Wie 55k langfristig investieren?

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67 Beiträge in diesem Thema

Geschrieben

vor 4 Stunden schrieb theSkipper:

Derzeit tendiere ich zu einer 3-Jahres-FG-Leiter zu je 12k.

Im Jahr 2014 hielt schon einmal jemand ;) 3 Jahre für das maximal sinnvolle.

Aus heutiger Sicht wäre es damals klug gewesen, auf 10 Jahre zu gehen.... "market timing" ist auch im FG-Bereich nicht immer der Erfolgsbringer.

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Geschrieben · bearbeitet von tyr

vor 43 Minuten schrieb odensee:

Im Jahr 2014 hielt schon einmal jemand ;) 3 Jahre für das maximal sinnvolle.

Aus heutiger Sicht wäre es damals klug gewesen, auf 10 Jahre zu gehen.... "market timing" ist auch im FG-Bereich nicht immer der Erfolgsbringer.

 

Ich sehe das heute grundsätzlich immer noch ähnlich, maximal 3 Jahre Festgeld. Zudem würde ich im Gegensatz zu 2014 heute der NIBC Bank https://www.nibc.com/investor-relations/credit-ratings/ mit einem Langzeitrating von BBB- (gerade so noch knapp Investment Grade) nicht mehr so lang fest gebunden Geld für so wenig Zinsversprechen leihen. Wenn man vorzeitig raus will kann man die Festgeldforderung nicht mal eben an der Börse verkaufen wie eine Anleihe.

 

Bedeutung BBB-: Durchschnittlich gute Anlage. Bei Verschlechterung der Gesamtwirtschaft ist aber mit Problemen zu rechnen

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Geschrieben

vor 2 Stunden schrieb pillendreher:

 

Und dazu ein paar denkwürdige Zitate von User Joseph C.

 

"Ich habe  zwei kleine Lebensversicherungen die ich seit meinem achtzehnten Lebensjahr bespare. Die laufen also  schon 33 Jahre. Alle anderen Depots habe ich in meinem Leben verkaufen müssen und dann  wieder neue gestartet. Warum ich die zwei LV nie angetastet habe ? Nur deshalb weil sie so mickrig waren. Warum ich an die anderen Anlagen rangehen musste ? Weil mir immer mal wieder etwas dazwischen kam. Das Leben

50% aller LV werden nicht bis zum Ende durchgehalten. Riesterrenten ebenso. Warum sollte es ausgerechnet bei den tollen ETF Depots anders verlaufen ?"

 

"Ich habe es stets anders herum gehandhabt. Direkt der Sprung ins kalte Wasser und rein in die Aktien. Mit zagen und zaudern hätte er mit Mitte Dreißig eine Aktienquote wie der Großteil der deutschen Bevölkerung. Nämlich gegen Null. Man muss nicht alles minutiös ermitteln und durchplanen. Es kommt sowieso immer anders als man gedacht hat.

Ein Notgroschen und ein Einkommen ist ja vorhanden."

 

Und von mir:

Wer muss schon Reisen, wenn er seinen Reis zu Hause essen kann.

Aber um diese Einstellung zu gewinnen, muss man erstmal reisen und seine eigenen Fehler machen, manche nennen es Leben, oder Joseph?

 Na, du bist mir ja ein Stalker.^_^

Was sollen deine, aus ganz anderen Beiträgen zusammen geklaubte, Zitate von mir  über mich aussagen ?

Meine Scheidung war teuer und ich wollte mein Haus endlich schuldenfrei haben. Deshalb habe ich meine aktiven Aktien Fonds verkauft:ermm:.

Der TO hat mit 25 bereits beachtliche Mittel ins Trockene geschafft. Sein Traum ist die finanzielle Freiheit. Bravo:thumbsup:

Die ist nämlich ein hohes Gut und sehr erstrebenswert. Fehler wird er vielleicht vermeiden können. Es muss ja nicht jeder ins Fettnäpfchen treten wie ich. 

Eine Freundin hat er auch. Was braucht man denn in dem Alter sonst noch ?

 

 

Gruß

Joseph

 

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vor 5 Stunden schrieb tyr:

Das geht, wenn man sich vorstellt, dass das Leben, wie man es jetzt hat immer genau so weitergehen wird. Preise bleiben stabil, nichts ändert sich, man lernt nichts dazu, nichts Neues kennen, die Ansprüche bleiben genau so wie bisher. Man bleibt ewig 25 Jahre alt und man selbst und die Partnerin entwickelt sich nicht weiter.

 

Das lernen geht erst jetzt richtig los. 

 

Kann man so machen ^_^. Zur FF habe ich letztens diesen interessanten Artikel gelesen : https://zendepot.de/finanzielle-freiheit/

 

Ja den habe ich gelesen. Finde ihn gut, kann jedoch nicht überall zustimmen. 

 

Ich finde die Meinungen zur FF sehr spannend, da prallen ganz unterschiedliche Denkweisen aufeinander. Ich nehme das so mit und werde in einigen Jahren sicherlich anders denken als jetzt. Die FF ist in jedem Fall nicht mit einem durchschnittlichem Gehalt und einem durchschnittlichem Konsumverhalten erreichbar. 

 

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vor einer Stunde schrieb theSkipper:

Die FF ist in jedem Fall nicht mit einem durchschnittlichem Gehalt und einem durchschnittlichem Konsumverhalten erreichbar. 

 

:thumbsup:

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vor 10 Minuten schrieb tyr:

:thumbsup:

 

:thumbsup: dito

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Geschrieben · bearbeitet von Cef

vor 10 Stunden schrieb theSkipper:

Mein Ziel ist es von den Erträgen / Gewinnen von RK3 leben zu können. Daher soll RK1 Sicherheit ins Depot zu bringen und dieses Geld soll es mir ermöglichen trotz eines Bärenmarktes nicht mehr arbeiten zu müssen (fu** you money). 

...

In ein paar Jahren könnte ich auf eine 5-Jahres-FG-Leiter umsteigen und je nachdem wie sich mein Depot bis dahin entwickelt und wie hoch meine Ausgaben sind könnte ich mich als finanziell frei bezeichnen. 

 

Du solltest vielleicht erstmal gedankliche Hausaufgaben machen. 

 

Am 6.7.2017 um 15:20 schrieb theSkipper:

Großes und vielleicht auch illusorisches Ziel ist finanzielle Freiheit.

Meine Definition von FF lautet: Die Einnahmen aus Kapitalerträgen sollen meine zukünftigen Lebens(grund)kosten decken. 

 

Du brauchst also ein Vermögen, das nach Steuern, Inflation und Entnahme bezogen auf ein Alter von ??? Deine "Lebens(grund)kosten" deckt.

 

2 Fragen: 

Rechne doch vielleicht mal vor, wie Du hier aus heutiger Sicht kalkulierst: 

 

Welche Summe bräuchtest Du - sagen wir mal mit 40 und weiter Single - um diesen Zustand erreicht zu haben?

 

Und da willst Du jetzt mit 25 schon "Sicherheit ins Depot bringen" ?

 

 

Edit:

Zitat aus dem in #29 zitierten Blog:

"Umso skurriler finde ich, dass auch Menschen, die das Teenageralter kaum hinter sich gelassen haben, schon über finanzielle Unabhängigkeit sinnieren."

 

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vor 6 Minuten schrieb Cef:

Du solltest vielleicht erstmal gedankliche Hausaufgaben machen. 

 

Leider verstehe ich nicht, was du damit meinst vielleicht kannst du es näher erläutern. 

 

Kurze Kalkulation: 

http://www.zinsen-berechnen.de/sparrechner.php?paramid=x4egj7sw4v

230k € in 6 Jahren bei 5,00 Prozent Verzinsung nach Inflation, Kosten und Steuern von RK3 plus 46 k das wären die 50k um 1% abgezinst. 

276k * 0,045 (SWR) = 12,42 k pro Jahr = finanzielle Freiheit weil die derzeitigen Lebenskosten um 25% überschritten werden.

So ca. ist meine aktuelle Kalkulation. 

 

Ich freue mich auf Feedback. 

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Geschrieben

Na dann viel Erfolg. Mit 275 kEUR in die FF zu wechseln ist m.E blauäugig.   12,4k pro Jahr sind quasi 1000 EUR monatlich. Das ist gefühlte Armutsgrenze. 

Ich möchte jedenfalls nicht als ewiger Student mit 1000 EUR monatlich leben wollen. 

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vor 2 Minuten schrieb theSkipper:

Ich freue mich auf Feedback. 

Vielleicht beschäftigst du dich noch mit den Themen:

1) Kapitalertragssteuer (die kannst du in dem Rechner ganz einfach mit berücksichtigen, jedenfalls für "D", wie es für "A" aussieht, weiß ich nicht.)

2) Inflation. Insbesondere in der Auszahlungsphase. Die kannst du in einem Entnahmeplanrechner über die Dynamik mit berücksichtigen.

3) Steigende Ansprüche im Alter. Z.B. aus gesundheitlichen Gründen. Das kann kein Rechner berücksichtigen.

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Geschrieben · bearbeitet von Cef

4. Längere Baisse-Phasen, zB Verluste wie in der Vergangenheit mit Kursverlusten, Dividendenkürzungen etc.

 

5. Steigende Kosten Krankenversicherung , Pflegeversicherung 

 

6. Familie 

 

7. ...

 

Deine "kurze Kalkulation" verstehe ich nicht.

Nur mal als Beispiel: Wie würdest Du derzeit in der "RK1" 1% nach Steuern, Inflation und Nebenkosten erwirtschaften?

 

Deine Gedanken haben schon viele vor Dir gehabt.

Insbesondere Punkt 2 von Odensee hast Du überhaupt nicht in seiner vollen Tragweite erfasst.

Du planst für > 50 Jahre!

Unter 1Mio € brauchst Du nicht mal ansatzweise drüber nachdenken. 

 

Also: Mach eine klare Langfrist-Planung unter Berücksichtigung von schlechten Phasen.

Dann sehen wir weiter.

 

Bis dahin bin ich hier wieder raus.

 

Edit: Was immer dieser Planer genau rechnet:

 

IMG_1050.PNG

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Geschrieben · bearbeitet von Mirage

vor 11 Stunden schrieb theSkipper:

276k * 0,045 (SWR)

Deine SWR ist extrem hoch, realistisch ist eher 3% maximal 3,5%. 

 

Mein Ziel ist auch die Finanzielle Freiheit in den naechsten 10 Jahren zu erreichen und habe da in den letzten Monaten einiges gerechnet. 

In 10 Jahren sind 1000 Euro auch nicht mehr wert was sie Heute wert sind, rechne mal noch die erwartete Inflation rein. 

Wenn du Finanziell frei bist und dich entscheidest nicht mehr zu arbeiten, musst du auch bedanken das du selber fuer deine Krankenversicherung aufkommen musst. 

Bei solch einer knappen Kalkulation ist ein Boersencrash der ein wenig laenger anhaelt auch fatal fuer dich.

 

Trotzdem sollte die FF fuer dich noch sehr frueh zu erreichbar sein wenn du weiterhin eine so hohe Sparrate beibehaelst. Deine Kalkulation wird sich ueber die kommenden Jahre sowieso noch aendern, es ist fast egal mit was du jetzt rechnest, das wichtige ist ein Ziel zu haben. Ich habe letztens erst einen Rechner in Excel gebastelt um verschiedenen Szenarien durchzuspielen um ein Gefuehl dafuer zu bekommen wie sich meine Sparraten auswirken, ist ganz gut einen Worst case plan zu haben.

 

Edit: Nutz mal firecalc.com um zu berechnen wie hoch die Wahrscheinlichkeit ist das dir 280k reichen wenn du monatlich 1k verzehrst ueber 50-60 Jahre.

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Geschrieben · bearbeitet von odensee

vor 26 Minuten schrieb Mirage:

Edit: Nutz mal firecalc.com um zu berechnen wie hoch die Wahrscheinlichkeit ist das dir 280k reichen wenn du monatlich 1k verzehrst ueber 50-60 Jahre.

Unter den Annahmen, dass (a) die Inflation in den nächsten 60 Jahren ca. 2% beträgt und es (b) keine Änderungen in der Besteuerung gibt, muss man eine Rendite von ca. 8% (nach Gebühren) erwirtschaften, um dauerhaft 1000 Euro (inflationskorrigiert) entnehmen zu können. Man darf dann aber auch nicht älter werden. Denn dann ist das Geld weg. Da braucht man keine Wahrscheinlichkeiten berechnen ;)https://www.zinsen-berechnen.de/entnahmeplan.php?paramid=3nu6y34ygq und dauerhaft 8% halte ich für illusorisch.

Ausserdem sind die von Cef und mir genannten Punkte (3) bis (7) auch noch nicht berücksichtigt.

 

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Geschrieben · bearbeitet von Mirage

vor 11 Minuten schrieb odensee:

Man darf dann aber auch nicht älter werden. Denn dann ist das Geld weg. Da braucht man keine Wahrscheinlichkeiten berechnen ;)https://www.zinsen-berechnen.de/entnahmeplan.php?paramid=3nu6y34ygq und dauerhaft 8% halte ich für illusorisch.

Ausserdem sind die von Cef und mir genannten Punkte (3) bis (7) auch noch nicht berücksichtigt.

 

Du hast natuerlich recht, in meinem Beitrag habe ich ja auch gesagt das seine Zahlen sich nicht realistisch anhoeren und Gruende dafuer aufgezaehlt. Firecal habe ich erwaehnt als ein weiteres Mittel um seine Rechnungen zu ueberpruefen, das Ergebnis dort ist auch nicht rosig wenn man von seinen Zahlen ausgeht. 

 

Trotzdem macht es glaube ich nicht viel Sinn gross ueber seine Situation zu debattieren. Im Moment weiss hier auch niemand was in 5-10 Jahren sein wird, seine Plaene koennen ja staendig angepasst werden, es ist ja nicht so als ob er eine grosse Anschaffung plant und 100% feslegt in 6 Jahren 280k haben zu muessen.

 

In seinem Eroeffnungspost hat er ja auch 7-15 Jahre fuer die FF angegeben, 15 Jahre halte ich bei seiner Sparrate fuer ziemlich realistisch sollte er sich keine Kinder anschaffen oder etwas anderes dramatisches in seinem Leben passieren.

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Geschrieben

Randaspekt: Wenn man eine konstante Entnahme von z.B. 1k EUR hat, der Markt aber nach unten geht, dann verkonsumiert man in der Zeit größere Anteile vom Vermögen als geplant, die dann natürlich auch keine weiteren Zinsen etc. bringen. Also muss das restliche Vemögen höher rentieren etcpp.

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Geschrieben

Das ganze Konzept frühe finanzielle Freiheit ist doch gar nicht sinnvoll. Finanziell frei will man sein, wenn man wegen altersgemäßem Kräfteverfall nicht mehr Vollzeit arbeiten kann. Nicht vorher. Einige Gründe dafür werden hier zusammen gefasst: https://zendepot.de/finanzielle-freiheit/

 

Wenn man jung ist und einen Job hat, der einen in hohem Maße unglücklich macht ist die Lösung nicht, mit einem Durchschnittseinkommen von frühzeitiger finanzieller Freiheit zu träumen, sondern den Job zu wechseln.

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Geschrieben

vor 14 Minuten schrieb tyr:

Das ganze Konzept frühe finanzielle Freiheit ist doch gar nicht sinnvoll. Finanziell frei will man sein, wenn man wegen altersgemäßem Kräfteverfall nicht mehr Vollzeit arbeiten kann. Nicht vorher. Einige Gründe dafür werden hier zusammen gefasst: https://zendepot.de/finanzielle-freiheit/

 

Wenn man jung ist und einen Job hat, der einen in hohem Maße unglücklich macht ist die Lösung nicht, mit einem Durchschnittseinkommen von frühzeitiger finanzieller Freiheit zu träumen, sondern den Job zu wechseln.

Entschuldige, aber das ist doch Blödsinn. 

 

Du hast insofern Recht das man natürlich etwas ändern sollte wenn man im jetzigen Job höchst unzufrieden ist (oder mit einem anderen Aspekt in seinem Leben). 

Fakt ist aber auch das nicht jeder einfach so durch einen Jobwechsel seinen Traumberuf finden kann. 

 

In deinem Post sagst du das ein Leben nur erfüllt ist wenn man Arbeitet, denn finanzielle Freiheit ist laut dir ja nicht sinnvoll. 

 

Ich bin ziemlich Glücklich in meinem Job den ich seit ca. 15 Jahren ausführe. Letztes Jahr bin ich für 9 Monate rum gereist und habe ein paar Monate Zuhause "faulgelenzt" (programmieren gelernt, Ernährung umgestellt und Kochen gelernt, viel gelesen und mit einem Freund ein home automation system gebaut). Ich kann ganz sicher sagen das dies das beste Jahr in meinem Leben war, wieso sollte es nicht mein Ziel sein so leben zu können vor meinem 40. Lebensjahr? 

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Geschrieben

vor 33 Minuten schrieb Mirage:

wieso sollte es nicht mein Ziel sein so leben zu können vor meinem 40. Lebensjahr? 

 

Zum Beispiel:

Zitat

Eine Studie des Institute of Economic Affairs hat ergeben, dass Ruhestand …

die Wahrscheinlichkeit um 40 Prozent verringert, dass die Menschen ihren Gesundheitszustand mit “sehr gut” oder “exzellent” bewerten

die Wahrscheinlichkeit für eine klinische Depression um 40 Prozent erhöht

die Wahrscheinlichkeit für mindestens ein diagnostisch gesichertes körperliches Leiden um etwa 60 Prozent erhöht

 

Schaue dir doch mal Aussteiger an, wie diese leben, ob das erstrebenswert ist. Zudem ist die Diskussion alt und bereits ausführlich ausdiskutiert: https://de.wikipedia.org/wiki/Diogenes_von_Sinope

 

Du schreibst "das ist doch Blödsinn". Wenn wir auf der Ebene diskutieren kann ich dir entgegnen "frühzeitige finanzielle Freiheit ist Blödsinn". Was sinnvoll ist: nicht mehr arbeiten zu müssen, wenn man es auf Grund von altersgemäßem Kräfteverfall nicht mehr kann.

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Geschrieben · bearbeitet von Nachdenklich

vor 1 Stunde schrieb tyr:

Das ganze Konzept frühe finanzielle Freiheit ist doch gar nicht sinnvoll. Finanziell frei will man sein, wenn man wegen altersgemäßem Kräfteverfall nicht mehr Vollzeit arbeiten kann. Nicht vorher. Einige Gründe dafür werden hier zusammen gefasst: https://zendepot.de/finanzielle-freiheit/

 

Wenn man jung ist und einen Job hat, der einen in hohem Maße unglücklich macht ist die Lösung nicht, mit einem Durchschnittseinkommen von frühzeitiger finanzieller Freiheit zu träumen, sondern den Job zu wechseln.

 

@tyrSchön zu sehen, daß wir auch ab und an übereinstimmen!

 

Der Begriff "finanzielle Freiheit" wird hier und in einer Reihe anderer Blogs oft völlig unsinnig gebraucht.

Wenn ich eine Vorstellung von meiner Zukunft habe, die nur realisierbar ist, wenn ich einschränkende Randbedingungen einhalte (kein Haus, keine Kinder etc.), dann hat das nicht das geringste mit Freiheit zu tun.

 

 

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Geschrieben

Ich muss meinen Vorrednern hier zustimmen. Die finanzielle Freiheit ist in meinen Augen eine "Modeerscheinung", die momentan durch Youtube, Instagram und Blogs extrem gehyped wird. Für mich gibt es einfach keine finanzielle Freiheit, denn in der heutigen Welt und Gesellschaft ist es nicht möglich ohne Finanzen auszukommen... Also kann man nicht von finanzieller Freiheit sprechen. Lediglich kann man ein ausreichend großes Vermögen aufbauen/erhalten o.ä. mit dem es möglich wird nicht mehr für sein Geld Arbeiten gehen zu müssen. Das sind für mich zwei verschiedene Paar Schuhe, denn man wird immer vom Geld abhängig sein.

 

Des Weiteren sehe ich keine Unabhängigkeit mit einem monatlichen Kapital von 1000€, dies entspricht in etwa meinem momentanen monatlichen Einkommen und es reicht einfach nicht. Hier muss der TE defintiv weitere Berechnungen oder Überlegungen tätigen, denn dieser Plan wird in die Hose gehen. Was ist mit unvorhersehbaren Ausgaben, welche größer sind als die angepeilte monatliche Entnahme? Dies führt sehr zum Scheitern des Plans.

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Geschrieben

vor 34 Minuten schrieb tyr:

Schaue dir doch mal Aussteiger an, wie diese leben, ob das erstrebenswert ist.

Ich sag nur: "Papa, wenn ich groß bin, will ich auch mal Spießer werden." ;)

 

vor 11 Minuten schrieb Nachdenklich:

Wenn ich eine Vorstellung von meiner Zukunft habe, die nur realisierbar ist, wenn ich einschränkende Randbedingungen einhalte (kein Haus, keine Kinder etc.), dann hat das nicht das geringste mit Freiheit zu tun.

:thumbsup:

Ich bin immer wieder erstaunt darüber, dass junge, gut ausgebildete Menschen so schnell wieder aus dem Beruf heraus wollen.

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Geschrieben

vor 14 Minuten schrieb realgainz:

Für mich gibt es einfach keine finanzielle Freiheit, denn in der heutigen Welt und Gesellschaft ist es nicht möglich ohne Finanzen auszukommen... Also kann man nicht von finanzieller Freiheit sprechen. Lediglich kann man ein ausreichend großes Vermögen aufbauen/erhalten o.ä. mit dem es möglich wird nicht mehr für sein Geld Arbeiten gehen zu müssen. Das sind für mich zwei verschiedene Paar Schuhe, denn man wird immer vom Geld abhängig sein.

Richtig!

 

Die Freiheit von den Zwängen, die von einem Arbeitsverhältnis ausgehen, würden nur durch neue Zwänge, die nun vom Kapitalmarkt ausgehen ersetzt.

Wobei ich es auch für eine Illusion halte, daß es dem Durchschnittsverdiener gelingen könnte, frühzeitig "ein ausreichend großes Vermögen auf[zu]bauen/erhalten o.ä. mit dem es möglich wird nicht mehr für sein Geld Arbeiten gehen zu müssen". Jedenfalls nicht, wenn während der Phase der Arbeit und in der Phase danach ein vernünftiger Lebensstandard gehalten werden soll.

Das bedeutet aber doch nicht, daß es nicht sinnvoll sei, ein möglichst großes Vermögen aufzubauen, wenn dies mit angemessenen Sparanstrengungen gelingen kann.

Schließlich schafft jedes Vermögen zusätzliche Freiheitsgrade - wenn auch keine finanzielle Freiheit, wie sie hier immer wieder verstanden wird.

Und "möglichst groß" sowie "angemessen" sind weiche Begriffe. Eine Verknüpfung zweier weicher Werte kann kaum zu einem "harten" Resultat führen. Damit erscheint mir der Versuch, eine sinnvolle "Zielgröße" für den Vermögensaufbau zu definieren ziemlich fragwürdig. Das wäre nur sinnvoll möglich, wenn die Geldanlage einem konkreteren Ziel (Hausbau, Schließen einer konkreten Rentenlücke) diente.

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Geschrieben

Ich glaube die Definition von finanzieller Freiheit ist ziemlich variabel. Für mich ist finanzielle Freiheit "ZUR NOT" auch ohne Job auszukommen. Sprich, alle regelmäßigen Ausgaben (Unterhalt des Hauses, Versicherungen, Kleidung/Essen, etc.) sind abgedeckt. Diesen Punkt der finanziell auf Sozialhilfe-Niveau liegen dürfte, halte ich auch für den durchschnittlichen Angestellten erreichbar und dürfte so im Bereich 10.000€ - 12.000€ im Jahr liegen und würde vielleicht ein Depot von 400.000€ und aufwärts bedeuten. Das ist kein Leben in Saus und Braus und auch keinen Zustand den man dauerhaft haben will, siehe die Einschränkungen des vorzeitigen Ruhestands den Tyr auch angebracht hat.

 

Es ist aber schon ein Unterschied ob ich weiß, dass selbst wenn ich arbeitslos werde ich bei niemanden um Hilfe anbetteln müsste und auch dem Staat und damit anderen nicht zu Last falle. Ich mache meinen Job gern, aber ich bin nicht so naiv zu glauben dass mein Job in der IT bis zum Jahr 2052, also meinem offiziellen Rentenalter, erhalten bleibt. Mit 30 ist man sicherlich viel offener dafür auch was neues anzupacken, ob man allerdings mit 58-60Jahren so geistig flexibel ist etwas vollkommen anderes zu machen ist fraglich.

 

Meine Definition von finanzieller Freiheit die ich für mich gesetzt habe sieht nicht vor dass ich meinen Job einstelle oder auf der faulen Haut rumliege. Aber eine verkürzte Arbeitswoche oder das ruhige Gewissen auch mal einen Arbeitgeber zu wechseln weil ich eben nicht 100% von anderen abhängig bin, wäre schon ein Aspekt der mich deutlich ruhiger schlafen ließe.

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Geschrieben · bearbeitet von Mirage

vor einer Stunde schrieb realgainz:

Für mich gibt es einfach keine finanzielle Freiheit, denn in der heutigen Welt und Gesellschaft ist es nicht möglich ohne Finanzen auszukommen... Also kann man nicht von finanzieller Freiheit sprechen. Lediglich kann man ein ausreichend großes Vermögen aufbauen/erhalten o.ä. mit dem es möglich wird nicht mehr für sein Geld Arbeiten gehen zu müssen. Das sind für mich zwei verschiedene Paar Schuhe, denn man wird immer vom Geld abhängig sein.\

Genau das ist doch in dem Zusammenhang mit finanzieller Freiheit gemeint, das man sich ein Vermoegen aufbaut das man bis zum Lebensende verzehren kann ohne auf andere Geldquellen angewiesen zu sein. Wenn der Begriff fuer dich etwas anderes bedeutet ist das ja schoen, aber niemand meint damit das man ein Leben fuehr in dem man keine Finanzen mehr benoetigt.

 

vor einer Stunde schrieb Nachdenklich:

Wenn ich eine Vorstellung von meiner Zukunft habe, die nur realisierbar ist, wenn ich einschränkende Randbedingungen einhalte (kein Haus, keine Kinder etc.), dann hat das nicht das geringste mit Freiheit zu tun.

Stimmt und ich muss mir auch oft die Haende ueber dem Kopf zusammenschlagen wenn ich in Foren oder Blogs von Leuten lese die planen in den naechsten 20 Jahren keine Kinder zu haben um dann nicht mehr Arbeiten zu muessen oder 1x im Jahr ausserhalb essen und nie in Bars gehen damit das Budget fuer Essen von 100 Euro/Monat nicht ueberschritten wird.

Dennoch gibt es Leute die ihr Leben geniessen und trotzdem ausreichend Geld sparen, dies erfordert halt ein Einkommen  ueber dem Durchschnitt.

vor 1 Stunde schrieb tyr:

Zum Beispiel:

 

Ich habe in dem Paper "Work longer, live healthier" auf das sich dein Zitat bezieht keine Angaben gefunden ob sich dies auf Menschen bezieht die freiwillig in Rente gegangen sind oder bei denen es gezwungen war, dies wuerde natuerlich einiges aendern, das manche Leute Arbeit brauchen und diesen der Abschied aus der Arbeitswelt sehr schwer faellt ist nichts neues. Was in dem Paper aber an mehreren Ecken erwaehnt wird ist das es ein sehr komplexes Thema ist bei dem es schwer ist eine entgueltige Meinung zu treffen da es natuerlich auch sein kann das eine schlechte Gesundheit zu einer frueheren Rente fuehrt, in diesem Faellen wird natuerlich die weitere Entwicklung der Gesundheit eher negativ sein, da hilft auch mehr Arbeiten nichts. Die Verschlechterung des Gesundheitszustandes wird durch fehlende Bewegung und mangelnde soziale Kontakte begruendet, das macht fuer mich Sinn, deswegen sollte der Plan nicht sein so schnell wie moeglich seinen Job zu kuendigen um mehr dem TV widmen zu koennen.

Es gibt natuerlich auch Studien die das genaue Gegenteil behaupten und sagen eine fruehe Rente ist gut fuer die Gesundheit, z.B. diese hier http://www.bmj.com/content/341/bmj.c6149 oder Studien die aufzeigen wie schlimm Stress fuer einen Menschen ist https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC2568977/.

vor 1 Stunde schrieb tyr:

Du schreibst "das ist doch Blödsinn". Wenn wir auf der Ebene diskutieren kann ich dir entgegnen "frühzeitige finanzielle Freiheit ist Blödsinn". Was sinnvoll ist: nicht mehr arbeiten zu müssen, wenn man es auf Grund von altersgemäßem Kräfteverfall nicht mehr kann.

Entschuldige das ich mich hier schlecht ausgedrueckt habe, es war natuerlich nicht fair deinen Kommentar als Bloedsinn zu bezeichnen nur weil ich einer anderen Meinung bin.

 

 

 

 

 

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Geschrieben

vor 3 Stunden schrieb odensee:

Ich sag nur: "Papa, wenn ich groß bin, will ich auch mal Spießer werden." ;)

 

:thumbsup:

Ich bin immer wieder erstaunt darüber, dass junge, gut ausgebildete Menschen so schnell wieder aus dem Beruf heraus wollen.

 

Ich kenne emeritierte Professoren denen man im hohen Greisenalter praktisch Hausverbot erteilen musste um sie in den Ruhestand zu zwingen.

Oder auch einen Diplommathematiker im IT Bereich der seine Arbeit über alles liebt.

Für viele andere aber gilt : Arbeit ist die Strafe für die Erbsünde.-_-

Die finanzielle Freiheit werde ich mit meinem Einkommen gewiss nicht erreichen. Aber man darf ja noch davon träumen.

Die Sehnsucht nach einem Haus mit Garten, fettem Depot und baldigem Renteneintritt kann man als Spießertum belächeln.

Dann bin ich eben ein Vollblutspießer.:D

 

Gruß

Joseph

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