G863653

Umgang mit einem Altfonds von prä-2009 und einem ETF-(Fehl?)kauf

  • Income
  • Quality
  • Global
  • Lyxor
  • apo Piano Inka
  • LYX0PP
  • 532429
  • Altfonds
  • ETF

Geschrieben


 

Hallo, das ist mein erster Thread.  

kurz die wichtigsten Rahmeninfos:

 

1. Erfahrungen mit Geldanlagen
- Bewusste Beschäftigung mit Geldanlagethemen seit 2015, davor typische Fehler wie Rürup etc.
- Interesse vorrangig aktiv vs. passiv, ETF,
- Umstellung geerbter Fonds mäßiger bis schlechter Qualität auf überwiegend ETP (Aktien-ETF, Anleihen-ETF, ETC) zwischen 2016 und 2017 als Quasi-Einmalanlage fraktioniert erfolgt.

 

2. Fondspositionen

zuviele, zu komplex, aber das ist ein anderes Thema.
 
Aus dem Altbestand interessieren mich zwei Fonds. Dazu nachfolgend mehr.
Es ist ein Depot, dass ich als den Teil eines Erbes, welches ich nicht anrühren möchte, aufgebaut habe. Die damalig vererbten Fonds waren extrem europakonzentriert und anleihelastig. Zudem teuer und in letzter Konsequenz auch nicht zu mir passend. Eine Cashreserve für etwaige Nachkäufe besteht noch auf einem Tagesgeldkonto.  

 

3. Zeitliche Aufwandsbereitschaft für Fondsanlage
nach anfänglicher Euphorie zunehmend weniger :rolleyes:, bis 2h pro Woche

 

4. Risikotyp/Risikobereitschaft/Umgang mit Verlusten

- wenn es Sinn macht, durchziehen
- wenn aus sinnvollen Gründen eine Position aufgelöst oder ersetzt werden sollte, dann kommt für mich auch ein Verkauf in Frage
- kein Ausstieg geplant im Crash
- das Geld wird jetzt und in Zukunft nicht benötigt

 

5. Anlagehorizont: ca. 30 Jahre, ggf. auch länger - als zusätzliche Altersversorgung gedacht


Zu den beiden Fonds:

 

1. Lyxor SG Global Quality Income NTR UCITS ETF D-EUR (LYX0PP)

 

gekauft bei der ING-Diba als Dividenden-ETF (würde ich so nicht mehr machen) um zum Rebalancing anderer Positionen Ausschüttungen zu erhalten, falls ich nicht mehr Geld einzahlen möchte oder werde.
Dabei war ich so schlau, einen nicht so gängigen Index zu wählen, der auch zu dem Einstiegszeitpunkt eine gute Ausschüttungsrendite bot. Las sich toll bei Extra-Funds. Nun ja. Was ich aber übersah, war daß bei der ING-Diba bei diesem ETF quasi ein Zwangssparplan eingegangen wird (Ertragsverwendung:    Ausschüttend, automatische Wiederanlage ab 75 Euro).
Wenn ich das richtig verstanden habe, ist dies bei anderen Brokern nicht unbedingt so.
Mit dem Erwerb habe ich in mehrfacher Sicht einen Bock geschossen. a) Er performt außerordentlich schlecht. Aber das kann sich ja auch ändern. Man kann bezüglich Morningstar-Ratings sicher geteilter Meinung sein. Aber er hat nur noch einen *. Das ist schon sehr unterdurchschnittlich.
b) Die Ausschüttungen kommen nicht ihrer eigentlich angedachten Funktion zugute, da sie zwangsweise wiederangelegt werden. Dazu entstehen Kosten wie bei einem echten Sparplan.

Mich interessiert daher eure Meinung. Behalten? Diesen Fonds übertragen auf ein anderes Depot mit anderen Bedingungen? Jetzt habe ich natürlich auch Teil-Anteile im Depot. Werden bei einem Übertrag überhaupt Bruchstücke übernommen? Wenn nicht, kostet es ´nen 10er…

 

Fondsweb-Vergleich mit anderen Dividenden ETF

 

2. apo Piano INKA WKN: 532429 / ISIN: DE0005324297

 

Einziger noch verbliebener Dach-Mischfonds. In Größe der Position deutlich reduziert. Wurde vom Erblasser vor 2009 gekauft. Er stellt den Löwenteil der Anleihen im Portfolio. Er orientiert sich an der Benchmark:

 

70 % iBoxx Eurozone Sov. TR, 17,5 % MSCI Daily TR Net Eur. €, 5 % EONIA, 5 % MSCI Daily TR Net USA


und hat eine TER von 1,99%.


Es fällt mir schwer, hier eine fundierte Meinung zu bilden. Ich denke, die Kosten sind für einen so krass anleihelastigen Fonds zu hoch. Halt Dachfonds. Performance auch unterirdisch.
Ich kann aber die steuerlichen Erwägungen nicht abschätzen. Bisher galt: keine Abgeltungssteuer beim Fondsverkauf. Aber die zukünftigen Entwicklungen ab 2018 sind mir bei Altfonds nicht klar. Ich liege übrigens mit ca. 20.000€ in diesem Fonds deutlich unter der 100k Grenze.
Würdet ihr diese Position halten? Ich mache das bislang eigentlich nur, weil ich mir der Konsequenzen eines Verkaufs nicht klar bin.   
Ich bin mir bewußt, dass es einen alten Thread zum Fonds gibt. Der hat aber nur kurz die Qualität an sich betrachtet. Und neu kaufen würde ich ihn sicher nicht.

 

Apo Piano bei Morningstar

 

apopiano.png

dividenden.png

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Geschrieben

Du kannst der automatischen Wiederanlage bei DiBa mit Wirkung für die Zukunft widersprechen. 

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Geschrieben · bearbeitet von G863653
Link vergessen

Oh. Danke!

Das ist mir neu. Das wäre das Einfachste.

Und der Fonds selbst? Zu Dividenfonds läuft auf Morningstar ja gerade eine interessante Artikelreihe, die noch fortgesetzt wird.

 

Dividenden sind ein Allheilmittel, Dividendenfonds dagegen nicht unbedingt

 

Dividenden-Investments: Eine Check-Liste für Anleger Dividenden-Indizes und Dividendenfonds: Eine Standortbestimmung

 

Dividenden-Indizes und Dividendenfonds: Eine Standortbestimmung

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Geschrieben · bearbeitet von Ramstein

Warum soll man dir das selber Denken abnehmen. Du warst nicht mal in der Lage zu recherchieren, dass die automatische Wiederanlage optional ist. Bilde dir doch erst mal eine Meinung zu Dividenden-ETFs, bevor du verschiedene vergleichst. Und der Piano INKA macht was er soll. Da musst du doch wissen, ob diese Intention für dich richtig ist. Falls ja, kannst du bessere Alternativen suchen. Falls nein, musst du dir erst mal klar werden, was du eigentlich willst. Stichworte Risikotragfähigkeit, Asset Allokation. Dazu gibt es Stickies. Lesen bildet.

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Geschrieben · bearbeitet von G863653
Schreibfehler / Ergänzung

"Du warst nicht mal in der Lage zu recherchieren, dass die automatische Wiederanlage optional ist."

 

Stimmt. Und ich finde die Information noch nicht. Nicht über die Website von der ING und auch nicht bei Lyxor, wobei letztere auch nichts damit zu tun haben sollte.

 

"Bilde dir doch erst mal eine Meinung zu Dividenden-ETFs, bevor du verschiedene vergleichst."

 

Ich denke, dass ich der Wiederanlage widersprechen werde. Danke noch einmal für diese Information. Ich will kein Performance-Chasing betreiben. Denn den damaligen Grund für den Kauf habe ich genannt. Ob das grundsätzlich eine gute Idee war, ist eine andere Sache. Den Fondsvergleich aufzuführen, war vielleicht unötig. Aber doch ein zusätzlicher Aspekt, der nicht unerwähnt bleiben sollte.

Geldanlage ist aber doch ein dynamisches Lernen. Irgendwann muss man ausführen und mit den Konsequenzen klar kommen. Man kann nicht ewig warten und nie starten. Es darf aber auch erlaubt sein, seine damaligen Entscheidung zu hinterfragen. Die Lektüre der Morningstar-Artikel hat das in Gang gesetzt. Mich interessieren auch eure Meinungen.

 

"Und der Piano INKA macht was er soll."
 
Das stelle ich auch nicht in Frage. Die Frage ist, ob man die Kosten rechtfertigen kann. Ich glaube nicht.

 

"Da musst du doch wissen, ob diese Intention für dich richtig ist. Falls ja, kannst du bessere Alternativen suchen."
 
Es gibt für Neuanschaffungen klar bessere Produkte. Die Frage war hier aber der steuerliche Aspekt, der mir die Beurteilung Halten oder Austauschen extrem erschwert.

 

"Falls nein, musst du dir erst mal klar werden, was du eigentlich willst. Stichworte Risikotragfähigkeit, Asset Allokation. Dazu gibt es Stickies. Lesen bildet."

 

Ich bin ich seit etwa 3 Jahren hier im Forum passiv dabei. Seit 2 Jahren angemeldet. Ich lese viel. Manchmal wird man von der Informationsflut auch erschlagen. Die Asset Allocation und Risikotragfähigkeit wurden vor Auswahl einzelner Produkte lange abgewogen. Der Austausch dieser beiden Produkte oder ihr Verkauf würde durch Umverteilung keine relevante Veränderung des Portfoliorisikos bedeuten. 

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Geschrieben

Da hätte ich auch selbst dran denken können, dass es in den AGB steht. :o Wie immer. Das Kleingedruckte. Ich hatte die Suche auf der Website der ING genutzt und unter Wiederanlage nichts zutreffend gefunden. Danke. :thumbsup:

 

Wenn die sparplanfähigen Wertpapiere Erträge ausschütten, werden diese für Fonds und ETFs ab einem Mindestausschüttungsbetrag und vorbehaltlich der Lieferbarkeit neuer Anteile zum Ausschüttungstag automatisch in Anteilen des ausschüttenden Wertpapiers wieder angelegt. Der Mindestausschüttungsbetrag für die Wiederanlage kann im Preis- und Leistungsverzeichnis unter www.ing-diba.de eingesehen werden. Die automatische Wiederanlage erfolgt für alle sparplanfähigen Fonds und ETFs, unabhängig davon, ob ein Sparplan eingerichtet ist oder nicht. Der Kunde kann der automatischen Wiederanlage der Erträge mit Wirkung für die Zukunft für alle sparplanfähigen Fonds und ETFs, oder aber nur für ausgewählte Wertpapiere, widersprechen.

 

Das finde ich echt stark. Das kann und soll bestimmt überlesen werden. Wieder was gelernt.

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Geschrieben

vor 59 Minuten schrieb G863653:

...

Stimmt. Und ich finde die Information noch nicht. Nicht über die Website von der ING und auch nicht bei Lyxor, wobei letztere auch nichts damit zu tun haben sollte.

Man muss die Information auch nicht finden. Es reicht völlig, wenn Du weißt, dass es sich bei dem Geld um Dein Eigentum handelt, mit dem die DiBa nicht machen kann, was sie will.

Du musst denen einfach sagen, was Du möchtest.

 

Zitat

Mich interessieren auch eure Meinungen.

Du musst in erster Linie wissen, was Deine Ziele bei der Geldanlage sind und dann eine AssetAllocation (Wie hoch soll der Anteil an Aktien, Anleihen, Immobilien etc. eigentlich sein.) erstellen, die Deiner persönlichen Risikotragfähigkeit entspricht. Erst dann geht es an die konkrete Produktauswahl. Es ist wohl überflüssig zu erwähnen, dass diese Produkte möglichst günstig sein sollten.

 

Der Lyxor setzt auf Dividendenwerte und schüttet vermutlich viel aus, was zu Lasten der Diversifikation geht. Willst Du das?

Das andere Ding ist ein Dachfonds, der seinerseits in Fonds investiert (dort entstehen auch nochmal Kosten). Aus meiner Sicht sind Dachfonds Produkte von denen ich mir nicht vorstellen kann, wer sie benötigt. Bezüglich des steuerrechtlichen Altbestandes wirst Du rechnen und kalkulieren müssen.

 

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Geschrieben

Zitat

Die Asset Allocation und Risikotragfähigkeit wurden vor Auswahl einzelner Produkte lange abgewogen. Der Austausch dieser beiden Produkte oder ihr Verkauf würde durch Umverteilung keine relevante Veränderung des Portfoliorisikos bedeuten. 

Der Dividenden-ETF macht lediglich etwas unter 10% des gesamten Aktienanteils aus. Ich werde ihn behalten und beobachten ggf. aber irgendwann doch auflösen und die Erlöse in den übrigen Fonds verteilen.

 

Zitat

Bezüglich des steuerrechtlichen Altbestandes wirst Du rechnen und kalkulieren müssen.

Aber wie?

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Geschrieben · bearbeitet von G863653
Tippfehler

Vor längerer Zeit habe ich einen Thread, den ich aber nicht wiederfinde, gelesen. Quintessenz war, dass es sich fast nie lohnt, einen Altfonds zu verkaufen. Aber wie man das genau berechnet, habe ich bislang nicht gefunden. Was natürlich nicht bedeutet, dass es kein entsprechendes Thema gibt. Ihr habt ja gemerkt, dass es bei der Recherche hapert. :rolleyes:

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Geschrieben

vor 32 Minuten schrieb G863653:

Aber wie man das genau berechnet, habe ich bislang nicht gefunden. Was natürlich nicht bedeutet, dass es kein entsprechendes Thema gibt. Ihr habt ja gemerkt, dass es bei der Recherche hapert.

 

Ich habe mal 3% Zinsen eingefügt. Ich wüsste erstmal nicht, wie Du den Fonds sonst mit irgendetwas vergleichen solltest.

Wenn ich das so sehe, würde ich ihn verkaufen.

https://www.comdirect.de/inf/fonds/detail/chart.html?timeSpan=5Y&ID_NOTATION=3228035#fromDate=16.05.2013&timeSpan=SE&toDate=15.05.2018&benchmarkNotations=3&benchmarkColors=0c9c2e&selectedBenchmarks=true&e&

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Geschrieben

Ja. Aber ich werde es nicht überstürzen. Passt hierzu:

 

Zitat

Kommen wir zunächst zu der Gruppe der global anlegenden Dividendenfonds, welche die größere der beiden Kategorien darstellt. Hier finden sich 182 Fonds europaweit, in denen knapp 96 Milliarden Euro investiert sind. In den vergangenen fünf Jahren gingen diesen Fonds satte 26,7 Milliarden Euro an Nettomittelzuflüssen zu. Im Schnitt weisen die aktiven und passiv verwalten Fonds eine Ausschüttungsrendite von 2,45 Prozent (per Ende April) auf. Das klingt etwas mager und ist tatsächlich deutlich weniger als die Dividendenrendite des MSCI World High Dividend Yield, die bei knapp 3,9 Prozent liegt. Die Zahl kommt aber wieder ins Lot, wenn man bedenkt, dass diese Fonds im Schnitt Kosten von 1,5 Prozent aufweisen. Zum Vergleich: Der MSCI World Index wies per Ende April eine Dividendenrendite von 2,4 Prozent auf.

 

Quelle: Morningstar

Ich kann jetzt bei ETF nicht genau sagen, ob die Kostenunterschiede, die ja geringer sind hier den Unterschied herbeiführen. Es ist nur ein passendes Beispiel. Banken waren gute Dividendenzahler. In der globalen Finanzkrise hat es bei passiven Instrumenten noch stärkere Drawdowns gegeben als bei aktiven Fonds, da die Bankwerte erst verspätet wegen nicht mehr erfüllter Merkmale aus den Indizes flogen.

 

Es gibt noch etliche Kontraargumente. Ich denke, dass die Fragen zum Lyxor Global Quality Income (schöner Name eigentlich...:D) geklärt sind.

 

Mit dem Apo Piano Inka tue ich mich weiter schwer. Wie gesagt, dass Ding tut, was es soll. Ist aber teuer. Steuervorteil ist den Kosten gegenüber zu stellen. Ich weiß nur nicht wie.

 

 

 

 

Da war ich zu lange im Schreiben. Moment.

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Geschrieben · bearbeitet von G863653

Zitat

Ich habe mal 3% Zinsen eingefügt. Ich wüsste erstmal nicht, wie Du den Fonds sonst mit irgendetwas vergleichen solltest.

Wenn ich das so sehe, würde ich ihn verkaufen.

https://www.comdirect.de/inf/fonds/detail/chart.html?timeSpan=5Y&ID_NOTATION=3228035#fromDate=16.05.2013&timeSpan=SE&toDate=15.05.2018&benchmarkNotations=3&benchmarkColors=0c9c2e&selectedBenchmarks=true&e&

 

 

Es ist sicher ein interessanter Vergleich. Auch mir ist klar, daß in der Phase von 2005 bis 2018 selbst Tagesgeld besser gewesen wäre. Wenn ich dazu noch den damals fälligen Ausgabeaufschlag nehme, grenzt es an Raub.

 

Aber das sind sunken Costs. Ich kann daraus noch nicht ableiten, ob ein miserabler Fonds wegen fehlender Abgeltungssteuer gehalten werden sollte oder nicht. Das Tagesgeld würde heute gar nichts mehr erbringen. Die Besteuerung hielte sich also auch in Grenzen.

Andere Frage: Gibt der Aktienanteil eines alten Mischfonds Aufschlüsse, ob es sich lohnt, ihn zu halten?

 

 

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Geschrieben

vor 3 Stunden schrieb G863653:

1. Lyxor SG Global Quality Income NTR UCITS ETF D-EUR (LYX0PP)

 

gekauft bei der ING-Diba als Dividenden-ETF (würde ich so nicht mehr machen) um zum Rebalancing anderer Positionen Ausschüttungen zu erhalten, falls ich nicht mehr Geld einzahlen möchte oder werde.
Dabei war ich so schlau, einen nicht so gängigen Index zu wählen, der auch zu dem Einstiegszeitpunkt eine gute Ausschüttungsrendite bot. Las sich toll bei Extra-Funds. Nun ja. Was ich aber übersah, war daß bei der ING-Diba bei diesem ETF quasi ein Zwangssparplan eingegangen wird (Ertragsverwendung:    Ausschüttend, automatische Wiederanlage ab 75 Euro).
Wenn ich das richtig verstanden habe, ist dies bei anderen Brokern nicht unbedingt so.
Mit dem Erwerb habe ich in mehrfacher Sicht einen Bock geschossen. a) Er performt außerordentlich schlecht. Aber das kann sich ja auch ändern. Man kann bezüglich Morningstar-Ratings sicher geteilter Meinung sein. Aber er hat nur noch einen *. Das ist schon sehr unterdurchschnittlich.

 

2. apo Piano INKA WKN: 532429 / ISIN: DE0005324297

 

Ich denke, die Kosten sind für einen so krass anleihelastigen Fonds zu hoch. Halt Dachfonds. Performance auch unterirdisch. 74 kB

 

Der Lyxor ist schlecht wg einem Stern, beim Piano INKA sagen dir die 4 Sterne von fondsweb was?

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Geschrieben · bearbeitet von G863653
Schreibfehler / Ergänzung

Es gibt wohl nicht die eine Antwort. Morningstar Rating für den Apo Piano INKA ist ***. Mittelmäßig.

 

Zu den 4 FWW Sternen:

 

Zitat

Die FWW FundStars® basieren auf der Risikoadjustierten Performance (RAP). Diese zweidimensionale Kennzahl errechnet sich aus der erzielten Wertentwicklung (Performance) und dem dabei eingegangenen Risiko (Volatilität).

 

 

Die Frage ist tatsächlich auch: Sollte man einen Dachfonds halten oder nicht? Er hat sicher ein geringes Verlustrisiko in der Vergangenheit gezeigt. Prima. Aber wenn die Rendite langfristig selbst mit Tagesgeld also dem quasi-risikolosen Zins zu erreichen war, frage ich mich schon, was dieses Produkt für Vorteile bringt. Der max. Drawdown war 10,31%. Das mag gut sein. Das kann ich nicht beurteilen.

 

Womit soll ich die Performance denn vergleichen? Tagesgeld / einer Mischung von Euro Aggregate Bonds und Aktien? Das ist ein weiteres Problem von Dachfonds. Sie sind zu kompliziert und intransparent. Ich habe jetzt einfach mal den Aktienteil weggelassen. Vergleich Apo Piano zu iShares Euro Aggregate Bond ETF.

Das sind die Kosten der Dachfonds-Struktur. Der Risikoanteil Aktien hat quasi gar nichts gebracht. Leider kann ich nicht auf eine Zeit vor 2009 zurückblicken. Da gab es den ETF noch nicht.

 

 

 

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Geschrieben

vor 4 Minuten schrieb G863653:

Die Frage ist tatsächlich auch: Sollte man einen Dachfonds halten oder nicht?

In meinen Augen ist das keine Frage! Und wenn doch, dann ist die Antwort eindeutig und kurz: Nein!

 

Ausnahme: Man macht sich Sorgen, daß das Einkommen von Mitarbeitern der Fondsbranche wegbrechen könnte.

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Geschrieben

Grundsätzlich zunächst einmal:

 

Möchtest Du überhaupt solch ein Produkt mit hohem Anleiheanteil? Möchtest Du überhaupt Anleihen? Falls ja, wozu?

Lt. KIID ist der Fonds auf Werterhalt ausgerichtet.

 

Wenn Du keine Anleihen willst, würde ich das Ding sofort verkaufen, Steuer hin, Steuer her.

 

Ansonsten gilt es zu kalkulieren,

 

1.) ...was man mit einem günstigeren Produkt einsparen könnte. 

 

und

 

2.) ...was man dann bei dem neuen Produkt an Steuern zahlen müsste.

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Geschrieben

vor einer Stunde schrieb G863653:

 

 

Es ist sicher ein interessanter Vergleich. Auch mir ist klar, daß in der Phase von 2005 bis 2018 selbst Tagesgeld besser gewesen wäre. Wenn ich dazu noch den damals fälligen Ausgabeaufschlag nehme, grenzt es an Raub.

 

Aber das sind sunken Costs. Ich kann daraus noch nicht ableiten, ob ein miserabler Fonds wegen fehlender Abgeltungssteuer gehalten werden sollte oder nicht. Das Tagesgeld würde heute gar nichts mehr erbringen. Die Besteuerung hielte sich also auch in Grenzen.

Andere Frage: Gibt der Aktienanteil eines alten Mischfonds Aufschlüsse, ob es sich lohnt, ihn zu halten?

was für eine fehlende Abgeltungssteuer möchtest Du den berechnen?

Klar bringt dir Tagesgeld nichts, aber dieser Fonds, egal wie lange Du den noch hältst, bringt dir auch keine Rendite, also bringt dir auch die Steuerfreiheit des Fonds nichts. ok ein kleines bisschen Peanuts bringt er dir.

 

Das wäre es mir nicht wert, diesen Fonds zu behalten.

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Geschrieben · bearbeitet von G863653
Umformulierung zwecks besseren Verständnisses

@Schwachzocker

Ja. Ich weiß, im wesentlichen, was der Fonds abdeckt und was ich möchte.
Grundsätzlich finde ich schon, dass nicht nur über Aktien gestreut werden sollte, sondern über verschiedene Anlageklassen. Ich habe nichts gegen Bonds. Wie werden sie weiter laufen, wenn die Zinsen wieder steigen? Welche Duration sollte man aus heutiger Sicht wählen? Wer weiß das schon. Man kann eine Meinung haben. Ich habe mich für einen gewissen Anteil Bonds und Tagesgeld entschieden. Der Überschuss von Anleihen wurde durch Anteilsverkäufe bei den Dachmischfonds reduziert.

 

@west263

Ich habe kleine Gewinne, die sich seit Fondskauf ja ergeben haben. Diese müssen nicht versteuert werden. Das muss ich mit einem Neuerwerb abgleichen.

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Geschrieben · bearbeitet von G863653
Formatierung

Oh Mann. Zur Berechnung. Es ist noch verwirrender. Endlich habe ich was gefunden:

 

Link zum alten Thread.

(Ich kann das nicht besser von dort hier hinein Zitieren)

 

von Maikel

 

Zitat

Faustregel: Das Neu-Investment müßte etwa 40% bessere Performance bringen als die steuerfreie Variante.

 

Wenn man die Daten seit Auflegung 2001 mit denen eines defensiven Bonds/Aktienmixes vergleicht kommt man auf einen Renditevorsprung des letzteren von 139,7%.

Wenn man den Zeitraum der letzten 10 Jahre betrachtet ist es ein Vorsprung von 129,24%.

Je nach Betrachtungszeitraum wäre dann der Apo Piano Inka zu halten oder gerade so an der Grenze liegend.

 

Bilder von Morningstar im Anhang. Krass.

 

Ist diese Vorgehensweise mit den 40% mehr an Gewinn bei einer Neuanlage adäquat?

 

ApoPianoSeitAuflage.png

ApoPiano10Jahre.png

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Geschrieben · bearbeitet von G863653
Schreibfehler / Ergänzung

Laut den Grafiken gab es folgende Renditen und da fällt mir schon mein total dämlicher Fehler auf.

 

ab Auflage 2001: Apo Piano Inka aus 10.000 € Startkapital wurden 16.270€ beim 75/25% Mix 22.730€. Gewinn: 6.270€ (100%) vs 12.730€ (203%) sind 103% Unterschied (ich hatte fälschlicherweise die 10.000€ Startkapital nicht abgezogen).

 

letzte 10 Jahre: Apo Piano Inka aus 10.000 € Startkapital wurden 13.470€ beim 75/25% Mix 17.680€. Gewinn: 3.470€ (100%) vs 7.680€ (221%) sind 121% Unterschied (wie peinlich). Danke der PN-Nachfrage. Wenn man es herleitet und aufschreibt, merkt man seinen Fehler :o.

 

OK. Das Ergebnis ist eindeutig. VERKAUFEN!

 

Ausser auch hier habe ich Quatsch gemacht. Dann bitte Bescheid sagen.

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Geschrieben

vor 22 Minuten schrieb G863653:

OK. Das Ergebnis ist eindeutig. VERKAUFEN!

:thumbsup:

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