NB: Nicht mein Fall, aber bitte, da ist es.

 

>Noch eine Bemerkung: Optionen sind in meinen Augen keine Investments, schon gar nicht langfristig -- sie sind auch nicht, anders als Aktien, beleihbar (marginable).

 

Ich habe irgendwann mal die gar schröckliche aber wahre Geschichte von einem deutschen Investor beschrieben. Der hatte Calls auf die damals noch selbständige Sun Microsystems (SUNW, heute Teil von Oracle ORCL) gekauft. Aktie damals $22, Strike 20, also in-the-money (ITM). Für 5900€. Dann fiel SUNW leider auf $18, und seine Calls waren nur noch Cents wert. Da fragte er im Forum verzweifelt, "ist jetzt mein ganzes Geld weg?" Ich konnte ihm nichts besseres sagen als "leider ja".

 

Er hätte damals zwecks Absicherung entweder Calls mit höherem Strike verkaufen können (eine schwache Sicherung seiner Position, immerhin eine Verbilligung der gezahlten Prämie) oder Puts mit einem Strike von 20 oder darunter kaufen können -- eine wirksame Absicherung, aber, wie alle Versicherungen, teuer.

 

Wenn Options risikolos wären, wer würde dann noch in Aktien investieren?

 

Wer aber mit Risiken umgehen kann, für den sind Short-Optionen -- gerade in "unsicheren" Zeiten, wenn die Volatilität gross und die Optionspreise hoch sind -- ein interessanter Spielplatz.

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@klausk:

 

Ich handele aktuell bei Lynx, aber nur an amerikanischen Börsen notierte Werte. Die Eurex- und deutsche Aktienkursdaten sind mir zu teuer und das Handelsvolumen ist viel geringer als in Amerika.

 

Was du schreibst, hat Hand und Fuß. Ich nutze short Puts vorwiegend, um solide Dividendentitel mit Rabatt bei Kursrücksetzern einzusammeln oder zwischenzeitlich zumindest für das Warten auf Kaufkurse bezahlt zu werden. Der gezeigte Voxel Jet-Trade war schon deutlich spekulativer als das, was ich sonst handele. Allerdings habe ich selten eine Put-Option mit 28% Downside Protection und 3,5% Rendite in knapp 6 Wochen gesehen. Das Chance-Risiko-Verhältnis passte hier einfach, zumal Voxel Jet aufgrund der schlechten Aussichten von Stratasys und 3D Systems in Sippenhaft genommen wurde, obwohl für diesen Titel gar keine schlechten News vorlagen. Die Gelegenheit war einfach gut und der Trade ging ja auch voll auf.

 

Generell würde ich auf keinen Fall short Puts auf solche spekulativen Titel verkaufen, deren Fälligkeitstermin nach dem nächsten Quartalsbericht liegt. Wenn die Zahlen schlecht ausfallen, kann das böse ins Auge gehen. Den Kauf von Optionen ziehe ich nur für langfristige Trendbegleitung mit geringem Kapitaleinsatz und kleinem Hebel (= deep in the Money Optionen) in Erwägung. Ansonsten handele ich ganz gerne auch noch Covered Calls.

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Hi Dude,

 

sehr schöner Thread, danke!

 

Wie bist du denn auf Voxeljet gekommen?

Gibt´s da etwa eine empfehlenswerte Screening-Machine in den Weiten des Web?

(ich kenn da nur den kostenlosen Oscreener...)

 

Grüsse

zion

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@zion111:

 

Ich nutze einen kostenpflichtigen Optionsscreener zur Ermittlung meiner Tradeideen. Der Screener heißt Power Options und ist unter http://www.poweropt.com zu finden.

 

Auf Voxeljet selbst bin ich gekommen, weil ich die aktuellen Trends am Markt verfolge und 3D-Drucker aktuell in aller Munde sind.

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Ich hatte jetzt doch noch ein paar Minuten mir deinen Trade mal genauer anzuschauen. Der Puffer war natürlich wirklich erstmal gefühlt riesig, aber am Ende hat sich gezeigt, dass das auch seinen Grund hatte. Theoretisch müsstest du ja zwischendurch mit deinem Put ordentlich im Minus gelegen haben?

 

Was du schreibst, hat Hand und Fuß. Ich nutze short Puts vorwiegend, um solide Dividendentitel mit Rabatt bei Kursrücksetzern einzusammeln oder zwischenzeitlich zumindest für das Warten auf Kaufkurse bezahlt zu werden.

 

Genau das beschreibt eigentlich auch mein Ziel. Allerdings fehlt mir im Moment noch die Übung, um konsistente Ergebnisse zu erzielen. Als Stillhalter ist besonders das "Stillhalten" doch eine verdammt schwere Aufgabe :unsure:

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Posted · Edited by klausk

Ansonsten handele ich ganz gerne auch noch Covered Calls.

Das habe ich anfangs auch gemacht. Sie sind ein solider Einstieg in die Welt der Options. Die Prämie habe ich auf jeden Fall in der Tasche. Steigt die Aktie nun nicht über den Strike hinaus, dann kann ich das Spiel ja jeden Monat wiederholen. Steigt die Aktie doch über den Strike, dann habe ich nicht nur die Prämie sondern auch den Wertzuwachs des Underlying in der Tasche. Toll, nicht? Ich habe gerade so einen Fall hinter mir, der war zwar gut aber nicht so toll.

 

Ich hatte 100 Synaptics (SYNA), und als sie am 26.12.13 bei 50.76 stand, habe ich zwei Dinge getan:

-- einen Februar-Put mit Strike 48 für 2.20 verkauft (commission 26cents -- IB sei Dank!); kassierte Prämie netto: $219.74

-- einen covered Call, ebenfalls Februar, Strike 60 (commission 26cents) verkauft. Prämie nur 79cents -- der Strike lag ja sooo weit weg. Kassierte Netto-Prämie: $78.74.

 

Dann stieg SYNA. Am Verfallstag stand sie bei 62.27. Der Put verfiel, und statt meiner 100 SYNA-Aktien hatte ich $6,000 mehr auf dem Konto. Insgesamt war das kein schlechtes Geschäft, aber ich hatte ja für eine kleine Prämie jede Teilhabe an diesem Anstieg verkauft -- das war das Schlechte an diesem Geschäft.

 

Deshalb verkaufe ich lieber Puts auf eine anstiegsverdächtige Aktie als Calls darauf.

 

Umgekehrt, wenn du 100 Aktien hast und dir der weitere Verlauf mulmig erscheint, dann kannst du die Aktie verkaufen (am sichersten), einen Put kaufen (kostet Geld) oder einen Call verkaufen (bringt ein bisschen Geld, aber du gibst die Chance eines Anstiegs auf).

 

Das Gute an Options: Du hast mehrere Möglichkeiten. Das Schlechte an Options: Du musst dich entscheiden.

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Ich hatte 100 Synaptics (SYNA), und als sie am 26.12.13 bei 50.76 stand, habe ich zwei Dinge getan:

-- einen Februar-Put mit Strike 48 für 2.20 verkauft (commission 26cents -- IB sei Dank!); kassierte Prämie netto: $219.74

-- einen covered Call, ebenfalls Februar, Strike 60 (commission 26cents) verkauft. Prämie nur 79cents -- der Strike lag ja sooo weit weg. Kassierte Netto-Prämie: $78.74.

 

Dann stieg SYNA. Am Verfallstag stand sie bei 62.27. Der Put verfiel, und statt meiner 100 SYNA-Aktien hatte ich $6,000 mehr auf dem Konto. Insgesamt war das kein schlechtes Geschäft, aber ich hatte ja für eine kleine Prämie jede Teilhabe an diesem Anstieg verkauft -- das war das Schlechte an diesem Geschäft.

 

Ich verstehe noch nicht das "Schlechte" an dem Geschäft? Du hast doch effektiv nur von den letzten $2,27 nicht mehr profitieren können? Die $60 hast du ja bekommen?

 

Von dem Gedanken muss man sich wohl verabschieden, wenn man Optionen verkauft, dass man an allen Gewinnen teilhat. Dafür kennt man seinen maximalen Gewinn schon von Anfang an. Folglich lässt sich ja auch die bessere Handlungsalternative wählen.

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commission 26cents -- IB sei Dank!

 

Wieso nur 26 Cent?

Ich zahl 70.

 

Danke für Antwort.

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Ich hatte jetzt doch noch ein paar Minuten mir deinen Trade mal genauer anzuschauen. Der Puffer war natürlich wirklich erstmal gefühlt riesig, aber am Ende hat sich gezeigt, dass das auch seinen Grund hatte. Theoretisch müsstest du ja zwischendurch mit deinem Put ordentlich im Minus gelegen haben?

 

Hallo StockJunky,

 

wie du in meinem Beitrag weiter oben im Bild sehen kannst, lag der Askpreis des Puts zwischenzeitlich bei $1,80. Verkauft hatte ich für $1,05. Das war also auszuhalten in meinen Augen.

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Dann stieg SYNA. Am Verfallstag stand sie bei 62.27. Der Put verfiel, und statt meiner 100 SYNA-Aktien hatte ich $6,000 mehr auf dem Konto. Insgesamt war das kein schlechtes Geschäft, aber ich hatte ja für eine kleine Prämie jede Teilhabe an diesem Anstieg verkauft -- das war das Schlechte an diesem Geschäft.

 

Aber weißt du, was der entscheidende Vorteil daran ist? Du hast ein definiertes Enddatum, an dem du den Gewinn vom Tisch nimmst und den Trade beendest. Hättest du nur die Aktie, wäre das Problem: Wann aussteigen? Schön, dass die Aktie über den Callpreis gestiegen ist, aber hättest du denn dann auch zu diesem höheren Preis wirklich verkauft oder vielleicht doch die Aktie zu lange gehalten und irgendwann den Gewinn doch wieder abgegeben?

 

Das tolle an den Optionstrades ist, dass man einen begrenzten Zeithorizont einplant und genau weiß, wann man aus dem Trade aussteigen wird. Viele Leute halten ihre Aktien aus Gier zu lange und geben dann irgendwann die gesamten Buchgewinne wieder ab. Oder aber, sie halten die Aktie zu kurz, bevor sich Gewinne entwickeln. Als Stillhalter ist der Zeitrahmen recht klar abgesteckt. Notfalls kannst du bei einer gewinnträchtigen Aktie ja auch den Call hochrollen, wenn du die Aktie gerne länger halten willst.

 

Ich persönlich fand beim normalen Aktienhandel das Problem des Ausstiegs unglaublich schwierig. Wann steigt man aus und nimmt die Gewinne mit? Das war für mich immer ein schier unlösbares Problem, einen sinnvollen Zeitpunkt auszumachen.

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Posted · Edited by klausk

commission 26cents -- IB sei Dank!

Wieso nur 26 Cent?

Ich zahl 70.

$0.70 pro Kontrakt (Minimum $1.00) steht in der Preisliste. Mehr bezahlst du also auf keinen Fall, von ein paar Cents Börsenspesen abgesehen, die bei einem Verkauf fällig werden. Ich habe max. $0.14 Aufschlag gesehen, typischerweise wenn der Auftrag bei der CBOE ausgeführt wurde.

 

Manche Börsen geben IB einen Rabatt, weil IB der Broker mit dem grössten Marktanteil an den Optionsbörsen ist -- hab ich mal gelesen, ich finde die Quelle gerade nicht, also nagel nicht drauf fest. IB reicht diese Rabatte an die Kunden durch. Jedenfalls bekommt IB manchmal einen so hohen Rabatt, dass du für deinen Trade sogar Geld bekommst. Ist mir gelegentlich passiert, z.B. vor drei Tagen bei einem short Put auf AMTD; da betrug meine Commission negative 15 Cents für den Verkauf von zwei Puts. Andere Broker bekommen wahrscheinlich auch Rabatte -- sie reichen die allerdings nicht an ihre Kunden durch. IB dürfte hierbei einmalig sein.

 

Falls du Zugang zu IB's TWS hast, wähle eine Aktie wie z.B. KO und den nächsten Verfallstermin aus, dann bekommst du ein Fenster mit u.a. den verfügbaren Börsen (ich wähle immer SMART, weil dann IB automatisch die günstigste Börse auswählt). Du kannst aber auch eine bestimmte Börse aussuchen (ich wüsste nicht warum, aber du hast die Wahl). Zum Beispiel zwischen AMEX, BATS, BOX, CBOE, CBOE2, GEMINI, ISE, MIAX, NASDAQBX, NASDAQOM, PHLX und PSE).

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Auf Wunsch einer (leider anonymen) Mitleserin stelle ich hiermit meine aktuellen Options-Positionen ins Forum.

 

Format: Anzahl Underlying Expiration Strike Prämie Commission BeimStandDesUnderlying NettoP&L Breakeven

 

2 AMTD April 32 0.67 +0.15 33.20 $134.15 31.33

1 DFS März 55 0.57 -0.22 57.08 $56.78 54.43

4 DNKN März 47.50 0.61 -3.09 49.83 $240.91 46.90

1 IBB März 225 6.10 0.23 238.38 $609.77 218.90

 

AMTD steht im Augenblick bei 33.32 -- da besteht noch die Möglichkeit, dass sie unter 32.00 fällt. In dem Fall werden mir 200 Aktien zugeteilt (assigned). Dank der Prämie von 1.3415 beträgt mein Einkaufspreis 30.6585 -- das Assignment kann ich akzeptieren, oder ich kaufe den Put am letzten Tag (21.3.) zurück.

 

Bei DFS (aktuell 57.35) Verfall ist wahrscheinlich, ich würde ein Assignment aber wahrscheinlich akzeptieren.

 

Die 4 Puts auf DNKN (51.78) sind rein spekulativ; ich will keine 400 Donuts kaufen. Sollte DNKN unter (47.50 - 0.60 = ) 46.90 fallen, dann muss ich drei oder alle vier Puts mit Verlust zurückkaufen. -- Verfall sehr wahrscheinlich.

 

IBB (270.80) Verfall so gut wie sicher.

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Auf Wunsch einer (leider anonymen) Mitleserin stelle ich hiermit meine aktuellen Options-Positionen ins Forum.

 

Format: Anzahl Underlying Expiration Strike Prämie Commission BeimStandDesUnderlying NettoP&L Breakeven

 

2 AMTD April 32 0.67 +0.15 33.20 $134.15 31.33

.......................

 

AMTD steht im Augenblick bei 33.32 -- da besteht noch die Möglichkeit, dass sie unter 32.00 fällt. In dem Fall werden mir 200 Aktien zugeteilt (assigned). Dank der Prämie von 1.3415 beträgt mein Einkaufspreis 30.6585 -- das Assignment kann ich akzeptieren, oder ich kaufe den Put am letzten Tag (21.3.) zurück.

.....................

 

Hmmm,

den AMTD Trade versteh ich nicht: Verfall März oder April? Prämie 0.67 oder 1.34? Wie hoch ist bitte die Commission?

 

Thanks!

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Posted · Edited by klausk

Format: Anzahl Underlying Expiration Strike Prämie Commission BeimStandDesUnderlying NettoP&L Breakeven

2 AMTD April 32 0.67 +0.15 33.20 $134.15 31.33

.......................

AMTD steht im Augenblick bei 33.32 -- da besteht noch die Möglichkeit, dass sie unter 32.00 fällt. In dem Fall werden mir 200 Aktien zugeteilt (assigned). Dank der Prämie von 1.3415 beträgt mein Einkaufspreis 30.6585 -- das Assignment kann ich akzeptieren, oder ich kaufe den Put am letzten Tag (21.3.) zurück.

den AMTD Trade versteh ich nicht: Verfall März oder April? Prämie 0.67 oder 1.34? Wie hoch ist bitte die Commission?

Danke fürs aufmerksame Lesen. Ich könnte jetzt behaupten, es sei ja nur ein Test gewesen, aber ich habe mich wirklich vertan. Der April Put verfällt nicht im März sondern am 17. April. Der dritte Freitag im Monat, an dem Options normalerweise verfallen, ist Karfreitag -- da sind die Börsen geschlossen, also ist das Verfallsdatum einen Tag früher. "Who are you going to believe, me or your own eyes?" Groucho Marx.

 

Die Prämie betrug 0.67 pro Kontrakt, da ich zwei Stück verkauft habe, habe ich zwei mal 67 Cents mal hundert gleich 134 Dollar eingenommen. Plus 15 Cents, da IB grosszügige Rabatte von den Optionsbörsen erhält und diese an ihre Kunden durchreicht. Ich habe also für den Trade nicht nur nichts bezahlt, ich habe noch Geld raus bekommen. Ich hoffe, dein Broker tut das auch.

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