Tafelpapiere (effektive Stücke)

  • Wertpapier
  • Aktie
  • Verbrief
  • physisch
41 Beiträge in diesem Thema

Geschrieben · bearbeitet von Verlustmacher

Ich wollte vermeiden, mit irgendeiner Anlage in diese Falle zu tappen, da ich die Tragweite der Gesetzesänderung nicht erfassen konnte. Ich hatte nur nach "Änderung §358" gesucht und nichts gefunden.

 

So wie ich das jetzt nachgelesen habe, muß man die Ausschüttung ja auch nicht jährlich bei der Bank kassieren. Manche hatten die Papiere 20 Jahre im Schrank liegen, gingen dann zur Bank und ließen sich diese samt Ausschüttung auszahlen. Manche bekamen diese auch einfach geschenkt und haben sie über Jahre gesammelt.

Die Ausschüttungen können nach dem Termin dann nicht mehr in Anspruch genommen werden und noch schlimmer, man muß nachweisen, daß man der Eigentümer ist. Wie macht man das, wenn man sie vom Opa geschenkt bekam, der nicht mehr lebt?

Also wenn ich keine derartigen Anteilscheine im Schrank liegen habe, betrifft mich das in keinem Fall?

 

Man mag annehmen, das die Papiere abgeschafft werden sollen, weil sie "veraltet" sind und weil manche damit Steuern hinterzogen haben, aber genau das will man uns bei Bargeld ja auch einreden.

Inzwischen können die Konten fast aller europäischen Banken abfragen und da paßt es ins Bild, das bald neben dem Bargeld auch Tafelpapiere verschwinden. Dann ist alles erfaßt und der Staat kann Negativzinsen einführen und eine Vermögensabgabe nach der anderen...

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Geschrieben · bearbeitet von Stockinvestor

kann man von einem Fond auch "effektive Stücke" halten? Wobei mir eben der Begriff "effektive Stücke" eben auch noch nicht ganz klar ist.

 

Ja, kann man. Das bezeichnet man als effektives Stück. Im Gegensatz zu stückelosen Verkehr. Hier mal einBeispiel von effektiven Fondsanteilen.

 

Tafelgeschäft ist ein anonymisiertes Geschäft. Also ohne Nennung eines Namens. Früher konnstest Du zu einer Bank gehen, hast denen Bargeld gegeben und dafür Wertpapiere in Form von effekiven Stücke (Urkunden) erhalten. Also über die Tafel bezogen. So nannte man das.

 

Man erhielt eine Urkunde (Mantel) und eine zweite Urkunde (Bogen) mit 20 Kupons, die man abschneiden und bei Banken einlösen konnte, wenn der Fonds ausschüttend war.

 

Lies dich ein wenig ein. Und stell dann weitere Fragen.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Geschrieben · bearbeitet von bondholder

Wenn eine Fondsgesellschaft Tafelpapiere im Bestand hat, muß diese doch aktiv werden?

Denkfehler: Die Anleger, die effektive Stücke von Investmentfonds-Anteilen besitzen, müssen aktiv werden.

Guckst du hier: Sehr alte Fondsanteile umwandeln

 

Also wenn ich keine derartigen Anteilscheine im Schrank liegen habe, betrifft mich das in keinem Fall?

Es soll auch Leute geben, die effektive Stücke von Anleihen gerahmt an der Wand hängen haben.

Beispiel: FC St. Pauli 1910 Anleihe

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Geschrieben

Das ganze wurde doch nur verboten für Fonds, da man so einfach die vorabpauschale umgehen könnte.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Geschrieben · bearbeitet von John Silver

Vielen Dank für die Antwort. Nein, ich kenne mich mit Tafelpapieren nicht aus. Die "Nachteile" sind also die gleichen wie bei Bargeld? Das soll ja auch nur zu unserem Vorteil abgeschafft werden...

Aber wieso können dann Fonds betroffen sein? Sagten diejenigen, die das behaupten, nicht die Wahrheit oder kann man von einem Fond auch "effektive Stücke" halten? Wobei mir eben der Begriff "effektive Stücke" eben auch noch nicht ganz klar ist...

Natürlich kann es von einem Fonds auch effektive Stücke geben, hättest du problemlos hier im Forum nachlesen können vor ein paar Tagen:

https://www.wertpapier-forum.de/topic/50174-sehr-alte-fondsanteile-umwandeln/

 

Und nein, die Nachteile sind nicht die gleichen wie bei Bargeld. Ich hätte z.B. keine Lust, mich zur Bank begeben zu müssen, um meine jährliche Ausschüttung kassieren zu können. Ich finde es deutlich angenehmer, dass das heute alles automatisch geht.

 

Um was geht es dir eigentlich? Werde doch mal konkreter...

-Richtig, im Prinzip hat beides keine Nachteile. Das wird jetzt künstlich erzeugt.

-Und ich habe keine Lust, dass immer andere für mich entscheiden wozu ich keine Lust zu haben habe.

 

...

Also wenn ich keine derartigen Anteilscheine im Schrank liegen habe, betrifft mich das in keinem Fall?

Es soll auch Leute geben, die effektive Stücke von Anleihen gerahmt an der Wand hängen haben.

Beispiel: FC St. Pauli 1910 Anleihe

Nach dem ich die Paragraphen §1, §95, §97 und §358 KAGB gelesen habe, kann ich überhaupt nicht erkennen, was Stücke von Inhaberschuldverschreibungen, hier Anleihen von St. Pauli, mit der Fragestellung oben zu tun haben. Nein, diese Art von effektiven Stücken betrifft das nicht.

 

Das ganze wurde doch nur verboten für Fonds, da man so einfach die vorabpauschale umgehen könnte.

Was soll denn eine "vorabpauschale" sein und wer ist "man"? Der Fonds oder der Anleger?

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Geschrieben · bearbeitet von odensee

Und nein, die Nachteile sind nicht die gleichen wie bei Bargeld. Ich hätte z.B. keine Lust, mich zur Bank begeben zu müssen, um meine jährliche Ausschüttung kassieren zu können. Ich finde es deutlich angenehmer, dass das heute alles automatisch geht.

 

Um was geht es dir eigentlich? Werde doch mal konkreter...

-Richtig, im Prinzip hat beides keine Nachteile. Das wird jetzt künstlich erzeugt.

Meine Aussage war eigentlich nur: "die Nachteile sind nicht die gleichen wie bei Bargeld"... mit Tafelpapieren kann ich z.B. nur sehr schwierig einen Kaffee bezahlen....

Ich bin im übrigen ganz entschieden dafür, dass Bargeld NICHT abgeschafft wird. (Ich glaube, da sind wir beide auf der gleichen Seite...) und ....

 

-Und ich habe keine Lust, dass immer andere für mich entscheiden wozu ich keine Lust zu haben habe.

mit meiner Aussage hab ich nur was zu mir gesagt. Ich möchte keine Tafelpapiere haben, weil ich die Girosammelverwahrung als sehr nützlich empfinde. Ich hatte nie "Tafelpapiere" und möchte auch keine haben, daher stört es mich persönlich nicht, wenn die abgeschafft werden. Ich bin aber auch nicht in der "weg mit den Tafelpapieren"-Fraktion.

 

Bei Bargeld sieht es anders aus, das haben rund 80 Mio. in Deutschland.

 

Mich interessierte, in welchem Zusammenhang "Verlustmacher" diese Frage stellte.Daher meine Nachfrage.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Geschrieben

-Richtig, im Prinzip hat beides keine Nachteile. Das wird jetzt künstlich erzeugt.

Meine Aussage war eigentlich nur: "die Nachteile sind nicht die gleichen wie bei Bargeld"... mit Tafelpapieren kann ich z.B. nur sehr schwierig einen Kaffee bezahlen....

Ich bin im übrigen ganz entschieden dafür, dass Bargeld NICHT abgeschafft wird. (Ich glaube, da sind wir beide auf der gleichen Seite...) und ....

 

-Und ich habe keine Lust, dass immer andere für mich entscheiden wozu ich keine Lust zu haben habe.

mit meiner Aussage hab ich nur was zu mir gesagt. Ich möchte keine Tafelpapiere haben, weil ich die Girosammelverwahrung als sehr nützlich empfinde. Ich hatte nie "Tafelpapiere" und möchte auch keine haben, daher stört es mich persönlich nicht, wenn die abgeschafft werden. Ich bin aber auch nicht in der "weg mit den Tafelpapieren"-Fraktion.

 

Bei Bargeld sieht es anders aus, das haben rund 80 Mio. in Deutschland.

 

Mich interessierte, in welchem Zusammenhang "Verlustmacher" diese Frage stellte.Daher meine Nachfrage.

 

Ganz einfach: wenn Bargeld abgeschafft wird, hätte man sein Geld ersatzweise auch in Tafelpapieren anlegen können. Dann wird erst bei Bedarf ein Schein oder mehrere verkauft. Nun bleibt wohl nur Gold und Silber - fragt sich wie lange noch. Sämtliche Schlupflöcher werden zuvor geschlossen und dann wird der Staat mit der Enteignung beginnen.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Geschrieben · bearbeitet von Admiral377

1476480953[/url]' post='1053673']
1476469444[/url]' post='1053640']

Meine Aussage war eigentlich nur: "die Nachteile sind nicht die gleichen wie bei Bargeld"... mit Tafelpapieren kann ich z.B. nur sehr schwierig einen Kaffee bezahlen....

Ich bin im übrigen ganz entschieden dafür, dass Bargeld NICHT abgeschafft wird. (Ich glaube, da sind wir beide auf der gleichen Seite...) und ....

 

mit meiner Aussage hab ich nur was zu mir gesagt. Ich möchte keine Tafelpapiere haben, weil ich die Girosammelverwahrung als sehr nützlich empfinde. Ich hatte nie "Tafelpapiere" und möchte auch keine haben, daher stört es mich persönlich nicht, wenn die abgeschafft werden. Ich bin aber auch nicht in der "weg mit den Tafelpapieren"-Fraktion.

 

Bei Bargeld sieht es anders aus, das haben rund 80 Mio. in Deutschland.

 

Mich interessierte, in welchem Zusammenhang "Verlustmacher" diese Frage stellte.Daher meine Nachfrage.

 

Ganz einfach: wenn Bargeld abgeschafft wird, hätte man sein Geld ersatzweisen auch in Tafelpapieren anlegen können. Dann wird erst bei Bedarf ein Schein oder mehrere verkauft. Nun bleibt wohl nur Gold und Silber - fragt sich wie lange noch. Sämtliche Schlupflöcher werden zuvor geschlossen und dann wird der Staat mit der Enteignung beginnen.

 

Die Alternative Haltung von Vermögen in Bargeld vs. Tafelpapiere hat sich doch mangels Emissionen schon über 10 Jahre nicht ernsthaft mehr gestellt. Ausnahmen wie Aktien von Beate Uhse oder Schmuckurkunden einiger Fußballvereine bestätigen da nur die Regel. Außerdem hast Du mit Tafelpapieren auch eine Verjährungsproblematik. Als nächstes macht hier bestimmt jemand einen Thread auf, dass er eine Schuldverschreibung von 1991 im Schrank gefunden hat und nicht weiß was er damit machen soll, weil die Vorlegungsfrist auf 10 Jahre gekürzt wurde

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Geschrieben

Bargeld kann man auch enteignen, durch Ausgabe einer neuer Banknoten inkl. Münzen und Umtauschfrist.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Geschrieben

Zitat

Wer es richtig anstellt, könnte sein Geld mit historischen Wertpapieren durchaus sinnvoll anlegen. Doch Experten raten Laien eher davon ab.

Hier der recht interessante FAZ-Artikel.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Geschrieben · bearbeitet von zup

löschen

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Geschrieben · bearbeitet von zup

löschen

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Geschrieben

Hallo Leute,

 

ich hab mich nun extra hier angemeldet, da ich Expertenwissen brauche.

 

Ich möchte einem Bekannten von mir eine Coca-Cola Aktie schenken. Ich möchte aber eine echte Papier-Aktie haben. Und vorallem auch kein Replika!

 

Hab jetzt folgende Websiten gefunden:

 

https://www.giveashare.com/stock.asp?buy=coca-cola-stock

 

Hier kostet die echte Papier-Aktie scheinbar 113$. Nur ist mir nicht der Unterschied bewusst zwischen Paper Frame und Premium Frame. Vielleicht weiß hier jemand mehr?

 

Und folgende Website:

 

https://uniquestockgift.com/Collectible-Stocks/Coca-Cola/flypage.tpl.html


Prinzipiell wird hier wohl ein Replika angepriesen, aber wenn man im Bestellvorgang eine extra Gebühr von 40$ zahlt bekommt man eine echte Papier-Aktie. So würde man dann auf 129$ kommen.

 

 

Mir ist klar dass eine Coca Cola Aktie zurzeit nur 44 Euro kostet und man hier also das 2-3fache bezahlt. Aber eine echte Papieraktie zum einrahmen und aufhängen ist eben doch nochmal was anderes wie ein  einfacher Computereintrag.

 

 

Nur wollt ich jetzt mal fragen ob schon jemand mal bei einer der beiden Seite nach Deutschland bestellt hat? Die Seiten sehen so "einfach" aus. Im Moment habe ich daher etwas Angst betrogen zu werden. Oder letzendlich doch nur ein Replika zu kaufen?


Jemand Erfahrung damit?

Vielen Dank

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Geschrieben

Hallo !

 

http://www.geldmarie.at/wertpapiere/historische-wertpapiere.html

 

Papier Aktie gültig gibt es meines Wissens nicht mehr.

Wie sollte das bei Dividende und Finanzamt  gehen ? ( Schwarz ?)

 

 

mfg Rene

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Geschrieben · bearbeitet von Malvolio

vor 4 Stunden schrieb Theresnowayout:

Hallo !

 

http://www.geldmarie.at/wertpapiere/historische-wertpapiere.html

 

Papier Aktie gültig gibt es meines Wissens nicht mehr.

Wie sollte das bei Dividende und Finanzamt  gehen ? ( Schwarz ?)

 

 

mfg Rene

z.B. die Zahlstelle führt die Steuer ab?

 

Sog. "effektive Stücke" bzw. "Tafelpapiere" sind heutzutage aber wirklich völlig unüblich geworden. Es gibt heutzutage eigentlich nur noch sog. "Globalurkunden". Bei Aktien kann es sie aber zumindest theoretisch noch geben, wenn noch jemand welche hat und sie dir verkauft und die Urkunden noch nicht kraftlos erklärt sind.  (§ 358 KAGB gilt meines Wissens nach nur für Fondsanteile). In anderen Ländern (z.B. Luxemburg) gelten aber z.T. andere Regeln. Wie es sich mit US-Aktien verhält, kann ich nicht sagen .... vermutlich schwierig (wegen FATCA & Co.). Wenn du noch eine effektive Aktie bekommst, würde ich sie eher als dekorativen Wandschmuck als als Geldanlage betrachten. ;)

 

 

 

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Erstelle ein Benutzerkonto oder melde dich an, um zu kommentieren

Du musst ein Benutzerkonto haben, um einen Kommentar verfassen zu können

Benutzerkonto erstellen

Neues Benutzerkonto für unsere Community erstellen. Es ist einfach!


Neues Benutzerkonto erstellen

Anmelden

Du hast bereits ein Benutzerkonto? Melde dich hier an.


Jetzt anmelden