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everyday_fun69

Kapitalertragssteuer/ Schenkung etc./ Steuern

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everyday_fun69

Hallo Gemeinde,

 

ich hoffe das ich zu diesem Thema hier richtig bin?!

 

Ich habe bei Cortal ein Konto für mich und meinen Sohn (5). Bald auch meinem Sohn seine Mutter. Kinder sind ja bis ca. 4500 € Einnahmen im Jahr mit Familienversichert und haben bis um die 8000 € rum keine Abgaben zu leisten bzw. kann sich das Kind diese über eine Steuererklärung (über den Steuerfreibetrag 801 € hinaus) wiederholen. Leider können Kinder keine Aktien über Risikoklasse 3 kaufen. Nicht alle Aktien die mein Sohn hat habe ich gekauft, 75 % kauft er die Risikoklassen, die er darf selber. Daher kaufe ich nur die der höheren Risikoklasse meinem Sohn und schenke Sie Ihm. Als Vater hab ich ja in 10 Jahren 400.000 Euro die ich meinem Sohn schenken kann. Also jährlich 40 T€. Als gesetzlicher Vormund verkaufe ich die Akten natürlich mit Gewinn und sorge dafür, dass die Gewinne unter 4500 Euro bleiben, da er sonst noch Krankenkasse extra bezahlen müsste. Als Verkauf verstehe ich den direkten Abstoss der Aktien oder natürlich eine Übertragung (keine Schenkung !!) an Mutter oder Vater. Letzteres hat den Vorteil, dass die Übertragung wie ein Verkauf behandelt wird (fallen zwar Cortal Gebühren an), er die Erträge bekommt und wir als Eltern die Aktien zu einem geringeren Kurswert nicht wieder kaufen müssen. Falls ich mit den Erträgen über 801 € bin kann ich Ihm ja auch alle schenken oder nur einen Teil eben. Andersrum geht das auch. Natürlich könnte mein Sohn mir die Aktien oder Teile auch wieder zurück schenken, wenn er den feststellt, dass er über die 4500 Euro darüber ist. Es gibt aus meiner Sicht eine vielzahl Möglichkeiten wenn Ihr versteht was ich meine. Im Moment kommt mein Sohn der Magischen Grenze schnell nahe. Für dieses erste Mal würde ich keine Probleme sehen, aber wenn das geschiebe mehr wird.......

 

Banktechnisch denke ich ist das kein Problem mit den Überweisungen/ Schenkungen und so. Ich hab nur bedenken das mal Leute mit scharzen Limosienen anhalten und mich besuchen könnten.

Was meint Ihr, ist das so möglich bzw. gibts Erfahrungen/ Ratschläge mit meiner Verfahrensweise?

 

Danke und Grüße an alle

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Anleger Klein

- Steuererklärung für das Kind? Wozu? Nichtveranlagungsbescheinigung!

- was du rechtlich gesehen mit dem Geld des Kindes darfst: Mündelgeld

- was du nicht darfst: Gestaltungsmissbrauch

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everyday_fun69

Hallo und Danke fur die Nachricht. Das mit der Nichtveranlagungsbescheinigung geht natürlich auch. Es mag zwar die Gesetze geben, jedoch fällt mir die Deutung und Auslegung sowie die Sachlage in den von mir geplanten Vorgehensweisen. Wäre euch dankbar da Mehr Erfahrungen und Meinungen zu bekommen. Ich Danke euch schon mal.

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Dandy

Also wenn es bei Dir um solche Summen geht, dann solltest Du für diese Manöver wohl lieber einen guten Steuerberater einschalten. Denke der Fall ist noch recht einfach gelagert, wenn Du einfach eine Schenkung machst, ein Depot für das Kind mit Vollmacht auf Dich eröffnest und dann von dem Geld Wertpapiere kaufst. Wenn Du aber anfängst, Wertpapiere von Deinem in das Kinderdepot zu übertragen bzw. in umgekehrte Richtung, dann würde ich dahinter rechtlich jeweils eine Schenkung sehen, mag aber im Einzelfall anders bewertet werden. Das wäre dann im Extremfall wohl auch noch eine Frage an einen Anwalt :unsure:

 

Anders gefragt: Warum nicht einfach eine größere Summe dem Kind schenken und schauen, dass der Freibetrag nicht überschritten wird? Bei Kindern liegt der irgendwo bei gut 5000€, bevor Sozialversicherung fällig wird. Das ist mit ausschüttenden ETF und Festgeld vielleicht bis zu einer Summe von bis ca. 100k machbar. Wenn es tatsächlich um eine Summe weit darüber gehen sollte, dann wird man wohl auch die zusätzliche Krankenversicherung zahlen können.

 

Auch sollte man den Charakter einer Schenkung bedenken. Wenn es sich dabei eindeutig um eine Schenkung handelt, dann hat das Kind im Falle Deines/Eures Todes dadurch auch einen Vorteil bei der Erbschaftsteuer. Je mehr Spielchen Du da treibst und die Grenzen verwischst, desto höher schätze ich das Risiko ein, dass das Geld nicht als Schenkung anerkannt wird und dann ausgerechnet im Todesfall auch noch hohe Steuerabgaben fällig werden.

 

Warum willst Du für Dein Kind riskanter Papiere kaufen? Reicht nicht ein relativ neutrales ETF Depot aus? Man sollte schließlich bedenken, dass das Geld nach einer Schenkung dem Kind gehört und nicht mehr einem selbst, insofern etwas konservativer agieren, oder?

 

 

 

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everyday_fun69

Hallo zurück,

 

ich bin relativ neu (seit 04/2014) im Aktien- Fondshandel. Letztes Jahr hab ich 1000 Euro Erträge gehabt, alles davon ist verkauft. Das was ich letztes Jahr noch investiert hab, waren so 16k€, wo ich (1300€) und mein Sohn (2700€) heute 4k Erträge haben. Ich bin jetzt schon mit dem Freibetrag für 2015 drüber. Ehrlich hab ich mich mit ETFs gar nicht beschäfftig und weiß nichts darüber. Das mit den Aktien läuft ganz gut und soll nicht in ETFs ausgedehnt warden.

 

Es geht um gesparte Anlagebeträge von bis zu 20-30k. Die Krankenkasse extra kostet 150 im Monat, 1800 im Jahr. Wozu, soviel Geld hab ich nun auch nicht über.

 

 

Mein Sohn wird niemals kommen und sagen Vater das hast Du mir geschenkt, er bekommt natürlich was davon ab, da ich Steuern spare und sparen will. Das ist der einzigste Zweck.

 

 

Also sterben will ich noch nicht mit 36 Jahren !! Wenn doch, der Freibetrag ist hoch genug dazu, so dass keine Steuern anfallen. Hab mal 100 Vestas Aktien gekauft zu 25 Euro, guck mal heute den Kurs (37 €) an. Diese kann mein Sohn nicht kaufen und deshalb muss ich das tun.

 

 

Ich hoffe natürlich das die Gewinne auch in den nächsten Jahren fließen. Im Monent bin ich optimistisch und fasziniert wie man(n) Geld nebenbei verdienen kann.

 

Danke und Grüße

 

 

 

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Dandy

Na, dann wünsche ich Dir weiterhin ein Glückssträhne. So langsam verstehe ich, was Du machst. Du tradest im Prinzip auf den Namen Deines Sohnes um Steuern zu sparen. Glaube das ist hinten und vorne nicht legal, aber kenne mich in diesen Rechtsfragen nicht aus.

 

Aus meiner Sicht gilt der steuerliche Freibetrag für Deinen Sohn natürlich nur für sein Geld. Da ist also nichts mit einfach wieder wegnehmen. Klar kann man das auch als Rückschenkung betrachten, aber das ist sicherlich ganz dünnes Eis. Vielleicht kann einer mit juristischem Hintergrund aus dem Forum was dazu sagen.

 

Sieh es mal so: Du willst mit Aktien Geld verdienen, dann musst Du auch Deine Steuern dafür zahlen. Der Steuersatz Deines Sohnes ist dafür unerheblich. Schenkst Du ihm das Geld, dann solltest Du dementsprechend das Geld für ihn auch gewissenhaft anlegen. Was Du hier so schilderst klingt nicht danach.

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bondholder
· bearbeitet von bondholder

Mein Sohn wird niemals kommen und sagen Vater das hast Du mir geschenkt, er bekommt natürlich was davon ab, da ich Steuern spare und sparen will. Das ist der einzigste Zweck.

 

Kannst du uns bitte erklären, auf welchem Wege es nach deutschem Recht möglich sein soll, eine Schenkung eines minderjährigen Kindes an die eigenen Eltern durchzuführen?

Warum soll das Familiengericht so etwas erlauben?

 

Schenkungsverbot

Gesetzliche Vertreter dürfen Vermögen der von ihnen Vertretenen nicht verschenken, sofern es sich nicht um eine Schenkung handelt, durch die einer sittlichen Pflicht entsprochen wird. Dies betrifft die Eltern von Minderjährigen (§ 1641 BGB), Vormünder (§ 1804 BGB) sowie rechtliche Betreuer (§ 1908i Abs. 1 BGB), wobei letztere zusätzlich berechtigt sind, Gelegenheitsgeschenke vorzunehmen (§ 1908i Abs. 2 BGB) sowie mit gerichtlicher Genehmigung Ausstattungen (Aussteuer, Mitgift) an Kinder von Betreuten vorzunehmen (§ 1908 BGB).

 

---------

 

Bürgerliches Gesetzbuch (BGB)

§ 1641 Schenkungsverbot

Die Eltern können nicht in Vertretung des Kindes Schenkungen machen. Ausgenommen sind Schenkungen, durch die einer sittlichen Pflicht oder einer auf den Anstand zu nehmenden Rücksicht entsprochen wird.

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DerFremde

Lasse doch das rumgepfusche! Eröffne ein Kinderdepot bei der DIBA und gut ist!

 

Da kannst Du alles bis auf Optionsscheine und Hedgefonds für Kinder kaufen!

 

Hatte auch erst ein Depot bei der Consorsbank für unsere Tochter. Habe ich aber direkt wieder gekündigt, eben genau wegen dieser Begrenzung auf Risikoklasse 3!

Zumal es sich da um eine wirklich willkürliche Begrenzung und Einteilung seitens Consorsbank handelt, die auch gar nichts mit RISIKO zu tun hat.

So wäre es möglich das meine Tochter sich zb. eine Lufthansa kauft, aber eine Nestle zb. ginge nicht!

 

Ich denke ich muß jetzt nicht erwähnen mit welcher Aktie sich langfristig mehr Geld bei geringeren Risiko verdienen lässt!

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everyday_fun69

Hallo Fremder,

 

das klingt gut !!

 

Ich bin damals auf Cortals aufgesprungen, da dort ein Arbeitskollege war. Für meinen Sohn und mich wird das wohl das Beste sein zukünftig bei der DIBA zu handeln. Erstmal will ich den Sack für Ihn noch zumachen und dann ist für dieses Jahr ja erstmal Schluss bei Ihm mit Börse.

 

Danke für den tollen Tip, ist jedenfalls besser als das bla bla zum Schenkungsverbot ;-)

 

Gut Kurse und fette Beute wünsch ich...

 

 

 

 

 

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troi65
· bearbeitet von troi65

Danke für den tollen Tip, ist jedenfalls besser als das bla bla zum Schenkungsverbot ;-)

 

Schade , dass ich den Thread zu spät entdeckt habe...

Da gäbs aus meiner Sicht einiges zum posten.

 

Die Antworten anderer User zum gesetzlichen Schenkungsverbot erscheinen mir unangemessen höflich und Deine Einstellung zum Rechtsstaat mehr als bedenklich.

Schlecht fürs Kind , dass Dich die Anonymität im Netzt schützt; sonst wärst Du eine gern gesehene und fette Beute fürs Familiengericht.

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