ebdem

Sodexo

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Unternehmenbeschreibung

Die Sodexo Group, bis 2008 Sodexho Alliance,[1] ist ein französisches Unternehmen für Catering, Gemeinschaftsverpflegung und Facilitymanagement. Diese Dienstleistungen werden für Industrieunternehmen, Behörden, Krankenhäuser und Rehakliniken, Senioren- und Pflegeheime, Schulen, Kindergärten und -tagesstätten, Militärbasen und Gefängnisse angeboten. Der Markenname ist Sodexo. Das Unternehmen ist in 80 Ländern tätig und erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2013/2014 mit 420.000 Mitarbeitern an 32.700 Standorten einen Umsatz von rund 18 Milliarden Euro. Eigenen Angaben zufolge nutzen weltweit mehr als 75 Millionen Endkunden täglich die Dienstleistungen des Unternehmens. Unter den größten Arbeitgebern nimmt Sodexo weltweit Platz 18 ein. Das Unternehmen ist an den Börsen NYSE, Euronext in Paris und in Frankfurt am Main gelistet.
Quelle

 

Investor Relations

 

Unternehmensentwicklung - Quelle

 

ratri57m.png

 

Das Ergebnis hat sich in den letzten Jahren ziemlich kontinuierlich nach oben entwickelt, wobei es 2014 einen kleinen Rückgang gab - dafür aber auch 2015 einen stärkeren Anstieg.

 

 

Die Nettomarge ist mit 2-4% relativ gering, was auf ein Geschäft mit einem relativ geringen Burggraben hindeutet. Dennoch konnte die Marge in den letzten Jahren kontinuierlich gesteigert werden.

 

 

Umsätze nach Unternehmensteil und Regionen

 

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Der Hauptteil der Umsätze wird im On-Site Service gemacht. Der kleinere Bereich Benefit and Reward Services (mehr) wächst dagegen schneller.

 

Das Unternehmen wächst global, wobei der Markt in Kontinental-Europa eher gesättigt scheint. (mehr)

 

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Das Unternehmen zahlt eine Diviende, die zwischen 2-3% Dividendenrendite bringt. Die Ausschüttungsquote lag in den letzten Jahren zwischen 47 und 55% - das scheint ein nachhaltiges Niveau zu sein.

 

Chartentwicklung

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Die Entwicklung des Aktienkurses finde ich gut :thumbsup:. Seit 2005 entwickelt sich der Kurs auch deutlich nach oben.

 

Preis

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Mit Blick auf das historische KGV sehe ich das Unternehmen eher über- als unterbewertet (siehe auch diese Analyse). Beim Kurseinbruch zum Jahreswechsel 15/16 hätte sich eine gute Einsteigsgelegenheit ergeben. Aktuell kann man den Titel beobachten.

 

Weitere Analysen

Seeking Alpha Kanal 1 und 2

 

Warum finde ich das Unternehmen spannend?

Starke Entwicklung seit 2005, zudem befindet sich das Unternehmen in einem Megatrend "Außer Haus Verkostung" und ist hier gut positioniert. Das ist ein relativ stabiler Trend, der wahrscheinlich nicht so sicher ist wie es Lebensmittelproduzenten in einem Krisenfall sind, aber wahrscheinlich in den nächsten Jahren schneller wachsen wird. Das Unternehmen nimmt z.B. für 2016 ein Wachstum von 8% an.

 

Die Margen und Eintrittsbarrieren im Markt von Sodexo sind eher schwach. Das Unternehmen kann aber wahrscheinlich auch durch die Größe profitabler wirtschaften als andere Anbieter.

 

Zudem ist Sodexo noch zu 37% in Hand der Gründerfamilie, was aus meiner Sicht ein positives Signal ist.

 

Was meint ihr zu Sodexo?

bearbeitet von ebdem

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Geschrieben

Danke ebdem -

 

eine sehr schöne Vorstellung. Die Catering-Aktien sind inzwischen schon ganz gut gelaufen und wie du weißt, bin ich ja bei dem kleineren Franzosen "Elior Group" mit einer halben Depotposition dabei.

 

Ich finde die Branche ebenfalls extrem spannend und warte auf niedrigere Preise. Als Wettbewerber muss man noch die "Do & Co" aus Österreich, die britische "Compass Group" und "Aramark" aus den USA beobachten.

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Geschrieben

Aus Elternerfahrung mit dem Schulessen der Kinder:

 

Die Diskussion ist auf jedem Elternabend ein Tagesordnungspunkt. Es gibt eigentlich niemanden, der jemanden kennt, dessen Kinder das Schulessen schmeckt. Ob die Qualität stimmt, ist auch eher zweifelhaft. Das Recherche-Team von günther Wallraff hat sich vor Kurzem die Caterer vorgeknöpft. Ergebnis: Gesetzesverstöße bei den Arbeitsbedingungen der Mitarbeiter und haufenweise Verstöße gegen die Richtlinien für Herstellung, Aufbewahrung und Transport der Gerichte.

 

Ob die nun verschimmeltes Gemüse oder frisches Gemüse verarbeiten sieht man den Gerichten später nicht an und ebensowenig ob die Temperaturketten eingehalten worden sind. Beschwerden von Kindern, Senioren und Gefangenen nimmt sowieso keiner ernst, insofern kann man ruhig Gammelfleisch und Schimmelgemüse verarbeiten und dafür entsprechend günstig einkaufen. Schulen und Schulämter verwalten das Geld von Zwangskunden und Gefängnisse das Geld der Steuerzahler, in jedem Fall also kein eigenes Geld. Entsprechend ist mit scharfen Kontrollen nicht zu rechnen.

 

Dass die Caterer den letzten Dreck verarbeiten und ihre Beschäftigten auspressen müssen, ergibt sich auch schon aus dem absurd niedrigen Preisen der Schulessen. aber damit sich auch Geringverdiener das Schulessen für die Kinder leisten können, kann der Preis aus politischen Gründen nicht angehoben werden.

 

 

Alles in allem eine unappettitliche Branche.

 

pro: Was für die Wachstum und Renditen spricht, ist dass die Ganztagsschule ausgeweitet werden wird und ebenso die Altenpflege. Außerdem ist - wie erwähnt die Einkaufsseite völlig unprofessionell und kann leicht abgezockt werden.

 

contra: Ein Skandal wegen eines Kindes, das an dem Fraß oder einem allergischen Schock aufgrund dieses Fraßes stirbt und die Branche wird umgekrempelt.

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Hm, checker-finance hat seinen Beitrag zwar etwas hart formuliert. Aber wenn ein Essen deutlich unter 5€ kostet, sollte man das schon kritisch hinterfragen. Gefangene haben sicher keine Alternative zum Kantinenessen. Wenn ich an meine Verpflegung während der Bundeswehrzeit zurückdenke... Aber haben Schüler nicht ein Wahlrecht beim Schulessen? Bei der Bundeswehr hätte ich mir das Essensgeld lieber auszahlen lassen, wenn dazu die Möglichkeit bestanden hätte. Sofern bei Schulessen allgemein eine Wahlfreiheit besteht, könnte eine Qualitätsoffensive zu entspr. mehr Nachfrage und Gewinn führen. Mit Gammelfleisch, abgelaufenem MHD, Schimmel usw. sollte man vorsichtig sein. Wenn man damit erwischt wird, kann man ganz leicht Aufträge verlieren.

 

Das Ergebniswachstum von Sodexo ist schön. Das historische Durchschnitts-KGV von 17 finde ich für eine Branche mit niedrigem Burggraben allerdings etwas hoch. Im Zeitalter des "Anlagenotstandes" mag das noch moderat sein. Aber ewig werden Nestlé, Coke, Unilever, Danone, Kellogg, General Mills etc. auch nicht zu KGVs von über 20 notieren.

bearbeitet von Schildkröte

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Hm, checker-finance hat seinen Beitrag zwar etwas hart formuliert. Aber wenn ein Essen deutlich unter 5€ kostet, sollte man das schon kritisch hinterfragen. Gefangene haben sicher keine Alternative zum Kantinenessen. Wenn ich an meine Verpflegung während der Bundeswehrzeit zurückdenke... Aber haben Schüler nicht ein Wahlrecht beim Schulessen? Bei der Bundeswehr hätte ich mir das Essensgeld lieber auszahlen lassen, wenn dazu die Möglichkeit bestanden hätte. Sofern bei Schulessen allgemein eine Wahlfreiheit besteht, könnte eine Qualitätsoffensive zu entspr. mehr Nachfrage und Gewinn führen. Mit Gammelfleisch, abgelaufenem MHD, Schimmel usw. sollte man vorsichtig sein. Wenn man damit erwischt wird, kann man ganz leicht Aufträge verlieren.

 

Das Ergebniswachstum von Sodexo ist schön. Das historische Durchschnitts-KGV von 17 finde ich für eine Branche mit niedrigem Burggraben allerdings etwas hoch. Im Zeitalter des "Anlagenotstandes" mag das noch moderat sein. Aber ewig werden Nestlé, Coke, Unilever, Danone, Kellogg, General Mills etc. auch nicht zu KGVs von über 20 notieren.

 

Nein, ich habe extrem engagierte Eltern erlebt, die sich gegen einen Caterer aufgelehnt haben, Akademiker mit Zeit und Geld sowie drei Kindern an der Schule. Die Schuldirektorin hatte nicht einmal den Vertrag bzw. eine Kopie des Vertrags mit dem Caterer - der läge beim Schulamt. Das Schulamt blockte wochenlang ab und verneinte schließlich, den Vertrag zu haben. Weil es eine Kooperation mit einer anderen Behörde gäbe, läge der Vertrag bei denen. Ab da ging das Spiel von vorne los nur mit der anderen Behörde los. die Cateterer haben Exklusivverträge und die Kinder können allenfalls zwischen Gerichten desselben Caterers wählen, also z. B. das schariakonforme Gericht und das andere oder eben ohne warmes Essen.

 

Da diejenigen, die diese Verträge mit den Caterern verhandeln und abschließen extrem weit von denen entfernt sind, die den Fraß vorgesetzt bekommen und da sie kein eigenes Geld ausgeben, ist die gelieferte Qualität völlig gleichgültig und auch Abweichungen von der vertraglich vereinbarten Qualität gleichgültig - das spricht dafür, dass Sodexo anständige Renditen erwirtschaften kann.

 

Der Preis für das Schulessen ist politisch gesetzt. Eltern können sich gar nicht aussuchen, ob sie mehr für bessere Qualität zahlen wollen. Dass man zu solchen Preisen nur Essen bekommen kann, bei denen der Zutateneinkauf aus abgelaufener Ware und Restbeständen oder extrem billiger Produktion besteht, ist jedem klar. Trotzdem darf sich der Preis nicht erhöhen und deswegen hat auch keine Behörde ein Interesse an Qualitätskontrollen.

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Bei einem international aufgestellten Unternehmen wie Sodexo müsste man sich in den jeweiligen Ländern die konkrete Situation anschauen. In Deutschland ist es doch so, dass Bildung Ländersache ist. Die Gesundheitsämter sind jedoch bei den Kommunen angesiedelt. Ich kann mir nur schwer vorstellen, dass ein Kultusminister den Leitern der Gesundheitsämter verbieten kann, in Schulkantinen Kontrollen durchzuführen. Des Weiteren kann man ggf. auch Privatdetektive beauftragen. Wenn die ihre Erkenntnisse der Presse zuspielen...

 

Dass die Politik ein Interesse an bezahlbarem Schulessen hat, ist nachvollziehbar. Wäre es nicht möglich, die Preise für Schulessen anzuheben, damit eine gewisse Qualität sichergestellt werden kann? Im gleichen Zuge könnte eine Sozialkomponente für einkommensschwache Eltern eingeführt werden. Das wäre dann womöglich auch eine Subvention für Caterer, was deren Aktionäre bestimmt nicht stören dürfte.

 

Im Kantinenbereich könnte man sich übrigens auch nochmal den Hersteller von Großküchen Rational ansehen. Die Bewertung der im SDAX gelisteten Aktie ist zwar historisch immer jenseits von gut und böse, aber die Marktstellung ist attraktiv und das Wachstumspotenzial ist nach wie vor enorm.

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Geschrieben

Ich persönlich habe noch nie von Lebensmittelskandalen oder der Verwendung von Gammelfleisch bei den börsennotierten Catering-Unternehmen gehört. Zumal ich mir vorstellen kann, dass bei diesen Unternehmen besonders hohe Qualitätsstandards gesetzt werden.

 

Private Erfahrungen mit regionalen nicht-börsennotierten Anbietern "könnten" daher den Blick auf das wesentliche trüben.

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Ich persönlich habe noch nie von Lebensmittelskandalen oder der Verwendung von Gammelfleisch bei den börsennotierten Catering-Unternehmen gehört. Zumal ich mir vorstellen kann, dass bei diesen Unternehmen besonders hohe Qualitätsstandards gesetzt werden.

 

Private Erfahrungen mit regionalen nicht-börsennotierten Anbietern "könnten" daher den Blick auf das wesentliche trüben.

 

Dann hätten diese börsennotierten überregionalen Anbieter einen Wettbewerbsnachteilt gegenüber den regionalen nicht-börsennotierten Anbietern...

 

Eine Börsennotierung für einen Qaulitätsgarant der Produkte zu halten, erscheint mir doch etwas weltfremd. Eher im Gegenteil. Der höhere Renditedruck bei börsennotierten Unternehmen führt dazu, dass operative Einheiten und die Unternehmenszentralen in getrennten Parallelwelten leben. Diesel-Gate, Deepwater Horizon, etc. sind nicht trotz Börsennotierung passiert, sondern eher gerade deswegen.

 

Man kann natürlich alles für Einzelfälle und irrelevante persönliche Erfahrungen halten. Wallraff war bei "Diversa" und "Vitesca". Dass es bei Sodexo so viel besser sein soll, mag glauben wer will: http://www.rtl.de/cms/team-wallraff-schimmel-gemuese-und-altes-hack-in-grosskueche-fuer-schul-und-kita-essen-gefunden-2338736.html

 

Nachtrag: Einfach mal selbst googlen:

http://www.tagesspiegel.de/berlin/aerger-um-schulessen-zehlendorfer-schule-will-sodexo-boykottieren/9338410.html

http://www.derwesten.de/panorama/caterer-sodexo-kuendigt-entschaedigung-fuer-brechdurchfall-patienten-an-id7168894.html

http://www.stern.de/wirtschaft/news/maden--schimmel--blut---soldaten-posten-ekel-essen-6764612.html

"Es zirkulieren Bilder in den sozialen Netzwerken, die nahelegen, Sodexo würde ungesundes oder mangelhaftes Essen an das Militär ausgeben. Derzeit können wir diesen Anschuldigungen nicht nachgehen, weil die Einzelheiten, wann und wo das Essen serviert wurde, nicht mitgeteilt wurden. Wenn jemand eine Beschwerde über das Essen hat, soll er es sofort zur Ausgabe zurückbringen. Und er soll sein Anliegen möglichst schnell einem Angestellten von Sodexo mitteilen."
:P:P bearbeitet von checker-finance

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Und wenn wir schon gerade beim Sodexo-Bashing sind...: http://www.zeit.de/wissen/gesundheit/2012-10/brechdurchfall-essen-sodexo-entschaedigung-opfer

 

2012 belieferte ein Großhändler in den neuen Bundesländern Sodexo sowie zwei weitere Caterer mit verdorbenen tiefgekühlten Erdbeeren aus China. 11.200 (!) Menschen erkrankten an Brechdurchfall. 32 mussten ins Krankenhaus eingeliefert werden. Das Robert-Koch-Institut sprach in diesem Zusammenhang von der bis dato größten lebensmittelbedingten Krankheitswelle in Deutschland. Geschlampt hat Sodexo hier zwar nicht selbst, sondern ein Subunternehmer. Aber womöglich handelte dieser Großhändler unter Druck von Sodexo? Des Weiteren hat Sodexo von "einem höchst bedauerlichen Einzelfall" gesprochen. Immerhin entschuldigte sich Sodexo und bot den Betroffenen eine Entschädigung an. Ob dies damals auch ohne den medialen Druck geschehen wäre?

 

In Berlin wurde (deshalb?) 2013 ein Gesetz zur Verbesserung vom Schulessen beschlossen, welches jedoch eine Preissteigerung von bisher rund 2,00€ (!) auf nun 3,25€ (!!) pro Portion zur Folge hatte: http://www.welt.de/regionales/berlin/article113432439/Eltern-muessen-ab-2014-mehr-fuer-Schulessen-zahlen.html

 

Das Schulessen in Berlin wird zu 30% vom Land subventioniert, die übrigen 70% zahlen die Eltern. 3,25€ mal durchschnittlich 22 Schultage im Monat ergibt 71,50€. Davon 70% sind 50,05€. Pro Kind. Für einkommensschwache Familien mag das viel Geld sein. Aber man sollte nicht am falschen Ende sparen.

bearbeitet von Schildkröte

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'checker-finance'

 

Ok...."weltfremd" kann natürlich sein, zumal ich beruflich in der Branche tätig bin und wir überlegen auch täglich, wie wir den Kunden übervorteilen und mit schlechter Ware zum wegbleiben bewegen können -)))))

 

Wenn wir es in dieser Branche zum größten Teil mit skandalösem Geschäftsgebaren (Fraß) zu tun haben, dann frage ich mich aber, warum das keinerlei Einfluss auf die Unternehmenszahlen der aufgeführten börsennotierten Unternehmen hat und warum die Aktionäre sich nicht von ihren Anteilen trennen?!

 

Die Google-Links überzeugen mich auch nicht wirklich, denn Sodexo "vergiftet" täglich über 70 Millionen Endkunden in 80 Ländern wink.gif

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'checker-finance'

 

Ok...."weltfremd" kann natürlich sein, zumal ich beruflich in der Branche tätig bin und wir überlegen auch täglich, wie wir den Kunden übervorteilen und mit schlechter Ware zum wegbleiben bewegen können -)))))

 

Wenn wir es in dieser Branche zum größten Teil mit skandalösem Geschäftsgebaren (Fraß) zu tun haben, dann frage ich mich aber, warum das keinerlei Einfluss auf die Unternehmenszahlen der aufgeführten börsennotierten Unternehmen hat und warum die Aktionäre sich nicht von ihren Anteilen trennen?!

 

Die Google-Links überzeugen mich auch nicht wirklich, denn Sodexo "vergiftet" täglich über 70 Millionen Endkunden in 80 Ländern wink.gif

 

Ist doch alles schon geschrieben. Bei einem Restaurant können die Gäste wegbleiben - deswegen muß ein Restaurant Qualität abliefern. Diejenigen, die Sodexo-, Diversa-, Vitesca-Fraß vorgesetzt bekommen, also Senioren, Schulkinder, Gefängnisinsassen, Soldaten etc. haben keine Wahl und häufig sind sie in einem Abhängigkeitsverhältnis, was Beschwerden erschwert. Kunden sind sie sowieso nicht, d. h. den Vertrag mit dem Caterer schliessen in den seltensten Fällen die konkreten Einrichtungen selbst ab. Deswegen haben die Caterer etwas, was Anleger sehr mögen: Verträge, in denen Sodexo faktisch keine Kündigung befürchten muß, d. h. einen stabilen Cashflow.

 

Da die niedrigen Preise politisch so gewollt sind, haben die Behörden auch kein Interesse, etwas zu ändern. Mehr Qualität würde zwangsläufig höhere Preise bedeuten.

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Wenn wir es in dieser Branche zum größten Teil mit skandalösem Geschäftsgebaren (Fraß) zu tun haben, dann frage ich mich aber, warum das keinerlei Einfluss auf die Unternehmenszahlen der aufgeführten börsennotierten Unternehmen hat und warum die Aktionäre sich nicht von ihren Anteilen trennen?!

Naja, ich frage mich genauso, warum das Verkaufen von braunen Zuckerwasser und wässrigen, schwabbeligen Burgern positiven Einfluss auf Unternehmenszahlen hat?dry.gif

bearbeitet von Schwachzocker

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1460992306[/url]' post='1023725']
1460991364[/url]' post='1023721']

'checker-finance'

 

Ok...."weltfremd" kann natürlich sein, zumal ich beruflich in der Branche tätig bin und wir überlegen auch täglich, wie wir den Kunden übervorteilen und mit schlechter Ware zum wegbleiben bewegen können -)))))

 

Wenn wir es in dieser Branche zum größten Teil mit skandalösem Geschäftsgebaren (Fraß) zu tun haben, dann frage ich mich aber, warum das keinerlei Einfluss auf die Unternehmenszahlen der aufgeführten börsennotierten Unternehmen hat und warum die Aktionäre sich nicht von ihren Anteilen trennen?!

 

Die Google-Links überzeugen mich auch nicht wirklich, denn Sodexo "vergiftet" täglich über 70 Millionen Endkunden in 80 Ländern wink.gif

 

Ist doch alles schon geschrieben. Bei einem Restaurant können die Gäste wegbleiben - deswegen muß ein Restaurant Qualität abliefern. Diejenigen, die Sodexo-, Diversa-, Vitesca-Fraß vorgesetzt bekommen, also Senioren, Schulkinder, Gefängnisinsassen, Soldaten etc. haben keine Wahl und häufig sind sie in einem Abhängigkeitsverhältnis, was Beschwerden erschwert. Kunden sind sie sowieso nicht, d. h. den Vertrag mit dem Caterer schliessen in den seltensten Fällen die konkreten Einrichtungen selbst ab. Deswegen haben die Caterer etwas, was Anleger sehr mögen: Verträge, in denen Sodexo faktisch keine Kündigung befürchten muß, d. h. einen stabilen Cashflow.

 

Da die niedrigen Preise politisch so gewollt sind, haben die Behörden auch kein Interesse, etwas zu ändern. Mehr Qualität würde zwangsläufig höhere Preise bedeuten.

Als Investor kann man ja die börsennotierten Caterer gerne auf "Billig-Fraß" stutzen, jedoch ist das meiner Meinung nach ein Fehler, denn Catering bedeutet noch einiges mehr und die starken Kursverläufe zeigen das auf.

 

Meine "Elior" betreibt z.B. neben dem Kontrakt-Catering noch Autobahnraststätten, Flughafen-Bistros und eigene Restaurants. Außerdem bietet das Unternehmen das komplette Facility-Management für Firmen, Hotels, Seniorenheimen und Krankenhäuser an (z.B. die Reinigung von Hotel-Handtüchern, das Auswechseln von Bettwäsche in Krankenhäusern, Befüllung von Snack-Automaten, Seifenspendern und Wasserstationen, Garten- und Landschaftspflege etc.)

 

Die österreichische Do&Co ist Marktführer im Airline-Catering und das Unternehmen betreibt die Gastronomie der Allianz-Arena in München - auch werden weltweit einige Formel1-GrandPrix-Rennen gastronomisch mit Fraß ausgestattet.

 

Mit den "shop2go" Konzepten der börsennotierten "Compass Group" können sich Unternehmen und öffentliche Einrichtungen eigene kleine Café- und Supermarkt-Bausteine ins Haus holen und direkt betreiben lassen und und und.....

 

Auch hier gilt: dauerhaft ist schlechte Qualität nicht erfolgreich, denn der Wettbewerb steht Gewehr bei Fuß smile.gif

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Geschrieben

Diesen bei einigen so ausgeprägte und mehrfach wiederholte Hass auf eine Branche finde ich unangebracht in einem Wertpapierforum. Als nächstes kommen die Friedenstauben und zeigen auf die Rüstungsindustrie, kommen die Öko-Überzeugten und geißeln mir die Pepsi oder die Rohstoffunternehmen. Und dann erst big pharma, und Monsanto und und und.

 

Ich halte es so wie Tutti, börsennotierte Unternehmen können es sich nicht erlauben, strukturell Unsinn zu treiben. Bei der Größe kommt es allerdings immer mal wieder zu Einzelfällen, Premium-Autobauer rufen auch zuweilen Autos zurück.

 

 

 

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Diesen bei einigen so ausgeprägte und mehrfach wiederholte Hass auf eine Branche finde ich unangebracht in einem Wertpapierforum. Als nächstes kommen die Friedenstauben und zeigen auf die Rüstungsindustrie, kommen die Öko-Überzeugten und geißeln mir die Pepsi oder die Rohstoffunternehmen. Und dann erst big pharma, und Monsanto und und und.

 

Ich halte es so wie Tutti, börsennotierte Unternehmen können es sich nicht erlauben, strukturell Unsinn zu treiben. Bei der Größe kommt es allerdings immer mal wieder zu Einzelfällen, Premium-Autobauer rufen auch zuweilen Autos zurück.

 

Auf dem britischen Markt gab es vor wenigen Jahren zwei boomende Anbieter für das Outsourcing staatlicher Dienstleistungen wie z. B. Gefangenentransport, Jugendheime, Militärlogistik, Küstenwache etc. diese beiden börsennotierte Unternehmen G4S und Serco Group sind mittlerweile beide übel abgestürzt, nachdem herauskam, dass sie Leistungen abgerechnet haben, die nie erbracht worden sind, die Qualität nicht stimmte, usw. Die haben strukturellen Unsinn getrieben und wurden an der Börse entsprechend abgestraft.

 

Nach Deiner Kategorie wäre ich also ein anti-liberaler Outsourcing-Hasser, der am liebsten möglichst viele Dienstleistungen verstaatlicht sähe, nur weil ich auf diesen Umstand hinweise?

 

Mich überzeugt die These nicht, dass eine Börsennotierung dafür sorge, dass die Unternehmen ihre Produkte oder Dienstleistungen effizienter und in besserer Qualität erbringen als nicht börsennotierte bzw. bei gleicher Qualität günstigere Preise böten. Das ist nicht die Funktion einer Börsennotierung. Zig börsennotierte Unternehmen haben ihre Assets übertrieben bewertet oder versucht, Renditen zu erwirtschaften, indem sie Kunden betuppt haben.

 

Hass auf eine Branche? Woraus konkret schließt Du auf Branchenhaß? Die Branche der Caterer erfüllt, was vom Markt nachgefragt wird: extrem billige, warme Mahlzeiten in großer Stückzahl.

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Um Gottes Willen, ich habe keine ordnungspolitischen Vermutungen angestellt. Hass sehe ich hingegen, aufgrund der aggressiven Wortwahl bei ständiger Wiederholung, wenn auch in Paraphrasen. Was ich mit Börsennotierung meine ist, dass es bei McDonalds sicherlich deutlich besser zugeht als an der Dönerbude, eben weil der Laden professionell ist und unter einer Art "Generalverdacht" steht.

 

Die eigentliche Ursache schlechten Essens hast Du selbst benannt, es darf halt nichts kosten. Man sieht das immer dann, wenn Sodexo Betreiber ist, aber frei in der Preisgestaltung, dann gibt es auch andere Kost.

 

 

 

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Die österreichische Do&Co ist Marktführer im Airline-Catering und das Unternehmen betreibt die Gastronomie der Allianz-Arena in München - auch werden weltweit einige Formel1-GrandPrix-Rennen gastronomisch mit Fraß ausgestattet.

 

Mit den "shop2go" Konzepten der börsennotierten "Compass Group" können sich Unternehmen und öffentliche Einrichtungen eigene kleine Café- und Supermarkt-Bausteine ins Haus holen und direkt betreiben lassen und und und.....

 

Auch hier gilt: dauerhaft ist schlechte Qualität nicht erfolgreich, denn der Wettbewerb steht Gewehr bei Fuß smile.gif

 

@ Tutti - danke für die Einblicke in die Branche. Ein meiner Meinung nach wachsendes Segment, das aber .- wie du es sagst - von starker Konkurrenz geprägt ist. Von daher sicherlich einen Blick wert, aber einen Burggraben und hohe/höhere Margen wird man hier auf Dauer wahrscheinlich nur ganz selten bekommen.

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Die österreichische Do&Co ist Marktführer im Airline-Catering und das Unternehmen betreibt die Gastronomie der Allianz-Arena in München - auch werden weltweit einige Formel1-GrandPrix-Rennen gastronomisch mit Fraß ausgestattet.

 

Mit den "shop2go" Konzepten der börsennotierten "Compass Group" können sich Unternehmen und öffentliche Einrichtungen eigene kleine Café- und Supermarkt-Bausteine ins Haus holen und direkt betreiben lassen und und und.....

 

Auch hier gilt: dauerhaft ist schlechte Qualität nicht erfolgreich, denn der Wettbewerb steht Gewehr bei Fuß smile.gif

 

@ Tutti - danke für die Einblicke in die Branche. Ein meiner Meinung nach wachsendes Segment, das aber .- wie du es sagst - von starker Konkurrenz geprägt ist. Von daher sicherlich einen Blick wert, aber einen Burggraben und hohe/höhere Margen wird man hier auf Dauer wahrscheinlich nur ganz selten bekommen.

Gerne. Ich finde diese "Multis-Dienstleister" auf jeden Fall sehr interessant und ich ärgere mich schon etwas, dass ich bei der französischen "Elior SA" bei meinem Kauf zu zaghaft gewesen bin und nicht eine volle Depotposition disponiert habe.

 

Schaut man sich die Umsatz- und Gewinnreihen bei der "Compass Group" und "Sodexo" genauer an, dann fällt auf, dass sich diese in Krisenzeiten schon recht robust verhalten.

Beide Unternehmen mussten im Lehmann-Krisenjahr keine nennenswerte Einbußen hinnehmen.....im Gegenteil......und das zeigt mir, dass man diese Branche beachten muss bzw. darf und Firmen, Sport- und Event-Veranstalter, Hotels und öffentliche Institutionen hier nicht sofort auf Sparflamme umschnallen.

 

Ich habe auch noch 2-3 weitere "Multi-Dienstleister" aus der 2. Reihe gefunden und werde diese demnächst mal in meinem Depotthread kurz beschreiben.

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Die Multis - auch Elior - sind tatsächlich spannend. Stabile, starke Umsätze, aber leider niedrige Margen.

 

Auch in Krisenzeiten wird gegessen - und Kantinen werden auch gebraucht, da ja nicht alle arbeitslos werden. Selbst in den großen Krisen hatten noch viele Arbeit. Von daher dürfte das Geschäft hier auch weiter laufen.

 

Ich bin gespannt!

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Die Multis - auch Elior - sind tatsächlich spannend. Stabile, starke Umsätze, aber leider niedrige Margen.

 

Auch in Krisenzeiten wird gegessen - und Kantinen werden auch gebraucht, da ja nicht alle arbeitslos werden. Selbst in den großen Krisen hatten noch viele Arbeit. Von daher dürfte das Geschäft hier auch weiter laufen.

 

Ich bin gespannt!

 

Je mehr Krise, desto billiger muß das Fressen sein, desto mehr Nachfrage für Caterer. Ich schätze mal, dass die Flüchtlinge in den EAE über Caterer versorgt werden: Dadurch dürfte der Markt für Sodexo und andere allein in 2015 um 1,x Mio. neue Mäuler gewachsen sein.

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Geschrieben

Anbei ein Interview der FAZ mit der Deutschland-Chefin von Sodexo: http://www.faz.net/aktuell/finanzen/fonds-mehr/sodexo-chefin-adrienne-axler-ueber-bewusste-ernaehrung-14386719.html

Schwerpunktmäßig geht es in dem Interview vor allem um (deutsche) Essgewohnheiten. Aber auch um die Preissensibilität. In Deutschland bestehe bei Kantinenessen eine Schmerzgrenze von bereits 3€. Da liegt meine Betriebskantine deutlich drüber. Die Dame betont jedoch, dass es Usus sei, dass Kantinenessen oft bezuschusst wird. Das kann schonmal bis zu 7€ sein, so dass der Caterer insgesamt also bis zu 10€ für ein Essen kassieren kann. Beim Einkauf der Nahrungsmittel bestehe ihr zufolge kein wirklich großer Verhandlungsspielraum, um die Kosten spürbar zu senken, was sich entspr. positiv auf den Gewinn auswirken könne. Dafür bestehe noch Potenzial bei der Optimierung von Betriebsabläufen. Und verklausuliert wird betont, dass man gegenüber Lieferanten in der stärkeren Verhandlungsposition sei.

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