Was bleibt vom Rebalancing Premium

Posted · Edited by IRRer-Zins

Ein Update zu meinen schon angekündigten Untersuchungen im Bereich Rebalancing.

Hier gibt es eine Veröffentlichung bzw. diese hier zu dem Thema Abstand der Rebalancingzeitpunkte und Strategien:

Dort werden zwar rollierende Untersuchungen zur Feststellung des Mehrwerts genutzt, diese aber nicht genauer ausgewertet. Diese Auswertung habe ich vorgenommen, da ich nichts dergleichen in anderen Veröffentlichungen gefunden habe.

Es gibt eine einzige Veröffentlichung, welche etwas ähnliches gemacht hatte, aber nur im speziellen Fall der Fundamental Indexing Strategie bei Aktien und nur mit einem Zeitfenster.

 

Man könnte auch von einer Art Market Timing beim Rebalancing sprechen.

Allerdings habe ich herausgefunden, dass dies einem saisonellen bzw. zyklischen Effekt unterliegt. Woher dieser kommt, weiß ich nicht. Es könnte aber u.a. mit dem Januareffekt zusammenhängen.

Das Rebalancingpremium ist im Jahresverlauf nicht konstant, sondern schwankt mit einem zykischen Verlauf.

 

Eine lange Historie bietet sich leider nicht in allen Fällen an, da die meisten frei verfügbaren Indexdaten nicht soweit zurückreichen. Besonders für Bondindices fehlen mir vor 1998 Daten. Wenn jemand Zugang zu solchen hat, wäre ich über eine PN dankbar.

Am besten ist der Effekt bei jährlichem Rebalancing zu erkennen.

Dazu habe ich das Premium gegenüber einer Anlage mit Buy and Hold isoliert. Datengrundlage sind Monatsendstände. Rollierfenster liegt bei 10 Jahren.

Alle geposteten Ergebnisse sind vor Kosten und Steuern. Es wird jeweils ein Standard 60-40 Portfolio verwendet.

Y-Achse Rebalancingpremium in % p.a.

Hier die Homebias Untersuchung mit DAX-REXP, Daten von der Bundesbank bis Auflage vorhanden.

post-27140-0-79432100-1435423491_thumb.png

 

Der Raum USA ist von den Schwankungen noch eindeutiger, Währung ist Dollar, Aktien: MSCI USA, Bonds: UBS US 5y Duration

post-27140-0-85325100-1435423581_thumb.png

 

Für den Weltportfolioansatz gilt dies ebenfalls (Währung Euro). Aktien: MSCI ACWI, Bonds: db IG Sovereign

post-27140-0-31728400-1435423678_thumb.png

 

Und zum Schluss ein mögliches Musterportfolio (in Euro):

8% Tagesgeld, 8% 3-Monatsgeld, 24% Festgeldleiter, 6% Gold, 12% db IG Sovereign Bonds, 12% db High-Yield Bonds, 30% Aktien (MSCI 70/30 World EM)

Bankproduktindizes selbst aus Bundesbankdaten erstellt.

post-27140-0-73763900-1435423825_thumb.png

 

Bei quartalsmäßigem Rebalancing liegt die Schwankungsbreite für das Premium im Bereich von ca. 20bp für das Musterportfolio.

 

Das alles zeigt, dass ein Rebalancing Ende Dezember kein schlechter Zeitpunkt war, aber Ende Februar teilweise noch einiges an zusätzlicher Rendite zu holen war.

Bei längeren Zeitfenstern setzt sich der Monat Februar als optimaler Zeitpunkt durch.

Rebalancing an sich dient in erster Linie der Risikosteuerung im Portfolio nach der anfangs festgelegten Aufteilung zwischen den Assetklassen. Der Mehrwert ist ein netter Nebeneffekt, der aber nicht immer gegeben sein muss, siehe Musterportfolio erste Hälfte.

Diese Erkenntnisse helfen allerdings fast nur bei (institutionellen) Bestandsdepots mit nicht signifikanten Cashflows. Bei regelmäßigen oder größeren Cashflows gibt es sicher bessere Strategien der Risikosteuerung allein mit den Ein- und Auszahlungen, welche ein Rebalancing nicht notwendig machen.

Unbeachtet bleiben bisher auch die Kosten- und Steuerverluste. Außerdem ist erkennbar, dass die zusätzliche Diversifikation im Musterportfolio eindeutig das Premium reduziert.

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Erst mal thanx :thumbsup:, zumal ich seit Depotstart immer im Februar rebalanced habe ^_^.

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Nachdem im ersten Post die Betrachtung vor Kosten und Steuern erfolgt ist, werde ich nun auf die Nettoerträge aus dem Rebalancing gegenüber Buy & Hold eingehen.

 

Als Anwendungsbeispiel nutze ich das oben vorgestellte Musterportfolio.

Ich habe viele verschiedene Varianten ausprobiert und bei diesem Beispielportfolio ist die beste Rebalancingstrategie vor Kosten und Steuern das jährliche Reblancing gewesen. Daher verwende ich zur Betrachtung der Abschläge durch Kosten und Steuern die jährliche Variante.

 

Folgende Annahmen werden getroffen:

Kosten pro Transaktion (sowohl Kauf als auch Verkauf): Bankprodukte keine, Gold 2%, alle anderen Assets 1% des Transaktionsvolumens.

Steuern: es existiert kein jährlicher Freibetrag, alle Gewinne werden thesauriert und erst bei Verkauf versteuert.

Steuersatz auf Gewinne: 26,375%; steuerliche Verluste werden vorgetragen und mit späteren Gewinnen verrechnet.

 

Es wird wieder eine rollierende Betrachtung mit einem 10-Jahresfenster durchgeführt, welche zu folgendem Ergebnis kommt:

Y-Achse in % p.a.

Rechenungenauigkeit der Endergebnisse durch die Optimierungen: 10bp p.a (geschätzt)

Keine Cashflows; Spreads zu Buy&Hold stellen das Rebalancing Premium dar.

post-27140-0-06436600-1440099404_thumb.png

 

Außerdem mit jährlichem Cashflow von 3% des Depotstartwertes in das Depot.

post-27140-0-99301400-1440099488_thumb.png

 

Die Verteilung der Abschläge durch Steuern und Kosten als grober Richtwert für weitere Verwendungen in % p.a.:

Ohne Cashflow:

post-27140-0-72196000-1440100132_thumb.png

 

Mit Cashflow:

post-27140-0-90082200-1440100191_thumb.png

 

Zu erkennen ist aus dieser Stichprobe eine linksschiefe normalverteilungsähnliche Verteilung der Nachteile durch Kosten und Steuern.

Der Mittelwert und die Breite der Verteilung hängen stark vom Portfolio ab, sodass für damit arbeitende Simulationen eine grobe Abschätzung vorgenommen werden müsste.

 

Als Fazit kann ich festhalten:

Durch Rebalancing in einem breit diversifizierten Portfolio mit vielen Position bleibt vom Rebalancing Premium nichts beim Anleger übrig. Das Rebalancing ist in diesem Fall nur das Risikosteuerungsinstrument des Portfolios.

Die zuvor festgestellte Saisonalität des Rebalancings bleibt auch nach Kosten erhalten.

Für eine Vermögensverwaltung kann man ca. 0,4% p.a. + eigener Arbeitslohn an Gebühren investieren, wenn sie eine steuerliche Mantelkonstruktion anbietet, welche den Rebalancingvorteil dem Anleger vor Steuern zugänglich macht.

 

Für alle, die ein Rebalancingpremium einfahren möchten:

Ein Portfolio mit möglichst wenig Positionen ermöglicht es, dass noch ein Teil des Premiums für den Anleger übrig bleibt.

Beispiel DAX-REXP Aufteilung 60/40, jährliches Rebalancing; rollierende Betrachtung mit 10-Jahresfenster

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Posted · Edited by marky2k

Hi,

 

hab deine Posts jetzt nur überflogen, muss mir das nochmal genauer durchlesen. Ich kenne noch dieses Paper hier: http://papers.ssrn.c...ract_id=2488552

 

Dort wird u.a. thematisiert, dass rebalancing eine short-volatility strategy ist. (sieht so aus wie ein short-straddle quasi, siehe die Grafiken in dem Paper). Daraus könnte man schließen, wenn Volatilität ein Risikofaktor ist (dazu gibt es glaub ich auch Studien), dass Rebalancing die Riskoprämie auf diesen Faktor einnimmt. Ultimativ wäre dann Zeitvariation im Rebalancing Premium mit Zeitvariaton im Marktpreis eines Volatilitätsrisikofaktors gleichzusetzen. In diesem Sinne kann man vllt von 'Volatility Timing' sprechen, wenn du von 'Market Timing' sprichst.

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Hi,

 

hab deine Posts jetzt nur überflogen, muss mir das nochmal genauer durchlesen. Ich kenne noch dieses Paper hier: http://papers.ssrn.c...ract_id=2488552

 

Dort wird u.a. thematisiert, dass rebalancing eine short-volatility strategy ist. (sieht so aus wie ein short-straddle quasi, siehe die Grafiken in dem Paper). Daraus könnte man schließen, wenn Volatilität ein Risikofaktor ist (dazu gibt es glaub ich auch Studien), dass Rebalancing die Riskoprämie auf diesen Faktor einnimmt. Ultimativ wäre dann Zeitvariation im Rebalancing Premium mit Zeitvariaton im Marktpreis eines Volatilitätsrisikofaktors gleichzusetzen. In diesem Sinne kann man vllt von 'Volatility Timing' sprechen, wenn du von 'Market Timing' sprichst.

 

Danke für das Paper.

Leider hat der dort untersuchte Sachverhalt erstmal wenig mit meiner Betrachtung zu tun. Dort geht es um den Einfluss von Rebalancing auf das Rendite/Risikoprofil; bei mir geht es um mehr Rendite bei einem festen Risiko, auf das ich rebalance.

Das Paper beschäftigt sich, wie von dir beschrieben, mit der Frage, ob Rebalancing nicht den empirisch vorhandene Momentumfaktor negativ in die Performance miteinbringen könnte. Es wird gezeigt, dass ein Momentumoverlay die Rebalancingtatsache "Buy Losers & Sell Winners" kompensieren kann und positive Auswirkungen auf die Portfoliokennzahlen hat; alles aber vor Kosten. Das benötigt eine Handelsstrategie zur Faktorisolation; es muss also unregelmäßig nach einem Momentumsprinzip gehandelt werden.

 

Ich habe mir die Frage nach der Nettorendite des Rebalancings nach Kosten und Steuern gestellt und ob es eine Möglichkeit gibt diese zu erhöhen.

Das mit dem optimalen Rebalancingzeitpunkt, der Saisonalität, ist eher eine zufällige Entdeckung dabei gewesen. Mit dem Market Timing ist die Auswahl eines oder mehrerer fester Rebalancingzeitpunkte im Jahr gemeint.

Deine Idee könnte eventuell Erklärungen für das saisonelle Verhalten liefern. Muss ich mal meine Daten auf die Volatilität hin analysieren.

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Glaube das mit dem Momentum ist nur Marketing-gag. Das eigentlich Interessante ist der erste Teil mit dem 'Rebalancing Risk'. Empirisch kenne ich allerdings eigtl nur Studien, die Rebalancing eine deutliche Outperformance gegenüber buy and hold bescheinigen. Das Paper, was ich geschickt habe, und dein erstes auch, nehmen ja iid returns an. Aber glaube eine Einsicht der letzten Jahre ist, dass erwartete Renditen zeitvariant sind, also nicht immer gleich. Wenn also z.B. die erwartete Rendite von heute auf morgen hochgeht, dann gehen die Preise runter. Gleichzeitig ist ja aber die erwartete Rendite hochgegangen, d.h. zukünftige Preise sind höher -> mean reversion. Und das ist natürlich gut für Rebalancing-Strategien.

 

siehe auch hier den Abschnit über Rebalancing, der das ganz gut zusammenfasst: https://www0.gsb.columbia.edu/faculty/aang/papers/AngBrandtDenison.pdf

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Querverweis auf Betrachtung reiner Aktienanlagen.

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Aufgrund von Diskussionen zum Thema hier ein Update zu optimalen Rebalancingschwellenwerten:

 

Grundlage bildet das Forumsdepot 30/30/10/30 ohne Ein- oder Auszahlungen, Daten von MSCI, net-Indizes

Rebalancing jährlich bei den angegebenen Schwellenwerten (wenn nicht erreicht, kein Rebalancing), Betrachtung rollierend in 10-Jahreszeiträumen.

y-Achse: 0,01 entsprechen 1% p.a. Überrendite gegenüber Buy & Hold

 

Ohne Kosten und Steuern

post-27140-0-96802700-1456260216_thumb.png

 

Mit 1% Transaktionskosten und 26,375% Steuern auf Gewinne bzw. Vortrag der Verluste

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Demnach wäre in der Vergangenheit eine optimale Rebalancingschwelle in der Gegend von 10% absoluter Abweichung vom Sollwert gewesen.

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Demnach wäre in der Vergangenheit eine optimale Rebalancingschwelle in der Gegend von 10% absoluter Abweichung vom Sollwert gewesen.

Wenn ich die Kurven richtig verstehe, hätte man damit im Zeitraum 2000-2010 etwa 1% p.a. verloren, oder? Das würde ich dann nicht optimal nennen.

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Demnach wäre in der Vergangenheit eine optimale Rebalancingschwelle in der Gegend von 10% absoluter Abweichung vom Sollwert gewesen.

Wenn ich die Kurven richtig verstehe, hätte man damit im Zeitraum 2000-2010 etwa 1% p.a. verloren, oder? Das würde ich dann nicht optimal nennen.

Richtig, aber unter der Prämisse, dass Rebalancing eingesetzt wird, muss man das als "Strategiekosten" sehen.

Im Mittel ist die 10% Schwelle die beste Wahl gewesen, auch wenn sie Verluste nicht verhindern konnte.

Die Tatsache, dass Rebalancing nicht immer positive Effekte aufweist, hatte ich schonmal im Kontext von reinen Aktiendepots erwähnt.

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Aktuelle Untersuchung bei Bogleheads zum selben Thema:

Bogleheads

nur das Paper

Das Ergebnis dort ist, dass sich im Schnitt Rebalancing vor Steuern und Kosten nicht lohnt. Genutzte Daten:1928-2013 US-Daten von Ibbotson, verschiedene Betrachtungen, siehe Paper.

Die Diskussion wurde gerade erst gestartet.

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Posted · Edited by ZappBrannigan

Aktuelle Untersuchung bei Bogleheads zum selben Thema:

Bogleheads

nur das Paper

Das Ergebnis dort ist, dass sich im Schnitt Rebalancing vor Steuern und Kosten nicht lohnt. Genutzte Daten:1928-2013 US-Daten von Ibbotson, verschiedene Betrachtungen, siehe Paper.

Die Diskussion wurde gerade erst gestartet.

So wie ich das auf die schnelle sehe wird im Buy-and-Hold-Portfolio der Aktienanteil immer weiter erhöht (logisch, wird ja auch nie angepasst). Das rebalancierte Portfolio ist hingegen jederzeit nah an der 50/50-Ausgangsgewichtung und diese ist eben weit von der Portfolioaufteilung der optimalen Renditeerwartung entfernt. Ein höherer Aktienanteil geht daher auf längere Sicht zwangsläufig mit einer höheren Renditeerwartung einher, aber eben auch mit einer deutlich erhöhten Volatilität (im Paper ebenfalls zu sehen). Der Buy-and-Hold-Anleger hat über die Zeit schlicht seine Risikotoleranz massiv erhöht.

 

Wenn man eine optimale Renditeerwartung haben möchte kann man aber eben auch gleich die Ausgangsgewichtung entsprechend wählen - und ein solches Portfolio müsste man dann sehr wohl rebalancen um die optimale Renditeerwartung nicht zu verlieren.

 

Über Rebalancing sagt das Paper daher meiner Meinung nach überhaupt nichts aus sondern lediglich, dass höheres Risiko häufig mit einer höheren Rendite einhergeht.

 

Ob Buy-and-Hold oder Rebalancing ist für ein 80+ Jahre Portfolio wie im Paper doch sowieso nicht die Frage. Wenn man am Ende nicht einen Aktienanteil von nahe 100% und die damit einhergehende Volatilität haben will MUSS man rebalancen. Die Frage ist dann nur wie häufig. Und das wäre dann eine interessantere Fragestellung, die dann auch gerne mit verschieden Portfolios untersucht werden darf.

 

Aber natürlich hat der Autor mit der generellen Aussage Recht, dass es beim Rebalancing primär um Risikokontrolle geht. Ist aber nichts wirklich neues.

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Posted · Edited by moerkman

Dass Rebalancing zwischen Assets unterschiedlicher Risikoklassen zu einem Rückführen des Risikos auf den Ausgangswert des Portfolios führt, ist klar. Diese Rebalancingart sollte von jedem unbedingt durchgeführt werden, wenn sich die Risikotoleranz nicht ebenfalls wesentlich verändert hat, wie auch in diesem Thread von Vielen bereits gesagt.

 

Die Frage bleibt für mich, ob ein Rebalancing innerhalb einer Risikoklasse einen Mehrwert generiert. Ich verstehe bis jetzt die theoretische Grundlage nicht, ohne die empirischen Daten für bestimmte Zeiträume ihre Bedeutung verlieren, da es sich dann selbst nur um statistische Ausreißer handeln dürfte.

 

Mir fällt in diesem Zusammenhang nur die "Regression zur Mitte" ein. Wenn sich die Rahmenbedingungen einer Sache nicht verändern, dann werden sich Ausreißer nach oben oder unten über längere Zeiträume ausgleichen. Für Unternehmen und deren Gewinne sehe ich diese Voraussetzung nicht, da sich die Rahmenbedingungen ständig verändern. Die Grundlage der Geschäftstätigkeit wie Wirtschaftspolitik (internationale Handelsverträge, Besteuerungen), der Stand der Forschung, die Bevölkerungsentwicklung, die Bedürfnisse der Konsumente und die Rohstoffvorräte sowie viele andere Faktoren ändern sich ständig. Reiners "Glück oder Pech", wie von der Regression zur Mitte verlangt, ist für mich nicht der entscheidende Faktor.

 

Darüber hinaus hat der reine Marktkapitalisierungsansatz ja den Vorteil, dass, empirisch gesehen, alle Ereignisse bis zum jetzigen Zeitpunkt eingepreist sind und er somit die beste Datenbasis darstellen sollten, um die Entscheidung einer Asset Allokation innerhalb der selben Risikoklasse zwischen den verschiedenen Unternehmen zu treffen.

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Die Frage bleibt für mich, ob ein Rebalancing innerhalb einer Risikoklasse einen Mehrwert generiert. Ich verstehe bis jetzt die theoretische Grundlage nicht, ohne die empirischen Daten für bestimmte Zeiträume ihre Bedeutung verlieren, da es sich dann selbst nur um statistische Ausreißer handeln dürfte.

Nehme an, dass mit Risikoklasse Assetklasse gemeint ist.

Rebalancing sollte immer zwischen Assetklassen erfolgen.

Innerhalb einer Assetklasse besteht das Risiko, dass ein Teil davon langfristig verschwinden könnte, z.B. eine Branche oder eine Volkswirtschaft. In diese würde dann viel Geld fließen und somit verloren gehen.

Innerhalb einer Assetklasse ist daher ein Trendfolgeansatz erfolgsversprechender.

Trotzdem kann Rebalancing in einer Indexingstrategie innerhalb einer Assetklasse sinnvoll sein und einen Mehrwert liefern.

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