BU über Gruppenvertrag bei schwieriger Gesundheitshistorie

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Guten Tag zusammen,

 

Fragen (Situation s.u.):

1. ist meine Einschätzung richtig, dass ich keine BU am freien Markt abschließen kann, die die üblichen Gesundheitsfragen enthält?

2. Angesichts der Fülle der Diagnosen, die für eine BU ein Problem werden könnten, würde eine Diskussion/Klärung/Streichung mit den jeweiligen Ärzten wahrscheinlich nicht zum Ziel führen, eine saubere Gesundheitshistorie zu haben - oder ?

3. Falls 2. nein:  wäre ein Gruppenvertrag die beste Lösung?

4. Welche Bedingungen der mir zur Verfügung stehenden Gruppenverträge sind besser ?  (HDI oder Allianz)

5. Gibt es zur Zeit andere offene Gruppenverträge, die frei zugänglich sind?

6. Soll ich die bestehenden Alt-Verträge aufgrund der Gesundheitshistorie trotz deren Nachteile unbedingt weiter laufen lassen?

7. Gibt es am Markt Gesellschaften, die BUs anbieten, die nur fürs Alter 60-67 Jahre (=meine Lücke) laufen und die ich schon jetzt mit 37 Jahren abschließen kann?

 

Danke,

Barbarossa II

 

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Persönliche Situation:

* Alter: 37; Familienstand: ledig; Kinder: keine; geplanter Renteneintritt: 67

* Berufliche Situation: Angestellter

* Es besteht eine BU Versicherung mit folgenden Nachteilen:

       - mit abstrakter Verweisung

       - Endalter: 60

       - deckt nur 50% des aktuellen Netto ab.

      - Kombination BU und LV (Allianz Start Pollice)

* Vorteil: Vertrag ist deutlich über 10 Jahre alt.

* Gesundheitliche Situation: leider hat eine Durchsicht der abgerechnete Diagnosen/Krankenkassenunterlagen der letzten 10 Jahre Folgendes zum Vorschein gebracht:   

      1 Sonstige biomechanische Funktionsstörungen (Rücken)
      2 Deformität des Beckens und der Füße
      3 Angststörung
      4 sonstiger chronischer Schmerz
      5 Somatisierungsstörung

      (im täglichen Leben habe ich keine Einschränkungen; manche Diagnosen sind erklärbar - manche nicht.)

* aufgrund der Diagnosen gehe ich davon aus, keine BU abschließen zu können, die die "üblichen" Gesundheitsfragen enthält.

* über Mitgliedschaft in Vereinen/Gremien/Organisationen habe ich die Möglichkeit, Gruppenverträge mit weniger Gesundheitsfragen abzuschließen

 

HDI:   (genauen Vertragstext habe ich angefordert.) 

  • eine wahrheitsgemäße Beantwortung der Gesundheitsfragen aus dem Antrag sollte mich in die "unauffällige" Antwort-Gruppe bringen
  • EGO Top (Selbständige Berufsunfähigkeitsversicherung), Tarif BV17; Jährliche Erhöhung der Prämie ohne Gesundheitsprüfung um 3% (Dynamikform P 3%), Endalter: 67 Jahre
  • Leistungshöhe: leider max. 1.200 Euro; reicht nicht, um die Versorgungslücke ganz zu schließen
  • Textauszug aus Werbeflyer:
  •    Voraussetzung für eine Leistung ist, dass Sie aus gesundheitlichen Gründen mindestens sechs Monate lang ununterbrochen mindestens zu 50 % außer Stande sind, Ihrer zuletzt
        ausgeübten beruflichen Tätigkeit nachzugehen. Dabei berücksichtigen wir, wie Sie diese ohne gesundheitliche Beeinträchtigung konkret ausgeübt haben.
  •    Verzicht auf die abstrakte und konkrete Verweisung bei Eintritt einer Berufsunfähigkeit
  •    Keine Meldepflicht bei Besserung des Gesundheitszustandes oder bei Wiederaufnahme eines Berufs
  •    Volle Leistung wegen Pflegebedürftigkeit bereits ab einem Pflegepunkt
  •    Infektionsklausel für alle Berufe
  •    Weltweiter Schutz
  •    Rückwirkende, taggenaue Leistung ab Eintritt der Berufsunfähigkeit
     

Allianz:

  • (Tarif kläre ich noch)
  • in Klärung, ob eine wahrheitsgemäße Beantwortung der Gesundheitsfragen aus dem Antrag mich in die "unauffällige" Antwort-Gruppe bringt (alte Werbung enthielt die Frage, ob ich wg. "Bewegungsapparat" in Behandlung war; das müsste ich mit ja beantworten - was Nachfragen etc. provoziert.)
  • Leistungshöhe: max. 2.500 Euro; damit könnte die Lücke geschlossen werden

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Die Angaben sind für eine Einschätzung nicht tauglich. Man benötigt schon wesentlich mehr individuelle Details und vor allem auch die zeitliche Dimension. "Abgerechnete Diagnosen", die keine Grundlage haben, sind auch kein BUV Problem. Insofern lässt sich 1.,2.,3. nicht beantworten.

 

4.) Aussagen zur Eignung von AVB etc. bedingen ebenfalls mehr Wissen über Beruf, Branche, Lebensplanung. Gem. quantitativer Ausprägung für einen 37jährigen sind Ego Top der HDI und auch die aktuelle Plus der Allianz jeweils kein Problem.

 

5.) Es gibt generell keine frei zugänglichen Gruppentarife. Läuft immer nur über Rahmenvereinbarung mit dem AG. Es gibt bestenfalls einzelne Aktionen für bestimmte Berufsgruppen, die AG-unabhängig sind.

 

6.) Es fehlt jede brauchbare Angabe. (Abschlusszeitpunkt, Tarif, AVB ...). Grds. hat ein Vertrag, der aus dem VVA komplex raus ist ( ... siehe älter als 10 Jahre ... ) schon einen gewissen Wert, da dies einer der drei wesentlichen Problemkomplexe beim Leistungsantrag ist.

 

7.) AXA Anschluss BUV bspw. ...

 

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zu 4.) Beruf: Ingenieur; Banche: Automobil; Bürotätigkeit an festem Arbeitsplatz: 80% (Rest: Dienstreisen / Besprechungen außerhalb meines Büros); Anteil körperlicher Arbeit: null %

 

zu 6.)  

a.) Allianz Start Police, Abschluss 04/1997, AVB September 1996

b.) "einer der drei wesentlichen Problemkomplexe beim Leistungsantrag": was sind die zwei anderen?   (habs in Deinem Sticky nicht gefunden)

 

Danke,

Barbarossa II

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