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amtsjustitiar

Anfängerfragen zu Optionen

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Ragnarök
Posted
vor 15 Stunden von Norica:

 

Gerne, allerdings bezweifle ich bisher, dass die Hilfe angekommen ist. :unsure:

 

Deine Aussagen/Annahmen/Gedankenmodell sind in meinen Augen schlicht und ergreifend falsch, weil:

- mit der Aufnahme eines Brokerkredits sinkt deine Sicherheitsmarge,

- mit verringerter Sicherheitsmarge kommt ein margin call schneller,

- covered calls schützen ein Portfolio im Falle einer Abwärtsbewegung überhaupt nicht,

- mit covered calls kann man keinen margin call verhindern,

- die Komponente Zeitwertverfall wurde noch garnicht besprochen, ist jedoch mitentscheidend,

- es kann sein, dass mit dem 5%igen Brokerkredit nicht einmal die Kosten für eine richtige Absicherung bezahlt werden können.

 

Letztlich kann ich nur (zum wiederholten mal) raten, beim bisherigen Stand die Finger davon zu lassen.

Ja, Optionshandel ist einfach, aber nur wenn man ihn verstanden hat bzw. zumindest die Teile daraus, die man nutzen möchte.

 

 

LG

„- mit der Aufnahme eines Brokerkredits sinkt deine Sicherheitsmarge,“

Das habe hoffentlich nicht behauptet;) Natürlich steigt das Risiko meines Portfolios.

„- mit verringerter Sicherheitsmarge kommt ein margin call schneller,“

Sehe ich auch so.

„ - mit covered calls kann man keinen margin call verhindern, „

Den Punkt verstehe ich nicht. Wenn ich die Aktie besitze und  diesen Trade mache, bekomme ich doch Geld. Der Trade ist aus meiner Sicht für den Broker ungefährlich. Das müsste doch einen Margin verhindern können, wenn durch die short calls Geld rein kommt. Wenn das falsch ist, hab ich wirklich was nicht verstanden :)

 

„ - die Komponente Zeitwertverfall wurde noch gar nicht besprochen, ist jedoch mitentscheidend, „

Es geht mir da jetzt darum um ein paar Wochen zu gewinnen. Als Beamter bekomme ich recht schnell einen zusätzlichen Kredite mit den ich einen Verkaufszwang abwenden kann. Dass das teuer für mich wird ist klar. So 30 – 35 nach unten gibt es aber auch nicht so häufig. Es könnte sich trotzdem für mich lohnen – 1,25% sind lecker;)

„ - es kann sein, dass mit dem 5%igen Brokerkredit nicht einmal die Kosten für eine richtige Absicherung bezahlt werden können. „

Stimme ich dir zu. Es locken aber 1,25 %

 

 

Danke, für deine sehr umfassende Antwort:)

Bisher ist es ja nur ein Gedankenmodell. Wenn es 1,25% beim Broker gibt ist es zz sehr verlockend für mich. Meine Idee –vielleicht falsch- ist es sich einen 5% Hebel durch den Kredit zu holen. Das Problem: gehen die Aktienmärkte zb 35% nach unten, werden die Risikosysteme des Brokers Alarm schlagen und es könnte sein, dass ich ein Anruf bekomme, den ich nicht hören will.

Meine Annahme: 100% Aktiendepot + Hebel=> 105% Depotwert

Jetzt geht der Akienmarkt um 35% nach unten und mein Depot kann danach nur noch einen Wert von ca 69% bzgl des Ausganzwert haben.

Wenn ich jetzt auf meine Depotwerte covered call verkaufe, bekomme ich da nicht Geld in diesem Moment?

Sinkt mit diesem Geld  nicht das Risiko für den Broker? Mache ich da einen Denkfehler?

VG

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passiv_Investor
Posted · Edited by passiv_Investor
Erklärbilder eingefügt
vor einer Stunde von Allesverwerter:

v

(kleine 'v' in der App)

 

Das v steht für das Portfoliovega (oft auch als Kappa oder Lambda bezeichnet, da Vega kein Buchstabe des griechischen Alphabets ist). Es bezeichnet das Risiko in Bezug auf eine Veränderung der Volatilität.

 

Vega_Portfolio.png

 

vor einer Stunde von Allesverwerter:

(-)

der kleine Kreis mit dem Strich

 

Das Symbol ist ein griechisches Theta. Es bezeichnet den Zeitwertgewinn oder -verlust des Portfolios durch gehaltene Optionspositionen.

 

Theta_Portfolio.png

 

 

 

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Ragnarök
Posted
vor 4 Stunden von Schuby:

Also nen Zins von 1,25 % ist schonmal nett. Wirft ja jeder Dividenden-ETF mehr ab.

 

Aber:

Du kannst mit verkauften Calls kein Depot absichern.

 

Was passiert, wenn du auf deine Aktien Calls verkaufst?

 

Bleiben wir bei dem Bsp, 100 Aktien zu 100 Euro.

 

Du verkaufst nun einen 110er Call, Laufzeit 80 Tage für 5 Euro

 

als erstes wandern 500 Euro in dein Depot...nämlich die Prämie: 1 Option = 100 Aktien = 500 Euro.

 

Du verpflichtest, die Aktie zu 110 Euro zu verkaufen, egal wie sie steht. Derjenige, der dir den Call verkauft hat (der Käufer des Calls), hat andersrum das Recht, jederzeit die 100 Aktien zu 110 Euro von dir anzufordern. Das macht natürlich nur Sinn, sollte er die Dinger an der Börse dann für mehr Geld verkaufen können.

 

So.....jetzt kommt es zu deinem Crash. Deine Aktien sind nach Ablauf der 80 Tage nur noch 65 Euro wert. Was ist mit deinem verkauften Call passiert? Der ist wertlos. Was für dich als Stillhalter ja gut ist. Du kannst die 500 Euro Versicherung behalten, der Call verfällt wertlos.

 

Aber deine Aktie steht trotzdem bei 65 Euro (plus die 5 Euro Prämie in Cash)

 

Wie willst du jetzt damit ein Depot absichern?

 

 

"Wie willst du jetzt damit ein Depot absichern?" Es soll nur ein Margin Call verhindert werden; die short calls in der Krise sollen Zeit kaufen. Natürlich wird das teuer für mich.

 

Ein Teil habe ich auch schon oben wiedergegeben. Ich denke, ich kenne das Risiko von Aktien. Alle 10 Jahre geht es auch mal 50%+ in den Keller. Mit dem Hebel wird es sogar schlimmer.

Mit dem Hebel kommt aber ein zusätzliches Risiko in das Depot. Der Margin Call.

Da will der Broker sehr schnell Geld sehen. Das Beispiel mit dem short call mit eigenen Aktien soll nur bei einer Aktienmarktkrise benutzt werden. Wenn ich wie in deinem Beispiel während einer Krise short calls verkaufe, sollte dies doch das Risiko eines Margin Calls mindern. Wenn ich da einen Denkfehler mache, lerne ich gerne was dazu.

VG

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passiv_Investor
Posted · Edited by passiv_Investor
vor 24 Minuten von Ragnarök:

„- mit der Aufnahme eines Brokerkredits sinkt deine Sicherheitsmarge,“

Das habe hoffentlich nicht behauptet;) Natürlich steigt das Risiko meines Portfolios.

"Kredit" ist in diesem Zusammenhang sowieso schwammig. Jede Inanspruchnahme von Marginleistung ist ein "Kredit".

Da man Optionen für gewöhnlich auf Marginkonten handelt, kann man auch hier formlos einen "Kredit" in Anspruch nehmen, ohne diesen extra beantragen zu müssen, wie einen klassischen Lombardkredit.

 

vor 24 Minuten von Ragnarök:

„ - mit covered calls kann man keinen margin call verhindern, „

Den Punkt verstehe ich nicht. Wenn ich die Aktie besitze und  diesen Trade mache, bekomme ich doch Geld. Der Trade ist aus meiner Sicht für den Broker ungefährlich. Das müsste doch einen Margin verhindern können, wenn durch die short calls Geld rein kommt. Wenn das falsch ist, hab ich wirklich was nicht verstanden :)

Damit ist gemeint, dass dein Risiko immer in der Aktie steckt und wenn du diese auf Margin (sprich auf Kredit) gekauft hast, dann kannst du hier sehr wohl einen Margincall bekommen. Dies passiert aber nur dann, wenn die Margin aufgezehrt ist und weitere Sicherheiten für das Aufrechterhalten der Position erforderlich sind. Wenn du also mit Margin arbeitest und mehr Aktien erwirbst, als du Eigenkapital auf dem Konto hast, dann kann es auch hier zum Margin Call kommen.

 

vor 24 Minuten von Ragnarök:

Danke, für deine sehr umfassende Antwort:)

Bisher ist es ja nur ein Gedankenmodell. Wenn es 1,25% beim Broker gibt ist es zz sehr verlockend für mich. Meine Idee –vielleicht falsch- ist es sich einen 5% Hebel durch den Kredit zu holen. Das Problem: gehen die Aktienmärkte zb 35% nach unten, werden die Risikosysteme des Brokers Alarm schlagen und es könnte sein, dass ich ein Anruf bekomme, den ich nicht hören will.

Meine Annahme: 100% Aktiendepot + Hebel=> 105% Depotwert

Jetzt geht der Akienmarkt um 35% nach unten und mein Depot kann danach nur noch einen Wert von ca 69% bzgl des Ausganzwert haben.

Wenn ich jetzt auf meine Depotwerte covered call verkaufe, bekomme ich da nicht Geld in diesem Moment?

Sinkt mit diesem Geld  nicht das Risiko für den Broker? Mache ich da einen Denkfehler?

VG

Angerufen wird man vom Broker sowieso nie, auch wenn der "Margin Call" das impliziert, so ist das lediglich eine E-Mail Aufforderung. Wenn man der nicht nachkommt, liquidiert der Broker einfach Positionen.

Und ja, dein Denkfehler ist der, dass das Risiko für den Broker nicht sinkt, denn das Risiko besteht auf der Unterseite ja weiterhin. Du hast lediglich deinen möglichen Gewinn nach oben beschränkt und eine zusätzliche Prämie eingenommen aber die puffert nur die Verluste nach unten minimal ab und bringt bei einem wirklichen Crash im Zweifel wenig.

 

vor 20 Minuten von Ragnarök:

"Wie willst du jetzt damit ein Depot absichern?" Es soll nur ein Margin Call verhindert werden; die short calls in der Krise sollen Zeit kaufen. Natürlich wird das teuer für mich.

 

Ein Teil habe ich auch schon oben wiedergegeben. Ich denke, ich kenne das Risiko von Aktien. Alle 10 Jahre geht es auch mal 50%+ in den Keller. Mit dem Hebel wird es sogar schlimmer.

Mit dem Hebel kommt aber ein zusätzliches Risiko in das Depot. Der Margin Call.

Da will der Broker sehr schnell Geld sehen. Das Beispiel mit dem short call mit eigenen Aktien soll nur bei einer Aktienmarktkrise benutzt werden. Wenn ich wie in deinem Beispiel während einer Krise short calls verkaufe, sollte dies doch das Risiko eines Margin Calls mindern. Wenn ich da einen Denkfehler mache, lerne ich gerne was dazu.

VG

Kommt natürlich darauf an wie langlaufende Calls du verkaufst und welche Prämie du daraus einnimmst. Aber im Zweifel wird das irgendwas zwischen 1 und 5% sein, je nach Aktie und Optionslaufzeit. Damit verhinderst du also nicht wirklich einen Margincall wenn das Aktiendepot 40-50% runterrauscht.

Solange du es aber nicht übertreibst und nur 5% mehr investierst als du als EK zur Verfügung hast, solltest du eine solche Krise überstehen, wenn auch mit sehr großen Blessuren. Also nichts was ich wirklich mitmachen wollte.

Da gibt es attraktivere Möglichkeiten in solchen Märkten Renditen zu machen.

Schau doch einfach mal im Dsicord der Optionshändler vorbei. Dort unterhalten wir uns börsentäglich im Sprachchat über verschiedene Optionsstrategien und -positionen:

https://discord.gg/uuC2jmY

 

 

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Ragnarök
Posted
vor 8 Minuten von passiv_Investor:

"Kredit" ist in diesem Zusammenhang sowieso schwammig. Jede Inanspruchnahme von Marginleistung ist ein "Kredit".

Da man Optionen für gewöhnlich auf Marginkonten handelt, kann man auch hier formlos einen "Kredit" in Anspruch nehmen, ohne diesen extra beantragen zu müssen, wie einen klassischen Lombardkredit.

 

Damit ist gemeint, dass dein Risiko immer in der Aktie steckt und wenn du diese auf Margin (sprich auf Kredit) gekauft hast, dann kannst du hier sehr wohl einen Margincall bekommen. Dies passiert aber nur dann, wenn die Margin aufgezehrt ist und weitere Sicherheiten für das Aufrechterhalten der Position erforderlich sind. Wenn du also mit Margin arbeitest und mehr Aktien erwirbst, als du Eigenkapital auf dem Konto hast, dann kann es auch hier zum Margin Call kommen.

Angerufen wird man vom Broker sowieso nie auch wenn der "Margin Call" impliziert, so ist das lediglich eine E-Mail Aufforderung. Wenn man der nicht nachkommt, liquidiert der Broker einfach Positionen.

Und ja, dein Denkfehler ist der, dass das Risiko für den Broker nicht sinkt, denn das Risiko besteht auf der Unterseite ja weiterhin. Du hast lediglich deinen möglichen Gewinn nach oben beschränkt und eine zusätzliche Prämie eingenommen aber die puffert nur die Verluste nach unten minimal ab und bringt bei einem wirklichen Crash im Zweifel wenig.

"Und ja, dein Denkfehler ist der, dass das Risiko für den Broker nicht sinkt, denn das Risiko besteht auf der Unterseite ja weiterhin. Du hast lediglich deinen möglichen Gewinn nach oben beschränkt und eine zusätzliche Prämie eingenommen aber die puffert nur die Verluste nach unten minimal ab und bringt bei einem wirklichen Crash im Zweifel wenig."

 

Das ist spannend für mich. Den Punkt verstehe ich nicht. Wenn ich den short call mache, bekomme ich doch Geld. Ist diese Aktion für den Broker risikoneutral?

Es kann natürlich sein, das die Aktie aus dem short call Deal dann auch als Pluspunkt rausfällt, weil kein Wert mehr da ist. Nicht gut:(

VG

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passiv_Investor
Posted
vor 19 Minuten von Ragnarök:

Das ist spannend für mich. Den Punkt verstehe ich nicht. Wenn ich den short call mache, bekomme ich doch Geld. Ist diese Aktion für den Broker risikoneutral?

Es kann natürlich sein, das die Aktie aus dem short call Deal dann auch als Pluspunkt rausfällt, weil kein Wert mehr da ist. Nicht gut:(

VG

Für einen Short Call musst du Sicherheitsleistung (Margin) hinterlegen. Diese fällt zwar geringer durch die Deckung mit den Aktien aus aber dennoch musst du mindestens eine Margin in Höhe der Optionsprämie hinterlegen. Sprich, dieser Betrag steht nicht oder nur zum Teil (wenn die Optionen wertloser werden bei einem Kursverfall) als Guthaben für ansteigende Aktienmargins im Crashfall zur Verfügung.

Die Marginformel für gedeckte Calls lautet:

 

Aktien-Ersteinschussanforderung + MAX ((im Geld liegender Betrag), (MIN (Preis der Option), (Kurs der Aktie)))

 

 

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Maria
Posted
vor 31 Minuten von passiv_Investor:

"Kredit" ist in diesem Zusammenhang sowieso schwammig. Jede Inanspruchnahme von Marginleistung ist ein "Kredit".

Da man Optionen für gewöhnlich auf Marginkonten handelt, kann man auch hier formlos einen "Kredit" in Anspruch nehmen, ohne diesen extra beantragen zu müssen, wie einen klassischen Lombardkredit.

Das ist korrekt für einen Aktienkauf in einem Marginkonto, aber nicht beim Verkaufen von Optionen. Leider verwendet IB hier auch den Begriff Margin, obwohl es eher eine Buying Power Reduction im Sinne einer Sicherheitsleistung ist.

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passiv_Investor
Posted · Edited by passiv_Investor
vor 9 Minuten von Maria:

Das ist korrekt für einen Aktienkauf in einem Marginkonto, aber nicht beim Verkaufen von Optionen. Leider verwendet IB hier auch den Begriff Margin, obwohl es eher eine Buying Power Reduction im Sinne einer Sicherheitsleistung ist.

Ja, das stimmt. Sowieso sind die Begriffe im deutschen Sprachgebrauch sehr verwirrend, da auch zu ähnlich wie z.B. Basispreis und Basiswert. Im Englischen viel deutlicher zu unterscheiden durch Strike und Underlying.

 

Aber sei es drum. Um es nochmal ganz klar auszudrücken. Den "Kredit" nimmt man nur in Anspruch, wenn man einen negativen Cashsaldo aufweist, sprich sich in einer Währung verschuldet und damit mehr Geld investiert hat als man Eigenkapital auf dem Konto hat.

Oder um noch mehr Verwirrung zu schaffen aber ganz präzise zu sein: Wenn der "Ending settled Cash" Betrag negativ wird, werden auf diese Summe Zinsen berechnet.

 

https://www.interactivebrokers.eu/de/index.php?f=6370&p=calculations

 

https://ibkr.info/article/2186

 

https://ibkr.info/article/667

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Ragnarök
Posted
vor 17 Minuten von passiv_Investor:

Für einen Short Call musst du Sicherheitsleistung (Margin) hinterlegen. Diese fällt zwar geringer durch die Deckung mit den Aktien aus aber dennoch musst du mindestens eine Margin in Höhe der Optionsprämie hinterlegen. Sprich, dieser Betrag steht nicht oder nur zum Teil (wenn die Optionen wertloser werden bei einem Kursverfall) als Guthaben für ansteigende Aktienmargins im Crashfall zur Verfügung.

Die Marginformel für gedeckte Calls lautet:

 

Aktien-Ersteinschussanforderung + MAX ((im Geld liegender Betrag), (MIN (Preis der Option), (Kurs der Aktie)))

 

 

Also gibt es für mich doch keine Zinsdifferenzgeschäfte:(

VG

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Cai Shen
Posted
vor einer Stunde von passiv_Investor:

Angerufen wird man vom Broker sowieso nie, auch wenn der "Margin Call" das impliziert, so ist das lediglich eine E-Mail Aufforderung.

Ich kenne durchaus jemanden, der nach dem CHF Crash 2015 von FXCM angerufen wurde, wie er denn den Negativsaldo im Werte eines Einfamilienhäuschens zu überweisen gedenkt. :-*

(Ich nicht! Wirklich.)

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passiv_Investor
Posted
vor 16 Minuten von Cai Shen:

Ich kenne durchaus jemanden, der nach dem CHF Crash 2015 von FXCM angerufen wurde, wie er denn den Negativsaldo im Werte eines Einfamilienhäuschens zu überweisen gedenkt. :-*

(Ich nicht! Wirklich.)

Hehe, ok, das waren dann wohl auch außergewöhnliche Umstände.

Dazu gibt es ja auch den Artikel des Spiegel:

https://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/franken-kurs-ingenieur-setzt-2800-und-verliert-280-000-euro-a-1023799.html

 

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Cai Shen
Posted · Edited by Cai Shen

Er mußte übrigens nicht zahlen, auch wenn es in den englischen AGB anders stand.

FXCM war so schlau, auch Tage nach dem Crash mit dem Slogan "keine Nachschusspflicht" etwas versteckt auf den hinteren Seiten der eigenen Webseite zu werben.

 

Vielleicht kann ich mir sogar das Krönchen aufsetzten, ihn mit meiner Recherche / Hilfe vor dem Bankrott bewahrt zu haben. :rolleyes:

Es gibt so Momente im Leben, die vergisst man nicht ...

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passiv_Investor
Posted

Glück gehabt. So lernt man dazu. Nochmal mit einem blauen Auge davongekommen.

Nach der ESMA Regulierung gilt das ja nun auch für alle CFD Broker in Europa.

Aber die Schlawiner gehen inzwischen ja nach Australien, um ihre hohen Hebel zu bekommen.

Und da die jetzt auch anfangen EU-Kunden zu regulieren, ziehen sie weiter auf die Seychellen und Madagaskar...

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Maria
Posted
vor einer Stunde von passiv_Investor:

Aber sei es drum. Um es nochmal ganz klar auszudrücken. Den "Kredit" nimmt man nur in Anspruch, wenn man einen negativen Cashsaldo aufweist, sprich sich in einer Währung verschuldet und damit mehr Geld investiert hat als man Eigenkapital auf dem Konto hat.

Ganz genau so ist es und der stets zur Verwirrung führende Klassiker ist: gedecktes EUR-Konto und man verkauft Optionen in USD, obne zuvor EUR --> USD getauscht zu haben und dann wundert man sich über die täglich auflaufenden Zinsen.

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passiv_Investor
Posted
vor 1 Stunde von Maria:

Ganz genau so ist es und der stets zur Verwirrung führende Klassiker ist: gedecktes EUR-Konto und man verkauft Optionen in USD, obne zuvor EUR --> USD getauscht zu haben und dann wundert man sich über die täglich auflaufenden Zinsen.

Jaein. Nicht ganz. Wenn man nur Optionen verkauft, dann bekommt man ja USD gutgeschrieben und hat keinen negativen Saldo im USD.

Die Marginleistung wird immer in der Kontobasiswährung erbracht, insofern auch kein Problem.

Wenn man aber USD Aktien erwirbt oder USD-Optionen kauft, dann kann dies zu einem negativen USD-Cashsaldo führen, wenn man keinen Währungstransfer macht.

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Maria
Posted
vor 2 Stunden von passiv_Investor:

Jaein. Nicht ganz. Wenn man nur Optionen verkauft, dann bekommt man ja USD gutgeschrieben und hat keinen negativen Saldo im USD.

Die Marginleistung wird immer in der Kontobasiswährung erbracht, insofern auch kein Problem.

Wenn man aber USD Aktien erwirbt oder USD-Optionen kauft, dann kann dies zu einem negativen USD-Cashsaldo führen, wenn man keinen Währungstransfer macht.

Oh, das war mir wirklich neu. Ich kann mich nur erinnern, dass ich am Anfang irgendwann mal Zinsen zahlen musste, aber ich weiß nicht, ob ich zu diesem Zeitpunkt schon angediente Aktien im Depot hatte.

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passiv_Investor
Posted
vor 2 Stunden von Maria:

Oh, das war mir wirklich neu. Ich kann mich nur erinnern, dass ich am Anfang irgendwann mal Zinsen zahlen musste, aber ich weiß nicht, ob ich zu diesem Zeitpunkt schon angediente Aktien im Depot hatte.

Man muss auch die Settlementdauern bedenken. 

Bei den meisten Finanztransaktionen kommt es zu einer zeitlichen Verzögerung zwischen dem Tag, an dem die Transaktion abgeschlossen wird und dem Tag, an dem das Geschäft abgewickelt wird, also dem Tag, an dem konkret die Zahlung erfolgt. Bei Aktien (z. B. US-Aktien) beträgt der Abwicklungszeitraum zwei Geschäftstage. Wird das Handelsgeschäft an einem Montag abgeschlossen, erfolgt die Zahlung unter normalen Abwicklungsbedingungen am Mittwoch. Wird das Geschäft an einem Donnerstag ausgeführt, so überschneidet sich die zweitägige Abwicklungsfrist mit dem Wochenende und die reguläre Abwicklung erfolgt am darauf folgenden Montag. Fallen Feiertage, die Börsen und Banken betreffen, in die Abwicklungsfrist, so verschiebt sich das Abwicklungsdatum ebenfalls nach hinten.

Genau darum ist ja das EndingSETTLEDCash so von Bedeutung.

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Maria
Posted
vor 9 Stunden von passiv_Investor:

Genau darum ist ja das EndingSETTLEDCash so von Bedeutung.

Es ist aber bei IB auch nicht einfach, denn man kann in der Kontoübersicht am "Marktwert - Realer Fx-Saldo" nicht erkennen, ob man Zinsen zahlen muss oder nicht, lt. Support geht das nur aus einem speziellen Kontoauszugsbericht hervor, den sie erst freischalten mussten.

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passiv_Investor
Posted
vor 13 Stunden von Maria:

Es ist aber bei IB auch nicht einfach, denn man kann in der Kontoübersicht am "Marktwert - Realer Fx-Saldo" nicht erkennen, ob man Zinsen zahlen muss oder nicht, lt. Support geht das nur aus einem speziellen Kontoauszugsbericht hervor, den sie erst freischalten mussten.

Ja richtig. Ist leider echt be********* gelöst. Aber ohne den Bericht in der Kontoverwaltung kann man es sonst nur selbst mir einer Exceltabelle verfolgen, wo die Buchungsfristen vermerkt sind.

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michael2020
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Am 30.3.2016 um 22:40 von amtsjustitiar:

 

  1. Als Beispiel, ich habe einen Covered Call gemacht. Der Basiswert steigt. Der Optionskäufer will ausüben. Bucht mir der Broker den Underlying dann automatisch aus? Oder muss ich die Underlyinglieferung selber veranlassen. Wie läuft das praktisch ab, werden die Aktienbriefe dann an den Broker des Käufers geschickt?

Hierzu hätte ich eine ergänzende Frage. Ist bei der Andienung/Ausbuchung des Underlying egal auf welcher Börse man diese besitzt? In meinen Fall, besitze ich 100 Stk. FCX an der Börse Frankfurt und würde einen Covered Call an der NASDAQ für FCX verkaufen. Werden, bei einer Andienung, dann die Aktien von der Börse Frankfurt ausgebucht oder muss ich die 100 Stk. FCX Aktien an der NASDAQ besitzen?

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Maria
Posted
vor 4 Minuten von michael2020:

Hierzu hätte ich eine ergänzende Frage. Ist bei der Andienung/Ausbuchung des Underlying egal auf welcher Börse man diese besitzt? In meinen Fall, besitze ich 100 Stk. FCX an der Börse Frankfurt und würde einen Covered Call an der NASDAQ für FCX verkaufen. Werden, bei einer Andienung, dann die Aktien von der Börse Frankfurt ausgebucht oder muss ich die 100 Stk. FCX Aktien an der NASDAQ besitzen?

Deine 100 FCX sind in EUR und werden durch eine USD-Option nicht ausgebucht.

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michael2020
Posted
Gerade eben von Maria:

Deine 100 FCX sind in EUR und werden durch eine USD-Option nicht ausgebucht.

Besten Dank für die Info, @Maria

 

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passiv_Investor
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Mit der Währung hat das nichts zu tun und auch nicht mit der Börse, sondern mit der Lagerstelle.

Man kann eine Aktie ja auch in Frankfurt kaufen und in Stuttgart verkaufen.

Ebenso kann man eine Aktie in New York erwerben und einen Call in Chicago auf diese Aktie verkaufen.

Wichtig ist die selbe Lagerstelle

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Maria
Posted
vor 46 Minuten von passiv_Investor:

Wichtig ist die selbe Lagerstelle

Logo, ich wollte es nur einfach erklären ;)

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MOEX
Posted

Guten Tag,

habe eine Frage zu den DJX-Optionen und hoffe dass ich hier in diesem Thread richtig bin …

 

Wisst Ihr, warum es bei den DJX-Optionen, die auf April 2020 ablaufen, keinen niedrigeren Strike als 180 (respektive DJI=18k) gibt? Der DJI notiert ja bei rund 19k und damit scheint es nicht möglich Optionen mit einem Strike von einigen Tausend unter dem aktuellen Kurs zu erwerben.

 

Herzlichen Dank und viele Grüße
Markus

 

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