Diversifikations- und Risikoanalysen für Assetklassen und Brancheninvestments

75 posts in this topic

Posted

Hier mal der erste Plot zu den Regionendaten.

In den Charts hier im Thread fehlt eigentlich immer der interessanteste Teil 2008-2009.

 

Reiche ich hiermit auch gleich mal nach (Vergleich mit MSCI World): http://www.comdirect...chmarks=true&e

Achtung: Vergeich EUR gegen USD und Kurs- gegen Performance-Chart.

Ist aber sehr aufschlussreich, was passiert, wenn es drauf ankommt.

 

Ja, das ist leider der Fall, da nur ich nur über ishares an Daten komme, die aus der Zeit vor 2009 stammen, Ausnahme der MSCI Benchmarks. Vielleicht mach ich mal noch einen solchen Langzeitchart für Pazifik und USA.

Share this post


Link to post

Posted · Edited by IRRer-Zins

Nun hier die Ergebnisse in Euro:

post-27140-0-03078000-1424726082_thumb.png

post-27140-0-86047300-1424726122_thumb.png

 

Es ist schon enorm, was die Währung für einen Effekt auf die Korrelationen der einzelnen Regionen hat.

Unter dem Korrelationsaspekt ist in der Vergangenheit vor allem das sonst untergewichtete Europa interessant gewesen. Ann. Volatilität auf 20 Tagebasis im Gesamtzeitraum ist recht hoch mit 18%.

Das Selbstbaudepot macht leider die gewünschten Effekte in großem Maß zunichte und ist deshalb nicht wirklich besser als die einfache Lösung mit einem Fonds.

 

Wie versprochen werde ich nochmal die Korrelation von dem US und dem Pazifikindex in der Krise untersuchen.

Share this post


Link to post

Posted · Edited by IRRer-Zins

Jetzt noch die Betrachtung der letzten Krise mit dem US und Pazifikbereich (alle Betrachtungen in Euro):

post-27140-0-09188900-1424779551_thumb.png

post-27140-0-64181400-1424779650_thumb.png

 

In der Krise steigt die Korrelation doch spürbar an, ansonsten ändert sich nicht viel bei der von mir erst einmal bevorzugt untersuchten Korrelation.

 

Nun zu den USA:

post-27140-0-51635100-1424779937_thumb.png

post-27140-0-73478900-1424779975_thumb.png

 

Mit dem Weltportfolio ist die Korrelation nun in einem deutlich besseren Bereich angelangt, dumm nur, dass eben die US Immobilienkrise der Auslöser war und das Investment fast einen 80%-Drawdown hinlegt.

Zum S&P 500 zeigen sich keine Veränderungen der Korrelation.

Es hat sich wieder einmal bewahrheitet, dass ein Einstieg nach der Krise in genau dem Auslösersegment eine wunderbare Performancequelle darstellt.

 

Hierzu noch als Nachtrag aus den Factsheets die Risikokennzahlen für die einzelnen Regionen, damit ein Vergleich zu den vorher geposteten des Weltfonds vorhanden ist:

Europa

post-27140-0-36011100-1424781127_thumb.png

post-27140-0-06626700-1424781135_thumb.png

 

USA

post-27140-0-98046300-1424783066_thumb.png

post-27140-0-59153600-1424783085_thumb.png

 

Asien

post-27140-0-39243400-1424783255_thumb.png

post-27140-0-98485200-1424783313_thumb.png

Share this post


Link to post

Posted · Edited by IRRer-Zins

Auch zum WpF Standard 70/30 Portfolio gibt es einige Korrelationen:

 

FTSE Global zu MSCI World Rollierend 3y (auf Monatsbasis): 0,76

FTSE Global zu WpF Standard Rollierend 3y (auf Monatsbasis): 0,83

 

Bei den Regionen ergaben sich beim WpF Standard nur bei Europa und Pazifik Abweichungen zum MSCI World, alle im Bereich von 0,63 auf 0,7 bzw. von 0,69 auf 0,77.

 

Somit zeigt sich, dass aus Diversifikationssicht zu einem Standard Weltportfolio es besser ist einen Regionenfonds zu wählen und möglichst nicht weltweite Immobilien abzubilden.

Die in der Literatur gefundenen Werte zwischen 0,5 und 0,7 sind teilweise erreichbar, aber selbst bei einzelnen Regionen kam ich nie auf 0,5.

 

Bei kleinen Depots würde ich keine Immobilienaktien miteinbeziehen, da sie ähnlich wie Value oder Smallcaps sich erst langfristig lohnen. Die Prämie erkauft man sich durch die hohe Volatilität, welche vor allem in langen Zeitäumen vergütet wird.

Bei größeren Depots empfiehlt sich zur Diversifikation vor allem eine Regionenwette bei Immobilien, mit der damit zum Weltportfolio verbundenen Über- oder Unterrendite.

Dies könnte in manchen Regionen auch mit Einzelwerten geschehen, da diese einen großen Anteil in den Indizes haben.

In Europa könnte man ca. die Hälfte der Marktkapitalisierung des FTSE Dev. Europe durch 10 Aktien abdecken.

post-27140-0-69252800-1424789329_thumb.png

Wenn man dann die Regionenaufteilung 40% UK, 40% France (auch Unibail) und 20% Deutschland nimmt, kann man mit 5 Firmen sogar ein Drittel abdecken.

Share this post


Link to post

Posted

Bei kleinen Depots würde ich keine Immobilienaktien miteinbeziehen, da sie ähnlich wie Value oder Smallcaps sich erst langfristig lohnen.

 

Hallöchen,

 

das kann man so nicht stehen lassen ... das sind Vorurteile bzw Halbwahrheiten ... natürlich können sich Investitionen in Immo-Aktien auch kurzfristig lohnen ... einfach alles, sogar Tulpen, können von jetzt auf gleich zum beliebtesten Asset werden und auch kurzfristig super performen ... ich betrachte das als FAlschaussage und Verleumdung ehrwürdiger Immobilienaktien ... das gibt Knast 00000810.gif

Share this post


Link to post

Posted

Hallöchen,

 

das kann man so nicht stehen lassen ... das sind Vorurteile bzw Halbwahrheiten ... natürlich können sich Investitionen in Immo-Aktien auch kurzfristig lohnen ... einfach alles, sogar Tulpen, können von jetzt auf gleich zum beliebtesten Asset werden und auch kurzfristig super performen ... ich betrachte das als FAlschaussage und Verleumdung ehrwürdiger Immobilienaktien ... das gibt Knast 00000810.gif

Hier in diesem Thread geht es um Übernahme von systematischen Risiken und das daraus resultieren Risikopremium (erwartete Rendite bei Anlage in eine Risikoklasse bei angenommener perfekter Diversifikation)

 

Unsystematische Risiken werden nicht vergütet, bzw. können sich nur in Rendite niederschlagen, wenn man entweder Glück hat oder besser ist als der Markt.

 

Das, was du machst, ist wetten gegen den Markt.

Das, was wir hier machen, ist schwimmen mit dem Strom.

Share this post


Link to post

Posted

Hallöchen,

 

das kann man so nicht stehen lassen ... das sind Vorurteile bzw Halbwahrheiten ... natürlich können sich Investitionen in Immo-Aktien auch kurzfristig lohnen ... einfach alles, sogar Tulpen, können von jetzt auf gleich zum beliebtesten Asset werden und auch kurzfristig super performen ... ich betrachte das als FAlschaussage und Verleumdung ehrwürdiger Immobilienaktien ... das gibt Knast 00000810.gif

Hier in diesem Thread geht es um Übernahme von systematischen Risiken und das daraus resultieren Risikopremium (erwartete Rendite bei Anlage in eine Risikoklasse bei angenommener perfekter Diversifikation)

 

Unsystematische Risiken werden nicht vergütet, bzw. können sich nur in Rendite niederschlagen, wenn man entweder Glück hat oder besser ist als der Markt.

 

Das, was du machst, ist wetten gegen den Markt.

Das, was wir hier machen, ist schwimmen mit dem Strom.

 

Von Portfoliotheorie hab ich zwar schon mal etwas gehört, und das Prinzip erschließt sich mir auch ... dennoch kann ich mir nicht vorstellen, dass man das Risiko ausschalten kann und einfach ohne Risiko Rendite erwirtschaftet

mir reicht es, wenn ich genug diversifiziere ... ich wüsste gar nicht wie ich das Risiko meiner Depots berechnen müsste ... gibt es dazu einen Thread der das für Normalbürger erklärt?

 

 

 

Außerdem handle ich nicht gegen den Markt (auf jeden Fall nicht absichtlich) ... das wär ja fatal ...

 

 

Share this post


Link to post

Posted · Edited by IRRer-Zins

Hallöchen,

 

das kann man so nicht stehen lassen ... das sind Vorurteile bzw Halbwahrheiten ... natürlich können sich Investitionen in Immo-Aktien auch kurzfristig lohnen ... einfach alles, sogar Tulpen, können von jetzt auf gleich zum beliebtesten Asset werden und auch kurzfristig super performen ... ich betrachte das als FAlschaussage und Verleumdung ehrwürdiger Immobilienaktien ... das gibt Knast 00000810.gif

 

Die Prämie erkauft man sich durch die hohe Volatilität, welche vor allem in langen Zeitäumen vergütet wird.

 

Dass man mit Volatilität Geld verdienen kann, sollte eigentlich klar sein.

Du spielst auf den Trend- bzw. Momentumfaktor an.

 

Edit:

... dennoch kann ich mir nicht vorstellen, dass man das Risiko ausschalten kann und einfach ohne Risiko Rendite erwirtschaftet

 

Das ist ja auch nicht das Ziel, es geht darum, ob die Immobilienaktien eine sinnvolle Ergänzung zum breiten Aktienmarkt darstellen.

Das erhöhte Risiko soll aber auch entsprechend entlohnt werden, entweder in Rendite oder eben wie hier untersucht durch Korrelationseigenschaften mit den restlichen Anlagen.

Share this post


Link to post

Posted

Die Prämie erkauft man sich durch die hohe Volatilität, welche vor allem in langen Zeitäumen vergütet wird.

 

Ich muss zugenben, dass ich mich nicht so mathematisch an den Markt mache wie ihr. Evtl. bin ich ja zu dumm, aber ich verstehe diese Aussage nicht. Welche Prämie ?? Warum bringt Vola Gewinn? Vola kann ja auch nach hinten losgehen. Es kommt doch mMn immer darauf an, dass man zur richtigen Zeit die richtige Entscheidung trifft

Share this post


Link to post

Posted

Ich muss zugenben, dass ich mich nicht so mathematisch an den Markt mache wie ihr. Evtl. bin ich ja zu dumm, aber ich verstehe diese Aussage nicht. Welche Prämie ?? Warum bringt Vola Gewinn? Vola kann ja auch nach hinten losgehen. Es kommt doch mMn immer darauf an, dass man zur richtigen Zeit die richtige Entscheidung trifft

Nein. Wenn man von langfristig steigenden Märkten ausgeht, muss man nur eine einzige Entscheidung treffen: Dabeisein ist Alles!

Vola = Schwankung = ein mögliches Risikomaß.

Je größer die Vola ist, desto mehr kann der Schuss nach hinten losgehen = desto größer kann der Verlust sein. Also will ich dafür auch eine höhere Rendite sehen.

 

Tagesgeldrendite bekommst du ohne Vola.

Staatsanleihenrendite bekommst du mit wenig Vola.

Aktienrendite bekommst du mit viel Vola.

 

Dafür musst du nicht aktiv arbeiten oder sonstwas machen.

Ein Tagesgeldkonto eröffnen, oder Festgeldkonto eröffnen, oder ETF Sparplan eröffnen -> schon partizipierst du und bekommst Rendite für das eingegangene Risiko.

 

Du versucht eine Überrendite gegenüber einem normalen diversifizierten Weltportfolio zu bekommen, indem du aktiv handelst und Markettiming betreibst bzw. unsystematische Risiken übernimmst.

Implizit nimmst du damit an, besser als der Markt zu sein und deswegen eine Überrendite nach Abzug deiner Opportunitäts- und Transaktionskosten zu erzielen.

Du schwimmst mit oder gegen den Markt, je nach deiner Einschätzung. Mal liegst du überhalb der Marktrendite, mal darunter.

 

Wir schwimmen immer mit dem Markt und bekommen deswegen die Marktrendite.

Diversifikation + Rebalancing = Übernahme systematischer Risiken = Marktrendite

 

Stockpicking + Markettiming = Übernahme unsystematischer Risiken = Chancen auf Überrendite + Chancen auf Unterrendite

Share this post


Link to post

Posted

Die Prämie erkauft man sich durch die hohe Volatilität, welche vor allem in langen Zeitäumen vergütet wird.

 

Ich muss zugenben, dass ich mich nicht so mathematisch an den Markt mache wie ihr. Evtl. bin ich ja zu dumm, aber ich verstehe diese Aussage nicht. Welche Prämie ?? Warum bringt Vola Gewinn? Vola kann ja auch nach hinten losgehen. Es kommt doch mMn immer darauf an, dass man zur richtigen Zeit die richtige Entscheidung trifft

 

Das hat mit Dummheit nichts zutun. Jeder hat seine eigene Methode sich mit Investments vertraut zu machen. Manche mögen es gerne mathematisch bzw. fühlen sich damit sicherer.

Die Volatilität lässt sich über verschiedene Strategien, ich meine Covered Call Writing gehört dazu, als ein Teil der Rendite isolieren und wirft langfristig Gewinne ab.

Einfach gesagt investiert man nicht in etwas riskanteres, wenn man dafür in einer sicheren Anlage dasselbe bekommt. Also muss Volatilität sich auszahlen, indem mehr Rendite herauskommt.

Share this post


Link to post

Posted · Edited by chartprofi

Wir schwimmen immer mit dem Markt und bekommen deswegen die Marktrendite.

Diversifikation + Rebalancing = Übernahme systematischer Risiken = Marktrendite

 

Stockpicking + Markettiming = Übernahme unsystematischer Risiken = Chancen auf Überrendite + Chancen auf Unterrendite

Einfach gesagt investiert man nicht in etwas riskanteres, wenn man dafür in einer sicheren Anlage dasselbe bekommt. Also muss Volatilität sich auszahlen, indem mehr Rendite herauskommt.

 

Danke euch ... hab euern Standpunkt nun verstanden ... und ich verstehe auch warum ich anfangs nicht verstanden habe ... leider hinkt eure Argumentatiopn etwas, denn ich für meinen Teil eleminiere sogar die Volatilität durch mein Handeln, wie das seit 10 Jahren hier geführte MD zeigt

Die breiter gestreuten privaten Depots zeigen den gleichen Effekt, aber da viele Assets drin sind weiß man immer nicht welche Benchmark man nehmen soll

post-40-0-55606900-1424794107_thumb.jpg

 

Im Prinzip wollen wir alle das gleiche ... nur die Mittel sind anders :)

 

 

Um wieder auf das Thema zu kommen

Es wurde also versucht ein Smart Beta Immobilien-Depot zu basteln. Das hat aber keinen sinn weil es nicht klappt ... ist das richtig?

Share this post


Link to post

Posted

... leider hinkt eure Argumentatiopn etwas, denn ich für meinen Teil eleminiere sogar die Volatilität durch mein Handeln, wie das seit 10 Jahren hier geführte MD zeigt

 

Mit derivativen Strategien lassen sich natürlich Volatilitäten gezielt beeinflussen.

Entweder, man bezahlt dafür und und sieht es als Versicherung, das schmälert aber die Rendite.

Und man implementiert andere Strategien, welche auf Kosten von z.B. einer möglichen Unterrendite gehen, weil man gezielt Markettiming betreibt.

Eine andere Möglichkeit wäre z.b Optionen schreiben. Das geht sehr lange gut und man hat einen stetig steigenen Kursverlauf, wenn man nie liefern muss (Einname der Risikoprämie).

Und irgendwann muss man massiv bezahlen.

Da verschiebt man die Gewinn-Verlust-Verteilung hin zu einem asymmetrischen Auszahlungsprofil. Viele kleine Einnamen, wenige große Einnahmen, aber z.B. niedrige Vola mit starken möglichen Rücksetzern.

 

Deswegen wäre z.B. bei deiner Turbocall Strategie die Volatilität ein schlechtes Risikomaß, weil die Volatilität nur bei symmetrischen Auszahlungsprofilen sinnvoll ist.

Max-Drawdown oder Semivarianz wäre hier z.B. geeignetere Risikomaße, aber das driftet wieder ins mathematische ab :)

Share this post


Link to post

Posted · Edited by chartprofi

Mit derivativen Strategien lassen sich natürlich Volatilitäten gezielt beeinflussen.

Die Vola wird bei mir nicht durch Derivate beeinflusst, sondern durch die Investitionsquote (schwarze linie im Chart) ... ich handle normalerweise nur "Vernünftige Anlagen" ... Das Turbo-Depot ist ja wirklich nur Zock und kann wenn überhaupt nur als beimischung betrachtet werden ...

Max-Drawdown oder Semivarianz wäre hier z.B. geeignetere Risikomaße, aber das driftet wieder ins mathematische ab :)

 

leider ... wenn ich mehr davon begreifen würde könnte ich die Welt beherrschen biggrin.gif .... (leicht größenwahnsinnig bin ich auch) ... max drawdown ist ja bekannt, aber bevor ich mich an den PC setze und tausende exelformeln eingebe, mache ich so weiter wie bisher

 

 

Was war denn nun das Ziel dieses Fadens?? Besser als der Index performen bei gleichem / geringerem Risiko? Oder einfach nur die Diversifikation hoch treiben um noch mehr "unsystematische Risiken" zu eliminieren??

Share this post


Link to post

Posted

leider ... wenn ich mehr davon begreifen würde könnte ich die Welt beherrschen biggrin.gif .... (leicht größenwahnsinnig bin ich auch) ... max drawdown ist ja bekannt, aber bevor ich mich an den PC setze und tausende exelformeln eingebe, mache ich so weiter wie bisher

Puh, da haben wir ja Glück gehabt :)

 

Was war denn nun das Ziel dieses Fadens?? Besser als der Index performen bei gleichem / geringerem Risiko? Oder einfach nur die Diversifikation hoch treiben um noch mehr "unsystematische Risiken" zu eliminieren??

Keine Ahnung :w00t:

Share this post


Link to post

Posted

Was war denn nun das Ziel dieses Fadens?? Besser als der Index performen bei gleichem / geringerem Risiko? Oder einfach nur die Diversifikation hoch treiben um noch mehr "unsystematische Risiken" zu eliminieren??

 

Anfängliche Überlegung ist Immobilien indirekt abzubilden, statt diese direkt oder über kostenintensive Beteiligungsfonds zu halten.

Ziel war für mich zu sehen, ob die Literaturkorrelationen von REITs o.ä. und Aktien überhaupt zutreffen (meist nur Betrachtungen aus dem US Raum) und den Diversifikationseffekt auf ein einfaches Weltdepot zu untersuchen. Also eine Risikountersuchung. Zusätzlich ist interessant, ob es sich lohnt liquide handelbare Immobilienwerte zu erwerben. Liquidität ist eine Eigenschaft, die Immobilien normal nicht auszeichnet. Dadurch sollte eigentlich die Rendite pro Risikoteil geringer werden. Dies ist aber schwer nachzuweisen, da man ja ein Vehikel nutzt, welches Immobilien lediglich als Underlying hat.

 

Dazu habe ich mir gedacht, dass ich eine weltweite Abdeckung der investierbaren Immobilienwerte erstellen könnte, da mir gerade bei Immobilien der Homebias sehr ins Auge fiel.

Ziel war auch zu sehen, ob ich mit einfachen Mitteln eine bessere Zusammensetzung der Weltimmobilieninvestments hinsichtlich Diversifikation als der Marktkapitalisierungsansatz erreichen kann.

Besser als der Index zu performen war nicht das Ziel. Ich habe zusätzlich nur noch die risikoäquivalente Vergütung betrachtet, als ich sah, dass die Volatilität höher als bei den Aktien ist.

 

Am Ende komme ich zum Ergebnis, dass aus Diversifikationsgründen nicht die weltweite Abdeckung der Immobilien, sondern besser nur eine Region gewählt werden sollte.

Welche ist dann wieder eine andere Frage. Da könnte man jetzt auf die Performance oder wieder auf das Risiko eingehen.

Share this post


Link to post

Posted

Am Ende komme ich zum Ergebnis, dass aus Diversifikationsgründen nicht die weltweite Abdeckung der Immobilien, sondern besser nur eine Region gewählt werden sollte.

Welche ist dann wieder eine andere Frage. Da könnte man jetzt auf die Performance oder wieder auf das Risiko eingehen.

Das ist ja eigentlich ein Widerspruch in sich :rolleyes:

Diversifikation durch Konzentration...

ich weiß aber was du meinst :)

Durch die Konentration holst du dir aber alle unsystematischen Effekte in Haus, die man eigentlich nicht haben will.

Als Beispiel wäre hier die zeitliche Stabilität von Korrelationen und Volatilitäten gemeint:

 

Da die Korrelationen bei konzentrierten Regioneninvestments zeitlich instabil sein können, wäre eine periodische Analyse und ggf. Anpassung erforderlich, sonst hat man plötzlich weniger Diversifikation bei gleichbleibender Konzentration....

 

Bei mir im Depot liegt der REIT Anteil bei 12%. Da gilt keep it simple...iShares auf den EPRA NAREIT DM Global Diversified Dividend+ und gut ist.

 

Und für ein paar promille geringere Volatilität des Gesamtportfolios durch einen ASIA Reit gegenüber einer Beimischung eines globalen REITs will ich keine konzentrierten Risiken des Platzens der Asien Immobilienblase im Depot haben. Das Chance - Risikoprofil ist mir hier zu ungünstig.

Share this post


Link to post

Posted

Das ist ja eigentlich ein Widerspruch in sich :rolleyes:

Diversifikation durch Konzentration...

ich weiß aber was du meinst :)

Durch die Konentration holst du dir aber alle unsystematischen Effekte in Haus, die man eigentlich nicht haben will.

Als Beispiel wäre hier die zeitliche Stabilität von Korrelationen und Volatilitäten gemeint:

 

Da die Korrelationen bei konzentrierten Regioneninvestments zeitlich instabil sein können, wäre eine periodische Analyse und ggf. Anpassung erforderlich, sonst hat man plötzlich weniger Diversifikation bei gleichbleibender Konzentration....

 

Bei mir im Depot liegt der REIT Anteil bei 12%. Da gilt keep it simple...iShares auf den EPRA NAREIT DM Global Diversified Dividend+ und gut ist.

 

Und für ein paar promille geringere Volatilität des Gesamtportfolios durch einen ASIA Reit gegenüber einer Beimischung eines globalen REITs will ich keine konzentrierten Risiken des Platzens der Asien Immobilienblase im Depot haben. Das Chance - Risikoprofil ist mir hier zu ungünstig.

 

Ja ist schwer zu beschreiben. Die vielen Korrelationen vernebeln dann manchmal die Sicht.

Das Regioneninvestment ist in sich systematisch diversifiziert, zum Weltportfolio hast du Recht mit dem unsystematischen Risiko durch Übergewichtung. Ein bisschen aktiv (oder nur renditegeil) ist man dann doch.

Die Korrelationen sind zeitlich nicht stabil. Ich habe sie rollierend in 600-Tage Fenstern bei 20-Tageveränderungen analysiert. Da sind Deltas von bis zu 0,3 zum Mittelwert drinnen, ebenfalls bei den weltweiten Indizes. Hatte der Einfachheit nur den Mittelwert zusätzlich zu den Gesamtzeiträumen gepostet. Echte Wissenschaftler verlangen deshalb auch die Standardabweichung, Konfidenzniveau usw. bei allen Messwerten.

 

Wichtig wäre am Ende noch zu nennen, dass man wie bei allen ETF-Investments schön die Prospekte vom Anbieter studieren und anschließend einen Abstecher zum Indexsponsor machen sollte. Gerade bei den Such- bzw. Finanzportalen fand ich die tollsten Angaben, welche nichts mit der Realität zu tun haben.

Share this post


Link to post

Posted · Edited by finisher

Gute Arbeit, IRRer-Zins.

Dass die Korrelation nicht mehr so niedrig ist, wie in mancher Literatur angegeben, liegt wohl daran, dass über die Jahre REITs als Depot-Beimischung angepriesen werden und sie dadurch ihre positiven Eigenschaften verringern. Guter Lesestoff dazu gibt es auch hier: Skating Where the Puck Was: The Correlation Game in a Flat World

 

Es gibt noch andere interessante Assetklassen, mit denen sich ein Weltdepot diversifizieren lässt. Mein Favorit sind derzeit PMEs (Precious Metals Equity), also Aktien von Gold- Silber, ...- Minen. Eine derzeit sehr unbeliebte Assetklasse und historisch sehr günstig.

 

Korrelationen MSCI ACWI Gold Capped mit dem MSCI ACWI:

EUR, net: 31.05.2007- 23.02.2015: -0,54

USD, net: 30.04.2007- 23.02.2015: -0,50

 

Ein ETF der den MSCI ACWI Gold Capped abbildet ist der

Lyxor ETF MSCI ACWI Gold LU0854423927

post-9799-0-29459900-1424863680_thumb.png

Share this post


Link to post

Posted

Es gibt noch andere interessante Assetklassen, mit denen sich ein Weltdepot diversifizieren lässt. Mein Favorit sind derzeit PMEs (Precious Metals Equity), also Aktien von Gold- Silber, ...- Minen. Eine derzeit sehr unbeliebte Assetklasse und historisch sehr günstig.

 

Die sind recht gebeutelt ... da hast du recht ... es ist aber ein recht kleiner Markt und es wird mit Sicherheit eine Marktbereinigung (Fusionen und Übernahmen) geben. Schlussendlich ist es ein Rohstoffderivat :)

Share this post


Link to post

Posted

Schlussendlich ist es ein Rohstoffderivat :)

 

War auch mein erster Gedanke, aber nach durchrechnen zeigt sich, dass dem nicht so sein muss.

 

Zeitraum Nov 03 bis Jan 15 MSCI ACWI Select Gold Miners IMI zu Gold in Euro auf Monatsdaten

Korrelation Gesamtzeitraum: 0,39

Hier die Häufigkeitsverteilung der rollierenden 3-Jahresbetrachtung:

 

 

Zeitlich (jeweils Enddatum des 3-Jahreszeitfensters) stammt der Bereich um 0,6 aus der näheren Gegenwart, der Bereich um 0,2 von 2008 bis 2010 und der Rest um 0,4 von vor 2008.

 

Das gleiche für den oben genannten, nicht so breit anlegenden Index MSCI ACWI Gold Capped, allerdings erst ab Mai 07

Korrelation Gesamtzeitraum ebenfalls 0,39

Häufigkeitsverteilung:

 

 

Zeiträume stimmen mit den zuvor beschriebenen überein.

post-27140-0-62971700-1424961890_thumb.png

post-27140-0-68515600-1424961896_thumb.png

Share this post


Link to post

Posted

Hast du tägliche (monatliche) historische Zeitreihen von MSCI ACWI Gold Capped, MSCI ACWI und Gold, jeweils in der gleichen Währung?

Da würde mich eine multiple Regression interessieren und die statistische Aussagekraft.

Naiv würde ich ein beta zu Aktien von 0.3 und ein Beta zu Gold von 1.5 annehmen...

Share this post


Link to post

Posted

Knapp bin ich daneben gelegen.

Dank @ IRRer-Zins, welcher mir die Kursdaten in EUR von 2003 bis heute auf monatlicher Basis zur Verfügung gestellt hat.

IRRer-Zinses ANOVA Berechnung stimmt mit meiner (fast komplett) überein:

Multiple Linare Regression:

Y = b0 + b1 * X1 + b2 * X2

mit der

abhängigen Variable: Y: Gold Miners Sektor in EUR

unabhängige Variable X1: MSCI ACWI IMI in EUR

unabhängige Variable X2: Gold Spotpreis in EUR

 

Regressionskoeffizienten:

b0 = -0.012147 +-0.0080836

b1 = 0.8769 +-0.22568

b2 = 1.2262 +-0.19973

RSq = 0.24222 (Bestimmtheitsmaß)

__________________________

Model Significance Tests:

 

df = 132

F = 20.937

t_b0 = 1.5027

t_b1 = 0.54548

t_b2 = -1.1327

 

====================================================================

F-Test: The Model is significantly different from 0 at the p-level:

pval_full = 1.2881e-008

 

T-Test: b_0 is significantly different from 0 at the p-level:

pval_b0 = 0.13530

T-Test: You can be sure, that b_0 is different from 0 for percent = 86%

 

T-Test: b_1 is significantly different from 1 at the p-level:

pval_b1 = 0.58635

T-Test: You can be sure, that b_1 is different from 1 for percent = 41%

 

T-Test: b_2 is significantly different from 1 at the p-level:

pval_b2 = 0.25938

T-Test: You can be sure, that b_2 is different from 1 for percent = 74.%

====================================================================

 

Betrachtet man den Residualplot, erkennt man kein Vorhandensein von Heteroskedastizität (höchstens eine gewisse Saisonalität durch eine Oszillation über mehrere Monate, welche aber in meinen Augen vernachlässigbar ist).

Einzig bei den starken Marktturbulenzen Ende 2008 erkennt man ein gehäuftes Auftreten von Ausreißern im Regressionsmodell.

Aber dort haben einfach alle Korrelationen verrückt gespielt, so dass man hier von einer absoluten Sondersituation ausgehen kann.

Im Gesamten ist der hohe F Wert passend im Residualplot, und das Regressionsmodell lässt sich zur Analyse der Wertentwicklungen anwenden.

Und erst, nachdem dies festgestellt wurde, macht es überhaupt Sinn, die Auswertung fortzusetzen :)

post-9048-0-30627400-1424981230_thumb.png

 

Konkret:

Naiv würde ich ein beta zu Aktien von 0.3 und ein Beta zu Gold von 1.5 annehmen...

Knapp daneben,

es hat ein Beta zu Aktien von ~0.9 +- 0.2

und ein Beta zu Gold von ~1.22 +- 0.2

Die statistische Unsicherheit ist oben ausgedrückt:

Zu 74% können wir uns sicher sein, dass das Beta zu Gold wirklich größer ist als 1 (und somit die Gold Miners ein gehebeltes Goldinvestment sind),

bei gleichzeitier hoher Korrelation zum Aktiengesamtmarkt (da können wir uns nur zu 41% sicher sein, dass es kleiner als 1 ist.)

Interessanter ist da schon das statistisch belastbare b_0 von monatlicher -1.2%, welches zu 86% Sicherheit belastbar ist, dass die Goldminers die Einzelinvestments underperformt hat.

Das hieße, jedes Jahr eine Unterrendite von 13%!!!! einzustreichen...

Quasi hieße das von 2003 bis 2014:

Gold Miners Sektor kaufen ist, sich das Risiko von gehebelt Gold ins Depot zu legen und gleichzeitig das volle Risiko des Aktienmarkts mitzunehmen, dabei aber beide Einzelinvestments in Aktien und Gold massiv zu underperformen. Extrem viel Schwankung für nur heiße Luft :)

Share this post


Link to post

Posted · Edited by finisher

Quasi hieße das von 2003 bis 2014:

Gold Miners Sektor kaufen ist, sich das Risiko von gehebelt Gold ins Depot zu legen und gleichzeitig das volle Risiko des Aktienmarkts mitzunehmen, dabei aber beide Einzelinvestments in Aktien und Gold massiv zu underperformen. Extrem viel Schwankung für nur heiße Luft :)

 

Sehr interessant mal wieder. Das ist natürlich ein vernichtendes Urteil. William Bernstein kommt zu einem ganz anderen Schluss:

 

Benz:

On the flip side or in a similar vein, one deeply unloved asset class right now is precious metals, which was very much in vogue a few years ago. You think it's also a pretty interesting time to be looking at that asset class, too.

 

Bernstein:

I do. It's a market that I've always been interested in. I've been following precious-metals equities for the past 25 or 30 years, and it's important to understand how this asset class behaves in the long term. It has very low long-term returns. If you look at Ken French's series, which goes back more than a half century, the return if you count the most recent declines probably comes out to be less than 5% per year nominal, which is 1% more than inflation over that period, which was 4%. So, it has gotten very low returns. It has bone-crushing volatility. Now, three times in the past 50 years, it's fallen in price by approximately 70%.

 

So, why do we even want to own this asset class? Well, it occasionally zigs. When the overall market sags, it does particularly well. When there is high inflation--and one of the reasons why it has done so poorly recently is that inflation hasn't turned up--it turns out that even with its high volatility and its crummy returns, adding several percent of it to your portfolio does improve its behavior. It improves its return and it improves its volatility as well; it lowers its volatility.

 

Three years ago, if you had had the temerity to suggest that it might not be a good thing to put in your portfolio because it was being talked up so much, you had your intelligence and your honesty and perhaps even your parentage questioned. Now, I think it's probably not a bad time to be adding it to your portfolio, if you don't have it there already. And if you do have it there, now might not be a bad time to increase your allocation.

 

Quelle: http://www.morningstar.com/cover/videocenter.aspx?id=670230

Share this post


Link to post

Posted · Edited by Bärenbulle

Das ist nicht William Bernstein, sondern Bill Bernstein, oder ist das der gleiche?

Share this post


Link to post

Create an account or sign in to comment

You need to be a member in order to leave a comment

Create an account

Sign up for a new account in our community. It's easy!


Register a new account

Sign in

Already have an account? Sign in here.


Sign In Now