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Laser12

Finanzplanung für den (Un-)Ruhestand

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Laser12
Posted · Edited by Laser12

 

vor einer Stunde von Laser12:

Moin,

 

vor 21 Stunden von pillendreher:

Aus eigener Erfahrung, wenn man dann

kurz vor der Entscheidung steht, von ganz zu gar nicht (Privatier) zu wechseln, dann wechselt man zugleich ab dann

von der Ansparphase (Vermögen wird jedes Jahr mehr)  in die Entnahmephase (Vermögen schrumpft jährlich).

Und das muss man gedanklich erst mal verkraften,

man kann sich auch etwas Zeit geben, sich an die Entscheidung zu gewöhnen. Man muss nicht heute entscheiden und morgen das Privatierdasein starten. Die Grundsatzentscheidung habe ich 29 Jahre vorher getroffen und das konkrete Ausstiegsdatum 9 Monate voher. Es gab 7 Monate vor dem Ausstieg noch die Erwägung, den Termin um 6 Monate vorzuziehen. Das war aber nur ein kurzer Gedankengang.

 

Bei meinem Vermögen ist Kapitalverzehr vorgesehen. Insofern trifft die Bemerkung zu, das Ansparen aufzugeben. Einige dokumentieren hier ein deutlich größeres Sicherheistbedürfnis als ich und haben auch in der (Un-)Ruhestand deutliche Cash-Überschüsse. In einem solchen Fall hätte ich derzeit wohl Sparpläne auf Russland, Südamerika und die Türkei laufen. Damit will ich sagen, dass fast alle hier eigentlich von einer weiteren Ansparphase ausgehen.

 

Wenn der Verzehr des Kapitals einigermaßen planmäßig verläuft, ist das für mich kein psychologisches Problem.

 

Völlig überraschend war eine große psychologische Belastung, nicht mehr jeden Abend mein Sparschwein mit den Münzen im Portemonnaie zu füttern. Das ist kein riesiger Betrag, der da monatlich rauskommt. Jedenfalls habe ich das wieder eingeführt und die psychologische Belastung daraus war verschwunden.

 

 

Zitat

selbst wenn man ziemlich sicher weiß, dass das vorhandene Vermögen 100+x Lebensjahre reichen wird.

Wie sicher kann man da sein? Für mich habe ich 3 mögliche wesentliche Risiken identifiziert. Davon sind 2 von 3 inzwischen eingetreten. Dazu schreibe ich vielleicht später noch einmal etwas in meinem Musterdepot.

 

Im Herbst 2014 gab es 2 10% Korrekturen. Das könnte in dem Moment nicht so schön sein, wenn man gerade zum 31.03.2015 den Job aufgeben will. Dass beide Korrekturen genau so schnell wieder aufgeholt wurden - das kam gelegen. Das sind normale Schwankungen. Das darf einen psycholgisch nicht wirklich treffen. Sonst hat man etwas falsch gemacht.

 

Hier habe ich mal einen Zeitraum meines Fondsdepots ab 2008 rausgeschnitten.

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Die Grafik zeigt die Summe meines Fondsdepots ab 2008 (grüne Linie) vom 15.04.2015 bis 01.07.2016.

Die beiden blauen Linien zeigen eine virtuelle Entwicklung, als hätte das Depot 4% bzw. 6% p.a. zugelegt. So markiere ich die langfristige Wünsch-Dir-Was-Wohlfühlzone.

Genau diesen Zeitraum habe ich ausgewählt, da er für Dritte und für die psychologische Belastung am besten verständlich ist. (Einen Tag früher oder später wäre die grüne Depotsumme noch im Verkäufe zu bereinigen und die blauen Linien bilden Abwärtstreppen.)

 

Man sieht da einen 28% Rückgang rechtzeitig zum Beginn des Privatierdaseins. Also wenn man zu einem Zeitpunkt im Kapitalverzehr möglichst keinen Crash haben will, dann ist das genau am Anfang, wenn man noch lange davon zehren will.

 

Meine psychologische Belastung daraus war:

Null.

 

Was auf den ersten Blick etwas unglaubwürdig erscheint, hat einen ganz einfachen Grund: Ich habe mir den Depotbestand nicht so wirklich regelmäßig angesehen. Beim Blick in's Depot gab es dann aber doch ein kleines "huch". Konsequenz daraus war dann, dass ich regelmäßiger mal einen Blick in das Depot werfe und gelegentlich Stände notiere für eine Gesamtübersicht inklusive dem Aktiendepot ab 2014 und dem Bargeldbestand für die Brötchen.

Das war nicht einmal ein richtiger Crash. Insgesamt war es nicht wirklich dramatisch. Außerdem hatte ich in meinen Simulationsrechnungen einen 50% Crash direkt am Anfang berücksichtigt.

 

Also von "selbst wenn man ziemlich sicher weiß" kann da eigentlich keine Rede sein - zumindest nicht psychologisch.

 

 

Zitat

Zumindest für mich ist's erstrebenswert, trotzdem am Ende des Jahres Vermögenserhalt (inkl. Inflationsausgleich) zu erreichen.

Warum? Keine Ahnung. Wahrscheinlich weil man den jährlichen Vermögenszuwachs so gewohnt ist und ein ständiges Schrumpfen des Vermögens schon weh tut.

Mein Kapitalverzehr habe ich auf nominaler Basis berechnet. Es gibt aber auch einige Realwertzahlen. Inflation über längere zu prognostizieren, wird schwerlich richtig erfolgreich sein. Alleine die Inflationsmessung ist schon höchst umstritten. Jedenfalls hat mein Warenkorb wenig mit dem offiziellen gemein, der zum großen Teil aus Dingen besteht die im Bezug auf Ihre Leistung im Preis fallen, z.B. Unterhaltugslektronik. Mein Warenkorb sieht dabei z.B. Brötchen vor mit 70-110% Preisanstieg in 6 Jahren, ohne das Schrumpfen und die Erhöhung des Sägemehlanteils. :-*

 

Ich notiere für mich einen eigenen Inflationsindex. Dieser unterzeichnet die Entwicklung, da ich stark auf Preisveränderungen reagiere und ein Großteil der Ausgaben für Luxus draufgeht, den man auch umschichten kann. Kleidung kaufe ich z.B. konsequent im Schlussverkauf. Nachdem ich bei Amazon ein T-Shirt bestellt habe, steigt der Preis häufig auf das 6-fache. Dann kommt das nächste T-Shirt eben später. Wenn ich ein Drittel meines Bestandes durch Verschließ verliere oder an das Sozialkaufhaus abgebe, leide ich keine Not.

 

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Bis 2017 konnte ich die Preissteigerungen durch Änderung der Ausgabenstrutkur ca. auf dem offiziellen Niveau halten. 2018+2019 machte sich u.a. bemerkbar, das Kleidung teilweise statt mit 70-80% Rabatt auf den unverbindlichen Mondpreis nur noch mit 10-15% im Schlussverkauf erworben werden konnte und das ich den Ausgleich durch Online-Handel nicht immer hinbekommen habe. 2020 hat mich die Nr. 2 der wesentlichen Risiken erwischt. Das wirkt sich bei mir leider dauerhaft aus. Viele Privatiers wird das so nicht treffen. Was ich monatlich an Geld ausgebe, habe ich seit 2015 nicht erhöht. Das dürfte kaum auf Dauer durchzuhalten sein.

 

Die Höhe des Inflationsausgleichs ist also schwierig zu ermitteln. Das gleiche gilt dann auch für den realen Vermögenserhalt.

Die Gewohnheit des jährlichen Vermögenszuwachs hatte ich übrigens nie. Wenn man bei größeren Depots mit hohem Aktienanteil die Schwankungen betrachtet, ist das irgendwann mehr als man jährlich spart, als man netto oder brutto verdient. Die Volatilität entspricht da schon mehr der Gewohnheit.

 

 

vor 21 Stunden von Schlumich:
vor 21 Stunden von pillendreher:

 

Und "Arbeitszeit kürzen" sollte bei vielen leitenden Angestellten bzw. selbstständigen Unternehmern ein Ding der Unmöglichkeit sein.

Bleibt nur ganz oder gar nicht.

 

Genau so sieht es aus. Wenn man eine gewisse Position im Unternehmen hat, kann man nicht einfach von Vollzeit in 75% oder 50% wechseln.

Das ist auch der Grund, warum ich nächstes Jahr von 100% auf 0% gehen werde, obwohl ich mir hier ein sanfterer Übergang auch besser gefallen hätte. Ging eben nicht.

Schön, dass es bald soweit ist. Wenn ich nach 50% Arbeitszeit gefragt hätte, wäre ich womöglich zu meinen Geisteszustand befragt worden.

 

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Laser12
Posted

 

Gerade eben von Laser12:

 

Zitat

Daher bin ich persönlich lieber Pessimist, plane mit einer Entnahmerate von 3%, vielleicht gar 2,5%, und lebe lieber mit dem Risiko mit 50 zu denken: "Mist, so viel Geld noch im Depot, hättest schon ein paar Jahre früher aufhören können." als "Mist, Geld geht zur Neige, wie schaffe ich nun nach all den Jahren wieder den Einstieg in einen anständigen Job?".

Es geistern viele Referenzwerte durch das Netz. Allerdings wird häufig nicht dazu gesagt, wie hoch der Aktienanteil dabei ist.

 

Nach den Erfahrungen der letzten Jahre vermute ich: Bei 90% Aktienanteil sollte man mit monatlichen Entnahmen von 0,3% die Kapital nach Inflation und Steuern erhalten können. 0,4% pro Monat scheint mir knapp aber gerade noch machbar. Dann muss man aber durchschittliche Anlageergebisse erzielen. 2,5% im Jahr scheinen mir übertrieben pessimistisch.

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Laser12
Posted

 

vor 1 Minute von Laser12:

 

vor 3 Stunden von Reinsch:
vor 5 Stunden von Laser12:

Es geistern viele Referenzwerte durch das Netz. Allerdings wird häufig nicht dazu gesagt, wie hoch der Aktienanteil dabei ist.

 

Nach den Erfahrungen der letzten Jahre vermute ich: Bei 90% Aktienanteil sollte man mit monatlichen Entnahmen von 0,3% die Kapital nach Inflation und Steuern erhalten können. 0,4% pro Monat scheint mir knapp aber gerade noch machbar. Dann muss man aber durchschittliche Anlageergebisse erzielen. 2,5% im Jahr scheinen mir übertrieben pessimistisch.

 

Ja, Werte hat es davon reichlich. Wie du schon sagst, oft fehlt dann aber die genaue Einordnung dazu. In was war investiert, wie lange war der Entnahmezeitraum, und wie groß die Chance, dass es doch auf 0 geht?

Am Ende sind es aber trotzdem Vergangenheitsdaten, die in der Zukunft nicht zwingend gesetzt sind...

dazu kann ich noch mit einigen Daten dienen:

Aktienquote: war mehrfach auf ca. 89% (bisheriges Hoch in schlechten Zeiten) bis runter zu heutigen 77% (bisheriges Tief in guten Zeiten)

Ich rechne weiter mit den ursprünglichen 4,4% Rendite nominal nach Steuern über das gesamte Vermögen. Ergebnisse darüber sollen die Inflation ausgleichen.

 

Entnahmezeitraum war bisher 6 Jahre, zukünftig noch ca. 49 Jahre (ich habe ja beschlossen, über 100 Jahre alt zu werden)

 

Chance, dass es doch auf 0 geht:

Aktuell sieht es aus, als würde es deutlich besser laufen als geplant. Das liegt an bisher guten Anlageergebnissen und Rentenansprüchen über den Erwartungen. Das größte Risiko liegt weiter in politischen Entscheidungen.

Mein Indikator ist die Reichweite des Bargeldes in Monatsausgaben zu 125% (100% Bedarf + 25% Luxus).

Geplant sind mindestens: 8-20 Monatsausgaben

Bisher waren es: 16 (Minimum in 08/2017) bis 51 (heute) Monatsausgaben

 

Wenn es mal eng werden sollte, kann man auch Ausgaben kürzen. Das will man zwar nicht, aber das bringt dann doch eine Menge an zusätzlicher Sicherheit.

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Laser12
Posted · Edited by Laser12

Moin,

 

hier kommt noch ein Hinweis zur Abschätzung von Rentenansprüchen.

 

Wenn man >= 27 und < 55 Jahre alt ist und man 5 Beitragsjahre voll (also einen Rentenanspruch) hat, bekommt man eine jährliche Renteninformation.

In dieser Renteninformation ist ein Datum enthalten, bis zu dem Rentendaten bzw. -beiträge (vom Arbeitgeber, Jobcenter, Bundeswehr usw.) angeblich enthalten sind.

 

Ich habe schon länger Zweifel, dass die Angabe dieses Datums bei mir korrekt ist.

Nach 6 Jahren ist lt. Renteninformation mein Rentenanspruch um ca. 30% gestiegen. In diesem Zeitraum ist die gesetzliche Rente (West) allerdings nur um 15,5-17% gestiegen (je nachdem welches Jahr man als Basis nimmt).

https://www.deutsche-rentenversicherung.de/DRV/DE/Rente/Allgemeine-Informationen/Wissenswertes-zur-Rente/FAQs/Rentenanpassung/Rentenanpassung.html#ff6a30f3-99d3-4460-b9e3-4c0ff5d70933

 

2014 habe ich noch voll gearbeitet

2015 habe ich bis 31.03. gearbeitet, erhielt im Juni eine Sonderzahlung für 2014

2016 habe ich nicht mehr gearbeitet, erhielt im Juni eine anteilige Sonderzahlung für 2015

 

Egal wie man das puzzelt: Zum Datum der Renteninformation passt das nicht und auch nicht zum Ende eines Beitragsjahres oder einer Sonderzahlung.

Über den groben Daumen sind die Daten ca. zwei Jahre älter als in der Renteninformation steht.

 

Wenn man die Renteninformation als Basis für die Finanzplanung verwendet, sollte man vom möglichst gleichen Erstellungszeitpunkt einen Versicherungsverlauf daneben legen, um die Angaben zu plausibilisieren. Ich vermute, es kann eigentlich nur besser werden. Aber das wüsste man womöglich gerne schon bei der Planung.

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JS_01
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Hallo Laser12,

 

Die Renteninformation basiert (zumindest bei mir) immer auf Stand 31.12.2021 des Vorjahres, und ist bezogen auf diesen Stichtag bei mir auch aktuell.

 

Macht evtl. eine Kontenklärung Sinn, wenn du solche Abweichungen hast?

 

Grüße

JS

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chirlu
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vor 19 Minuten von JS_01:

Die Renteninformation basiert (zumindest bei mir) immer auf Stand 31.12.2021 des Vorjahres

 

Eigentlich basiert sie auf dem Stand beim Versand. Da aber in einem laufenden Arbeitsverhältnis normalerweise immer erst im Januar oder Februar der Verdienst für das vorangegangene Jahr gemeldet wird, ist in einer Renteninformation z.B. vom 20. Juli de facto noch nichts enthalten, was aus dem laufenden Jahr stammt. Genannt wird das Datum, zu dem zuletzt etwas gemeldet wurde, was meist der 31. Dezember des Vorjahres ist.

 

Das kann aber im Einzelfall anders sein. Wenn jemand beispielsweise zwei Stellen hatte und die eine zum 30. April beendet wurde (wodurch kurz danach der Verdienst für diese Stelle gemeldet wurde), dann würde in der Renteninformation der 30. April genannt. Der Verdienst aus der anderen Stelle, die weiterläuft, wäre dann trotzdem nur bis 31. Dezember enthalten.

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Laser12
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Welchen Stand die Rentenversicherung haben sollte, weiß man ja, wenn man die Übermittlungsbestätigung vom Arbeitgeber bekommt. Da steht drauf, für wann gemeldet wurde und wann die Daten übertragen wurden.

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Laser12
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Moin,

 

im Sommer habe ich begonnen, mit der Höhe der Liquiditätsreserve etwas zu experimentieren. Da die Märkte relativ gut gelaufen sind, liegt mein Gesamtvermögen derzeit ca. auf dem Niveau von 2015, als ich in den Unruhestand gestartet bin. Aus dem geplanten Kapitalverzehr ist also nichts geworden. Aufgrund der konsequenten Gewinnrealisierung steigt nicht mein Aktienwert sondern meine Liquidität an.

 

Alte Ansätze:

Am 13.7.2014 um 17:49 von Laser12:

Liquiditätsreserve für 12-18 Monatsausgaben mit 0,25 0,00% Zins

Zusatzreserve für 0 20 Monatsausgaben bzw. größere Anschaffungen mit 0,00% Zins

 

Das ist ein Zitat vom 29.08.2015, die Forensoftware hat da einige Probleme und ich kann irrelevante Daten auch nicht aus dem Zitat löschen:

Am 13.7.2014 um 17:49 von Laser12:

Aktuelle Finanzplanung:

 

Die Finanzierung soll erfolgen durch:

Fondsdepot ab 2008 (steuerfrei)

Aktiendepot ab 2014 (steuerpflichtig)

Liquiditätsreserve für 8-20 12-18 Monatsausgaben mit 0,00% Zins

entfällt Zusatzreserve für 20 Monatsausgaben bzw. größere Anschaffungen mit 0,00% Zins

Rente ab 2036

Mietüberschuss 4 Parteienhaus (z.B. ab 2044, wenn der Nießbraucher 100-jährig verstirbt)

Die Änderungen ergeben sich aufgrund des späteren Renteneintritts (67 statt 63), des vorsichtshalber auf 0% gesenkten Liquiditätszinses, einer etwas vorgezogenen Aufgabe des Jobs, höheren Aktienfondswerten per 01.01.2015

 

Durchschnittlicher Rechnungszins für Aktienanlagen bis zu meinem Alter von 100 Jahren vor Steuern und Inflation:

4,7% Schönwettermodell mit 125% Ausgabenniveau mit Kapitalverzehr

5,5% Schönwettermodell mit 125% Ausgabenniveau ohne Kapitalverzehr

4,7% sofortiger 50% Crash mit 119% Ausgabenniveau mit Kapitalverzehr

5,6% sofortiger 50% Crash mit 125% Ausgabenniveau mit Kapitalverzehr

6,4% sofortiger 50% Crash mit 125% Ausgabenniveau ohne Kapitalverzehr

 

Liquiditätsreserve von 08-24 Monatsausgaben

Wenn sich weitere Liquidität ergibt:

Liquiditätsreserve von 12 Monatsausgaben für Käufe zum Ausgleich von Kursrückgängen im Aktiendepot ab 2014

Liquiditätsreserve von 12 Monatsausgaben für Käufe zum Ausgleich von Kursrückgängen im Aktiendepot ab 2014 und Fondsdepot ab 2008

 

Das aktuelle Experiment ist, dass ich auch die Kursrückgänge im Fondsdepot durch Käufe ausgleiche und zwar im Aktiendepot.

Ein Ausgleich im Fondsdepot wäre steuerhässlich. Außerdem habe ich zur Fondsauswahl immer noch keinen Ersatz für aalto.de gefunden.

Die Obergrenzen für Aktien insgesamt und im Fondsdepot bleiben unverändert erhalten.

 

In der laufenden Korrektur ist die Liquidität auf 42 Monatsausgaben zurückgegangen.

 

Die Aktienquote über alles beträgt derzeit 79,9%.

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Laser12
Posted · Edited by Laser12

Moin,

 

Am 2.10.2021 um 15:58 von Laser12:

im Sommer habe ich begonnen, mit der Höhe der Liquiditätsreserve etwas zu experimentieren. Da die Märkte relativ gut gelaufen sind, liegt mein Gesamtvermögen derzeit ca. auf dem Niveau von 2015, als ich in den Unruhestand gestartet bin. Aus dem geplanten Kapitalverzehr ist also nichts geworden. Aufgrund der konsequenten Gewinnrealisierung steigt nicht mein Aktienwert sondern meine Liquidität an.

 

[...]

 

Liquiditätsreserve von 08-24 Monatsausgaben

Wenn sich weitere Liquidität ergibt:

Liquiditätsreserve von 12 Monatsausgaben für Käufe zum Ausgleich von Kursrückgängen im Aktiendepot ab 2014

Liquiditätsreserve von 12 Monatsausgaben für Käufe zum Ausgleich von Kursrückgängen im Aktiendepot ab 2014 und Fondsdepot ab 2008

 

Das aktuelle Experiment ist, dass ich auch die Kursrückgänge im Fondsdepot durch Käufe ausgleiche und zwar im Aktiendepot.

Ein Ausgleich im Fondsdepot wäre steuerhässlich. Außerdem habe ich zur Fondsauswahl immer noch keinen Ersatz für aalto.de gefunden.

Die Obergrenzen für Aktien insgesamt und im Fondsdepot bleiben unverändert erhalten.

 

In der laufenden Korrektur ist die Liquidität auf 42 Monatsausgaben zurückgegangen.

 

Die Aktienquote über alles beträgt derzeit 79,9%.

 

Das Experiment lief ganz erfolgreich und wurde planmäßig zum Jahresende 2021 beendet.

 

Für das neue Jahr gab es intensivste Diskussionen von me, myself and I. Einerseits wollte das erfolgreiche Experiment weitergeführt werden, andererseits ist angesichts der Abgaben in steigende Märkte eine Abgabeneigung von Großinvestoren zu beobachten, die Bewertungen sind hoch und aufgrund steigender Zinsen sind die Chancen auf einen Crash so hoch wie lange nicht mehr (ohne dass ich einen vorhersagen möchte). Nach 40 Jahren fallender Zinsen kennt heute kaum noch jemand die Geldanlage in Zeiten steigender Zinsen aus eigener Erfahrung - auch ich nicht. Daher bin ich etwas vorsichtiger.

 

Der neue Ansatz für 2022 ist:

24: Liquiditätsreserve von 08-24 Monatsausgaben

Wenn sich weitere Liquidität ergibt:

48: Liquiditätsreserve von 24 Monatsausgaben für Käufe zum Ausgleich von Kursrückgängen im Aktiendepot ab 2014

> 48: Liquiditätsreserve von weiteren Monatsausgaben für Käufe zum Ausgleich von Kursrückgängen im Aktiendepot ab 2014 und Fondsdepot ab 2008

 

Zum Jahresende 2021 bestand Liquidität für 51 Monatsausgaben. Die Aktienquote über alles betrug 76,6%.

 

Angesichts der Kursrückgänge in 2022 sind die Käufe zum Ausgleich von Kursrückgängen im Fondsdepot ab 2008 inzwischen beendet.

Für Käufe zum Ausgleich von Kursrückgängen im Aktiendepot ab 2014 stehen noch ca. 9 Monatsausgaben zur Verfügung.

 

Da sich Putin am 21.02.2022 mal wieder eine Scheibe von der Ukraine abgeschnitten hat und in den USA Feiertag war, könnte es sein, dass die Liquidität für Nachkäufe oberhalb der 24 Monatsausgaben Liquiditätsreserve in wenigen Tagen aufgebraucht ist.

 

Aktuell besteht Liquidität für 33 Monatsausgaben. Die Aktienquote über alles beträgt 82,9%.

 

Die einzelnen Depots:

Aktiendepot ab 2014:

Performance YTD: -17,01%

Aktienquote: 93,4% (fällt auf ca 85%, sobald ein Teil der Liquiditätsreserve auf dem Anlagekonto eingeht)

 

Fondsdepot ab 2008:

Performance YTD: -5,14% (Fonds laufen in der Bewertung immer etwas nach, es bleibt aber knapp 10%-Punkte besser aufgrund des geringen US-Anteils)

Aktienquote: 100,0%

 

Timing-Depot seit 2007:

Performance YTD: -12,67%

Aktienquote: 69,2%

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