gatopardos Dividendendepot

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Hallo zusammen,

 

ich wollte mit euch mein Depot teilen und eure Ideen und Vorschläge hören. Ich folge seit einigen Monaten den Forum und ich finde alle eure Diskussionen sehr interessant :)

 

Seit 5 Jahren wohne und arbeite ich in Deutschland. Ich komme ursprünglich aus Spanien und daher ist mein Deutsch ein bisschen prekär (Entschuldigung!). Seit circa eineinhalb Jahren baue ich ein langfristiges Dividendendepot. Das Ziel ist irgendwann in den nächsten 20 Jahre davon leben zu können und ein entspannenderes Leben geniessen. In diesem Moment bin ich unter 30 und spare etwa 40% meines Gehaltes.

 

Die Zusammensetzung des Depots ist wie folgt:

 

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Von den Kandidaten habe ich Zweifeln mit manche Firmen:

 

- Europäisches Telekom: Vodafone oder Telefónica? Ich hatte schonmal Telefónica aber die Firma ist extrem schlecht geleitet. Das Kerngeschäft wird Jahr nach Jahr kleiner und weniger profitabel. Vodafone habe ich ein bisschen analysiert und die Perspektiven sehen viel besser aus, meiner Meinung. Die Volatilität von Telefónica ist aber deutlich höher und ich denke, dass man bessere Preise sehen kann.

 

- China Mobile: hier bin ich noch nicht sicher. Es sieht attraktiv aus aber die Chinesische Regierung hat viel Kontroll in der Firma :/

 

- Iberdrola: meiner Meinung hat das beste Energy-Mix von allen Energieversorger Europas (ein drittel ist Windenergie, z.B.) und auch solides Geschäft im Bereich Stromnetz. Das Buchwert ist circa 5,5 € und die Aktie ist nur leicht über diese Grenze. Nachteil: doppelte Besteuerung und sehr höhe rechtliche Unsicherheit in Spanien.

 

 

Ich freue mich auf euren Feedback!

 

 

PS: ich habe auch ein Thread offen in einem spanischen Forum (Link). Da könnt ihr ein bisschen mehr detailliert lesen, wie mein depot angefangen hat ;)

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Willkommen. smile.gif

 

Führst Du Dein Depot in Deutschland oder in Spanien? Problem bei den spanischen Titeln ist

für deutsche Anleger die spanische Quellensteuer. Die ist von hier aus nur sehr schwer erstattbar.

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Führst Du Dein Depot in Deutschland oder in Spanien? Problem bei den spanischen Titeln ist

für deutsche Anleger die spanische Quellensteuer. Die ist von hier aus nur sehr schwer erstattbar.

 

Ich benutze ING-DiBa in Deutschland.

 

Mit der Quellensteuer ist leider so. Manche spanische Firmen bezahlen sehr höhe Dividenden und es könnte Sinn machen aber das ist natürlich ein Nachteil.

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Posted · Edited by Toomi

Ich mag dein Depot, liest sich ganz nett.

 

Von deinen Kandidaten mag ich J&J am liebsten, aber ist natürlich Geschmackssache.

Aber definitiv Daumen hoch!

 

Edit: Die Einstufung von BMW ist jetzt nicht falsch, ich persönlich würde Autobauer aber gesondert auflisten, ich finde die Branche groß genug, aber auch das ist Geschmackssache.

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Willkommen, eine schöne Zusammenstellung der üblichen Verdächtigen von Langzeit-Divi-investoren.

 

Das Ziel ist irgendwann in den nächsten 20 Jahre davon leben zu können und ein entspannenderes Leben geniessen.

 

Anscheinend wird dieser Wunsch immer mehr zum Trent.

Wirklich nur von der Dividende Leben, jetzt mal keine Altersvorsorge und Staatliche Rente mit eingerechnet?

 

Hast du dir hierbei eine Zielsumme gesetzt die du ansparen möchtest? Bist du dir auch sicher das du in den nächsten 10-20 Jahren 40% deines Gehaltes/Lohns ansparen kannst?

 

Was mich in letzter Zeit bei jungen Investoren die auf Dividenden Income setzen Verwundert ist, dass sie von Anfang an ihren größten Trumpf schon verspielen: Den Faktor Zeit

 

  • Wieso in Unternehmen investieren die Seit einer 5 Jährigen Hausse kein Umsatzwachstum erreicht haben?
  • Wieso werden hierbei Vorzugs weiße Titel mit 3-6% Divi Rendite und kaum Wachstum Titeln mit 0-2% Rendite und viel Wachstum vorgezogen
  • Weshalb werden bei einem Vermögen unter 25-50K schon Einzeltitel ausgesucht, Thesaurierende Fonds wären doch in Anbetracht des Zinseszins effektiver

Bei deinem Alter und Vorhaben würde ich jetzt mindestens die hälfte deines Depots auf Wachstum ausrichten, um Kursgewinne mitzunehmen und erst wenn du Kurz vor der Rente bist das Depot zu 100% auf High-Yield umzustellen.

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Ich denke auch es ist günstiger auf Unternehmen zu setzen, die ein grundsolides Wachstum haben und eine eher verhaltene Dividendenrendite, wenn noch viele Anlagejahre vor einem liegen. Eine hohe Dividendenrendite in Kombination mit mäßigem Wachstum ist eher etwas für die spätere Anlagephase, wo man tatsächlich entsprechende Zahlungsströme generieren will oder muß. Die Idee jedoch kurz vor der Rente auf High-Yield umzustellen wird das Kapital jedenfalls nach Stand der heutigen Steuersituation erheblich schmälern und damit auch das Potential für die Dividenden.

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Was hat dich dazu bewogen Power Assets zu kaufen? Klar, die Beteiligungen sind gut, aber PAH scheint mir das schwächste Glied im Cheung Kong Konglomerat zu sein. Cheung Kong Infrastructure ist zwar deutlich illiquider, bietet aber in meinen Augen eine günstigere Bewertung bei mehr Wachstum.

 

Was hebt Norfolk Southern deiner Meinung nach von den anderen amerikanischen Class 1 Eisenbahnen ab? Die im Vergleich leicht höhere Dividende? Ich habe NSC auch im Depot, aber eher weil ich beim Kaufzeitpunkt das leichte Gefühl hatte, dass etwas weniger Financial Engineering betrieben wird als bei den Wettbewerbern.

 

 

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Posted · Edited by Schildkröte

Willkommen im Forum! Ein schöne Vorstellung! Auch wenn es sich mehr oder weniger um die "üblichen Verdächtigen" handelt, merkt man, dass Du Dir Gedanken machst. Und kein Problem wegen der Sprache - für einen Nicht-Muttersprachler ist Dein Deutsch wirklich gut. :thumbsup: Unterscheiden solltest Du auf jeden Fall zwischen folgenden Unternehmen:

 

a)

hohe Einstiegsdividende - aufgrund stagnierender Ergebnisse steigt diese jedoch nur marginal

 

b)

niedrige Einstiegsdividende - infolge von Wachstum bei Umsatz und Gewinn steigt diese auf längere Sicht allerdings überdurchschnittlich (s. Zinseszinseffekt)

 

Da Du einen langen Anlagehorizont hast, solltest Du auf letzteres setzen ("Dividend Growth Investing"). (Extrem-)Zykliker wie z. B. Autobauer würde ich meiden. Dass deren Gewinn in einer Krise einbricht und ergo die Dividende gekürzt werden kann, ist so sicher wie das Amen in der Kirche.

 

Die spanische Quellensteuer ist für ausländische Anleger ein Ärgernis. Könntest Du Dir als Spanier nicht ein (zusätzliches) Depot in Spanien anlegen, um hier gegenzusteuern? Für Nicht-Spanier wäre es bestimmt aufschlussreich, wenn Du über interessante, nicht so bekannte spanische Unternehmen berichten würdest. Die spanische Quellensteuer muss schließlich nicht per se ein Ausschlusskriterium sein, etwa bei Wachstumswerten.

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Vielen Dank an alle für eure Feedback. Es ist genau, was ich wollte: konstruktive Kritik, womit ich mein Ansatz sicherlich verbessern kann :)

 

Anscheinend wird dieser Wunsch immer mehr zum Trent.

Wirklich nur von der Dividende Leben, jetzt mal keine Altersvorsorge und Staatliche Rente mit eingerechnet?

 

Hast du dir hierbei eine Zielsumme gesetzt die du ansparen möchtest? Bist du dir auch sicher das du in den nächsten 10-20 Jahren 40% deines Gehaltes/Lohns ansparen kannst?

 

Was mich in letzter Zeit bei jungen Investoren die auf Dividenden Income setzen Verwundert ist, dass sie von Anfang an ihren größten Trumpf schon verspielen: Den Faktor Zeit

 

Wieso in Unternehmen investieren die Seit einer 5 Jährigen Hausse kein Umsatzwachstum erreicht haben?

Wieso werden hierbei Vorzugs weiße Titel mit 3-6% Divi Rendite und kaum Wachstum Titeln mit 0-2% Rendite und viel Wachstum vorgezogen

Weshalb werden bei einem Vermögen unter 25-50K schon Einzeltitel ausgesucht, Thesaurierende Fonds wären doch in Anbetracht des Zinseszins effektiver

 

Bei deinem Alter und Vorhaben würde ich jetzt mindestens die hälfte deines Depots auf Wachstum ausrichten, um Kursgewinne mitzunehmen und erst wenn du Kurz vor der Rente bist das Depot zu 100% auf High-Yield umzustellen.

 

Tendenziell bin ich eher eine pessimistische Person. Ich mag lieber positive Überraschungen haben als schlechter. Daher rechne ich erstmal davon, dass ich nur mit den Dividenden genug haben sollte. Wenn etwas noch dazu käme (von der Staat?) ist natürlich super aber ich bleibe skeptisch. Ziel ist erstmal, 80% meines aktuellen Einkommen (netto VS netto).

 

Im moment ist 40% meines Gehaltes, weil ich reduzierte Arbeitszeit auf persönlichen Gründen habe. Bald werde ich mein volles Gehalt und die Investitionen "senken" auf etwa 33%, was definitiv nachhaltig wird, auch mit weitere Verpflichtungen (Kinder oder so). Ich habe im moment eine Reserve von circa 1 Jahr Lebenshaltungskosten gemacht.

 

Ich investiere tendenziell in Firmen, die Seit 5 Jahre kein aussergewöhnliches Wachstum gehabt haben, weil der Market schon davon ausgeht, dass es so in der Zukunft sein wird (PER < 14-15). Diese Firmen werden sich weniger oft unter diesem Bottom-Line verhalten, wenn sie solide sind, als Firmen, die PER > 20-25 haben, weil sie viel Wachstumspotenziell haben. Firmen, wie GE, Vodafone, Siemens, BASF, Caterpillar, IBM... können locker besser als geplante Ergebnisse zeigen, die gar nicht absehbar sind (neue Technologien oder Anwendungen). Google, Amazon, Netflix... müssen alles gut machen, damit es Sinn macht, das Preis der Aktie zu bezahlen.

 

Ich habe den Eindruck, dass viele Wachstumstiteln zeigen im Preis ein starkes Rückspiegeleffekt. Dass die Firma 10% in den letzten Jahren wachsen konnte, ist keine Garantie, dass die Firma in der Zukunft so bleibt. Um ein Wachstumstitel richtig zu identifizieren, muss man das Markt extrem gut kennen und auch sehr oft einsteigen, bevor es öffentlich wird, dass diese Firmen Wachstumstiteln sind. Leider kann ich solche Analyse nicht machen und deswegen steige ich nicht so schnell ein, bei solchen Firmen, die bessere Perspektiven haben.

 

Ich habe relativ Glück und mein Vermögen ist schon deutlich grösser als 50k. Fonds habe ich vorher gehabt (ich habe immer noch ein paar DWS Fonds, die irgendwann in Aktien umgewandelt werden) aber ich habe zu den folgenden Ergebnisse gekommen:

 

- Aktive Fonds sind sehr Stark abhängig davon, wer sie managt. Das ist extrem schwierig zu folgen, wenn das andert, bis die Ergebnisse davon stark betroffen werden. Und auch wenn man es vorsehen könnte, kassiert Schäuble mit der Rotation.

 

- Die Aktien gehören dir nicht direkt, sondern man ist in einem Datenbank einer relativ kleinen Firma (in Vergleich zu dem Vermögen, die sie managen). Das finde ich für sehr langfristige Investitionen rechtlich unsicherer.

 

- Ich kennen kein guter thesaurierende Fond, der gut ist und gleichzeitlich nicht Steuerhässlich. Ich wollte etwas von Vanguard o.ä. kaufen (für EM) und ich habe nichts so gutes gefunden. Alle sind ausschüttende Fonds/ETFs, wo man zusätzlich Gebühren zahlen muss. Wenn du etwas empfehlen kannst, das mir wiederspricht, wäre es super :)

 

Zuerst in Wachstum investieren und danach umstellen kann sicher eine gute Idee sein. Leider muss inzwischen Steuern bezahlt werden und, damit es sich lohnt, muss die Strategie zumindest 33% bessere Ergebnisse liefern. Bin ich hier falsch?

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Ich denke auch es ist günstiger auf Unternehmen zu setzen, die ein grundsolides Wachstum haben und eine eher verhaltene Dividendenrendite, wenn noch viele Anlagejahre vor einem liegen. Eine hohe Dividendenrendite in Kombination mit mäßigem Wachstum ist eher etwas für die spätere Anlagephase, wo man tatsächlich entsprechende Zahlungsströme generieren will oder muß. Die Idee jedoch kurz vor der Rente auf High-Yield umzustellen wird das Kapital jedenfalls nach Stand der heutigen Steuersituation erheblich schmälern und damit auch das Potential für die Dividenden.

 

Sehr interessant, was du sagst. Ich verstehe ein paar Punkte noch nicht so ganz:

 

- Die Wachstumstitelnstrategie fordert mehrere Rotationen. Ist das wirklich ein Vorteil, gegen die Steuern, die man für die Dividenden bezahlt?

- Ändert sich irgendwann die Steuersituation so, dass die Rotationen/Ausschüttungen günstiger werden?

 

Mit meiner Strategie versuche ich die Menge von Entscheidungen zu minimieren. Vielleicht kann eine Strategie, auf Wachstumstiteln basiert, bessere Ergebnisse zeigen aber man kann auch an viel mehreren Stellen Fehlern machen. Ist mein Ansatz hier falsch? Ich hatten immer den Eindruck, dass solche Strategie sollte eher für (semi?) professionalisierte Investoren sein.

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Was hat dich dazu bewogen Power Assets zu kaufen? Klar, die Beteiligungen sind gut, aber PAH scheint mir das schwächste Glied im Cheung Kong Konglomerat zu sein. Cheung Kong Infrastructure ist zwar deutlich illiquider, bietet aber in meinen Augen eine günstigere Bewertung bei mehr Wachstum.

 

 

Power Assets habe ich seit Anfang meines Depots da und ich habe noch nicht nachgekauft. Ich habe zwei Kandidaten für Rotation: Power Assets und Kraft Heinz.

 

Ich habe diese Aktie gekauft, weil dem Holding gehören, die Art von langweilige Gas und Stromnetz Firmen, die mir gefallen. Die Firmen sind auch in Länder, wie HK, Australien oder UK, so sie eine lange "Tradition" von privaten Utilities haben. Das kann lustig klingen aber ich bin gar nicht sicher, dass die Utilities in manchen Länder sichere Geschäfte seien.

 

In Spanien (z.B.) sind meisten solchen Firmen heut zu tag in der Börse, weil sie in der Vergangenheit durch unklare Privatisierungsprozesse durchgegangen sind. Grossteil der Bevölkerung in solchen Ländern sehen die Utilities gar nicht, wie legitime Geschäfte. Das könnte die Situation bringen, in der sie nationalisiert oder stark betrieben von der Staat werden können.

 

Cheung Kong Infraestructure habe ich noch nie analysiert aber es sieht verdammt gut aus. Ich werde ein bisschen Zeit da investieren ;)

 

Was hebt Norfolk Southern deiner Meinung nach von den anderen amerikanischen Class 1 Eisenbahnen ab? Die im Vergleich leicht höhere Dividende? Ich habe NSC auch im Depot, aber eher weil ich beim Kaufzeitpunkt das leichte Gefühl hatte, dass etwas weniger Financial Engineering betrieben wird als bei den Wettbewerbern.

 

 

Von NSC gefallen mir zwei Faktoren (im Vergleich zu CSX oder UNP):

 

- Sie sind Dividendenfreundlicher.

- Die Firma zeigt ähnliche Perspektiven (nicht Ergebnisse bisher) aber die Aktie hat eine viel höhere Volatilität. Das heisst, meiner Meinung, bessere Chancen um zu nachkaufen.

 

Trotzdem sind die 3 sehr gute Investitionen, denke ich.

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Hallo zusammen,

 

in den letzten Monaten habe ich ein bisschen nachgekauft und meine Durchschnittspreise auch allgemein gesunken. Ich habe auch ein paar neue Positionen geöffnet (Potash und Union Pacific) und meine Kandidaten leicht geändert.

 

Ich habe auch eine technische Frage: ich dachte, dass die deutsche Vorzugsaktie nicht callable sind (rückkaufbar?) aber ich habe jemanden getroffen, der mir was anders gesagt hat. Ich habe leider keine Information darüber gefunden, die das Thema adressieren. Weiß jemand, ob die BMW3 Aktie callable sind?

 

Grüße! :)

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Hallo zusammen,

 

in den letzten Monaten habe ich ein bisschen nachgekauft und meine Durchschnittspreise auch allgemein gesunken. Ich habe auch ein paar neue Positionen geöffnet (Potash und Union Pacific) und meine Kandidaten leicht geändert.

 

Ich habe auch eine technische Frage: ich dachte, dass die deutsche Vorzugsaktie nicht callable sind (rückkaufbar?) aber ich habe jemanden getroffen, der mir was anders gesagt hat. Ich habe leider keine Information darüber gefunden, die das Thema adressieren. Weiß jemand, ob die BMW3 Aktie callable sind?

 

Grüße! :)

 

Was meinst du mit rückkaufbar?

Du kannst die BMW:VZ. ganz normal an den Börsenplätzen verkaufen und kaufen.

Nur eben die Stimmrechte/Dividende ist anders

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Hallo zusammen,

 

in den letzten Monaten habe ich ein bisschen nachgekauft und meine Durchschnittspreise auch allgemein gesunken. Ich habe auch ein paar neue Positionen geöffnet (Potash und Union Pacific) und meine Kandidaten leicht geändert.

 

Ich habe auch eine technische Frage: ich dachte, dass die deutsche Vorzugsaktie nicht callable sind (rückkaufbar?) aber ich habe jemanden getroffen, der mir was anders gesagt hat. Ich habe leider keine Information darüber gefunden, die das Thema adressieren. Weiß jemand, ob die BMW3 Aktie callable sind?

 

Grüße! :)

 

Was meinst du mit rückkaufbar?

Du kannst die BMW:VZ. ganz normal an den Börsenplätzen verkaufen und kaufen.

Nur eben die Stimmrechte/Dividende ist anders

 

Ich meine, dass preferred stock (US) kann auch in manchen Fälle von der Firma zurückgekauft werden. Das heißt auf Englisch callable preferred stock. Ich dachte, dass sowas in DE nicht existiert bzw. dass die einzige Unterschied zwischen Vorzugs- und Stammaktie die Stimmrechte und zusätzliche Garantien wegen Dividendenzahlung sind. Leider habe ich keine Info gefunden, ob auch Vorzugsaktie in diesem Form gibt (wie callable preferred stock) und ob BMW3 so sind.

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Ich meine, dass preferred stock (US) kann auch in manchen Fälle von der Firma zurückgekauft werden. Das heißt auf Englisch callable preferred stock. Ich dachte, dass sowas in DE nicht existiert bzw. dass die einzige Unterschied zwischen Vorzugs- und Stammaktie die Stimmrechte und zusätzliche Garantien wegen Dividendenzahlung sind. Leider habe ich keine Info gefunden, ob auch Vorzugsaktie in diesem Form gibt (wie callable preferred stock) und ob BMW3 so sind.

 

US preferred stocks haben aber mit deutschen Vorzugsaktien herzlich wenig zu tun... man kann sie am ehesten mit Nachranganleihen vergleichen...

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Ich meine, dass preferred stock (US) kann auch in manchen Fälle von der Firma zurückgekauft werden. Das heißt auf Englisch callable preferred stock. Ich dachte, dass sowas in DE nicht existiert bzw. dass die einzige Unterschied zwischen Vorzugs- und Stammaktie die Stimmrechte und zusätzliche Garantien wegen Dividendenzahlung sind. Leider habe ich keine Info gefunden, ob auch Vorzugsaktie in diesem Form gibt (wie callable preferred stock) und ob BMW3 so sind.

 

US preferred stocks haben aber mit deutschen Vorzugsaktien herzlich wenig zu tun... man kann sie am ehesten mit Nachranganleihen vergleichen...

 

Vielen Dank! Ich verstehe damit, dass der einzige Unterschied zwischen Vorzugs- und Stammaktie ist, was ich oben gennant habe, richtig? :)

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Auch wenn Dein Post schon einige Zeit zurückliegt, hast Du hier einige echt intelligente Gedanken. Ich gebe mal meinen Senf dazu...

 

Ich investiere tendenziell in Firmen, die Seit 5 Jahre kein aussergewöhnliches Wachstum gehabt haben, weil der Market schon davon ausgeht, dass es so in der Zukunft sein wird (PER < 14-15). Diese Firmen werden sich weniger oft unter diesem Bottom-Line verhalten, wenn sie solide sind, als Firmen, die PER > 20-25 haben, weil sie viel Wachstumspotenziell haben. Firmen, wie GE, Vodafone, Siemens, BASF, Caterpillar, IBM... können locker besser als geplante Ergebnisse zeigen, die gar nicht absehbar sind (neue Technologien oder Anwendungen). Google, Amazon, Netflix... müssen alles gut machen, damit es Sinn macht, das Preis der Aktie zu bezahlen.

 

Ich habe den Eindruck, dass viele Wachstumstiteln zeigen im Preis ein starkes Rückspiegeleffekt. Dass die Firma 10% in den letzten Jahren wachsen konnte, ist keine Garantie, dass die Firma in der Zukunft so bleibt. Um ein Wachstumstitel richtig zu identifizieren, muss man das Markt extrem gut kennen und auch sehr oft einsteigen, bevor es öffentlich wird, dass diese Firmen Wachstumstiteln sind. Leider kann ich solche Analyse nicht machen und deswegen steige ich nicht so schnell ein, bei solchen Firmen, die bessere Perspektiven haben.

Der 1. Absatz fällt mir schwer zu verstehen, da Du Dein Deutsch noch verbessern kannst. Wenn ich es richtig verstehe, schreibt der Markt die heutige Situation (Stagnation) 1:1 in die Zukunft fort und deshalb sind diese Titel recht günstig. Wenn es dann zu einer positiven Überraschung kommt, bist Du zu einem günstigen Preis dabei. Sehr guter Ansatz! Du musst nur darauf schauen, dass Du nicht in die Situation von negativem Wachstum kommst.

 

Auch der 2. Absatz ist gut analysiert. Bei sehr vielen, zum Teil auch im Forum hier, ist Wachstum wie eine Ersatzreligion. Der Markt ist in vielen Fällen bereit schwindelerregende Preise zu bezahlen. Wie Du richtig sagst, rechnet sich das nur wenn das Wachstum auch die nächsten 5, 10 Jahre stattfindet. Allerdings würde ich die Titel nicht grundsätzlich aussortieren, wie Du es tust. Meiner Erfahrung nach ist es gut einige gute Kandidaten auf der Watchlist zu haben und einfach zu lauern. Wenn irgendwann der Preis für Dich stimmt, kannst Du zuschlagen. Meist ist das der Fall wenn es irgendwelche negativen Nachrichten gibt.

 

Ich habe relativ Glück und mein Vermögen ist schon deutlich grösser als 50k. Fonds habe ich vorher gehabt (ich habe immer noch ein paar DWS Fonds, die irgendwann in Aktien umgewandelt werden) aber ich habe zu den folgenden Ergebnisse gekommen:

 

- Aktive Fonds sind sehr Stark abhängig davon, wer sie managt. Das ist extrem schwierig zu folgen, wenn das andert, bis die Ergebnisse davon stark betroffen werden. Und auch wenn man es vorsehen könnte, kassiert Schäuble mit der Rotation.

 

- Die Aktien gehören dir nicht direkt, sondern man ist in einem Datenbank einer relativ kleinen Firma (in Vergleich zu dem Vermögen, die sie managen). Das finde ich für sehr langfristige Investitionen rechtlich unsicherer.

 

- Ich kennen kein guter thesaurierende Fond, der gut ist und gleichzeitlich nicht Steuerhässlich. Ich wollte etwas von Vanguard o.ä. kaufen (für EM) und ich habe nichts so gutes gefunden. Alle sind ausschüttende Fonds/ETFs, wo man zusätzlich Gebühren zahlen muss. Wenn du etwas empfehlen kannst, das mir wiederspricht, wäre es super :)

Zunächst: lege das Geld so an wie es Deinem Typ entspricht. Was Du zu aktiven Fonds sagst, stimmt. Sagt sogar der gute Benjamin Graham in seiner Bibel 'der intelligente Investor'.

 

Was ich nicht verstehen kann ist warum Du ausschüttende ETFs meidest. Dividendenaktien sind doch auch 'ausschüttend'?

 

Zuerst in Wachstum investieren und danach umstellen kann sicher eine gute Idee sein. Leider muss inzwischen Steuern bezahlt werden und, damit es sich lohnt, muss die Strategie zumindest 33% bessere Ergebnisse liefern. Bin ich hier falsch?

Exakt richtig. Ich halte die Idee, ehrlich gesagt, für wenig intelligent. Zum einen: wie Du richtig sagst muss man um die Steuern auszugleichen 33% Mehrrendite erwirtschaften. Zum anderen: wenn Du umschichtest, dann verkaufst Du Unternehmen die Du kennst (weil ja 5, 10, 15 Jahre im Depot) und kaufst Unternehmen die Du nicht kennst. Wenn es auf meinen Ruhestand zugehen würde, wäre ich vor allem an Sicherheit interessiert, und dieser Schachzug passt da nicht dazu.

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Posted · Edited by Up_and_Down

Bin ich der Einzige, der Bedenken bei der geographischen Streuung hat?

 

46,1% Deutschland, 43,3% USA (bzw. 47,3% Nordamerika). 90% des Depots in nur 2 Länder zu investieren ist, vom unter dem Gesichtspunkt der Diversifizierung, der helle Wahnsinn! :o Über die Branchen wurde breit diversifiziert, warum nicht auch bei den Ländern?

Der Raum Asien-Pazifik wird vorsichtshalber mal (fast) ganz ausgeklammert. :blink:

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Bin ich der Einzige, der Bedenken bei der geographischen Streuung hat?

 

46,1% Deutschland, 43,3% USA (bzw. 47,3% Nordamerika). 90% des Depots in nur 2 Länder zu investieren ist, vom unter dem Gesichtspunkt der Diversifizierung, der helle Wahnsinn! :o Über die Branchen wurde breit diversifiziert, warum nicht auch bei den Ländern?

Der Raum Asien-Pazifik wird vorsichtshalber mal (fast) ganz ausgeklammert. :blink:

 

Und wenn du das ganze nochmal nach geographischem Umsatz ausrechnest? ;)

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Bin ich der Einzige, der Bedenken bei der geographischen Streuung hat?

 

46,1% Deutschland, 43,3% USA (bzw. 47,3% Nordamerika). 90% des Depots in nur 2 Länder zu investieren ist, vom unter dem Gesichtspunkt der Diversifizierung, der helle Wahnsinn! :o Über die Branchen wurde breit diversifiziert, warum nicht auch bei den Ländern?

Der Raum Asien-Pazifik wird vorsichtshalber mal (fast) ganz ausgeklammert. :blink:

Gääähn... Na dann schau Dir mal an, in welchen Ländern/Währungsräumen diese Unternehmen ihre Ergebnisse erzielen...

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Posted · Edited by Up_and_Down

Bin ich der Einzige, der Bedenken bei der geographischen Streuung hat?

 

46,1% Deutschland, 43,3% USA (bzw. 47,3% Nordamerika). 90% des Depots in nur 2 Länder zu investieren ist, vom unter dem Gesichtspunkt der Diversifizierung, der helle Wahnsinn! :o Über die Branchen wurde breit diversifiziert, warum nicht auch bei den Ländern?

Der Raum Asien-Pazifik wird vorsichtshalber mal (fast) ganz ausgeklammert. :blink:

 

Und wenn du das ganze nochmal nach geographischem Umsatz ausrechnest? ;)

 

Nunja, nach dem Umsatz betrachtet kommt man etwa auf ein Verhältnis von 35-35-20-10 (Nord Amerika, Europa, Asien/Pazifik, Sonstige). Insofern passt das schon erstaunlich gut. Allerdings ist der Anteil der europäischen Umsätze, welche auf Deutschland fallen schon ziemlich hoch, nach wie vor.

Auch ist der Umsatz nach Region nicht alles. Wenn z.B. die Unternehmenssteuer in Deutschland erhöht wird, oder der Staat anderweitige Beschlüsse fasst, welche die Unternehmen belasten, wäre dieses Depot überproportional betroffen.

 

Nach der oben genannten Meinung könnte sich ein Anleger wiederum auch einen ETF mit den größten Unternehmen der Welt ins Depot legen, und sagen, dass diese ja ohnehin global agieren würden, und er dementsprechend kein 60-30-10 Balancing benötigt.

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