Fiktive Quellensteuer und Stückzinsen

Geschrieben

Wie wird eigentlich die fiktive Quellensteuer bei folgender Vorgehensweise verrechnet:
* Ich kaufe kurz vor dem Zinstermin eine Anleihe aus einem Staat, für den eine fikt. Quellensteuer im DBA festgelegt ist (Bsp. 10.000€, 8% Kupon, fikt. QuSt.: 20%).

* Ich zahle also beim Kauf fast 800€ an Stückzinsen, die als Kosten meinen allgemeinen Verlust-/Gewinn-Topf reduzieren und mir eine Steuererstattung von ca. 200€ einbringen.

* Wenige Tage später erhalte ich die Zinszahlung von 800€, auf die 200€ AbgSt. anfallen würden. Hier wird aber die fikt. QuSt. von 20% (von 800€), also 160€ abgezogen.

* Effektiv werden also nur 40€ an Steuern einbehalten. Zusammen mit dem Kauf bleibt ein Steuergewinn von 160€.

 

Ich denke zwar, dass dies aufgrund der anfallenden Transaktionskosten und Spreads kein lohnendes Geschäftsmodell sein kann, mich würde aber mal interessieren, ob meine Rechnung richtig ist oder ob da ein Gedankenfehler drin ist? Z.B.: Werden die fikt. QuSt. auch schon beim Kauf von Anleihen (Stückzins) berücksichtigt?

 

Gruß, Tooni

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Geschrieben

Grundsätzlich ist es so, wie du beschreibst. Bei Stückzinsen spielt eine fiktive QSt keine Rolle, nur bei Zahlung des Kupons.

 

Als Geschäftsmodell funktioniert es auch deshalb nicht, weil dieser Umstand bekannt ist und daher eine solche Anleihe vor Kupontrennung etwas wertvoller  (c. p. also etwas teurer) ist als nachher.

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