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Freigeist

Folgen Kirchenaustritt (Erfahrungen)

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Freigeist
Posted · Edited by Freigeist

Hallo,

 

erst einmal ein Lob für dieses tolle Forum!

 

Ich will aus der Kirche (christlich, Römisch-Katholisch) austreten.

Da dies kein einfacher Schritt ist, und weitreichende Folgen mit sich bringt, möchte ich diejenigen Leute bitten, die diesen Schritt bereits gewagt haben, von deren Erfahrungen zu berichten.

 

Mir ist klar, dass dieses Thema für viele mit Ihren unterschiedlichen Weltanschauungen indiskutabel ist und eine Diskussion nichts bringt, da jeder stets von seine Sichtweiße vollkommen überzeugt ist und keinen Fingerbreit davon abrücken wird. Deshalb möchte ich euch bitten rein auf rationaler Ebene die Folgen des Kirchenaustritts zu diskutieren. Mir ist bewusst, dass es zu diesem Thema bereits hier im Forum einige Themen gibt, doch leider keines, was speziell auf die Folgen eines Kirchenausritts hinweißt.

Meine persönlichen Motive dazu sind einfach, dass mir das Wichtigste die Freiheit ist und ich mich nicht länger einer „Religion“ unterordnen möchte. Zudem bin ich mittlerweile überzeugter Atheist und nur mehr aus kulturellem und sozialem Umfeld heraus noch in der Kirche.

 

 

Ich habe mir bereits einige Gedanken gemacht und bin auf folgende Aspekte gekommen.

 

Zunächst die Positiven:

- Entfall der Kirchensteuer, die freiwerdenden Mittel kann ich nun neben dem eigenen Nutzen einer Institution oder Stiftung spenden, deren Zwecke ich für sinnvoll erachte.

- Freiheit, sich keinem „Glaube/ Religion“ unterordnen zu müssen

 

 

Auf der anderen Seite habe ich mehrere Gegenargumente:

 

- Heirat: Es ist doch ganz schön kirchlich zu heiraten. Ich kenne viele, die nur aus diesem Grund noch in der Kirche sind. Wie verhält es sich bei einem Kirchenaustritt? Falls der Partner in der Kirche ist, kann dann trotzdem noch kirchlich geheiratet werden?

 

- Soziales Umfeld: Ich bin der Meinung ein Kirchenaustritt ist bei vielen immer noch verpönt, trotz der momentanen Entwicklung zu mehr Akzeptanz durch die vielen Skandale etc.. Ich denke umso ländlicher der Wohnort ist, desto ausgeprägter wird die soziale „Ächtung“ sein. Mich würde brennend interessieren, wie eure Familie, Freunde, Bekannte und das sonstige soziale Umfeld auf euren Kirchenaustritt reagiert haben.

 

- Kinder: Ich denke eines der schwierigsten Themen bezüglich eines Kirchenaustritts. Ich selber habe noch keine Kinder, möchte aber später welche haben. Diese werden in einem Umfeld aufwachsen, bei der Religion gesellschaftlich hoch anerkannt ist. Da sind Probleme vorprogrammiert, angefangen von den Feiertagen wie Weihnachten bis hin zu den alltäglich zu betrachtenden Gotteshäuser/ Kirchen. Die Religion ist stets im Alltag präsent.

Vor allem durch die Erzählungen von anderen Leuten wie z.B. in der Schule werden die Kinder die „tollen“ Sachen wie Weihnachtsgeschenke etc. erfahren.

Ich finde das Weihnachtsfest als schlichtes Fest mit Geschenken, Glühwein etc. im gemütlichen Winter in Ordnung. Falls meine Kinder wollen können wir diesen Brauchtum weiterpflegen.

Egal ob Schule, Sportverein oder sonstige soziale Einrichtungen, das „Anders“ sein kann für Kinder doch zu schweren Problemen wie Ausgrenzung, Mobbing etc. führen.

Die Kinder werden früher oder später mit der Frage kommen, was ist Religion und warum haben wir keine. In diesem Bezug möchte ich die Kinder ab einem gewissen Alter über Religion „aufklären“. Das richtige Alter dafür zu finden ist sicherlich schwierig. Denn ab wann ist man in der Lage bei einem so schwierigen Thema seine eigene Meinung zu bilden und die Folgen und Konsequenzen richtig einzuschätzen?

Danach können sie dann frei entscheiden, ob sie an etwas Glauben wollen oder nicht. Ich habe kein Problem damit, falls ein Kind gläubisch werden sollte, solange es damit glücklich ist und dadurch nicht Intolerant zu andersdenkenden wird.

 

- Tod: Bei einem Kirchenaustritt wird einem das Begräbnis auf dem Friedhof verwehrt. Was sind die Alternativen? Verbrennen mit Urne, oder gibt es „atheistische“ Friedhöfe etc.?

 

- Wiedereintritt: Das Leben steckt bekanntlich voller Überraschungen, vielleicht werde ich eines Tages meine Meinung ändern und die „Überzeugung“ in der Religion finden. Gibt es Einschränkungen bei einem Wiedereintritt?

 

 

 

Ich habe eine schöne Übersicht von einer Gemeinde in Schleswig Holstein gefunden, zwar komme ich aus Süddeutschland, aber große regionale Unterscheide können ja bei einer so konservativen Religion nicht vorhanden sein?

http://www.kirchenkr...henaustritt.pdf

 

Ich freue mich auf eure Erfahrungen :)

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Trüffelsau
Posted · Edited by Trüffelsau

- Soziales Umfeld: Ich bin der Meinung ein Kirchenaustritt ist bei vielen immer noch verpönt, trotz der momentanen Entwicklung zu mehr Akzeptanz durch die vielen Skandale etc.. Ich denke umso ländlicher der Wohnort ist, desto ausgeprägter wird die soziale „Ächtung“ sein. Mich würde brennend interessieren, wie eure Familie, Freunde, Bekannte und das sonstige soziale Umfeld auf euren Kirchenaustritt reagiert haben.

 

Wenn Du die Kunde nicht breit trittst, wird es niemand erfahren, ausser Dein Partner, der Dich heiraten möchte.

 

Heiraten kannst Du trotzdem in einer Kirche, im Zuge der vielen Kirchen-Entwidmungen sind viele Gemeinden und Besitzer wunderschöner kleiner Kirchen froh, Ihre Kirchen/Kapellen vermieten zu können, bevor sie anderweitig genutzt werden. Einen "Pfarrer" kannst Du ebenfalls mieten. Es gibt viele gefallene Engel in der katholischen Kirche, die heiraten wollten und hinaus geworfen wurden oder Freiprediger, die Zeremonie muss nicht schlechter sein. Vielleicht im Gegenteil.

 

Ehrlich zu sich selbst und in der Folge konsequent zu sein, ist doch eine der schönsten und humanistischen Eigenschaften, die ein Mensch in seinem Leben entwickeln kann. Deine Kinder werden ein gutes Vorbild haben!

Im Übrigen muss man nicht ungläubig sein, um auszutreten.

 

- Tod: Bei einem Kirchenaustritt wird einem das Begräbnis auf dem Friedhof verwehrt. Was sind die Alternativen? Verbrennen mit Urne, oder gibt es „atheistische“ Friedhöfe etc.?

Überhaupt kein Problem, Pfarrrer/Freiprediger mit durchaus integrer Ausbildung, Grabstellen usw. alles erhältlich, auch überall, auch ohne offizielle Mitgliedschaft... ist in der Zwischenzeit auch gang und gäbe

 

- Wiedereintritt: Das Leben steckt bekanntlich voller Überraschungen, vielleicht werde ich eines Tages meine Meinung ändern und die „Überzeugung“ in der Religion finden. Gibt es Einschränkungen bei einem Wiedereintritt?

Nein

da die Mitglieder scharenweise austreten... kannst Du Dir vielleicht vorstellen, dass man verlorene Töchter und Söhne barmherzig und freudig wiederaufnimmt...

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_Henrik_
Posted · Edited by _Henrik_

Aus eigener Erfahrung spricht sich das auf dem Land irgendwann herum.

Die Leute gewöhnen sich aber daran, wahrscheinlich warst du eh kaum mehr im Gottesdienst.

Schließlich ziehen selbst auf den Dörfern mittlerweile Ostdeutsche oder Nichtdeutsche zu.

Patenschaften kannst du selbstverständlich nicht mehr übernehmen.

Die Feste feiert man nach eigenem Verständnis.

Der Kirchengang bleibt einem ja nicht versagt. Ist natürlich Trittbrettfahrerei.

Weihnachten, Ostern etc. sind übrigens heidnischen Ursprungs.

Zum Heiraten kann man auch wieder eintreten.

Das erfordert ein Vorsprechen beim Pfarrer. Die sind dafür aber dankbar.

Es kann auch mehrmals ausgetreten werden.

Zum Tod hab ich mir noch keine Gedanken gemacht.

Beerdigt werden wir alle.

Letzter Tipp: vermeide jegliche Glaubensdiskussionen.

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slt63
Posted

....

Patenschaften kannst du selbstverständlich nicht mehr übernehmen.

......

 

Das kann ich aus eigener Erfahrung so nicht bestätigen.

Bin selber Pate.

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harryguenter
Posted · Edited by harryguenter

- Entfall des moderenen Ablasshandels äh Kirchensteuer, die freiwerdenden Mittel kann ich nun neben dem eigenen Nutzen nun. einer Institution oder Stiftung spenden, deren Zwecke ich für sinnvoll erachte.

Ich weiß nicht ob solche Seitenhiebe hilfreich sind wenn man eine rationale Diskussion anstoßen möchte.

 

- Heirat: Es ist doch ganz schön kirchlich zu heiraten. Ich kenne viele, die nur aus diesem Grund noch in der Kirche sind. Wie verhält es sich bei einem Kirchenaustritt? Falls der Partner in der Kirche ist, kann dann trotzdem noch kirchlich geheiratet werden?

Das mag von der Region abhängen und es ändert sich im Verlauf der Zeit auch immer mal wieder.

Eine "echte" kirchliche Trauung ist derzeit aber m.W.n. in dieser Konstellation ausgeschlossen. Frauen haben da manchmal sehr eigene Ansichten was eine "Ersatzzeremonie" betrifft. Und meiner Erfahrung nach ist der kirchliche Hochzeitstag für diese auch der einzig echte Hochzeitstag.

 

- Kinder: Ich denke, eines der schwierigsten Themen bezüglich eines Kirchenaustritts. Ich selber habe noch keine Kinder, möchte aber später welche haben. Diese werden in einem Umfeld aufwachsen, bei der Religion gesellschaftlich hoch anerkannt ist. Da sind Probleme vorprogrammiert, angefangen von den Feiertagen wie Weihnachten bis hin zu den alltäglich zu betrachtenden Gotteshäuser/ Kirchen. Die Religion ist stets im Alltag präsent.

Vor allem durch die Erzählungen von anderen Leuten wie z.B. in der Schule werden die Kinder die „tollen“ Sachen wie Weihnachtsgeschenke etc. erfahren.

Ich finde das Weihnachtsfest als schlichtes Fest mit Geschenken, Glühwein etc. im gemütlichen Winter in Ordnung. Falls meine Kinder wollen können wir diesen Brauchtum weiterpflegen.

Egal ob Schule, Sportverein oder sonstige soziale Einrichtungen, das „Anders“ sein kann für Kinder doch zu schweren Problemen wie Ausgrenzung, Mobbing etc. führen.

Die Kinder werden früher oder später mit der Frage kommen, was ist Religion und warum haben wir keine. In diesem Bezug möchte ich die Kinder ab einem gewissen Alter über Religion „aufklären“. Das richtige Alter dafür zu finden ist sicherlich schwierig. Denn ab wann ist man in der Lage bei einem sp schwierigen Thema seine eigene Meinung zu bilden und die Folgen und Konsequenzen richtig einzuschätzen?

Danach können sie dann frei entscheiden, ob sie an etwas Glauben wollen oder nicht. Ich habe kein Problem damit, falls ein Kind gläubisch werden sollte, solange es damit glücklich ist und dadurch nicht Intolerant zu andersdenkenden wird.

Und nachdem Du sie in deiner natürliuch vollkommen unvoreingenommenen Art "aufgeklärt" hast glaubst Du noch an eine wirklich freie Entscheidung?

Diese Zeilen geben mir ehrlich gesagt zu denken, ob Du den Kirchenaustritt jetzt für Dich entscheidest, oder gleich zum Missionar gegen den Glauben und die Kirche in Deiner Familie werden willst.

Mein Tip: lass Deine Kinder wenigstens taufen - das vereinfacht für sie vieles wenn sie sich später doch mal "pro Kirche" entscheiden möchten.

 

- Tod: Bei einem Kirchenaustritt wird einem das Begräbnis auf dem Friedhof verwehrt. Was sind die Alternativen? Verbrennen mit Urne, oder gibt es „atheistische“ Friedhöfe etc.?

[/Quote]

Auf einem kirchlichen Friedhof kann Dir das verwehrt werden - es gibt aber fast überall auch städtische Friedhöfe.

 

- Wiedereintritt: Das Leben steckt bekanntlich voller Überraschungen, vielleicht werde ich eines Tages meine Meinung ändern und die „Überzeugung“ in der Religion finden. Gibt es Einschränkungen bei einem Wiedereintritt?

Es gibt kein Anrecht auf den Wiedereintritt.

I.d.R. sind zahlende Mitglieder aber geerne gesehen.

 

Ansonsten bleibt mir nur zu sagen:

Da Du noch nicht verheiratet scheinst Du noch recht jung zu sein. Ich hab' Kirche früher auch als überflüssig empfunden.

Und obwohl ich weiterhin nicht an ein ewiges Leben nach dem Tod glaube, so bin ich doch dankbar um die Gelegenheiten einmal innezuhalten und über sich und sein Leben zu reflektieren. Klar kann man das auch ohne Kirche - aber wie oft macht man das denn im Alltagstrott der einem keinen Anlass dazu bietet?

 

Von daher halte ich das mit der Kirche wie mit der GEZ - die Beiträge sind zu hoch, sie kümmern sich um Sachen abseits ihres Kernauftrages, aber im Grund halte ich sie für eine sinnvolle Sache. (Das mit der GEZ vestehst Du spätestens dann, wenn Du die Wahl hast Deine Kinder vor den Kinderkanal oder Super RTL zu setzen)

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chart
Posted

Ich selber war nie in der Kirche und meine Partnerin war in der Kirche, sie ist vor Jahren ausgetreten.

Wir stammen beide aus ländlichen Gebieten.

Für sie war es ein einfacher unklomplizierter Schritt, ohne jegliche Folgen.

Denn wir wissen z.B. nicht wer von den Bekannten oder Verwandten in der Kirche ist, es interessiert uns auch nicht. Wir haben auch niemanden die Info gegeben, dass meine Partnerin nun aus der Kirche ausgetreten ist. Es geht ja auch niemanden etwas an und es interessiert sich auch niemand dafür.

Ihre Tante war sogar evang. Pastorin, sie ist nun Rentnerin, ihr mann ist sehr kritisch gegenüber der Kirche eingestellt und lässt kein gutes Haar an dem Verein.

Wenn er manchmal Geschichten über die Kirche erzählt, was er und seine Frau schon erlebt hat, kann man nur mit den Kopf schütteln. Religionen und das ganze drumherum ist nur erfundenes von Menschen und sonst nichts weiter.

Solche Gedanken über einen Kirchenaustritt zu machen, wie du es machst, finde ich sehr übertrieben. Im Traum haben wir nicht daran gedacht und dafür keine Minute Zeit verschwendet.

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Mr. Jones
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Religionen und das ganze drumherum ist nur erfundenes von Menschen und sonst nichts weiter.

Solche Gedanken über einen Kirchenaustritt zu machen, wie du es machst, finde ich sehr übertrieben. Im Traum haben wir nicht daran gedacht und dafür keine Minute Zeit verschwendet.

 

BUMM! Ein oder zwei populär-wissenschaftliche Bücher gelesen, halb verdaut, dazu ein paar Sendungen auf N24 und...BUMM!

 

Alles nur erfunden. Wünsche Dir, Deiner Partnerin und deinen Kindern (allesamt genetisch programmierte biologische Maschinen) noch viel Spaß beim Durchwandern des Tal des Todes. thumbsup.gif

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BondWurzel
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Vollkommen falsches Forum für eht.-moral. Stories.

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chart
Posted · Edited by chart

Religionen und das ganze drumherum ist nur erfundenes von Menschen und sonst nichts weiter.

Solche Gedanken über einen Kirchenaustritt zu machen, wie du es machst, finde ich sehr übertrieben. Im Traum haben wir nicht daran gedacht und dafür keine Minute Zeit verschwendet.

 

BUMM! Ein oder zwei populär-wissenschaftliche Bücher gelesen, halb verdaut, dazu ein paar Sendungen auf N24 und...BUMM!

 

Alles nur erfunden. Wünsche Dir, Deiner Partnerin und deinen Kindern (allesamt genetisch programmierte biologische Maschinen) noch viel Spaß beim Durchwandern des Tal des Todes. thumbsup.gif

 

Sorry, ich weiß nicht was du mir sagen willst.

N24 schaue ich nicht und irgendwelche Bücher in dieser Richtung lese ich nicht. Falls du das behauptest! BUMM!

Jeder wird das Tal der Toten durchwandern, auch du.

 

Religionen, werden doch oft nur missbraucht um Kriege führen zu können und Menschen abzuschlachten.

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_Henrik_
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Der User hat sich für dieses Thema extra hier angemeldet, aus welchen Gründen auch immer.

 

Letzter Tipp: vermeide jegliche Glaubensdiskussionen.

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LagarMat
Posted · Edited by LagarMat

Wie wär's damit?

Vor gut drei Wochen suchte "katholisch.de" nach einem deutschsprachigen Experten, der das Thema Homosexualität wissenschaftlich und untendenziös aufgegriffen hat. Man fand den Religionspädagogen Stefan Scholz, der darüber unter anderem einen Fachbeitrag publiziert hatte.

Scholz ist wissenschaftlicher Dozent an der Universität in Erlangen, wurde im Fach Neues Testament promoviert und im Fach Religionspädagogik habilitiert. Der Wissenschaftler arbeitet als ökumenisch engagierter evangelischer Pfarrer im Nürnberger Schuldienst. Er wurde von den katholischen Journalisten gefragt, ob er Lust hätte auf einen Gastbeitrag über die Deutung der theologischen Aussagen in der Bibel zu Homosexualität. Scholz sagte zu, einen allgemeinverständlichen Beitrag fertigzustellen und schickte ihn am 5. Mai in die Redaktion.

 

Zwei Wochen lang hörte er nichts, dann schrieb man ihm, es gebe gerade so viel Wirbel um das Thema Anerkennung der Homo-Ehe, so dass "katholisch.de" in den kommenden Wochen erst einmal gar nichts mehr aus eigenem Antrieb zum Thema Homosexualität veröffentlichen könne. Man habe ja noch die Forderung des Zentralkomitees der Katholiken zu verkraften, der katholische Laienverband wolle neuerdings die Segnung homosexueller Lebenspartnerschaften. Sein Beitrag müsse daher leider erst mal auf Eis gelegt werden.

 

http://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/kirche-und-homosexualitaet-katholisch-de-lehnte-text-ab-a-1035958.html

Der Beitrag, den man lieber nicht veröffentlichen wollte, findet sich auf Seite 2 des Links.

 

-----

 

Wenn die katholische Kirche nicht lernt, mit der Zeit zu gehen und eigene Positionen zu entbetonieren, ist sie zumindest in westlichen Gesellschaften dem Untergang geweiht.

Ein riesiges Stück unserer Kultur und Kulturgeschichte droht in der Bedeutungslosigkeit zu verschwinden.

Den Platz der hinterweltlerischen Religion wird dann - und macht es ja auch schon - der Islam einnehmen.

Eine großartige Perspektive.

 

Die Antworten auf die Frage, warum es die christlichen Kirchen nicht schaffen, die eigene Gefolgschaft zu halten, zu vermehren und zum Vermehren zu bewegen, die Muslime aber sehr wohl, wären interessant zu hören.

Der Punkt als solcher ist schon etwas paradox.

 

Allerdings versteht man es in Rom bzw. bei deren Gefolgsleuten ja auch regelmäßig, sich derbe selbst ins Knie zu schießen.

Allein in den letzten Jahren sind aktuell gewesen: Massenhafter Kindesmissbrauch, fehlende Aufarbeitung; Limburg mit TvE und hier nun die Homo-Debatte, wo man es einfach nicht schafft, eine Position einzunehmen, bei der man auch als Außenstehender mit einer gegenteiligen Meinung sagen könnte, "Okay, kann ich nachvollziehen.".

Stattdessen wird eine Diskussion durch (Selbst-)Zensur unterbunden.

 

Ich persönlich glaube nicht, dass zwei Drittel der Deutschen eine Home-Ehe in Deutschland ohne Weiteres befürworten und stehe diesen angeblich repräsentativen Umfragen sehr skeptisch ggü..

Aber was die katholische Kirche macht, ist einfach nur lächerlich.

Außerhalb der Politik sind sie die Kasper der Nation.

 

 

Wer wundert sich da über massenweise Austritte oder Austrittswünsche?

Ich bin fest davon überzeugt, dass eine glaubwürdige Aufarbeitung all der Dinge und ein offenener Umgang mit dem Thema schon reichte, um den Mitgliederschwund zu begrenzen.

Aber man versucht es immer noch mit der "Darüber spricht man nicht"-Taktik, der Tabuisierung.

Das wird nicht funktionieren.

Die Alten sterben weg und die Jungen - die Zukunft - spielen dieses Spiel nichtmehr mit.

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€-man
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Wenn die katholische Kirche nicht lernt, mit der Zeit zu gehen und eigene Positionen zu entbetonieren, ist sie zumindest in westlichen Gesellschaften dem Untergang geweiht.

 

Verantwortung dafür tragen die "Betonköpfe" im Vatikan. Da muss der jetzige Papst schon höllisch aufpassen, dass er sich ohne Beschädigung halten kann.

 

Dass die Kirche an der Front auch anders kann und das auch tut, kann man hier sehen und hören. Spiel das Video aus München ab, die ersten Sätze des Pfarrers zeigen doch ein freundlicheres Gesicht der katholischen Kirche.

 

Gruß

€-man

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Schinzilord
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Mein Verständnis für gemischte Partnerschaften, ich bitte um Korrektur, falls ich es falsch dargestellt haben:

Falls nach der Ehe eine gemeinsame Veranlagung gewählt wurde, gibt es noch ein paar Besonderheiten zu beachten:

- Ist ein Ehepartner nicht konfessionslos, wird auf die Höher seiner Einkünfte geschaut:

i) sind die Einkünfte des Partner, der in der Kirche ist, höher als die des konfessionslosen Partner, werden trotzdem Kirchensteuern auf das GESAMTEINKOMMEN fällig

ii) in anderen Fall wird das "Kirchengeld" ermittelt, welches auch an das Einkommen gekoppelt ist. Da kann es aber Limite geben (ca. 3500€ pro Jahr).

 

D.h. entweder bei Austreten, oder getrennte Veranlagung wählen.

Bei großen Kapitalzuflüssen (Erbe, Abfindung etc.) KANN wohl ein individueller (halbierter) Kirchensteuersatz oder max. Grenzen vereinbart werden.

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Freigeist
Posted · Edited by Freigeist

- Entfall des moderenen Ablasshandels äh Kirchensteuer, die freiwerdenden Mittel kann ich nun neben dem eigenen Nutzen nun. einer Institution oder Stiftung spenden, deren Zwecke ich für sinnvoll erachte.

 

Ich weiß nicht ob solche Seitenhiebe hilfreich sind wenn man eine rationale Diskussion anstoßen möchte.

Da hast du natürlich recht, dies ist provozierend geschrieben und habe ich soeben entfernt.

 

- Kinder: Ich denke, eines der schwierigsten Themen bezüglich eines Kirchenaustritts. Ich selber habe noch keine Kinder, möchte aber später welche haben. Diese werden in einem Umfeld aufwachsen, bei der Religion gesellschaftlich hoch anerkannt ist. Da sind Probleme vorprogrammiert, angefangen von den Feiertagen wie Weihnachten bis hin zu den alltäglich zu betrachtenden Gotteshäuser/ Kirchen. Die Religion ist stets im Alltag präsent.

 

Vor allem durch die Erzählungen von anderen Leuten wie z.B. in der Schule werden die Kinder die „tollen“ Sachen wie Weihnachtsgeschenke etc. erfahren.

 

Ich finde das Weihnachtsfest als schlichtes Fest mit Geschenken, Glühwein etc. im gemütlichen Winter in Ordnung. Falls meine Kinder wollen können wir diesen Brauchtum weiterpflegen.

 

Egal ob Schule, Sportverein oder sonstige soziale Einrichtungen, das „Anders“ sein kann für Kinder doch zu schweren Problemen wie Ausgrenzung, Mobbing etc. führen.

 

Die Kinder werden früher oder später mit der Frage kommen, was ist Religion und warum haben wir keine. In diesem Bezug möchte ich die Kinder ab einem gewissen Alter über Religion „aufklären“. Das richtige Alter dafür zu finden ist sicherlich schwierig. Denn ab wann ist man in der Lage bei einem sp schwierigen Thema seine eigene Meinung zu bilden und die Folgen und Konsequenzen richtig einzuschätzen?

 

Danach können sie dann frei entscheiden, ob sie an etwas Glauben wollen oder nicht. Ich habe kein Problem damit, falls ein Kind gläubisch werden sollte, solange es damit glücklich ist und dadurch nicht Intolerant zu andersdenkenden wird.

 

 

Und nachdem Du sie in deiner natürliuch vollkommen unvoreingenommenen Art "aufgeklärt" hast glaubst Du noch an eine wirklich freie Entscheidung?

 

Diese Zeilen geben mir ehrlich gesagt zu denken, ob Du den Kirchenaustritt jetzt für Dich entscheidest, oder gleich zum Missionar gegen den Glauben und die Kirche in Deiner Familie werden willst.

 

Mein Tip: lass Deine Kinder wenigstens taufen - das vereinfacht für sie vieles wenn sie sich später doch mal "pro Kirche" entscheiden möchten.

 

 

Eine vollkommen neutrale Aufklärung und dann freie Entscheidung ist menschlich gesehen natürlich nie möglich. Zumindest bin ich toleranter wie die meisten Mitmenschen, für die eine solche Diskussion über Religion nie in Frage kommen würde und für die es selbstverständlich ist, dass ihre Kinder den elterlichen Überzeugungen folgen müssen. Wie gesagt habe ich kein Problem damit, falls ein Kind gläubisch werden sollte.

 

Religionen und das ganze drumherum ist nur erfundenes von Menschen und sonst nichts weiter.

 

Solche Gedanken über einen Kirchenaustritt zu machen, wie du es machst, finde ich sehr übertrieben. Im Traum haben wir nicht daran gedacht und dafür keine Minute Zeit verschwendet.

 

BUMM! Ein oder zwei populär-wissenschaftliche Bücher gelesen, halb verdaut, dazu ein paar Sendungen auf N24 und...BUMM!

Alles nur erfunden. Wünsche Dir, Deiner Partnerin und deinen Kindern (allesamt genetisch programmierte biologische Maschinen) noch viel Spaß beim Durchwandern des Tal des Todes.

 

Wie oben bereits geschrieben unbedingt nur auf rationaler Ebene diskutieren. Zu einem solchen schwierigen Thema kann keine Diskussion über Glaubensansichten erfolgen, es wird stets in Beschimpfungen und Streit enden, nicht umsonst heißt es "don't talk about politics and religion"

 

Und daher nochmals speziell die Bitte an die letzten Beitragsschreiber: Keine Diskussionen über Glaubensansichten oder über die Handlungen der katholischen Kirche in letzter Zeit.

 

Der User hat sich für dieses Thema extra hier angemeldet, aus welchen Gründen auch immer.

 

Letzter Tipp: vermeide jegliche Glaubensdiskussionen.

 

 

Ich verfolge dieses Forum schon länger als stiller Mitleser. Für meine Frage habe ich dieses Forum ausgewählt, weil es mir scheint, dass hier durchschnittlich gesehen ein sehr hoher Bildungsgrad vorhanden ist und es hier möglich ist eine solche Diskussion sachlich zu führen, was bisher auch weitestgehend bestätigt wurde. Auch habe ich den Anschein, dass viele in diesem Forum zumindest atheistische Gedankenzüge haben und der Kirche eher kritisch gegenüber eingestellt sind. Hier nochmals Danke an die hilfreichen Beiträge und den bisherigen Erfahrungsaustausch.

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PIBE350
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Ich bin vor ein paar Monaten ausgetreten. Mal davon abgesehen, dass ich noch nie gläubig war, kamen in den letzten Jahren nur noch Bettelbriefe der Gemeinde an. :P

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kindle
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Er hat ihn entdeckt.Zu Hülf.

Nicht nur diesen Thread ...

 

Freigeist, du schreibst, dass du aus sozialen bzw. kulturellen Gründen noch in der Kirche bist. Mit deinen Beiträgen unterstützt du doch dann theoretisch finanziell die Grundlage dafür, dass du sozial bzw. kulturell an der Organisation Kirche teilhaben kannst. Was würde sich für dich ändern, wenn du die Kirche verlässt? Würdest du dann eine andere Art der finanziellen Zuwendung vornehmen, um die soziale bzw. kulturelle Grundlage zu erhalten?

 

Ich hoffe es ist verständlich worauf ich hinaus möchte :blink:

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mucben
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Ich bin vor ca. 10 Jahren aus der Kirche ausgetreten.

 

Habe das nicht bereut und bis dato erst einmal einen Nachteil gesehen.

Konnte bei einer katholischen Taufe laut Aussage des Paares nicht Patenonkel werden.

Ich hab das so hingenommen.

Heute weiß ich dass das nicht stimmt.

Im Endeffekt haben sich die Eltern nicht richtig darum gekümmert und sich nicht informiert.

Aber das ist deren Problem. Hätten sie wirklich gewollt, dann....

 

 

Und so ist es auch mit allen anderen Dingen wie:

- kirchliche Hochzeit

- Taufe

- Kind auf kirchliche Schule

- Wiedereintritt

 

Wer es wirklich will, der bekommt das hin.

Denn die Kirche lebt nun einmal vom Geld ihrer Mitglieder, Mieter, Schulkinder, etc.

 

 

Ich bin christlich erzogen. Versuche auch christlichen Werten zu folgen. Aber ich nehme nicht alles davon an, denn nicht alles gefällt mir.

 

Am wenigsten jedoch gefällt mir, dass die Verlinkung von Staat und Religion (Steuer!) hier bewilligt wird.

Für mich besteht da keine Notwendigkeit.

Denn auch wenn ein Teil der Mittel richtigerweise auch für soziale Projekte etc. eingesetzt wird, so wird ein großer Teil einfach in nicht nachvollziehbare Kanäle geleitet.

 

Das möchte ich lieber selbst in der Hand haben und für Organisationen oder Personen spenden, die nicht einen riesigen Wasserkopf haben.

 

Aber das ist meine Meinung dazu.

 

 

Fazit jedoch für den Threaderöffner:

 

Es gibt keine Nachteile, außer Du schaffst sie Dir selbst!

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Freigeist
Posted · Edited by Freigeist

Er hat ihn entdeckt.Zu Hülf.

 

Nicht nur diesen Thread ...

 

Freigeist, du schreibst, dass du aus sozialen bzw. kulturellen Gründen noch in der Kirche bist. Mit deinen Beiträgen unterstützt du doch dann theoretisch finanziell die Grundlage dafür, dass du sozial bzw. kulturell an der Organisation Kirche teilhaben kannst. Was würde sich für dich ändern, wenn du die Kirche verlässt? Würdest du dann eine andere Art der finanziellen Zuwendung vornehmen, um die soziale bzw. kulturelle Grundlage zu erhalten?

 

Ich hoffe es ist verständlich worauf ich hinaus möchte

 

Ich bin (noch) in der Kirche, weil ich mir wie oben bereits erwähnt verschiedenste Gedanken darüber mache, welche Folgen ein Kirchenaustritt haben könnte. Und da ich Eltern habe, die in der katholischen Kirche schon immer waren, ist es logisch, dass ich automatisch auch in der Kirche bin.

 

@chart hat oben gefragt, warum ich mir überhaupt so viele Gedanken darum mache. Der Grund hierfür ist einfach, dass ich solche Entscheidungen stets plane und dann pro und contra abwäge, um eine rationale Entscheidung zu treffen. Falls ich durch einen Kirchenaustritt mehr Probleme bekommen werde als Nutzen (persönliche Überzeugung, monetärer Vorteil), so werde ich in der Kirche bleiben, den Kirchensteuerbeitrag bezahlen und damit größere "Kosten" vermeiden. Denn was bringt es einem drastisch ausgedrückt, wenn man zwar nach seiner Überzeugung handelt aber dann sprichwörtlich geköpft wird. Das wäre es mir bei diesem Thema nicht Wert und man ist auch in gewisser weiße für seine Mitmenschen wie den eventuell späteren Kindern verantwortlich, die unter einer solchen Entscheidung leiden könnten, sprich man will ihnen ja keine Steine in den Weg legen.

 

Im Leben ist man ja des Öfteren in Gruppen oder Veranstaltungen, deren Inhalte man zwar nicht teilt aber aus unterschiedlichsten Gründen trotzdem teilnehmen muss oder sollte.

 

Wie in meinem Anfangspost bereits gesagt, möchte ich dann das Geld u.a. für Stiftungen spenden, deren Zwecke ich voll unterstütze. Meiner Meinung nach steckt die Kirche zwar auch Gelder in soziale und kulturelle Inhalte, doch leider nur einen geringen Teil, wie auch schon @mucben beschrieben hat. Ich bitte aber nicht weiter auf diesen Bezug einzugehen, da dies schon wieder eine persönliche Überzeugung ist und eine Diskussion darüber nicht weiterhilft.

 

Wenn ich bisher ein Resümee über die Erfahrungen von bereits Ausgetretenen mache, dann sind die Nachteile minimal und die Entscheidung für den Kirchenaustritt ist stärker geworden.

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chart
Posted · Edited by chart

Wie gesagt, meine Partnerin hatte nach ihren Austritt null Probleme und absolut keine Nachteile. Darum kann ich nicht verstehen welche Nachteile man bei einem Austritt haben könnte.

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freesteiler
Posted

Ich selbst bin vor rund 10 Jahren ausgetreten und konnte überhaupt keine Probleme in irgendeinem Bereich feststellen. In der Steuererklärung das richtige Feld ankreuzen und fertig. Mir ist die Meinung anderer Leute allerdings auch völlig egal. Ich brauche keine kirchliche Heirat und würde vermutlich eh keine 10 Leute einladen, was beim Begräbnis passiert ist mir egal, da ich tot bin und ob irgendwer der Meinung ist, "das macht man nicht", interessiert mich nicht die Bohne. Ob das bei Kindern wirklich problematisch ist, halte ich auch eher für fragwürdig. In meiner Schulzeit gab es fast nur Katholiken und ich war mit den Ethikschülern als evangelischer zusammen im Unterricht. Das sollte also auch keine große Rolle spielen.

Weihnachten und Co kann man auch so feiern, bei den meisten "Christen" gehts da eh nur um die Geschenke.

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odensee
Posted · Edited by odensee

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freesteiler
Posted · Edited by freesteiler

Damit hätte ich kein Problem, wenn dafür die Anzahl an gesetzlich vorgegeben Urlaubstagen entsprechend erhöht wird. Die Wirtschaft würde sich freuen, da an den Tagen dann ganz normal weiterproduziert werden kann.

Ersatzlos streichen wäre nicht sinnvoll, außer man will die Burnout-Rate noch um ein paar Prozente steigern :thumbsup:.

Falls du damit aber andeuten wolltest, dass man Anrecht auf mehr freie Tage hätte, weil man ja Kirchensteuer bezahlt, halte ich das für groben Unfug.

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checker-finance
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"Im Schutz der Sonntagsruhe gedeiht nicht das Christentum, sondern Amazon."
http://bweins.de/news.php?id=7034

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PIBE350
Posted · Edited by PIBE350

Wetten, dass bei einer solchen Gesetzesänderung der Aufschrei groß wäre? Nicht nur seitens überzeugter Christen...

 

Also meinetwegen gern. :thumbsup:

 

Ansonsten muss jeder selbst wissen, ob A) er/sie gläubig ist und B) für ihn/sie die Vor- oder Nachteile einer Kirchenmitgliedschaft überwiegen. Ich musste zwar keine Kirchensteuer zahlen, habe mich aber dennoch freigekauft. Hier kostet ein Austritt Geld. :)

 

Meine Schwester ist ausgetreten, hat standesamtlich geheiratet und wird ihr Kind selbst entscheiden lassen. Sozial angesehen ist sie auch, weil nicht der Glaube, sondern das eigene Auftreten und Verhalten entscheidet. Geht also alles. :P

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odensee
Posted

Damit hätte ich kein Problem, wenn dafür die Anzahl an gesetzlich vorgegeben Urlaubstagen entsprechend erhöht wird. Die Wirtschaft würde sich freuen, da an den Tagen dann ganz normal weiterproduziert werden kann.

Ersatzlos streichen wäre nicht sinnvoll, außer man will die Burnout-Rate noch um ein paar Prozente steigern :thumbsup:.

 

Ich hab jetzt keine Zahlen zur Hand. Glaube aber, dass "wir" urlaubsmäßig recht gut da stehen im Vergleich zu andere Industriestaaten. Ich bin aber davon überzeugt, dass burn-out (dessen Zunahme ich im Berufsleben durchaus registriere!!!), andere Ursachen hat, als der Mangel an Freizeit. Oder gibt es in Bayern (Spitzenreiter bei "christlichen" Feiertagen) wirklich weniger burn-out als in Schleswig-Holstein? (Ernst gemeinte Frage, hab jetzt nicht gegoogelt)

 

Falls du damit aber andeuten wolltest, dass man Anrecht auf mehr freie Tage hätte, weil man ja Kirchensteuer bezahlt, halte ich das für groben Unfug.

 

Nein, das möchte ich definitiv nicht andeuten. Ich meine es so, wie ich es geschrieben habe. Ich fände es gut und richtig, wenn Freizeit und religiöse Einstellung entkoppelt würden.

 

Wetten, dass bei einer solchen Gesetzesänderung der Aufschrei groß wäre? Nicht nur seitens überzeugter Christen...

 

Also meinetwegen gern. :thumbsup:

 

PIBE du hast keine Kinder. Deime Antwort wäre möglicherweise anders, wenn du Kinder hättest und am 25.Dez. arbeiten müsstest (dass das viele Menschen müssen, mal ganz aussen vor!)

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