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Anfängerfragen zu Fonds, ETFs und Fondsdepots

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Matten110
Posted
vor 43 Minuten von kafka:

 

Das man zwei Sparpläne auf den ETF hat, einen zum 01. und einem zum 15.

Aber sie schreiben doch auch:

 

"In der Vergangenheit abgeschlossene Sparpläne, die diese Maximalrate übersteigen, bleiben aber weiterhin in der vereinbarten Höhe bestehen." 

-->Dann kann ich doch vor dem 01.06 noch schnell die beiden Sparpläne zusammenlegen/erhöhen und zahle nur 1 Euro?

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kafka
Posted
vor 22 Minuten von Matten110:

 

-->Dann kann ich doch vor dem 01.06 noch schnell die beiden Sparpläne zusammenlegen/erhöhen und zahle nur 1 Euro?

Sollte gehen, aber dann kaufst du nur zum 1. oder 15. ein. Es gibt auch Leute, die zu unterschiedlichen Kursen (1.,15.) einkaufen.

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Hoodie
Posted
vor 18 Stunden von Dvnty:

Du könntest es auch mit dem Programm PorzfolioPerformance versuchen. Dort kannst du direkt deine Bankdokumente importieren. 

Vielen Dank für den Tipp, nach so einem Tool habe ich gesucht.

 

LG

Hoodie

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stwe
Posted

Ich habe mal eine Frage zum "Rebalancing", wenn ein zusätzlicher ETF gekauft werden soll.

 

Ich bespare seit einiger Zeit einen MSCI World ETF und würde jetzt gerne noch einen MSCI EM ETF (30% Anteil) mit ins Portfolio nehmen. Jetzt muss ich ja von der aktuellen 100/0-Aufteilung irgendwie auf die 70/30 Aufteilung kommen. Ich würde das auf alle Fälle durch Anpassen der Sparraten machen und nicht indem ich Anteile des World ETF verkaufe.

 

Aber macht es hier mehr Sinn die nächsten Sparraten nur noch in den EM ETF zu investieren, um möglichst schnell die 70/30-Verteilung zu bekommen? Oder sollte man immer noch einen Anteil in den MSCI World investieren? Das dauert dann zwar länger, jedoch nimmt man dann auch Kurssteigerungen mit, die vllt. beim MSCI World auftauchen.

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OceanCloud
Posted · Edited by OceanCloud
vor 2 Stunden von stwe:

Aber macht es hier mehr Sinn die nächsten Sparraten nur noch in den EM ETF zu investieren, um möglichst schnell die 70/30-Verteilung zu bekommen? Oder sollte man immer noch einen Anteil in den MSCI World investieren? Das dauert dann zwar länger, jedoch nimmt man dann auch Kurssteigerungen mit, die vllt. beim MSCI World auftauchen.

Das hängt doch auch davon ab, wie viel schon im MSCI World angelegt ist und wie hoch deine Sparrate ist.

Wieviele Monate bräuchtest du, um nur mit EM Käufen auf 70/30 zu kommen?

 

Da man lt. Theorie am besten nur einmal im Jahr (zum Bsp. am Jahresende) über Verkäufe rebalancen soll und auch nur wenn ein gewisser %-Satz (z.B. 5%) unterschritten wird, wäre zum Beispiel mit den 5% gar kein extra Verkaufen von World notwendig, wenn du bis zum Jahresende mit auschließlich EM-Käufen auf 25% kommst.

 

 

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stwe
Posted · Edited by stwe
"RK1" zu "RK3"

Angelegt sind im MSCI World ca. 8200 €, die monatliche Sparrate für RK3 sind 385€. Damit bräuchte ich ca. 9 Monate um in den "5%-Bereich" zu kommen (wenn ich mich nicht verrechnet habe). Das würde halt bedeuten, dass ich für die nächsten 9 Monate kein MSCI World kaufe.

 

 

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OceanCloud
Posted · Edited by OceanCloud

Du meinst wohl RK3 für die bisherigen World Käufe und nicht RK1.

Ist dein World ETF ein Ausschütter? Dann könntest du die Erträge auch in den EM investieren. 

Hast du kostenlose oder sehr billige Sparraten und ab welcher Mindestsumme, um eventuell den World ab und zu doch mit zu kaufen?

 

Ich sehe 9 Monate zum Annähern nicht schlimm an. 

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stwe
Posted · Edited by stwe

Danke für den Hinweis, ich meinte natürlich RK3.

 

Der World ETF (ISIN: IE00BK1PV551) ist in der Tat ein Ausschütter, schüttet aber nur einmal jährlich aus. Allerdings habe ich für dieses Jahr auf der Fond-Webseite keine Informationen zu einer Ausschüttung gefunden, obwohl es die letzten Jahre immer im April war. Aber das ist natürlich eine gute Idee, die Ausschüttung in den EM zu investieren.

 

Mein Depot ist bei der ING. Der World ETF und auch der EM ETF sind bei der 0-Euro-Aktion dabei. D.h. aber 500 € Ordervolumen (pro ETF) zahlt man keine Gebühren. Momentan überweise ich die Sparrate auf das Depotkonto und kaufe alle 2 Monate den World ETF. Ich könnte jetz natürlich immer ein wenig für den World zur Seite legen und dann den World ETF kaufen, sobald 500 € zusammen sind.

 

Edit: Gerade nochmal bei der Fondgesellschaft nachgeschaut. Es gibt jetzt eine Ausschüttungsbekanntmachung. Am 18.04. wird ausgeschüttet. Das Geld verwende ich dann fürs Rebalancing.

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OceanCloud
Posted · Edited by OceanCloud

Ok, du bist bei ING. Da hab ich auch mein 4-ETF Depot angefangen, spare es aber derzeit bei DKB weiter.

Sonst hätte ich gesagt, sparst halt 50 EUR pro Monat in den World und den Rest in den EM.

 

Ich muss noch das ganze Jahr auch ein Defizit im EM aufholen, da ich einen anderen ETF nicht mehr nur zu EM betrachte (wie zuvor) sondern allgemein und damit ist EM zu klein. Aber ich mache 40/60, also 40% der Summe in 3 ETF (EU, USA, PAC) und 60 % in EM plus dort hinein Ausschüttungen und  Urlaubsgeld.

 

Wenn du nicht in den World investierst in den nächsten Monaten, hast du Angst, Kursteigerungen zu verpassen mit neuem Geld.

Du könntest aber auch sagen: "Nagut, ich bin beim World einfach in Vorleistung gegangen und habe mehrere Monate 100% investiert statt 70% und profitiere damit hoffentlich mehr von Kursteigerungen." Dann kannst du  beruhigt die nächsten Monate alleine in den EM investieren ;)

 

Außerdem, wer weiß, viellicht steigt EM in den nächsten Monaten mehr als World. Dann hast du dein Ziel schneller erreicht als gedacht.

Man weiß eh nie wie es kommt.

Du hast dich halt für einen Strategiewechsel entschieden und musst das halt jetzt aufholen. Ob das 6, 8, oder 10 Monate dauert, wäre mir egal, denn irgendwann hast du 70/30 erreicht auch ohne Rebalancing.

Du könntest z.B. das machen:

250 EUR pro Monat für EM reservieren => alle 2 Monate kaufen

135 EUR pro Monat für World reservieren => alle 4 Monate kaufen

Aber dann holst du in 4 Monaten nur 500 EUR beim EM auf.

 

ICH würde an deiner Stelle mir das mit der Vorleistung für World denken und erst mal die nächsten Monate nur EM kaufen.

 

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kafka
Posted · Edited by kafka

Wahrscheinlich werde ich gesteinigt.. wie berechnet sich die Rendite beim bspw. Vanguard All-World die justetf angibt? 

 

https://www.justetf.com/de/etf-profile.html?isin=IE00B3RBWM25&tab=returns

 

Konkretisiert:

Normal habe ich doch den Einstandspreis X, den aktuellen Wert bei einem Verkauf Y und die Dividende D.

 

Rendite = (D + Y) / X

 

Der Kurs beim Vanguard liegt aber doch immer bei ~ 70-76 Euro, kommt die Rendite nur durch die Ausschüttungen?

 

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alsuna
Posted
Zitat

Die Wertveränderung beinhaltet Ausschüttungen.

Rendite = (Kurs_Periodenende - Kurs_Periodenanfang + Ausschüttung_Periode) / Kurs_Periodenanfang

 

Beispiel Januar 2019:

Kurs 01.01.2019: 75,20 EUR

Kurs 31.01.2019: 80,79 EUR

Ausschüttungen Januar 2019: 0 EUR

Rendite = (80,79 - 75,20 + 0) / 75,2 = 7,4%

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kafka
Posted · Edited by kafka

Danke @alsuna

 

Ja, https://de.extraetf.com/etf-profile/IE00B3RBWM25 hier hab ich den Chart mit den 2014er Werten. Ich weiß nicht warum, aber in der iPhone-App wurde der mir auch 2014 bei um die 70 Euro angezeigt und daher hatte ich mich über die Rendite gewundert. 

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chris1284
Posted · Edited by chris1284
Am 10.4.2019 um 14:32 von stwe:

Ich habe mal eine Frage zum "Rebalancing", wenn ein zusätzlicher ETF gekauft werden soll.

 

Ich bespare seit einiger Zeit einen MSCI World ETF und würde jetzt gerne noch einen MSCI EM ETF (30% Anteil) mit ins Portfolio nehmen. Jetzt muss ich ja von der aktuellen 100/0-Aufteilung irgendwie auf die 70/30 Aufteilung kommen. Ich würde das auf alle Fälle durch Anpassen der Sparraten machen und nicht indem ich Anteile des World ETF verkaufe.

 

Aber macht es hier mehr Sinn die nächsten Sparraten nur noch in den EM ETF zu investieren, um möglichst schnell die 70/30-Verteilung zu bekommen? Oder sollte man immer noch einen Anteil in den MSCI World investieren? Das dauert dann zwar länger, jedoch nimmt man dann auch Kurssteigerungen mit, die vllt. beim MSCI World auftauchen.

Du kannst  die 30% mit Geld aus RK1 auch auf einmal kaufen wenn denn genug Geld dort liegt und leite die Sparsumme auf rk1 um, um diese wieder auf Stand  zu kommen. Wenn du zb das Tagesgeld nicht brauchst und es deinen Notgroschen nicht angreift, kann es auch mit Renditechancen angelegt werden statt durch Inflation und Minizins weniger zu werden. Verkaufen würde ich nur wenn kein frisches Geld vorhanden oder die Kluft zu groß (oder eh geplantem komplett Strategiewechsel)

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ER EL
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Ich bin noch etwas unschlüssig bei dem risikoarmen Part meines Depots. Ich hab jetzt zuletzt den Kommer gelesen und bin dabei mein Depot zu planen.

Ich hab mich jetzt erst kurz mit Staatsanleihen beschäftigt, aber wenn ich jetzt Anleihen höchster Bonität mit kurzer Laufzeit (bis 36 Monate) eines Eurolandes kaufe, wird meine Rendite nahe Null sein.

Kommer schreibt selbst am Ende des Kapitel 5.10 (5. Auflage), Bankguthaben über der Einlagensicherung sind zu vermeiden (risikoreich).

Da es sich bei mir um max 8000 € handelt die jetzt in Staatsanleihen investiert werden würden, und mein Bankguthaben nicht über der Sicherungssumme liegt (auch nocht wenn ich meine Liquiditätsreserve dazu rechne), sehe ich darin kein großes Risiko. Die Volatilität ist niedrig und wohl vergleichbar mit Anleihen. Max. Drawdown geringer als bei Anleihen, da ich einen Totalausfall vieler Banken in D ausschließe und daher denke die Einlagensicherung würde im Notfall meine 8000 (die sonst in Anleihen sein sollten) retten.

Die Korrelation der Rendite meines Bankguthaben zum Aktienmarkt kann ich nicht beurteilen, das wäre der Teil der das Risiko für Bankguthaben ggü. Anleihen erhöht.

Ich sehe momentan daher keine große Risikominimierung im Falle von Anleihen anstatt von Bankguthaben.

Sofern mein Guthaben deutlich höher ist oder ggf. die Rendite sich deutlich verbessert, wäre eine Anlage in Anleihen angebracht. 

Leider ist das Thema im Kommer auch nicht so deutlich ausgeführt (finde ich). Die empfohlene weiterführende Literatur im Kommer muss ich mir noch anschauen.

Wie ist eure Einschätzung, macht die risikoarme Komponente mit Staastanleihen in meinem Fall wirklich Sinn?

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Peter Grimes
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Nein. Es hat keinerlei Sinn bei 8.000 EUR.

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ER EL
Posted
vor 18 Minuten von Peter Grimes:

Nein. Es hat keinerlei Sinn bei 8.000 EUR.

Ab welchen Betrag macht es denn Sinn? Erst wenn mein Bankguthaben die Einlagensicherung übersteigt?

Ich finde, dass dieser Fall im Kommer nicht wirklich ausgeführt wird? Oder hab ich es übersehen?

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Peter Grimes
Posted

Das wäre eine gute Richtgröße. Kommer geht von einer "reinen" Lehre aus, aber solange (IG)-Anleihen in dem Laufzeitbereich überwiegend eine negative Rendite generieren, sind Bankeinlagen, auch im fünfstelligen Bereich, für "Normalanleger" / Kleinsparer m.E. die bessere Alternative, sofern man Nominalanlagen in dieser Größenordnung halten möchte.

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stagflation
Posted · Edited by stagflation
vor 2 Stunden von ER EL:

Ab welchen Betrag macht es denn Sinn? Erst wenn mein Bankguthaben die Einlagensicherung übersteigt?

 

Die Frage ist, ob Du den Einlagensicherungssystemen vertraust.

  • Wenn Du der gesetzlichen Einlagensicherung vertraust, kannst Du pro Institut 100 k€ sicher auf Giro-, Tages- und Festgeldkonten anlegen. Wenn Du höhere Beträge anlegen möchtest, verteilst Du Dein Geld halt auf mehrere Institute...
     
  • Wenn Du sogar der freiwilligen Einlagensicherung der Banken vertraust, kannst bei einigen Banken auch wesentlich höhere Beträge sicher anlegen.
     

Anleihen "höchster Bonität mit kurzer Laufzeit" werden erst dann wieder interessant, wenn

  • die Umlaufrendite wieder über die Rendite von Tages- und Festgeld steigt
     
  • man so große Beträge anlegen will, dass die Anzahl der Banken zum Aufteilen nicht mehr ausreicht
     
  • man den Einlagensicherungssystemen nicht mehr traut
     
  • die Einlagensicherungssysteme nicht greifen, weil man die Bedingungen nicht erfüllt (beispielsweise weil man nicht als Privatperson handelt)
     
vor 2 Stunden von ER EL:

Ich finde, dass dieser Fall im Kommer nicht wirklich ausgeführt wird? Oder hab ich es übersehen?

 

Wann hat den Kommer sein Buch geschrieben? Die Umlaufrendite ist ja erst seit ca. 2010 so niedrig, dass Tages- und Festgeldanlagen für Privatanleger eine höhere Rendite erbringen...

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alsuna
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vor 5 Stunden von chris1284:

Du kannst  die 30% mit Geld aus RK1 auch auf einmal kaufen wenn denn genug Geld dort liegt und leite die Sparsumme auf rk1 um, um diese wieder auf Stand  zu kommen. Wenn du zb das Tagesgeld nicht brauchst und es deinen Notgroschen nicht angreift, kann es auch mit Renditechancen angelegt werden statt durch Inflation und Minizins weniger zu werden. Verkaufen würde ich nur wenn kein frisches Geld vorhanden oder die Kluft zu groß (oder eh geplantem komplett Strategiewechsel)

Das zu machen kommt einem Strategiewechsel gleich. Wenn die RK1-Komponente in der Asset Allocation festgelegt wurde, warum sollte man daran jetzt rütteln, nur weil man in RK3 etwas verändern will? 

Welchen Teil man in RK1 halten möchte, ist meines Erachtens eine völlig andere Fragestellung, als die Frage nach der Ausgestaltung des RK3-Teils.

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chris1284
Posted
vor 6 Stunden von alsuna:

Das zu machen kommt einem Strategiewechsel gleich. Wenn die RK1-Komponente in der Asset Allocation festgelegt wurde, warum sollte man daran jetzt rütteln, nur weil man in RK3 etwas verändern will? 

Welchen Teil man in RK1 halten möchte, ist meines Erachtens eine völlig andere Fragestellung, als die Frage nach der Ausgestaltung des RK3-Teils.

Von 100% World auf 70%/30% World /EM zu wechseln ist bereits ein Strategie wechsel,. Es kann auch keine andere Fragestellung sein weil du eh nur ein Gesamtvermögen hast und somit stets immer alle RKs zu betrachten sind.

Durch die 9 Monate die er anspart verliert er Renditechancen bzw mindert wahrscheinlich seine Rendite durch den Sparplan (auch im hier ist miest die Empfehlung ehr einmal zu kaufen und nur wenn man sich unsicher ist in Tranchen).

Das Geld in RK1 bringt keine Rendite und auf der anderen Seite wissen wir nichts über seine Gesamtstrategie. Evtl. hat er ja 50k Tagesgeld, dann sind die 3500€ für den EM kauf ~5% entmahne

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alsuna
Posted

Ok, man kann das als Strategiewechsel sehen. Dann ist mein Argument aber, dass es sich um völlig verschiedene Ebenen von Strategie handelt. Eine Veränderung auf einer Ebene sollte keine Veränderungen auf hierarchisch höher liegenden Ebenen verursachen.

 

Alles was in RK3 gehört, sollte natürlich so schnell es geht dort hin gebracht werden. Da bin ich voll bei dir. Das dient dann der schnellen Umsetzung der eigenen Asset Allocation. 

Wenn man seine Asset Allocation nach der eigenen Risikotragfähigkeit und -freudigkeit aufgestellt hat, dann sehe ich nicht, warum man den risikobehafteten Teil erhöhen sollte, wenn man eigentlich nur andere Fonds haben will.

Angenommen, wir haben eine Asset Allocation von RK3 zu RK1 von 50:50. Dann würde das Aufstocken von RK3 von 100/0 auf 70/30 das Verhältnis auf 71:29 verschieben. Das ist eine substantielle Veränderung! Von 60:40 landet man bei 85:15. Von 70:30 landet man bei 100:0...

Die Renditechancen, von denen du sprichst, erkauft man sich dann durch Risiko (im Sinne von Volatilität) außerhalb der eigenen Risikotragfähigkeit. Das halte ich nicht für sinnvoll bzw glaube, damit öffnet man vermeidbaren Anlegerfehlern Tür und Tor. 

 

Deiner Argumentation folgend investiert man zu 100% in RK3. Dann gibt's keine "verpassten Renditechancen". Das finde ich nicht falsch. Dazu muss man voll dem Erfahrungswert von RK3-Renditen vertrauen und Volatilität nicht als Risiko sehen. Das kann man so machen, aber dann reden wir gar nicht mehr von Asset Allocation. 

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ER EL
Posted
vor 8 Stunden von stagflation:

 

Die Frage ist, ob Du den Einlagensicherungssystemen vertraust.

  • Wenn Du der gesetzlichen Einlagensicherung vertraust, kannst Du pro Institut 100 k€ sicher auf Giro-, Tages- und Festgeldkonten anlegen. Wenn Du höhere Beträge anlegen möchtest, verteilst Du Dein Geld halt auf mehrere Institute...
     
  • Wenn Du sogar der freiwilligen Einlagensicherung der Banken vertraust, kannst bei einigen Banken auch wesentlich höhere Beträge sicher anlegen.
     

Anleihen "höchster Bonität mit kurzer Laufzeit" werden erst dann wieder interessant, wenn

  • die Umlaufrendite wieder über die Rendite von Tages- und Festgeld steigt
     
  • man so große Beträge anlegen will, dass die Anzahl der Banken zum Aufteilen nicht mehr ausreicht
     
  • man den Einlagensicherungssystemen nicht mehr traut
     
  • die Einlagensicherungssysteme nicht greifen, weil man die Bedingungen nicht erfüllt (beispielsweise weil man nicht als Privatperson handelt)
     

 

Wann hat den Kommer sein Buch geschrieben? Die Umlaufrendite ist ja erst seit ca. 2010 so niedrig, dass Tages- und Festgeldanlagen für Privatanleger eine höhere Rendite erbringen...

Die aktualisierte Auflage ist von 2017.

 

Ich vertraue soweit der Einlagensicherung an sich, da ich es unwahrscheinlich halte, dass in Deutschland so viele Banken ausfallen, dass der Einlagensicherungsfond nicht mehr ausreichend ist. Und selbst dann wäre Kapital da um einen gewissen Teil der Einlagen zu erstatten. Wenn jeder anstatt der garantierten 100.000 € nur 8% davon bekommen würde, wären meine 8000 immer noch gesichert.

Außerdem hat D ein AAA Rating und etwas vertraue ich auch noch auf den Staat, dass er Banken stützt bevor sie dann ausfallen (vielleicht nicht bei allen aber bei Großen).

Daher sehe ich das Risiko als sehr gering an.

 

Danke für deine Einschätzung

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Daniong
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Guten Tag, Da meine Frage im Thread scheinbar etwas untergeht, wollte ich hier nochmal fragen.

 

In meiner PRV habe ich die Fonds in der angehangenen Liste zur Auswahl und würde gerne wissen, welchen ihr mir empfehlen könnt? Möchte auf jeden Fall wechseln, da aktuell der Fokus auf Europa viel zu groß ist. 

 

Lieben Gruß,

Daniong

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Nachdenklich
Posted
vor 20 Minuten von Daniong:

Guten Tag, Da meine Frage im Thread scheinbar etwas untergeht, wollte ich hier nochmal fragen.

Was erwartest Du Dir? Hier hat auch keiner eine Glaskugel. Die Ergebnisse aus der Vergangenheit kannst Du Dir selber anschauen.

Eine Garantie, daß es mit diesen Fonds zukünftig genauso weiter ginge, kann es nicht geben. Was soll man Dir also raten?

Ich finde die Liste der Fonds, aus der Du auswählen kannst, nicht sehr überzeugend. Das ist halt das Problem, wenn man sich an so ein Produkt (PRV) bindet.

Die Freiheitsgrade werden geringer.

Der Robeco BP Global Premium Equities ist über fünf und zehn Jahre besser gelaufen als die anderen von Dir betrachteten Fonds. Über ein und drei Jahre ist dann aber der SI BestSelect besser gelaufen. Und wenn Du nur ein Jahr betrachtest, dann würde ich Dir den DWS Top Dividende LD empfehlen (da Du ja anscheinend den iShares Core MSCI World UCITS im Rahmen dieser PRV nicht erwerben kannst).

 

Auf welcher Grundlage sollte Dir hier jemand bei der Auswahl helfen können?

 

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ER EL
Posted

Da ich den Komer gelesen habe, habe ich noch eine weitere Frage.

Letztendlich entscheidet man sich für ein Risikoprofil und Teilt entsprechen seines Asstes auf.

Inerhalb der Assets kann man auch diversifizieren, was zum Teil zur weiteren Risikominimierung führt aber auch zur Renditeverbesserung (Fakorprämien).

 

Geringeres Risiko heißt (einfach gesagt):

1. geringerer Volatiliät

2. weniger starker max. Drawdown

3. kürzere Nullrendite-Phase

 

Meine Frage ist, wieso will ich überhaupt mein Risiko minimieren?

1. damit ich gut schlafen kann (geringe Volatilität)

2. auch damit ich gut schlafen kann (wenns crashed ist es nicht so heftig) und nicht überreagiere und dummerweise am Tiefpunkt verkaufe weil ich so Schiss habe

3. Ich muss nicht so lange Schiss haben um mein Geld, weil die Rendite schneller wieder Positiv wird. Ich kann auch schneller wieder an mein Geld ohne Verlust zu machen, falls ich doch Liquidität brauche.

 

Kann ich darauf verzichten mein Risiko zu minimieren?

1. das ist reine Einstellungssache, wenn mein Gemüt das Aushält, kann ich das Risiko gut tragen

2. ebenfalls reine Einstellungssache, wenn mein Gemüt das Aushält, kann ich das Risiko gut tragen

3. a) Wenn ich fest der Meinung bin Buy and Hold durchzuziehen, wird das Risiko auch erst etwa 10 Jahre vor Auszahlung relevant.

3. b) Falls ich zwischenzeitlich etwas Geld brauche, entnehme ich daraus Geld, wo die Rendite am besten war (auch irgendwie eine Art Reballancing)

3. c) Falls ich alles brauche hab ich tatsächlich ein Risiko Verluste zu machen das eintreten kann

 

--> Natürlich haben auch Punkt 1 und 2 gewisser Maßen Einfluss auf das Risiko Verluste zu machen wenn ich Geld entnehmen muss, aber ich wollte den Gendanken erst mal simpel halten.

 

Wenn ich also an Buy an Hold festhalte und mir sicher bin das auch durchzuziehen, sehe ich erst mal keinen Grund mein Risiko zu minimieren, selbst dann nicht wenn ich damit rechne irgendwann mal Geld zu einem Teil entnehmen zu müssen.

Muss ich doch viel Geld oder alles entnehmen, habe ich das Problem das ich einen Verlust realisieren könnte, oder dass ich viele Jahre warten muss, bevor ich verlustfrei (aber mit deutlich unterdurschnittlicher Rendite) entnehmen kann. Oder noch länger warten muss bevor ich mit halbwegs guter Rendite entnehmen kann.

 

Wie seht ihr das? Nachvollziehbar oder hab ich gravierende Risiken übersehen?

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