Anfängerfragen zu Optionen

116 posts in this topic

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Moin,

 

Am 11.3.2018 um 22:13 schrieb Laser12:

Ich bin auf der Suche nach deutschsprachiger praixsorienitierter Literatur zu den Themen

- Calendar Spreads

- Tradingtagebuch

Nicht benötigt wird theoretisches Geschwafel, das kaum über Risikoaufklärungsbroschüren zur Temingeschäftsfähigkeit hinausgeht.

 

Es soll weitergehender sein als die z.B. Peter Putz, Strategisch Investieren mit Aktienoptionen.

Nicht interessant sind derzeit auch nicht solche Autoren wie Jens Rabe, die ungedeckte Strategien verfolgen.

Könnt Ihr da etwas Entsprechendes empfehlen?

zum Tradingtagebuch habe ich gefunden:

Alexander Elder: Gewinnen wenn die Kurse fallen: Wie man Gewinne realisiert, Verluste minimiert und von Kursrückgängen profitiert

https://www.amazon.de/Gewinnen-wenn-Kurse-fallen-Kursrückgängen/dp/3898797929/

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Moin,

 

gibt es Income-Strategien, die von fallenden Kursen und steigender Vola profitieren? Wenn ja, welche?

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Posted · Edited by StefanU

Sorry, hatte übersehen, dass es in dem Thread um Optionen geht ...

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Moin,

 

Am 29.9.2018 um 05:45 schrieb dehy:

Die übersichtlichste Auflistung von Strategien http://www.optionstrading.org/strategies/selection-tool/ hat ganz unten u.a. den Strip Straddle als Vorschlag

schon mal danke, ich schaue mir das an.

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Für Incomestrategien kannste dir auch noch die BF70, BF70+, BF123 anschauen.....unter www.optionsuniversum.de ;)

 

Axe fährt hier unter seinem Blog eine gnadenlose Strategie, bin gespannt was am Ende dabei rauskommtB-)

http://geldchallenge.de/

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Moin,

 

die Antwort ist leider falsch.

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SchadeB-)

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Posted · Edited by DrFaustus

Schwierig. Prinzipiell verkauft man ja bei Incomestrategien Vola. Also beides Fallende Kurse UND steigende Vola ist mit einer Short-Strategie schwer vereinbar.

Man könnte das evtl. über verschiedene Laufzeiten abbilden:

z.B.

long Put mit langer Laufzeit und aus dem Geld (für die Vola und die Partizipation an fallenden Kursen)

short Call mit kürzerer Laufzeit und näher am Geld (für die Prämie und die Partizipation an fallenden Kursen).

 

Aufgrund der kürzeren Laufzeit des Calls verliert er über die Vola nicht so viel, wie der Put gewinnt. Allerdings ist das ein heißer Ritt mit unbegrenztem Verlustrisiko.

 

Wenn man das mal mit einem Beispielwert durchrechnet. Z.B. Lufthansa (aktuell bei 20,20 EUR):

 

short Call, Juni 2019, 22 EUR: 1,00 EUR Prämie

long Put, Dezember 2019, 14 EUR, 0,90 EUR Prämie

 

Macht in Summe 0,10 EUR vereinnahmte Prämie je Aktie

 

Beide haben ungefähr gleiches Vega. Also Partizipation an steigender Vola ist hier nicht ganz gegeben. Aber etwa in diese Richtung müsste die Strategie gehen. Wenn man es hinbekommt, dass das Vega des Puts größer ist als das Vega des Calls, wäre dein Ziel erfüllt. Aber ehrlich gesagt, bin ich zu faul da rumzuprobieren.<_<

 

 

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vor 22 Minuten schrieb DrFaustus:

Schwierig. Prinzipiell verkauft man ja bei Incomestrategien Vola.

 

Income-Strategien leben vom Zeitwertverfall, das ist das Theta.

 

Das schöne an (liquiden) Optionen ist, das man sich die gewünschte Markterwartung so zusammen bauen kann wie man es möchte. Für ein Long Vega Exposure bieten sich beispielsweise Spreads im VIX an, alternativ kann man zu Optionen greifen die aus dem Geld liegen. 

 

Ich handle ganz gerne Ratio Spreads im E-mini S&P Future: man "überkauft" weit aus dem Geld liegende Long Puts ggü. etwas näher am Geld liegenden Short Puts. Im Falle einer Vola-Expansion gewinnen die Optionen entsprechend an Prämie.

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Posted · Edited by DrFaustus

vor 8 Minuten schrieb chaosmaker85:

Income-Strategien leben vom Zeitwertverfall, das ist das Theta.

Schon klar. Um am Zeitwertverfall zu partizipieren muss man aber short sein.

Zitat

 

Das schöne an (liquiden) Optionen ist, das man sich die gewünschte Markterwartung so zusammen bauen kann wie man es möchte. Für ein Long Vega Exposure bieten sich beispielsweise Spreads im VIX an, alternativ kann man zu Optionen greifen die aus dem Geld liegen. 

 

Ich handle ganz gerne Ratio Spreads im E-mini S&P Future: man "überkauft" weit aus dem Geld liegende Long Puts ggü. etwas näher am Geld liegenden Short Puts. Im Falle einer Vola-Expansion gewinnen die Optionen entsprechend an Prämie.

Kannst du mal ein Beispiel zeigen, wie du mit so einer Konstruktion noch Prämie generierst?

 

Jetzt fällt mir erst auf, dass diese Strategie, so man sie denn hinbekommt, eigentlich ein wunderbares Absicherungsinstrument wäre. (also long vola, income und partizipation an fallenden Kursen).

Das würde bedeuten: Ich habe eine Absicherung gegen fallende Kurse UND bekomme dafür auch noch Prämie UND bin auch noch long Vola.

Damit liese sich wohl eine sehr erfolgreiche marktneutrale Strategie basteln, oder?

 

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Gerade eben schrieb DrFaustus:

Kannst du mal ein Beispiel zeigen, wie du mit so einer Konstruktion noch Prämie generierst?

Initial ist das nicht möglich - sonst hättest du de-facto ein Free Lunch. Die Positionseröffnung erfolgt so: man nutzt einen temporären Vola-Anstieg (ich weiß, solche Tage sind selten geworden) und eröffnet die Short-Seite. Von der vereinnahmten Prämie platziert man das Limit für den Kauf der Long Puts (Verhältnis 2:3). Dieses "Legging in" ist an sich ein Risiko, das sich aber stark reduziert sofern du bereits einige dieser Konstrukte im Account hast.

 

Als Income-Strategie an sich taugt das nicht - aber du schaffst dir damit eine Kaskade an (kostenlos aufgesetzten) Ratio Spreads, die im Falle eines Vola-Anstiegs Verluste aus den (marktneutralen) Income-Strategien kompensieren. 

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vor 1 Minute schrieb chaosmaker85:

Initial ist das nicht möglich - sonst hättest du de-facto ein Free Lunch.

Ja, siehe meine angefügten Anmerkungen. Das wäre wirklich zu schön.

vor 1 Minute schrieb chaosmaker85:

Die Positionseröffnung erfolgt so: man nutzt einen temporären Vola-Anstieg (ich weiß, solche Tage sind selten geworden) und eröffnet die Short-Seite. Von der vereinnahmten Prämie platziert man das Limit für den Kauf der Long Puts (Verhältnis 2:3). Dieses "Legging in" ist an sich ein Risiko, das sich aber stark reduziert sofern du bereits einige dieser Konstrukte im Account hast.

 

Als Income-Strategie an sich taugt das nicht - aber du schaffst dir damit eine Kaskade an (kostenlos aufgesetzten) Ratio Spreads, die im Falle eines Vola-Anstiegs Verluste aus den (marktneutralen) Income-Strategien kompensieren. 

Ok, verstanden. Vielen Dank.

Ist allerdings nicht wirklich etwas für mich. Die Volaanstiege sitze ich in der Regel aus.

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vor 4 Minuten schrieb DrFaustus:

Ist allerdings nicht wirklich etwas für mich. Die Volaanstiege sitze ich in der Regel aus.

Und das ist ja auch legitim – bei der Volatilität ist nämlich eine "reversion to the mean" realisitisch. Im Gegensatz zu den Preisen der jeweiligen Assets… ;)

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Moin,

 

Am 29.9.2018 um 05:45 schrieb dehy:

Die übersichtlichste Auflistung von Strategien http://www.optionstrading.org/strategies/selection-tool/ hat ganz unten u.a. den Strip Straddle als Vorschlag

mit Income-Strategie meinte ich eigentlich, dass man Zeitwert gewinnt und nicht verliert. Insofern beantwortet auch diese Antwort meine Frage nicht.

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Am ‎18‎.‎11‎.‎2018 um 10:19 schrieb Laser12:

Moin,

 

mit Income-Strategie meinte ich eigentlich, dass man Zeitwert gewinnt und nicht verliert. Insofern beantwortet auch diese Antwort meine Frage nicht.

War die Frage nicht beantwortet mit: Gibt es nicht und wenn dann nur als extreme Marktannomalie?

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ups, welcher Beitrag wäre das gewesen?

 

Habe ich da zu viel ausgeblendet? :-*

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Am ‎02‎.‎10‎.‎2018 um 11:17 schrieb DrFaustus:

 

Jetzt fällt mir erst auf, dass diese Strategie, so man sie denn hinbekommt, eigentlich ein wunderbares Absicherungsinstrument wäre. (also long vola, income und partizipation an fallenden Kursen).

Das würde bedeuten: Ich habe eine Absicherung gegen fallende Kurse UND bekomme dafür auch noch Prämie UND bin auch noch long Vola.

Damit liese sich wohl eine sehr erfolgreiche marktneutrale Strategie basteln, oder?

 

 

Am ‎02‎.‎10‎.‎2018 um 11:27 schrieb chaosmaker85:

Initial ist das nicht möglich - sonst hättest du de-facto ein Free Lunch.

 

Am ‎02‎.‎10‎.‎2018 um 11:31 schrieb DrFaustus:

Ja, siehe meine angefügten Anmerkungen. Das wäre wirklich zu schön.

 

 

Fazit: Nicht möglich, da sonst Free Lunch.

Evtl. bei extremen Marktverwerfungen kurzzeitig.

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Ah, danke, ich hatte das Chaos anders zugeordnet.

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Optionen von kleinen Unternehmen mit < 200 Mio Umsatz:

 

Gibt es allgemein keine OS von zu so kleinen Unternehmen? Oder bin ich zu dumm zum suchen ;)?

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Da kann sich der Emittent nur schwer hedgen und zudem werden diese Titel wenig nachgefragt sein und darum meist erst gar nicht aufgelegt.

Solche Titel kauft man lieber am echten Optionsmarkt, wobei die hier oft auch illiquide sein können bzw. mit breiten Spreads und wenig Open Interest.

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Ich nehme an, dadurch, dass die Aktie nicht sehr liquide ist, kann ich als kleiner Fisch sowieso nicht mitschwimmen und werde im Zweifel immer gefressen (z.B. von den Aktienrückkäufen, die sich das Unternehmen genehmigt hat), auch wenn meine langfristige Einschätzung des Unternehmenswerts richtig ist ;)

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Wie mich diese Aussagen langweilen "ich als kleiner Fisch, kann eh nichts erreichen". Ja, dann lass dich doch gleich fressen, was suchst du dann an der Börse, wenn du glaubst hier keine Chance zu haben?

Ist die Titanic etwa untergegangen weil sie klein und wendig war?

 

Ansonsten kauf halt die Aktie, wenn es kein geeignetes Derivat drauf gibt. Willst du uns wenigstens daran teilhaben lassen, was das für ein Supertitel ist?

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Auch wenn du etwas angespannt wirkst, antworte ich trotzdem:

https://www.ezag.com/

ISIN: DE0005659700

 

Möchte gerade nicht die Aktie long kaufen, da ich das Unternehmen massiv überbewertet sehe.

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Dann eben leerverkaufen. Braucht man nur den richtigen Broker dafür, dann geht das.

Ansonsten frag mal bei einem Emittenten an, der Wunschzertifikate baut. Evtl. setzen sie dir ja was drauf auf.

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