Zum Inhalt springen
Marco83

Wertpapiere über eigene GmbH

Empfohlene Beiträge

Marco83

Hallo liebe Investoren,

 

das ist mein erster Beitrag in diesem Forum. Ich hoffe hier auf wertvolle Erfahrungswerte zurückgreifen zu können, die mich in meiner Entscheidungsfindung helfen:

mein Depot ist nach 3 Jahren zu einem unteren 6stelligen Betrag angewachsen und ich beabsichtige es über eine eigens gegründete GmbH zu führen.

Mein Ziel sind langfristig angelegte Investments zum Vermögensaufbau. Mein Lebensstandard decke ich locker mit Einkommen aus nichtselbständiger Basis, dafür brauche ich kein eigenes Unternehmen.

 

Vielleicht habe ich Glück und es meldet sich jemand, der in der selben Phase war und mein Gefühlsstatus nachempfinden kann und mir seine Erfahrung weitergeben kann, ob er diesen Schritt genauso wieder tun würde oder es eher doch weiterhin privat belassen hätte. Mir schiesen nämlich tausend Gedanken durch den Kopf, seit einigen Monaten...

 

Auf der einen Seite gibt es klar die steuerlichen Vorteile eines Unternehmens, die zu diesem Schritt bewegen (Absetzbarkeit Betriebskosten, PKW, Telekommunikation...) und vor allem die steuerlichen Vorteile der geringen KSt-Besteuerung von Unt.Beteiligungen im Vgl. zur Abgeltungssteuer (Thesaurierungseffekt, Zinseszins...). Ausserdem baut man im besten Fall ein Unternehmen auf, das man an die nächste Generation weitergeben kann!

 

Aber auf der anderen Seite gibt es die nicht zu unterschätzenden zahlreichen Verantwortungen und Verpflichtungen (Steuerberater, Finanzamt, Vorauszahlungen, Anstellungsvertrag, Gefahr der verdeckten Ausschüttungen, Gefahr als Finanzunternehmen eingestuft zu werden...).

 

Privat ein Depot zu führen, ist ein Kinderspiel und sorgenfrei. Aber das Ganze über eine GmbH ist ein Schritt, der mit grossem Aufwand verbunden ist und dauerhaft bleibt.

 

War jemand von euch in der selben Lage und was sind eure Erfahrungswerte? Würdet ihr es wieder tun / empfehlen ? Welche wertvolle Ratschläge würdet ihr geben ?

 

Vielen Dank im Voraus für die Unterstützung!!!

 

Liebe Grüsse an alle Investorenherzen,

"Marco"

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Manticore

Eine GmbH ist immer gewerblich geprägt, damit unterliegst du immer der GewSt. (Das kann deinen Gewinn doch deutlich schmälern). Dazu kommt, dass es variiert wo du deinen Geschäftssitz hast (dort bist du GewSt-pflichtig und du unterliegst dem dortigen Hebesatz!). Solltest du kein extra Büro für deine GmbH aufmachen, liegt der Geschäftssitz dort wo deine Entscheidungen mutmaßlich getroffen werden...also bei dir daheim. Für deinen geldbeutel hoffe ich, dass du nicht in Städten wie München, Stuttgart oder Frankfurt wohnst. (Über den Hebesatz solltest du dich informieren, der kann schon ein gutes Stück ausmachen!).

 

Dazu ist eine GmbH Buchführungspflichtig...du brauchst eine Bilanz, diese zu erstellen ist beim Steuerberater grundsätzlich teurer. (im vergleich zu einer EÜR) Die Gefahr einer verdeckten Gewinnausschüttung halte ich für relativ gering (z.B. durch zu hohes Gehalt imGeschäftsführervertrag), denn letztlich ist in deiner GmbH wohl nicht viel drin, außer Geld und einem PKW...ein guter Steuerberater sorgt schon dafür, dass dir das nicht passiert.

 

Hast du an die Gründungskosten der GmbH gedacht? Gesellschaftervertrag, Notar, Handelsregister etc.? Je nach größe kann dass ein Stückchen kosten. Das solltest du mit einem Steuerberater durchsprechen.

 

Zum vererben, früher war es ziemlich praktisch solche "Cash GmbHs" zu gründen und dann die Anteile daran zu vererben. (wegen Steuerbefreiung auf Betriebsvermögen) Das Schlupfloch wurde aber inzwischen geschlossen, aber so genau bin ich da nicht in der Materie...evtl. weiß ein guter Steuerberater noch einen Weg;)

 

Letztendlich ist es ein Rechenspiel ob die Summe der Aufwendungen nachher hoch genug ist um die Kosten für die GmbH wieder reinzuholen...

 

Evtl. hat ja noch wer anders ein paar Denkanstöße...

 

Alles in allem halte ich eine 6-stellige Summe für noch nicht groß genug, kann mich aber irren...

 

Hoffe das hat die ein bisschen geholfen

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Ramstein

Hallo liebe Investoren,

 

das ist mein erster Beitrag in diesem Forum. Ich hoffe hier auf wertvolle Erfahrungswerte zurückgreifen zu können, die mich in meiner Entscheidungsfindung helfen:

mein Depot ist nach 3 Jahren zu einem unteren 6stelligen Betrag angewachsen und ich beabsichtige es über eine eigens gegründete GmbH zu führen.

Willkommen im Forum.

 

Schluss mit den Plattitüden: Du wurdest bei der Anmeldung auf die Informationen für neue Nutzer hingewiesen. Darin steht doch deutlich

 

Merksatz 1: Jeder Fadenseröffnung sollte mindestens 10 Minuten eigene Recherche (Google! und Forums-Suche!) und 10 Minuten Nachdenken(!) vorausgehen. Auch ein Blick in die Wikipedia hilft oft weiter.

Das dich interessierende Thema ist nicht neu und wurde im WpF schon mehrfach diskutiert!

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Marco83

@Hallo Manticore herzlichen Dank für Deine Denkanstösse!

 

@Lieber Admin, ich kann Dir versichern, dass nicht nur 10 Minuten sondern Monate intensiver Recherche und Vorarbeit vorangegangen und geleistet worden sind, bis sogar zum Notartermin - Banktermin - Steuerberater.

 

Es war gewiss nicht meine Absicht ein Thread zu eröffnen, der schon behandelt wurde. Der letzte Beitrag, den ich in diesem Forum finden konnte, stammt aus 2011! Die Steuergesetzgebung ändert sich ständig... Gerne lasse ich mich des Besseren belehren und freue mich wenn Du die mir aktuellere Links zu dieser Thematik in diesem Forum ausweist.

 

In allen google-Ergebnissen, die ich finden konnte, wird stets über die Möglichkeit der Cash-GmbH diskutiert, jedoch konnte ich nirgends Erfahrungsberichte finden von Personen die im NACHHINEIN darüber berichten. DAS habe ich gesucht und explizit angegeben. Das würde meiner Meinung einigen helfen, die in der gleichen Lage sind wie ich.

Nichts für ungut.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
xfklu

@Lieber Admin

Weder lieb noch Admin.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Tooni

Ich hätte hier noch einen Gedankenanstoß, der zwar nur am Rande etwas mit Deiner Frage zu tun hat, aber vielleicht kannst Du ihn ja wirklich einmal nur als Anstoß gebrauchen und ein wenig weiter spinnen.

 

Es geht hier um ein Interview mit einem Anleger aus Österreich (andere Steuerregeln!), der eine Firma ist Estland gegründet hat, um P2P-Kredite abzuwickeln.

Wie gesagt: Trifft Deine Frage nur zum Teil. Dennoch interessant! (Interview in Englisch!).

 

Gruß, Tooni

 

 

 

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Taxadvisor

@Hallo Manticore herzlichen Dank für Deine Denkanstösse!

 

@Lieber Admin, ich kann Dir versichern, dass nicht nur 10 Minuten sondern Monate intensiver Recherche und Vorarbeit vorangegangen und geleistet worden sind, bis sogar zum Notartermin - Banktermin - Steuerberater.

 

Es war gewiss nicht meine Absicht ein Thread zu eröffnen, der schon behandelt wurde. Der letzte Beitrag, den ich in diesem Forum finden konnte, stammt aus 2011! Die Steuergesetzgebung ändert sich ständig... Gerne lasse ich mich des Besseren belehren und freue mich wenn Du die mir aktuellere Links zu dieser Thematik in diesem Forum ausweist.

 

In allen google-Ergebnissen, die ich finden konnte, wird stets über die Möglichkeit der Cash-GmbH diskutiert, jedoch konnte ich nirgends Erfahrungsberichte finden von Personen die im NACHHINEIN darüber berichten. DAS habe ich gesucht und explizit angegeben. Das würde meiner Meinung einigen helfen, die in der gleichen Lage sind wie ich.

Nichts für ungut.

 

Cash-GmbH hat mit Deinem Thema wenig zu tun. Das war ein Erbschaftsteuermodell (das inzwischen mehr oder weniger gestorben ist). Und die GmbH-Lösung für den Vermögensaufbau ist ja auch ein Auslaufmodell. Dividenden unterliegen nicht mehr § 8b KStG und für Veräußerungsgewinne läuft die Privilegierung auch voraussichtlich 2018 aus. Dann bleibt nur noch der Vorteil der Fremdfinanzierung/Kostenabzug. Deine GmbH dürfte (ohne eigenen Geschäftszweck) über kurz oder lang sowieso als Finanzunternehmen gelten, insbesondere, wenn die durchschnittliche Haltedauer < 1 Jahr.

 

Gruß

Taxadvisor

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
troi65

Cash-GmbH hat mit Deinem Thema wenig zu tun. Das war ein Erbschaftsteuermodell (das inzwischen mehr oder weniger gestorben ist). Und die GmbH-Lösung für den Vermögensaufbau ist ja auch ein Auslaufmodell. Dividenden unterliegen nicht mehr § 8b KStG und für Veräußerungsgewinne läuft die Privilegierung auch voraussichtlich 2018 aus. Dann bleibt nur noch der Vorteil der Fremdfinanzierung/Kostenabzug. Deine GmbH dürfte (ohne eigenen Geschäftszweck) über kurz oder lang sowieso als Finanzunternehmen gelten, insbesondere, wenn die durchschnittliche Haltedauer < 1 Jahr.

Mir scheint , der TO hat die letzten Monate zuviel an Lebenszeit für Steueroptimierungsgedanken verschwendet.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Belgien

Wie soll sich das Ganze denn rechnen? Bei der angegebenen geringen Größe des WP-Vermögens ("unterer sechsstelliger Betrag") ist doch ohnehin nicht viel an Steuern zu sparen, sofern der TO nicht als"Mister Dausend" an den Aktienmärkten unterwegs ist und Traumrenditen erwirtschaftet. Bei einer realistischeren Renditeerwartung von 4-10%p.a. rechnen sich meines Erachtens einmalige Kosten für die Gründung plus laufende Kosten für den Betrieb der Vermögens-GmbH nicht. Da der TO dies offensichtlich anders sieht und sich schon länger mit dem Gedanken einer Firmengründung beschäftigt, kann er ja 'mal seine Rechnung aufmachen und mich eines Besseren belehren.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
pvdb
· bearbeitet von pvdb

Klar hat man als Kapitalgesellschaft viele Möglichkeiten zum Absetzen von Kosten.

 

Musste meinen Post leider löschen, da ich einen Fehler drinnen hatte. Weitere Informationen zum Thema sind hier nachzulesen:

 

http://www.investor-handbuch.de/kauf-von-aktien-in-der-eigenen-gmbh.html

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
bond007
· bearbeitet von bond007

Die Idee macht keinen Sinn, extra Kosten einer GmbH:

 

Kosten Geschäftskonto für GmbH

Gründungskosten GmbH

Bilanzierungspflicht

Buchhaltungspflicht

Gewerbesteuer (nach Hebesatz der Gemeinde)

( Körperschaftssteuer statt Einkommenssteuer)

Beitrag IHK

 

Eine Ein Mann AG in der Schweiz macht mehr Sinn, dann müsstest Du allerdings umziehen!

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
schwaebele

Die Idee macht keinen Sinn, extra Kosten einer GmbH:

 

Kosten Geschäftskonto für GmbH

Gründungskosten GmbH

Bilanzierungspflicht

Buchhaltungspflicht

Gewerbesteuer (nach Hebesatz der Gemeinde)

( Körperschaftssteuer statt Einkommenssteuer)

Beitrag IHK

 

Eine Ein Mann AG in der Schweiz macht mehr Sinn, dann müsstest Du allerdings umziehen!

 

schon etwas älter, aber stimmt so nicht:

Geschäftskonto der GmbH: Gibt genauso Onlinebroker und Direktbanken für Geschäftskunden, die kostenfreie bzw. kostenpflichtige Girokonten ähnlich der Privatkunden anbieten. Und bei einer reinen Anlage der Gelder sind die Kosten selbst bei einer lokalen Bank überschaubar.

Bilanzierungspflicht und Buchhaltungspflicht führt zu 25-50€ Veröffentlichungskosten pro Jahr und bei einer reinen Geldanlage von knapp 1000€ Jahresabschlusskosten. Wenn der Steuerberater nur nach Gebührensätzen abrechnen will, dann einfach den Steuerberater wechseln.

Gewerbesteuer 7-15% (Extremfall knapp 35%) + Körperschaftssteuer 15%, also knapp um die Abgeltungssteuer

Beitrag IHK meist 200-400€

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
BondWurzel
· bearbeitet von BondWurzel

Die Idee macht keinen Sinn, extra Kosten einer GmbH:

 

Kosten Geschäftskonto für GmbH

Gründungskosten GmbH

Bilanzierungspflicht

Buchhaltungspflicht

Gewerbesteuer (nach Hebesatz der Gemeinde)

( Körperschaftssteuer statt Einkommenssteuer)

Beitrag IHK

 

Eine Ein Mann AG in der Schweiz macht mehr Sinn, dann müsstest Du allerdings umziehen!

 

schon etwas älter, aber stimmt so nicht:

Geschäftskonto der GmbH: Gibt genauso Onlinebroker und Direktbanken für Geschäftskunden, die kostenfreie bzw. kostenpflichtige Girokonten ähnlich der Privatkunden anbieten. Und bei einer reinen Anlage der Gelder sind die Kosten selbst bei einer lokalen Bank überschaubar.

Bilanzierungspflicht und Buchhaltungspflicht führt zu 25-50€ Veröffentlichungskosten pro Jahr und bei einer reinen Geldanlage von knapp 1000€ Jahresabschlusskosten. Wenn der Steuerberater nur nach Gebührensätzen abrechnen will, dann einfach den Steuerberater wechseln.

Gewerbesteuer 7-15% (Extremfall knapp 35%) + Körperschaftssteuer 15%, also knapp um die Abgeltungssteuer

Beitrag IHK meist 200-400€

Das sind doch die gewinnabhängigen Steuern, danach kommt es erst zur Ausschüttung inkl. 26% Abgst./Soli bei der Ausschüttung. Da muss man sich vorher ein GF-Gehalt zahlen mit allem Pipapo.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
schwaebele

 

 

schon etwas älter, aber stimmt so nicht:

Geschäftskonto der GmbH: Gibt genauso Onlinebroker und Direktbanken für Geschäftskunden, die kostenfreie bzw. kostenpflichtige Girokonten ähnlich der Privatkunden anbieten. Und bei einer reinen Anlage der Gelder sind die Kosten selbst bei einer lokalen Bank überschaubar.

Bilanzierungspflicht und Buchhaltungspflicht führt zu 25-50€ Veröffentlichungskosten pro Jahr und bei einer reinen Geldanlage von knapp 1000€ Jahresabschlusskosten. Wenn der Steuerberater nur nach Gebührensätzen abrechnen will, dann einfach den Steuerberater wechseln.

Gewerbesteuer 7-15% (Extremfall knapp 35%) + Körperschaftssteuer 15%, also knapp um die Abgeltungssteuer

Beitrag IHK meist 200-400€

Das sind doch die gewinnabhängigen Steuern, danach kommt es erst zur Ausschüttung inkl. 26% Abgst./Soli bei der Ausschüttung. Da muss man sich vorher ein GF-Gehalt zahlen mit allem Pipapo.

 

Ja, eine GmbH bei 100% Ausschüttung lohnt sich bei Wertpapieren genauso wenig, wie sonst auch. Also wie bei einer aktiven GmbH nur, wenn man einen Großteil thesaurieren will.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Erstelle ein Benutzerkonto oder melde dich an, um zu kommentieren

Du musst ein Benutzerkonto haben, um einen Kommentar verfassen zu können

Benutzerkonto erstellen

Neues Benutzerkonto für unsere Community erstellen. Es ist einfach!

Neues Benutzerkonto erstellen

Anmelden

Du hast bereits ein Benutzerkonto? Melde dich hier an.

Jetzt anmelden

×
×
  • Neu erstellen...