Asset Allokation - Vorschläge für RK1 & RK2

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159 Beiträge in diesem Thema

Geschrieben

Am 16.12.2017 um 10:25 schrieb tom1956:

Ganz nett und treffend zusammengefasst übrigens :thumbsup:. Laß Dich von derartigen Trollereien oder Provokationen nicht kirre machen.

 

Meine Wenigkeit ist zwar kein Finanzgenie sondern nur ein am Thema ein interessierter Laie. Dies allerdings schon sehr lang und nicht ganz ohne Erfolg.

 

Schön übrigens einen Freund der Krönchen hier zu treffen (auch hier gilt das schon oben Gesagte: Gerne wird hier mal über Oldtimer oder Uhren geschrieben, ohne daß derjenige auch nur rudimentäre Kenntnisse hat - geschweige denn diese Gegenstände besitzt). Mit PP kenne ich mich auch nicht so gut aus (trage nur manchmal eine Calatrava, wenn sich beispielsweise ein Anzug nicht vermeiden läßt). Meine jahrzehntelange Erfahrung mir der Krone war - neben dem Spaß beim Tragen - auch als Wertspeicher sehr positiv. Wie gesagt, selbst bei getragenen Uhren. Konzentriert habe ich mich stets auf Stahl- bzw. Sporty-Modelle (insbesondere auch die Daytona - habe auch einige Vintage-Modelle mit vierstelliger Referenznummer). Bei "Tresoruhren" (ungetragen, komplett verklebt, mit original Box und Papieren) sieht es dann meist noch viel besser aus. Dies war schon immer so und hat sich in den letzten Jahren (seit der Finanzkrise) nochmals verstärkt. Die Notenbanken haben Währungen zur Ramschware gemacht (Geld ist wertvoll, weil es ein knappes Gut ist - heute werden Billionenbeträge zu 0% Zinsen zur Verfügung gestellt) und so ist das Kapital auf der Suche nach Assets mit Wertaufbewahrungscharakter. Natürlich ist auch der "innere Wert" z. B. einer alten Daytona niemals fünf- oder sechsstellig, sondern nur ein Bruchteil davon. Das ist aber bei Geldscheinen nicht anders: Der 5-Euro-Schein kostet in der Herstellung 5 Cent, der 10 Euroschein 9 Cent usw. bis hin zum 500 Euro-Schein, der 16 Cent kostet - wobei der 500er ist vielleicht kein gutes Beispiel, wird er doch gerade von der EZB abgeschafft ...:lol: Spaß beiseite, als (allerdings minimale) Beimischung sehe ich beispielsweise Uhren recht positiv. Erst recht, wenn die Finanzielle Repression noch länger so weiter geht. Das gilt übrigens auch für Oldtimer. Das wäre aber wieder ein anderes Thema.

 

Zu Deinem eigentlichen Anliegen: Mit sogenannten Risikoklassen konnte ich früher schon wenig anfangen und jetzt noch weniger. Dazu gibt es alle möglichen Einteilungen (von 3 bis zu 10 Klassen habe ich schon alles Mögliche gelesen) und meines Wissens keine allgemeinverbindliche Definition. Hätte mir früher jemand einen großen Geldbetrag auf meine Sparkasse oder Volksbank überwiesen, hätte ich gesagt, dort ist das Geld absolut sicher (von der Inflation natürlich mal abgesehen). Heute würde ich sagen, dort ist das Geld direkt über der Feuerstelle ... Verwahre ich es dort dagegen im Schließfach, erhalte ich es (nach geltender Rechtslage noch jedenfalls) im Insolvenzfall zurück; stelle ich es der Bank dagegen als Einlage zur Verfügung, muß ich im Insolvenzfall auf die Einlagensicherung hoffen... und die greift auch nur bis 100 tsd.

 

Auch innerhalb einer Anlageklasse (Du hast etwas von einer Wohnung geschrieben) ist die Einordnung nicht einfach. Beispiel also Immobilie: Eigengenutzt oder vermietet, lastenfrei oder finanziert, gelegen in Görlitz oder in München usw. usw. Natürlich schwanken Vermögenspreise (Aktien, Immobilien usw.). In eine Studie des IWF zu untersuchten Vermögenspreisblasen seit 1960 wird für Aktienpreisblasen ein MDD von -40 bis -60% über einen Zeitraum von 10 Quartalen und für Immobilien ein MDD von -27 bis - 28% über einen Zeitraum von 16 bis 19 Quartalen genannt. Nach dieser Studie können dann also Aktien etwa doppelt so stark abstürzen wie die Immobilienpreise, dafür dauern Immobilienkrisen fast doppelt so lange wie Aktienkrisen (also der Aktienmarkt erholt sich schneller wieder). Eventuell ein Anhaltspunkt. Mehr aber nicht. Nach meinem Dafürhalten hilft dieser Blick zurück aber heute nur noch bedingt. Wir sind in einer Art Planwirtschaft des Geldes angekommen, in der viele alte Regeln nicht mehr gelten (ein Beispiel wäre wohl auch die negative Korrelation zwischen bestimmten Anlageklassen). Wobei: Wenn unsere Kanzlerin und Steinbrück die Einlagen persönlich garantieren, kann ja nix mehr schiefgehen ...:D

 

Losgelöst von irgendwelchen Risikoklassen würde ich mir an Deiner Stelle eine nette Mischung aus Nominal- und Sachwerten basteln (dabei kann man - jedenfalls nach meinem Dafürhalten - durchaus auch einer emotionalen, individuelle Wohlfühlkomponente folgen; kenne Leute, die sich schon vor dem Eintritt in den Ruhestand nahezu von allen Aktien getrennt haben und andere, die mit 70+ noch eine Aktienquote von über 80% fahren und sich damit auch wohl fühlen). Übrigens: Eine lebenslange Rente (wie GRV) da einzupreisen, halte ich auch für schwierig. Die Zahlung einer solchen, dürfte sehr sicher sein (dafür gibt es zu viele "Betroffene" sprich Rentner in unserem Land), die Höhe in realer Kaufkraft dagegen dürfte höchst unsicher sein (umso unsicherer, desto weiter entfernt der Renteneintritt in der Zukunft liegt).

 

Wünsche Dir gute Entscheidungen.

 

Beste Grüße

Tom

Danke Tom. Tolle Antwort, hast mir sehr geholfen.

Brüder im Geiste, die Calatrava kommt bei mir im Job auch täglich ans Handgelenk.

Muss dich aber enttäuschen, bin kein Fan des Krönchens, aber das ist ja Geschmackssache.

Oldtimer finde ich auch toll, arbeite auch grad am Ersten. Bin aber noch zu geizig, da mein Objekt der Begierde so teuer ist.

Auf dem Gebiet bin ich aber absoluter Laie.

 

Entspannte Tage.

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Bei meinem Depotumbau in den letzten Tagen ist mir ein recht neuer ETF aufgefallen, nämlich den iShares $ Floating Rate Bond (IE00BF11F458). Ich frage mich, ob der als besser verzinster Ersatz für Tages- und kurzlaufendes Festgeld taugt. Währungs- und Zinsänderungsrisiko hat er kaum, da währungsgesichert und Floater mit kurzer Laufzeit. Auch die Bonität scheint ok zu sein (13% AAA, 22% AA, 45% A, 17% BBB). Bei einer durchschnittlichen Endfälligkeitsrendite von 1.9% sieht das für mich interessant aus auch im Hinblick darauf, dass der Leitzins in den USA wohl noch ein paar mal erhöht wird bevor die EZB irgendwann nachzieht. Was haltet ihr davon?

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Geschrieben

vor 1 Stunde schrieb Limit:

Bei meinem Depotumbau in den letzten Tagen ist mir ein recht neuer ETF aufgefallen, nämlich den iShares $ Floating Rate Bond (IE00BF11F458). Ich frage mich, ob der als besser verzinster Ersatz für Tages- und kurzlaufendes Festgeld taugt. Währungs- und Zinsänderungsrisiko hat er kaum, da währungsgesichert und Floater mit kurzer Laufzeit. Auch die Bonität scheint ok zu sein (13% AAA, 22% AA, 45% A, 17% BBB). Bei einer durchschnittlichen Endfälligkeitsrendite von 1.9% sieht das für mich interessant aus auch im Hinblick darauf, dass der Leitzins in den USA wohl noch ein paar mal erhöht wird bevor die EZB irgendwann nachzieht. Was haltet ihr davon?

 

Hast du folgende Seiten gefunden, gelesen, und verstanden?

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Factsheet und KIID habe ich gelesen, die anderen beide Links nun auch. Dabei ist mir nichts wesentliches aufgefallen, was dagegen spräche. Deinem Kommentar entnehme ich allerdings eine gewisse Skepsis. Sollte ich das nicht falsch interpretiert haben, wäre ein Hinweis auf den Auslöser deiner Skepsis willkommen.

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Geschrieben · bearbeitet von Ramstein

Es sind US$-Anleihen. In US$ ist die Performance pro Jahr (3-5 Jahre) zwischen 0,8 und 0,9%. Davon subtrahiere ich (ohne das genau beziffern zu können) die Kosten für das Währungshedging. Wenn das 0,3 - 0,5% sind, bleibt von der Rendite nichts mehr übrig, das den Fonds als Alternative zum Tagesgeld qualifiziert.

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vor 19 Minuten schrieb Ramstein:

Es sind US$-Anleihen. In US$ ist die Performance pro Jahr (3-5 Jahre) zwischen 0,8 und 0,9%. Davon subtrahiere ich (ohne das genau beziffern zu können) die Kosten für das Währungshedging. Wenn das 0,3 - 0,5% sind, bleibt von der Rendite nichts mehr übrig, das den Fonds als Alternative zum Tagesgeld qualifiziert.

Sei doch nicht immer so brutal ehrlich.:thumbsup:

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Geschrieben · bearbeitet von Limit

Ist es denn sinnvoll die Rendite der letzten 3-5 Jahre zu betrachten? In diesem Zeitraum lag der Leitzins bei Nahe 0%. Selbst Anfang diesen Jahres lag er noch bei nur ~0.65%. Bei einem Leitzins von nun 1.5% und einer weiteren Aufwärtstendenz sollte die Rendite doch deutlich besser werden? Die 1J-Rendite von 1.77% deutet das ja schon an. Die Kosten für die Währungsabsicherung sind allerdings ein Punkt, wo ich nochmal recherschieren werde, insbesondere da die Kosten mit der Zinsdifferenz der Währungsräume steigt.

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vor 6 Stunden schrieb Limit:

Ist es denn sinnvoll die Rendite der letzten 3-5 Jahre zu betrachten?

Bei einem ETF, der erst dieses Jahr aufgelegt wurde?

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Bei einem ETF, der erst dieses Jahr aufgelegt wurde?
Ramstein war doch so nett und hat oben die Performance der amerikanischen Version des ETFs verlinkt. Den gibt es nämlich bereits seit 2011. Er ist zwar nicht identisch, trackt aber den gleichen Index.

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