... hat sich das Warten wirklich gelohnt?

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Ich meine, dass man vor und während der Dot.Com-Blase noch nicht aus der Vergangenheit lernen hat können.

 

Sicher, es gab in der Geschichte davor noch nie Kurseinbrüche und noch nie Spekulationsblasen...

Vor allem private Anleger betrachten meistens nur die nahe Vergangenheit und agieren dementsprechend.

Die Anleger hatten keine Ahnung von Wertpapieren und haben investiert, weil eben letzte Jahre die Aktien gestiegen sind, was die Blase immer weiter erweitert hat.

Die Fondsmanager haben gewusst, dass die Kurse überteuert waren, haben aber weiter neue Fonds angelegt, weil eben die Anleger wie verrückt die Produkte kauften. (Lies mal Bücher von einem Fondsmanager)

Es waren ja genug Aktien hoch überbewertet, welche mit IT nichts zu tun hatten. (Wie sollte Coca Cola ihre Kosten durch IT fünfteln? )

Wer Aktien kauft, welche keine Gewinnen abwerfen (Start ups zu der Zeit) spekuliert und investiert nicht - das führte vermutlich auch zu Preissteigerungen in anderen Branchen (wegen Fonds welche ganzen Index kauften)

IT Bluechips haben ja nach der Dotcom Blase Gewinne weiter gemacht, nur die Gewinne sind normal gestiegen und wohl so in derren Plannung war (oder kennt jemand Prognossen von SAP, Oracle, Microsoft &Co dass derren Gewinne ver-x-fachen? )

 

Neue Technologien führen meistens am Anfang zu viele Insolvenzen bzw. Firmenvernichtungen, weil es zu viele probieren und nur wenige schafen.

Anfang des 20ten Jahrhunderts gab es über Tausend Autohersteller heute ist nur ein Handvoll davon geblieben, Solarbrache ist ein weiteres Beispiel.

 

Mein Fazit: Wer sich mit der Sache beschäftigt hat wusste, dass irgendwann die Ernüchterung kommt.

 

Also, nur das wir uns nicht missverstehen. Ich war vor 15 Jahren noch nicht auf den Aktienmarkt. Ich kann also nicht sagen, wie ich das damals gesehen hätte. Ich versuche hier nur zu erklären, warum es zu dieser Blase kam. Womöglich spielten auch andere Sachen wie das Internet eine Rolle. Vielleicht auch noch das Ende des kalten Krieges (war aber gefühlt etwas zu weit davor, um eine Rolle zu spielen). Und wenn man sich die Kostenstruktur von Coca Cola ansieht, wie viel die für Werbung, Disposition etc. ausgeben. Vielleicht dachte man, dass es das bald quasi zum Nulltarif gäbe. Ich gebe dir aber recht, dass es damals wohl eine Übereuphorie gab und eben viele Investoren dabei waren, die nicht wirklich Ahnung hatten.

Ok, wie dem auch sei. Diskutieren wir lieber über das Wichtige. Wie sieht es mit der aktuellen Bewertung der Unternehmen beim aktuellen Umfeld aus? Das KGV ist heute wohl in Ordnung im historischen Vergleich. Allerdings sollte das KGV wegen fehlender Alternativen doch deutlich höher liegen, wodurch man von einer Unterbewertung ausgehen könnte? Man könnte aber genauso argumentieren, dass wir uns in einer Blase befinden, da bei Zinsanhebungen ja auch die Gewinne der Unternehmen darunter leiden würden. Zum einen wegen höher Fremdkapitalkosten, zum anderen, weil die Leute weniger konsumieren.

 

Die goldene Frage ist, ob sich Warten auf niedrigere Kurse heute lohnt. Ich persönlich weiß nicht, wohin die Kurse gehen, aber du scheinst ein gesundes Selbstbewusstsein zu haben, das zu abschätzen zu können?

 

Moin,

 

Ich meine, dass man vor und während der Dot.Com-Blase noch nicht aus der Vergangenheit lernen hat können.

das ist gut so, wenn Du so denkst, dann haben die anderen mehr vom Kuchen. :P

 

Wenn sich die Erträge in einem Bereich deutlich verbessern, zieht das die Konkurrenz an. Das führt dann zur Verringerung der Margen und gelegentlich zu Schweinezyklen, wie z.B. im Markt von Speicherbausteinen.

 

Also wenn sich durch eine Wundertechnik morgen von allen Unternehmen die Kosten plötzlich halbieren sollten, dann kannst du davon ausgehen, dass deine Aktien sehr schnell ansteigen sollten. Nicht, weil die Marge sich bei den Unternehmen plötzlich verdoppeln, denn wie du schon sagst, würde die gefallenden Kosten an den Konsumenten weitergegeben werden. Allerdings kann der Konsument dann auch doppelt so viel kaufen, wodurch die Unternehmen mehr absetzen. Pro Teil machen sie nicht mehr Gewinn, aber sie verkaufen deutlich mehr.

 

Natürlich wäre das grob vereinfacht, aber so würde es laufen.

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Ich persönlich bin der Meinung, dass Aktien immer lohnen. Es darf selbstverständlich kein Geld sein was man dringend benötigt. Für einen Wertzuwachs sind Aktien alternativlos.

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