Wertlosen Optionsschein ausbuchen lassen oder verkaufen?

  • Optionssschein
  • wertlos
  • ausbuchen
  • verkaufen

Geschrieben

Mein mittlerweile wertloser Optionsschein auf 3D Systems DL20FX wird am 12.09.17 das letzte mal gehandelt.

Um den Verlust steuerlich zurück zu bekommen: Muss man ihn vorher über die Börse verkaufen oder langt es wenn er wertlos von der Bank ausgebucht wird. Erhält man dann den Verlust ebenfalls auf die Aktiengewinne angerechnet?

 

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Geschrieben · bearbeitet von passiv_Investor

Man muss sie inzwischen nicht mehr vor Verfall verkaufen. Finanzgerichte haben festgestellt, dass der steuerliche Verlust auch geltend gemacht werden kann, wenn eine wertlose Ausbuchung am Laufzeitende durchgeführt wird.

http://www.n-tv.de/ratgeber/Verluste-jetzt-von-der-Steuer-absetzen-article17121996.html

Die Verluste aus dem "Sonstige Verrechnungstopf" (wozu Optionsscheine und Zertifikate gehören) können mit Gewinnen aus dem Aktientopf verrechnet werden. Dies geschieht automatisch durch die Bank.

Übersteigen die Verluste aus dem Sonstige Topf die Aktiengewinne in einem Jahr, so wird der Verlusttopf ins nächste Jahr übertragen.

http://www.steuernetz.de/aav_steuernetz/lexikon/K-36242.xhtml?currentModule=home

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Geschrieben

Können die Verluste bei einem Verkauf überhaupt geltend gemacht werden, wenn der Schein wertlos verfällt? Ich meine hier hatte neulich jemand ein Schreiben von seiner Bank gepostet, in dem eine Anrechnung von Verlusten mit der Begründung verweigert wurde, dass der Verkaufserlös unter den Handelskosten liege.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Geschrieben

Ja, das war vor der Gerichtsentscheidung tatsächlich so, dass das BMF diese absurde Regelung erlassen hatte. Diese ist mit dem Urteil nun aber hinfällig.

Sollte der Kontoauszug also nach dem Urteil gelegen haben, würde ich mal die Bank anrufen und das Urteil zur Sprache bringen. Das sollte inzwischen in der Branche bekannt sein und Anwendung finden.

Wenn der Auszug von vor dem Urteil war, dann muss man die Verluste in der eigenen Steuererklärung anerkennen lassen (da ich mal davon ausgehe, dass die Banken sich hier keine Mühe geben das rückwirkend richtig zu stellen).

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Geschrieben · bearbeitet von ufr

Am 4.9.2017 um 11:06 schrieb passiv_Investor:

Ja, das war vor der Gerichtsentscheidung tatsächlich so, dass das BMF diese absurde Regelung erlassen hatte. Diese ist mit dem Urteil nun aber hinfällig.

 

Welches Urteil meinst Du genau?

Der oben verlinkte Artikel bezieht sich ja nur auf die wertlose Ausbuchung von Optionsscheinen.

Ich hatte hier einen etwas anderen Fall geschildert, bei dem nach Transaktionskosten ein negativer Verkaufserlös erzielt wurde:

https://www.wertpapier-forum.de/topic/51983-verweigerung-verlustzurechung-negativer-verkaufserlös-nach-kosten-steuerfalle/

Bin mir nicht sicher, ob das o. g. Urteil auch in diesem Fall Anwendung finden kann.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Geschrieben · bearbeitet von passiv_Investor

Das ist ja aber nochmal ein anders gelagerter Fall. Dort geht es ja nicht um Derivate sondern um Aktiengeschäfte.

Ich kenne das bspw. von delisteten Aktien. Wenn die Gesellschaft insolvent ist und es auch keinen Börsenhandel mehr gibt, dann kann man die Anteile zwar weiterhin privat verkaufen aber die Depotbank berechnet dann einen fiktiven Verkaufserlös und zieht sogar nochmal Abgeltungsteuern ein.

Diese ganze Sache lässt sich dann erst über die eigene Steuererklärung machen und man muss auf entsprechende Sachkenntnis des Finanzbeamten hoffen, da man sich sonst wieder mit dem rumstreiten darf.

Aber grundsätzlich sind auch solche Verluste geltend machbar.

 

Hier das passende Urteil dazu: http://www.roedl.de/themen/kapitalanlage-kompakt/2017-01/verluste-veräußerung-wertlosen-aktien-beteiligen-sie-fiskus

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Geschrieben

@ passiv_Investor:

Vielen Dank, das hilft mir sehr weiter!

Und die einschlägigen Rödl-Newsletter habe ich bei der Gelegenheit auch gleich mal aboniert :thumbsup:

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Erstelle ein Benutzerkonto oder melde dich an, um zu kommentieren

Du musst ein Benutzerkonto haben, um einen Kommentar verfassen zu können

Benutzerkonto erstellen

Neues Benutzerkonto für unsere Community erstellen. Es ist einfach!


Neues Benutzerkonto erstellen

Anmelden

Du hast bereits ein Benutzerkonto? Melde dich hier an.


Jetzt anmelden