Debeka im Zinsdilemma

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vor 15 Stunden von JohnJohn:

Für meinen alten Vertrag mit 4% hat die Debeka geschrieben:

"Für die ursprünglich vereinbarte Versicherungssumme sowie die vergangenen Erhöhungen sind [...] 4% maßgeblich. Für zukünftige Erhöhungen ist [...] keine Änderung geplant"

Scheint nicht bei allen Verträgen Tricksereien zu geben - Oder zumindest noch nicht ;-)

 

Unglücklich finde ich, dass die "Derzeitige Verzinsung" nicht mehr in der jährlichen Mitteilung aufgeführt wird. Das war 2017 das letzte mal genannt.

Finde ich ebenfalls unglücklich. Das hatten wir in diesem Thread auch schon diskutiert. Die Hotline konnte keine Auskunft geben. Ich vermute aber und die Hotline teilte die Vermutung, dass sie nunmehr nur noch ein Standardformular verwenden und da es inzwischen so viele unterschiedliche Zinskonstellationen gibt, haben sie die Angabe zum Rechnungszins einfach weggelassen. Bei meinem Vertrag (Rechnungszins 1,75%) werden ebenfalls künftige Erhöhungen mit dem ursprünglichen Rechnungszins verzinst. 

 

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Die Debeka senkt ihre Rechnungszinsen zum 01.01.2020 in der privaten Krankenversicherung für Bestands- und Neukunden. So werden nun alle Zusatzversicherungen nur noch mit 2,40% Zins kalkuliert. Dadurch kann es zu Beitragsanpassungen kommen. Die Tarife der Vollversicherung liegen mir noch nicht vor.

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Am ‎09‎.‎10‎.‎2018 um 11:37 von B2BFighter:

09.10.2018

 

Die Ratinggesellschaft Moody‘s bestäigte der Debeka Bausparkasse AG das Vorjahresrating von unverändert Baa2 ( Durchschnittlich gute Anlage. Bei Verschlechterung der Gesamtwirtschaft ist aber mit Problemen zu rechnen)

Gleichzeitig stufte die Rating-Agentur aber die Basiskreditrisikoeinschätzung (BCA) von baa2 auf baa3 und das Kontrahentenrisiko von A2 / P-1  auf A2  / P -2 herab .

 

Der Ausblick für das Rating der langfristigen Einlagen bleibt negativ, sodass ein Non-investment grade Ba1 bei der nächsten Bewertung möglich ist (Ba1 - -Spekulative Anlage. Bei Verschlechterung der Lage ist mit Ausfällen zu rechnen).

 

Zur Info:

Basiskreditrisikoeinschätzung (BCA)

Beurteilung des Risikos einer Bankinsolvenz

Kontrahentenrisiko (CR)

Hierbei handelt es sich um eine Einschätzung bezüglich der Fähigkeit eines Emittenten, die Nichterfüllung bestimmter vorrangiger operativer Bankverbindlichkeiten und anderer vertraglicher Verpflichtungen zu vermeiden. Die Kontrahentenrisikoeinschätzung berücksichtigt die eigenständige Finanzkraft des Emittenten sowie die Wahrscheinlichkeit, dass im Bedarfsfall von Seiten verbundener Unternehmen oder von staatlicher Seite Unterstützung geleistet wird. Hierin äußert sich die erwartete höhere Ranghaftigkeit von Verbindlichkeiten gegenüber Vertragspartnern in der Passivastruktur. Darüber hinaus berücksichtigt die CR-Einschätzung auch andere Maßnahmen der Behörden zur Aufrechterhaltung der für den Betrieb einer Bank in Abwicklung zentralen Geschäftsbereiche.

 

___

By the way - in dem Artikel steht bereits, dass eine Kapitalmaßnahme von der Debeka Muttergesellschaft (Debeka Krankenversicherungsverein) erwartet und in Kürze abgeschlossen sein wird.

 

https://www.moodys.com/research/Moodys-affirms-Debeka-Bausparkasses-deposit-ratings-at-Baa2-with-negative--PR_389933?WT.mc_id=AM~RmluYW56ZW4ubmV0X1JTQl9SYXRpbmdzX05ld3NfTm9fVHJhbnNsYXRpb25z~20181009_PR_389933

 

 

Update Moodys 12.11.2019 - es wird immer düsterer

 

https://www.moodys.com/research/Moodys-announces-completion-of-a-periodic-review-of-ratings-of--PR_408057?WT.mc_id=AM~RmluYW56ZW4ubmV0X1JTQl9SYXRpbmdzX05ld3NfTm9fVHJhbnNsYXRpb25z~20191112_PR_408057

Das Einlagenrating der Debeka Bausparkasse AG (Debeka) Basiskreditrisikoeinschätzung (BCA) bleibt bei: Baa3, der Ausblick negativ (Ba1 - -Spekulative Anlage. Bei Verschlechterung der Lage ist mit Ausfällen zu rechnen)

 

Die Debeka Basiskreditrisikoeinschätzung ba1 spiegelt die Herausforderungen wider, denen sich die Bausparkasse im anhaltenden Niedrigzinsumfeld gegenübersteht. Die Rentabilität der Debeka Bausparkasse AG wird durch eine Finanzierungsstruktur beeinträchtigt, welche etwa 60% hochbezahlte Bauspareinlagen enthält, die durch weitere unter Druck geratene Vermögensmargen im niedrigen Zinsumfeld noch verstärkt werden. Infolgedessen geht Moody's davon aus, dass die Debeka Bausparkasse AG in den kommenden Jahren anhaltende Verluste verzeichnen wird. Während sich die Kapitalausstattung nach einer Kapitalzuführung durch die Muttergesellschaft Debeka im Jahr 2018 erheblich verbessert hat, könnten die anhaltenden Verluste die Zahlungsfähigkeit der Bausparkasse langfristig untergraben, wenn keine weitere Unterstützung durch die Muttergesellschaft erfolgt.

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Ich dachte, dass passt thematisch vielleicht auch hierhin, ist von Finanztip:

 

"Wie uns viele Versicherer beim Riestern abkassieren

Wenn Sie eine Rentenversicherung als Riester abschließen, zahlen Sie schon beim Abschluss oft Tausend Euro und mehr – die Vermittlungsprovision. Nur: Sobald Sie Ihre Beiträge erhöhen, zahlen Sie erneut. Das ist schon ärgerlich genug.

Wie sich nun herausstellt, haben viele Versicherer zum Beispiel auch Provision berechnet, wenn Kunden ihre Beiträge senkten, weil die Zulagen stiegen.

Schon im Frühjahr hat das Bundesfinanzministerium diese Praxis für unwirksam erklärt. Doch von sich aus zahlen die Versicherer nichts zurück. Das heißt: Sie als Kunde müssen die zu viel gezahlte Provision selbst einfordern.

Wie viele Versicherte es betrifft

Aufgeflogen ist dieses Vorgehen, als sich ein Betroffener bei der Verbraucherzentrale Hamburg meldete. Diese hat dann alle Versicherer befragt und aufgedeckt, dass viele doppelte Gebühren erhoben haben.

Der Interessenverband der Versicherer GDV erklärte, es sei höchstens einer von 1.000 Verträgen betroffen. Die Verbraucherzentrale schätzt eher, dass einer von 100 Kunden mehrfach Provision gezahlt hat. Vermutlich sind Zehntausende Versicherte betroffen.

Wer betroffen sein könnte

Haben Sie die Beiträge zur Riester-Rente schon einmal angepasst, ohne den Gesamtbetrag zu erhöhen? Zum Beispiel als eine Kinderzulage dazukam oder wegfiel? Dann könnten Sie doppelte Gebühren bezahlt haben.

Viele Versicherer haben einfach auf die neue Zulage wieder eine Provision berechnet – obwohl die Gesamtsumme konstant blieb.

Dasselbe könnte bei Ihnen auch passiert sein, wenn Sie Ihren Beitrag gesenkt haben, als im Januar 2018 die Grundzulage erhöht wurde.

Oder haben Sie zeitweise weniger oder keine Beiträge gezahlt? Und dann wieder auf die alte Summe aufgestockt? Auch dann könnten Sie mehrfach Provision gezahlt haben. Das könnte zum Beispiel aufgrund von Arbeitslosigkeit, Elternzeit oder Teilzeitarbeit passiert sein.

Wer nicht betroffen ist

Diese Praxis kam ausschließlich bei Rentenversicherungen vor. Wer als Riester einen Banksparplan, einen Bausparvertrag, einen Wohn-Riester oder einen Fondssparplan abgeschlossen hat, muss erstmal nichts zurückfordern.

So gehen Sie vor

Fordern Sie in einem Brief Auskunft darüber, ob Sie unwirksame Provisionen gezahlt haben und fordern Sie das Geld zurück. Verwenden Sie dazu am besten den Musterbrief der Verbraucherzentrale Hamburg.

Die Versicherungen halten sich bedeckt

Wir haben die 25 größten deutschen Lebensversicherer aufgefordert, uns mitzuteilen, ob und bei wie vielen Kunden sie mehrfach Provisionen erhoben haben. Bisher haben uns nur 17 Versicherer geantwortet: Fünf haben doppelte Provisionen zugegeben, vier haben das verneint, sechs sind unseren Fragen ausgewichen und zwei wollen uns noch antworten. Von den restlichen haben wir noch nicht mal eine Antwort bekommen. Mehr dazu in der kommenden Ausgabe.

Bitte melden Sie sich per Mail bei uns, falls Sie durch Ihre Beschwerde feststellen, dass auch Ihr Versicherer doppelt abkassiert hat. Und sagen Sie uns am besten auch, wer Ihr Versicherer ist."

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Posted · Edited by Schildkröte

Zitat

So erzielte die Bauspar-Tochter [der Debeka] 2018 einen operativen Verlust von mehr als 40 Millionen Euro. Die Kasse konnte nur deshalb noch einen Gewinn ausweisen, weil sie 44 Millionen Euro aus einem Sondertopf entnahm, dem sogenannten Fonds für allgemeine Bankrisiken.

 

Die Bausparkasse geht sogar davon aus, auch in den nächsten beiden Geschäftsjahren operative Verluste zu erzielen. Zusätzlich stellte die Versicherung Debeka ihrer Tochter 2018 150 Millionen Euro frisches Kapital zur Verfügung. Ein Sprecher der Bausparkasse sagte, mit dem Geld solle trotz der Niedrigzinsen die „Investitionskraft“ des Instituts gesichert werden. Das Unternehmen wolle sein „Geschäft weiter ausbauen“.

Quelle: WiWo

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