Bei Ebay verkaufen

70 Beiträge in diesem Thema

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Käufer und Verkäufer können jeweils maximal drei Gegenangebote machen, ergo sollten diese mit Bedacht abgegeben werden

Yepp- sonst gibt das ein Geiere, wie beim Trödeltrupp und man "kloppt" sich dann um Cent-Beträge.

 

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Geschrieben

Realistisch gesehen ist eBay tot. Bis vor 5 Jahren war nicht die Frage geht es weg, sondern nur zu was für Preis. 

 

Ich kenn noch die Zeiten, als ich alles bei Ebay für 1 Euro rein stellte, statt weg zu werfen. Das gingen noch alte Grafikkarten für 120 Euro weg, die 3 Jahre in Nutzung waren(Abschreibung) und 150 neu kosteten. 

 

Jetzt sind 2018, 17 Sachen verkauft und 173 Versuche standen an. Erste Runde Auktionsstart mit Wunschpreis, danach 2. Runde mit Durchschnittspreis im Anschluss 30% unter Durchschnitt und am Ende 1 Euro oder Müll. Gilt die Regel nicht mehr 60% vom Neupreis im ersten Jahr? 

 

Vieles verkaufen wir über eBay Kleinanzeigen, lokaler An/Verkauf, Internet Ankauf und so im Bekanntenkreis. 

 

Trauriges Highlight dieses Jahr ein paar der NES/SNES Spiele. Bei ebay ein paar für 1 Euro nach 4 Wochen eingestellt und endeten alle unter 5 Euro. 

 

Auf dem nächsten Flohmarkt, sollte jedes der 8 Spiele zwischen 20 und 30 Euro kosten. 

 

Von den Kids die aus gedaddelten Spiele, bei ebay teils nicht mal Käufer und bei momox, rebuy etc.. 10 Minuten Arbeit und Geld kommt Problemlos. 

 

Laptop 1-2 Jahre alt, neu 800,  bei eBay mit viel Glück und freundlicher Hilfe von Arbeitskollegen 380 Euro raus geholt. Ebay Kleinanzeigen 3 Tage drin und für 610 Euro abgeholt. 

 

Paypal lockt immer mehr Käufer an und erzielt höhere Preise, die durch Gebühren und der Unsicherheit, ob das Geld auch meins bleibt wieder neutralisiert werden. 

 

Ich kann für eine Familie nur sagen, das Ebay auch riskant ist. Pro Person im Haushalt fallen 25 Teile im Jahr an, wenn über mein Account einmal 100 Sachen drin steht, flattert bestimmt wieder Post von irgend einem dubiosen Anwalt ins Haus. 

 

Und das hatte ich bereits schon einmal, als mir die Auflösung einer Sammlung, teure Post ins Haus flattern ließ. 

 

Anwalt verlang viel Geld, und am Ende, habe ich mit den Verkauf der 2/3 Sammlung nicht mal die Anwaltskosten(4 stellig) drin gehabt. 

 

 

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Geschrieben · bearbeitet von Toni

Interessante Frage, ob und warum Ebay tot ist.

 

Ich denke, daß die ursprüngliche Geschäftsidee, daß Privatleute dort gebrauchte Dinge verkaufen, schon lange fast tot ist.

Das liegt wohl daran, daß sich dort immer mehr Händler mit Neuwarenangeboten breit gemacht haben, die auch gute Preise

machen. Aber diese Händlerangebote drängen die Gebrauchtwarenangebote der Privatleute in den Hintergrund.

 

Zu meiner Zeit (vor 20 Jahren), wo ich noch wenig Geld hatte, habe ich fast alles bei Ebay ersteigert und war froh, daß es Ebay gibt!

 

  • Wie ist das heute?
  • Wo kaufen die jungen Leute ihre Dinge?

 

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Geschrieben · bearbeitet von Dork

vor einer Stunde schrieb Toni:

 

  • Wie ist das heute?
  • Wo kaufen die jungen Leute ihre Dinge?

 

Mir fällt auf, dass in meinem Bekanntenkreis viel über Facebookgruppen geht... die heißen dann z.B. "Marktplatz Castrop-Rauxel" oder so. Das zieht - zumindest in meiner aktuellen situationsbedingten :rolleyes: Wahrnehmung - insbesondere bei Kinderklamotten und -Zubehör wie Möbel und Fahrräder etc. Dese direkte individuelle persönliche Ansprache zieht evtl. etwas besser, als die anonymisierte Ebay-Gebrauchtwarengeschichte.

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2 hours ago, Toni said:

 

  • Wie ist das heute?
  • Wo kaufen die jungen Leute ihre Dinge?

 

 

Correcto. Entspricht auch meiner Wahrnehmung, dass Ebay längst von unkomplizierteren Verfahren wie FB der Rang abgelaufen worden ist. Bin aber gespannt, ob die Schließung von G+ sich in der Sache nicht indirekt positiv für Ebay auswirkt: In den USA, und besonders in Nerd- und Sammlerkreisen ist G+ nämlich offenbar DIE Austauschplattform geworden. 

Langfristig bin ich aber auch eher pessimistisch, ob sich Ebay nochmal erholt, besonders wenn der Wettbewerb zwischen den "Alpha-Predator"-Plattformen Amazon und Alibaba mal richtig losgeht. In den 2000ern war Ebays Alleinstellungsmerkmal Hauptgrund für den herausragenden Erfolg. Was aber kann die Firma heute, das kein Anderer kann?

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vor einer Stunde schrieb Coucy:

 

Was aber kann die Firma heute, das kein Anderer kann?

 

Theoretisch aus meiner Wahrnehmung heraus nur über den Preis Nutzeranteile zurückgewinnen. Nach recht intensiver Beschäftigung mit amazon (u.a. FBA etc.) finde ich die Verkäuferplattform bei amazon schon recht preisintensiv. Insbesondere bei Nischenprodukten mit geringem potentiellem Nutzerkreis und geringem absoluten Stückumsatz kann das pauschale Preismodell bei amazon mit spezialisierten Seiten i.d.R. nicht mithalten.

Ein Beispiel: Ich kenne mich ganz gut mit Sammelkartenspielen aus und habe selbst die Überlegung, mich gewerblich mit dem Thema zu befassen. Der Preisnachteil für den Käufer ggü. Nischenseiten ist bei Neuware auf amazon je nach Fulfilmentgrad z.T. >15-20% und das rein aus den Plattformprovisionen. In USA gab es schon die ersten Bemühungen von amazon, bestimmte Produkte nur noch exklusiv verkaufen zu dürfen, was den Endnutzerpreis drastisch verteuerte. Dass sich so ein Nischenprodukt dadurch ggf. selbst ins Nirwana schießt und kaum neue Nutzer gewinnen kann, ist dann wieder fast selbsterklärend. Den Massenmarkt überrennen Alibaba und amazon... Da ist der Kampf für Ebay nach aktueller Perspektive verloren - just my two cents.

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Sehe ich ähnlich. Ich regiere ja, wie Einige schon wissen, mit eiserner Faust über eines der größten (und immer noch sehr kleinen) 1970er-Fantasy-Foren. Merkmal dieser Szene ist, dass sie eine Supernische bedient - und, während Amazon mit Sicherheit einen Großteil der "einfachen" Sammlerwünsche abdeckt, geht alles Andere, wenn nicht über private Shops und persönliche Verkäufe, dann praktisch ganz alleine über Ebay. Und während das sicher nicht mehr die Marktrevolution ist, die's 2003 mal war, geht da immer noch ein ordentlicher Umsatz über die Bühne. Ob das genug ist, um Ebay langfristig profitabel zu halten -  ich denke nicht; aber wohin sich dieser Nischenmarkt bewegt, wird immer Geld sein.

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Geschrieben

Ich bin nicht jung aber kaufe trotzdem viel im Internet. Kaufen zu ich bei wenigen Stammshops ansonsten eines am besten passt.

 

Gebrauchtware ist bei eBay ja nix mehr zu finden, und durch das neue Gebührenmodell sind Schnäppchen auch nicht mehr wirklich zu finden. Es ist ja egal ob 1 Euro oder der erwartete Endpreis als Startpreis gewählt wird.

 

Meine bessere Hälfte ist in paar Facebookgruppen und da scheinen Kindersachen eher getauscht zu werden oder zu normalen Preisen gehandelt zu werden.

 

Ansonsten schaue ich immer, ebay->Amazon Warehouse>eBay Kleinanzeigen>Facebook Gruppen>Foren>Shpock, gebraucht.de usw. .

 

Bücher sind immer schwierig günstig zu erwischen,  gebraucht meist die älteren Auflagen zu finden und Neupreis alle gleich. Da lohnen sich immer die eBay Gutscheine 10% auf alles(was ein Witz ist, da nur die Gebühren entfallen, die Preise bleiben alle identisch).

 

Viele im Freundeskreis stellen bei Kleinanzeigen ein Artikel Hausflohmarkt rein und warten bis es akzeptable Mengen sind bis zur Einzelinserierung.

 

Bei all dem ist der komische Beigeschmack ja noch vorhanden, warum interessiert es keinen, wenn auf dem Flohmarkt 600 Euro eingenommen werden und 50 von 200 Sachen verkauft werden? Macht man das einmal bei einer Verkaufsplattform flattern garantiert viele Schreiben ins Haus. Das Finanzamt erklärte mir, das es dieses Flohmarkt Prinzip gibt, das nur bei ein regelmäßigen und gewinnorientierten Handeln, dort nicht sieht aber eine grosse Menge bei eBay zum Beispiel auch für ein gewerblichen Handel spricht, da Nachhaltigkeit vorhanden sei. Sonst könnte ja jeder lokal ankaufen und  als Privatperson seine Gebrauchtwaren verkaufen, ohne Steuern abzühren. Ich habe das damals mit Anwalt und co. alles durch und habe viel Geld bezahlt, das sich andere eBay Verkäufer daran ergötzten das ich aufhören musste mit der Sammlungsauflösung.

 

PS. Meldet bei Sammlungsauflösung ein Gewerbe an, das Finanzamt wird es wegen Liebhaberei nicht anerkennen und lässt andere Verkäufer dumm da stehen mit ihren Abmahnungen.

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Geschrieben · bearbeitet von Schildkröte

Nun ja, ab wann man als gewerblicher Händler gilt (sowohl seitens ebay als auch aus Sicht vom Finanzamt), das ist in der Tat eine rechtliche Grauzone, aber es gibt zahlreiche Vergleichsurteile und ergo grobe Anhaltspunkte dazu.

Wieso hast Du denn Post vom Anwalt bekommen? Erhält man ggf. nicht vielmehr direkt Post vom Finanzamt?

Meines Erachtens haben hier einige Leute schlechte Erfahrungen mit ebay gemacht und reden es deshalb generell schlecht, das finde ich zu einfach und nicht zielführend.

ebay hat als Verkaufsplattform für private Händler irgendwann Konkurrenz durch Amazon erhalten, als dort nicht mehr nur Neuware, sondern auch Gebrauchtware angeboten werden konnte.

Des Weiteren macht sich ebay mit ebay Kleinanzeigen komischerweise selbst Konkurrenz...

Bei Facebook gibt es tatsächlich viele Gruppen für lokale Verkaufsmöglichkeiten. Das betrifft doch aber in der Regel Dinge, welche vor Ort selbst abgeholt werden können. Darauf kann ich wie beschrieben gerne verzichten und für überregionale Verkäufe sind ebay sowie Amazon die bessere Wahl.

Durch Alibaba könnte noch zusätzliche Konkurrenz entstehen.

Allerdings reden wir über ebay ja nicht als (potenzielle) Aktionäre, sondern als private Händler.

Und warum soll da nicht genug Platz für mehrere Plattformen bestehen? Letztlich kommt es doch auf den Preis an und über ebay werden nach wie vor signifikante Umsätze generiert.

 

Und was den guten alten Trödelmarkt als Alternative betrifft, da sollte man folgende Aspekte berücksichtigen:

- Standgebuhren 

- Spritkosten für An- und Abfahrt 

- brutto geht dafür locker mal ein Tag drauf (man vergleiche das mal mit seinem Stundensatz bei der Arbeit) 

- keine Garantie dafür, dass man tatsächlich erfolgreicher als bei eBay oder Amazon ist 

- mitunter nervige Kunden, welche hier schon mehrfach genannt wurden 

- Diebstahl ist ebenfalls nicht auszuschließen 

- des Weiteren kann einem das Wetter einen Strich durch die Rechnung 

Sorry, da mache ich mir lieber einmal (!) bei Ebay die Mühe, was einzustellen und warte, bis jemand kauft. Dann bloß noch das Paket packen und ab zur Post, wenn das Geld eingegangen ist. 

Und wer bitte sehr zahlt 600€ für einen gebrauchten Laptop!? 

So wie ebay hier madig gemacht wird, wird der Trödelmarkt offenbar verherrlicht. 

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Geschrieben · bearbeitet von mark89

Ich hab am Wochenende erst wieder drei Artikel bei eBay verkauft. Zwei Auktionen sowie ein Festpreis-Angebot mit Preisvorschlag, letzteres wurde auch in Anspruch genommen und automatisch bestätigt. War eine (neue) SD-Karte eines nicht so großen Herstellers, die ich über eine Auktion wohl nicht zu dem Kurs losgeworden wäre. Der Käufer hat mit Versand nun sogar mehr bezahlt, als eine gleichgroße SanDisk (128GB) am WE im Media Markt kostete :lol: Gleiches ist mir schonmal bei einem gebrauchten Videopiel passiert, das es neu günstiger bei Amazon gab. Gute, viele Fotos sowie eine aussagekräftige, ehrliche Beschreibung sind das A und O.

 

Man muss aber schon wissen, was man verkauft. Bei Artikeln die gut weggehen bzw. die öfter verkauft werden nehme ich grundsätzlich Auktionen ab 1€. Man kann da gut abschätzen, wo die ca. landen, da braucht es kein „Sicherheitsnetz“. Festpreisangsbote auf ähnlichem Preisniveau wie beendete Auktionen haben da sicher etwas weniger Erfolg. Aber auch bei 1€-Auktionen kann man ein Mindestgebot festlegen.

 

Was ich übrigens gut fand: Man kann die Versandetiketten (DHL, evtl. auch andere Dienstleister) direkt über eBay kaufen und drucken. Absender und Empfänger sind eBay ja bekannt. Die Sendungsnummer wird automatisch hinterlegt, sodass der Käufer Bescheid weiß. Praktisch. Inzwischen kann man sich sogar mit QR-Code zur Post oder Packstation begeben, dort wird das Adressetikett dann kostenlos ausgedruckt und aufgeklebt. So spart man sich die Arbeit zu Hause.

 

Ich selber Kaufe bei eBay aber fast nur noch Neuware von Händlern. Bei gebrauchten Dingen von Privat stört es mich immer extrem, dass die keine ordentlichen Fotos schießen können, die Beschreibungen nicht aussagekräftig oder gar geschönt sind. Hab die Tage z.B. nach gebrauchten Gameboy Advance und Nintendo DS geguckt. Praktisch niemand schafft es, ordentliche Fotos bereitzustellen. Da werden Geräte nur z.B. aufgeklappt statt von allen Seiten gezeigt, Fotos, insbesondere von den Bildschirmen, sind unscharf, der Zustand teils nicht bewertbar. Andere Schreiben von „sehr gutem Zustand“ und auf den Bildern sieht man heftige Kratzer, Stickerreste, abgeplatzten Lack, kaputte OVPs. Und eine weitere Kuriosität: Die meisten legen ihre Artikel auf den Fußboden, um Fotos zu machen. Selbst CDs werden da auf die Fliesen oder das Laminaten gelegt:rolleyes:

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Ich habe eine saftige Abmahnung durch ein anderen Verkäufer bekommen, der schön sauber meine Käufe und Verkäufe über 6 Monate dokumentiert hat. 

 

Und durch den Kauf und Verkauf gleichartiger Artikel private Scheinverkäufe abmahnen ließ. 

 

Das Finanzamt hatte 0 Interesse, das sah es als Liebhaberei und nicht als Gewerbe. 

 

Es wurde die Unterlassungsklage abgewehrt aber es kostete viel Geld. 

 

Der Abmahner hat seine Artikel teilweise billiger verkauft und ich war halt sein Nummer 1 Konkurrent. 

 

Es handelte sich um Konsolen und Handhelds die ich aus Hobby Gründen sammelte und auch einige wieder Instand gesetzt habe. Hatte damals eine komplette Werkstatt für sowas im Keller, beruflich bedingt brauchte ich vieles, und hatte das Konsolengeschäft halt mit erledigt. 

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Okay, Du wurdest von einem Konkurrenten abgemahnt. Das Finanzamt hat Dich weiter als privaten Verkäufer angesehen, so dass Du im Recht warst. Allerdings bist Du auf Deinen Anwaltskosten sitzen geblieben, habe ich das richtig verstanden? 

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Geschrieben

Genau richtig verstanden. Es ist auch leider nicht ungewöhnlich, das es zu damaliger Zeit sowas passierte. 

 

Die Gegenseite argumentierte immer, das sie ein direkten Schaden davon haben und so weiter. Irgendwann wurde auch der Käufer vorgeschoben, da ich keine Rückgabe oder Gewährleistung angeboten habe. 

 

Und einige Zeit und Euros später, und wirklich schlaflose Nächte, war denn vom Finanzamt klar sie sehen das als Gewerbe und das reichte dann aus um ohne Unterlassungsklage das auszustehen. 

 

 

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Geschrieben

Mein letzter Verkauf vor vielen vielen Jahren war ein TV Reciever den ich für einen Euro einstellte. Er war neu und nicht defekt aber ich hatte keine Verwendung dafür. Für sechs Euro ist er dann raus gegangen. Drei Tage später erhielt ich eine eMail dann Ding sei kaputt und er wolle mir das Paket zurücksenden mit voller Kostenerstattung. Ich antwortete das ich so was nicht mache, das Teil war ganz und fertig. Er drohte dann mit dem Anwalt und er würde mir das Ding auf jeden Fall zurücksenden und die Kosten müsste ich tragen. Ich dachte mir nur, meine Güte, so ein Terror wegen 6 Euro.

Ich bot ihm dann an, und ich denke im Nachhinein das er genau das erreichen wollte, er solle das Ding behalten oder wegschmeißen und ich erstattete ihm 50% vom Kaufpreis. Das war für mich der Todesstoß für ebay, seit dem meide ich diese Plattform wie die Pest.

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Geschrieben · bearbeitet von Schildkröte

vor 14 Stunden schrieb smarttrader:

Genau richtig verstanden. Es ist auch leider nicht ungewöhnlich, das es zu damaliger Zeit sowas passierte. 

 

Die Gegenseite argumentierte immer, das sie ein direkten Schaden davon haben und so weiter. Irgendwann wurde auch der Käufer vorgeschoben, da ich keine Rückgabe oder Gewährleistung angeboten habe. 

 

Und einige Zeit und Euros später, und wirklich schlaflose Nächte, war denn vom Finanzamt klar sie sehen das als Gewerbe und das reichte dann aus um ohne Unterlassungsklage das auszustehen. 

 

Aber muss bei einem Rechtsstreit nicht die unterlege Seite die angefallenen Kosten übernehmen? Andernfalls wäre es ja ein leichtes für gewerbliche Händler, private Verkäufer finanziell "auszutrocknen". 

 

vor 12 Stunden schrieb Walter White:

Mein letzter Verkauf vor vielen vielen Jahren war ein TV Reciever den ich für einen Euro einstellte. Er war neu und nicht defekt aber ich hatte keine Verwendung dafür. Für sechs Euro ist er dann raus gegangen. Drei Tage später erhielt ich eine eMail dann Ding sei kaputt und er wolle mir das Paket zurücksenden mit voller Kostenerstattung. Ich antwortete das ich so was nicht mache, das Teil war ganz und fertig. Er drohte dann mit dem Anwalt und er würde mir das Ding auf jeden Fall zurücksenden und die Kosten müsste ich tragen. Ich dachte mir nur, meine Güte, so ein Terror wegen 6 Euro.

Ich bot ihm dann an, und ich denke im Nachhinein das er genau das erreichen wollte, er solle das Ding behalten oder wegschmeißen und ich erstattete ihm 50% vom Kaufpreis. Das war für mich der Todesstoß für ebay, seit dem meide ich diese Plattform wie die Pest.

 

Genau deshalb hätte ich es nicht als Auktion zum Startpreis von 1€ eingestellt, sondern als Sofortkauf (mit Preisvorschlag) zu einem gewissen Restwert, um noch einen (richtigen) kleinen Gewinn zu erzielen und um Spaßbieter fernzuhalten. 

 

Ich hätte es hier aber auch drauf ankommen lassen. Glaubst Du echt, der wäre wegen 6€ zum Anwalt gegangen? Wobei diesbezüglich eBay zugunsten der Käufer Verkäufern die Möglichkeit genommen hat, negative Bewertungen zu vergeben. Ursprünglich eine gute Idee, da Käufer sich oft nicht trauten negative Bewertungen zu vergeben, weil sie Rachebewertungen fürchteten. Doch so haben halt Käufer ein Erpressungspotenzial gegenüber Verkäufern. Ich würde mir trotzdem nicht alles gefallen lassen und ggf. ebay den Sachverhalt telefonisch (! - per Mail eine Katastrophe, da kommen lediglich automatische Standardmails) schildern. Die sind da sehr kulant und haben bei mir in vergleichbaren Fällen negative Bewertungen wieder gelöscht.

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vor 38 Minuten schrieb Schildkröte:

Glaubst Du echt, der wäre wegen 6€ zum Anwalt gegangen?

Das nicht, aber ich wollte meine Ruhe vor dem Vogel. Ich schreibe so etwas ab als "Spende"! <_<

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Geschrieben

@Schildkroete das ist Zivilrecht. Klar können sie das, in Urheberrechtsverletzung ist das ja analog.

 

Nur das dort ein eindeutiges Fehlverhalten meist vorliegt. Aber liegt das vor, wenn man in einer Auktion 10 Teile kauft und die doppelten Sammlungsbestände veräußern möchte? Ich und das Finanzamt haben es anders gesehen, aber ein damaliger ebay Verkäufer sah es anders. 

 

Das Schreiben vom Anwalt damals, zielte als erstes auf Unterlassung und dazu auf Schadensersatz Leistung. 

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Geschrieben · bearbeitet von Schildkröte

vor 2 Stunden schrieb smarttrader:

@Schildkroete

Ich und das Finanzamt haben es anders gesehen, aber ein damaliger ebay Verkäufer sah es anders. 

 

Das Schreiben vom Anwalt damals, zielte als erstes auf Unterlassung und dazu auf Schadensersatz Leistung. 

 

Zitat

Abgabe einer Unterlassungserklärung + Keine Zahlung von Abmahnkosten

...

Vorteil dieser Verteidigungsvariante: Die Anwalts- und Gerichtskosten der Zahlungsklage berechnen sich „nur“ aus den gegnerischen Abmahnkosten – nicht aber aus dem der Abmahnung zu Grunde liegenden, deutlich höheren Unterlassungsstreitwert. Der Abgemahnte kann auf diese Weise also die Berechtigung der Abmahnung im Rahmen der Kostenklage kostensparend gerichtlich überprüfen lassen. Gibt das Gericht der Zahlungsklage statt, muss der Abgemahnte natürlich nicht nur die Abmahnkosten, sondern auch die zusätzlichen durch das Gerichtsverfahren entstandenen Gebühren beider Seiten tragen. Wird die Zahlungsklage jedoch abgewiesen, trägt der Abmahner alle Verfahrenskosten, auch die Anwaltskosten des Abgemahnten.

 

Keine Unterlassungserklärung + Keine Zahlung von Abmahnkosten

...

Teilweise kann es schließlich auch aus taktischen Gründen empfehlenswert sein, bewusst eine gerichtliche Verurteilung in Kauf zu nehmen, um das Verfolgungsinteresse des Abmahners im Hinblick auf die Generierung von Vertragsstrafen abzumildern. Bei Verstößen gegen eine einstweilige Verfügung oder ein Unterlassungsurteil muss der Abgemahnte zwar ein behördliches Ordnungsgeld zahlen. Derartige Ordnungsgelder werden aber nur auf Antrag festgesetzt und fallen regelmäßig niedriger aus eine Vertragsstrafe. Vor allem jedoch fließt die zu zahlende Summe nicht aber an den Abmahner, sondern den Staat. Vor diesem Hintergrund bedeutet die Beantragung und Durchsetzung eines Ordnungsmittels für den Abmahner zunächst einmal nur Aufwand ohne finanziellen Profit.

 

Negative Feststellungsklage

 

Mit einer negativen Feststellungsklage kann der Abgemahnte gerichtlich feststellen lassen, dass die in der Abmahnung geltend gemachten Ansprüche entweder vollständig oder zumindest teilweise nicht bestehen. Vorausgesetzt wird ein berechtigtes Interesse des Klägers an der Feststellung, das bei einer vorhergehenden Abmahnung aber stets gegeben ist.

Quelle: Kanzlei Plutte

 

Zitat

Der Nachteil der negativen Feststellungsklage liegt darin, dass der Kläger zunächst verpflichtet ist, die fälligen Gerichtskosten zu verauslagen und seine Anwaltskosten zu tragen, die durch das Verfahren anfallen.
Wird jedoch der negativen Feststellungsklage stattgegeben und damit letztlich der Anspruch abgewiesen, hat der Kläger gegen den Beklagten einen Kostenerstattungsanspruch (§ 91 ZPO).  Dieser umfasst die notwendigen Kosten. Das sind in der Regel die Gerichtskosten und angefallene anwaltliche Kosten.

Quelle: Recht Steuern Hamburg

 

Da Dir vom Finanzamt bescheinigt wurde, dass Du im Recht bist, hättest Du die Sache also (kostengünstig) entspannt angehen lassen können.

 

@Walter White

Et hätt noch emmer joot jejange. ;)

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@Schildkröte ich vertraue bei sowas lieber auf dem Rat eines Anwalts.

 

Da der damals nix von negativer Feststellungsklage gesagt hat, gehe ich davon aus, das es nicht so einfach war bzw. ist. 

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Geschrieben · bearbeitet von Schildkröte

Die von mir verlinkten Seiten sind von Anwälten. Vielleicht war diese Möglichkeit Deinem Anwalt nicht bekannt? Die Frage ist aber auch, ob es sich überhaupt lohnt, es so weit kommen zu lassen. Bei einem kleinen dreistelligen Betrag eher nicht, ab einem größeren dreistelligen oder gar vierstelligen Betrag schon - bei einem vierstelligen Betrag lohnt sich in der Regel auch ein Erstgesprach bei einem Anwalt, um das weitere Vorgehen zu erörtern. Oft werfen entsprechend spezialisierte Anwälte genau solche Summen in den Raum, dass man dann letztlich doch zähneknirschend zahlt, um Ruhe zu haben. 

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