Sapine 31. März Dein Job scheint keine großen Zukunftsaussichten zu haben. Hast Du mal über eine komplette Neuorientierung nachgedacht? Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
ToTheTop 1. April Am 31.3.2026 um 12:56 von Sapine: Dein Job scheint keine großen Zukunftsaussichten zu haben. Hast Du mal über eine komplette Neuorientierung nachgedacht? This. Geht doch nur um Beschäftigung und weniger ums Geld bei dir. Das kommt über deine Frau. Frag dich lieber mal was du machen willst. Wenn du auf der Arbeit nur ansatzweise so rüberkommst, wie du hier über Arbeit sprichst, dann wundert es doch überhaupt nicht, wie sich deine Karriere entwickelt. Kein Bock, keine Ziele und möglichst ne ruhige Kugel schieben. Low Performer halt. Sorry, für die harten Worte, ich finds aber notwendig dir den Spiegel mal vorzuhalten. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
*Teufel* 11. April · bearbeitet 11. April von *Teufel* Eher nicht, die letzte Stelle lag mir gar nicht.... Um gut dazustehen, schleppte ich mich sogar krank dahin....bis ich mein Limit erreicht habe " Hexenschuss" Das konnte ich nicht mehr überspielen. Egal " es ist wie so oft im Leben" nicht zu ändern. Ich für meine Teil gehe wieder auf die Suche. Und als"Low Performer" muss ich ja nichts beweisen ^^ Und genieße jetzt erstmal meine Freizeit und den Garten. Was gibt es sonst so? JA ihr hattet Recht: meine Frau nutzt die Planbarkeit um den großen Motorschein zu machen:/ Bald hat mein Vater 90 Geburtstag.... GW hätte ich nie erwartet. Mal sehen wie lange sie sich Beide mit Pflegestufe 3 und den Wiederwillen für's Pflegeheim das noch meistern.(Mutter 76) Zumindest habe ich nun für sie auch wieder mehr Zeit. Man muss es auch mal positiv sehen. Anlegen: Stand 01.-04.26 13,5k in etfs ( vom Tagesgeld) diesem Sinne ein Arbeitsloser ab 15.04. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Schildkröte 13. April · bearbeitet 13. April von Schildkröte Am 31.3.2026 um 12:37 von *Teufel*: Als Grund wurde keiner genannt... "Ordentlich Kündigung" Aber ich war wohl zu langsam, nicht pfiffig genug. Unfähig ... Ich will doch nur etwas arbeiten und kein extrem Stress dabei haben. Es tut mir leid, dass es mit der neuen Stelle nicht geklappt hat. Wie jedoch einige Vorschreiber schon schrieben: Zum einen lesen hier auch Arbeitgeber und Kollegen mit. Zum anderen ist es derzeit ein Arbeitgebermarkt bzw. die rosigen Zeiten sind für Arbeitnehmer während der anhaltenden Wirtschaftsflaute erstmal vorbei. Aber selbst in wirtschaftlich besseren Zeiten läufst Du mit Deiner Arbeitseinstellung erneut Gefahr, negativ aufzufallen. Gibt es vielleicht Tätigkeiten, die Dich motivieren würden oder wie könntest Du Dich vielleicht selbst motivieren, um Dich mehr reinzuhängen? Einige Vorschreiber haben eine Umschulung oder erneute Ausbildung vorgeschlagen. Das kann durchaus eine Option sein. Allerdings ist das zunächst mit Verdienstausfall verbunden (ein Azubientgelt mag für einen jungen Menschen, der noch bei den Eltern wohnt, viel Geld sein - mit Haus und Kind ist es eine starke Einschränkung). Des Weiteren ist auch Motivation für den neuen Job und während der Ausbildung wichtig. Ein Freund von mir hat mit Mitte dreißig eine Umschulung gemacht und berichtete davon, dass er und seine Mitschüler es teils gar nicht mehr gewohnt waren, sich auf Klausuren vorzubereiten. Zudem steht zum Ende der Ausbildung wieder eine Jobsuche an. Es sollte also ein möglichst gefragter Beruf sein. Im Idealfall machst Du die Ausbildung bei einem größeren Unternehmen mit höherer Übernahmewahrscheinlichkeit. Der Ausbildungsbeginn für dieses Jahr (in der Regel ab August oder September) rückt allerdings näher. Viele Behörden und Unternehmen schreiben bereits ein Jahr vorher aus. Die meisten/besten Ausbildungsplätze sind also schon vergeben. Gleichwohl dürfte es noch einige freie Ausbildungsplätze geben. Ich drücke Dir die Daumen, dass Du bald was findest und wünsche Dir alles Gute! Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Idontcare 13. April Du hattest ja bei der letzten Suche Halbleiterindustrie als Option genannt und dich damals dagegen entschieden. Schau dir das nochmal an. Auch die deutschen Hersteller profitieren vom aktuellen Boom durch die ganzen KI-Rechenzentren durch z.B.: Leistungshalbleiter für die Serverracks oder optische Interconnect-Technologien. Es boomt wieder (im Gegensatz zum letzten Jahr) und Leute werden händeringend gesucht. Schön an der Branche ist, dass die Hürden in andere Rollen zu wechseln relativ gering sind und die Branche auf Grund der Schnelllebigkeit sehr flexibel ist. Auf Grund von Fachkräftenangel werden interne Weiterentwicklungen massiv gefördert. Dass heißt, wenn du mal drin bist, ist es an dir durch Leistung zu überzeugen und dann steht dir alles offen. Ich erwähne das, weil ich glaube du dich damals dagegen entschieden hast, weil die Rolle nicht allzu attraktiv war. Lass bei deiner Bewertung also auch die Entwicklungsmöglichkeiten mit einfließen und Frage aktiv danach im Vorstellungsgespräch. Viel Erfolg! LG, Idontcare Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
*Teufel* 13. April · bearbeitet 13. April von *Teufel* Es war nicht der Grund das ich mich nicht genug rein gehängt habe. Ich war für die Stelle nicht unbedingt geeignet,wo ich in der zweiten Hälfte hingeschoben wurde. Thema Umschulung werde ich ansprechen bei Arbeitsamt. Erste Bewerbung ist auch draußen. Halbleiter hatte ich 3 Bewerbungen draußen und bin zweimal nicht weiter gekommen und einmal im Vorstellungsgespräch raus. Ich habe mal mir Gedanken um die Zukunft gemacht: Unter der Annahme, keine Scheidung, keine Katastrophe, keine Bu Werde ich auch mit 32-36h zu 15€ mit um 1,5k Netto klar kommen. Der Hauskredit würde sich in den Fall halt verlängern. Mal sehen was mir da anstellen so einfällt. Meine persönliche Kosten sind doch nur wenige hundert €. Thema Rente: Annahmen Rente mit 65-70 Jahren.(In 25-30 Jahren) bedarf wieder 1500€ in heutiger Kaufkraft. Bausteine: *Rentenpunkte gedanklich 30 Stück (Stand jetzt 20) * 125k geblockt in 2027 erreicht/ Rendite 5-7% auf 30 Jahre ( ich darf unter keinen Umständen ans Geld gehen) * Mierfreies wohnen (Kaltmiete) *150€ ab 2027 ins Altersvorsorge Depot/ Riester Umzug (ca 20k Kapital) * Betriebsrente mit 65 Garantie Auszahlung 50850€ nach Steuern/SV / Inflation Wert 12,5k in heutiger Kaufkraft * Betriebsrente 30k Depot Arbeitgeber vermutlich nur werterhalt= nach Steuern SV ca 15k Wert * Betriebsrente Chemiepension Fond 10,5 k vermutlich nur werterhalt nach Steuern/ SV 5-7k * Rentenversicherung aus 2003 einmalig 25-30k mit 65 nach Inflation Wert 15k = Passt. Heißt im Umkehrschluss: Von 25k Restvermögen und ca 300€ Sparate darf ich neu anfangen. Mal kucken ob ich das gedanklich so trennen kann. Es würde sich zu jetzt an meinem Leben damit erstmal nichts ändern, ob ich mal ein geringes Erbe bekommen spielt keine Rolle ( wenige k ) Mal sehen Erstmal muss ich was wiederfinden ansonsten bewerben und die fast 2 k Arbeitslosengeld mitnehmen. Wir als Familie werden nicht untergehen und meine Ziel ist es ohne direkte Geldzahlung Ehefrau auch in Zukunft klar zukommen. Falls,wäre wenn, sie jemals was sparen wird. Aber vielleicht kommt der Gedanke noch. So wie es reinkommt wird es aber die nächsten Jahre ausgegeben werden. ( Motorrad, Auto, mal eine teuren Urlaub ) Sieh steigt ab Januar mal wieder 500€ auf. Und sind 10k auf den Konto kommt bestimmt wieder eine idea. Ausgaben: *Nebenkosten Haus bezahlt sich mehr oder weniger alleine durch die Steuererklärung(Steuerklasse 4/4) *Lebensmittel *Hobbies *Mobilität * Versicherung * Sonstiges/Unternehmungen Sprich ohne Nebenkosten Haus, langt 500-750€ Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Holgerli 13. April Kann es sein, dass Du gerade in einer gewissen Resignationsphase bist? Im Alter von 40 (?) 25 bis 30 Jahre das Berufsleben mit Mindestlohn weiter zu planen halte ich persönlich für semioptimal. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
*Teufel* 13. April · bearbeitet 13. April von *Teufel* vor 10 Minuten von Holgerli: Kann es sein, dass Du gerade in einer gewissen Resignationsphase bist? Im Alter von 40 (?) 25 bis 30 Jahre das Berufsleben mit Mindestlohn weiter zu planen halte ich persönlich für semioptimal. Nicht ohne Grund... Gefühlt traue ich mir zur Zeit gar nichts mehr zu.... Meine Selbstbewusstsein ist im Moment Null was meine Perspektive angeht. Ich sehe nichts, und bin zutiefst verunsichert. In rollender Woche, eine Anlage wieder bedienen die ich auswendig kann.... kann ich nicht herzaubern. Und anscheinend bin ich jedesmal nicht schnell genug...? Jedesmal Stürze ich mich neu rein, schreibe alles mit und Versuche keine Fehler zu machen. Um zum Schluss wieder nicht gut genug zu sein. Zu nervös, unstrukturiert wenn viele Sachen auf einmal kommen. Weil ich ab da dann den gewohnten Ablauf verlasse...und unsicher werde...und Zack sieht man es mir wieder an... Der ist überfordert:/ Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Holgerli 13. April Ist nachvollziehbar und kenne ich. Ggfs. wäre es aber erst einmal sinnvoll an dem Gefühl der Verunsicherung zu arbeiten anstatt sich mit diesem Gefühl ins nächste Abenteuer / in den nächsten Job zu stürzen. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Lazaros 13. April · bearbeitet 13. April von Lazaros vor 1 Stunde von *Teufel*: Und anscheinend bin ich jedesmal nicht schnell genug...? Jedesmal Stürze ich mich neu rein, schreibe alles mit und Versuche keine Fehler zu machen. Um zum Schluss wieder nicht gut genug zu sein. Zu nervös, unstrukturiert wenn viele Sachen auf einmal kommen. Weil ich ab da dann den gewohnten Ablauf verlasse...und unsicher werde...und Zack sieht man es mir wieder an... Der ist überfordert:/ Es gibt den Spruch: Wer nicht mit der Zeit geht, der geht mit der Zeit. Die eine Lösung: Versuchen mit der Masse mitzuhalten (besser noch die anderen übertrumpfen) durch ständiges Lernen und Weiterbilden. Das kann jedoch schwierig sein, wenn man nicht die gleichen Anlagen wie andere Mitbewerber hat (die Kröte gewinnt keinen Wettlauf gegen einen Hasen). Die zweite Lösung: Mache es wie der Quastenflosser, d.h. sich auf seine Schwächen besinnen und diese als Stärke nutzen. vor 1 Stunde von *Teufel*: In rollender Woche, eine Anlage wieder bedienen die ich auswendig kann.... Fazit: Suche Dir eine Tätigkeit, wo Monotonie und ständiges Wiederholen gefragt ist und die viele andere deshalb niemals machen werden. Beispiele: - Arbeit in einer Behindertenwerkstatt - Ausfahrer bei Essen auf Rädern - Botendienst (Medikamentenausfahrer) in einer Apotheke - Kleine Hausmeisterdienste, Rasen mähen, Fahrdienste für betagte Menschen Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Nostradamus 13. April vor 5 Stunden von Lazaros: Fazit: Suche Dir eine Tätigkeit, wo Monotonie und ständiges Wiederholen gefragt ist und die viele andere deshalb niemals machen werden. Beispiele: - Arbeit in einer Behindertenwerkstatt - Ausfahrer bei Essen auf Rädern - Botendienst (Medikamentenausfahrer) in einer Apotheke - Kleine Hausmeisterdienste, Rasen mähen, Fahrdienste für betagte Menschen Kugelschreiber zusammenbauen fehlt noch in der Liste. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Lazaros 13. April · bearbeitet 13. April von Lazaros vor 13 Minuten von Nostradamus: Kugelschreiber zusammenbauen fehlt noch in der Liste. Ich glaube du verkennst da meine Wertschätzung der obigen Aufgaben, beispielsweise die Arbeit in einer Behindertenwerkstatt. Ich kenne persönlich einen KFZ-Meister (vorher KFZ-Werkstattleiter), der das seit Jahren macht und bewundere ihn für seine Leistung. Zitat https://entia.de/wfbm-wissen/mitarbeitende 1. Fachkräfte zur Arbeits- und Berufsförderung (FAB): Dies ist die Kernqualifikation für die unmittelbare Betreuung und Förderung der Menschen mit Behinderung im Arbeitsbereich. Anforderungen: Abgeschlossene Berufsausbildung in einem anerkannten handwerklichen, industriellen oder landwirtschaftlichen Beruf und Zusätzliche sonderpädagogische Qualifikation (z.B. Heilerziehungspfleger, Arbeitserzieher, Fachkraft für Arbeits- und Berufsförderung in Werkstätten für behinderte Menschen (FAB)). Diese Qualifikation wird oft durch eine berufsbegleitende Weiterbildung erworben. Aufgaben: Anleitung und Unterweisung der Beschäftigten mit Behinderung bei der Ausführung von Arbeitsaufgaben. Förderung der individuellen Fähigkeiten und Kompetenzen der Beschäftigten. Entwicklung und Umsetzung von Förderplänen. Begleitung der Beschäftigten in ihrer persönlichen und beruflichen Entwicklung. Dokumentation und Berichtswesen. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Nostradamus 13. April vor 7 Minuten von Lazaros: Ich glaube du verkennst da meine Wertschätzung der obigen Aufgaben, beispielsweise die Arbeit in einer Behindertenwerkstatt. Ich kenne persönlich einen KFZ-Meister (vorher KFZ-Werkstattleiter), der das seit Jahren macht und bewundere ihn für seine Leistung. Der Punkt passt auch nicht gut zu den anderen aufgezählten Tätigkeiten. Der TO wird sein Glück vermutlich nicht als Auslieferungsfahrer finden. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Rubberduck Montag um 19:08 vor 8 Stunden von Lazaros: Suche Dir eine Tätigkeit, wo Monotonie und ständiges Wiederholen gefragt ist und die viele andere deshalb niemals machen werden. Beispiele: - Arbeit in einer Behindertenwerkstatt - Ausfahrer bei Essen auf Rädern - Botendienst (Medikamentenausfahrer) in einer Apotheke - Kleine Hausmeisterdienste, Rasen mähen, Fahrdienste für betagte Menschen Dir ist aber schon klar, dass man nicht einfach irgendwo anfangen kann, weil man das will? Gerade in solchen Jobs wollen die Team -oder Abteilungsleiter keine Überqualifikation. Ich kann hier meine Erfahrung vom wissenschaftlichen in den gewerblich-technischen Bereich anführen. Niemand ist gerne "doofer" oder "jünger" als die Leute die er beaufsichtigen muss. vor 14 Stunden von Schildkröte: Ein Freund von mir hat mit Mitte dreißig eine Umschulung gemacht und berichtete davon, dass er und seine Mitschüler es teils gar nicht mehr gewohnt waren, sich auf Klausuren vorzubereiten. Dann hat er das vermutlich nie richtig gelernt. Ich habe mit Anfang 50 meinen QMB ISO 9001 gemacht. Einmonatiger Kurs vom Arbeitsamt finanziert. Tatsächlich die erste richtige Prüfung seit dem Studium. Aber das war eine durchweg positive Erfahrung. Ganz neues Themenfeld. Lernen in Arbeitsgruppen. Neue Leute kennenlernen. Von der Erfahrung anderer hören. Den Horizont erweitern. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
PEOPLES Dienstag um 11:05 vor 15 Stunden von Rubberduck: Dann hat er das vermutlich nie richtig gelernt. Vermutlich. Und selbst wenn, sowas kann man auch lernen. Man muss halt ein wenig aus der Komfortzone kommen, vielleicht sind das dann keine "Firmeninterne" Schulungen die eher Pflicht (mit Abschlussgarantie) sind. Der massgebliche Teil ist eh Fleiss bei einer solchen Sache. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Schildkröte Dienstag um 13:59 Nun ja. Seit vier Jahren bin ich Ausbilder bei dem Betrieb wo ich vor über 20 Jahren selbst gelernt habe. Schule und Ausbildung bzw. die Lehrmethoden haben sich schon geändert - weg vom überwiegenden Frontalunterricht hin zu mehr selbst erarbeiten. Das ist nach längerer Zeit sowohl für Lehrende als auch Lernende eine Umstellung. Gleichwohl sollte man sich davon nicht abschrecken lassen und die Herausforderung annehmen. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Lazaros Dienstag um 19:10 · bearbeitet Dienstag um 19:10 von Lazaros Am 13.4.2026 um 18:46 von Nostradamus: Der TO wird sein Glück vermutlich nicht als Auslieferungsfahrer finden. Warum eigentlich nicht? Lesetipp -> https://www.perlentaucher.de/buch/fredrik-sjoeberg/vom-aufhoeren.html Zitat Fredrik Sjöberg Vom Aufhören Über die Flüchtigkeit des Ruhms und den Umgang mit dem Scheitern KLAPPENTEXT Eigentlich wollte Fredrik Sjöberg das Schreiben aufgeben: Er hatte keine Schulden mehr und genügend Brennholz hinter dem Haus, das war alles, was er sich je versprochen hatte. Doch da gab es diese Geschichte, die erzählt werden wollte. Sie dreht sich um zwei Künstler, die heute so gut wie vergessen sind und deshalb wohl als "gescheitert" betrachtet werden können. Und es geht um die Frage, was das überhaupt heißt, scheitern - und ob es nicht vielleicht sogar etwas Gutes ist? Womöglich sogar eine echte Kunst? Olof Ågren, geboren 1874, war ein Eremit, der viele Jahre einsam auf der Felseninsel Krokholmen lebte, wo er nachts mit dem Bart am Kissen festfror. Als eine Ausstellung in Stockholm doch noch den späten Ruhm brachte, bat Ågren alle, sich zum Teufel zu scheren, gab das Malen auf, kaufte sich einen Bauernhof auf steinigem Grund und verbrachte den Rest seines sehr langen Lebens als ein nach allen weltlichen Maßstäben gescheiterter Bauer. Lotte Laserstein, geboren 1898, floh vor den Nazis 1937 nach Stockholm, wo sie in derselben Galerie ausstellte wie Ågren. Auch ihre Ausstellung war ein Erfolg, die Gemälde grandios. Doch nach der Ermordung ihrer Mutter im KZ gelang es ihr nicht mehr, ihr künstlerisches Niveau zu halten. Mit Auftragsarbeiten hielt sie sich über Wasser, während ihr gewaltiges Hauptwerk Abend über Potsdam in ihrem Wohnzimmer hing. Beinahe zufällig wurde auch ihr in hohem Alter noch später Ruhm zuteil. Begegnet sind die beiden sich nie, doch Sjöberg gelingt es, die Biografien dieser sonderbaren Außenseiter miteinander zu verknüpfen und ihr ganz unterschiedliches "Scheitern" so zu beleuchten, dass dabei viel Bewegendes, Skurriles und Schönes ans Licht kommt - immer auch auf der Suche nach einer Antwort auf die Frage: Wofür mache ich das hier eigentlich alles? Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag