ETF-Rendite je nach Währung unterschiedlich?

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Geschrieben

Hallo Zusammen,

 

warum wird bei JustETF z.B. beim iShares Core MSCI World UCITS ETF USD (Acc) (IE00B4L5Y983) eine Rendite "1 Jahr in USD" von +14,86 % angegeben und bei der Rendite "1 Jahr in EUR" nur 4,67%?

 

Müsste die relative Rendite nicht in jeder Währung gleich sein?

"Verliert" man hier tatsächlich Rendite aufgrund der Währung?

 

Gruß

Honos

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Geschrieben · bearbeitet von otto03

vor 4 Minuten schrieb honos:

Hallo Zusammen,

 

warum wird bei JustETF z.B. beim iShares Core MSCI World UCITS ETF USD (Acc) (IE00B4L5Y983) eine Rendite "1 Jahr in USD" von +14,86 % angegeben und bei der Rendite "1 Jahr in EUR" nur 4,67%?

 

Müsste die relative Rendite nicht in jeder Währung gleich sein?

"Verliert" man hier tatsächlich Rendite aufgrund der Währung?

 

Gruß

Honos

 

Sofern Anfangs- und Endewechselkurs unterschiedlich sind ergeben sich selbstverständlich auch wechselkursbedingte Unterschiede in den Renditezahlen je nach Währungsangabe.

 

"Übrigens man verliert nicht immer Rendite - man kann auch durchaus welche gewinnen."

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Geschrieben

vor 1 Minute schrieb honos:

...

Müsste die relative Rendite nicht in jeder Währung gleich sein?

Nein! Warum? Währungen schwanken nun einmal unabhängig von der Entwicklung eines Fonds. 

 

vor 3 Minuten schrieb honos:

...

"Verliert" man hier tatsächlich Rendite aufgrund der Währung?

Nein, wenn Du in der Eurozone wohnst, ist für Dich die Rendite in Euro maßgeblich. Davon verlierst Du auch nichts.

 

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Geschrieben

Vielen Dank für die Antworten.

 

Ich habe mich inzwischen in das Thema Währungsrisiko weiter eingelesen:

  • Die Währung, in dem der ETF gehandelt wird, spielt unterm Strich keine Rolle.
  • Die Währung der Werte, welcher der ETF enthält, stellen das Währungsrisiko dar.
  • Währungsabsicherung durch Hedging kostet Geld und schmälert die Rendite.

Ob sich die Währungsabsicherung bei z.B. den MSCI World mit knapp 60 % USD Anteil lohnt oder nicht, kann ich mit meinem Wissen nur schwer nachvollziehen.

Glaubt man den Ratschlägen im Internet, dann lohnt sich die Währungsabsicherung eher selten, je nach enthaltenen Währungen und Währungskurse.

 

 

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Geschrieben

Ja, die Währung in der dein ETF gehandelt wird ist egal.

 

Du kaufst aber mit einem USA Index neben der eigentlichen Kursveränderung des Index auch das Währungsrisiko (oder Chance) mit ein.

 

Siehst Du doch schön an deinem Beispiel: Euro steigt = negativ für den ETF in Euro.

 

Du hast also nicht die eigentliche Indexperformance bekommen.

 

Wenn Du nur die Indexperformance willst und Währungsgewinne oder Währungsverluste keine Rolle spielen sollen, brauchst Du die Hedgingvariante des ETF.

 

Wie viel höher die Kosten (TD ) der ETF sind muss man sich ansehen.

 

Und nein, Ich empfehle nicht grundsätzlich die währungsgesicherten ETF, Faktoren wie Währungsdiversifikation können auch eine Rolle spielen.

Oder man sagt, es gleicht sich irgendwann alles wieder aus, jeder wie er mag.

 

Man sollte halt nur berücksichtigen, dass Währungseinflüsse starke Auswirkungen haben können wie in deinem Beispiel .

 

http://www.ariva.de/euro-dollar-kurs/chart?t=all&boerse_id=130

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Geschrieben · bearbeitet von G863653

Zitat

Die Währung, in dem der ETF gehandelt wird, spielt unterm Strich keine Rolle.

 

Du hast natürlich primär Aktien-ETF gemeint. Zur Ergänzung aber:

 

Vorsicht bei Anleihen in Fremdwährungen. Sofern über die Euro-Zone hinaus investiert wird, sollte eher in Euro gehedged werden. Sonst bekommt dieses Investment einen ganz anderen Charakter.

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Geschrieben

vor 25 Minuten schrieb G863653:

 

Du hast natürlich primär Aktien-ETF gemeint. Zur Ergänzung aber:

 

Vorsicht bei Anleihen in Fremdwährungen. Sofern über die Euro-Zone hinaus investiert wird, sollte eher in Euro gehedged werden. Sonst bekommt dieses Investment einen ganz anderen Charakter.

 

Halte ich persönlich für Bullshit.

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Geschrieben

Warum?

 

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Geschrieben

Im risikoarmen Teil des Portfolios soll doch das zusätzliche Risiko von Fremdwährungen vermieden werden? Entweder durch die ausschließliche Wahl von Staatsanleihen in Euro oder die Währungssicherung.

Ich gebe zu die Wirkung des Hedging nicht zu überblicken.

Und ich meine mal gelesen zu haben, dass das Hedging auch nur begrenzt funktioniert.

Vielleicht sollten wir festhalten, dass man durchaus Fremdwährungsanleihen ungehedged halten kann. Man geht aber ein höheres Risiko ein.

Mein Hinweis war erfolgt, da ETF nicht gleich Aktien-ETF bedeutet. Das Währungsrisiko ist auf lange Sicht bei Aktien als gering zu betrachten. Für Anleihen gilt dies nicht.

 

Sonst bitte ich um Erläuterung.

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Geschrieben

vor 10 Stunden schrieb G863653:

Im risikoarmen Teil des Portfolios soll doch das zusätzliche Risiko von Fremdwährungen vermieden werden?

Anleihe ≠ risikoarm!

Staatsanleihen können (bei entsprechenden Emittenten) risikoarm sein. Aber schau dir mal an, von welchen Anleihen Ramstein in seinem Musterdepot schreibt oder was hier im Thread der Anleihentransaktionen gehandelt wird. Vieles davon wird nicht deiner Definition von risikoarm entsprechen.

 

vor 10 Stunden schrieb G863653:

Das Währungsrisiko ist auf lange Sicht bei Aktien als gering zu betrachten. Für Anleihen gilt dies nicht.

Warum?

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Geschrieben

vor 11 Stunden schrieb G863653:

Im risikoarmen Teil des Portfolios soll doch das zusätzliche Risiko von Fremdwährungen vermieden werden? 

 

Ja, zum Beispiel durch Tages- und Festgeld bei einer Bank hoher Bonität und solider Einlagensicherung, in Heimatwährung.

 

Kein Kursrisiko, kein Fremdwährungsrisiko und hoffentlich ein geringes Ausfallrisiko.

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Geschrieben

In der Aussage #6 ging es nur um eine Ergänzung. Währungsrisiken oder -chancen spielen bei Anleihen eine größere Rolle als bei Aktien.
Dies ist nicht falsch.

 

Wie werden Anleihen in Privatanleger-Portfolios häufiger genutzt? Eher nicht zur massiven Ertragssteigerung.
Klar kann man mit Anleihen (dann häufiger direkt als im Fondsmantel) spannende Sachen wie Ramstein machen. Hut ab.
Das dürfte dennoch die Minorität der Anleger betreffen.

 

Ich gehe weiter davon aus, dass ein Währungshedging mehr Sinn bei nicht primär in € notierenden Anleihen-ETF macht, wenn man diese halbwegs zum "sicheren", d.h. schwankungsarmen Teil der Anlage zählen möchte.

 

Ein beispielhafter Vergleich von Barclays Global Aggregate Bond ETF € hedged vs. unhedged zeigt dies, finde ich ganz gut.

https://www.fondsweb.com/de/vergleichen/ansicht/isins/LU0942970798,LU0942970103

 

Ob man als durchschnittlicher Privatanleger solch ein Produkt wählen sollte, ist eine andere Frage. Ich besitze es persönlich nicht.

 

Am einfachsten ist natürlich:

 

vor 44 Minuten schrieb tyr:

 

Ja, zum Beispiel durch Tages- und Festgeld bei einer Bank hoher Bonität und solider Einlagensicherung, in Heimatwährung.

 

Kein Kursrisiko, kein Fremdwährungsrisiko und hoffentlich ein geringes Ausfallrisiko.

 

Einfach "Bullshit" ist krass verkürzt v.a. im Kontext des Threadopenings.

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Geschrieben

Wann ist denn Währungsrisiko entscheidend?

 

Für mich ist es um so mehr entscheidend je mehr die eigentliche Kursveränderung des Basiswertes beeinflusst wird.

 

Wenn Ich Anleihen mit 2% Rendite in fremder Währung kaufe, die Währung sich aber vielmehr bewegt, ist halt der Währungseinfluss entscheidend.

 

Anders natürlich bei Anleihen die am Default vorbeischippern und hohe Kurssteigerungen möglich sind.

 

Hab hier oft das Gefühl das Währungseinflüsse verharmlost werden, oft mit dem Argument „Es gleicht sich irgendwann aus“.

 

Aber das Anlegerleben ist nicht ewig und Währungstrends können lange laufen.

 

Fazit für mich:

 

Bei Extremsituationen im EUR/USD Kurs auch Wechsel der ETF zwischen „normal“ und Hedging berücksichtigen.

 

Aber Währungsanalyse betreibe Ich nicht, halt nur Chance/Risikoabwägung.

 

Die Bay and Hold Sparplanfraktion (zu der Ich nicht gehöre) wird dies vielleicht anders sehen, aber 30 Jahre Anlagezeitraum verkürzen sich auch zu einem Zeitraum mit wenig Zeit irgendetwas Aussitzen zu können und das bei höherem Kapital in den Anlagen.

 

Mal zwei Bilder zum S&P 500

 

tsnz2dzb.png

 

 

aa6jsoks.png

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Vielen Einsteigern würde es meines Erachtens gut tun, diesen Finanztest-Artikel zu lesen: Währungs­risiko: Die oft über­schätzte Gefahr https://www.test.de/Waehrungsrisiko-Die-oft-ueberschaetzte-Gefahr-4790545-0/

 

Hier wird noch erklärt, warum man bei Aktienfonds keine Variante mit Absicherung gegen Wechselkursrisiken nehmen sollte: https://www.test.de/Waehrung-von-Fonds-Wo-das-Waehrungsrisiko-wirklich-liegt-5166292-0/

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Geschrieben

Hier wird im Zusammenhang mit Währungsrisiken immer nur von Kurs-Schwankungen zwischen Dollar-Euro gesprochen.

 

Da ich mittlerweile ein Ende des Euros nicht mehr als ganz unrealistisches Szenario sehe, wäre mal meine Frage in den Raum, welchen Einfluß das auf mein ETF hätte.

 

Mal abgesehen vom Kurs, wird dann einfach die Währung mit dem festgelegten Wechselkurs in die genutzte Währung des Fondsdomizil umgetauscht? Muss man hierbei also das jeweilige Fondsdomizil auch in seiner Währungspolitik beleuchten?

 

Vielleicht kann man das auch mal an einem fiktionalen Beispiel vorrechnen? (das Fondsdomizil Irland kam mir da in den Sinn)

 

Danke für euren Input!

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Geschrieben

vor 3 Stunden schrieb Krummi:

 

Mal abgesehen vom Kurs, wird dann einfach die Währung mit dem festgelegten Wechselkurs in die genutzte Währung des Fondsdomizil umgetauscht? Muss man hierbei also das jeweilige Fondsdomizil auch in seiner Währungspolitik beleuchten?
 

 

Schau noch mal auf die Grafiken in @tyr zweitem Link.

 

Die Handelswährung ist egal, ist nur eine Umrechnung , und ob der ETF dann umgestellt würde weiß Ich nicht.

 

Entscheidend ist wie auch hier beschrieben, welche Aktien in dem ETF sind.

Wobei, Ich glaube hier im Forum wurde schon mal näher darauf eingegangen, das auch das „Herkunftsland“ des Umsatzes berücksichtigt werden muss.

 

Sollte es aber wirklich eine „Neue Deutsche Mark“ geben, könnte das schon Auswirkungen haben.

 

Alle anderen Länder sind dann halt Ausland und das S&P 500 Beispiel von mir und das „Beispiel 2“ in @tyr Link gilt dann auch für die anderen Länder des jetzigen Euroraums.

 

Sollte die „Neue Deutsche Mark“ dann wirklich gegen alle Länder stark aufwerten, hat das wohl auch negative Auswirkungen auf einen ETF mit Auslandswerten.

 

Aber ob das wirklich so ist bei der Verzahnung der europäischen Wirtschaft, .........

 

Was schreibt denn Kommer?  :news:

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