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Wie viel Cash ist optimal?

31 Beiträge in diesem Thema

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Ich wollte mal eine Diskussion darüber starten, wie viel Cash ihr für wichtig erachtet? Hintergrund ist der. Viele Langfristanleger, wollen bei einem Kursrücksetzer nachkaufen. Wenn mein Depot jetzt zu 100% aus Aktien besteht und 0% Cash, ist das zu wenig weil man eventuell eine günstige Nachkaufchance verpasst.

 

Aktuell, bin ich am überlegen, pro Position eine Cashgröße von 25% zu "hinterlegen" welches als Geld zum Nachkauf gedacht ist.

 

Wie handhabt ihr das? 

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Geschrieben · bearbeitet von Schwachzocker

Ich teile mein Depot in Anlagen der Risikoklasse 1 und 3 auf und nehme regelmäßig ein Rebalancing vor. So ist es schon tausendfach empfohlen worden, und so willst Du es wohl nun auch machen. 

Wie hoch der sichere Anteil sein muss, wird durch individuelle Umstände des Einzelfalles bestimmt.

 

Wer Beamter ist, kann tendenziell einen höheren Aktienanteil fahren als ein Selbstständiger.

Wer jung ist, kann tendenziell einen höheren Aktienanteil fahren als ein Rentner.

Wer eine Familie zu ernähren hat, muss tendenziell größere Vorsicht walten lassen als ein Single.

Wer ein Angsthase ist, sollte...

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Geschrieben

Um bei Nachkaufgelegenheiten schnell reagieren zu können, achte ich darauf, dass ich jederzeit ausreichende Wertpapierkreditlinien zur Verfügung habe. Dadurch bin ich flexibel und kann mir dann im Nachgang das Cash besorgen. Unter "Besorgen" verstehe ich Tagesgeld und Anleihen, die ich dann abstoßen würde. Oder auch Dividendenzahlungen in den nächsten Wochen zählen für mich zum "Besorgen".  

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Geschrieben

Warum sollte ich Cash halten? Anleihen mit gestaffeltem Fälligkeitsprofil plus Lombardrahmen sind ertragbringender.

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Geschrieben

Ganz unabhängig von der Assetklasse Aktien (wie Nachkauf bei Kursrücksetzern) sondern im Sinne eines vernünftigen und umfassenden Portfoliomanagements:

 

So viel Cash (auch in anderen Währungen oder in Cashersatz wie Gold) an einem halbwegs sicheren Ort und in einem möglichst rechtsstaatlichen Umfeld, daß man sowohl eine Deflation überstehen und eventuell nutzen alsauch notfalls an anderer Stelle einen Neustart unternehmen kann. Nicht mehr, aber auf keinen Fall auch weniger.

 

In Anlehnung an "Divantis" ...

Mein Ziel: Sorgenfrei überleben. Mein Weg dorthin: Diversifikation in jeder Hinsicht - auch geographisch.

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Geschrieben

vor 20 Minuten schrieb tom1956:

... Mein Ziel: Sorgenfrei überleben. Mein Weg dorthin: Diversifikation in jeder Hinsicht - auch geographisch.

 

So machen das die Eichhörnchen auch: hier eine Eichel, da eine Haselnuss, dort ein paar Bucheckern. Und der Erfolg gibt ihnen recht, sie sind bis heute nicht ausgestorben.

 

 

nager.jpg

 

 

 

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vor 2 Minuten schrieb vanity:

 

So machen das die Eichhörnchen auch: hier eine Eichel, da eine Haselnuss, dort ein paar Bucheckern. Und der Erfolg gibt ihnen recht, sie sind bis heute nicht ausgestorben.

 

 

nager.jpg

 

 

 

 

Aber die amerikanischen Eichhörnchen sind eine akute Bedrohung für die europäischen Roten!

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Geschrieben · bearbeitet von tom1956

vor 20 Minuten schrieb vanity:

 

So machen das die Eichhörnchen auch: hier eine Eichel, da eine Haselnuss, dort ein paar Bucheckern. Und der Erfolg gibt ihnen recht, sie sind bis heute nicht ausgestorben.

 

 

nager.jpg

 

 

 

Treffender Vergleich übrigens ! Und putzig .. in jeder Hinsicht. Einziges Problem: Eichhörnchen "vergessen" einfach, wo sie einen Teil ihrer Vorräte gebunkert haben. Ein Thema welches für Senioren wie mich (leider) an Brisanz zunimmt ...:wacko:

 

@Ramstein

Das mit den amerikanischen Eichhörnchen könnte man glatt auf die aktuelle Politik übertragen ... und diese Assoziation war ja wohl auch von Dir beabsichtigt, oder ?:thumbsup:

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vor 55 Minuten schrieb tom1956:

In Anlehnung an "Divantis" ...

Mein Ziel: Sorgenfrei überleben. Mein Weg dorthin: Diversifikation in jeder Hinsicht - auch geographisch.

 

Auch eine schöne Vision! :thumbsup:

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vor einer Stunde schrieb tom1956:

Treffender Vergleich übrigens ! Und putzig .. in jeder Hinsicht. Einziges Problem: Eichhörnchen "vergessen" einfach, wo sie einen Teil ihrer Vorräte gebunkert haben. Ein Thema welches für Senioren wie mich (leider) an Brisanz zunimmt ...:wacko:

 

 

Auch nicht so schlimm, stell dir mal vor, du hast vor 20 Jahren Berkshire Aktien gekauft, vergessen und jetzt wiedergefunden :lol:

https://www.comdirect.de/inf/aktien/detail/chart_kd.html?rn=0&timeSpan=5Y&ID_NOTATION=32977118#timeSpan=SE&e&

 

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vor 2 Stunden schrieb tom1956:

So viel Cash (auch in anderen Währungen oder in Cashersatz wie Gold) an einem halbwegs sicheren Ort und in einem möglichst rechtsstaatlichen Umfeld, daß man sowohl eine Deflation überstehen und eventuell nutzen alsauch notfalls an anderer Stelle einen Neustart unternehmen kann. Nicht mehr, aber auf keinen Fall auch weniger.

 

Das kann ich sehr gut nachvollziehen und das ist für ein "Zombi-Szenario" sicherlich auch die richtige Einstellung, bedarf aber - um tatsächlich an einem anderen Ort einen Neustart machen zu können und um dann dort auch zu überleben - sicherlich eine mittlere 5-stellige Summe. Das dürfte für die meisten, die sich gerade im Vermögensaufbau befinden, ein ziemlich ambitioniertes Ziel zu sein. Und auch von den eher gesetzeren Jahrgängen glaube ich nicht, dass viele das wirklich so praktizieren...

 

Für den Fall, dass wir nicht für ein "Zombi-Szemario" planen, halte ich es ähnlich wie Ramstein und habe auf dem Tagesgeldkonto "nur" ca. 3 Netto-Monatsgehälter liegen (die dann aber nicht zum Nachkauf von Aktien dienen sollen, wenn es crasht).

Das Problem nit dem Ich-halte-mal-eben-Cash-damit-ich-kaufen-kann-wenn-es-crasht ist halt mal: Man weiß nie, wann es crasht... Dann habe ich 20k€ auf einem 0.2%-Tagesgeldkonto liegen und der Markt marschiert lustig weiter nach Norden. 

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vor 8 Minuten schrieb pillendreher:

 

Auch nicht so schlimm, stell dir mal vor, du hast vor 20 Jahren Berkshire Aktien gekauft, vergessen und jetzt wiedergefunden :lol:

https://www.comdirect.de/inf/aktien/detail/chart_kd.html?rn=0&timeSpan=5Y&ID_NOTATION=32977118#timeSpan=SE&e&

 

Mit gewissen Aktien mag das prima klappen. Habe ja manche Werte selbst seit Jahrzehnten im Depot. Mit gebunkertem Geld dagegen kann die "Eichhörnchen-Strategie" tragisch (draghisch ?) enden, wenn ich daran denke, wieviel verschiedene Währungen Deutschland allein in den letzten 100 Jahren erlebt hat ... :o

 

 

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vor 9 Minuten schrieb tom1956:

Mit gewissen Aktien mag das prima klappen. Habe ja manche Werte selbst seit Jahrzehnten im Depot. Mit gebunkertem Geld dagegen kann die "Eichhörnchen-Strategie" tragisch (draghisch ?) enden, wenn ich daran denke, wieviel verschiedene Währungen Deutschland allein in den letzten 100 Jahren erlebt hat ... :o

 

 

Ich als Wessi habe nur den rechnerischen Tausch DM in € erlebt. Bin leider nicht Methusalem.

Fall du aber das Geheimnis der ewigen Jugend gefunden hast, wäre ich interessiert.

https://de.wikipedia.org/wiki/Währungsreformen_in_Deutschland

 

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vor 8 Minuten schrieb Schlumich:

Das dürfte für die meisten, die sich gerade im Vermögensaufbau befinden, ein ziemlich ambitioniertes Ziel zu sein. Und auch von den eher gesetzeren Jahrgängen glaube ich nicht, dass viele das wirklich so praktizieren...

Bin ja auch schon älter. Die Zeit des Vermögensaufbaus liegt hinter mir. Von den gesetzteren Jahrgängen praktizieren dies übrigens recht viele - zumindest von denjenigen, die sich etwas intensiver mit der Materie beschäftigen ... In der absoluten Summe sind das aber wieder sehr wenige, das hast Du sicherlich recht.

vor 8 Minuten schrieb Schlumich:

Für den Fall, dass wir nicht für ein "Zombi-Szemario" planen, halte ich es ähnlich wie Ramstein und habe auf dem Tagesgeldkonto "nur" ca. 3 Netto-Monatsgehälter liegen (die dann aber nicht zum Nachkauf von Aktien dienen sollen, wenn es crasht).

Die Sache mit den ominösen 3 Monatsgehältern als Rücklage für Notfälle habe ich noch nie recht verstanden. Das hängt doch wohl auch entscheidend von der Höhe des Monatsgehaltes ab. Zum anderen ist es doch völlig individuell zu sehen. Einem verbeamteten Single ohne Schulden und mit bescheidener Lebensführung reicht u. U. ein einziges Monatsgehalt - einem verheirateten Selbständigen mit Frau und Kindern und abzuzahlenem Eigenheim und zwei Autos wäre dagegen eher zu 12-24 Monatsgehältern zu raten. Um nur mal zwei Extreme zu nennen.

 

Finde deshalb, man sollte stets - auch schon in jüngeren Jahren - zwischen einer (kleineren aber angemessenen) "Rücklage für Notfälle" (z. B. zwecks Vermeidung von hohen Dispozinsen) und einer (deutlich höheren) "strategischen Liquidität" unterscheiden ("Zombie-Szenario", Deflation, Reserve zum Nachkaufen usw.).

 

Unter der Begrifflichkeit "Cash" wird dies - zumindest aus meiner Sicht - etwas unscharf vermengt.

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Geschrieben · bearbeitet von tom1956

vor 27 Minuten schrieb pillendreher:

 

Ich als Wessi habe nur den rechnerischen Tausch DM in € erlebt. Bin leider nicht Methusalem.

Fall du aber das Geheimnis der ewigen Jugend gefunden hast, wäre ich interessiert.

https://de.wikipedia.org/wiki/Währungsreformen_in_Deutschland

 

Papiermark, Reichsmark, Rentenmark, Alliierte Militärmark, Deutsche Mark, Ostmark (für die DDR), Euro ... recht viel für nur gut 100 Jährchen finde ich zumindest.

 

Nachtrag: Das englische Pfund ist 1. 200 Jahre alt, den Schweizer Franken gibt es seit 1785 und selbst den US-Dollar immerhin seit 1850. Dagegen war und ist unsere Währungsgeschichte deutlich fragiler.

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Geschrieben

Abgesehen von dem normalen Liquiditätspuffer auf dem Giro und dem Notgroschen als Tagesgeld beträgt meine Cashquote genau 0%. Was sollte denn für mehr sprechen?

 

Nachkaufen im Crash? Da sind wir wieder beim alten Thema Markettiming, was am Ende doch nicht funktioniert. Entweder ich kaufe "ins fallende Messer" nach, oder ich warte zu lange, bis die Talsohle wieder vorbei ist. Nö, dann kaufe ich ganz langweilig monatlich nach.

 

Und wenn ich einen Währungschrash, Hyperinflation, eben jenes Zombiszenario erwarte: Ist es nicht gerade dann ziemlich blöd, jede Menge dieser nun wertlosen Währung daheim zu haben?

 

Das einzige Szenario wo es sich wirklich auszahlen würde ist eine deftige Deflation. Sicher nicht unmöglich, halte ich aber dennoch für so unwahrscheinlich, dass ich lieber das Risiko eingehe als einen Großteil meines Vermögens unproduktiv herumliegen und von der Inflation auffressen zu lassen.

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vor 2 Minuten schrieb Reinsch:

Und wenn ich einen Währungschrash, Hyperinflation, eben jenes Zombiszenario erwarte: Ist es nicht gerade dann ziemlich blöd, jede Menge dieser nun wertlosen Währung daheim zu haben?

Gerade deshalb habe ich unter eine strategische Liquidität auch andere Währungen und als Cashersatz auch Gold subsumiert und zudem eine geographische Diversifikation empfohlen. Damit man eben gerade nicht "diese nun wertlose Währung daheim hat".

vor 2 Minuten schrieb Reinsch:

Das einzige Szenario wo es sich wirklich auszahlen würde ist eine deftige Deflation. Sicher nicht unmöglich, halte ich aber dennoch für so unwahrscheinlich, dass ich lieber das Risiko eingehe als einen Großteil meines Vermögens unproduktiv herumliegen und von der Inflation auffressen zu lassen.

Wenn man es sich aber leisten kann, warum sollte man dann das Szenario Deflation" nicht abbilden ? Ganz auszuschließen ist es nicht. Klar: Papiergeld kann man beliebig drucken - Vertrauen in dieses Zettelgeld aber nicht. Einen "Großteil meines Vermögens" würde ich also auch nicht "in Cash" halten - aber eben einen angemessenen Anteil, der sich daran orientiert, welche Wahrscheinlichkeit ich dem Szenario Depression/Deflation beimesse. Unproduktiv empfinde ich dies nicht. Wie bei jeder "Versicherung" - sie kostet eben etwas Geld ...

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Geschrieben · bearbeitet von armerTor

Ich bin quasi immer zu 100% investiert ( "wer kein Geld hat muss spekulieren" - Kostolany ). Sollte ich mal etwas über haben, würde ich es als Philantrop den Reichen schenken, sie lieben es nun mal am innigsten. :)

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vor 8 Stunden schrieb Pullunder26:

Ich wollte mal eine Diskussion darüber starten, wie viel Cash ihr für wichtig erachtet? Hintergrund ist der. Viele Langfristanleger, wollen bei einem Kursrücksetzer nachkaufen. Wenn mein Depot jetzt zu 100% aus Aktien besteht und 0% Cash, ist das zu wenig weil man eventuell eine günstige Nachkaufchance verpasst.

 

Aktuell, bin ich am überlegen, pro Position eine Cashgröße von 25% zu "hinterlegen" welches als Geld zum Nachkauf gedacht ist.

 

Wie handhabt ihr das? 

 

Für Nachkäufe bei Kursrücksetzern habe ich einige Reverse-Bonus-Zertifikate im Depot. Wenn der Markt runter geht, steigen die im Kurs. Dann lohnt es sich, die zu verkaufen und die Nachkaufchancen bei Aktien etc. zu nutzen.

Für den "Tausch" nutze ich meinen Lombardkredit

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Mit meinen 28 Jahren und der in den nächsten Jahren bevorstehenden Familienplanung halte ich 15-20k auf dem Tagesgeldkonto. Der Rest wird angelegt/investiert.

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Geschrieben

vor 12 Stunden schrieb Reinsch:

Das einzige Szenario wo es sich wirklich auszahlen würde ist eine deftige Deflation. Sicher nicht unmöglich, halte ich aber dennoch für so unwahrscheinlich, dass ich lieber das Risiko eingehe als einen Großteil meines Vermögens unproduktiv herumliegen und von der Inflation auffressen zu lassen.

 

Ich finde ja, das Deflationsszenario wird bei den meisten Analysten sträflich unterbewertet. Alle scheinen davon auszugehen, die weltweite Überschuldung wird durch eine Gelddruckorgie mit anschließender (Hyper-)Inflation gelöst werden. Aber sind Schuldenstreichungen mit paralleler Geldvernichtung nicht mindestens genauso wahrscheinlich? Ich halte über die normale Liquiditätsreserve jedenfalls noch eine zusätzliche Barreserve für solch ein Szenario. Oben wurde als Alternative Gold erwähnt, aber die finde ich als Deflations-Hedge völlig ungeeignet.

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Geschrieben

vor 4 Stunden schrieb Maciej:

 

Ich finde ja, das Deflationsszenario wird bei den meisten Analysten sträflich unterbewertet. Alle scheinen davon auszugehen, die weltweite Überschuldung wird durch eine Gelddruckorgie mit anschließender (Hyper-)Inflation gelöst werden. Aber sind Schuldenstreichungen mit paralleler Geldvernichtung nicht mindestens genauso wahrscheinlich?

:thumbsup: Ganz unwahrscheinlich ist es jedenfalls nicht.

vor 4 Stunden schrieb Maciej:

 

Ich halte über die normale Liquiditätsreserve jedenfalls noch eine zusätzliche Barreserve für solch ein Szenario. Oben wurde als Alternative Gold erwähnt, aber die finde ich als Deflations-Hedge völlig ungeeignet.

Das wurde von mir erwähnt - aber nicht alternativ sondern kumulativ (auch mit anderen Währungen zusammen).

 

Bei den anderen Währungen bevorzuge ich inzwischen Sorten mit einer gewachsenen Historie (Pfund gibt es seit 1. 200 Jahren, den Schweizer Franken seit 1785, den US-Dollar seit 1850 usw.).

Währungsgeschichtlich ist der "Euro" ja noch ein Baby. Für seine kurze Lebenszeit mußte er für meinen Geschmack schon ein bißchen zu oft gerettet werde:o

 

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Wenn ich nun dieses Zombieapokalypsen- bzw. Deflationsversicherungscash noch auf US-Dollar, Schweizer Franken, Yen, Gold, Silber, Bitcoin, etc. splitte, dann braucht es wirklich einen ansehnlichen Teil meines Vermögens. Im Fall des Falles soll dann ja schließlich auch eine nennenswerte Summe bleiben. Ich würde daher mal so 20 bis 30% des Gesamtvermögens schätzen.

 

Und nochmal, dafür erscheint mir dieses Szenario doch zu unwahrscheinlich, als dass ich so viel Geld unproduktiv herumliegen lasse.

 

Wenn ich wirklich an einen solchen Kollaps glauben würde, dann wäre wohl eher ein ländliches Grundstück mit Schrebergarten meine Investition der Wahl. Gern auch in Paraguay oder Laos.

 

Aber ich halte mich statt an Weltuntergangsphantasien doch lieber an das rheinische Grundgesetz. Damit lebt es sich wesentlich angenehmer.

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vor 8 Stunden schrieb Reinsch:

Aber ich halte mich statt an Weltuntergangsphantasien doch lieber an das rheinische Grundgesetz. Damit lebt es sich wesentlich angenehmer.

 

Wo liest du hier was von Weltuntergangsphantasien? Erkläre doch lieber mal, wie das Überschuldungsproblem aus deiner Sicht gelöst werden soll, ohne dass es am Ende zu einer stärkeren Inflation oder Deflation kommt. Herauswachsen halte ich wiederum für unwahrscheinlich, die westlichen Märkte sind schon so übersättigt, dass Potential allenfalls noch in den Schwellen- oder Entwicklungsländern vorhanden ist. Und wenn man sich anschaut, welche der Industrienationen schon am längsten im Schuldensumpf feststeckt, nämlich Japan, dann lässt die Inflation durch Notenbankinterventionen schon seit fast 30 Jahren auf sich warten. Das macht die Deflation also nicht so unwahrscheinlich.

 

Bei mir macht das "Zombieapokalypsen- bzw. Deflationsversicherungscash" aktuell übrigens ca. 50% meines Portfolios aus, und diese Diversifikation hat sich bisher mehr als ausgezahlt.

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vor 13 Stunden schrieb Reinsch:

Aber ich halte mich statt an Weltuntergangsphantasien doch lieber an das rheinische Grundgesetz. Damit lebt es sich wesentlich angenehmer.

Du hast Du natürlich absolut recht. Für den Moment jedenfalls. Ob dies auch für zukünftige Szenarien gilt ? Da bin ich mir nicht so sicher. Deshalb positioniere ich mich entsprechend.

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