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Lux

Aktuelle EZB Politik: Immobilien zur Eigennutzung jetzt oder nie kaufen?

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Lux

Hallo zusammen,

 

Sollte man aufgrund der aktuellen EZB Politik zeitig eine Immobilie zur Eigennutzung kaufen bevor die Preise noch weiter steigen oder ist der Markt schon in einer Blase? Speziell im Ballungsgebiet Frankfurt stellt sich mir die Frage. Die Preise sind schon sehr hoch und man kann jetzt schon kaum was seriös finanzieren. Wie wird es hier weitergehen?

 

Kann man mit einem höheren möglichen Kredit kalkulieren, da die Zinsen niedrig sind und die EZB nun die Inflation steigern will?

 

Danke und Grüße

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CHX

Sollte man aufgrund der aktuellen EZB Politik zeitig eine Immobilie zur Eigennutzung kaufen bevor die Preise noch weiter steigen oder ist der Markt schon in einer Blase?

 

Da niemand weiß, wie sich die Zinsen und Immobilienpreise zukünftig noch entwickeln werden und ob wir Inflation oder gar eine Deflation bekommen werden, gelten unabhängig davon wohl allgemeingültige Hinweise für Wohnimmobilien:

 

- Wertzuwachs ist meist nicht zu erwarten.

- Selten hat man die Hausgröße, die man gerade für den aktuellen Lebensabschnitt benötigt.

- Ein Haus bedeutet mangelnde Flexibilität, sowohl finanziell als auch in Bezug auf den Arbeitsmarkt.

- Änderungen in der Lebensplanung sind kaum mehr möglich oder nur mit finanziellen Verlusten bei einem notwendig werdenden Verkauf.

- Die Gesamtkosten für ein Haus betragen über den gesamten Zeitraum gesehen gut das Doppelte des Kaufpreises (Erwerbsnebenkosten, Grunderwerbsteuer, Sicherheitenkosten, Kreditbereitstellungskosten, Sanierungskosten, Modernisierungskosten u. A.).

 

Wer trotzdem weiter vom Eigenheim träumt, sollte sich drei simple Fragen stellen:

 

- Macht dieser Immobilienkauf glücklich?

- Kann man sich diesen wirklich leisten? (die Eigenkapitalquote sollte mindestens 30 Prozent der Immobilienkosten inkl. Erwerbsnebenkosten abdecken - die Tilgung sollte bei mindestens 3 Prozent liegen - die monatlichen Abtragsraten für die Immobilie sollten maximal 35 Prozent des Haushaltsnettoeinkommens betragen - zusätzlich müssen Rücklagen für Instandhaltungskosten gebildet werden (je nach Alter der Immobilie jährlich 8 bis 14 Euro pro Quadratmeter)).

- Kann man die möglichen Verluste bei einem nötig werdenden Verkauf verkraften?

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Lux
· bearbeitet von Lux

Sollte man aufgrund der aktuellen EZB Politik zeitig eine Immobilie zur Eigennutzung kaufen bevor die Preise noch weiter steigen oder ist der Markt schon in einer Blase?

 

Da niemand weiß, wie sich die Zinsen und Immobilienpreise zukünftig noch entwickeln werden und ob wir Inflation oder gar eine Deflation bekommen werden, gelten unabhängig davon wohl allgemeingültige Hinweise für Wohnimmobilien:

 

- Wertzuwachs ist meist nicht zu erwarten.

- Selten hat man die Hausgröße, die man gerade für den aktuellen Lebensabschnitt benötigt.

- Ein Haus bedeutet mangelnde Flexibilität, sowohl finanziell als auch in Bezug auf den Arbeitsmarkt.

- Änderungen in der Lebensplanung sind kaum mehr möglich oder nur mit finanziellen Verlusten bei einem notwendig werdenden Verkauf.

- Die Gesamtkosten für ein Haus betragen über den gesamten Zeitraum gesehen gut das Doppelte des Kaufpreises (Erwerbsnebenkosten, Grunderwerbsteuer, Sicherheitenkosten, Kreditbereitstellungskosten, Sanierungskosten, Modernisierungskosten u. A.).

 

Wer trotzdem weiter vom Eigenheim träumt, sollte sich drei simple Fragen stellen:

 

- Macht dieser Immobilienkauf glücklich?

- Kann man sich diesen wirklich leisten? (die Eigenkapitalquote sollte mindestens 30 Prozent der Immobilienkosten inkl. Erwerbsnebenkosten abdecken - die Tilgung sollte bei mindestens 3 Prozent liegen - die monatlichen Abtragsraten für die Immobilie sollten maximal 35 Prozent des Haushaltsnettoeinkommens betragen - zusätzlich müssen Rücklagen für Instandhaltungskosten gebildet werden (je nach Alter der Immobilie jährlich 8 bis 14 Euro pro Quadratmeter)).

- Kann man die möglichen Verluste bei einem nötig werdenden Verkauf verkraften?

 

 

Danke für deinen Beitrag. Klar du stellst die Grundsatzfrage ob nun Kaufen oder Mieten besser ist. Da scheiden sich die Geister. Ein Kauf gibt zumindest Sicherheit fürs Alter. Außerdem mehr Lebensqualität im Hier und Jetzt, denn man kann alles so einrichten und umbauen wie man möchte, was man in einer Mietwohnung nicht kann/darf.

 

Wenn ich mir die Preise hier anschaue, frage ich mich was die Leute denn so verdienen, um diese Preise seriös finanzieren zu können oder man geht eben mehr Risiko und geht davon aus, dass der Euro das schon richten wird.

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tyr

Ein Kauf gibt zumindest Sicherheit fürs Alter.

Das Argument halte ich für ein Gerücht. Es sind einige Nebenbedingungen zu erfüllen, die nicht zwingend sicher sind. Zum Beispiel:

- wenn die Immobilie mit einem Kredit finanziert wurde muss der Kredit stabil auch über Phasen finanzieller Probleme (Krankheit/BU, Scheidung, Arbeitslosigkeit, Wirtschaftskrisen o.ä.) hinweg bedient werden und sollte bis zum Renteneintritt abbezahlt sein. Selbst das Erleben des Renteneintrittsalters ist keine Garantie.

- die ggf. unerwarteten Nebenkosten der Immobilie müssen auch noch im Alter bezahlt werden können

- wenn die Immobilie im Alter nicht mehr den ggf. veränderten Bedürfnissen entspricht und man diese verkaufen will ist nicht sicher, dass nach den ganzen Zahlungen ein Gewinn verbleibt: wie hat sich die Nachfragesituation in den Jahrzehnten in der Region und in der individuellen Lage entwickelt? Viele vor einigen Jahrzehnten noch gefragten Regionen in Deutschland sind heute nur noch schwer und mit großen Abschlägen verkäuflich. Es gibt keine Garantie, dass sich der Kauf jemals lohnen wird.

 

Insbesondere beim für viele Normalverdiener größten Kauf des Lebens würde ich sehr gut überlegen, ob man genau das, was man da vorhat, auch dauerhaft absehbar will. Mit allen Folgen, die sich daraus ergeben.

 

Meiner persönlichen Meinung nach muss man sich eine selbstbewohnte Immobilie leisten können. Die Kaufnebenkosten, die Immobilität, das Klumpenrisiko samt unklarer Wertentwicklung, die Illiquidität und die finanziellen Risiken. Wenn deine angedachte selbstbewohnte Immobilie dagegen nur z. B. maximal 30% deines bereits verfügbaren Gesamtvermögens ausmacht und du die notwendigen und gewollten Instandhaltungsmaßnahmen nebenbei bezahlst: nur zu. Wenn nicht: informieren, rechnen, planen, Folgen abschätzen.

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Sulawesi

Danke für deinen Beitrag. Klar du stellst die Grundsatzfrage ob nun Kaufen oder Mieten besser ist. Da scheiden sich die Geister.

 

Nein, die Sachlage ist eigentlich klar und es scheiden sich daran auch nicht die Geister. Kaufen lohnt sich finanziell nicht bzw. nur wegen des disziplinierenden Effekts der Immobilie.

 

Ein Kauf gibt zumindest Sicherheit fürs Alter.

 

Ein ausgewogenes Depot gibt da noch mehr Sicherheit und die flexibilitaet zum Beispiel im Alter irendwo im Sueden zu wohnen wenn man will.

 

Außerdem mehr Lebensqualität im Hier und Jetzt, denn man kann alles so einrichten und umbauen wie man möchte, was man in einer Mietwohnung nicht kann/darf.

 

In der Tat. Das musst du dir aber leisten koennen bzw. muss es einem das wert sein.

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Anleger Klein

Hallo zusammen,

Sollte man aufgrund der aktuellen EZB Politik zeitig eine Immobilie zur Eigennutzung kaufen bevor die Preise noch weiter steigen oder ist der Markt schon in einer Blase? Speziell im Ballungsgebiet Frankfurt stellt sich mir die Frage. Die Preise sind schon sehr hoch und man kann jetzt schon kaum was seriös finanzieren. Wie wird es hier weitergehen?

Kann man mit einem höheren möglichen Kredit kalkulieren, da die Zinsen niedrig sind und die EZB nun die Inflation steigern will?

Danke und Grüße

 

Willst du überhaupt eine Immobilie oder bist du v.a. wegen den täglichen Nachrichten nervös und fragst dich ganz generell was tun mit deinem Geld und die Immobilie ist weil man sie als "Geldanlage" halt kennt als erste Idee gekommen?

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LagarMat

Naja, Sicherheit für's Alter.

Das sehe ich sehr differenziert.

 

Man muss die Immobilie schon im Bau, wenn man vermutlich noch ein junger Mensch ist, so planen, dass sie altersgerecht ist oder zumindest mit relativ geringem Aufwand in eine altersgerechte Immobilie umgewandelt werden kann.

Ich kenne viel zu viele Leute, die in Häusern wohnen: mit engen, steilen Treppen, zu engen, kleinen Badezimmern (Rollstuhl!), Zwischentreppen und ohne die Möglichkeit ohne größere bauliche Maßnahmen eine barrierefreie Wohneinheit herzustellen.

 

Ist das allerdings von Anfang an berücksichtigt, kann mit bis ins hohe Alter im eigenen Heim wohnen.

 

Alle anderen Punkte haben meine Vorschreiber auch schon angeführt.

 

Eine Immobilie ist der Lebenstraum vieler und sie bedeutet oftmals auch einen großen Zuwachs an Lebensqualität, der aber im Regelfall mit einem hohen finanziellen Risiko, großer Verantwortung und dem Verlust von Flexibilität, bezogen auf - Wohnbedürfnisse, die sich ändern, - Geld und - Arbeitsort einhergeht.

 

Nur als Geldanlage aus Angst vor einer Krise und wegen niedriger Zinsen eine Immobilie zu kaufen, ist keine gute Entscheidung.

Wenn Du ohnehin Wohneigentum wolltest, finanziell alles geregelt ist, der Arbeitsort relativ klar ist (auch beim Partner natürlich) und die Bude von Anfang an altersgerecht ist oder sein kann,

kommen die niedrigen Zinsen sehr gelegen.

 

Das sind aber schon ne Menge Wenns und Abers

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CHX

Klar du stellst die Grundsatzfrage ob nun Kaufen oder Mieten besser ist. Da scheiden sich die Geister.

Wenn ich mir die Preise hier anschaue, frage ich mich was die Leute denn so verdienen, um diese Preise seriös finanzieren zu können oder man geht eben mehr Risiko und geht davon aus, dass der Euro das schon richten wird.

 

Sicher stelle ich diese Grundsatzfragen, da diese Fragen vor jeder Entscheidung pro/contra Immobilie stehen sollten - vollkommen egal, wie die Zinsen und die Immobilienpreise gerade stehen.

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chrizzy

Neben der grundsätzlichen Frage ob Kaufen oder Mieten, solltest du dir (@TO) ein paar generelle Gedanken zu einem Kauf machen.

Ich halte es für falsch die Entscheidung nur der niedrigen Zinsen abhängig zu machen. Mein Vorschlag ist sich in das Thema grundlegend einzulesen. Ein Kauf beansprucht viel Zeit - und die sollte man sich dringend nehmen. Neben der Immobilie an sich, solltest du dann erstmal deine gesamte (familiäre, monetäre, berufliche usw.) Situation einfliessen lassen. Wenn das alles durch ist, kann man überlegen ob man (trotz der aktuell enorm hohen Immobilienpreise) den "Bonus" durch den niedrigen Zins mitnimmt. Dabei nicht zu vergessen die schon häufig erwähnte Anschlussfinanzierung..

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Kolle

Sollte man aufgrund der aktuellen EZB Politik zeitig eine Immobilie zur Eigennutzung kaufen bevor die Preise noch weiter steigen oder ist der Markt schon in einer Blase? Speziell im Ballungsgebiet Frankfurt stellt sich mir die Frage. Die Preise sind schon sehr hoch und man kann jetzt schon kaum was seriös finanzieren. Wie wird es hier weitergehen?

 

Kann man mit einem höheren möglichen Kredit kalkulieren, da die Zinsen niedrig sind und die EZB nun die Inflation steigern will?

 

Positiv finde ich, dass du die Seriosität der Finanzierung selbst siehst. Entweder passt die Immobilie zum Lebensstandard oder sie passt nicht. Grober Anhaltspunkt ist die 3er Regel: 1/3 EK, 1/3 Belastung, 30 Jahre Maximallaufzeit ). Spekulationen müssen außen vorbleiben, die Preisentwicklung darf bei existenzberührenden Größenordnungen kein Kriterium für eine Kaufentscheidung sein. Wenn alles passt, finde ich es richtig über einen Kauf aktiv nachzudenken, die erlebbaren Vorteile gegenüber ewiger Miete möchte ich nicht missen wollen.

 

Zur Finanzerung: Kauft man mit einem EK von nur 20 %, z,B. 100 T€ bei einer Immobilie von 500 T€ und die Preise geben um 20 % nach, liegt man bei Prolongationen bei 100 % Fremdfinanzierung, das wird dann richtig teuer. Eine hohe Tilgungsrate ist somit Pflicht. Auf der anderen Seite bekommt man 20jährige Zinsbindungen schon um die 2 % p.a., kürzere Zinsbindungen sehen verlockend aus ( 5 Jahre um 1 % sind möglich ) bergen ein sehr hohes Risiko. Nach 10 Jahren kommt man sowieso immer raus ( § 489 BGB ), damit sind 10 Jahre Zinsbindung die ungünstigste Variant die man wählen kann ( volles Prolongationsrisiko bei nur wenig Zinsvorteil ).

 

Als "Angsthase" bin ich mehrstufig vorgegangen: 1. Immobilie mit vielen Komfortabstrichen ( Alter, Größe, Ausstattung, Entfernung zum Arbeitsplatz ) im EK-Bereich, damit habe ich erst einmal gewohnt und die weitere Preisentwicklung gehedgt. Nach intensivem Ansparen gab es später ohne Zeitdruck gute Gelegenheiten zum Upgrade. So wie ich jetzt wohne, wäre ohne dieses Vorgehen nicht möglich gewesen und mein heutiges Vermögen hätte ich in der Größenordnung nicht erwirtschaften können.

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Lux

Sollte man aufgrund der aktuellen EZB Politik zeitig eine Immobilie zur Eigennutzung kaufen bevor die Preise noch weiter steigen oder ist der Markt schon in einer Blase? Speziell im Ballungsgebiet Frankfurt stellt sich mir die Frage. Die Preise sind schon sehr hoch und man kann jetzt schon kaum was seriös finanzieren. Wie wird es hier weitergehen?

 

Kann man mit einem höheren möglichen Kredit kalkulieren, da die Zinsen niedrig sind und die EZB nun die Inflation steigern will?

 

Positiv finde ich, dass du die Seriosität der Finanzierung selbst siehst. Entweder passt die Immobilie zum Lebensstandard oder sie passt nicht. Grober Anhaltspunkt ist die 3er Regel: 1/3 EK, 1/3 Belastung, 30 Jahre Maximallaufzeit ). Spekulationen müssen außen vorbleiben, die Preisentwicklung darf bei existenzberührenden Größenordnungen kein Kriterium für eine Kaufentscheidung sein. Wenn alles passt, finde ich es richtig über einen Kauf aktiv nachzudenken, die erlebbaren Vorteile gegenüber ewiger Miete möchte ich nicht missen wollen.

 

Zur Finanzerung: Kauft man mit einem EK von nur 20 %, z,B. 100 T€ bei einer Immobilie von 500 T€ und die Preise geben um 20 % nach, liegt man bei Prolongationen bei 100 % Fremdfinanzierung, das wird dann richtig teuer. Eine hohe Tilgungsrate ist somit Pflicht. Auf der anderen Seite bekommt man 20jährige Zinsbindungen schon um die 2 % p.a., kürzere Zinsbindungen sehen verlockend aus ( 5 Jahre um 1 % sind möglich ) bergen ein sehr hohes Risiko. Nach 10 Jahren kommt man sowieso immer raus ( § 489 BGB ), damit sind 10 Jahre Zinsbindung die ungünstigste Variant die man wählen kann ( volles Prolongationsrisiko bei nur wenig Zinsvorteil ).

 

Als "Angsthase" bin ich mehrstufig vorgegangen: 1. Immobilie mit vielen Komfortabstrichen ( Alter, Größe, Ausstattung, Entfernung zum Arbeitsplatz ) im EK-Bereich, damit habe ich erst einmal gewohnt und die weitere Preisentwicklung gehedgt. Nach intensivem Ansparen gab es später ohne Zeitdruck gute Gelegenheiten zum Upgrade. So wie ich jetzt wohne, wäre ohne dieses Vorgehen nicht möglich gewesen und mein heutiges Vermögen hätte ich in der Größenordnung nicht erwirtschaften können.

 

 

Vielen Dank für die vielen Tipps und Hinweise.

 

Ich versuche mal ein paar Fragen anzusprechen:

 

1. Ich beschäftige mich nun seit ca. 2 Jahren mit dem Thema. Es geht mir nicht um eine Geldanlage, sondern um mehr Lebensqualität und Sicherheit im Alter keine Miete zahlen zu müssen. Es ist also keine Kurzschlussreaktion. Die Zinslage ist nur ein Faktor, wenn auch ein sehr einflussreicher. Zum Arbeitsplatz, der ist so sicher, wie er eben sein kann. Ich sehe mich aber als so gut ausgebildet in der IT Branche, so dass ich auch später noch eine Chance auf dem Arbeitsmarkt haben werde. Außerdem kalkuliere ich auch nur mit einem Gehalt, da irgendwann biologisch bedingt, sicher eines einige Zeit ausfallen wird.

2. Hier im Raum Frankfurt gehen seit dieser Zeit die Preise nur nach oben. Alles was noch irgendwie fahrbar ist von der ÖPNV Anbindung oder per Auto ist teuer und wird teurer. In den Ballungszentren wird es mittelfristig auch eher so weitergehen.

3. Es gibt Kalkulationen, dass sich Eigentum lohnt, wenn man eine gewisse Zeit darin wohnen bleibt. Hier in Rhein-Main momentan sogar wenn man wieder verkaufen muss, da die Preise einfach nur steigen.

4. Die Finanzierung steht auch. Einmal durch EK und einmal durch Zinssicherheit durch günstige existierende Bausparer. Uns ging es da um eine möglichst lange Zinsbindung von mehr als 20 Jahren, auch wenn es dadurch 0,x% mehr Zinsen kosten wird (ca. 2,0-2,9%). In der Summe sind natürlich alle Kaufnebenkosten einkalkuliert. Bei einem Neubau aber auch Rückstellungen für Reparaturen etc. Die monatliche Belastung liegt unter 30% des Einkommens. Die Laufzeit allerdings über 20 Jahren. So weit es geht wären Sondertilgungen gewünscht statt höherer fixen Raten. Als wir die Bausparer abgeschlossen haben, konnte man allerdings noch nicht absehen, dass die EZB die Zinsen auf 0% setzen würde. Es sollten nur die niedrigen Zinsen "gesichert" werden. Ob wir den Bausparer dann wirklich verwenden ist eine andere Frage.

 

Wo ist die Sachlage denn klar dargestellt, dass sich Kaufen/Bauen NICHT lohnt?

 

Meine Befürchtung ist und war nur, dass durch die aktuelle Zinspolitik immer mehr Investoren alles am Immobilienmarkt aufkaufen was nicht bei 3 auf den Bäumen ist und der Markt uns quasi preislich davon läuft. Dagegen kann man irgendwann nicht mehr mit mehr EK ansparen.

 

Außerdem habe ich das Gefühl, dass viele "Konkurrenten" im Rennen um gute Objekte einfach jeden Preis bezahlen, mit kurzen Zinsbindungen und sehr auf Kante genäht. Anders kann ich mir nicht erklären, wie viele diese Summen aufbringen können, denn ich schätze nicht alle als definitiv bessere Verdiener ein. Insbesondere wenn offensichtlich nur ein Einkommen da ist. So viele Berater und Investmentbanker kann es gar nicht geben.

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tyr

Wo ist die Sachlage denn klar dargestellt, dass sich Kaufen/Bauen NICHT lohnt?

Wenn du dich seit 2 Jahren mit dem Thema beschäftigst sollte doch klar sein, dass es eine pauschale Empfehlung dieser Art nicht geben kann. Es kommt auf den Einzelfall an, ob man sich Immobilieneigentum leisten kann oder nicht.

 

Ich habe bei deinen Zeilen eher den Eindruck, dass du Angst hast, etwas zu verpassen. Ob diese Angst ein guter Ratgeber für ein Geschäft mit derart hohen Kosten und Risiken ist musst du selbst bewerten. Die Entscheidung kann dir niemand abnehmen.

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Lux

Danke für deinen Beitrag. Klar du stellst die Grundsatzfrage ob nun Kaufen oder Mieten besser ist. Da scheiden sich die Geister.

 

Nein, die Sachlage ist eigentlich klar und es scheiden sich daran auch nicht die Geister. Kaufen lohnt sich finanziell nicht bzw. nur wegen des disziplinierenden Effekts der Immobilie.

 

Ein Kauf gibt zumindest Sicherheit fürs Alter.

 

Ein ausgewogenes Depot gibt da noch mehr Sicherheit und die flexibilitaet zum Beispiel im Alter irendwo im Sueden zu wohnen wenn man will.

 

Außerdem mehr Lebensqualität im Hier und Jetzt, denn man kann alles so einrichten und umbauen wie man möchte, was man in einer Mietwohnung nicht kann/darf.

 

In der Tat. Das musst du dir aber leisten koennen bzw. muss es einem das wert sein.

 

 

Wo ist die Sachlage denn klar dargestellt, dass sich Kaufen/Bauen NICHT lohnt?

Wenn du dich seit 2 Jahren mit dem Thema beschäftigst sollte doch klar sein, dass es eine pauschale Empfehlung dieser Art nicht geben kann. Es kommt auf den Einzelfall an, ob man sich Immobilieneigentum leisten kann oder nicht.

 

Ich habe bei deinen Zeilen eher den Eindruck, dass du Angst hast, etwas zu verpassen. Ob diese Angst ein guter Ratgeber für ein Geschäft mit derart hohen Kosten und Risiken ist musst du selbst bewerten. Die Entscheidung kann dir niemand abnehmen.

 

Daher habe ich ja so gefragt. Im Post von Sulawesi klingt es zumindest so, dass hier alles klar sei. Ich habe keine Angst was zu verpassen, sondern zu lange zu zögern und wodurch der Markt einfach davon läuft. Eine Immobilie wollten wir schon immer, sobald man ausreichend Einkommen und EK hat. Die EZB und der Euro und die Zinsen spielen eben nur gerade da mit rein.

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CHX

Außerdem habe ich das Gefühl, dass viele "Konkurrenten" im Rennen um gute Objekte einfach jeden Preis bezahlen, mit kurzen Zinsbindungen und sehr auf Kante genäht. Anders kann ich mir nicht erklären, wie viele diese Summen aufbringen können, denn ich schätze nicht alle als definitiv bessere Verdiener ein. Insbesondere wenn offensichtlich nur ein Einkommen da ist. So viele Berater und Investmentbanker kann es gar nicht geben.

 

Dann wartet man ab, bis sich die Umstände wieder ändern und die auf Kante genähten Finanzierungen ggf. platzen und schlägt dann (vermutlich preiswerter) zu.

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Layer Cake

Wo ist die Sachlage denn klar dargestellt, dass sich Kaufen/Bauen NICHT lohnt?

 

Wenn du mehr über diesen Punkt erfahren möchtest, könnte das Buch Kaufen oder Mieten? von Kommer was für dich sein.

 

 

 

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kafkaesk93

Wo ist die Sachlage denn klar dargestellt, dass sich Kaufen/Bauen NICHT lohnt?

 

Wenn du mehr über diesen Punkt erfahren möchtest, könnte das Buch Kaufen oder Mieten? von Kommer was für dich sein.

 

 

...und als Vorgeschmack kannst du dir ja mal seinen Vortrag zu dem Thema anschauen:

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Kolle
· bearbeitet von Kolle

Wo ist die Sachlage denn klar dargestellt, dass sich Kaufen/Bauen NICHT lohnt?

 

 

Nirgends, kann man auch nicht.

 

Auf Grund deiner Angaben sehe ich kein finanzierungstechnisches Risiko ! Irgendwann muss man einfach zuschlagen wenn die Entscheidung pro Immobilie getroffen ist. Wenn sonst alles ( Wohnaspekte ) stimmt, mache es ! Hinterhersparen birgt auch Risiken. Ob das alles noch noch mal billiger wird ist genauso Spekulation wie dass alles noch teurer wird. Eine selbstbewohnte Immobilie kauft man nicht nach den Kriterien einer Aktie.

 

Meine Tochter hat eine ( gebrauchte ) ETW gekauft, vor 5 Jahren hätte sie ebenfalls weniger bezahlt. 50 % EK, Rest zwei Jahreseinkommen die finanziert wurden. Wenn die Preise fallen sollten hat sie vielleicht ein Jahr zuviel für die ETW gearbeitet, also überschaubar und kein Genickbruch. Preise im Bestand ( ca 2000 bis 2500 €/m² Wfl ) sind hier im Südwesten aber deutlich billiger als im Frankfurter Raum, Gehälter auch. Der vielleicht nicht rentabelste, aber dafür sicherste Weg zum evtl. späteren Haus.

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Joseph Conrad

Es gibt bestimmt Mieter mit dickem Depot welche zufrieden und glücklich sind. Es gibt aber auch die Menschen, welche sich nach einer eigengenutzten Immobilie sehnen. Gerade junge Familien. Ich halte das für sehr natürlich sich ein eigenes Nest schaffen zu wollen. Da man nur ein Leben hat kann man mit dieser Entscheidung nicht ewig warten. Mit 50zig ,spätestens 60zig solltest du es bezahlt haben. Danach würde ich die Größe bemessen. Ich persönlich könnte mir ein Leben ohne eigenes Haus nicht mehr vorstellen. Es gibt nichts besseres als in der Sonne im Garten zu liegen und die Katze beim abschreiten ihres Reviers zu beobachten :)

 

LG Joseph

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asche
Außerdem habe ich das Gefühl, dass viele "Konkurrenten" im Rennen um gute Objekte einfach jeden Preis bezahlen, mit kurzen Zinsbindungen und sehr auf Kante genäht.

Ich vermute, dass das Realität und nicht nur ein Gefühl ist -- viele meinen halt, unbedingt "jetzt noch" kaufen zu müssen, egal was es kostet, und rechnen sich das schön. Irgendwann mag es da zu massenhaft Ausfällen/Verkaufsdruck und einem insgesamt stagnierenden/sinkenden Preisniveau kommen - insbesondere wenn die Zinsen wieder deutlich anziehen und im gleichen Zeitraum prolongiert werden muss. Aber ob das nun in 5, 10, 15 oder erst 20 Jahren der Fall sein wird - wer weiss?

 

Zum anderen: Viele erben auch. Geld, für das man nicht selbst arbeiten und sparen musste, gibt sich halt leichter aus.

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Yoko

1. Ich beschäftige mich nun seit ca. 2 Jahren mit dem Thema. Es geht mir nicht um eine Geldanlage, sondern um mehr Lebensqualität und Sicherheit im Alter keine Miete zahlen zu müssen

Die notwendige/sinnvolle Wohnungsgröße variiert stark über die Lebenszeit. Mit 20 reicht die kleine 30qm Studentenwohnung, mit 30 und Partnerin braucht man etwas mehr, vielleicht 70qm, mit 35 kommen ggf. die Kinder und man braucht weitere Kinderzimmer, größeres Wohnzimmer, einen Garten. Mit 55 ziehen die Kinder aus dem Haus, man könnte auf die Kinderzimmer verzichten. Mit 70 ist man vielleicht zu alt, kommt eh nicht mehr in den ersten Stock und um den Garten kann man sich auch nicht mehr kümmern.

 

Als Mieter ist man hier deutlich flexibler und kann die Wohnung an seine Bedürfnisse anpassen. Vielleicht kann man mit 80 kein Auto mehr fahren und man wünscht sich eine Wohnung mit guter Nahverkehrsanbindung und einem Supermarkt in der Nähe.

 

Dies doch sehr unterschiedlichen Bedürfnisse in eine Wohnung/Haus zu integrieren ist schwierig. Und vielleicht "spare" ich mir im Alter die Miete, aber vom Haus alleine kann ich mich auch nur schlecht ernähren. Wenn ich Geld brauche, dann kann ich den Schornstein nicht mal eben so verkaufen. Was mir bleibt ist nur eine Verpfändung auf das Haus, die entsprechende Kosten generiert. Beim Depot kann ich auch problemlos mal 10.000 Euro entnehmen, z.B. für ein neues Gebiss.

 

 

 

 

3. [...] da die Preise einfach nur steigen.

Die Immobilienpreise sind in den USA über 30-40 Jahre auch immer gesteigen, immer weiter. Bis es dann zur Immobilienkriese in 2008 kam, die dann die Finanzkrise ausgelöst hat. Aber dort hat es auch keiner für möglich gehalten, dass die Preise auch mal fallen können. Und manche Häuser, ehemals in Top-Lagen, sind heute nichts mehr wert (z.B. in Detroit, New Orleans).

 

Ein weiteren Punkt den viele vergessen ist die Inflation. Steigen die Preise infaltionsbereinigt? In den vergangenen 40 Jahren war dies nicht der Fall (siehe Buch/Video von Kommer).

 

 

 

Nichts gegen Kaufen/Bauen. Es steigert von vielen die Lebensqualität, aber es bleibt meistens doch ein Konsumgut und keine sinnvolle Investition. Wenn man sich diesen Luxus finanziell leisten kann, warum nicht? Es bringt ja auch nix als Millionär zu sterben und nie gelebt zu haben.

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Lux

1. Ich beschäftige mich nun seit ca. 2 Jahren mit dem Thema. Es geht mir nicht um eine Geldanlage, sondern um mehr Lebensqualität und Sicherheit im Alter keine Miete zahlen zu müssen

Die notwendige/sinnvolle Wohnungsgröße variiert stark über die Lebenszeit. Mit 20 reicht die kleine 30qm Studentenwohnung, mit 30 und Partnerin braucht man etwas mehr, vielleicht 70qm, mit 35 kommen ggf. die Kinder und man braucht weitere Kinderzimmer, größeres Wohnzimmer, einen Garten. Mit 55 ziehen die Kinder aus dem Haus, man könnte auf die Kinderzimmer verzichten. Mit 70 ist man vielleicht zu alt, kommt eh nicht mehr in den ersten Stock und um den Garten kann man sich auch nicht mehr kümmern.

 

Als Mieter ist man hier deutlich flexibler und kann die Wohnung an seine Bedürfnisse anpassen. Vielleicht kann man mit 80 kein Auto mehr fahren und man wünscht sich eine Wohnung mit guter Nahverkehrsanbindung und einem Supermarkt in der Nähe.

 

Dies doch sehr unterschiedlichen Bedürfnisse in eine Wohnung/Haus zu integrieren ist schwierig. Und vielleicht "spare" ich mir im Alter die Miete, aber vom Haus alleine kann ich mich auch nur schlecht ernähren. Wenn ich Geld brauche, dann kann ich den Schornstein nicht mal eben so verkaufen. Was mir bleibt ist nur eine Verpfändung auf das Haus, die entsprechende Kosten generiert. Beim Depot kann ich auch problemlos mal 10.000 Euro entnehmen, z.B. für ein neues Gebiss.

 

 

 

 

3. [...] da die Preise einfach nur steigen.

Die Immobilienpreise sind in den USA über 30-40 Jahre auch immer gesteigen, immer weiter. Bis es dann zur Immobilienkriese in 2008 kam, die dann die Finanzkrise ausgelöst hat. Aber dort hat es auch keiner für möglich gehalten, dass die Preise auch mal fallen können. Und manche Häuser, ehemals in Top-Lagen, sind heute nichts mehr wert (z.B. in Detroit, New Orleans).

 

Ein weiteren Punkt den viele vergessen ist die Inflation. Steigen die Preise infaltionsbereinigt? In den vergangenen 40 Jahren war dies nicht der Fall (siehe Buch/Video von Kommer).

 

 

 

Nichts gegen Kaufen/Bauen. Es steigert von vielen die Lebensqualität, aber es bleibt meistens doch ein Konsumgut und keine sinnvolle Investition. Wenn man sich diesen Luxus finanziell leisten kann, warum nicht? Es bringt ja auch nix als Millionär zu sterben und nie gelebt zu haben.

 

Ja sehe ich ein. Den Gedanken eigentlich 2 Häuser zu brauchen, einmal mit Kindern und einmal füers Alter kam mir auch schon. Das Video habe ich gesehen. Ist von 2010 wie das Buch. Die Entwicklung in Europa, dem Euro und den Zinsen fehlt und es wird natürlich der Schnitt im ganzen Land untersucht. Ich glaube diese Zahlen sehen für München, Hamburg und Frankfurt anders aus. Hier wächst die Bevölkerung stetig. Auf dem Land kann man riesige Anwesen zu niedrigen Preisen kaufen. Das wird in den Städten nicht so schnell der Fall sein oder wird haben wirklich ernsthafte wirtschftliche Probleme.

Bei meiner Kalkulation wäre die Miete eines vergleichbaren Objektes auch nicht signifikant günstier als die Finanzierungsrate. Der Eigentümer will schließlichauch seine Kosten gedeckt haben und eine Redite erhalten über den Mietzins.

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tyr
· bearbeitet von tyr

Bei meiner Kalkulation wäre die Miete eines vergleichbaren Objektes auch nicht signifikant günstier als die Finanzierungsrate. Der Eigentümer will schließlichauch seine Kosten gedeckt haben und eine Redite erhalten über den Mietzins.

Die Kalkulation würde mich interessieren. So wie du es beschreibst liest es sich für mich nicht realistisch. Kannst du die Exceldatei hier hochladen? Die Kritik (oder Bestätigung, falls solide) der Rechnung könnte sicher hilfreich sein.

 

Die Kosten für das Wohnen werden in jedem Fall bezahlt, egal ob ratenweise über eine Wohnungsmiete oder in größeren Stücken über Kauf, Nebenkosten, Betriebs- und Unterhaltskosten und irgendwann wieder Verkauf. Bei einer Fremdfinanzierung zahlst du zusätzlich zu den Wohnkosten die Zinsen der Bank (die sind weg!), bei Wohnungsmiete zusätzlich den Gewinn des Vermieters (auch weg). Als Käufer trägst du im Gegensatz zum Mieter aber die ganzen Risiken dieses Geschäfts.

 

Die Finanzierungsrate ist nur ein Teil der Gesamtkosten. Wenn man eine Rechnung aufmacht, dann wäre nach meinem Verständnis der Gesamtpreis des Geschäfts zu ermitteln und über die Zeit verteilen, inklusive Kaufnebenkosten, Versicherungen, Steuern/Abgaben, Instandhaltungskosten, Betriebskosten, Verkaufspreis usw. Zusätzlich ist das investierte Eigenkapital in der Anlageklasse Wohnimmobilie gebunden und kann sich im Klumpenrisiko nicht so frei und flexibel entwickeln wie z. B. am Kapitalmarkt in chancenreichen diversifizierten ETF und sicheren Zinsanlagen.

 

Ich schlage vor, dass du das vorgeschlagene Buch und weitere gängige Literatur zum Thema kaufen oder mieten endlich mal liest und nicht gleich mit fadenscheinigen Argumenten abtust, weil du vermutest, nicht das zu lesen, was du scheinbar lesen möchtest.

 

Für mich wäre es ziemlich einfach: hast du mindestens 30% des Eigenkapitals der Gesamtkaufkosten (inklusive Nebenkosten) der Immobilie, die du dir vorstellst? Kannst du dir sicher sein, den Rest innerhalb von z. B. 10-15 Jahren abzuzahlen, ohne dich finanziell zu übernehmen? Bedenke mögliche Kostenrisiken der Immobilie und dass Lebensveränderungen ziemlich sicher, Stabilität der Verhältnisse aber unsicher ist. Wenn alles gewährleistet ist: ran an den Speck und endlich mal Bücher zum Thema durcharbeiten, planen, ehrlich rechnen. Wenn du aber erheblich weniger Eigenkapital als die 30% hast und länger zum Abbezahlen eines Kredites brauchst würde ich mir das an deiner Stelle gut überlegen, dieses Geschäft einzugehen. Dann würde ich um so mehr endlich fundiertes Immobilienwissen aneignen und nicht weitere Jahre mit Angst, Zweifel, Hoffnung und eigenartigen Rechnungen verbringen.

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Yoko
· bearbeitet von Yoko

und es wird natürlich der Schnitt im ganzen Land untersucht. Ich glaube diese Zahlen sehen für München, Hamburg und Frankfurt anders aus. Hier wächst die Bevölkerung stetig. Auf dem Land kann man riesige Anwesen zu niedrigen Preisen kaufen. Das wird in den Städten nicht so schnell der Fall sein oder wird haben wirklich ernsthafte wirtschftliche Probleme.

[...]

Das wird in den Städten nicht so schnell der Fall sein oder wird haben wirklich ernsthafte wirtschftliche Probleme.

Klar schaut man sich in der Retroperspektive nur die Beispiele an, die das eigene Argument unterstützen. In solchen Diskussionen wird auf München, Hamburg, Frankfurt verwiesen, die sich in den vergangenen 50 Jahren sehr gut entwickelt haben und wo die Immobilienpreise stark gestiegen sind.

 

Aber hätte man diese Entwicklung schon vor 50 Jahren gewusst? 1950 hätte man noch gesagt, dass Gelsenkirchen die Metropole überhaupt hin, sicherer Einwohnerwachstum, beste perspektiven, Immobilienpreise können nur steigen. Und wie steht Gelsenkrichen heute dort?

 

Dies passt auf viele ehemalige Ruhrpott-Städte. 1950 hätte man noch gesagt, dass dies die Top-Städte sind. Oder schau dich international mal um, lange Zeit war Detroit die Stadt überhaupt. Heute will dort keiner mehr wohnen.

 

Wer kann also heute abschätzen wie sich München, Hamburg, Frankfurt entwickeln wird? Das klassische Bankengeschäft wird immer unprofitabler und es wird verzweifelt nach Alternativen gesucht, aktuell im FinTech-Bereich. Was passiert wenn das heutige Bankenwesen in 50 Jahren so nicht mehr existent ist und die Bankentürme in Frankfurt verwaist sind und stattdessen Berlin die FinTech-Hauptstadt ist. Wie wären dann die Immopreise in Frankfurt?

 

Und wie verändert sich zukünftig unsere Arbeitsweise? Wir sind immer mobiler, Homeoffice wird immer typischer, virtual reality entwickelt sich rasend schnell weiter. Vielleicht zieht es mich in 20 Jahren nicht mehr in den Büroturm nach Frankfurt, sondern ich sitze im Garten, oder bei Starbucks, oder in Thailand am Strand, habe den Laptop vor mir und per Google Glass/Oculus Rift kann ich fast wie real mit den Kollegen interagieren, an Meetings teilnehmen oder in der Teeküche einen plausch halten. Per virtual reality Handschuhen habe ich sogar eine haptische Wahrnehmung wenn man im Meetingraum am Whiteboard etwas für die Kollegen aufmalt. Das dezentrale Arbeiten wird gerade bei jungen Firmen immer beliebter. Was passiert mit Frankfurt wenn alle Bänker, Berater, Juristen von überall der Welt aus arbeiten könnten? Würde ich dann noch in bzw. nahe Frankfurt wohnen wollen?

 

Und wie verhält es sich mit dem demographischen Wandel? Was machen wir mit den ganzen Häusern, wenn die Bevölkerung immer weiter schrumpft? Und wie verändert sich der Wohngeschmack? Dies ist ein massives Problem, ich kenne viele Orte um Frankfurt, in denen unglaublich viel gebaut wird. Die Altbauten im Ort will aber keiner kaufen, da sie nicht den eigenen Vorstellungen entsprechen. Also bau ich lieber neu und hab ein Haus so wie es möchte.

 

 

Fragen über Fragen. Für mich ist eine Wohnimmobilie primär ein Konsumobjekt zur Steigerung des Lebensstandards. Mit einem positiven realen Wertzuwachs auf das Grundstück/Objekt würde ich nicht rechnen, d.h. ich sollte damit auch leben können wenn ich den Wert mit 0 Euro ansetze. Wenn ich über genügend Einkommen verfüge, klar, warum nicht. Aber dann betrachte ich das eigene Haus wie den neuen Audi, es macht Spaß und es ist schön.

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LagarMat
· bearbeitet von LagarMat

Ich finde Deine Argumentation hat was.

Aber zumindest beim demographischen Wandel möchte ich etwas anmerken.

 

Ich habe in dieser Woche ein Interview mit Dr.Manfred Schmidt gehört.

Kann man sich hier: http://www.inforadio.de/podcast/feeds/zwoelfzweiundzwanzig/zwoelfzweiundzwanzig.html

als mp3 herunterladen.

Der Mann ist Präsident des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge.

Er sprach davon, man erwarte, dass Afrika sich - heute 1 Milliarde Menschen, von denen jetzt schon ein großer Teil nach Europa will - bis zum Jahrhundertende auf 4(!!!!) Milliarden Menschen vervierfachen wird.

4.000.000.000 Menschen. Auf einem Kontinent, der in weiten Teilen nur eine lebensfeindliche Umgebung bietet.

Davon wird, ob man es nun mag oder nicht, die ein oder andere Million in Deutschland landen.

 

Dafür wird unsere Willkommenskultur schon sorgen.

Und unsere Wirtschaft kann weiter schön die Löhne drücken.

Wenn man dann noch hinzunimmt, dass schon seit Jahren von einer massiven Wasserknappheit ab etwa 2030 in Afrika und Teilen Asiens ausgegangen wird, wird sich ein schrumpfen der Bevölkerungszahl in Deutschland ganz schnell erledigt haben.

Er sagte weiterhin, dass Deutschland aktuell hinter den USA Einwanderungsland Nr.2 weltweit sei.

 

Ich hörte gestern im Radio, da ging es die Entwicklung der Arbeitsverhältnisse auf dem deutschen Arbeitsmarkt durch die massive Zuwanderung von Geringqualifizierten (weiß leider den Namen desjenigen nichtmehr, aber es war irgend ein Arbeitsforscher), dass bereits heute auf eine Stelle mit niedriger Qualifikation zwanzig Arbeitskräfte kämen.

Die Zuwanderung wird wohl erstmal nicht abnehmen, durch fortschreitende Automatisierung und Technisierung wohl aber die Zahl der Stellen für Geringqualifizierte.

Sozialer Sprengstoff!

 

 

Prekäre Arbeitsverhältnisse nehmen stark zu. Selbst junge hochqualifizierte Arbeitskräfte hangeln sich nur noch von einem befristeten Job zum nächsten.

Ich war gestern an der Uni und wurde dann Opfer des Streiks im ÖD, weil die Mitarbeiter der Verwaltung am Streik teilnahmen.

Dort hörte ich ein Gespräch mit, wo eine junge Vertretungsprofessorin erzählte, sie werde bedrängt (von ihrem derzeitigen Arbeitgeber, der Excellenz-Universität FU Berlin) auch weiter befristet und schlecht bezahlt zu arbeiten. Nur so könne man sie weiter beschäftigen und sie sich weiterentwickeln.

Diese Art und Weise kann man wohl mittlerweile als typisch für die Arbeitsverhältnisse in den deutschen Universitäten bezeichnen.

 

Dieses Gelaber vom demographischen Wandel ist Teil eines großen Ganzen. Nicht mehr, nicht weniger.

Deutschlands Bevölkerungszahl wird nicht schrumpfen.

Das bedeutet aber nicht unbedingt, dass auch die Immobilienpreise weiter steigen werden.

Niemand der einen Job mit Mindestlohn oder einen befristeten Job hat und nicht weiß, wo er in einem oder zwei Jahren steht, wird sich eine Immobilie ans Bein binden (können) oder eine Familie gründen, wo man überhaupt erst den Wunsch nach Wohneigentum so richtig verspürt.

 

 

"Deutschland geht es gut. Das ist ein Grund zur Freude."

 

 

 

EDIT: Es war nicht Herr Schmidt, sondern in diesem Interview bei ertwa 33:00 Minuten: http://media.rbb-online.de/inf/podcast/zwoelfzweiundzwanzig/zwoelfzweiundzwanzig_6464.mp3

Der Interviewte ist Prof. Joachim Weimann, Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg. Ebenfalls hier zu finden: http://www.inforadio.de/podcast/feeds/zwoelfzweiundzwanzig/zwoelfzweiundzwanzig.html

Im übrigen auch sehr empfehlenswert es sich anzuhören.

 

"1222" vom rbb Inforadio ist echt die hochwertigste Gsprächssendung, die ich aus den deutschen Medien kenne.

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Sulawesi

Der Mann ist Präsident des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge.

Er sprach davon, man erwarte, dass Afrika sich - heute 1 Milliarde Menschen, von denen jetzt schon ein großer Teil nach Europa will - bis zum Jahrhundertende auf 4(!!!!) Milliarden Menschen vervierfachen wird.

 

Und was glaubst du wie die nach Europa kommen wollen? Und warum die auf sowas Bock haben? Die Wirtschaftsleistung in Afrika steigt ständig, während sich ein große Teil Europas auf dem absteigenden Ast befindet....

 

In den letzten Jahren hat sich die zahl der Menschen auf der Erde verdoppelt, viel angekommen ist davon in Europa nicht.

 

4.000.000.000 Menschen. Auf einem Kontinent, der in weiten Teilen nur eine lebensfeindliche Umgebung bietet.

 

Der Kontinent ist nicht lebensfeindlich, sonst würden da keine 4 Milliarden Menschen wohnen können. Im Gegenteil.

Die Kindersterblichkeit ist in den letzten Jahren massiv gesunken, die Lebenserwartung extrem gestiegen, die Zahl der Hungernden ist trotz 3x höherer Bevölkerung gleich geblieben bzw. sinkt weiter (Übergewicht ist bereits ein großes Problem in Afrika).

 

Davon wird, ob man es nun mag oder nicht, die ein oder andere Million in Deutschland landen.

 

Nein, natürlich nicht. Die Zahl der Afrikaner kannst du selbst in deutschen Großstädten an einer Hand abzählen (ein paar Drogendealer aus Nigeria, das war es auch schon) und die Migration über Schiffe macht im Verhältnis zur Bevölkerung nicht mal einen Fliegenschiss aus.

 

Wenn man dann noch hinzunimmt, dass schon seit Jahren von einer massiven Wasserknappheit ab etwa 2030 in Afrika und Teilen Asiens ausgegangen wird, wird sich ein schrumpfen der Bevölkerungszahl in Deutschland ganz schnell erledigt haben.

 

In Asien stagniert die bevölkerung mit Ausnahme Indiens bereits. Die Zahl der Geburten ist selbst in Länden wie Bangladesch bereits unter das notwendige Reproduktionsniveau gefallen. Und wie denkt du kommen die überhaut auf 4 Milliarden Menschen wenn das Wasser knapp ist?

 

Deine Phrasen erinnern mich doch sehr an den Club of Rome mit seinen komplett falschen Vorstellungen über das Jahr 2.000

 

Er sagte weiterhin, dass Deutschland aktuell hinter den USA Einwanderungsland Nr.2 weltweit sei.

 

Wenn man nur die Einwanderung ohne die Abwanderung berücksichtigt mag das sogar stimmen. Nur kommen die Einwanderer mehrheitlich aus Europa und die Einwanderung reich bei weitem nicht aus um die Bevölkerungszahl stabil zu halten.

 

Ich hörte gestern im Radio, da ging es die Entwicklung der Arbeitsverhältnisse auf dem deutschen Arbeitsmarkt durch die massive Zuwanderung von Geringqualifizierten (weiß leider den Namen desjenigen nichtmehr, aber es war irgend ein Arbeitsforscher), dass bereits heute auf eine Stelle mit niedriger Qualifikation zwanzig Arbeitskräfte kämen.

 

Lachhaft. Wir haben im Großteil Süddeutschlands bereits Vollbeschäftigung und selbst Kassiererinnnen zu 15€ die Stunde sind kam zu bekommen.

 

Prekäre Arbeitsverhältnisse nehmen stark zu. Selbst junge hochqualifizierte Arbeitskräfte hangeln sich nur noch von einem befristeten Job zum nächsten.

 

Die Regel ist eher Anstellung beim Großkonzern zu Gehältern die man sich früher noch nicht mal erträumt hat. Die Arbeitslosenquote unter Akademikern liegt inklusive der Geisteswissenschaftler bei 2%.

 

Dieses Gelaber vom demographischen Wandel ist Teil eines großen Ganzen. Nicht mehr, nicht weniger.

Deutschlands Bevölkerungszahl wird nicht schrumpfen.

 

http://de.statista.com/statistik/daten/studie/164004/umfrage/prognostizierte-bevoelkerungsentwicklung-in-den-laendern-der-eu/

 

Die Bevölkerung wird, Migration eingerechnet, massiv schrumpfen. Da gibt es nichts zu deuten. Ich denke eher es wird noch schlimmer komme. Deutlich schlimmer.

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