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Steuerharmonisierung: Wie ernst kann man die EU noch nehmen ?

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Seit vielen Jahren - um nicht zu sagen seit Jahrzehnten - bemüht sich die EU (via ECOFIN z. B.) intensiv um eine Steuerharmonisierung. Nichtsdestotrotz ist es immer noch ein Fakt, daß man beispielsweise in manchen Ländern "Staatsbürgerschaften" einfach kaufen kann. Das geht nicht nur bei den kleineren "Exoten" wie Malta oder Zypern, sondern auch in größeren Ländern wie Österreich oder Niederlande. Viele Länder bieten auch "Sonderkonditionen", wenn man dort steueransässig wird, wie etwa Luxembourg, Irland, Großbritannien (Kanalinseln) usw.

 

Den Vogel schießt aber m. E. jetzt Italien ab (wenn die Geschichte stimmt, die mir immerhin zwei renommierte Fachanwälte für Steuerrecht berichtet haben): Italien bietet bei dortigem Steuersitz und Einkommen aus dem Ausland eine dauerhafte Pauschale von 100 tsd. Euro p.a. an, mit der alle Steuern abgegolten sind, unabhängig von der Höhe der erzielten Einnahmen. Es reicht dann angeblich ein zwei- oder dreiseitiges Formblättchen, wenn man sich nur bereit erklärt und verpflichtet, dauerhaft die 100 tsd. p. a. zu löhnen ...

 

Das erinnert stark an den damaligen Beckenbauer-Fall und Austria. Trotz Einnahmen in zweistelliger DM-Millionenhöhe (u. a. durch Werbegelder) bot Österreich dem Kaiser Franz eine pauschale Abgeltung in Höhe von dauerhaft 1,0 Mio. Schilling (damals ca. 143 tsd. DM) an, mit der bei Steuersitz Österreich alle Steuerpflichten - ausländische Einnahmen betreffend - abgegolten sind. Daraufhin zog der Franz nach Kitzbühl ... So hieß es damals zumindest in den "gewöhnlich gut informierten Kreisen".

 

Wie paßt dies zu dem jahrzehntelang postulierten Anspruch der EU auf Steuerharmonisierung ?

 

Oder anders gefragt: Wenn die Italien-Story so stimmt, wie ernst kann man dann die EU überhaupt noch nehmen !?

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Nicht die (Steuer)-Oasen sind das Problem, sondern die unsere Steuerwüste.

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