Fondsauswahl für Weltdepot (Thesaurierer)

106 posts in this topic

Posted · Edited by PassiveForProfiz

Hi,

 

 

bei mir steht nun die Grundstruktur des Aktiendepots fest. Anlagebetrag wird ca. 6k sein.

 

Ich werde entweder 2 oder 3 ETFs kaufen, was u.a. von den Antworten hier abhängt.

 

Grundstruktur: ca. 32% Emerging Markets, ca. 68% Developed Markets

 

 

Für den EM-Anteil möchte ich mir einen einzelnen ETF. Er sollte deutsch, voll replizierend und voll thesaurierend sein, da ich keine Ausschüttungen benötige. Es ist irgendwie garnicht so einfach, einen solchen zu finden. Beispielsweise der iShares MSCI Emerging Markets UCITS ETF (Inc) (WKN: A0HGZT) (übrigens in Irland aufgelegt sehe ich gerade) hat 848 Positionen und die Methodik ist "Optimierung". Heißt Optimierung, dass der ETF nicht voll repliziert? Ist es bei breiten Indizes meistens so, dass eine volle Replizierung schwer ist? Waum? Vielleicht finde ich deshalb keinen passenden ETF, außerdem ist der iShares ausschüttend und das würde für die Reinvestition nur zusätzliche Kosten verursachen.

Eine Alternative, die Kommer anführt, ist der UBS-ETF (WKN: UB42AB). Der ist aber außerdem noch in Luxemburg.

 

 

Was Developed Markets angeht, gibt es für mich 2 Varianten:

 

Var1: Einen einzelnen ETF: Hier führt Kommer als Beispiel den iShares STOXX Global Select Dividend 100 (WKN: A0F5UH). Dieser soll als Ersatz für mehrere large cap ETFs (USA/Westeuropa/Australien) dienen. (Ist übrigens wieder Ausschüttend... Warum gibt Kommer so viele ausschüttende Beispiele an, wenn er selbst Thesaurierer empfiehlt, solange man auf keine Ausschüttungen angewiesen ist?)

 

Die SelDIv Diskussion im Parallelthread habe ich mitverfolgt, dort wird viel über den Renditevergleich zu normalen ETFs geschrieben. Ich verstehe, was SelDiv ETFs sind, aber ich verstehe nicht, waum sie nicht den normalen VergleichsETF outperformen. Etwa weil die DIvidenden im Kaufpreis des ETFs schon eingepreist sind und ich daher keinen realen Gewinn mache? Warum werden die SelDivs denn von Kommer so oft als Beispiele angeführt...

 

Hier hätte ich auch gerne wieder einen deutschen, voll repl. und voll thesaur. ETF. Der iShares MSCI World UCITS ETF (Inc) ist z.B. wieder ausschüttend.

 

 

Var2: Zwei ETFs: Einen globalen StandardwerdETF und einen westeuropäischen small cap ETF (westeurop. deshalb, weil Kommer diese Option anführt, falls man nicht genügend Kapital für bspw. noch Japan und USA hat, siehe auch Zusatzfrage am Ende). Verhätlnis 50/50.

 

Der globale StandardwerdETF könnte z.B. wieder der iShares STOXX Global Select Dividend 100 (WKN: A0F5UH) oder der MSCI World von iShares, jedoch erfüllen diese wieder nicht die Kriterien, die ich schon mehrmals erwähnte (deutsche, voll repl. und voll thesaur. ETF)

 

Die selben Kriterien gelten für den westeuropäischen small cap ETF. Als Beispiel wird bei Kommer der iShares STOXX Europe Small 200 UCITS ETF (DE) (A0D8QZ) (wieder ausschüttend) oder auch der iShares EURO STOXX Small UCITS ETF (A0DPMZ) (wieder ausschüttend) genannt.

 

Ich hoffe Ihr könnt mir ETFs empfehlen, die zu den Kriterien passen bzw. mich aufklären, falls meine Kriterien nicht zusammenpassen oder es dafür einfach keinen geeigneten Fonds gibt. Ihr könnt auch sagen, welche der 2 Varianten Ihr bevorzugt und warum.

 

 

 

 

 

Noch eine kleine Zusatzfrage: Wieso sollte man eigentlich bei 6k nicht z.B. doch mehrere ETFs kaufen und z.B. die small caps noch einzeln für Westeuropa, USA/Nordamerika und Japan/Australien kaufen. Woher die Logik, bei kleinen Beträgen weniger ETFs zu kaufen? Kommer führt hier z.B. als Grund an, dass man die "produktbezogenen Mindestbeträge der Fondsgesellschaften nicht erreicht". Wenn ich aber so bei ETFs nachschaue, steht da eigentlich immer: Mindesteinlage: 1,00 oder sogar 0,00.

Ein weiterer Grund wäre weniger Komplexität. Ob ich jetzt aber 3 ETFs habe oder 6 macht für mich keinen großen Unterschied. Ist also der einzige Grund die Transaktionsgebühren beim Kauf bzw. Rebalancen? Fällt das so stark ins Gewicht im Vergleich zu einer evtl. besseren Rendite durch mehr Diversifikation mit mehr ETFs?

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Posted · Edited by Ramstein

  • db x-trackers MSCI World Index UCITS ETF 1C LU0274208692 TER 0,45% nach SWAP-Erträgen 0,16% thesaurierend Domizil Luxemburg bisher steuerlich unproblematisch
  • COMSTAGE MSCI EMERGING MARKETS (LU0635178014) TER 0,5% swap (thesaurierend) Domizil Luxemburg bisher steuerlich unproblematisch

Links in der Signatur thumbsup.gif

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Bezüglich deiner kleinen Zusatzfrage :

 

Das ist letztlich eine reine Geschmacksfrage. Der einzige Grund für wenige Fonds ist das einfachere "rebalancing".

Ich nehme mal an die 6k sind der Beginn deines Depots. Wenn es durch Sparpläne bald anwächst spricht nach meiner Meinung nichts dagegen bereits zu Anfang mehr Fonds zu besparen.

 

LG Joseph

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Posted · Edited by PassiveForProfiz

  • db x-trackers MSCI World Index UCITS ETF 1C LU0274208692 TER 0,45% nach SWAP-Erträgen 0,16% thesaurierend Domizil Luxemburg bisher steuerlich unproblematisch
  • COMSTAGE MSCI EMERGING MARKETS (LU0635178014) TER 0,5% swap (thesaurierend) Domizil Luxemburg bisher steuerlich unproblematisch

Links in der Signatur thumbsup.gif

 

Thesaurierend ist schonmal gut. Aber wenn ich schon swap-basiert lese bzw. dass Derivate-Techniken eingesetzt werden, dann läuten bei mir immer Alarmglocken. Vielleicht auch, weil Dirk Müller in seinem Buch Cashkurs davon abgeraten hat, soweit ich mich noch erinnere. Er empfiehlt ausschließlich voll replizierende ETFs. Gibt es denn garkeine, die voll replizieren, thesaurieren und möglichst deusch sind? Wenn du sagst, "bisher" sind sie steuerlich unproblematisch, dann stimmt mich das nicht sonderlich freudig. Warum sollte ich es riskieren, später umschichten zu müssen, wenn ich auch einfach einen deutschen ETF kaufen kann, der eben nicht im Ausland thesauriert? Danke für die Links, ich stolpere immer wieder über diese und andere Threads, kann sie aber nie wieder finden, wenn ich sie suche :)

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Posted · Edited by Alaba

Aber wenn ich schon swap-basiert lese bzw. dass Derivate-Techniken eingesetzt werden, dann läuten bei mir immer Alarmglocken. Vielleicht auch, weil Dirk Müller in seinem Buch Cashkurs davon abgeraten hat, soweit ich mich noch erinnere. Er empfiehlt ausschließlich voll replizierende ETFs.

 

Der Ratschlag ist sinnlos, solange man nicht auch auf eine niedrige Wertpapierleihquote achtet. Das ganze ist aber nur für ein Szenario relevant, in dem deutsche Staatsanleihen (die Sicherheiten von Swaps/Leihen) ihren Wert verlieren und Aktien ihren Wert behalten. Möchtest du dich wirklich allem Aufwand zum Trotz gegen dieses Szenario wappnen?

 

Gibt es denn garkeine, die voll replizieren, thesaurieren und möglichst deusch sind? Wenn du sagst, "bisher" sind sie steuerlich unproblematisch, dann stimmt mich das nicht sonderlich freudig. Warum sollte ich es riskieren, später umschichten zu müssen, wenn ich auch einfach einen deutschen ETF kaufen kann, der eben nicht im Ausland thesauriert?

 

Genauso wie der ETF thesaurieren könnte, könnte er auch das Domizil wechseln. Was ist so schlimm daran, alle paar Jahre mal den Anbieter zu wechseln?

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Posted · Edited by PassiveForProfiz

Ich möchte mich grundsätzlich nicht gegen etwas wappnen, sondern zuerst mal nichts kaufen, hinter dem ich nicht stehe. Ich bin noch nicht so aktienerfahren, wie die meisten hier, daher kann ich bei einem swap-basierten Fond die Hintergrundstrukturen nicht zu 100% nachvollziehen. Ich weiß schon was das ist, aber wieso soll ich etwas kaufen, was ich nur zu 80% verstehe und bei dem "wahrscheinlich" nichts schief geht, wenn ich auch etwas haben kann, was sicher und nachvollziehbar ist, in dem Fall ganz einfache voll replizierende Fonds.

 

 

Zu deiner zweiten Frage: Daran ist wahrscheinlich nichts tragisch, aber es ist doch offensichtlich besser einen deutschen ETF zu haben, bei dem das geringe Risiko eines Domizilwechsels besteht, als einen, der schon von Beginn an ausländisch ist. Mir geht es hier ums Prinzip, die vorgeschlagenen Fonds sind eben in den meisten Belagen nicht "schlecht", aber auch nicht zu 100% optimal. Bei meinem ersten Fondskauf möchte ich eben ein Produkt, hinter dem ich stehe, das ich verstehe und das nicht nur "fast" optimal ist.

 

Bis jetzt habe ich noch keinen Fonds gefunden, der deutsches Domizil hat, voll replizierend ist (d.h. ich damit kein schlechtes Gefühl haben muss) und auch thesauriert. Vielleicht schafft das noch jemand, so einen auszugraben.

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Das ETF-Angebot ist eben nicht so groß, dass man alle denkbaren Kriterien aufstellt und dann einfach das passende Produkt auswählt. Mit Einschränkungen wirst du leben müssen, vor allem wenn du auf Domizil Deutschland bestehst.

Such einfach mal ein paar Threads hier durch, es gibt quasi täglich eine Anfrage von Börsenneulingen mit immer leicht unterschiedlichen Kriterien. Das Ergebnis ist immer das gleiche: Man kann keine ETFs vorschlagen, die es nicht gibt, und am Ende landen alle bei den Standardempfehlungen.

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Du kannst die Wertpapierleihe zu 100% nachvollziehen? Sonst fallen noch einige Fonds mehr weg.

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Posted · Edited by Alaba

wenn ich auch etwas haben kann, was sicher und nachvollziehbar ist, in dem Fall ganz einfache voll replizierende Fonds.

 

voll-replizierend = sicher und nachvollziehbar ist gerade nicht der Fall wie ich oben geschrieben habe. Ansonsten gilt:

 

Das ETF-Angebot ist eben nicht so groß, dass man alle denkbaren Kriterien aufstellt und dann einfach das passende Produkt auswählt.

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Auf Webseiten wie www.justetf.com kann du bei der ETF-Suche z.B. auswählen ob nur Fonds mit Domizil Deutschland angezeigt werden.

Hier z.B. alle MSCI Emerging Markets mit Domizil-Angabe:

https://www.justetf.com/de/find-etf.html?index=MSCI%2BEmerging%2BMarkets&columnValueType=domicileCountry

Der einzige mit Domizil Deutschland ist der von Deka MSCI Emerging Markets UCITS ETF, DE000ETFL342, TER 0,65%.

 

MSCI Emerging Markets ohne Swap nachzubilden ist wahrscheinlich nicht so einfach, viele Aktien darin kann man nicht so leicht oder schnell kaufen/verkaufen wie z.B. DAX-Aktien.

 

Der von Comstage hat eine geringere TER.

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Hier mal ein Zitat aus Cashkurs von Dirk Müller, S. 152:

 

"Swap-basierte ETFs hingegen kaufen die Aktien des Dax gar nicht, sondern schließen mit anderen Banken nur eine Wette über den weiteren Verlauf des Dax ab. Das aber will ich nicht! Denn dann habe ich immer wieder das überflüssige Risiko, dass der Wettpartner Pleite macht und mir mein 'gesondert' verbuchtes Vermögen auch nichts nutzt. [...] Aber sehen Sie zu, dass Sie sogenannte 'voll replizierende' oder englisch 'full replication' ETFs kaufen. [...] Wenn irgendwo steht 'swap-basiert', lassen Sie die Finger davon."

 

Ist es so schwer nachzuvollziehen, dass mir die Lust auf Swaps nach diesen Sätzen vergangen ist? Ich will sie nicht nicht kaufen, weil ich mich damit nicht auskenne, sondern ich kenne mich damit nicht aus, weil ich sie wegen diesen Sätzen nicht kaufen will.

 

Wenn ich mir so einen Fonds ansehe: Hier. Dann denke ich mir, exakt das will ich, von mir aus nicht mal mit einer TER von 0,16%, nein, von mir aus auch 0,5%, solange die simplen Kriterien 'deutsch, full repl. & voll thes.' erfüllt werden. Ich frage mich einfach, warum es hier für den Dax so einen ETF gibt und in dem mittlerweile durchaus riesigen Angebot von ETFs das selbe nicht für irgend einen anderen Index.

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TER 0,65%

 

Versteckte Swap-Kosten ...

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Posted · Edited by PassiveForProfiz

Auf Webseiten wie www.justetf.com kann du bei der ETF-Suche z.B. auswählen ob nur Fonds mit Domizil Deutschland angezeigt werden.

Hier z.B. alle MSCI Emerging Markets mit Domizil-Angabe:

https://www.justetf....domicileCountry

Der einzige mit Domizil Deutschland ist der von Deka MSCI Emerging Markets UCITS ETF, DE000ETFL342, TER 0,65%.

 

MSCI Emerging Markets ohne Swap nachzubilden ist wahrscheinlich nicht so einfach, viele Aktien darin kann man nicht so leicht oder schnell kaufen/verkaufen wie z.B. DAX-Aktien.

 

Der von Comstage hat eine geringere TER.

 

Danke, dass erklärt zumindest mal, warum man auf emerging-Ebene schwerer an full-replication ETFs kommt.

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"Swap-basierte ETFs hingegen kaufen die Aktien des Dax gar nicht, sondern schließen mit anderen Banken nur eine Wette über den weiteren Verlauf des Dax ab. Das aber will ich nicht! Denn dann habe ich immer wieder das überflüssige Risiko, dass der Wettpartner Pleite macht und mir mein 'gesondert' verbuchtes Vermögen auch nichts nutzt. [...] Aber sehen Sie zu, dass Sie sogenannte 'voll replizierende' oder englisch 'full replication' ETFs kaufen. [...] Wenn irgendwo steht 'swap-basiert', lassen Sie die Finger davon."

 

 

 

Vielleicht sollte H. Müller sich etwas intensiver mit der Konstruktion swapbasierter ETFs auseinandersetzen.

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Nicht nur Emerging Markets wo es teilweise an Liquidität einzelner Titel fehlt, aber auch Indizes auf entwickelte Märkte mit sehr vielen Aktien wie MSCI World (ca. 1600 Titel?) sind schwer voll replizierend nachzubilden.

 

Swap an sich ist schon was gutes, da man nahezu exakt den Index-Verlauf nachgebildet bekommt. Solange nicht ein Total-Crash kommt, wo mehrere große Banken pleite gehen, sollten die Swap-Fonds auch sicher sein. Zumindest warnt Finanztest nicht davor.

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Ist es so schwer nachzuvollziehen, dass mir die Lust auf Swaps nach diesen Sätzen vergangen ist? Ich will sie nicht nicht kaufen, weil ich mich damit nicht auskenne, sondern ich kenne mich damit nicht aus, weil ich sie wegen diesen Sätzen nicht kaufen will.

 

Finanztest:

http://www.test.de/Chat-Investmentfonds-Antworten-auf-Ihre-Fragen-4663362-0/

Physisch replizierende Fonds und SWAP ETF

Interes­siert4: Können Sie bitte noch etwas zur Sicherheit von physisch replizierenden ETF im Verhältnis zu SWAP ETF sagen. In der letzten Finanztest-Ausgabe sagten Sie, dass Sie beide Varianten für gleich sicher halten. Können Sie dies bitte begründen. Ich habe bei SWAPs ein ungutes Gefühl, da sie meines Wissens auf Deri­vatgeschäften aufbauen.

Karin Baur: Es handelt sich bei beiden Arten von Fonds um Sonder­vermögen, das heißt, Ihr Geld ist bei einer Pleite des Fondsanbieters geschützt.

Thomas Krüger: Wir halten die physisch replizierenden Fonds nicht für sicherer, da sie Wert­papierleihe betreiben, bei der auch ein Kontrahentenrisiko besteht (was allerdings abge­sichert wird).

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Posted · Edited by PassiveForProfiz

Ist es so schwer nachzuvollziehen, dass mir die Lust auf Swaps nach diesen Sätzen vergangen ist? Ich will sie nicht nicht kaufen, weil ich mich damit nicht auskenne, sondern ich kenne mich damit nicht aus, weil ich sie wegen diesen Sätzen nicht kaufen will.

 

Finanztest:

http://www.test.de/C...agen-4663362-0/

Physisch replizierende Fonds und SWAP ETF

Interes­siert4: Können Sie bitte noch etwas zur Sicherheit von physisch replizierenden ETF im Verhältnis zu SWAP ETF sagen. In der letzten Finanztest-Ausgabe sagten Sie, dass Sie beide Varianten für gleich sicher halten. Können Sie dies bitte begründen. Ich habe bei SWAPs ein ungutes Gefühl, da sie meines Wissens auf Deri­vatgeschäften aufbauen.

Karin Baur: Es handelt sich bei beiden Arten von Fonds um Sonder­vermögen, das heißt, Ihr Geld ist bei einer Pleite des Fondsanbieters geschützt.

Thomas Krüger: Wir halten die physisch replizierenden Fonds nicht für sicherer, da sie Wert­papierleihe betreiben, bei der auch ein Kontrahentenrisiko besteht (was allerdings abge­sichert wird).

Zum Thema Sondervermögen:

 

Zwar sind auch swap-basierte ETFs Sondervermögen, also bei einer Insolvenz des Emittenten geschützt. Trotzdem befürchtet das FSB bei einem Kollaps des Swap-Partners böse Überraschungen. Eventuell müsste der Indexfonds aufgelöst werden, die Anleger könnten ihre Anteile massenhaft abstoßen.

 

Handelsblatt: http://www.handelsbl.../4437048-2.html

 

Vielleicht muss ich mich mit dem Thema Swaps wirklich noch mehr auseinandersetzen, um mir ein eigenes Urteil zu bilden. Schade, ich dachte meinen Wunschfonds gäbe es :(

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  • db x-trackers MSCI World Index UCITS ETF 1C LU0274208692 TER 0,45% nach SWAP-Erträgen 0,16% thesaurierend Domizil Luxemburg bisher steuerlich unproblematisch
  • COMSTAGE MSCI EMERGING MARKETS (LU0635178014) TER 0,5% swap (thesaurierend) Domizil Luxemburg bisher steuerlich unproblematisch

 

Diese zwei genannten ist das was du suchst. Mach dir keine Gedanken ob Swap oder Replizierend.

 

Im MSCI World ist Nordamerika/Europa/Pacific-Asia also die Industrieländer.

Nur ist halt USA etwas übergewichtet.

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Posted · Edited by Ramstein

@PassiveForProfiz: Erst argumentierst du mit einem Dummschwätzer und dann gräbst du einen drei Jahre alten Zeitungsartikel aus. Der Faden hat Potenzial.

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  • db x-trackers MSCI World Index UCITS ETF 1C LU0274208692 TER 0,45% nach SWAP-Erträgen 0,16% thesaurierend Domizil Luxemburg bisher steuerlich unproblematisch
  • COMSTAGE MSCI EMERGING MARKETS (LU0635178014) TER 0,5% swap (thesaurierend) Domizil Luxemburg bisher steuerlich unproblematisch

 

Diese zwei genannten ist das was du suchst. Mach dir keine Gedanken ob Swap oder Replizierend.

 

 

 

Der TO sollte sich vielleicht weniger Gedanken machen über das Swap-Risiko als über das Risiko der Wertpapierleihe (Ramstein hat ja bereits darauf hingewiesen). Bei einem UCITS.-Fonds ist das Swap-Risiko auf 10% des Fondsvermögens beschränkt, dagegen könnte per Wertpapierleihe 100% des Fondsvermögens "ausgetauscht" werden.

 

Und in dieser Hinsicht ergibt sich tatsächlich ein deutlicher Unterschied zwischen den beiden genannten Fonds:

 

  • ComStage hat ein sehr klares und einheitliches Trägerportfolio für alle Swap-ETFs, das in erster Linie aus deutschen und europäischen Blue Chips besteht. db-x-trackers verwendet für Swap-ETFs dagegen ein individuelle Trägerportfolio und tauscht auch eher einmal ein Wertpapier aus. Beim MSCI-World-ETF wird derzeit ein Trägerportfolio aus weltweiten Aktien mit etwas Übergewicht von deutschen und japanischen Werten (gegenüber der Marktkapitalisierung) verwendet.
  • ComStage betreibt Wertpapierleihe im Trägerportfolio, db-x-trackers schließt sie derzeit (laut Website nicht laut Prospekt!) aus.

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@PassiveForProfiz: Erst argumentierst du mit einem Dummschwätzer und dann gräbst du einen drei Jahre alten Zeitungsartikel aus. Der Faden hat Potenzial.

 

Tut mir Leid, ich vergaß, dass sich die Spielregeln bei ETFs alle 3 Jahre grundlegend ändern. Woher nimmst du außerdem die Behauptung, der Mann sei ein Dummschwätzer?

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Der einzige Grund für wenige Fonds ist das einfachere "rebalancing".

 

Laut Finanztest hat sich ein Rebalancing bei 20%-Schwelle in der Vergangenheit bewährt (MSCI World), höchste Rendite, wenig Orders die Kosten verursachen.

Zeitraum: 31.12.1998 bis 31.12.2012.

Verwendete Daten: MSCI World Net Return und iBoxx € Sover­eigns Eurozone Total Return in Euro. Kosten sind in Höhe von 1 Prozent pro Order berück­sichtigt.

  • Schwellenwert 20%, Orders 10, Rendite 4,2%
  • Jährlich, Orders 26, Rendite 4,0%
  • Buy & Hold, Orders 0, Rendite 3,5%
  • Monatlich, Orders 334, Rendite 3,5%

Sobald also eine Position um 20% von ihrem Anfangsgewicht entfernt, muss nachgekauft/verkauft werden.

Also z.B. 50% Aktien / 50% Tagesgeld.

Wenn Aktien gut laufen und sich um 20% steigern, muss man entweder den Tagesgeld-Anteil erhöhen, oder Aktien verkaufen, damit es wieder bei 50%/50% steht.

 

Ein Rechenbeispiel wäre mal gut, denn was ist noch der Anfangsgewicht nach mehreren Rebalancing-Aktionen? Was ist der Anfangswert bei einem laufenden Sparplan? Was sind 100%?

100€ Aktien

100€ Tagesgeld

200€ = 100%

 

Aktien steigen um 20%

120€ Aktien

100€ Tagesgeld

220€ = a 100% oder b 110%

a = Aktienanteil 54,54%

b = Aktienanteil 60%

 

Hier also noch 20€ in Tagesgeld anlegen (100% jetzt 240 Euro), oder 10€ Aktienanteil verkaufen und aufs Tagesgeld legen, dann 110€ Aktien und 110€ Tagesgeld (100% jetzt 220 Euro).

 

Und je mehr verschiedene Fonds im Depot, desto aufwendiger wird es.

 

Vielleicht gibt es ja einen Leitfaden oder Tools hier für Rebalancing nach Schwellenwert?

 

Super wäre wenn die Depotbank eine Email sendet, wann es soweit ist umzuschichten, das wäre mal ein Service! ;)

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20% Abweichung, merke ich mir... ja bestimmt kommt irgendwann so ein Tool, welches uns automatisch erinnert, sollte ja nicht so schwer sein das zu programmieren.

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Woher nimmst du außerdem die Behauptung, der Mann sei ein Dummschwätzer?

Keine Behauptung, sondern eine Beobachtung, hergeleitet aus dem, was er sagt.

 

Laut Finanztest hat sich ein Rebalancing bei 20%-Schwelle in der Vergangenheit bewährt (MSCI World), höchste Rendite, wenig Orders die Kosten verursachen.

Zeitraum: 31.12.1998 bis 31.12.2012.

Verwendete Daten: MSCI World Net Return und iBoxx € Sover­eigns Eurozone Total Return in Euro. Kosten sind in Höhe von 1 Prozent pro Order berück­sichtigt.

Schluss aus der Vergangenheit auf die Zukunft für Kleinanleger mit (für mich) zu hohen Kosten.

 

20% Abweichung, merke ich mir... ja bestimmt kommt irgendwann so ein Tool, welches uns automatisch erinnert, sollte ja nicht so schwer sein das zu programmieren.

Nennt sich z.B. Excel oder Numbers.

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Laut Finanztest hat sich ein Rebalancing bei 20%-Schwelle in der Vergangenheit bewährt (MSCI World), höchste Rendite, wenig Orders die Kosten verursachen.

Zeitraum: 31.12.1998 bis 31.12.2012.

Verwendete Daten: MSCI World Net Return und iBoxx € Sover­eigns Eurozone Total Return in Euro. Kosten sind in Höhe von 1 Prozent pro Order berück­sichtigt.

  • Schwellenwert 20%, Orders 10, Rendite 4,2%
  • Jährlich, Orders 26, Rendite 4,0%
  • Buy & Hold, Orders 0, Rendite 3,5%
  • Monatlich, Orders 334, Rendite 3,5%

Finanztest ist nicht unbedingt die beste Quelle für solche Untersuchungen. Solche pauschalen Aussagen sind problematisch, da sie spezielle Faktoren wie Depotgröße, Anzahl der Positionen, Sparlan ja/nein etc. nicht berücksichtigen.

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