ThomasH

Papertrading Cash Secured Puts

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Hallo zusammen,

 

ich bin aktuell dabei, mich in die Welt von Optionen einzuarbeiten. Hierzu habe ich u.a. "Strategisch Investieren mit Aktienoptionen" (Peter Putz) und "Think Like An Option Trader" (Michael Benklifa) gelesen. Wie im Threadtitel beschrieben, soll es mir hier um Stillhalten mittels Cash Secured Puts gehen. Ich erhoffe mir natürlich, durch Diskussion das Lernen etwas vom Theoretischen zum Praktischen hin zu verschieben

 

Folgende Gedanken liegen nun also zu Grunde - die dürfen aber gern auch durch Euch gerade gerückt werden:

Ich sehe als Stillhalter 2 Vorteile

  • in 2 von 3 Fällen verläuft der Kurs des Underlyings zu meinen Gunsten
  • die Zeit vergeht unweigerlich und der Zeitwertverfalls ist somit gegeben.

Des Weiteren soll das maximale Risiko/maximaler Verlust bekannt sein (z.B. falls die Welt untergeht). Schwierig finde ich vor allem, mich vom vom Preis des Underlyings zu lösen und die Beurteilung eines Trades aus Optionssicht. So ist es laut M.Benklifa sinnvoll, immer mehr als 1 Trade (im Sinne von z.B. Zeitwert UND Volatilität verkaufen) einzugehen. Ob ich dies nun richtig verstanden habe, würde ich gern am nachfolgenden Beispiel zur Diskussion stellen.

 

Als Underlying habe ich nun die DBK ausgewählt, auf Grund eines Widerstands bei ca. 13€ fällt so die Wahl auf den Strikeprice.

 

DBK P JUN'16 13€ (Daten aus TWS)

 

Mittelwert (Bid/Ask): 0,31

Implizierte Vola: 52,6%

Historische Vola (30d): 40,4 %

Delta: -0,22

Wird nun 1 Kontrakt verkauft, sehe ich hier folgende Trades:

  • Verkauf des Zeitwertes (35d)
  • Verkauf einer hohen/höheren (ggü. historischen) Vola

Weiterhin erkenne ich hier eine Wahrscheinlichkeit von knapp 80% , dass zum Verfall Strike nicht unterschritten wird. Als finanzieller Eckdaten stehen 31 € (0,31€ x 100) Prämie einem Gegenwert von 1300€ (13€ x 100) gegenüber. Übersehe ich hier etwas dabei?

 

Viele Grüße,

Thomas

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Posted · Edited by passiv_Investor

Alles soweit korrekt.

Ich würde aber nicht nur auf die implizite Vola im Vergleich zur historischen schauen, da die erwartete Schwankung ziemlich oft über der tatsächlichen Schwankung liegt. D.h. dieser Punkt würde in der Mehrzahl der Fälle zutreffen.

Schau dir mal das Thema IVR (Implied Volatility Rank) an. Hier bekommst du dann eine Einschätzung wie die Implizite Vola im Verhältnis zu vergangener impliziter Vola aktuell steht. So vergleicht man auch Äpfel mit Äpfeln, wobei deine Überlegungen schonmal nicht falsch sind.

 

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Alles soweit korrekt.

Ich würde aber nicht nur auf die implizite Vola im Vergleich zur historischen schauen, da die erwartete Schwankung ziemlich oft über der tatsächlichen Schwankung liegt. D.h. dieser Punkt würde in der Mehrzahl der Fälle zutreffen.

Schau dir mal das Thema IVR (Implied Volatility Rank) an. Hier bekommst du dann eine Einschätzung wie die Implizite Vola im Verhältnis zu vergangener impliziter Vola aktuell steht. So vergleicht man auch Äpfel mit Äpfeln, wobei deine Überlegungen schonmal nicht falsch sind.

 

 

Hallo passiv_Investor,

 

vielen Dank für deine Antwort und die Anregung/Link. Ich habe mir nun mal im TWS die historische Vola zu DBK (IV im Zeitraum 1 Jahr) angeschaut, Minimum bei 22,9 und Maximum bei 90,2. (Eine direkte Einbindung der Berechnung des IVR konnte ich nicht finden.) Laut Formel hätte ich meinem Verständnis nach hier nun:

 

IVR = 100 x (44,2 - 22,9)/(90,2-44,2) = 46,3

 

Stimmt dies erst einmal soweit, da ich hier nicht die IV des 13€ JUN'16-Kontraktes (was ja eigentlich Ziel des Trades ist) genommen habe? Das war mir nämlich urspünglich sofort in den Sinn gekommen. Der 13€ JUN'16-Kontrakt hat noch 34 Tage Restlaufzeit, so dass ich hier die aktuelle Modell IV des Kontraktes ins Verhältnis zum IVR auf Basis der historischen 30 Tage Vola gesetzt hätte.

 

Was die Interpretation des obigen Wertes betrifft, so hätte ich mich hier im Niemandsland gesehen. Man befindet sich nahezu am Mittelwert der vergangenen IV, was ich hier mit einem nahezu gleichwahrscheinlichen Anstieg/Abfall der IV interpretieren würde.

 

Viele Grüße,

Thomas

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Posted · Edited by passiv_Investor

In deiner Formel ist ein kleiner Fehler drinnen. Im Nenner muss das IV Hoch minus IV Tief der letzten 52 Wochen gerechnet werden. Schließlich wird geschaut in welchem Bereich der gesamten Spanne von Hoch zum Tief befindet sich die aktuelle Implizite Vola.

 

Hier auch eine Erklärung dazu: What is Implied Volatility Rank?

 

IVR = 100 x (44,2 - 22,9) / (90,2-22,9) = 31,6

 

Das sagt uns also, dass die Implizite Volatilität im Vergleich mit den Werten aus dem vergangenen Jahr sich derzeit im unteren Drittel bewegt und damit nicht sonderlich hoch ist. Ein Verkauf von Optionen der Deutschen Bank ist damit derzeit wohl riskanter.

 

Die implizite Volatilität wird mit Hilfe der Black-Scholes Formel aus dem Optionspreis ermittelt. Mehr dazu siehe hier: Implied Volatility | What It Means For Traders

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In deiner Formel ist ein kleiner Fehler drinnen. Im Nenner muss das IV Hoch minus IV Tief der letzten 52 Wochen gerechnet werden. Schließlich wird geschaut in welchem Bereich der gesamten Spanne von Hoch zum Tief befindet sich die aktuelle Implizite Vola.

 

Hier auch eine Erklärung dazu: What is Implied Volatility Rank?

 

IVR = 100 x (44,2 - 22,9) / (90,2-22,9) = 31,6

 

Das sagt uns also, dass die Implizite Volatilität im Vergleich mit den Werten aus dem vergangenen Jahr sich derzeit im unteren Drittel bewegt und damit nicht sonderlich hoch ist. Ein Verkauf von Optionen der Deutschen Bank ist damit derzeit wohl riskanter.

 

Die implizite Volatilität wird mit Hilfe der Black-Scholes Formel aus dem Optionspreis ermittelt. Mehr dazu siehe hier: Implied Volatility | What It Means For Traders

 

Ok, die Formel aus deinem Link hatte ich auch gefunden - nur beim Einsetzen dann einen Fehler gemacht - das darf eigentlich nicht passieren. 2 Fragen hätte ich dazu noch:

1. Ich nehme an, dass ich zumindest, was die Eingabewerte betrifft, richtig lag, da ich die entsprechenden Werte für IV genommen habe? (Da ja auch Werte für HV existieren, die soweit ich verstanden habe, nur in der Nachbetrachtung wiedergeben, welche Volatilität real vorhanden war, und dies dann auch nicht zwingend gleich der IV sein muss.)

2. Deine Aussage, dass ein Verkauf von Optionen der Deutschen Bank derzeit riskanter sind, verstehe ich wie folgt. Da die IV derzeit im unteren Drittel liegt und man "Reversion to the mean" annimmt, dann ist die Wahrscheinlichkeit einer ansteigenden IV gegenüber einer fallenden IV während der Kontraktlaufzeit größer. Ist das so korrekt?

 

Viele Grüße,

Thomas

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Posted · Edited by passiv_Investor

1. Ja, das ist korrekt, da die HV nicht benötigt wird. Das sind ja Volawerte, die für die Bepreisung von Optionen keine Rolle spielen. Klar, in gewisser Weise ähnelt die implizite Vola schon der historischen Vola aber dennoch wollen wir ja Gleiches mit Gleichem vergleichen. Daher nehmen wir natürlich die historischen impliziten Volawerte, um sie mit dem aktuellen Wert zu vergleichen und dann eine Einordnung in die Skala von 1-100 vorzunehmen.

Du kannst dir ja mal bei IB die historische Vola und die implizite Vola gleichzeitig einblenden lassen, dann siehst du wie weit sie voneinander abweichen.

 

j6klivv4.png

 

2. Es muss nicht sein, dass die Vola sich immer wieder zum historischen Mittel bewegt. Nur weil wir die Höchst- und Tiefstwerte der impliziten Vola kennen, bedeutet das ja nicht, dass genau in der Mitte der Punkt ist, welcher am häufigsten oder wahrscheinlichsten auftritt.

Aber die Aussage, welche man mit großer Sicherheit wagen kann, ist die, dass der Verkauf von Optionen in Phasen höherer impliziter Volatilität dir mehr Prämie einbringen und noch dazu erlauben deinen Basispreis (Strike) weiter vom aktullen Kursniveau entfernt zu wählen und trotzdem eine gute Prämieneinnahme zu erzielen.

Genau das sollte ja in dem Video klar geworden sein, das ich in meinem ersten Beitrag verlinkt habe.

Somit kannst du auch schneller davon profitieren, wenn die Implizite Volatilität zurückgeht. Wohingegen du mehr Risiko eingehst beim Verkauf bei niedriger Impliziter Vola, weil die Optionspreise anziehen werden, wenn die IV anzieht.

 

Optionen mit einer einfachen Standardabweichung (Call und Put) und 45 Tagen Restlaufzeit auf Apple, Amazon, Yahoo und Netflix wurden von Tastytrade exemplarisch untersucht und da kam ja heraus, dass die Implizite Vola im Schnitt um 17,7 Punkte angezogen hat wenn man bei einem IVR von unter 5 verkauft hat, wohingehen die Implizite Vola um ganze 46,7 %-Punkte fiel, wenn man bei einem IVR von über 95 verkaufte und die Optionen bis Fälligkeit hielt.

Die Statistik spricht eben in diesem Punkt eine eindeutige Sprache.

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Posted · Edited by ThomasH

DBK P JUN'16 13€ (Daten aus TWS)

 

Mittelwert (Bid/Ask): 0,31

Implizierte Vola: 52,6%

Historische Vola (30d): 40,4 %

Delta: -0,22

Wird nun 1 Kontrakt verkauft, sehe ich hier folgende Trades:

  • Verkauf des Zeitwertes (35d)
  • Verkauf einer hohen/höheren (ggü. historischen) Vola

 

Ich habe nun den Papertrade weiterverfolgt und gestern war der Verfallstermin. Obwohl es am 16.06. mit dem Durchbruch unter 13 € (Tief bei 12,69 €) zunächst nach Ausübung aussah, verfiel gestern doch der 13 € Put wertlos. Hätte ich wie von passiv_Investor vorgeschlagen, den >=1SD Put genommen (12,5 €), wäre es zwar am 16.06. knapp, aber dennoch im nun bekannten, gesamten Verlauf unkritisch geworden.

 

Eine wichtige Erkenntnis war für mich unter anderem, was ich bei potentieller Zuteilung machen würde. Entweder glattstellen oder Zuteilen lassen mit anschließendem Covered Call Writing (zur Reduktion der Kostenbasis)? Des Weiteren habe ich auch das "known unknown" des möglichen Brexits nicht berücksichtigt, was sicher zu einem Nachgeben der Kurse und Ansteigen der IV geführt hat. Von beiden obigen Annahmen ist somit nur der Verkauf des Zeitwertes realisiert worden.

 

In Summe wären hier 31€ abzgl. Kaufkosten bei einem Einsatz von riskierten Maximaleinsatz von 1300€ erzielt worden.

 

 

Für Montag beabsichtige ich als Papertrade den UN P JUL'16 34€ (aktuell: 1,2 SD Put) einzugehen, nur für den Fall, dass noch einmal mit einem Gap in UN wegen Brexit eröffnet wird. Als aktuelle Werte sehe ich hier:

implizierte Vola (Jul): 33,4

historische Vola (30d): 18,7

Laufzeit: 28 d

 

IV Rank: IVR = 100*(33,4-16,4)/(40,9-16,4) = 69,4%

 

Sofern sich da noch etwas ändert, dann noch einmal (inkl. Prämie) mit aktualisierten Daten.

 

Edit: Tippfehler korrigiert

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Wie bereits vermutet (geraten) gab ein Gap bei der Eröffnung. Dadurch ist natürlich ggü. Freitag die Prämie für OTM Puts gesunken. Dennoch soll als Papertrade folgendes Geschäft eingegangen werden.

 

UNI P JUL'16 34€ (1,6 SD Put)

 

IV (Jul): 31,1%

historische Vola (30d): 19%

Mittelwert (Bid/Ask): 0,255

 

IVR: 60%

 

Optionsprämie: 25,5€ exkl. Gebühren

 

Erwartung, dass Volatilität nach Referenung (Brexit) sinkt, Zeitwert (25d) verkauft wird und zum Verfall Strike nicht unterschritten wird. Da ich von Unilever als Depotwert überzeugt bin, würde ich die Ausübung zu 33,745€ pro Stk. zulassen. Die Prämie hätte dann hier die Anschaffungskosten reduziert.

 

VG,

Thomas

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Wie bereits vermutet (geraten) gab ein Gap bei der Eröffnung. Dadurch ist natürlich ggü. Freitag die Prämie für OTM Puts gesunken. Dennoch soll als Papertrade folgendes Geschäft eingegangen werden.

 

UNI P JUL'16 34€ (1,6 SD Put)

 

IV (Jul): 31,1%

historische Vola (30d): 19%

Mittelwert (Bid/Ask): 0,255

 

IVR: 60%

 

Optionsprämie: 25,5€ exkl. Gebühren

 

Erwartung, dass Volatilität nach Referenung (Brexit) sinkt, Zeitwert (25d) verkauft wird und zum Verfall Strike nicht unterschritten wird. Da ich von Unilever als Depotwert überzeugt bin, würde ich die Ausübung zu 33,745€ pro Stk. zulassen. Die Prämie hätte dann hier die Anschaffungskosten reduziert.

 

VG,

Thomas

 

Heute gab es dann wieder den Verfallstermin und der Short Put war gut OTM. Vom Verlauf her war ein Ausüben auf Grund des Unterschreitens des Strike unwahrscheinlich. Gegenüber der IV zum Eröffnen der Position gab es hier nun zum Einen eine Reduktion der IV sowie natürlich des Zeitwertes, so dass beide Annahmen bei Verkauf auch eingetreten sind.

 

In Summe stand hier einer Prämieneinnahme von 25,5€ abzgl. Gebühren ein Maximaleinsatz von 3400€ entgegen.

 

Für Montag kehre ich wahrscheinlich nochmals zur DBK zurück, um nun von der höheren Vola dank größerer Kursrücksetzer zu profitieren.

 

VG,

Thomas

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Wie bereits angekündigt, ist die DBK nochmals das Underlying für den nächsten Papertrade. Nach den ordentlichen Kursverlusten ist die IV nun "schön" gestiegen.

 

DBK P AUG'16 10€ (1,4 SD Put)

 

IV (Aug): 56,6%

historische Vola (30d): 74,1%

Mittelwert (Bid/Ask): 0,165

 

IVR: 50%

 

Optionsprämie: 16,5€ exkl. Gebühren

 

Erwartungen:

- Absinken der IV

- Zeitwert von 32 Tagen

- Halten des aktuellen Tiefststandes von 11,22 € (Xetra)

 

Risiko:

- Zahlen zum Q2 am 27.07.

 

Es stehen dem Maximaleinsatz von 1000€ Prämieneinnahmen von 16,5 € exkl. Gebühren gegenüber. Bei Zuteilung ergibt sich eine Kostenbasis von ca. 9,84 €. Diese würde ich annehmen und anschließend Covered Calls schreiben.

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Wie bereits angekündigt, ist die DBK nochmals das Underlying für den nächsten Papertrade. Nach den ordentlichen Kursverlusten ist die IV nun "schön" gestiegen.

 

DBK P AUG'16 10€ (1,4 SD Put)

 

IV (Aug): 56,6%

historische Vola (30d): 74,1%

Mittelwert (Bid/Ask): 0,165

 

IVR: 50%

 

Optionsprämie: 16,5€ exkl. Gebühren

 

Erwartungen:

- Absinken der IV

- Zeitwert von 32 Tagen

- Halten des aktuellen Tiefststandes von 11,22 € (Xetra)

 

Risiko:

- Zahlen zum Q2 am 27.07.

 

Es stehen dem Maximaleinsatz von 1000€ Prämieneinnahmen von 16,5 € exkl. Gebühren gegenüber. Bei Zuteilung ergibt sich eine Kostenbasis von ca. 9,84 €. Diese würde ich annehmen und anschließend Covered Calls schreiben.

 

Der Short Put ist verfallen. Die IV ist im Verlauf des letzten Monats gesunken und inklusive Zeitwertverfall traten 2 von 3 Erwartungen ein. Der Tiefstand von 11,22€ wurde jedoch mit einem neuen Tiefstand am 03.08. mit 11,06€ unterboten. Da die IV derzeit bei vielen Titeln am unteren Ende der 1-Jahresspanne verweilt, müsste man bei gleichbleibenden Prämien mit dem Strike näher an den aktuellen Kurs des Basiswertes rücken. Vielleicht folgt der nächste Papertrade am Montag nochmals in DBK.

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Ich habe mich für den nächsten Papertrade erneut an die DBK herangewagt mit folgenden Kennzahlen:

 

DBK P Sep16'16 10,50€ (1,2 SD Put)

 

IV (Sep): 39,7%

historische Vola (30d): 40,4%

MIttelwert (bid/ask): 0,115

 

IVR: 24,51%

 

Optionsprämie: 11,5€ exkl. Gebühren

 

Erwartungen:

- Zeitwert von 25 Tagen verfällt

- Halten des Tiefststandes von 11,06 € (Xetra)

 

Ein weiteres Absinken der Vola sehe ich als weniger wahrscheinlich an, als einen möglichen Anstieg. Dieses Risiko und damit die Verteuerung des Puts ist mir bewusst. Bei Ausübung ergibt sich eine Kostenbasis von 10,385€ (exkl. Gebührenumlage) und es würde darauf dann Covered Calls geschrieben - sprich die Zuteilung annehmen und nicht vorher glattstellen.

 

Der zugegebenermaßen niedrigen Prämie von 11,5 €exkl. Gebühren steht ein Maximaleinsatz von 1050 € gegenüber.

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Ich habe mich für den nächsten Papertrade erneut an die DBK herangewagt mit folgenden Kennzahlen:

 

DBK P Sep16'16 10,50€ (1,2 SD Put)

 

IV (Sep): 39,7%

historische Vola (30d): 40,4%

MIttelwert (bid/ask): 0,115

 

IVR: 24,51%

 

Optionsprämie: 11,5€ exkl. Gebühren

 

Erwartungen:

- Zeitwert von 25 Tagen verfällt

- Halten des Tiefststandes von 11,06 € (Xetra)

 

Ein weiteres Absinken der Vola sehe ich als weniger wahrscheinlich an, als einen möglichen Anstieg. Dieses Risiko und damit die Verteuerung des Puts ist mir bewusst. Bei Ausübung ergibt sich eine Kostenbasis von 10,385€ (exkl. Gebührenumlage) und es würde darauf dann Covered Calls geschrieben - sprich die Zuteilung annehmen und nicht vorher glattstellen.

 

Der zugegebenermaßen niedrigen Prämie von 11,5 €exkl. Gebühren steht ein Maximaleinsatz von 1050 € gegenüber.

 

Der Verfall des Short Put hat meine Erwartung getroffen. Spätestens mit den Nachrichten am Freitag rauschte die Aktie gen Süden und IV nach Norden. Was die Möglichkeit eines neuen Short Put auf DBK betrifft, schaue ich mir am Wochenende nochmals die Zahlen an.

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Ich habe mir für den nächsten Papertrade nun KO ausgesucht mit folgenden Kennzahlen:

 

KO P Oct21'16 39,50$ (1,5 SD Put)

 

IV (Oct): 15%

historische Vola (30d): 14,6%

MIttelwert (bid/ask): 0,18$

 

IVR: 43,36%

 

Optionsprämie: 18$ exkl. Gebühren

 

Erwartungen:

- Zeitwert von 32 Tagen verfällt

- Halten des Tiefststandes von 40,75$ aus Januar 2016

 

Bei Ausübung ergibt sich eine Kostenbasis von 39,32$ (exkl. Gebührenumlage) und es würde darauf dann Covered Calls geschrieben - sprich die Zuteilung annehmen und nicht vorher glattstellen.

 

Der zugegebenermaßen niedrigen Prämie von 18$ exkl. Gebühren steht ein Maximaleinsatz von 3950$ gegenüber.

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Ich habe mir für den nächsten Papertrade nun KO ausgesucht mit folgenden Kennzahlen:

 

KO P Oct21'16 39,50$ (1,5 SD Put)

 

IV (Oct): 15%

historische Vola (30d): 14,6%

MIttelwert (bid/ask): 0,18$

 

IVR: 43,36%

 

Optionsprämie: 18$ exkl. Gebühren

 

Erwartungen:

- Zeitwert von 32 Tagen verfällt

- Halten des Tiefststandes von 40,75$ aus Januar 2016

 

Bei Ausübung ergibt sich eine Kostenbasis von 39,32$ (exkl. Gebührenumlage) und es würde darauf dann Covered Calls geschrieben - sprich die Zuteilung annehmen und nicht vorher glattstellen.

 

Der zugegebenermaßen niedrigen Prämie von 18$ exkl. Gebühren steht ein Maximaleinsatz von 3950$ gegenüber.

 

Meine Erwartung wurde erfüllt, der Tiefstand von Januar hielt und der Strike wurde nicht gerissen. Die Prämie wäre somit komplett vereinnahmt worden.

 

Da die IV immer noch auf einem akzeptablem Niveau ist, habe ich mir erneut KO als Papertrade ausgesucht.

 

KO P Nov18'16 40$ (1,5 SD Put)

 

IV (Nov): 16,3%

historische Vola (30d): 15,3%

MIttelwert (bid/ask): 0,13$

 

IVR: 54,87%

 

Optionsprämie: 13$ exkl. Gebühren

 

Erwartungen:

- Zeitwert von 24 Tagen verfällt

- Halten des Tiefststandes von 40,75$ aus Januar 2016

 

Bei Ausübung ergibt sich eine Kostenbasis von 39,82$ (exkl. Gebührenumlage) und es würde darauf dann wie bereits schon im letzten Monat beabsichtigt Covered Calls geschrieben - sprich die Zuteilung annehmen und nicht vorher glattstellen.

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Langsam kannst Du den nächsten Schritt angehen und mehr als nur einen Wert parallel handeln. Irgendwann kommt dann die Zeit in der Du sowohl Covered Calls auf früher eingebuchte Werte und neue Cash Covered Puts schreiben kannst. Dieses Jonglieren mit mehreren Werten macht den Reiz aus und hat auch den Februar 2016 gut überlebt.

 

Ich habe aktuell 13 Aktien in der Luft mit 8 Puts und 5 Covered Calls. Allerdings sind auch ein Call und ein Put Verkauf auf den DAX mit dabei.

 

Seit 2016 gehe ich zudem weg von einer definierten SD oder einem ganz bestimmten Delta und konzentriere mich auf Werte bei denen ich mindestens 1% auf vier Wochen an Prämie vereinnahmen kann und Delta noch soweit akzeptabel ist. Eine IV von >30 ist dabei hilfreich.

 

Am 8.11. wird in den USA gewählt und die meisten meiner Optionen laufen am Freitag davor aus (Weeklies lohnen sich also!). Ich erwarte mir ein doch enges Rennen und dementsprechend eine höhere IV als heute - sprich: ein guter Zeitpunkt für neue Positionen.

 

Für den Trump-Fall und damit einen kleinen Crash lege ich mir Cash beiseite, um dann bei einem SVXY (inverses VIX ETP) von <40$ Puts darauf zu verkaufen. Das ist mein "Hinterher-ist-man-schlauer-Hedge").

Dauerhaft ziehe ich gekaufte Puts auf den S&P 500 mit mir, die von den Kosten ca. 10% eines normalen Jahresgewinns entsprechen - nur soviel ist mir das wert. Meist werde ich die aber noch ganz gut los. Muss ja nur die Vola steigen.

 

Viel Erfolg noch!

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Langsam kannst Du den nächsten Schritt angehen und mehr als nur einen Wert parallel handeln. Irgendwann kommt dann die Zeit in der Du sowohl Covered Calls auf früher eingebuchte Werte und neue Cash Covered Puts schreiben kannst. Dieses Jonglieren mit mehreren Werten macht den Reiz aus und hat auch den Februar 2016 gut überlebt.

 

Ich habe aktuell 13 Aktien in der Luft mit 8 Puts und 5 Covered Calls. Allerdings sind auch ein Call und ein Put Verkauf auf den DAX mit dabei.

 

Seit 2016 gehe ich zudem weg von einer definierten SD oder einem ganz bestimmten Delta und konzentriere mich auf Werte bei denen ich mindestens 1% auf vier Wochen an Prämie vereinnahmen kann und Delta noch soweit akzeptabel ist. Eine IV von >30 ist dabei hilfreich.

 

Am 8.11. wird in den USA gewählt und die meisten meiner Optionen laufen am Freitag davor aus (Weeklies lohnen sich also!). Ich erwarte mir ein doch enges Rennen und dementsprechend eine höhere IV als heute - sprich: ein guter Zeitpunkt für neue Positionen.

 

Für den Trump-Fall und damit einen kleinen Crash lege ich mir Cash beiseite, um dann bei einem SVXY (inverses VIX ETP) von <40$ Puts darauf zu verkaufen. Das ist mein "Hinterher-ist-man-schlauer-Hedge").

Dauerhaft ziehe ich gekaufte Puts auf den S&P 500 mit mir, die von den Kosten ca. 10% eines normalen Jahresgewinns entsprechen - nur soviel ist mir das wert. Meist werde ich die aber noch ganz gut los. Muss ja nur die Vola steigen.

 

Viel Erfolg noch!

 

Vielen Dank für die ermunternden Worte. Ich versuche dies so realistisch wie möglich anzunehmen, u.a. auch mit einer 100% Deckung durch Cash (ein Betrag, den ich auch real einsetzen würde). Sicher könnte ich in dem Demokonto auch die gesamte Margin ausnutzen, nur beschleicht mich an dieser Stelle dann der Verdacht, selbst riskanter zu agieren, als mit Echtgeld persönlich verträglich.

 

Was den doch hohen Abstand zu ATM Optionen betrifft, liegt das Ziel hier im Stillhalten bis Fälligkeit, so dass dadurch natürlich auch dem Basiswert mehr Zeit gegeben wird, gegen mich zu laufen. Auch habe ich mir kein Ziel bezüglich Rendite pro Zeit gesetzt, die Verluste überschaubar zu halten in der Lernphase ist für mich erst einmal das Wichtigste. Was die IV betrifft, so habe ich mir die Links von passiv_Investor angeschaut und bin nun auch für mich zum Schluss gekommen, dass ich eher an Hand von IVR statt IV entscheiden möchte.

 

Viele Grüße,

Thomas

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Langsam kannst Du den nächsten Schritt angehen und mehr als nur einen Wert parallel handeln. Irgendwann kommt dann die Zeit in der Du sowohl Covered Calls auf früher eingebuchte Werte und neue Cash Covered Puts schreiben kannst. Dieses Jonglieren mit mehreren Werten macht den Reiz aus und hat auch den Februar 2016 gut überlebt.

 

Ich habe aktuell 13 Aktien in der Luft mit 8 Puts und 5 Covered Calls. Allerdings sind auch ein Call und ein Put Verkauf auf den DAX mit dabei.

 

Seit 2016 gehe ich zudem weg von einer definierten SD oder einem ganz bestimmten Delta und konzentriere mich auf Werte bei denen ich mindestens 1% auf vier Wochen an Prämie vereinnahmen kann und Delta noch soweit akzeptabel ist. Eine IV von >30 ist dabei hilfreich.

 

Am 8.11. wird in den USA gewählt und die meisten meiner Optionen laufen am Freitag davor aus (Weeklies lohnen sich also!). Ich erwarte mir ein doch enges Rennen und dementsprechend eine höhere IV als heute - sprich: ein guter Zeitpunkt für neue Positionen.

 

Für den Trump-Fall und damit einen kleinen Crash lege ich mir Cash beiseite, um dann bei einem SVXY (inverses VIX ETP) von <40$ Puts darauf zu verkaufen. Das ist mein "Hinterher-ist-man-schlauer-Hedge").

Dauerhaft ziehe ich gekaufte Puts auf den S&P 500 mit mir, die von den Kosten ca. 10% eines normalen Jahresgewinns entsprechen - nur soviel ist mir das wert. Meist werde ich die aber noch ganz gut los. Muss ja nur die Vola steigen.

 

Viel Erfolg noch!

 

Vielen Dank für die ermunternden Worte. Ich versuche dies so realistisch wie möglich anzunehmen, u.a. auch mit einer 100% Deckung durch Cash (ein Betrag, den ich auch real einsetzen würde). Sicher könnte ich in dem Demokonto auch die gesamte Margin ausnutzen, nur beschleicht mich an dieser Stelle dann der Verdacht, selbst riskanter zu agieren, als mit Echtgeld persönlich verträglich.

 

Was den doch hohen Abstand zu ATM Optionen betrifft, liegt das Ziel hier im Stillhalten bis Fälligkeit, so dass dadurch natürlich auch dem Basiswert mehr Zeit gegeben wird, gegen mich zu laufen. Auch habe ich mir kein Ziel bezüglich Rendite pro Zeit gesetzt, die Verluste überschaubar zu halten in der Lernphase ist für mich erst einmal das Wichtigste. Was die IV betrifft, so habe ich mir die Links von passiv_Investor angeschaut und bin nun auch für mich zum Schluss gekommen, dass ich eher an Hand von IVR statt IV entscheiden möchte.

 

Viele Grüße,

Thomas

 

Bin ich völlig bei Dir :)

 

Ich schaue nur nach beiden Werten. Erst schaue ich mir die aktuelle IV an (lohnt sich die Prämie überhaupt - weil Risiko ist immer vorhanden) und dann schaue ich in den Rank, um zu sehen, ob die IV nun für diesen Wert eher hoch oder niedrig ist.

 

Der IVR ist einer der Gründe warum ich mir immer noch überlege OptionVue zu mieten...

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Bin ich völlig bei Dir :)

 

Ich schaue nur nach beiden Werten. Erst schaue ich mir die aktuelle IV an (lohnt sich die Prämie überhaupt - weil Risiko ist immer vorhanden) und dann schaue ich in den Rank, um zu sehen, ob die IV nun für diesen Wert eher hoch oder niedrig ist.

 

Der IVR ist einer der Gründe warum ich mir immer noch überlege OptionVue zu mieten...

 

An Hand welcher Kriterien entscheidest du für dich, ob die Prämie (in Abhängigkeit der IV) sich lohnt, wenn ich fragen darf? Gehst du nach absoluter Prämienhöhe?

 

OptionVue wurde meines Wissens im Buch von Michael Benklifa verwendet und ich habe mir mal die Preisliste angeschaut. Wenn zu den Softwareleasinggebühren dann noch die Kursversorgung kommt, dann muss man dies ja erst einmal monatlich erwirtschaften.

 

Viele Grüße,

Thomas

 

P.S.: Ich nehme an, du schreibst auch im forumsnamentlich identischen Blog. Den habe ich auch schon vorher mit Interesse gelesen und bin gespannt, wenn es wohl nächstes Jahr bei dir weitergeht.

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...

 

Meine Erwartung wurde erfüllt, der Tiefstand von Januar hielt und der Strike wurde nicht gerissen. Die Prämie wäre somit komplett vereinnahmt worden.

 

Da die IV immer noch auf einem akzeptablem Niveau ist, habe ich mir erneut KO als Papertrade ausgesucht.

 

KO P Nov18'16 40$ (1,5 SD Put)

 

IV (Nov): 16,3%

historische Vola (30d): 15,3%

MIttelwert (bid/ask): 0,13$

 

IVR: 54,87%

 

Optionsprämie: 13$ exkl. Gebühren

 

Erwartungen:

- Zeitwert von 24 Tagen verfällt

- Halten des Tiefststandes von 40,75$ aus Januar 2016

 

Bei Ausübung ergibt sich eine Kostenbasis von 39,82$ (exkl. Gebührenumlage) und es würde darauf dann wie bereits schon im letzten Monat beabsichtigt Covered Calls geschrieben - sprich die Zuteilung annehmen und nicht vorher glattstellen.

 

Die Option ist nun am Freitag verfallen, das Tief von 40,75$ hat jedoch am 11.11.2016 nicht gehalten und wurde unterboten. Auf Grund aktuellen Zeitmangels erfolgt am Montag kein neuer Papertrade.

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Hi Thomas,

 

gut dass du dich mit der Materie beschäftigst. Ich denke, dass wird dich langfristig deutlich nach vorn bringen!

 

Ich kann dir aber schon aus der Praxis einen Tipp mitgeben: Versuche dich auf höhere Prämien zu konzentrieren. Die 13$ mögen auf dem Papier gut aussehen, aber du willst

 

a) auch für das Risiko der Einbuchung angemessen bezahlt werden (überlege dir: du hast 4000 Dollar reserviert, um 13 Dollar zu verdienen).

b) du auch die Kommissionen bezahlen kannst. Bei deinem Trade sind das selbst im günstigsten Fall fast ein Viertel der Prämie (wenn man von 3$ Gebühren nur für den Verkauf ausgeht)

 

VG, Rico

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