Gast250606 April 3, 2025 · bearbeitet April 3, 2025 von Maestro315 BHP nähert sich der 20€ Marke, Nachkaufkurse ? Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
LongtermInvestor April 3, 2025 Nein, in Krisen lag der FCF oft bei um die 8%, wir sind gerade bei 5,5%. P/S in Krisen unter 2,5-3, aktuell 3,7. Nichts besonderes... Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Gast250606 April 3, 2025 vor 39 Minuten von LongtermInvestor: Nein, in Krisen lag der FCF oft bei um die 8%, wir sind gerade bei 5,5%. P/S in Krisen unter 2,5-3, aktuell 3,7. Nichts besonderes... Danke für die Einschätzung. Wie kommst du auf 5% FCF Yield? Ich komme da schnell überschlagen auf 8-9% 120B marketcap und 10-11B FCF Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Gast250606 April 4, 2025 BHP erwägt Abspaltung von Eisenerz- und Kohlesparten Okay das würde eine komplett neue Bewertungs und Invest Situation schaffen.. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
hattifnatt April 4, 2025 vor 18 Minuten von Maestro315: BHP erwägt Abspaltung von Eisenerz- und Kohlesparten Okay das würde eine komplett neue Bewertungs und Invest Situation schaffen.. Das ist komplett irreführend übersetzt - der Originalartikel ist in der Vergangenheitsform. Ein Nothing-Burger. https://www.marketscreener.com/quote/index/S-P-GSCI-COPPER-INDEX-2-46869179/news/Exclusive-BHP-considered-spinning-off-iron-ore-coal-divisions-49507606/ Zitat BHP considered spinning off iron ore, coal divisions ... The consideration was underway as BHP was pushing hard to green its business and preparing its bid for Anglo American in 2023 and 2024, before it was shelved, they said, asking to remain anonymous because the issue was sensitive. ... While BHP opted not to progress with its plans for now, ... The plan was complicated by BHP's failure to purchase Anglo, which would have bulked up the copper business and helped with cash flow, while the incentive to green its business has become less strong as many corporations across the world step back from environment goals. That suggests any move down that path may be further off. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Gast250606 April 6, 2025 Am 4.4.2025 um 09:24 von hattifnatt: Das ist komplett irreführend übersetzt - der Originalartikel ist in der Vergangenheitsform. Ein Nothing-Burger. https://www.marketscreener.com/quote/index/S-P-GSCI-COPPER-INDEX-2-46869179/news/Exclusive-BHP-considered-spinning-off-iron-ore-coal-divisions-49507606/ Ergibt Sinn, danke für die Info. Trotzdem wenn bereits darüber nachgedacht wurde, wer sagt dass BHP die Segmente nicht abstößt sobald möglich ? Würde mich als Investor, der auch Iron Ore und Coal abgedeckt haben möchte ja irgendwie nerven. Aus dem Grund finde ich ja auch BHP spannender als RIO da sie doch noch etwas diversifizierter sind Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
ChuckysEnkel gestern um 11:16 Uhr Ich dachte, ich teile mal eine kleine Geschichte, weil sie ganz gut zeigt, wie absurd internationale Aktionärsklagen werden können – und wie nützlich ChatGPT bei so etwas inzwischen sein kann. Ausgangspunkt war die australische Sammelklage gegen BHP im Zusammenhang mit dem Samarco-Dammbruch in Brasilien im November 2015. Ich hatte damals BHP-Aktien gekauft und über den relevanten Zeitraum hinweg gehalten. Das Problem: Das Ganze lag viele Jahre zurück. Und natürlich hatte ich nicht mehr fein säuberlich sämtliche alten Depotabrechnungen und Kontoauszüge griffbereit. Ich konnte meine damaligen Käufe zwar noch anhand eigener Unterlagen rekonstruieren – Kaufdatum, Stückzahl usw. –, aber einen perfekten Originalnachweis aus dem Jahr 2015 hatte ich zunächst nicht mehr. Eigentlich keine hervorragende Ausgangslage für ein internationales Gerichtsverfahren. Phase 1: „Sie hatten sich mal gemeldet – aber nicht registriert“ Irgendwann bekam ich eine Mail von den australischen Anwälten. Sinngemäß: Unsere Unterlagen zeigen, dass Sie uns irgendwann im Zusammenhang mit der BHP Class Action kontaktiert haben. Sie haben Ihren Anspruch aber nicht registriert. Das war ungefähr der Moment, in dem ich mich wieder dunkel erinnerte, dass da tatsächlich mal etwas gewesen war. Also ChatGPT gefragt: Was ist das überhaupt für eine Sammelklage, war ich damals betroffen und habe ich jetzt noch irgendeine Chance? Die Antwort war grundsätzlich erfreulich: Ja, meine damaligen Aktiengeschäfte passten offenbar in den relevanten Zeitraum. Die weniger erfreuliche Nachricht: Die Registrierungsfrist war längst vorbei. Damit hätte man das Thema eigentlich abhaken können. Phase 2: Australisches Prozessrecht für Kleinanleger Ich schrieb trotzdem die Kanzlei an. Die bestätigte im Wesentlichen: Ja, ich wäre grundsätzlich ein betroffener Aktionär gewesen aber ich sei nicht registriert und die Frist sei abgelaufen. Aber es gebe noch eine Möglichkeit, dem Gericht im Rahmen des Vergleichs mitzuteilen, warum ich trotzdem berücksichtigt werden sollte. An dieser Stelle hätte jeder vernünftige Mensch vermutlich gesagt: „Für den Betrag, der da vielleicht irgendwann herauskommt, lohnt sich das niemals.“ Ich war inzwischen aber neugierig. Also habe ich zusammen mit ChatGPT einen formellen Notice of Objection beziehungsweise eine entsprechende Eingabe vorbereitet. Dazu eine Begründung, warum ich trotz der verpassten Frist noch als Gruppenmitglied berücksichtigt werden sollte. Parallel versuchte ich, historische Nachweise meiner damaligen BHP-Position zu bekommen. Das neuerliche Problem: Die Transaktionen lagen rund elf Jahre zurück. Originalunterlagen waren nicht mehr vorhanden. Ich konnte aber anhand meiner eigenen Unterlagen nachvollziehen, wann und in welchem Umfang ich BHP-Aktien gekauft hatte und dass ich sie über das relevante Ereignis hinaus gehalten hatte. Also wurde alles, was noch rekonstruierbar war, zusammengetragen. Phase 3: Plötzlich beschäftigt sich ein australischer Bundesrichter mit meinem Mini-Anspruch Dann kam die Überraschung. Das Gericht beschäftigte sich tatsächlich mit meinem Fall. Und mein Antrag wurde akzeptiert. Ich wurde trotz der längst abgelaufenen Registrierungsfrist nachträglich als „Registered Group Member“ zugelassen. Damit war ich offiziell wieder im Rennen. Nach meinem Verständnis war das eine echte Ausnahmeentscheidung. In den damaligen Mitteilungen wurde mein Fall ausdrücklich gesondert behandelt; jedenfalls war ich kein regulär rechtzeitig registrierter Teilnehmer, sondern wurde nachträglich durch gerichtliche Entscheidung noch aufgenommen. Spätestens da war mir auch egal, wie hoch die Auszahlung am Ende sein würde. Jetzt wollte ich wissen, ob ich das Ding tatsächlich bis zum Ende durchbekomme. Phase 4: Der große Geldregen Dann kam die erste Berechnung. Erwartete Ausschüttung: 33,46 AUD. Später: 34,95 AUD. Das ist ungefähr der Moment, an dem man sich nicht mehr ausrechnen sollte, welchen Stundenlohn man mit der Angelegenheit erzielt Zumal inzwischen etliche Mails, Dokumente, Formulare und Erläuterungen durchgearbeitet worden waren. Aber immerhin: Die von mir rekonstruierten Transaktionen wurden akzeptiert und ich war offiziell anspruchsberechtigt. Ich hatte vor Gericht eine verspätete Aufnahme in eine australische Sammelklage geschafft und und dafür standen mir bald umgerechnet ungefähr 20 Euro zu. Kapitalmarkt kann so schön sein Phase 5: Herzlichen Glückwunsch zu 35 Dollar – die Auszahlung kostet 125 Dann ging es um die Auszahlung. Ich wohne übrigens nicht in Australien. Für eine internationale Banküberweisung sollte eine Gebühr von ungefähr 125 AUD anfallen. Ich hätte also möglicherweise für die Ehre, meinen Schadensersatz zu erhalten, noch draufzahlen dürfen (Auch das dürfte eine ziemlich gute Zusammenfassung moderner Finanzmärkte sein...) Wieder kam ChatGPT zum Einsatz: Was bedeutet dieses Feld? Was ist eine Correspondent Bank? Was ist bei der Sanctions Declaration anzukreuzen? Wie funktionieren australische Bankdaten? Und vor allem: Wie umgehe ich eine Überweisungsgebühr, die dreimal höher ist als mein Anspruch? Dann fiel mir ein: Ich habe ja Verwandtschaft in Australien Problem gelöst. Zumindest theoretisch. Phase 6: Australisches Konto, australische BSB, australisches Glück Also Kontodaten einer Verwandten besorgt: australische Bank BSB Account Number Die Auszahlung konnte damit innerhalb Australiens erfolgen. Keine absurde internationale Überweisungsgebühr. Perfekt. Kurz vor der Auszahlung gab es sogar noch eine positive Überraschung: Aus den ursprünglich rund 35 AUD wurden am Ende 38,00 AUD. Unter anderem wegen aufgelaufener Zinsen und Umverteilungen innerhalb des Settlement Funds. Ich war finanziell praktisch saniert. Phase 7: Leider gibt es die Bankfiliale nicht mehr Am 17. Juli 2026 sollte die Zahlung erfolgen. Und scheiterte. Die Nachricht der Kanzlei: Die angegebenen Bankdaten seien entweder ungültig oder die angegebene BSB gehöre zu einer geschlossenen Bankfiliale. Damit wurde es noch einmal spannend. Denn nach dem gerichtlich genehmigten Settlement Distribution Scheme wäre der Administrator eigentlich nicht mehr verpflichtet gewesen, neue Kontodaten einzuholen oder einen zweiten Zahlungsversuch zu unternehmen. Mit anderen Worten: Nach all dem hätte ich meine 38 AUD auf der Zielgeraden noch verlieren können, weil irgendwo in Australien eine Bankfiliale nicht mehr existierte. Aber die Kanzlei schrieb mich trotzdem noch einmal an und gab mir eine letzte Gelegenheit, aktualisierte Kontodaten einzureichen. Also wieder: Verwandtschaft kontaktieren. Aktuelle Bankdaten besorgen. BSB prüfen. Kontonummer prüfen. Mail an den Scheme Administrator. Und diesmal lieber alles fünfmal kontrollieren. Das Finale Mitte August kam schließlich die Nachricht aus Australien: Das Geld ist angekommen. 38 AUD. Damit war eine Geschichte beendet, die ungefähr so aussah: BHP-Aktien im Jahr 2015 gekauft Samarco-Dammbruch viele Jahre später von der Sammelklage wieder erfahren Registrierungsfrist längst verpasst alte Aktienposition nur noch anhand eigener Unterlagen rekonstruiert australische Kanzlei angeschrieben formelle Eingabe vorbereitet Gericht überzeugt nachträglich als Registered Group Member aufgenommen Anspruch berechnet internationale Auszahlung wegen 125 AUD Gebühren praktisch sinnlos australisches Verwandtenkonto gefunden Auszahlung erhöht sich auf 38 AUD erste Überweisung scheitert an einer offenbar geschlossenen Bankfiliale zweite Ausnahme bzw. letzte Nachfrist neue Bankdaten zweiter Versuch Und schließlich: 38 australische Dollar gerettet. Die Rolle von ChatGPT Was mich an der ganzen Sache fast mehr fasziniert hat als die Sammelklage selbst: ChatGPT war während des gesamten Vorgangs eine Art Übersetzer + Rechercheassistent + Formularhilfe + juristischer Sparringspartner + australischer Bankdaten-Erklärer. Unter anderem bei: Einordnung der BHP Class Action Prüfung des relevanten Aktienzeitraums Entwurf von Schreiben an Maurice Blackburn Vorbereitung der gerichtlichen Eingabe Übersetzung australischer Gerichts- und Kanzleischreiben Erklärung der Settlement-Unterlagen Interpretation der Berechnungen Sanctions Check Bankformularen BSB und Account Number Correspondent Bank internationalen Zahlungsgebühren und schließlich der Korrespondenz nach der fehlgeschlagenen Auszahlung Natürlich habe ich die entscheidenden Punkte immer anhand der Originalunterlagen geprüft. Aber ohne diese Unterstützung hätte ich wahrscheinlich spätestens bei „Registration deadline expired“ aufgegeben. Und genau das ist für mich eigentlich die interessanteste Erkenntnis aus der ganzen Sache: Nicht, dass ich bzw. meine Verwandten 38 Dollar bekommen haben. Sondern dass man als normaler Privatanleger heute einen ziemlich komplizierten internationalen Rechts- und Verwaltungsprozess zumindest so weit verstehen kann, dass man seine Rechte überhaupt wahrnimmt. Vor ein paar Jahren hätte ich wahrscheinlich einen australischen Anwalt gebraucht, dessen erste Viertelstunde Beratung mehr gekostet hätte als mein gesamter Anspruch. Wirtschaftliche Gesamtauswertung Auszahlung: 38 AUD Zeitaufwand: Darüber schweigt der Anleger... Effektiver Stundenlohn: vermutlich strafrechtlich relevant niedrig... aber wesentlich weniger als wenn ich alles selbst gelesen hätte (und versucht hätte, das zu verstehen...). Erworbene Kenntnisse im australischen Sammelklagerecht: völlig unverhältnismäßig Anzahl der Momente, in denen ein normaler Mensch vernünftigerweise aufgegeben hätte: mehrere Genugtuung, eine längst verpasste BHP-Class-Action-Registrierung doch noch durch Gericht, Kanzlei und australisches Bankensystem gebracht zu haben: Priceless. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
lowcut gestern um 12:04 Uhr · bearbeitet gestern um 12:05 Uhr von lowcut vor 48 Minuten von ChuckysEnkel: Ich dachte, ich teile mal eine kleine Geschichte, weil sie ganz gut zeigt, wie absurd internationale Aktionärsklagen werden können – und wie nützlich ChatGPT bei so etwas inzwischen sein kann. ... Wirklich lesenswert. Danke. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag