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marky2k

Langlebigkeitsversicherung sinnvoll? (Wohnsitz im Ausland)

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marky2k

Kurz vorab: mein Wohnsitz liegt nicht in Deutschland. Vermutlich werde ich in 2-3 Jahren zurückkehren, aber das ist auch nicht sicher. Der ganze Riesterkram fällt für mich da denke ich raus, deswegen eröffne ich auch diesen Thread, da ich nichts vergleichbares gefunden habe. Mir geht es hauptsächlich um die Frage, ob es Sinn macht, eine Langlebigkeitsversicherung abzuschließen und quasi etwas von meinem heutigen Vermögen (das zu meinem Glück vorhanden ist) in die Zukunft zu 'transferieren' im Rahmen einer lebenslangen Rente. Zurzeit stehen meine Rentenansprüche bei 0 und ich stelle mir auch vor, dass es schwer ist, sein gesamtes Vermögen so zu planen, dass man bei Renteneintritt genug hat und bis ans Lebensende genug haben wird. Man weiß ja nicht mal, wielang man dann lebt. Am Ende lebt man auf einmal zulang und das Geld ist weg. Da ist eine fixe monatliche Rente denke ich schon sinnvoll und dann bin ich bereit dafür auch eine Versicherungsprämie zu zahlen.

 

 

2. Basisangaben zur persönlichen Situation

 

2.1 Alter, Familienstand, Kinder, geplanter Renteneintritt

27, ledig, keine Kinder, geplanter Renteneintritt 2055 (Rente mit 67)

2.2 Berufliche Situation / Bruttojahreseinkommen / wieviel Geld bleibt bei Abzug aller Kosten im Monat übrig

Promotionsstudent / 20 000 € / 200€ (ich habe ein niedriges Einkommen, aber ein vorhandenes Vermögen, s.u.)

2.3 mtl. reserviertes Kapital für Altersvorsorge insgesamt

zurzeit nichts, ich könnte aber theoretisch "beliebige" Beträge investieren.

2.4 Risikotyp / Risikobereitschaft / Umgang mit Verlusten

Bereitschaft zum Risiko ist vorhanden, vor allem wenn langfristig investiert wird.

2.5 bisherige Risikovorsorge

Haftpflichtversicherung noch über meinen Vater

2.6 Umfang der Absicherung (Einzelperson, Familie, Lebenspartner)

-

2.7 bisherige Erfahrung mit Altersvorsorgeanlagen

Speziell mit Altersvorsorge keine, aber ich habe ein Weltdepot wie soviele hier im Forum.

 

 

3. Das 3-Säulenmodell und bisherige Ansprüche

 

3.1 Gesetzliche Rente

- noch nie in Deutschland gearbeitet, daher keine Ansprüche. Hier im Ausland minimal.

3.2 kapitalbasierende, staatlich geförderte Rente wie Riester, Rürup, Eichel

- nein

3.3 Arbeitgeberfinanzierte Rente (bAV), AVWL-Zahlung möglich ?

- nein

3.4 private Vorsorge aus Eigenmitteln (Lebensversicherungen, Fonds, ETFs usw. bei Fondspolicen bitte die WKN / ISIN des Fonds angeben)

- wie oben geschrieben habe ich ein Weltdepot, das mittlerweile 7-stellig ist. Davon sind 50% in Aktien investiert und 50% in Anleihen/Festgeld/Tagesgeld.

3.5 Zusammenfassung / Umrechnung in monatliches Rentenäquivalent

-

3.6 benötigte Rente und erwartete Rentenlücke nach bisheriger Kalkulation

Jetzige 'Rente' ist bei 0, ich kann natürlich das Vermögen verleben und daraus eine Rente ziehen. Aber dann kann ich denke ich auch heute eine Versicherung abschließen, die Frage ist nur wie hoch die Prämie ist und ob das Sinn macht.

 

 

4. Sonstige Vermögenssituation (Wünsche und Ziele)

 

4.1 aktuelle Sparleistungen

- monatlich kein fixer Betrag

4.2 Schulden (Bitte Kredithöhe, Kreditzinsen und Gesellschaft nennen)

- keine Schulden

4.3 absehbare Investitionen und preisliche Vorstellung der Wünsche und Ziele in x Jahren (Urlaub, Auto, Wohnung, Haus)

- nichts absehbares

 

5. Bestehende Verträge oder Angebote

- Ich habe eine Haftplicht- und Hausratsversicherung, die beide noch über meinen Vater laufen. Details kenne ich da nicht, kann ich aber nachfragen, wenn relevant.

 

 

 

Also: da ja alle immer meinen, man sollte möglichst früh mit der Vorsorge anfangen und dass private Vorsorge auch sehr wichtig sein wird, habe ich meinen Vater mal beauftragt ein Angebot von der lokalen Versicherung (Allianz) einzuholen. Die Eckpunkte des Angebots sind wie folgt (der Berater meinte natürlich, dass man möglichst noch vor Jahresende abschließen sollte, da dann die Konditionen schlechter werden):

 

- monatlicher Beitrag 200€

- garantierte monatliche Mindestrente 278,88€

- Garantiekapital zu Rentenbeginn 96 000 €

- 100% des Anlagebetrags in DWS Deutschland

- monatliche Rente von 1039,50€ bei Aktienmarktrendite von 6% p.a.

 

 

Für mich liest sich das so: ich zahle 40 Jahre lang 200€ monatlich ein, also 2400€ pro Jahr. Dann lebe ich wenn's gut kommt noch 20 Jahre, also kriege ich im schlimmsten Fall 278,88€ pro Monat für 20 Jahre raus. Ich denke, das ganze Produkt ist ziemlich komplex, aber man kann ja mal approximativ schauen, was profitabler sein könnte. Also erinnere ich mich an meine Finanzmathefähigkeiten und versuche den heutigen Barwert von beiden Alternativen zu errechnen. Ich ergoogle die Formel für eine Rente (Barwert = Rente * (q^T - 1) / (q-1) / q^T) und nehme mal einen risikofreien Zins von 1% für die Einzahlung an.

 

Barwert(Einzahlung) = 2400*(1.01^40 -1 ) / 0.01 / 1.01^40 = 78 803, 25€

 

Barwert(Auszahlung) = 12*278,88*(1.01^20-1) / 0.01 / 1.01^20 / 1.01^40 = 40 561, 48€

 

 

Klar ist das nicht ganz fair für die Versicherung, da ich das schlechteste Szenario angenommen habe, aber ich weiß nicht wie ich die anderen rechnen sollte. Ich bin zwar bereit eine Prämie zu zahlen, aber das sieht für mich hier ziemlich mies aus oder? Ich bin mir ziemlich sicher auf Grund des Lesens von anderen Threads, dass ich vermutlich warten sollte, bis ich ordentlich anfange zu arbeiten in den nächsten Jahren. Allerdings fangen alle meine Freunde an vorzusorgen, meine Eltern meinen ich sollte es tun, usw. da will ich einfach nochmal andere Leute über meine Situation drüber schauen lassen. Mich stört es wie oben erwähnt eigentlich nur, dass ich ab Renteneintritt zurzeit einfach 0 'Rente' bekomme, sondern mein Vermögen ableben muss, und das denke ich schwer zu steuern sein wird.

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schmidtl

Anderer Ansatz: das Weltdepot (wie auch immer das aussieht) bis zum Tag X so umbauen, (Dividendenaristokraten, Dividend ETF's)das du ohne Entnahme von den Auschüttungen leben kannst.

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polydeikes

Vergiss es. Steig erstmal richtig ins Berufsleben ein, schau was dann und wie Sache ist ... zum aktuellen Zeitpunkt ist da jedwede Überlegung völlig überflüssig.

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Raccoon
Man weiß ja nicht mal, wielang man dann lebt. Am Ende lebt man auf einmal zulang und das Geld ist weg. Da ist eine fixe monatliche Rente denke ich schon sinnvoll und dann bin ich bereit dafür auch eine Versicherungsprämie zu zahlen.

Du kannst auch auf einmal den Löffel abgeben, dann hast du nichts mehr davon. Mit dem Geld das du hast und noch verdienen wirst kannst du meiner Meinung nach lange leben außer du bist verschwenderisch. Zur Not wirst du Sozialfall und bekommst Geld vom Staat (nach heutigem Stand). Gibt's auch monatlich und ist schon bezahlt. ;)

 

- wie oben geschrieben habe ich ein Weltdepot, das mittlerweile 7-stellig ist. Davon sind 50% in Aktien investiert und 50% in Anleihen/Festgeld/Tagesgeld.

Dann würde ich keinen Gedanken an eine Rentenversicherung mehr verschwenden außer die garantierte Rendite stimmt - was im Moment meines Wissens nach nirgendwo der Fall ist.

 

Mich stört es wie oben erwähnt eigentlich nur, dass ich ab Renteneintritt zurzeit einfach 0 'Rente' bekomme, sondern mein Vermögen ableben muss, und das denke ich schwer zu steuern sein wird.

Für die RV mußt du aber Geld ausgeben, daß sonst Teil des Vermögens würde. Von daher sollte die Frage sein womit du mehr Rendite erwirtschaftest - mit der RV oder wenn du das Geld selber anlegst und dir nachher das Kapital plus Gewinn als "Rente" auszahlst. Einen Teil des bestehenden Vermögens wirst du wohl in beiden Fällen verzehren müssen.

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