Depot bei MLP - Angebot empfehlenswert?

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Hallo!

 

Mir wurde von einem MLP Berater ein Depot-Plan mit Überschusssparen erstellt. Ich bin totaler Neuling auf dem Gebiet, hab bisher nur mein Sparkonto und finde es sehr schwer einzuschätzen, ob das ganze Sinn macht. Daher hoffe ich auf eure Hilfe!

 

Ich bin dezeit Student mit geringem Einkommen (500-600 €), was nicht reicht um alle monatlichen Kosten zu decken. Ich lebe also zum Teil von meinem gesparten Geld. Ein Berufseinstieg ist in den nächsten Monaten geplant, aber noch nicht sicher.

 

Nun wurde mir vorgeschlagen 500 € monatlich von meinem gesparten Geld zu investieren, solang bis es nicht mehr geht. Basisfond ist ZinsPlus, alle weiteren Fonds die folgenden: Rouvier Patrimoine, Sauren Global Defensiv, Ethna Aktiv (T), Acatis Gane Value Event Fonds, DWS Concept DJE Alpha Renten GI (alle 20% Anteil). Ich hatte mich für die risikoarme Variante entschieden.

 

 

Rabatt auf den Ausgabeaufschlag: 100%

 

Später wenn das Geld mehr geworden ist, kann ich wohl selbst entscheiden, wieviel ich an MLP zahlen will. Sonstige Gebühren wurden nicht erwähnt (heißt allerdings nicht, dass es sie nicht gibt…das weiß ich nicht).

 

Was meint ihr? Ist das ratsam oder nicht? Ich wäre euch sehr dankbar, wenn ihr mir weiterhelfen könnt. Es ist leider sehr mühsam sich zu belesen, wenn man so gar keine Ahnung von der Thematik hat :( Von MLP liest man zudem ja auch kaum Gutes...

 

 

 

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Hallo finanzliese,

 

auf die schnelle ein kurzer Tipp, der dich unterstützt die Frage selbst zu beantworten (so machst du eine intensivere Erfahrung als wenn du hier das Ergebnis vorgesetzt bekommst): Geh auf ein Finanzportal (z.B. finanzen.net) und finde den Kursverlauf seit Jahresbeginn von den Produkten heraus, die dir empfohlen wurden. Stelle dir dann vor, du wärst Ende März auf das MLP-Angebot eingegangen. Wie hätte sich dann deine finanzielle Situation entwickelt: verbessert oder verschlechtert?

 

Viele Grüße

 

 

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Geschrieben

Die Produkte sind extrem teuer, haben zu den hohen Gebühren oft sogar noch Performance Fees, damit verlierst du ca. 3% p.a. gegenüber ETFs, Ausgabeaufschläge zahlt man bei kaum keiner Direktbank.

 

Aber besser du machst mal:

 

post-28356-0-92643500-1442380998_thumb.jpg

 

Dort wurden alle Fragen immer wieder beantwortet.

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Solange du selber nicht im entferntesten einschätzen kannst, was der Verkäufer dir da genau andrehen möchte und deine Ausgaben- und Arbeitssituation ungewiss ist : Tagesgeld. Punkt.

Glaubst du du verpasst irgendwas? Nee.

Tagesgeld + Einlesen, dann kannst du sowas auch besser einschätzen.

Job in neuer Stadt--> Neue Wohnung, neues Auto, neue Anzüge, etc....

Dann möchtest du dich auf sowas festlegen?

 

 

Kannst dir eher Gedanken um das Konstrukt BU-Versicherung machen. Das Thema sollte einmal bedacht werden (aber nicht vom MLP-Verkäufer).thumbsup.gif

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Geschrieben · bearbeitet von chart

So lange du vom Sparkonto lebst und dein Einkommen nicht reicht, solltest du in keinen Fonds Geld anlegen oder irgendeinen Berater (es sind eigentlich Verkäufer) dein Geld geben.

Schon alleine die Tatsache, dass du von deinem ersparten Geld nimmst um damit Kosten zu decken und der Verkäufer das weiß, dir aber trotzdem zur Geldanlage rät, die auch Verlust machen kann, ist eine Frechheit und Sauerei.

Meide den Kontakt von solchen unseriösen Verkäufern.

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Meide den Kontakt von solchen unseriösen Verkäufern.

 

Bitte folgenden Artikel zum Thema MLP lesen: https://www.test.de/...iker-1687295-0/

 

Ihr und das Forum seid unbezahlbar!

Interessant, dass die Masche offenbar immer noch funktioniert, mein MLP-Bewerbungstraining mit anschliessender Lieferpizza an der Uni war vor mehr als zwanzig Jahren.

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Geschrieben

Danke für eure Antworten und Tipps!

Dann werde ich das lassen und mich darum kümmern, wenn ich ein gesichertes Einkommen habe.

Und bis dahin werde ich mich mal einlesen, was ich denn da überhaupt angedreht bekommen habe ;)

 

@chart

Wo kann man denn unseriöse Verkäufer melden?

Der MLP Berater (ich nenn ihn jetzt einach mal so) meinte, dass ich ja jederzeit an mein Geld rankomme und durch die risikoarme Auswahl der Fonds keine großen Verluste (aber auch keine großen Gewinne) zu erwarten sind. Klang für mich erstmal ganz plausibel um das Ganze mal zu testen. Liege ich da falsch?

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Prüfe mal deine existenziellen Risikoversicherungen: Privathaftpflicht, BU, ggf. Unfall: https://www.wertpapier-forum.de/topic/30108-personen-und-sachversicherungen-im-uberblick/?do=findComment&comment=540373

 

Deinen Risikoversicherungsbedarf kannst du grob hier prüfen: https://www.bundderversicherten.de/bedarfscheck

 

Das und ein dauerhaft für Bestandskunden gut verzinstes Tagesgeldkonto bei einer bonitätsstarken Bank mit solider Einlagensicherung braucht ein typischer Berufseinsteiger.

 

Die beste Geldanlage ist dann ein erfolgreicher Berufseinstieg. Stichwort Humankapital.

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Prüfe mal deine existenziellen Risikoversicherungen: Privathaftpflicht, BU, ggf. Unfall: http://www.wertpapie...373#entry540373

Deinen Risikoversicherungsbedarf kannst du grob hier prüfen: https://www.bundderv...de/bedarfscheck

Das und ein dauerhaft für Bestandskunden gut verzinstes Tagesgeldkonto bei einer bonitätsstarken Bank mit solider Einlagensicherung braucht ein typischer Berufseinsteiger.

 

Danke für die Links!

Die Versicherungen habe ich alle schon seit einigen Jahren, müsste also bisher ausreichen.

 

Habe gerade mal durchgerechnet, wenn ich seit Januar Geld nach dem Plan von MLP angelegt hätte, hätte ich jetzt 7€ mehr....nicht so berauschend.

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Geschrieben

Hier im Forum wird immer wieder geraten, in Aktien, Fonds, ETF, etc. zu investieren, wenn man Verluste aussetzen kann (>10 Jahre) oder eben kurzfristiges Zocken.

Wenn du auf das Geld angewiesen bist, weil du aktuell davon lebst und noch keinen unbefristeten Job sicher hast, Tagesgeld. Maximal ein vorzeitig kündbares Festgeld.

Sobald du einen Job gefunden hast und etwas Freizeit erübrigen kannst, lies dich hier im Forum ein, dann kannst du in Zukunft solche "Angebote" einschätzen.

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Geschrieben

Die Versicherungen habe ich alle schon seit einigen Jahren, müsste also bisher ausreichen.

Wie hoch ist denn deine versicherte Berufsunfähigkeitsrente?

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Geschrieben

Zudem solltest du mal dein momentanes Bedingungswerk checken. Für eine geringe Leistungswahrscheinlichkeit im Fall der Fälle würde ich nicht bezahlen, wenn du verstehst, was ich meine.

Absicherungshöhe und Endalter ebenfalls checken. Falls das alles passt, abhaken.thumbsup.gif

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Geschrieben · bearbeitet von finanzliese

Wie hoch ist denn deine versicherte Berufsunfähigkeitsrente?

Kann ich gerade noch nicht sagen, da meine bisherige Versicherung gerade von einer Erwerbsunfähigkeit zu einer Berufsunfähigkeit umgestellt wird (ich warte noch auf das genaue Angebot).

Über MLP wurde schon versucht eine neue/bessere BU-Versicherung abzuschließen (meine aktuelle geht nur bis 60 Jahre), bekomme allerdings keine mehr (Gesundheitsprüfung). Und vorhande Krankheiten auszuschließen wäre für mich nur zur großen Not eine Option.

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Geschrieben · bearbeitet von Kuju

Wenn du magst kannst du ja einen Post auf machen im passenden Unterforum und lieferst dabei die erforderlichen Daten zum Beurteilen deiner Versicherungssituation. Die Profis können das bestimmt schnell einordnen.whistling.gif

 

Den MLP-Mensch solltest du jetzt abhaken. Das BU Thema sollte man denen nicht zutrauen, dass die das für dich Optimale finden werden.

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So lange du vom Sparkonto lebst und dein Einkommen nicht reicht, solltest du in keinen Fonds Geld anlegen oder irgendeinen Berater (es sind eigentlich Verkäufer) dein Geld geben.

Schon alleine die Tatsache, dass du von deinem ersparten Geld nimmst um damit Kosten zu decken und der Verkäufer das weiß, dir aber trotzdem zur Geldanlage rät, die auch Verlust machen kann, ist eine Frechheit und Sauerei.

Meide den Kontakt von solchen unseriösen Verkäufern.

 

Dass diese Leute so weit gehen, selbst das Ersparte -worauf der TO temporär angewiesen ist- in eine provisionsträchtige Risikoanlage umwandeln zu wollen ist einfach krass und gnadenlos.

 

Ich möchte mit diesem post die offenen und direkten Worte von chart noch einmal beschweren.

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Geschrieben

So lange du vom Sparkonto lebst und dein Einkommen nicht reicht, solltest du in keinen Fonds Geld anlegen oder irgendeinen Berater (es sind eigentlich Verkäufer) dein Geld geben.

Schon alleine die Tatsache, dass du von deinem ersparten Geld nimmst um damit Kosten zu decken und der Verkäufer das weiß, dir aber trotzdem zur Geldanlage rät, die auch Verlust machen kann, ist eine Frechheit und Sauerei.

Meide den Kontakt von solchen unseriösen Verkäufern.

 

 

d’accord !

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Geschrieben

Finger weg von MLP und Konsorten, auch wenn die noch so nett und sympathisch sind.

 

Mich hatte vor einigen Jahren ein ehemaliger Vorgesetzter von mir bei der Bundeswehr über Facebook gefunden und wollte mich auch in meinen Finanzen beraten, hier war das DVAG . Das kam mir damals schon arg komisch vor, weil ich privat null mit dem zu tun hatte (und meine BW-Zeit da auch schon 6 Jahre her war) und der eigentlich nur an LKW geschraubt hat (und auch Kfz-Mechaniker gelernt hat)

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Geschrieben

Hallo zusammen!

 

Ich bin gerade durch Zufall über diesen Beitrag gestolpert und arbeite bei MLP. Ich möchte diese Diskussion um ein paar Fakten ergänzen wonach sich jeder sein eigenes Bild machen möge. Die grundsätzlich feindliche Haltung zur Finanzbranche einiger Teilnehmer hier teile ich. Das Hauptproblem ist das in dieser Branche viele Leute mit wenig Fachwissen arbeiten die viel zu schlechte Produkte an viel zu viele Menschen verkaufen möchten. Umgekehrt gibt es aber auch viele Berater die solide ausgebildet sind und unter fairen Rahmenbedingungen arbeiten.

 

Zu uns Beratern kommen Leute mit Null Ahnung oder noch schlimmer, mit gefährlichen Halbwissen, denen wir dann helfen müssen. Wir können nicht sagen "lies ein Buch und kauf ETF", wir müssen diesen Menschen ganz konkret helfen. Die meisten deutschen können die Chancen und Risiken des Marktes überhaupt nicht realistisch einschätzen. Kaum jemand will den Risiken des Marktes wirklich ausgesetzt sein. Der Fragesteller outete sich als einer dieser defensiven Anleger. Somit kommen eher keine ETF in Frage. MLP verkauft eine Beratungsdienstleistung die unabhängig von der gewählten Anlage funktioniert. Der Berater hätte durchaus ETF empfehlen können ohne selbst einen Cent weniger zu verdienen. Allerdings hätte er sich damit rechtlich gesehen vermutlich der Falschberatung schuldig gemacht. Es sei den er hätte einen ETF auf deutsche Staatsanleihen mit kurzer Laufzeit empfohlen was wohl kein Anleger mit ein wenig Verstand unterstützt hätte. Die Bafin und das Gesetz guckt nunmal nur auf die Risiken einer Anlage. Fondsmanagement ist teuer, gar keine Frage. Die Alternative Tagesgeld zu nutzen bringt jedoch noch deutlich weniger für den Anleger und so gilt hier mal wieder billig kommt hinterher oft teuer. Die Vertriebsfolgeprovisionen/Kickbacks welcher jede Fonds an das Depotführende Institut ausschüttet werden bei MLP den Kunden gutgeschrieben. Normalerweise liegen diese Kickbacks zwischen 0,5% bis 0,8% pro Jahr. Unsere Kunden bekommen also eine Anlageberatung die strikt an ihren Interessen ausgerichtet ist. Man kann sicher der Ansicht sein das andere Fonds vielleicht besser geeignet gewesen wären als die empfohlenen, man kann dem Berater allerdings keine eigenen Interessen bei der Auswahl vorwerfen. Wobei wir natürlich auch Interessen haben, nämlich möglichst viel Geld möglichst lange zu betreuen. Meines Wissens nach sind wir die einzigen die diese Leistung auf dem Niveau auch für Menschen anbieten die noch nicht viel Geld haben. Erst ab Depotvolumen von deutlich über 100.000€ gibt es vermehrt derartige Angebote. Das liegt daran weil die Beratungsleistung welche für den Fragesteller erbracht wurde über das Honorar von 0,2% pro Jahr für die Geldmarktfonds sowie 1,2% des sonstigen Depotvolumens pro Jahr überhaupt nicht finanziert werden könnte. Bei der Sparrate sprechen wir hier im ersten Jahr vermutlich über weniger als 30€. Da wir die Beratung aber in eine ganzheitliche Beratung einbetten die auch Versicherungen und Renten mit einschließt können wir dies so günstig anbieten.

 

Die Empfehlung sein Geld in dem Markt zu stecken wenn er ja eigentlich drauf angewiesen ist lässt sich natürlich leicht skandalisieren. Ich weiß zwar nicht mehr als jeder andere hier aber ich vermute mal ganz stark der Fragesteller hatte etwas ordentliches studiert und sollte von damals aus gesehen in Kürze mit einem überdurchschnittlichen Einkommen in seinen ersten Job starten. Seine Rücklagen deckten seine Ausgaben vermutlich auf viele Monate, wenn nicht sogar Jahre ab. Konkret stand die Rücklage vermutlich einem krass überdimensionierten Verhältnis zu seinem tatsächlichen Bedarf. Wäre das nicht der Fall hätte der Berater in Regress genommen werden können. Die Regulierung ist da sehr streng. Die Anlagen waren zudem sehr defensiv gewählt, so dass selbst einer maximal ungünstigen Konstellation (Arbeitslos und Börsencrash) keine nennenswerten Verluste zu erwarten gewesen wären. Hätte er das Geld für seine nächste Miete investieren sollen wäre es natürlich eine schwachsinnige Empfehlung. Der MLP Berater selbst hätte aber monetär nichts von dieser Empfehlung gehabt, er wäre einfach nur dämlich.

 

Es ist längst nicht jeder in der Lage dazu sein Geld eigenständig und erfolgreich anzulegen. Es gibt zudem auch eine menge Menschen die das zwar theoretisch könnten aber die ihre Freizeit lieber anders verbringen. Für all diese Menschen sind gute Beratungen wichtig. Gute Beratung fängt damit an das das Einkommen des Beraters unabhängig ist von seiner Empfehlung.

 

Ich bin Finanzberater und kein Germanist. Wer Rechtschreibfehler findet der darf sie behalten ;) Für konstruktive Diskussion stehe ich gerne zur Verfügung.

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Am 16.9.2015 um 16:22 schrieb Kuju:

Den MLP-Mensch solltest du jetzt abhaken. Das BU Thema sollte man denen nicht zutrauen, dass die das für dich Optimale finden werden.

Auch 2018 kann ich diese Empfehlung nur unterstützen.

 

Wenn man noch keine Ahnung hat, dann sollte man sich Wissen aufbauen.

Sich und sein Geld ahnungslos in die Hände eines Beraters zu übergeben, halte ich für grob fahrlässig. 

Eigenverantwortliche Geldanlage ist nicht wirklich schwierig. Man kann es erlernen. Ich kann aber verstehen, daß diejenigen, die nur unser Bestes wollen, gar kein großes Interesse daran haben können, daß der Anleger sich zum verantwortlichen Selbstentscheider weiterbildet.

Wer ein Studium absolvieren kann, kann auch seine Finanzen selber 'managen'.

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Geschrieben

vor 7 Stunden schrieb Rodorn:

Kaum jemand will den Risiken des Marktes wirklich ausgesetzt sein. Der Fragesteller outete sich als einer dieser defensiven Anleger. Somit kommen eher keine ETF in Frage.

 

Warum nicht? Als defensiver Anleger kann man z.B. auch lediglich 20-30 Prozent des Vermögens ins ETFs stecken. Risiko lässt sich doch beliebig anpassen.

 

Ich war im Jahr 2011 mal kurz Kunde bei MLP. Die Kombi Berufsunfähigkeitsversicherung habe ich nicht unterschrieben. Mir wurde aber ein Depot ausgeschwätzt. Zum Glück habe es auch direkt nach ein paar Monaten wieder aufgelöst. Seitdem habe ich die Entwicklung der Fonds verfolgt. Alle haben sich schlecht entwickelt.

 

Damit ich auch etwas gutes über MLP sage, dank der Verkaufsgespräche habe ich mich im Netz über die Produkte informiert, bin auf das Forum gestoßen, habe danach Kommer gelesen und war um einiges klüger. 

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Geschrieben · bearbeitet von etherial

vor 48 Minuten schrieb tom45667:

Warum nicht? Als defensiver Anleger kann man z.B. auch lediglich 20-30 Prozent des Vermögens ins ETFs stecken. Risiko lässt sich doch beliebig anpassen.

Das ganze Posting ist derart realitätsverzerrend geschrieben, dass wir es am besten unkommentiert stehen lassen sollten. Ich kenne keinen der von sich aus bei MLP gelandet ist, alle wurden angeworben. Niemand von denen hat nach Hilfe gefragt, er hat sie aufgeschwätzt bekommen. Und als ich in die Falle gegangen bin hat MLP noch die Philosophie gehabt sich an Akademiker zu richten, das passt mit Null-Ahnung und Halbwissen auch nicht zusammen, bestenfalls mit Faulheit sich mit Finanzen zu beschäftigen. Wer für seine Faulheit soviel bezahlen möchte - jeder ist seines Glückes Schmied.

 

Zitat

Damit ich auch etwas gutes über MLP sage, dank der Verkaufsgespräche habe ich mich im Netz über die Produkte informiert, bin auf das Forum gestoßen, habe danach Kommer gelesen und war um einiges klüger. 

Ging mir ähnlich - es wäre für mich aber günstiger gewesen, wenn der Berater mir den Tipp mit dem Buch und den ETF direkt gegeben hätte statt mir "konkret zu helfen".

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Geschrieben · bearbeitet von tyr

vor 18 Stunden schrieb Rodorn:

Hallo zusammen!

 

Ich bin gerade durch Zufall über diesen Beitrag gestolpert und arbeite bei MLP. (...)

 

Zu uns Beratern kommen Leute mit Null Ahnung  (...)

 

Zu euch Verkäufern kommen Leute mit oft wenig Ahnung! Oder bietet ihr eure Beratung ausschließlich auf Honorarbasis an und vermittelt keine Provisionsprodukte oder sonstige Produkte mit MLP-Einnahmen?

 

Das ist das, was du nicht schreibst. Dazu kommt folgendes Problem, auf was du netterweise ganz altruistisch hinweist: das Principal-Agent-Problem https://de.wikipedia.org/wiki/Prinzipal-Agent-Theorie (die Leute mit "Null Ahnung", und du mit ein bischen mehr Ahnung). Du kannst nun als fähiger Verkäufer dem Kunden alles Mögliche erzählen, um am Kunden zu verdienen, da du einfach mehr Wissen hast. Eine Nutzenmaximierung des Kunden tritt nicht ein, da du ja nur deine persönliche Nutzenmaximierung betreibst bzw. es dein Job ist, Nutzenmaximierung für deinen Arbeitgeber zu betreiben. Dafür bist du bei MLP beschäftigt. MLP ist kein gemeinnütziger Verein, sondern eine rein nur profitorientierte Aktiengesellschaft: https://www.finanzen.net/aktien/MLP-Aktie

 

Du unterliegst nun im Kundenkontakt dem Interessenskonflikt, nur dann Geld zu verdienen, wenn du deinem unwissenden Kunden Finanzprodukte verkaufst, für die du eine hohe Provision bekommst oder an denen MLP möglichst viel Geld verdient. Das Interesse des Kunden ist genau umgekehrt: er möchte Finanzprodukte, die seinem Bedarf entsprechen, an denen MLP aber möglicht wenig verdient, günstiger Preis.

 

Dieser Interessenskonflikt wäre nur dann auflösbar, wenn du nicht mehr Verkäufer wärst, sondern wirklich Berater und du keine Finanzprodukte mit Provision oder MLP-Verdienst vermitteln würdest, sondern nur Beratungsleistung auf Honorar anbieten würdest.

 

 

Die restlichen Zusammenhänge kann man in folgendem Artikel von 2008 nachlesen, der immer noch aktuell ist: Finanzdienstleister MLP: Köder für Akademiker https://www.test.de/Finanzdienstleister-MLP-Koeder-fuer-Akademiker-1687295-0/

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