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Miguel

Heizöl hedgen?!

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Miguel
Posted

Hallo zusammen,

 

ich habe bei mir im Keller eine Heizöl-Heizung stehen, welche mein Haus mit Warmwasser / Wärme versorgt. Bisher habe ich immer versucht einen optimalen Kaufzeitpunkt für die jährliche Heizöl-Lieferung zu finden (meist im Sommer).

 

Nun habe ich mir die folgenden Gedanken gemacht und hoffe auf Hinweise und Tipps bzw. eine interessante Diskussion:

 

Ich würde gerne zukünftige Heizöl-Käufe absichern, indem ich in ein geeignetes Instrument investiere. D.h. ich sichere mir den heute (oder zum Zeitpunkt x) gültigen Preis für die nächsten Jahre. Steigt der Heizöl-Preis wird die Rechnung des Öl-Lieferanten entsprechend höher, ich kann dies jedoch durch durch gestiegene Kurse wieder einigermaßen ausgleichen. Ein "perfekter Hedge" ist sicherlich schwierig, mir reicht jedoch ein ungefährer Ausgleich des Preisanstieges. Bei fallenden Preisen gilt das Ganze entsprechend umgekehrt.

 

Nun meine Fragen:

1) Mache ich einen Denkfehler?

2) Welches "Anlageinstrument" eignet sich hierfür?

 

Bisher habe ich folgende Optionen im Kopf

I) Aktien der Ölmultis (Ich habe noch nicht überprüft inwieweit diese sich mit der Entwicklung des Ölpreises decken)

II) Zertifikate (leider bisher keine Erfahrung vorhanden)

III) Fonds

IV) Ich habe mal einen Ölpreis-ETF gesehen

V) weiter Vorschläge Ideen?

 

Ich hoffe meine Intention ist klar geworden. Inwieweit der aktuelle Heizölpreis ein guter "Einstiegszeitpunkt ist sei mal dahingestellt. Mir geht es in erster Linie um das Vorgehen an sich.

 

Viele Grüße

Miguel

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FranzFerdinand
Posted

VI) Kaufe einen größeren Heizöltank und "hedge" bei dir im Keller.

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Miguel
Posted

VI) Kaufe einen größeren Heizöltank und "hedge" bei dir im Keller.

 

I) Mein Heizöltank fasst bereits das 2,5fache des Jahresverbrauchs.

II) Hast du auch noch hilfreichen Input?

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FranzFerdinand
Posted

Ist doch gut, besser wirds auch nicht. Was du suchst, ist ein direkter Gegenspieler zum Heizölpreis, darauf kann man aber nur mit hohen Kosten wetten. Wenn es so einfach wäre, würde auch 50% Dax und 50% Short Dax funktionieren. Tut es aber nicht, die Gründe sind im Forum vielerorts nachzulesen.

 

Rüste auf Gas um, und vergiß die Sorgen ;-)

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bondholder
Posted · Edited by bondholder

Hallo Miguel, was darf deine Absicherung kosten?

(Würdest du selbst einen langfristigen Heizöl-Hedge zum aktuellen Preis ohne weitere Kosten anbieten? Wohl nicht, oder?)

 

P.S.: Besteht eventuell die Möglichkeit, auf Holzpellets mit Solarwärme o.ä. umzusteigen? Eine Investition in effizientere Technik scheint mir auf jeden Fall die bessere Idee zu sein...

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Kolle
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Der beste Hedge ist die energetische Sanierung des Gebäudes und begleitende Verhaltensmaßnahmen.

 

Zwar immer noch teuer, aber auf Jahrzehnte gesehen billiger als irgendwelche Kapitalmarktprodukte.

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lenzelott
Posted · Edited by lenzelott

An der Nymex gibt´s nen Heating Oil Future (Ticker HO)

 

CME

 

1 Kontrakt = 42,000 gallons. Damit wirst Du Deinen Tank wohl mehrfach füllen können....

Physische Belieferung macht da keinen Sinn, weil NY Harbor.

 

Außerdem handelt es sich dabei um US Preise, weil NY Harbor für delivery.

Aber zum absichern geht das schon.

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Schinzilord
Posted

Hier ein paar ETCs (da Optionen und Futures, welche an der CBOT gehandelt werden, wohl für einen Privatanleger nicht in Frage kommen (42000 Gallonen, physische Lieferung :)),

bleiben wohl ETFs als einfachste Produkte:

 

Disclaimer: Ich nehme an, die Probleme von ETCs allgemein und die Pfadabhängigkeit der Hebelprodukte sind dir geläufig.

 

Heizöl long only

ETFS Heating Oil DE000A0KRJ02

 

Benzin long und short

ETFS Gasoline DE000A0KRJY2

ETFS Leveraged Gasoline DE000A0V9YY0

ETFS Short Gasoline DE000A0V9XZ9

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Profi(t)
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Der beste Hedge ist die energetische Sanierung des Gebäudes und begleitende Verhaltensmaßnahmen.

 

Zwar immer noch teuer, aber auf Jahrzehnte gesehen billiger als irgendwelche Kapitalmarktprodukte.

 

Genauso ist es... Mit Holz zu heizen wird die größte Kostenersparnis über eine längere Laufzeit bringen!

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Laser12
Posted

Moin,

 

Heizöl brauche ich nicht, aber so mache ich das mit Benzin:

 

I) Aktien der Ölmultis (Ich habe noch nicht überprüft inwieweit diese sich mit der Entwicklung des Ölpreises decken)

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lenzelott
Posted · Edited by lenzelott

Hier ein paar ETCs (da Optionen und Futures, welche an der CBOT gehandelt werden, wohl für einen Privatanleger nicht in Frage kommen (42000 Gallonen, physische Lieferung :)),

 

Verzeih mir: Ich handle nur Aktien und Futures, mit dem rest hab ich nix am Hut. ;)

IB läßt die physische Lieferung nicht zu, Du wirst von denen daher immer kurz vor Verfall zwangsliqudiert.

Es gibt übrigens an der ICE einen Future auf heating oil, der nur Bargeldausgleich hat (aber auch 42000 Gallonen).

 

 

Der beste Hedge ist die energetische Sanierung des Gebäudes und begleitende Verhaltensmaßnahmen.

 

Zwar immer noch teuer, aber auf Jahrzehnte gesehen billiger als irgendwelche Kapitalmarktprodukte.

 

Genauso ist es... Mit Holz zu heizen wird die größte Kostenersparnis über eine längere Laufzeit bringen!

 

Mhh, das mußt Du mir mal vorrechnen.

Brennholz in der letzten Zeit auch nicht unerheblich teuer geworden.

Hatte neulich mal nachgerechnet und kam zu keiner wirklichen Kostenersparnis gegenüber meiner Gas Heizung.

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labtexc
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Hier ein paar ETCs (da Optionen und Futures, welche an der CBOT gehandelt werden, wohl für einen Privatanleger nicht in Frage kommen (42000 Gallonen, physische Lieferung :)),

 

Verzeih mir: Ich handle nur Aktien und Futures, mit dem rest hab ich nix am Hut. ;)

IB läßt die physische Lieferung nicht zu, Du wirst von denen daher immer kurz vor Verfall zwangsliqudiert.

Es gibt übrigens an der ICE einen Future auf heating oil, der nur Bargeldausgleich hat (aber auch 42000 Gallonen).

 

 

Genauso ist es... Mit Holz zu heizen wird die größte Kostenersparnis über eine längere Laufzeit bringen!

 

Mhh, das mußt Du mir mal vorrechnen.

Brennholz in der letzten Zeit auch nicht unerheblich teuer geworden.

Hatte neulich mal nachgerechnet und kam zu keiner wirklichen Kostenersparnis gegenüber meiner Gas Heizung.

 

Holz kann man selbst "machen" - kaufen ist Unsinn.

30 Steer (für selbst klein machen aus dem Wald) kosten hier beim Förster 50€ bar kralle. Klar ein paar Investitionen für die Ausrüstung (Kettensäge, Spalter, etc...) müssten getätigt werden, hat man aber schnell wieder drin.

Des Weiteren betätigt man sich sportlich - guter Ausgleich :thumbsup:

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Ramstein
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30 Steer für 50 Euro? Damit kannst du reichlich heizen. Nach reichlich Arbeit.

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labtexc
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Die Arbeit macht (mir zumindest) Spaß. 30 Steer langen ca. 3 Winter (je nach Dauer und Intensität).

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bond007
Posted · Edited by bond007

Hallo zusammen,

 

ich habe bei mir im Keller eine Heizöl-Heizung stehen, welche mein Haus mit Warmwasser / Wärme versorgt. Bisher habe ich immer versucht einen optimalen Kaufzeitpunkt für die jährliche Heizöl-Lieferung zu finden (meist im Sommer).

 

Nun habe ich mir die folgenden Gedanken gemacht und hoffe auf Hinweise und Tipps bzw. eine interessante Diskussion:

 

Ich würde gerne zukünftige Heizöl-Käufe absichern, indem ich in ein geeignetes Instrument investiere. D.h. ich sichere mir den heute (oder zum Zeitpunkt x) gültigen Preis für die nächsten Jahre. Steigt der Heizöl-Preis wird die Rechnung des Öl-Lieferanten entsprechend höher, ich kann dies jedoch durch durch gestiegene Kurse wieder einigermaßen ausgleichen. Ein "perfekter Hedge" ist sicherlich schwierig, mir reicht jedoch ein ungefährer Ausgleich des Preisanstieges. Bei fallenden Preisen gilt das Ganze entsprechend umgekehrt.

 

Nun meine Fragen:

1) Mache ich einen Denkfehler?

2) Welches "Anlageinstrument" eignet sich hierfür?

 

Bisher habe ich folgende Optionen im Kopf

I) Aktien der Ölmultis (Ich habe noch nicht überprüft inwieweit diese sich mit der Entwicklung des Ölpreises decken)

II) Zertifikate (leider bisher keine Erfahrung vorhanden)

III) Fonds

IV) Ich habe mal einen Ölpreis-ETF gesehen

V) weiter Vorschläge Ideen?

 

Ich hoffe meine Intention ist klar geworden. Inwieweit der aktuelle Heizölpreis ein guter "Einstiegszeitpunkt ist sei mal dahingestellt. Mir geht es in erster Linie um das Vorgehen an sich.

 

Viele Grüße

Miguel

 

Deine Intention scheint eine Absicherung gegen einen steigenden Heizölpreis zu sein. Auf Terminmärkten kann man immer nur eine bestimmte Menge eines Wirtschaftsgutes zu einem bestimmten Lieferdatum mit einem Preis absichern.

Eine Versicherung das Öl immer günstiger zu bekommen als am Markt gibt es natürlich nicht.

 

Investition in Aktien der Ölgesellschaften:

Eine fortwährende Absicherung kannst Du nur bedingt über die Gewinne der Ölgesellschaften machen. Diese müssen nicht notwendigerweise in gleicher Weise mit dem Anstieg des Ölpreises korrelieren. Auch müssen diese nicht unbedingt entsprechende steigende Dividenden ausschütten. Der Ölpreis kann steigen aber die Gesellschaft durch Managementfehler, Naturkatastrophen, Zukäufe, hohe Investitionen usw. weniger Gewinne machen.

Zertifikate: z.B.: Tracker-Zertifikate long auf Heizöl, Börse ist ICE. Es kann aber sein dass der lokale Ölpreis bei Dir vor Ort durch Transportkosten schneller steigt/ höher ist als der Referenzpreis an der ICE oder Nymex.

Der Referenzkurs an einer Börse ist nur bedingt eine Referenz für deinen lokalen Bedarf. Es gibt keinen Ertrag - nur bei Verkauf mit Gewinn.

(gemanagte) Fonds: Keine Erträge wenn Thesaurierend, hohe Management Gebühren

(ungemanagte) Fonds/ETF: Keine Erträge wenn Thesaurierend,, niedrige Management Gebühren

 

Ausserdem; Steigt Dein lokaler Heizölpreis und löst Du Deinen Hedge aus um den Preisanstieg zu kompensieren musst Du Deinen nächsten Hedge zu den veränderten Konditionen abschliessen.

 

Beispiel: Bei einem Heizölbedarf zu z.B. 2500 EUR pro Jahr und einem erwarteten Preisansteig von bis zu 30% möchtest Du einen Preisansteig von 750 EUR kompensieren.

Dazu könntest Du z.B. für ca. 16.400 EUR Aktien von Total S.A. kaufen die ihre Dividende mittlerweile vierteljährlich auszahlen.Du kannst auch mixen und Aktien von Royal Dutch Shell und weiteren Gesellschaften hinzufügen. Bei steigendem Ölpreis müsstest Du aber Aktien nachkaufen um mehr Ausschüttung zu erhalten.

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FranzFerdinand
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Beispiel: Bei einem Heizölbedarf zu z.B. 2500 EUR pro Jahr und einem erwarteten Preisansteig von bis zu 30% möchtest Du einen Preisansteig von 750 EUR kompensieren.

Dazu könntest Du z.B. für ca. 16.400 EUR Aktien von Total S.A. kaufen die ihre Dividende mittlerweile vierteljährlich auszahlen.Du kannst auch mixen und Aktien von Royal Dutch Shell und weiteren Gesellschaften hinzufügen. Bei steigendem Ölpreis müsstest Du aber Aktien nachkaufen um mehr Ausschüttung zu erhalten.

 

Das habe ich auch mal für meinen Strom- und Benzinverbrauch angedacht. BP wäre mein Benzin-hedge gewesen (kurz vor Deepwater Horizon dann doch nicht gekauft), das andere war E.On, ein Jahr später flog Fukushima in die Luft. Solche Abersicherungen bringen also neue Risiken mit sich.

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bond007
Posted

Beispiel: Bei einem Heizölbedarf zu z.B. 2500 EUR pro Jahr und einem erwarteten Preisansteig von bis zu 30% möchtest Du einen Preisansteig von 750 EUR kompensieren.

Dazu könntest Du z.B. für ca. 16.400 EUR Aktien von Total S.A. kaufen die ihre Dividende mittlerweile vierteljährlich auszahlen.Du kannst auch mixen und Aktien von Royal Dutch Shell und weiteren Gesellschaften hinzufügen. Bei steigendem Ölpreis müsstest Du aber Aktien nachkaufen um mehr Ausschüttung zu erhalten.

 

Das habe ich auch mal für meinen Strom- und Benzinverbrauch angedacht. BP wäre mein Benzin-hedge gewesen (kurz vor Deepwater Horizon dann doch nicht gekauft), das andere war E.On, ein Jahr später flog Fukushima in die Luft. Solche Abersicherungen bringen also neue Risiken mit sich.

 

Völlig richtig, eine Investition in Ölaktien ist kein Hedge für einen steigenden Ölpreis. Um eine Position in E.ON Aktien abzusichern bräuchte man E.ON puts - das wäre eine Gegenposition.

Bei E.ON und RWE hat das "politische Risiko" zugeschlagen.

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AAustermann
Posted · Edited by AAustermann
Letzter Satz war zu weit abgerückt

Sorry dass ich den alten Thread wieder beatme, aber ein Gedankengang den ich einmal aufgeschnappt habe ist dazu wieder aufgelebt.

Mal angenommen ich würde mir mittels Option einen Kontrakt Heizöl zum derzeitigen Preis sichern, um zu einem gewissen Zeitpunkt das Öl in einen Hafen Europas geliefert zu bekommen. Wie genau müsste man vorgehen, um die Ware zu einer bestimmten Qualität geliefert zu bekommen ?

 

Das Verteilen des Heizöls und alles was danach kommt ist erst einmal nebensächlich.

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nicco
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Zukauf Heizöl, SL ca.1,14

 

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nicco
Posted · Edited by nicco

Heizöl ist jetzt m.E. zu teuer. Nach den COT Daten ist besonders die Spekulation der "Small Spec." sehr hoch.

 

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Short mit SL bei ca. 1,94

 

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Ergänzung vom 9.3.

Short ist noch zu riskant, verkauft bei 1,93

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